Frankfurt Main Finance begrüßt weitere Bank am Finanzplatz – Chinesische CICC kommt nach Frankfurt

Die China International Capital Corporation Limited (CICC, Stock code: 3908 HK) hat sich für den Finanzplatz Frankfurt als Unternehmenssitz in Kontinentaleuropa entschieden. Die in Peking beheimatete Investmentbank ist seit 2015 an der Hong Kong Stock Exchange notiert. Mit der CICC haben sich seit dem Brexit-Referendum vor gut zwei Jahren mehr als 24 Banken entschlossen, ihr Geschäft oder Teile davon nach Frankfurt zu verlagern.

„Wir freuen uns sehr über die Standortwahl der CICC“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. „Mit der CICC ist nun auch die führende Investmentbank der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt am Finanzplatz Frankfurt vertreten. Wir sehen das als Beleg für die Qualität der Region Rhein-Main. Die Entscheidung der CICC zeigt, dass die Anziehungskraft Frankfurts auch auf Asien ausstrahlt, eine Region, deren Bedeutung beeindruckend gewachsen ist und weiterhin wächst“, so Väth.

Erst jüngst hatte die chinesische Bank Essence Securities sich für den Standort Frankfurt entschieden. In diesem, wie auch im Fall der CICC, war die in Frankfurt ansässige China Europe International Exchange (CEINEX) ein wesentliches Argument bei der Standortwahl. Für den Co-Vorstandsvorsitzenden der CEINEX Dr. CHEN Han eine klare Sache.

„Wir sind nach Frankfurt gekommen, weil wir davon überzeugt sind, dass es der führende Finanzplatz der Eurozone werden wird. Frankfurt ist das ideale Sprungbrett für alle chinesischen Finanzinstitute, die sich in Europa etablieren oder ihre Marktpräsenz ausbauen wollen“, sagt Dr. CHEN. „Wir sind erfreut, dass wir unterstützen konnten, ein so bedeutendes Institut wie die CICC für Frankfurt zu gewinnen.“


Über Frankfurt Main Finance

Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt Rhein-Main. Zu den mehr als 50 Mitgliedern zählen neben dem Land Hessen die Städte Frankfurt am Main und Eschborn, zahlreiche namhafte Finanzmarktakteure (Banken, Versicherungen, die Börse) und ihre Dienstleister sowie private und öffentliche Hochschulen. Sie alle bringen mit ihrer Mitgliedschaft ihre enge Verbundenheit mit dem Finanzplatz sowie ihren Willen zum Ausdruck, Frankfurt am Main als nationales und internationales Finanzzentrum ersten Ranges zu positionieren. Mehr zur Finanzplatzinitiative sowie ihren Mitgliedern auf www.frankfurt-main-finance.com.

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Über die China Europe International Exchange AG (CEINEX)

Die CEINEX mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Joint Venture der Shanghai Stock Exchange, der Gruppe Deutsche Börse und der China Financial Futures Exchange. Als erster Marktplatz für Renminbi (RMB)-bezogene und China-bezogene Anlageprodukte im chinesischen Offshore-Markt fungiert sie als einzigartige Brücke zwischen den chinesischen und den internationalen Finanzmärkten. CEINEX stellt zuverlässige Offshore-RMB- und China-bezogenen Finanzinstrumente für Investoren bereit, um die Internationalisierung des RMB zu fördern.

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EY Studie zur Attraktivität des Europäischen Wirtschaftsraums. Quelle: EY

EY-Studie: Deutschland holt bei Direktinvestitionen auf

Ausländische Investitionen in den Finanzdienstleistungssektor Großbritanniens sinken um 26 Prozent

Die Investitionen in Europa erreichen trotz des bevorstehenden Brexit einen neuen Rekord. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa und den tatsächlichen Investitionsprojekten ausländischer Unternehmen in Europa. Die Zahl ausländischer Direktinvestitionen (FDI – Foreign Direct Investment) in Deutschland stieg im vergangenen Jahr mit 1.124 Projekte auf sechs Prozent – damit liegt Deutschland im europäischen Standortranking auf dem zweiten Platz.

