Hubertus Väth im Interview mit efinancialcareers

Im Interview mit efinancialcareers spricht Frankfurt Main Finance Geschäftsführer Hubertus Väth über die anstehende Verlagerungen von Arbeitsplätzen an den Finanzplatz Frankfurt. Besonders den großen US-Banken, aber auch schweizer und asiatischen Banken komme in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle zu. In all diesen Regionen sieht Väth Frankfurt deutlich in der Pole Position und dementsprechend würden in Kürze erste Banken ihre Entscheidungen öffentlich kommunizieren. Neben den Regulieungsinstitutionen wie BaFin und der EZB sei vor allem die hervorragende Infrastruktur Frankfurts, die Wettbewerbsfähigkeit und der große Talentpool am Standort Frankfurt grundlegend für die Entscheidung der Banken. Die Wechselwelle erwartet Väth dabei in drei Schritten: zuerst die Investmentbanken, gefolgt von Commercial Banks und schließlich Asset Managern und Dienstleistern, welche in einem dritten Schritt wechseln würden.

Das vollständige Interview lesen Sie hier.

Finanzplatz Fokus: „Brexit – Let’s go Frankfurt“

Finanzplatz Frankfurt ist bevorzugte Adresse für Brexit-bedingte Jobverlagerungen

Unter den europäischen Finanzplätzen ist Frankfurt die klare Nr. 2 hinter London. Mit zahlreichen Standortqualitäten ist die Main-Metropole ein attraktiver Finanzplatz für in- und ausländische Player und kann die bevorzugte Adresse für Brexit-bedingte Jobverlagerungen werden. Folgende Assets sind dabei besonders hervorzuheben: Stabilität und Stärke der deutschen Volkswirtschaft, Sitz der EZB in ihrer Doppelfunktion, Verkehrsdrehscheibe mit guter Infrastruktur, relativ günstige Büromieten sowie eine hohe Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommen die Helaba-Volkswirte in ihrer Finanzplatz Studie „Brexit – Let’s go Frankfurt“. Doch mit Paris, Dublin, Luxemburg oder auch Amsterdam gibt es ernstzunehmende Konkurrenten.

Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin und Bereichsleiterin Volkswirtschaft/Research, betont: „Damit Frankfurt tatsächlich zum vorrangigen Brexit-Gewinner wird, bedarf es neben mehr Selbstbewusstsein auch einem konzertierten Eintreten auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.“

Prognose Bankbeschäftigung Ende 2018: stabil bei rund 62.000 Stellen

Darüber hinaus ist eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen wesentlich für den Erfolg. Angesichts der in mehreren Studien belegten herausragenden Positionierung Frankfurts im europäischen Finanzplatzgefüge stehen nach Ansicht der Helaba-Volkswirte die Chancen gut, dass mindestens die Hälfte der zur Disposition stehenden Finanzjobs in einem mehrjährigen Umstrukturierungsprozess von der Themse an den Main verschoben wird. Frankfurt steht damit vor der Aufgabe, die notwendigen Voraussetzungen z.B. auf dem Wohnungsmarkt zu schaffen. Unter sehr vorsichtigen Annahmen kämen über einen Zeitraum von mehreren Jahren insgesamt mindestens 8.000 Mitarbeiter nach Frankfurt. Da die Unternehmen nicht den Ausgang der Verhandlungen abwarten können, ist schon bis Ende 2018 mit einem Zuwachs von mehr als 2.000 Stellen zu rechnen.

„Dieser Brexit-induzierte Arbeitsmarkteffekt wirkt der Konsolidierung in den hiesigen Bankentürmen entgegen“, sagt die Autorin der Studie Ulrike Bischoff. Beide Effekte dürften sich innerhalb des Prognosehorizontes mehr oder minder aufheben. Am deutschen Finanzzentrum sind zum Jahresende 2018 gut 62.000 Bankbeschäftigte zu erwarten.

Die komplette Studie von Helaba können Sie hier herunterladen.

Brexit Library

Eine rechtliche und regulatorische Bewertung des UK-Referendums

Eine wertvolle und gelungene Analyse rund um das Referendum in Großbritannien haben die führende Anwaltssozietät Clifford Chance und AFME herausgegeben: Den Bericht mit einer rechtlichen und regulatorischen Bewertung finden Sie unter: „UK-Referendum: Herausforderungen für die europäischen Kapitalmärkte: Eine rechtliche und regulatorische Bewertung“. Der Bericht enthält eine detaillierte, auf Fakten basierende Analyse, welche Probleme auf die europäischen Kapitalmärkte zukommen, falls das Vereinigten Königreich die EU verlässt. Gerade die Ausgestaltung der Regelungen eines möglichen Austrittsabkommens sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Besonders spannend macht den Bericht eine Schwerpunktsetzung zum Thema „Passporting“. Mit dem Passporting wird hier ein Mechanismus umschrieben, den viele Firmen mit Sitz in Großbritannien nutzen, um in der ganzen EU Geschäfte zu machen. Im Konkreten funktioniert der Mechanismus so: Firmen, die ihren Sitz lediglich in London haben, können dank Passporting in der ganzen EU ihre Dienstleistungen anbieten, und das ohne Geschäftsstellen in einezlen Mitgliedstaaten zu eröffnen.

