Center for Financial Studies

Finanzregulierung in Europa – Wissenschaft oder Kunst?

Dass Finanzregulierung eine Wissenschaft darstellt – diesem Satz würden man wahrscheinlich ohne Zögern zustimmen. Aber Finanzregulierung als Kunst – dieser Zusammenhang erschließt sich nicht ohne Weiteres.

Der Vortrag des Präsidenten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, am 16. März, beschäftigte sich genau mit dieser Frage, ob Finanzregulierung als Wissenschaft oder als Kunst zu verstehen ist. Genauer gesagt, welcher Teil von Regulierungsprozessen als Wissenschaft und welcher als Kunst zu bezeichnen ist. Zum Vortrag an der Goethe Universität Frankfurt eingeladen hatte das Center for Financial Studies (CFS), das für seine Vortragsreihe bereits in der Vergangenheit eine Vielzahl hochkarätiger Rednern gewinnen konnte.

Als Wissenschaft beschreibt Hufeld an der Regulierung unter anderem die Grundannahmen, Modelle und quantitativen Methoden, beleuchtet im Verlauf seines Vortrags dann aber vor allem den Teil von Regulierung, der über diese wissenschaftlichen Elemente hinausgeht und den Hufeld als Kunst bezeichnet. All jene Fragen und Entscheidungen, die sich mit Rechenmodellen nicht beantworten lassen, die Abwägungen zwischen unterschiedlichen regulatorischen Zielen nötig machen, die zudem noch in einem Spannungsverhältnis zueinanderstehen können. „Kurzum: Fragen, bei denen es vor allem auf das Urteilsvermögen von Menschen ankommt“, wie Felix Hufeld zusammenfasst. Was außerdem dadurch erschwert wird, dass sich Regulierung im Kontext globaler Entwicklung, dem fortschreitenden Prozess der Europäisierung sowie der Dynamik der Märkte und dem grundlegenden Wandel durch die Digitalisierung bewegt.

Anhand von vier Beispielen vertieft Hufeld dieses Verständnis von Regulierung als Kunst: Finanzstabilität vs. Profitabilität, Risikosensitivität vs. Prozyklizität, prinzipienbasierte vs. regelbasierte Regulierung sowie Verbraucherschutz vs. Handlungsfähigkeit der Kreditinstitute. Diese und weitere Spannungsfelder bedürfen einzelfallbezogener, kreativer wie pragmatischer Entscheidungen der Regulierer, die auf der Basis von Prinzipien durch Standfestigkeit und Kontinuität gestützt werden und sich im Spannungsverhältnis widerstreitender regulatorischer Ziele sowie dynamischer Entwicklungen bewegen müssen. Am Ende dieses Prozesses steht das Ziel der Regulierung, eine dauerhafte tragfähige Ordnung der Finanzmärkte zu realisieren und den Teufelskreis aus Krise – Regulierung – Deregulierung und erneuten Krisen zu verhindern.

Börse Frankfurt feiert den 3. Tag der Aktie

Frankfurt Main Finance Mitglied, die Deutsche Börse ruft für den 16. März zum mittlerweile 3. Tag der Aktie auf. Mit der Veranstaltung möchten Deutschlands führender Börsenbetreiber und die beteiligten Banken die Bedeutung der Aktie als Instrument zur Altersvorsorge in der Bevölkerung steigern. Der Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse wird an diesem Tag mit der traditionellen Handelsglocke eröffnet.

Privatanleger können gebührenfrei DAX-Aktien und DAX-ETFs kaufen

Michael Krogmann, Mitglied der Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse, sagte: „Für uns ist es von besonderer Bedeutung, Finanzwissen an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln und Aufklärungsarbeit zur Bedeutung der Börse und damit auch der Aktie zu leisten. Aktien machen aus Privatpersonen Miteigentümer eines Unternehmens. Über ihre Investitionen ermöglichen sie jungen Unternehmen neue Geschäftsideen umzusetzen, Großunternehmen sichern sie die Finanzierung von Wachstum und damit letztlich auch von Arbeitsplätzen. Seit Jahrhunderten ist die Aktie Bestandteil und wichtiges Element für Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft. Darüber hinaus können Aktien einen sehr wichtigen Beitrag zur Altersvorsorge leisten.“

Am Tag der Aktie wird über den Handelsplatz Börse Frankfurt der Kauf aller DAX-Aktien sowie von neun Exchange-Traded-Funds (ETFs) auf den DAX-Index für Privatanleger ab einem Ordervolumen von 1.000 Euro bei allen beteiligten Brokern kostenlos sein. Die Deutsche Börse und die Broker 1822direkt, Augsburger Aktienbank, comdirect, Consorsbank, DKB Deutsche Kreditbank, ING-DiBa und maxblue verzichten auf die üblicherweise anfallenden Entgelte.