Großbritannien verzeichnete ebenfalls einen Anstieg von sechs Prozent im vergangenen Jahr. Die Zahl der ausländischen Investitionen liegt nun bei 1.205 Projekten.  Nach Angaben von EY ist dieser Zuwachs vor allem auf das gesteigerte Interesse US-amerikanischer Investoren zurückzuführen, die ihr Investitionsvolumen um 16 Prozent auf insgesamt 334 Projekte anhoben. Für Investoren aus anderen Teilen der Erde ist Deutschland jedoch der Top-Investitionsstandort.

Vor allem Finanzdienstleister sind auf den Zugang zu EU Märkten angewiesen, kommentiert Omar Ali, Managing Partner UK Financial Services bei EY, die Ergebnisse der Studie. Auf Grund der unsichereren Brexit-Verhandlungen zögerten ausländische Investoren jedoch bei Investitionen in diesen Wirtschaftszweig Großbritanniens. Diese Unsicherheit schlage sich in der Studie nieder: Die Zahl der ausländischen Investitionen in den Finanzdienstleistungssektor Großbritanniens fiel um 26 Prozent – von einem Rekord von 106 Projekten in 2016 auf 78 Projekte in 2017. Auf europäischer Ebene stiegen die Investitionen in den Finanzdienstleitungssektor im selben Zeitraum um 13 Prozent. Deutschland belegt bei ausländischen Investitionen in den Finanzdienstleistungssektor den zweiten Platz hinter Großbritannien.

„Ein Teil der steigenden FDI in der Finanzbranche auf dem Kontinent dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass internationale Finanzdienstleister, die bislang London als Tor zu Europa nutzten, durch Großbritanniens EU-Austritt gezwungen sind, Niederlassungen in der EU zu eröffnen“, kommentierte die Börsenzeitung (11. Juli 2018) die Studienergebnisse.

Deutschland hat Top-Image unter Managern internationaler Konzerne

Die steigende Beliebtheit Deutschlands unter ausländischen Investoren wird von einer Image-Befragung unter Managern internationaler Konzerne untermauert: „In einer weltweiten Befragung von 505 Unternehmen nannten 66 Prozent Deutschland als einen von drei Top-Investitionsstandorten in Europa. Dahinter folgen Frankreich mit 56 Prozent der Nennungen und Großbritannien mit 52 Prozent“, berichtet EY in der Pressemeldung vom 11. Juni 2018. Gründe dafür seien das hohe Qualifikationsniveau deutscher Arbeitskräfte, das stabile rechtliche und politische Umfeld, sowie die hervorragende Verkehrsinfrastruktur, so EY.

Frankfurt Brexit

Der Brexit und die Folgen für Frankfurt – Gastbeitrag in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen

Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) wirft nicht nur für den bisher führenden Finanzplatz London wichtige Fragen auf, sondern auch für die zukünftige Finanzarchitektur der EU. Welche Folgen der Brexit für den Finanzplatz Frankfurt hat, diskutiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, in einem Gastbeitrag in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen.

Sollte es zu einem harten Brexit kommen, werde sich das auf London fokussierte Finanzsystem der EU nicht wie bisher vorsetzten lassen, da Großbritannien dann ein regulatorischer Drittstaat der Union und somit nicht mehr Teil des Eurosystems wäre. Damit stellten sich wichtige Fragen: „Wer kann, wer muss welche Funktionen übernehmen, um für ausreichende und günstige Finanzierung von Handel und Industrie in der EU zu sorgen? Wie sichern wir die Stabilität des Finanzsystems? Wie verteilen wir die Verantwortung?“ erläutert Väth.

Bisher habe das sogenannte Passporting international agierenden Banken erlaubt, von London aus Geschäfte in der gesamten EU durchzuführen. Das Passporting werde nach dem Austritt Londons nicht mehr gelten, erklärte Väth. Weiterhin schreibt Väth, dass auch das Euroclearing, die technische Abwicklung der auf Euro lautenden außerbörslichen Zinsderivate, ein kritisches Element der zukünftigen Finanzarchitektur sei. Im letzten Jahr wurde in der EU ein Gegenwert von umgerechnet gut 750 Billionen Euro in Derivatgeschäften verrechnet – der Großteil davon, etwas über 90% – über eine in London ansässige zentrale Gegenpartei.

