Digital Hub Initiative

Bundesregierung ernennt Finanzplatz Frankfurt zum Digital Hub für FinTechs

Auf dem Nationalen IT-Gipfel am 17. November 2016 stellten Wirtschaftsminister Gabriel und Bitkom Präsident Thorsten Dirks die ersten fünf Digital Hubs in Deutschlands vor. Dem Finanzplatz Frankfurt wurde in diesem Zusammenhang die Bezeichnung Digital Hub für Finanzdienstleitungen und FinTech zugesprochen. Der hessische Wirtschaftsminister und Frankfurt Main Finance Präsidiumsmitglied Tarek Al-Wazir rühmte die Digital Hub Initiative bei der Eröffnung des neuen Frankfurter FinTech Hub, dem Tech Quartier. Die Bedeutung von FinTechs für die Region erläuternd, sagte er: „Der führende Finanzplatz des Kontinents muss auch in der hochinnovativen FinTech-Branche die Führungsposition übernehmen.“ Das Tech Quartier stellt den Höhepunkt eines Jahres der Zusammenarbeit des hessischen Wirtschaftsministeriums und des FinTech Dialogforums, das von Frankfurt Main Finance ins Leben gerufen wurde, dar.

Die Digital Hub Initiative, kurz de:hub, gegründet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zielt darauf ab, Deutschlands als führende Industrienation zu stärken und das Land als attraktives Ziel für Unternehmer, Investoren und hochqualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Welt zu etablieren. Bitkom Präsident Thorsten Dirks erläuterte hinsichtlich des Hubs: „Künftig sollen Vorstände von etablierten Unternehmen von Start-ups lernen können, ohne nach Kalifornien fliegen zu müssen.“ Weitere Digital Hubs sind Dortmund und Hamburg für Logistik, München für Mobilität und Berlin, dessen Fokus auf dem Internet der Dinge liegt.

Trotz des Digitalzeitalters ist die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen sowie Wissenschaft und Forschung in geografischer Nähe erfolgsversprechender, sodass diese Innovation und Entwicklung direkt fördert. Mit dem Silicon Valley als Vorbild versucht das Bundeswirtschaftsministerium Digital Hubs in Deutschland zu schaffen, die Menschen aus der ganzen Welt zusammenbringen, um innovative Ideen und Produkt zu entwickeln. Grundlegend für Hubs ist eine funktionale Infrastruktur im Sinne globaler Relevanz im entsprechenden Sektor, führenden Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen sowie einem Netzwerk von Unterstützern, von Mentoren bis hin zu Venture Capital Investoren.

Das Frankfurter FinTech Ökosystem ist in den vergangenen Jahren zunehmend gewachsen. Im Jahr 2016 ist die Zahl der FinTech Unternehmen in der Region Rhein-Main um 45 % auf 81 angestiegen. Frankfurt befindet sich nun deutschlandweit dicht hinter Berlin mit 87 FinTechs an zweiter Stelle. Ebenso sind Investitionen in FinTechs in Deutschland auf dem Vormarsch, sodass 2015 bereits 524 Millionen Euro in den Sektor flossen. Trotz des weltweiten Rückgangs an FinTech-Investitionen, konnte Deutschland dennoch eine Steigerung um 186 US-Dollar im dritten Quartal verbuchen und damit Großbritannien überholen. Während sich das Frankfurter FinTech Ökosystem noch in einer Etablierungsphase befindet, entstand bereits eine breite Basis institutioneller Unterstützung und Incubators. Neben dem neu eröffneten Tech Quartier haben sich bereits einige andere Incubators und Accelerators in Frankfurt angesiedelt, hierzu zählen das FinTech Hub der Deutschen Börse, Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter und die Digitalfabrik der Deutschen Bank. In diesem Zusammenhang wird Frankfurt Main Finance das Frankfurter Ökosystem auch weithin aktiv unterstützen und fördern und beglückwünscht das Bundeswirtschaftsministerium zu seiner Entscheidung Frankfurt im Rahmen der Digital Hubs Initiative zum Digital Hub für FinTechs zu ernennen. Außerdem sollte die von Frankfurt Main Finance kürzlich begründete FinTech Mitgliedschaft es lokalen FinTech Unternehmen erleichtern, mit etablierten Akteuren in Kontakt zu treten.

Krümel oder Kuchen? Wie stark profitiert Frankfurts Immobilienmarkt vom Brexit?

Eine aktuelle Studie von Deutschen Bank Research analysiert potenzielle Auswirkungen des Brexits auf den Frankfurter Immobilienmarkt. Im Rahmen der Analyse werden der Büro- und Wohnimmobilienmarkt im Finanzzentrum Frankfurt im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Preistrends ebenso wie Nachfrage- und Verfügbarkeitstrends untersucht. Außerdem vergleicht die Studie der Deutschen Bank verschiedene europäische Finanzplätze und zeigt auf, dass Frankfurt in mehrerlei Hinsicht eine naheliegende und finanziell tragbare Wahl für die Verlegung finanzieller Dienstleistungen aus Großbritannien darstellt.

Executive Summary

„Angesichts der hohen politischen Unsicherheit rund um das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wird auch die Größe des Brexit- Kuchens, also der Abwanderung von Unternehmen und Arbeitnehmern, erst in einigen Jahren bestimmt werden können. Unabhängig von dem endgültigen Verhandlungsergebnis zwischen Großbritannien und der EU dürfte die Stadt Frankfurt einer der Profiteure sein.

Frankfurt ist bereits heute der Hauptfinanzplatz Kontinentaleuropas und kann dabei gegenüber anderen europäischen Städten auf eine Reihe weiterer Vorzüge verweisen: niedrige Mieten und Wohnungspreise, gute Infrastruktur, hohe wirtschaftliche Dynamik. Angesichts der Stärke der europäischen und auch außereuropäischen Wettbewerber wird Frankfurt aber wohl nur einen Teil des Brexit-Kuchens verbuchen.

Frankfurts Immobilienmarkt würde schon durch relativ wenige abwandernde britische Unternehmer und Arbeitnehmer deutlich an Dynamik gewinnen. Ein Beschäftigungsaufbau im Zuge des Brexits dürfte die Büronachfrage ankurbeln und zu einem Abbau des Leerstands und Mietsteigerungen im Büroimmobilienmarkt in erster Linie in innenstadtnahen Lagen beitragen. Nach dem Brexit-Referendum haben wir unsere erwarteten durchschnittlichen Mieterhöhungen im Spitzensegment auf über 2% pro Jahr bis zum Jahr 2020 angehoben (ein doppelt so starker Anstieg wie bisher in den Jahren 2018-2020).

Im Wohnungsmarkt gibt es bereits seit einigen Jahren Engpässe. Ein großer Nachfrageüberhang, es fehlen mehrere 10.000 Wohnungen, und zu wenig Bauland sind die Hauptursachen für die Preissteigerungen von rund 25% seit dem Jahr 2009. Ein zusätzlicher Brexit-Effekt könnte die Preise kräftig erhöhen. Als Daumenregel gilt dabei: 1.000 fehlende Wohnungen erhöhen die Quadratmeterpreise um 25 Euro. Unterstellt man eine zusätzliche Nachfrage von 5.000 Wohnungen, steigen die Wohnungspreise um 125 Euro oder rund 4% relativ zu aktuellen Niveaus.“

Die komplette Studie von Deutsche Bank Research können Sie hier herunterladen.

 

Banking Business in Germany – Ein Wegweiser durch das deutsche Bankgeschäft

Finanzkrise, umfangreiche aufsichtsrechtliche Vorgaben und der drohende Brexit stellen das internationale und nationale Bankgewerbe vor weitreichende Herausforderungen. In diesem von Unsicherheit geprägten Umfeld bietet sich der deutsche Markt nach wie vor für Banken und Investoren aus dem Ausland an, die hier mit einer Tochtergesellschaft oder einer Filiale vertreten sein wollen.

Insbesondere an diese Zielgruppe von Entscheidungsträgern richtet sich das englischsprachige Buch Banking Business in Germany, wenngleich es auch für interessierte Beobachter und die bereits hier etablierten Bankenvertreter und deren Konzernzentralen im Herkunftsland eine wertvolle Informationsquelle ist.

In der aktuellen, nunmehr fünften Auflage des über 400 Seiten umfassenden Leitfadens tragen die Branchenexperten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gemeinsam mit dem Verband der Auslandsbanken nicht nur den vielfältigen Änderungen und Besonderheiten auf regulatorischer Ebene Rechnung, sondern geben auch einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im deutschen Bankensystem, in der Einlagensicherung sowie im Arbeits- und Steuerrecht.

Einen zusätzlichen Nutzwert bietet darüber hinaus das Glossar, das nicht nur Abkürzungen wie „GroMiKV“ für englischsprachige Bankenvertreter entschlüsselt („Großkredit- und Millionenkreditverordnung“), sondern auch gleich die Übersetzung („Large Exposure Regulation“) liefert. Der besseren Orientierung dient außerdem ein umfangreiches Stichwortregister.

Zur Buchpräsentation am 14. Oktober 2016 sprach Dr. Andreas Dombret, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank, vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern des Verbands der Auslandsbanken zum Thema Banken und Bankenaufsicht: „Welche Rolle spielt der Brexit?“.

Dies unterstreicht die Relevanz der von den Autoren dargestellten Themen für die internationalen Entscheidungsträger, die Deutschland auch oder vor allem in der Zukunft als wichtigen Finanzstandort sehen.

Die fünfte Ausgabe des Buches Banking Business in Germany können Sie auf dieser Website bestellen.

Brexit Library

Eine rechtliche und regulatorische Bewertung des UK-Referendums

Eine wertvolle und gelungene Analyse rund um das Referendum in Großbritannien haben die führende Anwaltssozietät Clifford Chance und AFME herausgegeben: Den Bericht mit einer rechtlichen und regulatorischen Bewertung finden Sie unter: „UK-Referendum: Herausforderungen für die europäischen Kapitalmärkte: Eine rechtliche und regulatorische Bewertung“. Der Bericht enthält eine detaillierte, auf Fakten basierende Analyse, welche Probleme auf die europäischen Kapitalmärkte zukommen, falls das Vereinigten Königreich die EU verlässt. Gerade die Ausgestaltung der Regelungen eines möglichen Austrittsabkommens sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Besonders spannend macht den Bericht eine Schwerpunktsetzung zum Thema „Passporting“. Mit dem Passporting wird hier ein Mechanismus umschrieben, den viele Firmen mit Sitz in Großbritannien nutzen, um in der ganzen EU Geschäfte zu machen. Im Konkreten funktioniert der Mechanismus so: Firmen, die ihren Sitz lediglich in London haben, können dank Passporting in der ganzen EU ihre Dienstleistungen anbieten, und das ohne Geschäftsstellen in einezlen Mitgliedstaaten zu eröffnen.

CFS Index

CFS-Index beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt sehr positiv

CFS-Index zeigt starke Stellenkürzungen bei den Finanzinstituten – starker Stellenaufbau bei den Dienstleistern

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima in der deutschen Finanzindustrie abbildet, steigt im dritten Quartal 2016 um 0,3 Punkte auf 110,6 Punkte. Der im Ergebnis zwar nahezu unveränderte Wert beruht auf einer stark gegensätzlichen Entwicklung der Mitarbeiterzahlen der Finanzinstitute und der Dienstleister. Während die Finanzinstitute aktuell einen – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historischen Tiefstand zu verzeichnen haben, stellen die Dienstleister verstärkt Personal ein. Darüber hinaus meldet die gesamte Finanzbranche wachsende Umsätze und Erträge. Besonders die Finanzinstitute verzeichnen nach erheblichen Ertragsrückgängen im ersten Halbjahr nun wieder einen deutlichen Anstieg, der noch höher ausfällt als zuvor erwartet wurde. Das Wachstum des Investitionsvolumens ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem Niveau.

„Die Zahlen reflektieren Strukturveränderungen in der Produktionsweise der Bankindustrie, insbesondere steigende Kapitalintensität und sinkende Mitarbeiterzahlen. Spiegelbildlich hierzu erhöhen sich die Mitarbeiterzahlen bei den externen Dienstleister, auch wegen des Trends zur Digitalisierung“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse des CFS-Index.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland sehr positiv

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland hatte im Zuge des Brexit-Votums im zweiten Quartal einen historischen Höchststand von 136,8 Punkten erreicht gehabt. Auch im dritten Quartal bleibt der entsprechende Wert mit 128,3 Punkten auf überdurchschnittlich hohem Niveau, wenn auch abgeschwächt um – 8,5 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Finanzplatzes Frankfurt weiterhin groß ist. Unsere Funktion als Brücke zwischen London und der EU und das partnerschaftliche, konstruktive Vorgehen in der Diskussion der Brexit-Themen werden die internationale Bedeutung Frankfurts als wichtigstes Finanzzentrum im Euroraum weiter stärken.“

Stellenkürzungen treffen Finanzinstitute noch stärker als erwartet, und es wird mit weiteren Einsparungen im Personalbereich gerechnet

Der Stellenabbau fällt bei den befragten Finanzinstituten noch deutlicher aus als letztes Quartal bereits erwartet wurde. Zuvor wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf neutralem Niveau stabil gehalten. Jetzt fällt der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute im dritten Quartal um 13,7 Punkte auf ein – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historisches Tief von 86,0 Punkten, und die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass sich die Situation weiter verschärft. Hingegen entwickelt sich der Mitarbeiterstab bei den Dienstleistern noch positiver als erwartet. Der entsprechende Sub-Index erhöht sich gegenüber dem Vorquartal deutlich um 11,8 Punkte auf 116,9 Punkte. Für das vierte Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

Umsatzwachstum bei den Finanzinstituten

Das Wachstum der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens der befragten Finanzinstitute fällt im dritten Quartal 2016 etwas höher aus als im Vorquartal erwartet wurde. Der entsprechende Sub-Index steigt um 2,5 Punkte auf 109,6 Punkte. Auch die Dienstleister halten ihre Umsätze erwartungsgemäß mit -1,0 Punkten auf hohem Niveau bei 119,7 Punkten stabil und rechnen für das laufende Quartal mit einem erhöhten Umsatzwachstum.

Finanzinstitute beenden Ertragsrückgang – Die Finanzbranche blickt positiv auf das laufende Quartal

Bei den Erträgen melden beide Gruppen im dritten Quartal einen Zuwachs. Besonders die Finanzinstitute verzeichnen nach erheblichen Ertragsrückgängen im ersten Halbjahr nun wieder einen deutlichen Anstieg, der noch höher ausfällt als zuvor erwartet wurde. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 7,0 Punkte auf 103,9 Punkte, bei den Dienstleistern um 2,2 Punkte auf 115,3 Punkte. Bei beiden Gruppen ist der Ausblick auf das laufende Quartal positiv.

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem Niveau. Bei den Finanzinstituten sinkt der Sub-Index, entgegen den Erwartungen, um 2,2 Punkte auf 110,1 Punkte, bei den Dienstleistern bleibt der Sub-Index mit -0,4 Punkten bei 112,2 Punkten stabil. Beide Gruppen befinden sich somit nach wie vor auf nahezu gleichem Stand und erwarten keine wesentlichen Änderungen für das laufende Quartal.

Erneute London-Reise zeigt: Die Resonanz bleibt stark

Gemeinsam für den Standort

Frankfurt am Main- Im engen Schulterschluss ging es erneut für eine Delegation aus der Rhein-Main-Region nach London. Die hochkarätig besetzte Abordnung, der auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann und Wirtschaftsdezernent Markus Frank angehörten, hatte diesmal vor allem den Bereich der Realwirtschaft im Fokus. Um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen wurden auf der Reise sehr unterschiedliche Veranstaltungsformen genutzt. london-reise-201x201pxSo konnten beispielsweise bei der Abendveranstaltung im Londoner Hyde Park am 21. September mehr als 120 Vertreter der Londoner Business Community begrüßt werden. Dabei lag der Fokus dieser Reise aber nicht nur darin, auf die wirtschaftlichen Stärke des Finanzplatzes Frankfurt hinzuweisen, sondern ebenso aufzuzeigen, wie hervorragend Frankfurt und die Rhein-Main Region aufgestellt ist, wenn es um die Breiche  Lebensqualität und Arbeitsmöglichkeiten  geht. Aber auch der zentrale Bereich Bildung und was die Region hier zu bietet, war eine der Kernbotschaften, welche die Delegation aus Hessen mitgebracht hatte.

Über die Reise wurde sowohl in deutschen, wie auch in der englischen Presse berichtet, wie beispielsweise in der Bild (Den Artikel finden sie hier) oder dem Guardian (Den Artikel finden Sie hier).

FinanzplatzFrühstück mit François Villeroy de Galhau – Nachhaltige Geldpolitik sorgt für wirtschaftliche Stabilität

Mit dem inzwischen siebten „FinanzplatzFrühstück“ haben der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V. und Frankfurt Main Finance e.V. diese erfolgreiche Veranstaltungsreihe fortgesetzt. Um die Ausführungen des Gouverneurs der Banque de France, Herrn Villeroy de Galhau, zu verfolgen, waren über 80 Gäste aus den Bereichen mittelständische Wirtschaft, Presse, Wissenschaft und Forschung und der Finanzwirtschaft gekommen. In seinem Grußwort hob Dr. Oliver Wagner, Geschäftsführer des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland, die Bedeutung der Auslandsbanken als wesentlichen Wirtschaftsfaktor für Frankfurt hervor. „Auslandsbanken übernehmen Verantwortung für die hiesige Wirtschaft und bekennen sich klar zum deutschen Finanzplatz als dem Kernmarkt in Europa“, sagt Dr. Oliver Wagner,

Der Gouverneur der Banque de France, sprach zum Thema: „Europäisches Wachstum – Herausforderungen in unsicheren Zeiten“ und er verschwendete keine Zeit, um auf den Punkt zu kommen. Der Gast aus Frankreich sprach direkt über den aktuellen Stand der Geldpolitik innerhalb der Europäischen Union und wie nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten sei. Er legte einen Schwerpunkt, auf die Bedeutung von Investitionen für Wachstum, vor allem für kleine und mittelständische Betriebe zudem äußerte er sich zur Notwendigkeit einer Kapitalmarkt Union und zur Thematik von grenzüberschreitendem Kapital. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Kritik, verschiedener Banker, an der aktuellen Negativzins Strategie der Europäischen Zentralbank. Hierzu führte Herr Villeroy de Galhau den wichtigen Aspekt dieses Instruments im Kampf gegen die Deflation an, zeigte aber gleichzeitig auf, dass negative Zinsen nützlich sein können, aber nur ein Instrument sind und daher mit Grenzen versehen. Herr Villeroy de Galhau begründete in seinen Ausführungen die aktuelle Geldpolitik und deren Nachhaltigkeit. Als weiteren Punkt begründete er eine ablehnende Haltung gegenüber dem Einsatz von sogenanntem „Helikoptergeld“.

Als Garanten für zukünftige Chancen führte er Frankreich und Deutschland an, welche noch ungenutzte Möglichkeiten für nachhaltiges zukünftiges Wachstum bereithielten. Ganz konkret schlug er ein Erasmus Pro Programm vor, welches die Möglichkeiten eines beruflichen Austausches im Fokus hat. Insbesondere für Frankreich und Deutschland hätte ein solches Programm Vorteile, da Frankreich mit einer vergleichsweise hohen Geburtenrate und Deutschland mit einer guten Bildungsinfrastruktur und einem erstklassigen Ausbildungssystem punkten können. Eine Kombination der demographischen und der Vorteile eines erstklassigen Ausbildungswesens wären daher für beide Länder zielführend und würde dazu beitragen, nachhaltiges Wachstum über Jahre hinaus zu sichern.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ist von entscheidender Bedeutung für das zukünftige Wachstum und den Erfolg des Projekts Europa. Wie sieht dies jedoch in einem Europa ohne Großbritannien aus? Bei diesem Thema befindet man sich nach wie vor im Bereich der Spekulation. Auch wenn London ein dezidiertes Interesse daran hat, im Mittelpunkt der europäischen Finanzmärkte zu stehen, wird es “ keine freie Fahrt und keine Rosinenpickerei“ geben. Denn der Zugang zu den europäischen Märkten bedingt die Akzeptanz der EU-Regeln und Vorschriften.