Um die Rolle des Börsenhandels für jedermann verständlich zu machen, bietet die Deutsche Börse im Frankfurter Handelssaal ganzjährig kostenfreie Einführungsvorträge und Galeriebesuche an. Bis zu 40.000 Besucher aus aller Welt nehmen dieses Angebot jährlich in Anspruch. Mit www.boerse-frankfurt.de stellt die Deutsche Börse außerdem ein Internet-Portal bereit, das speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern ausgerichtet ist. Auf der Webseite wird ausführlich erklärt, wie Einsteiger Aktien handeln können, welche Rolle die Börse in der Volkswirtschaft hat und wie der Börsenhandel heute funktioniert. Vertiefende Schulungen bietet die Deutsche Börse über die hauseigene Capital Markets Academy an. Interessierte können dort zum Beispiel an Grundlagenseminaren zum Finanzmarkt oder zu Börsenprodukten teilnehmen.

Finanzplatztag 2017 – building instead of burning bridges

Am 7.-8. März, 2017 fand zum zehnten Mal der Finanzplatztag in der IHK Frankfurt statt. Die Konferenz wurde von der WM Gruppe, einem Frankfurt Main Finance Mitglied und Herausgeber der Börsen-Zeitung, veranstaltet. Frankfurt Main Finance war auf dem Finanzplatztag durch seine Mitglieder wie die Deutsche Börse, die Helaba, das Bundesland Hessen und natürlich durch die WM Gruppe sehr gut vertreten.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, moderierte die Podiumsdiskussion Building Instead of Burning Bridges-the new landscape for EU financial centres. Auf dem Podium diskutierten Arnaud de Bresson, CEO von Paris Europlace, Mark Hoban, Vorsitzender der International Regulatory Strategy Group, Pat Lardner, CEO der Irischen Fund Association und Tom Theobald, stellvertretender CEO von Luxembourg for Finance. Die Vertreter der führenden Finanzzentren untersuchten, welche Veränderungen erwartet werden können, sobald Finanzdienstleister London in Folge des Brexits verlassen sollten. Über die vorrangige Bedeutung, Stabilität in Europa zu erhalten, waren die Diskussionsteilnehmer einig. Ein wichtiger Baustein dieser Stabilität wird Londons Rolle als globaler Finanzplatz sein. Die Finanzzentren in der Eurozone werden ein starkes Netzwerk aufrechterhalten müssen, um wettbewerbsfähig mit anderen globalen Zentren wie Singapur und New York City zu bleiben. Der Bau einer Brücke zwischen der Eurozone und London spielt eine entscheidende Rolle, um die Auswirkungen des Brexit zu minimieren und die Stabilität zu erhalten.

Dr. Gertrud R. Traud, Chef-Volkswirtin von der Helaba, sprach über den Strukturwandel und Frankfurts Aussicht, vom Brexit zu profitieren, dabei gab sie einen Überblick über die Stellung Frankfurts als Finanzplatz im Vergleich. Traud erklärte, warum Frankfurts besonderer Charakter, die Stadt zum Spitzenreiter des Kontinents macht und präsentierte die jüngsten Ergebnisse des Finanzplatz Fokus‘. Die Helaba Studie Brexit-Lets go Frankfurt, zeigt, dass Frankfurt in mehrfacher Hinsicht die führende Position unter den Finanzzentren der Eurozone belegt, eine Weltklasse Infrastruktur bietet, hohe Lebensqualität und die Stabilität und Stärke der deutschen Wirtschaft.