Mit dem Austritt Londons aus der EU werfe dies Fragen des Risikos und der Haftung auf, da ein für die Liquidität des Finanzmarktes im Eurosystem wichtiger Bestandteil nicht mehr unter direkter Aufsicht durch die EZB stehe. „Im Krisenfall hieße dies, dass deutsche beziehungsweise EU27 Steuergelder in massivem Umfang zur Rettung in London eingesetzt werden müssten – ohne die Konditionen bestimmen zu können.“, so Väth im Beitrag. Sollte es zu einer Relokation kommen, sei vor allem der Finanzplatz Frankfurt eine echte Option, nicht zuletzt wegen der Banklizenz der zentralen Clearing-Partei Eurex, die über eine direkte Anbindung an die in Frankfurt ansässige EZB als den Lender of Last Resort verfügt. Sollte im Falle eines Ausfalls eines Clearingteilnehmers innerhalb der zentralen Gegenpartei eine Schieflage entstehen, wäre die Stabilität des Eurosystems weiterhin sichergestellt.

Die Relokaton des Euro-Clearing an einen Finanzplatz der EU27, und somit unter direkter Aufsicht der in Frankfurt ansässigen EZB, gewährleiste hingegen eine unmittelbare Handlungsfähigkeit der Aufseher.

Der Austritt Großbritanniens werde zwar Londons Rolle als Finanzstandort nicht fundamental verändern, jedoch spürbar schwächen. Dies zeigten die Reaktionen internationaler Banken, die Teile ihrer Geschäfte und Arbeitsplätze in andere Finanzplätze der EU verlagert haben – mehr als 20 Finanzinstitute entschieden sich bisher für Rhein-Main-Region, weitere sollen folgen.

Die Entscheidung habe sehr gute und rationalen Gründe: Deutschland habe ein AAA Rating, die über 250 in Frankfurt ansässigen Finanzinstitute sowie mehr als 150 ausländischen Banken und Repräsentanzen, zahlreiche Forschungseinrichtungen im Wirtschafts- und Finanzbereich seien sehr gut vernetzt. Hinzu kämen die vergleichsweise günstigen Mieten für Büro- und Wohnraum, sehr gute Infrastruktur sowie ein qualifizierter und spezialisierter Talentpool im Finanzsektor.

Eine ausführliche Darstellung der Folgen des Brexit können Sie im gesamten Gastbeitrag hier lesen.

Global Finance Forum_Astana Financial Days

Global Finance Forum: Digitale Trends vernetzen Finanzzentren weltweit

Wie werden digitale Trends und technologische Innovationen die Finanzindustrie in den kommenden Jahren verändern? Diese Frage stand im Fokus der Podiumsdiskussion „The New Geography of Global Finance“ des Global Finance Forums, das vom 3.-4. Juli im Rahmen der Astana Finance Days in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfindet. Als Experte für den Finanzplatz Frankfurt am Main diskutiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, zusammen mit hochrangigen internationalen Finanz- und Politikvertretern die Veränderungen einer global vernetzten Finanzindustrie sowie Entwicklungstendenzen.

Die Astana Finance Days werden anlässlich des 20. Jahrestags der Hauptstadt Kasachstans vom Astana International Financial Center und dem Reinventing Bretton Woods Committee organisiert. Die Konferenz wirf einen Blick auf die stabile Entwicklung des Landes, welches seine Wirtschaftskraft seit seiner Unabhängigkeit kontinuierlich und nachhaltig steigert. Ausgehend von einem Blick auf die Vergangenheit ist die Entwicklung des internationalen Finanzsektors Themenfokus der Veranstaltung. Das zweitägige Global Finance Forum bietet im Rahmen der Astana Finance Days eine exklusive Diskussionsplattform, die die digitalen Trends und technologischen Innovationen, die die Strukturen des internationalen Finanzsektors neu ordnen, in den Fokus stellt. Zentrale Themen der Podiumsdiskussionen sind:

  • Chancen und Risiken der globalen Finanzzentren
  • Eine nachhaltige Entwicklung des Finanzsystems
  • Die Entwicklung lokaler Kapitalmärkte
  • Finanzkapitalmanagement
  • Industrie 4.0
  • Trends der Finanztechnologie

Außerdem präsentiert sich die kasachische Hauptstadt Astana bei dem Forum als einen Financial Service Hub für die Belt and Road Initiative.

