Frankfurt Main Finance gewinnt sechs neue Mitglieder für die Finanzplatzinitiative

Frankfurt am Main – Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e. V. begrüßt sechs neue Mitglieder und wächst damit auf 60 Mitglieder. Die Neumitglieder PricewaterhouseCoopers (PwC), The Boston Consulting Group, CBRE GmbH, die Frankfurt School of Finance & Management und Norton Rose Fulbright LLP sind der Standortinitiative als Fördermitglieder beigetreten, die Werthstein GmbH als FinTech-Mitglied.

Durch ihre Mitgliedschaft geben die Vertreter aus Wissenschaft, Finanzindustrie, öffentlicher Verwaltung und dem aufstrebenden FinTech-Sektor ihrer Verbundenheit mit dem Finanzplatz Ausdruck, greifen aktuelle Themen des Finanzsektors auf und engagieren sich für die nationale und internationale Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region.

Wir freuen uns sehr über die neuen Mitglieder und ihr Bekenntnis zum Finanzstandort Frankfurt. Das stetige Wachstum der Mitgliederzahl stärkt den Verein und ist eine Anerkennung unserer täglichen Leistung, den Finanzplatz weltweit zu repräsentieren und zu positionieren“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Unsere Stimme gewinnt Gewicht – ein Vorteil für alle Mitglieder und besonders für den Finanzplatz. Umgekehrt bieten wir schnellen, unmittelbaren Zugang zu einem herausragenden Branchen-Netzwerk.“

Das neue Mitglied PwC ist in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung mit 250.000 Mitarbeitern in 158 Ländern tätig – so auch am Finanzplatz Frankfurt. „Mit der Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance möchten wir nicht nur unser Bekenntnis zu Frankfurt als führendem Finanzplatz in Deutschland bestärken, sondern uns auch aktiv in die hiesige Community einbringen. Der Standort entwickelt sich hoch-dynamisch, und wir möchten zu dieser positiven Entwicklung und zur weiteren Stärkung Frankfurts beitragen. Darum freuen wir uns auf den Austausch mit den Mitgliedern der Initiative, mit Hochschulen, Banken und allen weiteren Finanzmarktakteuren der Stadt“, sagt Clemens Koch, Leiter Financial Services und Mitglied der Geschäftsführung von PwC Deutschland.

CBRE steht Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite. Seit 1973 sitzt CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main. „Wir freuen uns sehr, mit unserer Mitgliedschaft helfen zu können, die vielen Vorteile des Finanzstandortes Frankfurts auch aus Sicht der Immobilienwirtschaft unterstützen zu können. Zahlreiche Projektentwicklungen bieten immer modernere und innovativere Büroflächen, welche die Skyline weiterwachsen lassen. Trotz des sinkenden Leerstandes finden sich deswegen auch für größere Flächengesuche noch immer hervorragende und repräsentative Büroflächen“, erklärt Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany bei CBRE.

Als Frankfurt School of Finance & Management tragen wir den Finanzplatz quasi im Namen. Mit exzellenter Forschung setzen wir als Wirtschaftsuniversität neue Impulse – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Nachhaltige Finanzwirtschaft. Außerdem bilden wir auf unserem Campus die Fach- und Führungskräfte aus- und weiter, die Frankfurt braucht, um weiterhin innovativ und erfolgreich zu sein. Ein starker Finanzplatz ist für uns essentiell, deshalb engagieren wir uns bei Frankfurt Main Finance“, so Professor Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management. Die forschungsorientierte Business School, akkreditiert von EQUIS, AMBA und AACSB International, bietet umfangreiche Bildungsprogramme zu Finanz-, Wirtschafts- und Managementthemen an. Der Master of Finance der Frankfurt School ist der einzige Finance-Master einer deutschen Hochschule im aktuellen Financial Times Ranking.

Norton Rose Fulbright LLP berät als globale Wirtschaftskanzlei führende national wie auch international tätige Unternehmen in allen wichtigen Branchen. „Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt. Wir unterstützen die Initiative, weil sie den Finanzplatz Frankfurt wirkungsvoll im nationalen und globalen Wettbewerb positioniert“, erläutert Dr. Oliver Sutter, Partner bei Norton Rose Fulbright LLP.

Als digitaler Vermögensverwalter bietet Werthstein seinen Kunden die Möglichkeit, ein breites, nach Risikoaspekten diversifiziertes, individuelles Portfolio aufzubauen, das auf die Anlage in aktuelle wirtschaftliche, technologische oder gesellschaftliche Trends spezialisiert ist. „Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance steht für Aufgeschlossenheit gegenüber der Innovation und dem Schwung, den FinTechs in die Vermögensverwaltung bringen. Deshalb sind wir der Initiative eng verbunden“, kommentiert Felix Röscheisen, Generalbevollmächtigter der Werthstein GmbH.