Im Anschluss an eine Keynote von Deutsche Börse CEO Carsten Kengeter, leitete Claus Döring, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, die Podiumsdiskussion Folgen des Brexits für den Finanzplatz Frankfurt. Teilnehmer waren Hubertus Väth, Hauke Stars, Vorstandsmitglied der Deutschen Börse und Michael Reuther, Vorstandsmitglied der Commerzbank AG. Zur Eröffnung der Diskussion sagte Väth von Frankfurt Main Finance, er stehe immer noch zu seiner Schätzung vom Juni 2016, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 10.000 Arbeitsplätze von London nach Frankfurt verlegt werden. Angesichts der zahlreichen Standortvorteile Frankfurts, berichtete Väth von erheblichem Interesse von Finanzdienstleistern und Banken und erwartet Ankündigungen von Verlagerungen im Laufe des Monats. Obwohl er keine Namen nennen dürfe, hätten 3 der 5 größten amerikanischen Banken beschlossen, nach Frankfurt zu ziehen, so Väth. Er bekräftigte, dass Frankfurt „in der Pole Position“ für eine Verlagerung von London in die EU bleibe. Die Ankündigungen der Umsiedelung erwartet Väth in drei Wellen, beginnend mit großen Investmentbanken, gefolgt von Geschäftsbanken und Vermögensverwaltern.

Frankfurt Main Finance Executive Mitglied, Hauke Stars, ergänzte Väths Aussagen, mit dem Hinweis auf Frankfurts Talent Pool und die Rolle als Drehkreuz mit vielen attraktiven Faktoren. Stars erklärte, dass Frankfurt nicht nur ein ansprechender Standort für große Finanzdienstleistungsunternehmen sei, sondern auch für kleine FinTech-Startups. Die Deutsche Börse unterstützt aktiv das Frankfurter FinTech-Ökosystems, vor allem mit seinem FinTech Hub. Des Weiteren deutete Stars auf erweiterte Aktivitäten hin, um dieses wichtige Segment voranzutreiben, welche in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Die Veranstaltung wurde am ersten Tag mit einem Schlusswort von Tarek Al-Wazir, dem hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Stadt- und Landesentwicklung und Frankfurt Main Finance Executive Committee Mitglied geschlossen. Al-Wazir reflektierte über die Ereignisse von 2016 und die zehn Jahre seit dem ersten Finanzplatztag. Abgesehen davon, dass der Brexit sehr unglücklich und unerwünscht sei, sagte Al-Wazir, wir müssten das Beste für den Finanzstandort tun. Ziel sollte es sein, dem Vereinigten Königreich unsere Hand zu reichen und eine Brücke zu bauen, anstatt sie einzureißen.

Brexit-Risiken minimieren und den europäischen Kapitalmarkt stärken

In seinem heute veröffentlichten Positionspapier „Austrittsverhandlungen der Europäischen Union mit dem Vereinigten Königreich: Brexit-Risiken minimieren und den europäischen Kapitalmarkt stärken“ unterbreitet das Deutsche Aktieninstitut Vorschläge an die Verhandlungsführer, wie im Rahmen der anstehenden Austrittsverhandlungen Nachteile für die europäisch-britischen Wirtschaftsbeziehungen abgewendet werden können.

„Es liegt an den Verhandlungsführern, die künftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich so zu gestalten, dass die negativen Auswirkungen des Brexits für beide Seiten minimiert werden“, betont Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. „Mit unserem Positionspapier und den darin enthaltenen Handlungsempfehlungen tragen wir unseren Teil dazu bei, dass die Austrittsverhandlungen auf einer soliden kapitalmarktrechtlichen Grundlage beginnen können und letztlich zu guten Ergebnissen führen werden.“

Luka Mucic, Finanzvorstand der SAP SE und Mitglied des Vorstands des Deutschen Aktieninstituts, hebt die Bedeutung des Positionspapiers für die anstehenden Verhandlungen hervor. „Die Sicht des Deutschen Aktieninstituts und seiner Mitgliedsunternehmen wird in diesem Positionspapier sehr deutlich“, unterstreicht er. „Die Verhandlungsführer müssen alles daransetzen, Wettbewerbsverzerrungen durch Steuerdumping und einen Deregulierungswettlauf zwischen den britischen und EU-Märkten abzuwenden“, so Mucic.

Die zentralen Forderungen des Deutschen Aktieninstituts sind:

  • Die Nachteile für alle Beteiligten auf ein Minimum zu reduzieren und die Attraktivität der Märkte in Europa sicherzustellen;
  • Mit Übergangsregelungen Zeit zu gewinnen und den Fortbestand der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich zu sichern;
  • Mit Blick auf die Kapital- und Finanzmarktrechtssetzung die Drittstaatenregelungen zu erweitern, vereinheitlichen und effizienter auszugestalten;
  • Hinsichtlich der gesellschaftsrechtlichen Grundstrukturen die Funktionsfähigkeit bewährter und notwendiger Rechtsinstitute sicherzustellen.