Im Fokus der Podiumsdiskussion „The New Geography of Global Finance“, an der Hubertus Väth teilgenommen hat, standen die technologischen Innovationen, die die Finanzindustrie revolutionieren und die globale Vernetzung der Finanzmärkte ausweiten: Cybersecurity, Big Data und Artificial Intelligence.

Das Astana International Financial Center und Frankfurt Main Finance haben sich im November vergangenen Jahres auf ein Memorandum of Understanding über eine Kooperation beider Finanzplätze verständigt. „Astana ist ein junges und aufstrebendes Finanzzentrum, mit dem uns schon seit vielen Jahren ein enges und freundschaftliches Verhältnis verbindet“, kommentierte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance, das Verhältnis zum kasachischen Finanzzentrum nach der Unterzeichnung des neu gewonnenen Abkommens.

Euro Clearing

Wie die Eurex Clearing AG das Euro-Clearing nach Frankfurt holt – Erik Müller im Interview mit dem Handelsblatt

Derzeit wird ein Großteil des Euro denominierten Derivate-Handels über ein einziges Unternehmen in London abgewickelt – ob dies auch nach dem Brexit so bleiben wird, sorgt sowohl bei europäischen Institutionen als auch in der Finanzindustrie für Debatten. In einem Interview mit Andreas Körner vom Handelsblatt spricht Erik Müller, Chief Executive Officer der Eurex Clearing AG, über die Pläne der Deutschen-Börse-Tochter, das Geschäft mit Euro-Zinsswaps von London nach Frankfurt zu verlagern.

In seinem Bestreben ist das Frankfurter Clearinghaus bereits erfolgreich: Mit einem im Juni ausstehenden Nominalvolumen von mehr als sieben Billionen Euro an Euro-Zinsswaps konnte laut Müller der Marktanteil in nur sechs Monaten von einem Prozent auf rund sieben ausgebaut werden. Und auch ein Anreizsystem für die aktivsten Kunden habe das Unternehmen entwickelt: So erhalten die fünf aktivsten Finanzinstitute für zwei Jahre einen Aufsichtsratssitz bei Eurex Clearing. Darüber hinaus seien die zehn geschäftigsten Kunden am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Zu diesen gehöre derzeit auch die BNP Paribas, die einen weitläufigen europäischen und international Kundenstamm bedient. „Und für diesen schafft die Bank nun eine Alternative in der EU-27, auch vor dem Hintergrund, dass sich die Rahmenwerke für Finanzgeschäfte zwischen Großbritannien und der EU nach dem Brexit ändern könnten“, so Müller.

Trotz allem lehne sich das Unternehmen nicht zufrieden zurück. Banken seien nun in der Lage, Kunden in Frankfurt die gleichen Preise anzubieten wie in London. „Das war vor einem Jahr noch nicht der Fall. Versicherer, Vermögensverwalter, Pensionsfonds und Investmentfonds haben somit erstmals eine echte Auswahl, welches Clearinghaus sie nutzen wollen.“, erklärt Müller im Handelsblatt. Nun wolle Eurex Clearing gemeinsam mit den Banken den Endkundenkreis mit Versicherern, Vermögensverwaltern und Investmentfonds ausbauen.

Ob sich Erik Müller Sorgen darüber mache, dass das Derivategeschäft sich wieder nach London zurückziehen könnte, sollte Euro-Clearing nach dem Brexit auch in Drittstaaten durchgeführt werden können sowie die ausführlichen Antworten lesen Sie im vollständigen Handelsblatt-Interview hier.

FinTechGermany Award ehrt führende FinTech-Unternehmen mit der Golden Garage 2018

Zum vierten Mal wurde am Donnerstagabend, dem 14. Juni 2018, bei dem FinTechGermany Award die „Golden Garage“ verliehen. Mit dem führenden investorenseitigen Gründerpreis zeichneten die Börsen-Zeitung, Business Angels FrankfurtRheinMain, Frankfurt Main Finance und TechFluence herausragende FinTech-, InsurTech- und PropTech-Unternehmen in sechs verschiedenen Kategorien aus.