„Herr Villeroy de Galhau ermutigte deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer zu Investitionen und Risikobereitschaft. Nur Frankreich und Deutschland gemeinsam können das europäische Wirtschaftswachstum auf eine ausreichend breite Basis stellen,“ fasste Hubertus Väth die Veranstaltung zusammen. „Geldpolitik kann nur erfolgreich sein, wenn die Wirtschaft die monetären Impulse in Form von Investitionen an- bzw. aufnimmt“, so Väth weiter, „Vertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle. Zum Aufbau dieses Vertrauens hat Herr de Galhau heute einen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet.“

Frankfurt Main Finance Cup 2016: Eintracht Frankfurt gewinnt 3:1 gegen Celta de Vigo

Mit gleich zwei Veranstaltungen bekannte sich der Finanzplatz nun schon zum dritten Mal  zum Fußball in Frankfurt. Mit dem Frankfurt Main Finance Cup knüpft die Veranstaltung an den Erfolg der vergangenen Jahre an.

In diesem Jahr wurde der Frankfurt Main Finance Cup zwischen der Eintracht Frankfurt und dem spanischen Spitzenclub Celta Vigo ausgetragen. In der ganzen Region ist die Saisoneröffnung zu einem Highlight für die ganze Familie, für große und kleine Fußballfans geworden, auch wegen den Veranstaltungen rund um das eigentliche Spiel. Gerade die Autogrammstunden und Fotosessions mit den Spielern, aber auch die Präsentation der Mannschaft und der neuen Heim-Trikots sorgen für Begeisterung.

Schon am Samstagabend luden die Stadt Frankfurt, Eintracht Frankfurt und Frankfurt Main Finance zu einem Abendempfang anlässlich des Frankfurt Main Finance Cups in die Alte Oper. Mit prominenten Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft. Zudem konnten hier die Spieler der Eintacht und beide Trainer empfangen werden. In einer kurzweiligen Diskussionsrunde brachten Fredi Bobic und Nico Kovač ihren Optimismus für die anstehende Sasion zum Ausdruck. Für Frankfurt Main Finance e.V. fasste der Geschäftsführer Hubertus Väth die Bedeutung des Themas Fußball und die Vorfreude auf das anstehende Spiel zusammen: „Auch in diesem Jahr möchten wir wieder mit dem Frankfurt Main Finance Cup ein Signal vom Finanzplatz aussenden. Mit internationaler Strahlkraft spielen die Eintracht und die Finanzbranche in einem Team. Das Thema Fußball beherrscht montagvormittags die Gespräche auf den Fluren der Banken. Diese enge Verbindung leben wir morgen mit dem Spiel gegen die spanische Mannschaft Celta Vigo.“

Im Saisoneröffnungsspiel, dem Frankfurt Main Finance Cup, am 14. August konnte die Eintracht mit einem klaren 3:1 gegen den spanischen Gast Celta de Vigo deutlich überzeugen. Nach Toren von Hrgota (11., 49.), Hugo Mallo (Eigentor, 80.) und einem Gegentreffer durch Sisto (58.) besiegte die Eintracht Celta de Vigo mit 3:1 (1:0). Die Eintracht wurde damit Gewinner des Frankfurt Main Finance Cups 2016.

 

Frankfurt Main Finance Cup – Schwarz weiß, wie scheeee

Bei besten Fußballwetter und vor großartiger Kulisse begeisterten die Spieler über 40.000 Zuschauer. Die spielfreudigen Gäste des spanischen Europa-League-Teilnehmers probierten es in der Anfangsphase mit langen Bällen, konnten jedoch keine wirkliche Torgefahr kreieren. Auf Seiten der Eintracht stand der schwedische Neuzugang Hrgota goldrichtig und hatte keine Mühe, die Eintracht in Führung zu bringen. So gelang ihm in der elften Spielminute das 1:0 zu erzielen und in Minute 49 erhöhte des 23-Jährige zudem zum 2:0. Ausgerechnet während einer extrem starken Phase der Eintracht in der zweiten Halbzeit gelang es den Gästen, auf 1:2 zu verkürzen: Nach einem perfekten Pass in die Schnittstelle der Frankfurter Abwehr war Sisto von Celta de Vigo plötzlich frei vor dem Tor und ließ dem Frankfurter Schlussmann keine Chance. Mit einem dritten Tor für die Eintracht in Spielminute 80 stand das Ergebnis fest: Die Eintracht konnte den Frankfurt Main Finance Cup mit einem 3:1 für sich entscheiden. Für Frankfurt Main Finance e.V. übergab Dr. Jochen Biedermann den Cup an Eintracht Kapitän Alexander Meier. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Die Trophäe wird nun die beiden Pokale des Frankfurt Main Finance Cups von 2014 und 2015 im Eintracht Museum ergänzen.

Frankfurt Main Finance Cup

Frankfurt Main Finance Cup 2016 – Eintracht Frankfurt gegen Celta de Vigo

„Schwarz-weiß wie scheeee!“ so lautet das Motto der Frankfurter Eintracht zur traditionellen Saisoneröffnung in der Commerzbank-Arena. Am 14. August 2016 öffnen um 10 Uhr die Pforten zu einem Tag voller Spiel, Spaß und Spannung. Neben den vielen Attraktionen auf dem Stadiongelände steht um 15 Uhr der große Höhepunkt auf dem Programm. Dann nämlich spielt die Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt zum dritten Mal um den Frankfurt Main Finance Cup. Gegner ist in diesem Jahr mit dem spanischen Europa-League-Teilnehmer Real Club Celta de Vigo. Eröffnungsfeierlichkeiten und Eröffnungsspiel sind miteinander kombiniert und können mit derselben Eintrittskarte besucht werden.

Frankfurt Main Finance e.V. freut sich auch in diesem Jahr Partner des „Frankfurt Main Finance Cups“ zu sein und das zum dritten Mal in Folge. „In London beginnt jeder Montag mit der Spielanalyse vom Wochenende. Eintracht Frankfurt spielt daher eine große Rolle, wenn es darum geht den Bankern aus London zu zeigen, dass Frankfurt ein tolle Stadt ist. Und wer die Eintracht einmal erlebt hat, wird zum Fan. Und die werden hoffentlich bald noch mehr.“ kommentierte Hubertus Väth, der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. In den vergangen Jahren konnte der „Frankfurt Main Finance Cup“ mit den internationalen Gästen Inter Mailand und F.C. Tokyo die Zuschauer begeistern und zeigen, was die Mainmetropole zu bieten hat.

Ganz besonders freut sich Eintracht Frankfurt auf den attraktiven Gegner Celta Vigo. Das Team aus Galizien spielte eine sehr starke Saison und landete auf dem sechsten Tabellenplatz. Somit spielt die Mannschaft vom argentinischen Coach Eduardo Berizzo in der anstehenden Runde in der Europa-League. Einer der Stars der Celtiñas ist John Guidetti, der mit der schwedischen Nationalmannschaft in diesem Sommer an der Europameisterschaft in Frankreich teilgenommen hat.

Mehr zur Saisoneröffnung finden Sie auf der Seite von Eintracht Frankfurt.

Frankfurt Main Finance

Brexit Fieber – FMF bei FINANCE-TV

Großbritannien hat sich entschieden die Europäische Union zu verlassen. Wie wird sich diese Entscheidung auf den Finanzplatz Frankfurt auswirken? Der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., Hubertus Väth, war zu Gast bei FINANCE-TV, um über die Folgen eines Brexit für die europäischen Finanzzentren und die Möglichkeiten für Frankfurt zu sprechen. Wie einige Experten vorhersagen, könnten tausende von Jobs aus Londons Finanzdistrikt abgezogen werden und für diesen Fall war Frankfurt schon direkt nach der Verkündung des Referendums vorbereitet. In Kooperation mit Partnern, der FrankfurtRheinMain GmbH, Frankfurt Main Finance e.V. und der Frankfurt Economic Development wurde die Website welcometofrm.com gestartet, eine Informations-Hotline eingerichtet und eine Social Media Kampagne auf LinkedIn und Twitter, welche direkt auf Entscheidungsträger im Londoner Finanzdistrikt abgestimmt war, gestartet. Das vollständige Interview mit Hubertus Väth finden Sie unten angeführt.

 

Source: www.finance-magazin.de/finance-tv