Erneute London-Reise zeigt: Die Resonanz bleibt stark

Gemeinsam für den Standort

Frankfurt am Main- Im engen Schulterschluss ging es erneut für eine Delegation aus der Rhein-Main-Region nach London. Die hochkarätig besetzte Abordnung, der auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann und Wirtschaftsdezernent Markus Frank angehörten, hatte diesmal vor allem den Bereich der Realwirtschaft im Fokus. Um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen wurden auf der Reise sehr unterschiedliche Veranstaltungsformen genutzt. london-reise-201x201pxSo konnten beispielsweise bei der Abendveranstaltung im Londoner Hyde Park am 21. September mehr als 120 Vertreter der Londoner Business Community begrüßt werden. Dabei lag der Fokus dieser Reise aber nicht nur darin, auf die wirtschaftlichen Stärke des Finanzplatzes Frankfurt hinzuweisen, sondern ebenso aufzuzeigen, wie hervorragend Frankfurt und die Rhein-Main Region aufgestellt ist, wenn es um die Breiche  Lebensqualität und Arbeitsmöglichkeiten  geht. Aber auch der zentrale Bereich Bildung und was die Region hier zu bietet, war eine der Kernbotschaften, welche die Delegation aus Hessen mitgebracht hatte.

Über die Reise wurde sowohl in deutschen, wie auch in der englischen Presse berichtet, wie beispielsweise in der Bild (Den Artikel finden sie hier) oder dem Guardian (Den Artikel finden Sie hier).

Frankfurt Main Finance

Brexit Fieber – FMF bei FINANCE-TV

Großbritannien hat sich entschieden die Europäische Union zu verlassen. Wie wird sich diese Entscheidung auf den Finanzplatz Frankfurt auswirken? Der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., Hubertus Väth, war zu Gast bei FINANCE-TV, um über die Folgen eines Brexit für die europäischen Finanzzentren und die Möglichkeiten für Frankfurt zu sprechen. Wie einige Experten vorhersagen, könnten tausende von Jobs aus Londons Finanzdistrikt abgezogen werden und für diesen Fall war Frankfurt schon direkt nach der Verkündung des Referendums vorbereitet. In Kooperation mit Partnern, der FrankfurtRheinMain GmbH, Frankfurt Main Finance e.V. und der Frankfurt Economic Development wurde die Website welcometofrm.com gestartet, eine Informations-Hotline eingerichtet und eine Social Media Kampagne auf LinkedIn und Twitter, welche direkt auf Entscheidungsträger im Londoner Finanzdistrikt abgestimmt war, gestartet. Das vollständige Interview mit Hubertus Väth finden Sie unten angeführt.

 

Source: www.finance-magazin.de/finance-tv

Dr. Dombret, Deutsche Bundesbank: „Banks face immediate economic consequences“

Dr. Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, erläutert in seiner Keynote Speech anlässlich einer Veranstaltung im Center for Finacial Studies der Goethe Universität Frankfurt am 13.07. 2016, was der Brexit für europäische Banken bedeutet. Auch wenn die Verhandlungen zum Austritt noch nicht begonnen haben, lassen sich laut Dr. Dombret schon heute drei Schlüsse ziehen:

  • Financial institutions have to prepare for a scenario in which euro-denominated trading and clearing is unlikely to have a future outside the EU.
  • Regarding the merger between Deutsche Börse and London Stock Exchange, the referendum outcome has even strengthened the economic rationale. But in order to reap the benefits, contracting partners should now invest in a well-balanced governance structure.
  • Financial actors in Europe have so far succeeded in digesting the somewhat surprising referendum result. Even ongoing volatility should not serve as an excuse to bypass the pillars of financial stability we have only just set up in the EU.

Zudem bedauerte er den durch den Brexit entstandenen Rückzug britischer Kollegen: „I –probably speaking for most, if not for all of my German colleagues – will greatly miss our British counterparts in European institutions; not at least because of their orientation towards stability and free market economy. But, fortunately, as central bankers, we will continue our collaboration at many other levels such as the G7, the G20, the IMF and the BIS.“

Die vollständige Rede steht hier zum Download zur Verfügung.

 

Bildnachweis: Deutsche Bundesbank / Frank Rumpenhorst

Frankfurt Real Estate

EY-Studie: Immobilienmarkt Frankfurt wird vom Brexit profitieren

Nach den Ergebnissen einer Online-Befragung von 555 deutschen Immobilienmarktteilnehmern, die von EY Real Estate durchgeführt wurde, werden nach Ansicht der Immobilienbranche der deutsche Immobilienmarkt und der Finanzplatz Frankfurt zu den Hauptprofiteuren des Brexit-Votums der britischen Wähler zählen.