In der Kategorie „Seed-/Early Stage“ konnte Awamo die Jury überzeugen, Optiopay in der Kategorie „Late Stage“. Als bestes FinTech in der „Growth Stage“ wurde N26 ausgezeichnet, Revolut als „Bestes ausländisches FinTech auf dem deutschen Markt“. Zudem ging der Sonderpreis für das beste „PropTech“ an Exporo. Element Insurance wurde in der Sonderkategorie „Insurtech“ gewürdigt. Die Longlist, die sich aus Bewerbungen und Nominierungen der Jury zusammensetzt, umfasste mehr als 150 Unternehmen.

„FinTechs sind für den Finanzstandort Frankfurt von enormer Bedeutung, damit die Region auch langfristig attraktiv und ökonomisch leistungsfähig bleibt“, sagt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance.

„Wir freuen uns, den Startups durch den FinTechGermany Award eine Plattform bieten zu können und schrittweise die Finanzierungskette von Seed-Stage bis Pre-IPO am Standort im Gesamten zu fördern“, so Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels Frankfurt RheinMain.

„Die Veranstaltung hat sich mittlerweile am Finanzplatz Frankfurts etabliert und hat sich zu einer wichtigen Plattform für den Austausch von Investoren mit der FinTech-Szene entwickelt“, sagt Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung. „Die deutsche FinTech-Industrie wächst weiter. Wir befinden uns noch in der Frühphase der Digitalisierung des Finanzbereichs“, sagt Michael Mellinghoff, Managing Director bei TechFluence sowie Senior Advisor und Mentor beim FinTech Forum, das bereits seit 2013 regelmäßig in Frankfurt stattfindet.

Das Augenmerk der Jury lag insbesondere auf Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit der Unternehmen. Sie bewertete das Geschäftskonzept, Wettbewerbsvorteile, Positionierung, Finanzplan und das Management. Seed-/Early-Stage umfasst FinTechs, die bislang keine oder erste Umsätze vorweisen. Für die Kategorie „Late Stage“ konnten sich Unternehmen mit einem kumulierten Umsatz im mindestens sechsstelligen Bereich bewerben. Ein deutlich sieben – oder mehrstelliger Umsatz sowie internationale Expansion war Voraussetzung für eine Würdigung in der Kategorie „Growth Stage“. Die Sonderpreise zeichnen bedeutende Branchensektoren innerhalb FinTech aus, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zudem wird der beste ausländische Marktteilnehmer gewürdigt.

Frankfurt Startup Ecosystem Report

Frankfurt: Vom Startup zum Scaleup Ökosystem

Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei Universitäten und Unternehmen

Ein neuer umfassender Bericht über das Frankfurter Gründer-Ökosystem hat ergeben, dass der Schlüssel zu einem verstärkten Gründer-Spirit bei den Hochschulen und Unternehmen der Region liegt und zeitnah wachstumsstarke, arbeitsplatzschaffende Scaleups generiert werden könnten. Weiterlesen

Said Ibrahimi, CEO of Casablanca Finance City and Hubertus Väth, Managing Director of Frankfurt Main Finance signed the Memorandum of Understanding at the Conference of Montreal.

Casablanca Finance City Authority und Frankfurt Main Finance e.V. beschließen enge Zusammenarbeit

Frankfurt Main Finance e.V. (FMF) und die marokkanische Casablanca Finance City Authority (CFC) haben sich mit einem gemeinsamen Memorandum of Understanding auf die langfristige Kooperation der beiden Finanzplätze geeinigt. Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance und Saïd Ibrahimi, Geschäftsführer der Casablanca Finance City Authority unterzeichneten das Abkommen am 11.06.2018 auf der Conference of Montreal.

Bei der Vereinbarung stehen wichtige aktuelle Themen der Finanzindustrie, wie nachhaltige Investments und Fintech-Unternehmen im Fokus. Gleichzeitig wird auch eine gegenseitige Unterstützung bei der Stärkung der Finanzplätze Frankfurt und Casablanca, sowie der jeweiligen wirtschaftlichen Regionen, der Eurozone und Afrika angestrebt. Um die enge Zusammenarbeit weiter zu fördern, werden gemeinsam organisierte Weiterbildungen, Workshops, Studienprogramme, wissenschaftliche Publikationen sowie Studienreisen anvisiert.
Frankfurt Main Finance Geschäftsführer Hubertus Väth erklärte: „Der Finanzindustrie bietet Afrika vielfältige Möglichkeiten. Inklusion und Nachhaltigkeit sind wesentliche Stichworte. Wir freuen uns auf die Kooperation mit Casablanca als einem jungen und führenden Finanzzentrum auf dem afrikanischen Kontinent.“