Die vorliegenden Ergebnisse wurden im Rahmen des Brexit-Projekts des Deutschen Aktieninstituts erarbeitet, das mit Blick auf die umfassenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich die relevanten Themen identifizierte, die bei den Austrittsverhandlungen eine Rolle spielen.

Die interdisziplinär besetzte Projektgruppe, der Vertreter von Mitgliedsunternehmen des Deutschen Aktieninstituts angehören, wird die Austrittsverhandlungen inhaltlich begleiten und zum jeweiligen Verhandlungsstand gegebenenfalls Stellung nehmen.

Frankfurt Main Finance besucht israelische FinTechs

Israel verfügt über einen starken FinTech-Sektor. Zeit für Frankfurt Main Finance, diesen genau kennenzulernen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem Finanzplatz sowie deutschen und israelischen FinTechs zu erkunden. Das übernimmt der FinTech-Experte von Frankfurt am Main Finance Dr. Jochen Biedermann im Rahmen der Veranstaltung „Tel Aviv- Frankfurt FinTech Summit“, die am 21. März im Rahmen der Israel-Delegationsreise des Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann stattfinden wird. Vorab beantwortet er Fragen zum FinTech-Standort Israel und die Ziele seines Besuches vor Ort. Interessierte deutsche FinTechs sind eingeladen, ihn im Herbst bei einer weiteren Delegationsreise nach Israel zu begleiten.

 

Herr Biedermann, als Frankfurter denkt man bei FinTech-Standorten nicht in aller erster Linie an Tel Aviv. Wie ist das israelische FinTech-Segment denn tatsächlich aufgebaut?

Israel ist sehr technologiestark. Hier sammeln sich ein großes Hightech- Know-how und in diesen Themen gut ausgebildete Fachkräfte. Besonders das Cybersecurity-Segment ist in Israel hoch entwickelt und genießt einen äußerst guten Ruf. Das unterstützt auch den FinTech-Sektor, da es hier viele Schnittstellen gibt. Außerdem ist Israel ein sehr kleines Land. Das heißt, dass die dort ansässigen Unternehmen exportorientiert agieren und sehr schnell ins Ausland expandieren. Zusammenfassend lässt sich Israel als Tech-Powerhouse wie auch als Startup-Nation beschreiben.

 

Welche Anknüpfungspunkte sehen Sie zwischen den FinTech-Standorten Frankfurt und Tel Aviv?

Wie bereits erwähnt, expandieren israelische FinTechs sehr schnell ins Ausland. Für uns ist es deshalb eine willkommene Möglichkeit, den Finanzplatz Frankfurt und seine FinTech-Branche vorzustellen. Auch im Rhein-Main-Gebiet befindet sich ein großes Cluster für Cybersecurity. Als Beispiele seien hier das Fraunhofer-Institut SIT wie auch das Center for Research in Security and Privacy (CRISP) in Darmstadt angeführt. Israelische FinTechs finden somit hier auch die gewohnte Infrastruktur vor. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch die Internationalisierung unserer heimischen FinTechs vorantreiben. Unser Partner Accelerator Frankfurt und sein Gründer Ram Shoham sind in Israel bereits gut vernetzt. Nun wollen wir das auch für den Finanzplatz Frankfurt insgesamt etablieren.

 

Sind weitere Kooperationen zwischen Frankfurt und Tel Aviv geplant?

Wir kooperieren im FinTech-Bereich bereits seit Jahren erfolgreich mit Südkorea, Hongkong,Holland sowie Norwegen und haben auch mit Israel bereits zwei gemeinsame Veranstaltungen in Frankfurt Rhein-Main durchgeführt.

Für Herbst ist bereits eine weitere Reise nach Israel geplant, gemeinsam mit deutschen FinTechs. Interessierte FinTechs sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden, wenn Interesse besteht, mit uns nach Tel Aviv zu reisen.

Brexit und die Folgen

Der vielfach befürchtete post-Brexit-Wettbewerb zwischen den Finanzplätzen London und Frankfurt ist kein Grund zur Sorge. Das ist das Ergebnis des Podiumsgesprächs zum Thema Brexit und dessen möglichen Folgen, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main und das Frankfurter Chapter der Socitey for International Development (SID) am 31.01.2017 veranstalteten. Neben Moderator und SID-Vorstandsmitglied Klaus Zorbach nahmen Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europaangelegenheiten der Hessischen Staatkanzlei, Dr. Jürgen Ratzinger, Geschäftsführer für das Geschäftsfeld International der IHK Frankfurt am Main sowie der Botschaftsrat Nick Leake, welcher die Abteilung EU und Wirtschaft der Britischen Botschaft in Berlin leitet, an der Diskussionsrunde teil. Das Gespräch untergliederte sich in drei Hauptteile: Den Auswirkungen des Brexits im Allgemeinen, den konkreten Auswirkungen auf das Land Hessen und die Rhein-Main-Region sowie das post-Brexit Bild von Europa und die Frage nach einer Krise Europas.

Auf besonderes Interesse des zahlreichen erschienen Frankfurter Publikum stieß die Frage nach den Veränderungen in der Rhein-Main-Region in Folge des Brexits. An dieser Stelle galt es für die Diskutanten einen schwierigen Bogen zu spannen, vom Brexit „als großem europäischen Unfall“ einerseits, der für Frankfurt und die gesamte Rhein-Main-Region andererseits wiederrum große Vorteile mit sich bringen könne, wie Dr. Ratziger den Gegensatz zusammenfasste. Allerdings gehe es in diesem Zusammenhang gar nicht darum Großbritannien und insbesondere London etwas zu nehmen, sondern sich anzubieten und in dieser Hinsicht habe die Rhein-Main-Region viel zu bieten. Unabhängig davon jedoch, welche Institutionen, Banken und Finanzdienstleister Geschäftsteile nach Frankfurt verlagerten, werde London in jedem Fall ein wichtiger Finanzplatz bleiben. Staatssekretär Weinmeister ergänzte das Argument des großen Potenzials der Rhein-Main-Region, indem er auf die gut strukturierte Bankenlandschaft Frankfurts, die hier ansässigen Regulierungsinstitutionen, wie beispielsweise die EZB, die BaFin oder die EIOPA sowie auf das generelle Know-How in Frankfurt und der Rhein-Main-Region verwies, welche vor diesem Hintergrund optimale Bedingungen für Finanzdienstleister aufweise. Auch könne der Finanzplatz Frankfurt den sogenannten Finanzpass ermöglichen, welcher Finanzdienstleistungen ohne erneute Registrierung in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union erlaubt. Die Negativargumente, mit denen Frankfurt als europäischem Finanzplatz häufig konfrontiert wird – zu wenig Wohn- und Büroraum sowie internationale Schulen – bezeichnete er als nichtzutreffend und bot vor diesem Hintergrund den betroffenen Institutionen und Unternehmen Gespräche zur Klärung von Missverständnissen an. Einen interessanten Aspekt in der Frage, ob Frankfurt zukünftig für London eher Konkurrenz oder Brücke in die EU darstelle, ergänzte Nick Leake, der betonte, dass intelligent gestalteter Wettbewerb positiv zu bewerten sei, da er alle beteiligten Akteure erheblich stärke.

CFS-Index legt deutlich zu

Umsätze und Erträge der Dienstleister steigen kräftig an und Investitionen der Finanzinstitute erreichen einen – seit Beginn der CFS-Index Befragungen im Jahr 2007 – historischen Höchststand

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, legt im letzten Quartal 2016 deutlich zu. Er steigt um 3,7 Punkte auf 114,3 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit knapp 2 Jahren. Der Anstieg ist vor allem auf eine sehr positive Entwicklung von Umsätzen und Erträgen der Dienstleister am Finanzplatz Deutschland zurückzuführen. Nur zu Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 wurde dieses Niveau noch übertroffen. Aber auch die Finanzinstitute haben einen soliden Anstieg ihrer Umsätze bei konstanten Erträgen zu verzeichnen. Die Investitionen der Finanzbranche erhöhen sich ebenfalls merklich und erreichen erstmalig wieder Höchststände wie selten zuvor. Trotz dieser positiven Entwicklung halten die Finanzinstitute an ihrem Stellenabbau, wenn auch etwas abgeschwächt, weiter fest, wohin gegen die Dienstleister, auch leicht abgeschwächt, weiterhin Personal aufbauen.

„Zahlreiche Banken befinden sich derzeit in einer Transformationsphase, die einen erheblichen Investitionsbedarf vor allem im IT Bereich zur Folge hat. Davon profitieren insbesondere die Dienstleister”, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland enorm positiv

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreichte im Zuge des Brexit-Votums im letzten Jahr den Höchststand von 136,8 Punkten, hatte sich dann im dritten Quartal etwas abgeschwächt und steigt jetzt wieder um 2,7 Punkte auf 131,0 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Bemühungen um den Finanzplatz Frankfurt tragen Früchte. Gerade die positiven Ergebnisse im Hinblick auf die internationale Bedeutung des Finanzplatzes zeigen, dass Frankfurt gut aufgestellt ist und alle Chancen hat, auch in diesem Feld weiter an Bedeutung zu gewinnen.”

Umsätze, Erträge und Investitionen der Finanzbranche steigen

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen im letzten Quartal 2016 stark ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 3,4 Punkte auf 113,0 Punkte. Den größten Anstieg haben jedoch Dienstleister mit 11,3 Punkten auf 130,6 Punkte zu verzeichnen. Nur zu Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 wurde dieses Niveau noch übertroffen. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind bei beiden Gruppen positiv, jedoch etwas verhaltener als die aktuellen Werte.

Die Erträge der Dienstleister entwickeln sich im vierten Quartal 2016 besonders positiv und übertreffen die Erwartungen aus dem Vorquartal deutlich. Der entsprechende Sub-Index erreicht bei den Dienstleistern nach einem Anstieg um 8,1 Punkte einen Wert von 123,4 Punkten. Im Gegensatz dazu verweilen die Finanzinstitute unverändert mit einem geringen Anstieg um 0,5 Punkte auf dem niedrigen Niveau von 104,5 Punkten, und es werden keine Änderungen für das laufende Quartal erwartet. Die Dienstleister gehen davon aus, dass sich ihre enorm positive Ertragsdynamik vom Jahresende 2016 für das laufende Quartal etwas abschwächen wird.

Der Sub-Index Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen erhöht sich bei beiden Gruppen entgegen den Erwartungen aus dem Vorquartal recht ordentlich. Bei den Finanzinstituten steigt der Sub-Index um 6,0 Punkte auf 116,1 Punkte und erreicht damit einen – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historischen Höchststand. Bei den Dienstleistern steigt der Wert um 5,8 Punkte auf 117,9 Punkte. Auch hier wurde dieses Niveau nur in den Jahren 2007 und 2014 noch übertroffen. Für das laufende Quartal erwarten beide Gruppen nur eine leichte Absenkung in der Wachstumsrate.

Weniger Stellenkürzungen bei Finanzinstituten – Leicht abgeschwächter Stellenaufbau bei den Dienstleistern

Der enorme Stellenabbau, den die Finanzinstitute im dritten Quartal zu verzeichnen hatten, hat sich abgeschwächt, hält jedoch im vierten Quartal weiter an. Der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute steigt um 4,4 Punkte auf 90,4 Punkte. Die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass es weiterhin einen Stellenabbau geben wird. Hingegen bleibt die Lage bei den Dienstleistern positiv, wenn auch mit leicht abgeschwächter Wachstumsrate. Der entsprechende Sub-Index verweilt mit 3,3 Punkten auf dem Stand von 113,6 Punkten. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

Frankfurt FinTech Report #4

Gemeinsamer Blockchain-Prototyp von Deutscher Bundesbank und Deutscher Börse

Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse präsentierten gemeinsam einen funktionalen Prototyp einer auf Blockchain-Technologie basierenden Wertpapierabwicklung. Der innovative Prototyp wurde so konzipiert, dass er technisch die Zug-um-Zug-Abwicklung von Wertpapieren gegen zentral ausgegebene digitale Werteinheiten sowie reine Werteinheiten- und Wertpapiertransfers ermöglicht. Zudem kann er einfache Kapitalmaßnahmen abwickeln, zum Beispiel die Zinszahlung für Wertpapiere und die Rückzahlung bei Fälligkeit eines Wertpapieres.

In den nächsten Monaten planen Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse eine Weiterentwicklung des Prototyps mit dem Ziel, die technische Performance sowie die Skalierbarkeit dieser Art von Blockchain-basierter Anwendung analysieren zu können.

„Zusammen mit der Deutschen Bundesbank adressieren wir innovativ und kreativ die potenziellen technologischen Chancen für den Finanzsektor. Wir arbeiten mit Hochdruck weiter, um mögliche Effizienzgewinne der Blockchain-Technologie heben zu können und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu verstehen und zu minimieren“, fügte Carsten Kengeter, CEO der Deutsche Börse AG, hinzu.

