Digital Hub Initiative

Bundesregierung ernennt Finanzplatz Frankfurt zum Digital Hub für FinTechs

Auf dem Nationalen IT-Gipfel am 17. November 2016 stellten Wirtschaftsminister Gabriel und Bitkom Präsident Thorsten Dirks die ersten fünf Digital Hubs in Deutschlands vor. Dem Finanzplatz Frankfurt wurde in diesem Zusammenhang die Bezeichnung Digital Hub für Finanzdienstleitungen und FinTech zugesprochen. Der hessische Wirtschaftsminister und Frankfurt Main Finance Präsidiumsmitglied Tarek Al-Wazir rühmte die Digital Hub Initiative bei der Eröffnung des neuen Frankfurter FinTech Hub, dem Tech Quartier. Die Bedeutung von FinTechs für die Region erläuternd, sagte er: „Der führende Finanzplatz des Kontinents muss auch in der hochinnovativen FinTech-Branche die Führungsposition übernehmen.“ Das Tech Quartier stellt den Höhepunkt eines Jahres der Zusammenarbeit des hessischen Wirtschaftsministeriums und des FinTech Dialogforums, das von Frankfurt Main Finance ins Leben gerufen wurde, dar.

Die Digital Hub Initiative, kurz de:hub, gegründet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zielt darauf ab, Deutschlands als führende Industrienation zu stärken und das Land als attraktives Ziel für Unternehmer, Investoren und hochqualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Welt zu etablieren. Bitkom Präsident Thorsten Dirks erläuterte hinsichtlich des Hubs: „Künftig sollen Vorstände von etablierten Unternehmen von Start-ups lernen können, ohne nach Kalifornien fliegen zu müssen.“ Weitere Digital Hubs sind Dortmund und Hamburg für Logistik, München für Mobilität und Berlin, dessen Fokus auf dem Internet der Dinge liegt.

Trotz des Digitalzeitalters ist die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen sowie Wissenschaft und Forschung in geografischer Nähe erfolgsversprechender, sodass diese Innovation und Entwicklung direkt fördert. Mit dem Silicon Valley als Vorbild versucht das Bundeswirtschaftsministerium Digital Hubs in Deutschland zu schaffen, die Menschen aus der ganzen Welt zusammenbringen, um innovative Ideen und Produkt zu entwickeln. Grundlegend für Hubs ist eine funktionale Infrastruktur im Sinne globaler Relevanz im entsprechenden Sektor, führenden Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen sowie einem Netzwerk von Unterstützern, von Mentoren bis hin zu Venture Capital Investoren.

Das Frankfurter FinTech Ökosystem ist in den vergangenen Jahren zunehmend gewachsen. Im Jahr 2016 ist die Zahl der FinTech Unternehmen in der Region Rhein-Main um 45 % auf 81 angestiegen. Frankfurt befindet sich nun deutschlandweit dicht hinter Berlin mit 87 FinTechs an zweiter Stelle. Ebenso sind Investitionen in FinTechs in Deutschland auf dem Vormarsch, sodass 2015 bereits 524 Millionen Euro in den Sektor flossen. Trotz des weltweiten Rückgangs an FinTech-Investitionen, konnte Deutschland dennoch eine Steigerung um 186 US-Dollar im dritten Quartal verbuchen und damit Großbritannien überholen. Während sich das Frankfurter FinTech Ökosystem noch in einer Etablierungsphase befindet, entstand bereits eine breite Basis institutioneller Unterstützung und Incubators. Neben dem neu eröffneten Tech Quartier haben sich bereits einige andere Incubators und Accelerators in Frankfurt angesiedelt, hierzu zählen das FinTech Hub der Deutschen Börse, Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter und die Digitalfabrik der Deutschen Bank. In diesem Zusammenhang wird Frankfurt Main Finance das Frankfurter Ökosystem auch weithin aktiv unterstützen und fördern und beglückwünscht das Bundeswirtschaftsministerium zu seiner Entscheidung Frankfurt im Rahmen der Digital Hubs Initiative zum Digital Hub für FinTechs zu ernennen. Außerdem sollte die von Frankfurt Main Finance kürzlich begründete FinTech Mitgliedschaft es lokalen FinTech Unternehmen erleichtern, mit etablierten Akteuren in Kontakt zu treten.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone