Frankfurt Brexit

Der Brexit und die Folgen für Frankfurt – Gastbeitrag in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen

Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) wirft nicht nur für den bisher führenden Finanzplatz London wichtige Fragen auf, sondern auch für die zukünftige Finanzarchitektur der EU. Welche Folgen der Brexit für den Finanzplatz Frankfurt hat, diskutiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, in einem Gastbeitrag in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen.

Sollte es zu einem harten Brexit kommen, werde sich das auf London fokussierte Finanzsystem der EU nicht wie bisher vorsetzten lassen, da Großbritannien dann ein regulatorischer Drittstaat der Union und somit nicht mehr Teil des Eurosystems wäre. Damit stellten sich wichtige Fragen: „Wer kann, wer muss welche Funktionen übernehmen, um für ausreichende und günstige Finanzierung von Handel und Industrie in der EU zu sorgen? Wie sichern wir die Stabilität des Finanzsystems? Wie verteilen wir die Verantwortung?“ erläutert Väth.

Bisher habe das sogenannte Passporting international agierenden Banken erlaubt, von London aus Geschäfte in der gesamten EU durchzuführen. Das Passporting werde nach dem Austritt Londons nicht mehr gelten, erklärte Väth. Weiterhin schreibt Väth, dass auch das Euroclearing, die technische Abwicklung der auf Euro lautenden außerbörslichen Zinsderivate, ein kritisches Element der zukünftigen Finanzarchitektur sei. Im letzten Jahr wurde in der EU ein Gegenwert von umgerechnet gut 750 Billionen Euro in Derivatgeschäften verrechnet – der Großteil davon, etwas über 90% – über eine in London ansässige zentrale Gegenpartei.

Mit dem Austritt Londons aus der EU werfe dies Fragen des Risikos und der Haftung auf, da ein für die Liquidität des Finanzmarktes im Eurosystem wichtiger Bestandteil nicht mehr unter direkter Aufsicht durch die EZB stehe. „Im Krisenfall hieße dies, dass deutsche beziehungsweise EU27 Steuergelder in massivem Umfang zur Rettung in London eingesetzt werden müssten – ohne die Konditionen bestimmen zu können.“, so Väth im Beitrag. Sollte es zu einer Relokation kommen, sei vor allem der Finanzplatz Frankfurt eine echte Option, nicht zuletzt wegen der Banklizenz der zentralen Clearing-Partei Eurex, die über eine direkte Anbindung an die in Frankfurt ansässige EZB als den Lender of Last Resort verfügt. Sollte im Falle eines Ausfalls eines Clearingteilnehmers innerhalb der zentralen Gegenpartei eine Schieflage entstehen, wäre die Stabilität des Eurosystems weiterhin sichergestellt.

Die Relokaton des Euro-Clearing an einen Finanzplatz der EU27, und somit unter direkter Aufsicht der in Frankfurt ansässigen EZB, gewährleiste hingegen eine unmittelbare Handlungsfähigkeit der Aufseher.

Der Austritt Großbritanniens werde zwar Londons Rolle als Finanzstandort nicht fundamental verändern, jedoch spürbar schwächen. Dies zeigten die Reaktionen internationaler Banken, die Teile ihrer Geschäfte und Arbeitsplätze in andere Finanzplätze der EU verlagert haben – mehr als 20 Finanzinstitute entschieden sich bisher für Rhein-Main-Region, weitere sollen folgen.

Die Entscheidung habe sehr gute und rationalen Gründe: Deutschland habe ein AAA Rating, die über 250 in Frankfurt ansässigen Finanzinstitute sowie mehr als 150 ausländischen Banken und Repräsentanzen, zahlreiche Forschungseinrichtungen im Wirtschafts- und Finanzbereich seien sehr gut vernetzt. Hinzu kämen die vergleichsweise günstigen Mieten für Büro- und Wohnraum, sehr gute Infrastruktur sowie ein qualifizierter und spezialisierter Talentpool im Finanzsektor.

Eine ausführliche Darstellung der Folgen des Brexit können Sie im gesamten Gastbeitrag hier lesen.