DVFA bietet Fit & Proper Training for FinTechs

Die DVFA stellte einen neuen Trainingskurs speziell für FinTechs vor. Das „Fit & Proper“- Training zielt darauf ab, Mitarbeitern und Managern von FinTech-Unternehmen aus Sicht der Marktaufsicht ausreichende Expertise und Kompetenz zugänglich zu machen. Thematisch umfasst das Training Finanzmärkte, Regulation, Governance und Controlling sowie Strategisches Management. Der Kurs findet ausschließlich digital statt, dauert etwa 25 Stunden und wird am 27. Januar 2017 beginnen. Nach erfolgreichem Abschluss des Trainings sowie einer 90-minütigen Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Certificate in Financial Markets Competence.

Eröffnung des Frankfurter FinTech Quartiers

Am 17. November feierte die Frankfurter FinTech Community die Eröffnung des neuen FinTech Hubs, Tech Quartier, welches in Kürze einige der innovativsten Start-ups der Region beheimaten wird. Momentan verfügt das Pollux bereits über 120 Arbeitsplätze und eine Erweiterung in den zweiten Stock ist bereits in Planung. Bei der offiziellen Eröffnung erklärte Tech-Quartier-Geschäftsführer Dr. Sebastian Schäfer: „Wir bieten nun erstmals auch in Frankfurt ausländischen FinTechs und Start-ups eine attraktive Anlaufstelle, um das Deutschlandgeschäft zu starten und den europäischen Markteintritt vorzubereiten.“ Die Eröffnung des Tech Quartiers bildet den krönenden Abschluss fast eines Jahres gemeinsamer Arbeit des Hessischen Wirtschaftsministeriums sowie des FinTech Dialogue Forums, das von Frankfurt Main Finance initiiert wurde. Finanziell unterstützt wird das Tech Quartier zudem von einer Reihe großer Banken und Unternehmensberatungen. Zu den Platin-Sponsoren zählen Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, DZ Bank, Helaba und ING-BiBa. Gold Sponsoren sind Sparda-Bank Hessen, Allen & Overy, EY, KPMG und PWC.

FinTech Matchmaking

FinTech Matchmaking mit Holland FinTech

Nach einer erfolgreichen Auftakt-Veranstaltung in Amsterdam veranstalteten Holland FinTech und Frankfurt Main Finance ein zweites FinTech Matchmaking Event, mit dem Ziel Engangement und Unterstützung von Fintech Unternehmen zu bündeln. Sowohl in den Niederlanden als auch in Frakfurt bestehen dynamische FinTech Szenen, wodurch ideale Voraussetzungen für eine Partnerschaft und internationalen Austausch zwischen den beiden Nachbarn gegeben sind. Zu den größten Herausforderungen für junge Start-up Unternehmen zählen Sichtbarkeit sowie die Expansion über den heimischen Markt hinaus. In diesem Zusammenhang ermöglichte das erfolgreiche Matchmaking Event nicht nur den Austausch zwischen den beteiligten Unternehmern, sondern stellte auch die Verbindung zu potenziellen Kooperationspartnern und Investoren her.

Am 25. November 2016 versammelten sich mehr als 80 Teilnehmer im Frankfurter Büro der ING-Diba, die als Sponsor des FinTech Matchmaking Events fungierte, um Pitches von 18 niederländischen und deutschen FinTechs zu verfolgen. „Innovationen entstehen, wo die Besten und Kreativsten zusammenkommen und voneinander lernen. Daher unterstützen wir sehr gerne die Veranstaltung und freuen und auf den Austausch“, so Željko Kaurin, Mitglied des Vorstands der ING-DiBa. Neben der ING-DiBa war auch Hessen Trade & Invest Sponsor der Veranstaltung. Zwischen die zwei Pitche-Runden stand für die Gruppe zudem eine Führung durch den neu eröffnete FinTech Hub, Tech Quartier, sowie ein Treffen mit dessen Direktor Dr. Sebastian Schäfer auf dem Programm. Das Tech Quartier ist eine bedeutende Entwicklung für das Frankfurter Ökosystem, welches die Attraktivität des Finanzplatzes Frankfurt für FinTechs weiter steigern soll.