Frankfurt Main Finance – zehn Jahre für den Finanzplatz

Frankfurt Main Finance (FMF) hat Grund zu feiern. Vor zehn Jahren wurde die Finanzplatzinitiative gegründet und ihre Bedeutung nimmt stetig zu. Seit dem Brexit-Referendum und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft ist FMF weiter gewachsen und hat heute mehr als 50 renommierte Mitglieder. Gegründet im Jahr 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise und auf Betreiben des damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und der früheren Oberbürgermeisterin Frankfurts, Petra Roth, gibt FMF der Finanzbranche in Frankfurt und der Region eine weltweit vernehmbare Stimme.

„Der Finanzplatz Frankfurt spielt bei der Bewältigung der großen Herausforderungen, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für die Finanzindustrie mit sich bringt, eine bedeutende Rolle“, sagt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „In diesen Zeiten ist es wichtig, dass Frankfurt Main Finance die Interessen der Finanzwirtschaft in Hessen und in der Bundesrepublik bündelt und vernehmbar macht. Davon profitieren auch Handel und Industrie und damit das ganze Land.“

„Frankfurt ist eine weltoffene, lebenswerte und internationale Stadt. Die Finanzmetropole ist ein herausragender und attraktiver Wirtschaftsstandort. Die zentrale Lage in Europa, die passende Infrastruktur und auch die Nähe zur Zentralbank sind weitere Aspekte, die für Frankfurt sprechen“, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Frankfurt kann einen wichtigen Beitrag zur Finanzstabilität in Europa leisten und Frankfurt Main Finance kommuniziert die Leistungsfähigkeit der Stadt seit Jahren weltweit mit offensichtlichem Erfolg.“

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance, sagt: „Wir sind stolz, all die Jahre das Vertrauen unserer Mitglieder zu genießen, deren Zahl immer weiter zunimmt. Für uns ist das Ansporn, die vor uns liegenden Aufgaben mit Energie anzugehen und weiterhin Verantwortung für den Finanzplatz zu übernehmen. Dabei bauen wir darauf, dass die exzellente Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, der Hessen Trade & Invest sowie den Städten Frankfurt und Eschborn und deren Wirtschaftsförderungen fortgeführt wird.“

Derzeit ist die Positionierung Frankfurts und der Region im Werben um die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus London in die Europäische Union eine der vordringlichsten Aufgaben von Frankfurt Main Finance. Seit dem frühen Morgen nach der Referendumsentscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, steht der Finanzplatz am Main im Zentrum weltweiter Aufmerksamkeit. Schon von der ersten Stunde an vorbereitet und sprechfähig gewesen zu sein, hat Frankfurt einen erheblichen medialen Vorteil verschafft, den FMF seitdem nutzt, um die Vorteile Frankfurts auch dort zu platzieren, wo gegenüber der Mainmetropole Skepsis oder Unkenntnis vorherrscht.

Seit März 2016, als das Thema Brexit auf der medialen Landkarte Gestalt gewann, wurde Frankfurt Main Finance allein mit diesem Thema in mehr als 2.323 verschiedenen Medien in 96 Ländern erwähnt, es wurden rund 850 Interviews geführt und somit etwa 10 Milliarden potenzielle Leser erreicht. Vertreter von FMF waren auf einschlägigen Veranstaltungen in den USA, in Japan, Korea, im Nahen Osten, selbstverständlich immer wieder in London, in Berlin und in Brüssel, um die Position des Finanzplatzes zu vertreten.

Brexit

Das Risiko eines „harten Brexit“ bringt Unternehmen unter Zugzwang – Heißer Herbst steht bevor

Die Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals erhoffen sich bis zum EU Gipfel im Oktober, allerspätestens zum möglichen Sondergipfel im November, Klarheit über die Ausprägung des Brexit und die Auswirkungen auf ihr Geschäft. Ob im Herbst klar sein wird, inwieweit es zu einer Übergangsregelung kommen wird, die den Status-Quo bis Ende Dezember 2020 festschreibt, bleibt bislang offen. Zwar ist diese Übergangsfrist grundsätzlich vorgesehen, aber an noch unerfüllte Bedingungen geknüpft. Diese Bedingungen stellen sich als erhebliche Hürden dar. Das gilt vor allem für die Frage des Umgangs mit der Grenze in Irland.

Ob es also bald Klarheit dann geben wird, ist nicht ausgemacht. Ab September erwartet die Geschäftsführung von Frankfurt Main Finance daher einen heißen Herbst. Banken werden in den nächsten Wochen wesentliche Entscheidungen über Ihren Set-Up treffen müssen, denn die Zeit zur Vorbereitung auf den Brexit Ende März 2019 wird sonst zu knapp. Wenige Monate vor dem Termin für den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ist das Risiko eines relativ harten Brexit noch immer nicht gebannt. Das bringt Handel, Industrie und Finanzdienstleister gleichermaßen unter Zeitdruck und Zugzwang.