Euro Clearing

Wie die Eurex Clearing AG das Euro-Clearing nach Frankfurt holt – Erik Müller im Interview mit dem Handelsblatt

Derzeit wird ein Großteil des Euro denominierten Derivate-Handels über ein einziges Unternehmen in London abgewickelt – ob dies auch nach dem Brexit so bleiben wird, sorgt sowohl bei europäischen Institutionen als auch in der Finanzindustrie für Debatten. In einem Interview mit Andreas Körner vom Handelsblatt spricht Erik Müller, Chief Executive Officer der Eurex Clearing AG, über die Pläne der Deutschen-Börse-Tochter, das Geschäft mit Euro-Zinsswaps von London nach Frankfurt zu verlagern.

In seinem Bestreben ist das Frankfurter Clearinghaus bereits erfolgreich: Mit einem im Juni ausstehenden Nominalvolumen von mehr als sieben Billionen Euro an Euro-Zinsswaps konnte laut Müller der Marktanteil in nur sechs Monaten von einem Prozent auf rund sieben ausgebaut werden. Und auch ein Anreizsystem für die aktivsten Kunden habe das Unternehmen entwickelt: So erhalten die fünf aktivsten Finanzinstitute für zwei Jahre einen Aufsichtsratssitz bei Eurex Clearing. Darüber hinaus seien die zehn geschäftigsten Kunden am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Zu diesen gehöre derzeit auch die BNP Paribas, die einen weitläufigen europäischen und international Kundenstamm bedient. „Und für diesen schafft die Bank nun eine Alternative in der EU-27, auch vor dem Hintergrund, dass sich die Rahmenwerke für Finanzgeschäfte zwischen Großbritannien und der EU nach dem Brexit ändern könnten“, so Müller.

Trotz allem lehne sich das Unternehmen nicht zufrieden zurück. Banken seien nun in der Lage, Kunden in Frankfurt die gleichen Preise anzubieten wie in London. „Das war vor einem Jahr noch nicht der Fall. Versicherer, Vermögensverwalter, Pensionsfonds und Investmentfonds haben somit erstmals eine echte Auswahl, welches Clearinghaus sie nutzen wollen.“, erklärt Müller im Handelsblatt. Nun wolle Eurex Clearing gemeinsam mit den Banken den Endkundenkreis mit Versicherern, Vermögensverwaltern und Investmentfonds ausbauen.

Ob sich Erik Müller Sorgen darüber mache, dass das Derivategeschäft sich wieder nach London zurückziehen könnte, sollte Euro-Clearing nach dem Brexit auch in Drittstaaten durchgeführt werden können sowie die ausführlichen Antworten lesen Sie im vollständigen Handelsblatt-Interview hier.

Hochhäuser

Forschungskonferenz: Systemische Risiken messen

Wissenschaftler und Praktiker diskutieren über unterschiedliche Ansätze: Die Forschungskonferenz des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) hat sich in diesem Jahr im Schwerpunkt mit der Frage beschäftigt, mit welchen Ansätzen sich systemische Risiken erkennen und messen lassen. Mehr als 50 Vertreter aus Wissenschaft und Praxis diskutierten am 22. Juni in Mainz über neue Modelle aus der Forschung und verprobten diese mit den Anforderungen aus der Arbeitspraxis in den Banken.

Prof. Dr. Günter Franke, Vorsitzender des Beirats von FIRM, ist Organisator der Konferenz. Er hat Professoren unterschiedlicher Universitäten und Fachrichtungen nach Mainz eingeladen. „Mit dieser Konferenz wollen wir zum einen den Praktikern einen Einblick in aktuelle Forschungsansätze geben, die zum Teil noch in der Entwicklungsphase stecken. Zum anderen bekommen die Forscher ein direktes Feedback von erfahrenen Praktikern zur Umsetzbarkeit ihrer Modelle“, erläutert Franke.

Prof. Dr. Günter Franke: „Neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellen und mit Praktikern diskutieren, das ist Ziel der Forschungskonferenz.“

Günter Franke, Organisator der Forschungskonferenz

Den Auftakt macht Prof. Dr. Gunter Löffler von der Universität Ulm. Seine Fragestellung: Können aus systemischen Risikomaßen verlässliche Informationen gewonnen werden? Seinen Ansatz skizziert er an zwei Beispielen – CoVaR und MES (Marginal expected shortfall) –, zwei unter Experten gängige Risikomaße, bei deren Einsatz aber einige Fallstricke zu beachten sind. Einer davon: Die Maße vereinfachen zu sehr. Das Risiko des Finanzsystems wird im Schätzmodell teilweise allein auf eine Bank zurückgeführt. Auch wird nicht analysiert, wer in einem System ein Risiko auslöst. Beides könne zu Fehlinterpretationen führen, worauf bei der Anwendung in der Risikomessung und -steuerung geachtet werden müsse, gibt Löffler den Praktikern mit auf den Weg.

Prof. Dr. Gunter Löffler: „Systemische Risikomaße dürfen nicht einfach unreflektiert angewendet werden, sind aber zum Beispiel eine sinnvolle Ergänzung zu Stresstests.“

Prof. Dr. Thilo Meyer-Brandis, Mathematikprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, entwickelt ein netzwerkbasiertes Maß, das die Risikotragfähigkeit großer Finanzsysteme in Bezug auf Ansteckungseffekte  abbildet. Dazu stellt er die Frage, ob man in Abhängigkeit der Netzwerkstruktur Kapitalanforderungen so stellen kann, dass sich daraus eine Widerstandsfähigkeit des Systems gegen Risiken ableiten lässt. Seine Modellanalyse geht von einem Initialschock aus und berechnet, welche Auswirkungen sich hieraus für welche Bank im Netzwerk ergeben und wie sich der Schock im System ausbreitet. Eines seiner Ergebnisse: Wenn ein System nicht resilient ist, reicht selbst ein kleiner Schock, und der Zusammenbruch ist vorprogrammiert. Auf Basis des Modells könne aber jede Bank für sich nachvollziehen, welche Kapitalanforderung sie erfüllen müsse, um das Netzwerk widerstandsfähig zu machen, erläutert Meyer-Brandis.

Prof. Dr. Thilo Meyer-Brandis: „Wir können explizite Kriterien herleiten, die die Widerstandsfähigkeit eines Netzwerks aufzeigen.“

Wissenschaftler im Dialog: Gunter Löffler, Thilo Meyer-Brandis und Simon Rother

Alle Vorträge werden im Anschluss jeweils von einem Vertreter der Praxis und einem der Wissenschaft diskutiert. So erläutert Prof. Dr. Christian Koziol von der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, wie sich Meyer-Brandis mathematischer Ansatz um eine ökonomische Perspektive ergänzen ließe. Jochen Peppel von Oliver Wyman zeigt am Abhängigkeitenmodell von Meyer-Brandis, welche Faktoren neben den direkt finanziellen sonst noch für die Stabilität von Netzwerken herangezogen werden können und wie sich solche Faktoren miteinander verknüpfen lassen. „Dieser Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis erweist sich als sehr fruchtbar, weil er die vielfach unterschiedlichen Sichtweisen verdeutlicht. Das macht es den Teilnehmern am Ende einfacher, die neuen Erkenntnisse aus der Forschung in ihr Bankenmanagement einzubringen“, erklärt Franke.

Wenn über systemische Risiken gesprochen wird, geht es auch um die Auswirkungen so genannter Asset Price Bubbles. Mit der Frage, wie Preisblasen zu systemischen Risiken werden können, setzt sich eine empirische Analyse auseinander, die von Simon Rother (Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn) vorgestellt wird. Die anschließende Diskussion macht deutlich, dass das systemische Risiko schon im Aufbau einer solchen Blase entstehe und sich die meisten Akteure darüber auch bewusst seien. Die Analyse könne dabei helfen, ein Bauchgefühl quantifizierbar zu machen.

Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen von der Goethe Universität Frankfurt widmet sich in seinem Vortrag der Interbank Intermediation in Deutschland. Er entwickelt ein Bild von den Interbanken-Forderungen und Verbindlichkeiten, gegliedert nach unterschiedlichen Fristen. Es stehe außer Frage, dass der Interbankenmarkt ein Instrument sein könne, um Zinsrisiken einer Bank zu managen. Prof. Dr. Lutz Johanning von der WHU diskutiert intensiv, welche Rolle der Interbankenmarkt in Zukunft für das Risikomanagement überhaupt noch spielen könne. Mag. Rab von der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien macht deutlich, dass in Österreich seit der letzten Krise die Interbank Intermediation weitgehend durch Repo-Geschäfte geprägt ist.

Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen: „Wir wollen einen mikroskopischen Blick auf die Interbankenmärkte in Deutschland werfen. Haben sie in der Zukunft noch eine Bedeutung und – wenn ja – welche?“

Jan Pieter Krahnen zur Rolle des Interbankenmarktes

Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Vortrag aus der Praxis. Florian Roßwog von der DZ Bank beschäftigt sich am Beispiel seines Hauses mit der Liquiditätssteuerung in extremen Marktsituationen. Seine Untersuchung zeigt, dass Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken erheblich an Bedeutung gewonnen haben, unbesicherte Finanzierung in den Bankbilanzen – abgesehen von Kundeneinlagen – entfallen ist und die vertraglich vereinbarten Laufzeiten auf der Passivseite verkürzt wurden.

Florian Rosswog referiert über Liquiditätssteuerung in der Praxis

Franke zieht am Ende der Forschungskonferenz ein positives Fazit: „Die Vorträge zum systemischen Risiko haben die unterschiedlichen Ansätze zur Messung sehr klar herausgearbeitet, ebenso deren Stärken und Schwächen. Darüber hinaus wurden neue Einsichten in die Treiber des Interbanken-Geschäfts vermittelt.“ Für die Teilnehmer also ein echter Erkenntnisgewinn.

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Der Finanzplatz ist Chefsache

Frankfurt/Brüssel/New York/Hong Kong/Oman – Ministerpräsident Bouffier reiste zu Brexit-Gesprächen nach New York und Brüssel. Vertreter der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. waren im Mittleren Osten und Asien.

Der Finanzplatz Frankfurt ist Chefsache, dass machten die beiden jüngst vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier unternommenen Reisen nach Brüssel und New York eindrucksvoll deutlich. In Brüssel traf sich der hessische Ministerpräsident mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und im Anschluss startete er für mehrere Tage nach New York, um mit zahlreichen Großbanken über den Standort Hessen zu sprechen. „Wir bedauern die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union ausdrücklich, sind aber entschlossen, die Situation positiv für Hessen zu gestalten“, kommentierte der Ministerpräsident seine Reisen, mit welchen er ein deutliches Ausrufezeichen und ein Signal an die Vertreter der Finanzbranche aussandte.

„Wenn man in einigen Jahren zurückschauen wird, dann wird man sagen, dass diese Reisen des Hessischen Miniterpräsidenten enorm wichtig waren. Sie kamen zur richtigen Zeit: Es stehen in den nächsten Monaten Entscheidungen an, wohin man geht und man will jetzt wissen: Sind wir willkommen? Da gab es Fragezeichen und die hat Volker Bouffier mit der notwendigen Rückendeckung sehr deutlich ausräumen können. Ihm gebührt unser Dank, sowie zuvor auch den zahlreichen hessischen Ministern und dem Oberbürgermeister von Frankfurt, die alle an einem Strang gezogen haben und noch ziehen“, kommentierte Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Reisen.

Frankfurt ist in der Eurozone das bedeutendste Finanzzentrum und die Drehscheibe des Euro-Zahlungsverkehrs. Der Finanzplatz ist insgesamt gut gerüstet für die anstehenden Entscheidungen. Gerade die enge Zusammenarbeit und die gute Vorbereitung von Land, Region, Stadt Frankfurt und dem Finanzplatz sorgen dafür, dass Frankfurt in einer guten Ausgangslage ist. Es gilt allerdings weiterhin, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen und die Ansiedlung von Unternehmen und Aufsichtsbehörden, wie der Bankenaufsicht EBA oder der Arzneimittelagentur EMA, keine Selbstläufer sind. Für den Finanzplatz spricht vieles, wichtig ist, dass man gerade Faktoren, wie Stabilität und Sicherheit mit in die Waagschale wirft. Diese Botschaft gilt es in die Welt zu tragen. Daher waren in den vergangnen Monaten die Vertreter der Finanzplatzinitaitve erneut unterwegs, um für den Standort zu werben. Neben Metropolen in Asien lagen die Reiseziele auch verstärkt im Mittleren Osten. Zentral bleibt aber bei allen Reisen, dass die Vertreter des Finanzplatzes Frankfurt ruhig und sachlich für den Standort werben. Dies geschieht vor allem in persönlichen Gesprächen, am besten vor Ort, in denen die Entscheider von Frankfurt und der Rhein-Main-Region überzeugt werden.

 

Markengala 2016 – Drei Fragen zum Thema Marke

Frankfurt – Ein fester Termin, in jedem Terminkalender der Marketing-Branche ist die Marken Gala in Frankfurt. Am 29.Oktober dieses Jahres kamen 600 Persönlichkeiten an 60 Marken Tischen zu einem der spannendsten Events zusammen.  Ob Meister Proper, Tempo, Tesa oder die lila Kuh – Marken und ihre Versprechen haben einen festen Platz in unserem Leben eingenommen. Der Marketing Club Frankfurt nahm die bewährten Marken und sein 50-jähriges Jubiläum 2004 zum Anlass, die Marke zu feiern und schuf die Marken Gala. Heute ist die Marken Gala mit den Marken und ihren Machern, Freunden, Förderern und Nutzern fester Bestandteil im deutschen Marketing-Veranstaltungskalender. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Goldenen Brandeisens, des sogenannten “Oscar des deutschen Marketings”.

Anlässlich der Marken Gala beantwortete Hubertus Väth, der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. drei kurze Fragen zum Thema Marke:

1. Was macht eine Marke aus?

Wenn Menschen Tempo sagen, wenn Sie ein Papiertaschentuch meinen oder Britt und UHU, wenn es um einen Klebestift geht. Eine Marke ist, was in den Köpfen der Menschen entsteht, was Vertrauen schafft und so zum verlässlichen Partner für die Lösung eines Bedürfnisses wird. Eine Marke muss Relevanz haben und ihrer Zielgruppe einen funktionalen und emotionalen Nutzen bieten. Dadurch gewinnt sie Anziehungskraft. Auch eine Stadt kann eine Marke sein. Frankfurt ist eine solche globale Marke. Frankfurt zieht jedes Jahr 15.000-20.000 Menschen an. Das dürften bald noch mehr werden, wenn der BREXIT erfolgt. Niemand hat sich den BREXIT gewünscht. Dennoch galt es die Chance für Frankfurt zu nutzen. Wir rechnen mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen in den nächsten fünf Jahren. Das zu kommunizieren ist Teil der Markenbildung. Wir haben die Chancen erkannt und über einer Milliarde Menschen weltweit gesagt, dass Frankfurt der Platz ist, der das bedeutendste Finanzzentrum der Eurozone beheimaten wird. Die Region ist gut beraten, sich im weltweiten Werben hinter dieser starken Marke zu versammeln.

2. In einem Satz, was macht die Marke Frankfurt ganz besonders?
Frankfurt ist die kleinste Weltstadt – sie hat alles was es braucht, auf engstem Raum.

3. Warum, was macht die Marke Frankfurt aus?
Die Menschen, ihre Weltoffenheit, ihre Internationalität, die Infrastruktur, die kurzen Wege, die schnellen Entscheidungen und die klare Sicht darauf, etwas bewegen zu wollen. Wir leben im jetzt und heute, auf Basis einer stolzen Vergangenheit mit Zuversicht und Lebensfreude. Frankfurt ist ein kulturelles Juwel, sei es mit dem größten Club-Event der Welt, dem größten Freiluft Orchester oder den vielen Festivals in und um Frankfurt. Hier wird Techno gelebt und Tango getanzt. Hier werden aber auch die Trends von morgen geboren. Frankfurt ist eine dynamische Region, beispielsweise, wenn es um das Thema FinTechs geht. Kurzum Frankfurt als Marke ist geschäftig, augenzwinkernd und Deutschlands internationale Brücke zur Finanzwelt.

Erneute London-Reise zeigt: Die Resonanz bleibt stark

Gemeinsam für den Standort

Frankfurt am Main- Im engen Schulterschluss ging es erneut für eine Delegation aus der Rhein-Main-Region nach London. Die hochkarätig besetzte Abordnung, der auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann und Wirtschaftsdezernent Markus Frank angehörten, hatte diesmal vor allem den Bereich der Realwirtschaft im Fokus. Um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen wurden auf der Reise sehr unterschiedliche Veranstaltungsformen genutzt. london-reise-201x201pxSo konnten beispielsweise bei der Abendveranstaltung im Londoner Hyde Park am 21. September mehr als 120 Vertreter der Londoner Business Community begrüßt werden. Dabei lag der Fokus dieser Reise aber nicht nur darin, auf die wirtschaftlichen Stärke des Finanzplatzes Frankfurt hinzuweisen, sondern ebenso aufzuzeigen, wie hervorragend Frankfurt und die Rhein-Main Region aufgestellt ist, wenn es um die Breiche  Lebensqualität und Arbeitsmöglichkeiten  geht. Aber auch der zentrale Bereich Bildung und was die Region hier zu bietet, war eine der Kernbotschaften, welche die Delegation aus Hessen mitgebracht hatte.