In der aktuellen Befragung gaben 57 Prozent an, dass sie mit positiven Folgen für den Immobilienmarkt in Deutschland rechnen. Sowohl die Transaktionsvolumina als auch die Kauf- bzw. Mietpreise werden nach Meinung der Mehrheit der Befragten steigen. Das betrifft insbesondere den Standort Frankfurt, wo sogar nach Ansicht von 86 Prozent der Befragten die Preise für Wohnimmobilien weiter steigen werden. 79 Prozent rechnen mit steigenden Preisen für Büroimmobilien.

Grund für diese Einschätzung dürfte die zukünftig steigende Bedeutung Frankfurts als Finanzplatz sein: 72 Prozent der Befragten erwarten, dass der Finanzplatz Frankfurt am meisten von einem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU profitieren wird. Dublin liegt mit 13 Prozent auf dem zweiten Platz, Paris wird nur von sechs Prozent als Profiteur eines Brexits gesehen.

Studie: Snapshot Immobilienwirtschaft – Brexit und die Folgen

Quelle: http://www.ey.com/DE/de/Newsroom/News-releases/EY-20160711-Brexit

tagesschau: „Der Main-Profiteur des Brexit“

In der Nachbereitung des Finanzplatzkabinetts berichtet die Nachrichtensendung zum Brexit als Standortchance: „Zugegeben, Frankfurt gilt als nicht so beschwingt wie London. Dennoch rechnet sich die hessische Stadt einiges aus, wenn der Brexit kommt. 10.000 Jobs im Bankensektor könnten von der Themse an den Main wandern. Mit einer Werbestrategie soll nachgeholfen werden.“ Von Oliver Feldforth und Sandra Scheuring, HR.

Zum Beitrag: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/frankfurt-london-101.html

BCG-Studie: „Frankfurt gehört zu den attraktivsten Standorten für in London vertretene Finanzdienstleister“

Die Boston Consulting Group (BCG) hat rund 360 leitende Banker aus Großbritannien, Frankreich, den USA und Deutschland befragt, welche Alternativen es nach dem Brexit zum Standort London für sie geben kann. Demnach gehört Frankfurt zu den attraktivsten Standorten für in London vertretene Finanzdienstleister, die aufgrund des anstehenden britischen EU-Austritts erwägen, ihre Geschäftsaktivitäten ins Ausland zu verlagern. „Insbesondere die ökonomische und politische Stabilität in Deutschland, kombiniert mit der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, macht den Standort Frankfurt am Main zur Top-Adresse, wie aus dieser Umfrage kurz vor dem Brexit hervorgeht“, sagt Bankenspezialist Dr. Wolfgang Dörner, Senior Partner und Leiter des Frankfurter BCG-Büros.

Rund 20 Prozent der Finanzdienstleistungs-Jobs in London könnten an andere globale Finanzplätze verlagert werden, so die Studie. Die Standortattraktivität für Banken wurde anhand von 14 Kriterien erhoben – u. a. Infrastruktur, Geschäftsumfeld, Stabilität, Lifestyle-Faktoren sowie Zugang zu Märkten und Institutionen.

Pressemitteilung der BCG mit weiteren Details zur Studie

Frankfurt Main Finance bedauert das Votum des UK

Frankfurt Main Finance bedauert das Votum der Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Diese Entscheidung betrifft ganz Europa und verlängert die Phase der wirtschaftlichen Unsicherheit insbesondere für den Standort Großbritannien. Jetzt werden langwierige Verhandlungen klären müssen, wie das Verhältnis zur Europäischen Union (EU) sein wird. Mit dem Austritt gibt Großbritannien die Vorteile einer Mitgliedschaft in der EU auf. Die Konsequenzen sind noch schwer abzusehen.

Frankfurt ist als stabiler Finanzplatz gut gerüstet, Akteure, die eine stabile Basis in der Eurozone suchen, aufzunehmen. Mit einem leistungsfähigen Immobilienmarkt sowie hervorragenden Angeboten in Bereichen wie Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Kommunikation oder IT steht Frankfurt bereit. Beispielsweise befindet sich in Frankfurt ein gut ausgebauter Internetknotenpunkt, über den 40 % des europäischen Datenverkehrs geht. Auch ein vertrauenswürdiger Datenschutz sowie gut ausgebildete Fachkräfte sprechen für Frankfurt als Standort. Mit dem Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank ist Frankfurt zudem das geld- und währungspolitische Zentrum Europas. Gerade für internationale Banken ist diese Nähe zur Zentralbank ein entscheidendes Kriterium für eine Ansiedlung. Als Sitz der „European Insurance and Occupational Pensions Authority“, kurz EIOPA, ist Frankfurt darüber hinaus auch das Stabilitätszentrum für die europäische Versicherungswirtschaft. Der nun andauernden Phase der Instabilität in Großbritannien setzt Frankfurt Offenheit, Stabilität, eine leistungsfähige Infrastruktur und günstige Rahmenbedingungen entgegen.