Said Ibrahimi, CEO von Casablanca Finance City, kommentiert: „Wir sind hocherfreut, das Memorandum of Understanding mit Frankfurt Main Finance, dem führenden Finanzplatz in der Eurozone, zu unterzeichnen. Die Partnerschaft wird die Zusammenarbeit zwischen der Eurozone und Afrika, vor allem in den Bereichen Green Finance und Fintech, unzweifelhaft vorantreiben.“
Frankfurt und Casablanca werden in den nächsten Wochen und Monaten ihre gemeinsamen Pläne umsetzen und damit zusammen zur Stärkung ihrer jeweiligen Finanzplätze beitragen.

Frankfurt Finance Summit 2018 – Ready, Steady, Go!

Am 29. Mai 2018 kamen hochkarätige Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Finanzwelt beim achten Frankfurt Finance Summit zusammen. Unter dem Motto Ready, Steady, Go! Who is ready to set the pace in challenging times? trafen sich die Entscheider aus Zentralbanken, Börsen, Aufsichtsbehörden, Banken, Versicherungen, Politik, Unternehmen und Wissenschaft, um die Herausforderungen und Chancen für den europäischen Wirtschaftsraum, Regulierung und die Finanzmärkte insgesamt und den Finanzplatz Frankfurt im Besonderen bietet sowie die strategischen Antworten der Finanzindustrie zu diskutieren. Zudem debattierten Vertreter der Finanzindustrie und Politik die zukünftige Aufsicht und potentielle Relokation des Euro denominierten Derivat-Handels durch zentrale Verrechnungsstellen CCP (Central Counter Parties). Auch das Voranschreiten von „Artificial Intelligence“ in Finanzinstitutionen sowie deren Bedeutung für die Datensicherheit stand auf der Agenda der Veranstaltung.

Einen umfassenden Rückblick auf den Frankfurt Finance Summit 2017 in englischer Sprache finden Sie hier.

Frankfurt Main Finance und die Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. danken den diesjährigen Sponsoren für Ihre großzügige Unterstützung. Die Deutsche Bank war in diesem Jahr der Gold Partner. Zu den Silber Partnern gehören Deloitte, Deutsche Börse Group, DZ Bank, ING-Diba, Mastercard  und die Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Euro-Clearing nach dem Brexit – Hubertus Väth im Interview mit BBC Radio 4

Der ECON, der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments, hat eine Stellungnahme zum künftigen Umgang mit dem Euro-Clearing in Drittstaaten abgegeben. Das Euro-Clearing über zentrale Verrechungsstellen CCP (Central Counter Parties) gilt als ein wichtiger Baustein für die Finanzarchitektur der Europäischen Union nach dem Austritt der Briten aus der Union. Derzeit wird der überwiegende Teil dieser Geschäfte über ein Unternehmen in London abgewickelt. Derzeit läuft die Debatte, ob das so bleiben kann. Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, sagt in einem Interview mit Dominic O’Connell für BBC Radio 4 wie er die Stellungnahme des ECON versteht und welche möglichen Folgen das haben könnte. Der Vorschlag des ECON ist ein erster Indikator für die finale Haltung der EU.

Derzeit ist nicht sicher, welche Auswirkungen der Ausstieg Großbritanniens auf den Finanzplatz London haben wird, jedoch sei davon auszugehen, dass Euro denominierter Derivat-Handel zukünftig unter strengerer Aufsicht durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und Europäische Zentralbank stehen wird.

Frankfurt ist nach London das wichtigste Zentrum für Euro-Clearing und grundsätzlich sei das Vorhandensein mehrerer Clearing-Institute wichtig, um etwa in Krisenzeiten stabiler aufgestellt zu sein, als das in quasi Monopolstrukturen möglich ist. Zwar könne eine Verlagerung des Clearings mit ökonomischen Kosten verbunden sein, jedoch versprachen bisherige Testportfolios Vorteile bei der Altersvorsorge.

Hören Sie das ganze Interview auf Englisch hier.