Über die Reise wurde sowohl in deutschen, wie auch in der englischen Presse berichtet, wie beispielsweise in der Bild (Den Artikel finden sie hier) oder dem Guardian (Den Artikel finden Sie hier).

Frankfurt Main Finance Cup

Frankfurt Main Finance Cup 2016 – Eintracht Frankfurt gegen Celta de Vigo

„Schwarz-weiß wie scheeee!“ so lautet das Motto der Frankfurter Eintracht zur traditionellen Saisoneröffnung in der Commerzbank-Arena. Am 14. August 2016 öffnen um 10 Uhr die Pforten zu einem Tag voller Spiel, Spaß und Spannung. Neben den vielen Attraktionen auf dem Stadiongelände steht um 15 Uhr der große Höhepunkt auf dem Programm. Dann nämlich spielt die Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt zum dritten Mal um den Frankfurt Main Finance Cup. Gegner ist in diesem Jahr mit dem spanischen Europa-League-Teilnehmer Real Club Celta de Vigo. Eröffnungsfeierlichkeiten und Eröffnungsspiel sind miteinander kombiniert und können mit derselben Eintrittskarte besucht werden.

Frankfurt Main Finance e.V. freut sich auch in diesem Jahr Partner des „Frankfurt Main Finance Cups“ zu sein und das zum dritten Mal in Folge. „In London beginnt jeder Montag mit der Spielanalyse vom Wochenende. Eintracht Frankfurt spielt daher eine große Rolle, wenn es darum geht den Bankern aus London zu zeigen, dass Frankfurt ein tolle Stadt ist. Und wer die Eintracht einmal erlebt hat, wird zum Fan. Und die werden hoffentlich bald noch mehr.“ kommentierte Hubertus Väth, der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. In den vergangen Jahren konnte der „Frankfurt Main Finance Cup“ mit den internationalen Gästen Inter Mailand und F.C. Tokyo die Zuschauer begeistern und zeigen, was die Mainmetropole zu bieten hat.

Ganz besonders freut sich Eintracht Frankfurt auf den attraktiven Gegner Celta Vigo. Das Team aus Galizien spielte eine sehr starke Saison und landete auf dem sechsten Tabellenplatz. Somit spielt die Mannschaft vom argentinischen Coach Eduardo Berizzo in der anstehenden Runde in der Europa-League. Einer der Stars der Celtiñas ist John Guidetti, der mit der schwedischen Nationalmannschaft in diesem Sommer an der Europameisterschaft in Frankreich teilgenommen hat.

Mehr zur Saisoneröffnung finden Sie auf der Seite von Eintracht Frankfurt.

„Starke Standortfaktoren sichern Frankfurts Erfolg“

„Financial Centres 2025“:  WHU- Studie zeigt, dass der Finanzplatz Frankfurt viel zu bieten hat.

Frankfurt – Wie kann sich der Finanzplatz Frankfurt in diesem Wettbewerb positionieren, welche Perspektiven ergeben sich für den Finanzplatz im Jahr 2025? Diese und andere Fragen hat die WHU-Studie in Expertengesrpächen gestellt. Und damit untersucht, wie 35 in- und ausländische Experten aus Wirtschaft und Politik die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt beurteilen. Im Fokus der Untersuchung stehen die Stärken und Schwächen, die den Erfolg der Finanzzentren beeinflussen.

Frankfurt kann hier mit entscheidenden Standortfaktoren punkten: Neben der EZB und der Bundesbank beheimatet Frankfurt die Wertpapieraufsicht der BaFin sowie die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA. Frankfurt kann somit zurecht als Zentrum der europäischen Geldpolitik und Kapitalmarktaufsicht bezeichnet werden. Damit ist Frankfurt nicht nur für viele von der Aufsicht betroffene Institutionen als Standort attraktiv, sondern hat auch die Chance, Taktgeber für eine sachgerechte und sinnvolle Kapitalmarktaufsicht zu werden.

Als besonderer Wettebewerbsfaktor ist hierbei eine sachgerechte Regulierung und Beaufsichtigung des Finanzwesens zusehen, diese gilt als entscheidender zukünftiger Wettbewerbsfaktor. Die Experten haben aber auch angemerkt, dass die gelebte Aufsichtspraxis heute noch nicht diesem Ideal entspricht, insbesondere fehlen vielen Aufsehern genügend Einblicke in die praktischen Geschäftsabläufe.  In dieser Hinsicht wurde der Finanzplatz Luxemburg gelobt, der sich im Bereich Asset Management zwar nicht durch eine weniger strenge, aber doch durch eine serviceorientierte Aufsicht abhebt. Zudem schätzen die Experten die Auswirkungen der mit der Bankenunion verbundenen Regulierung für den Finanzplatz Frankfurt eher negativ ein, da diese Regulierung das deutsche 3-Säulen-Bankensystem eher benachteiligt.