Mitgründer und einer der Geschäftsführer des Frankfurter Robo Advisors Vaamo, Oliver Vins, welcher in einem der Pitches dem Publikum sein Unternehmen vorstellte, verwies auf die Bedeutung solcher Events für das lokale FinTech Ökosystem, indem er erklärte: „Es ist immer wieder toll zu sehen, welche Möglichkeiten sich FinTech-Unternehmen in Frankfurt bieten, auch internationale Anknüpfungspunkte zu schaffen. Dies ist eines der Gründe, warum sich Frankfurt als Standort für FinTechs so hervorragend eignet.“ Vins drückte seine Freude über das stetige Wachstum des Frankfurter Ökosystem und die zunehmende Kooperation mit anderen Ländern aus. „Dazu tragen vor allem Veranstaltungen wie das FinTech Matchmaking bei, die diesen Austausch stetig vorantreiben und immer interessanten Input liefern können. Wir freuen uns, dass solche Formate zunehmend stattfinden und wir Teil der Veranstaltung sein durften.“

Aufgrund des außerordentlich positiven Feedbacks aller Beteiligten planen Frankfurt Main Finance und Holland FinTech schon jetzt eine Fortsetzung der Veranstaltungsserie für 2017. Frankfurt Main Finance legt in seinem Engagement für den Finanzplatz und FinTechs einen starken Fokus auf den Aufbau von Partnerschaften sowie die Kooperation mit anderen Finanzzentren, in deren Rahmen gemeinsam ausgerichteten FinTech Events eine zunehmend größere Rolle zukommt. Vor diesem Hintergrund sagte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: “Viele deutsche FinTech-Unternehmen haben inzwischen ihre Geschäftsmodelle in Deutschland erfolgreich etabliert und stehen vor dem Schritt ins Ausland. Seitens Frankfurt Main Finance unterstützen wir dies auf Basis unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaften mit führenden internationalen Finanzzentren, und positionieren uns dabei auch als hochattraktiver Standort für ausländische FinTech-Unternehmen. Matchmaking-Veranstaltungen wie diese sind dabei eines der Formate, auf die wir setzen.“

Teilnehmende FinTechs


Finanzplatz Fokus: „Brexit – Let’s go Frankfurt“

Finanzplatz Frankfurt ist bevorzugte Adresse für Brexit-bedingte Jobverlagerungen

Unter den europäischen Finanzplätzen ist Frankfurt die klare Nr. 2 hinter London. Mit zahlreichen Standortqualitäten ist die Main-Metropole ein attraktiver Finanzplatz für in- und ausländische Player und kann die bevorzugte Adresse für Brexit-bedingte Jobverlagerungen werden. Folgende Assets sind dabei besonders hervorzuheben: Stabilität und Stärke der deutschen Volkswirtschaft, Sitz der EZB in ihrer Doppelfunktion, Verkehrsdrehscheibe mit guter Infrastruktur, relativ günstige Büromieten sowie eine hohe Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommen die Helaba-Volkswirte in ihrer Finanzplatz Studie „Brexit – Let’s go Frankfurt“. Doch mit Paris, Dublin, Luxemburg oder auch Amsterdam gibt es ernstzunehmende Konkurrenten.

Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin und Bereichsleiterin Volkswirtschaft/Research, betont: „Damit Frankfurt tatsächlich zum vorrangigen Brexit-Gewinner wird, bedarf es neben mehr Selbstbewusstsein auch einem konzertierten Eintreten auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.“

Prognose Bankbeschäftigung Ende 2018: stabil bei rund 62.000 Stellen

Darüber hinaus ist eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen wesentlich für den Erfolg. Angesichts der in mehreren Studien belegten herausragenden Positionierung Frankfurts im europäischen Finanzplatzgefüge stehen nach Ansicht der Helaba-Volkswirte die Chancen gut, dass mindestens die Hälfte der zur Disposition stehenden Finanzjobs in einem mehrjährigen Umstrukturierungsprozess von der Themse an den Main verschoben wird. Frankfurt steht damit vor der Aufgabe, die notwendigen Voraussetzungen z.B. auf dem Wohnungsmarkt zu schaffen. Unter sehr vorsichtigen Annahmen kämen über einen Zeitraum von mehreren Jahren insgesamt mindestens 8.000 Mitarbeiter nach Frankfurt. Da die Unternehmen nicht den Ausgang der Verhandlungen abwarten können, ist schon bis Ende 2018 mit einem Zuwachs von mehr als 2.000 Stellen zu rechnen.

„Dieser Brexit-induzierte Arbeitsmarkteffekt wirkt der Konsolidierung in den hiesigen Bankentürmen entgegen“, sagt die Autorin der Studie Ulrike Bischoff. Beide Effekte dürften sich innerhalb des Prognosehorizontes mehr oder minder aufheben. Am deutschen Finanzzentrum sind zum Jahresende 2018 gut 62.000 Bankbeschäftigte zu erwarten.

Die komplette Studie von Helaba können Sie hier herunterladen.