Neue Website informiert über FinTech-Aktivitäten am Finanzplatz

Frankfurt – Die Finanzplatz-Initiative Frankfurt Main Finance e.V. hat im Rahmen einer Informationsoffensive zum Thema FinTech ihr Jahrbuch „On the Move“ veröffentlicht, sowie ihren Internetauftritt ausgebaut und neu gestaltet. Beide Maßnahmen dienen dazu, die FinTech-Aktivitäten am Finanzplatz noch besser zu dokumentieren und einen Überblick über die heimischen FinTech-Unternehmen wie auch deren unterstützende Partner zu geben.

Unter www.frankfurt-main-finance.com zeigt die Standortinitiative unter anderem, welche FinTech-Unternehmen und -Institutionen bereits das enorme Potenzial des Rhein-Main-Gebietes erkannt und sich dort angesiedelt haben. Aktuelle FinTech-Studien und ein Veranstaltungskalender ergänzen das Informationsangebot. Unter anderem ist hier der wichtige Beitrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hervorzuheben, welche mit Veranstaltungen, wie der Konferenz „BaFin-Tech 2016“, ganz Besonderes leistet. Darüber hinaus sind Initiativen und Unterstützer, die Frankfurts Position als FinTech-Metropole stärken, in einer neuen Datenbank hinterlegt und nach verschiedenen Kategorien abrufbar. Unternehmen, die gegenüber FinTechs als Dienstleister auftreten, können sich kostenlos in der Datenbank registrieren.

Ebenfalls neu: Die Website von Frankfurt Main Finance e.V. bietet die Möglichkeit, sich für den Finanzplatznewsletter zu registrieren und so unkompliziert regelmäßig zentrale Informationen, Terminhinweise und informative Beiträge zu erhalten.
Zusätzlich zur Neugestaltung der Website konnte Frankfurt Main Finance e.V. in den sozialen Netzwerken punkten. So gelang es, auf dem diesjährigen Frankfurt Finance Summit unter dem Hashtag #FinSum16 bei Twitter einen deutschlandweiten Top-Trend im Finanzbereich zu setzen. Insbesondere die häufige Verwendung des Hashtags und die vielfältigen Interaktionen bei Twitter waren herausragend. Laufend folgen kann man dem Verein bei Twitter unter @FMFdigital.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte des zweisprachigen Internetangebots sind neben den Details zur Standort-Initiative aktuelle Finanzplatzthemen wie Regulierung, die Rolle Frankfurts als RMB-Hub und die internationalen Kooperationen des Finanzplatzes Frankfurt.

„Neben der inhaltlichen Erweiterung bietet der neue Internetauftritt von Frankfurt Main Finance auch ein neues, frischeres Erscheinungsbild. Der Besucher erhält alle Informationen schnell, gezielt und übersichtlich mit möglichst wenigen Klicks. Es soll Spaß machen, die Website zu nutzen“, beschreibt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance e.V. den Relaunch der Website.

Starke Verbindung von Wirtschaft und Politik

Die Ziele von Frankfurt Main Finance erfordern eine starke Verbindung von Wirtschaft und Politik. Glaubwürdig wird sie einerseits durch den Rückhalt der politischen und wirtschaftlichen Repräsentanten und andererseits durch eine effiziente Bearbeitung der Projekte. Zentrale Gremien von Frankfurt Main Finance e.V. sind Vorstand und Präsidium, der Präsidialausschuss und die Geschäftsführung. Mit dem Relaunch der Website wird ein Überblick über die Governance, die Aufgaben und die Funktion von Frankfurt Main Finance gegeben. Ebenso wie die neugestaltete Website diverse Möglichkeiten enthält, sich Fach- und Sachinformationen herunterzuladen. Ganz besonders kann man hier auf das hochwertige Jahrbuch „On the Move“ hinweisen, welches in diesem Jahr wieder durch ganz besonders erstrangige Autoren glänzt.

Mehr zur Finanzplatz-Initiative sowie ihren Mitgliedern auf www.frankfurt-main-finance.com.