Finanzinstitute rechnen in den nächsten Wochen nicht nur mit vermehrten Anfragen ihrer Kunden, sondern müssen auch für sich selbst konkret entscheiden, auf welches der Szenarien sie sich nun vorbereiten. „Die Zeit wird knapp“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance. „Wir erwarten einen heißen Herbst: Industrie- und Handelsunternehmen, aber auch die Asset Management-Branche müssen unbedingt jetzt das Gespräch mit ihren Finanzdienstleistern suchen, um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Es gilt, die Finanzierung und Anlagen Brexit-fest zu machen. Das geht nicht auf Knopfdruck. Wir laufen auf einen Massenstart zu, der bei verspätetem Beginn zu einem Nadelöhr führen kann.“

Daher rät Frankfurt Main Finance den Unternehmen aus Handel und Industrie, aber auch den Asset Managern jetzt aktiv das Gespräch mit ihren Finanzdienstleistern zu suchen, um ihre Finanzierung Brexit-fest zu machen. Das gilt gerade auch für das Clearing für in Euro denominierte Zinsderivate. „Die Unternehmen müssen selbst aktiv werden und auf die Banken zugehen“, sagt Väth. „Es ist in ihrem eigenen Interesse, beispielsweise ihre Finanzierungen und die Absicherung Ihrer Zinsrisiken selbst für einen harten Brexit abzusichern. Leider ist dieser Fall noch immer nicht auszuschließen. Je früher sie mit ihren Banken sprechen, umso besser wird die Vorbereitung sein, denn die Unternehmen werden im Zweifel die Hauptleidtragenden sein.“

Frankfurt Main Finance sieht den Finanzplatz Frankfurt als logische erste Wahl bei der Neuordnung und -orientierung der Finanzbranche nach dem Brexit. Diese Chancen unter zunehmend stärkerem internationalen Wettbewerb zu nutzen, bedarf es aber weiterer erheblicher Kraftanstrengung.

Frankfurter Büromarkt boomt im ersten Halbjahr – starker Ausblick

Der Büromarkt am Finanzplatz Frankfurt knüpft nahtlos an die Rekorde des letzten Jahres an. Im ersten Halbjahr erreichte der Flächenumsatz den dritthöchsten Wert der letzten 10 Jahre. Die ersten drei Monate des Jahres waren das beste erste Quartal seit dem Jahr 2000. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate, CBRE, Savills Investment Management und Jones Lang LaSalle hat die starke Vermietungsdynamik in Frankfurt zur niedrigsten Leerstandsquote seit 15 Jahren geführt – Tendenz für das zweite Halbjahr weiter fallend.

Im Zuge der Brexitverhandlungen haben 25 Finanzdienstleister bereits angekündigt, Geschäftsbereiche oder Kapazitäten an den Finanzplatz Frankfurt zu verlagern. Frankfurt Main Finance erwartet, dass es bis zum Jahreswechsel 2018/19 zur Brexit bedingten Schaffung von rund 2.000 Arbeitsplätzen kommen wird und hält an seiner Potentialschätzung von mittelfristig bis zu 10.000 Arbeitsplätzen fest, die jedoch noch nicht am Immobilienmarkt sofort vollumfänglich nachfragewirksam werden.

Die vom Brexit betroffenen Finanzdienstleistungsunternehmen dürfen weiterhin erwarten, dass sie im Stadtzentrum ausreichend moderne und im internationalen Vergleich kostengünstige Büroräume vorfinden werden. Trotz der sinkenden Leerstandsquote, die laut BNP Paribas Real Estate 8,3% beträgt und dem damit verbundenen Anstieg der Spitzenmiete auf zuletzt 43 EUR/m2/Monat, ist Frankfurt im internationalen Vergleich weiterhin günstig. Die Mieten betragen nur einen Bruchteil der Spitzenmieten in London und Paris, die im zweiten Quartal auf 118 bzw. 71 EUR/m2/Monat anstiegen. In beiden Städten liegt die Leerstandsquote bei unter 6%.

Diese Entwicklungen kommentieren José Martínez, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH, und Carsten Ape, Managing Director bei CBRE, Andreas Trumpp, Head of Research Deutschland bei Savills Investment Management sowie Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing von Jones Lang LaSalle (JLL), und Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V..

Die Abweichungen bei Daten zum Leerstand, Flächenumsatz oder den Mietpreisen zwischen den beteiligten Immobiliengesellschaften ergeben sich aus den jeweils unterschiedlichen Erhebungsmethoden bzw. Grundgesamtheiten. Frankfurt Main Finance unternimmt keine Gewichtung oder Wertung der jeweiligen Methoden, sondern stellt sie transparent dar.

José Martínez, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Frankfurter Niederlassungsleiter

„Der Aufwärtstrend auf dem Frankfurter Büromarkt hält weiter an. Mit einem Flächenumsatz von 273.000 m² im ersten Halbjahr liegt das Resultat knapp 14 % über dem zehnjährigen Schnitt. Im bundesweiten Vergleich fiel der Flächenumsatz nur in München und Berlin höher aus.

In keiner anderen Stadt verteilt sich das Ergebnis so ausgeglichen über die verschiedenen Branchengruppen wie in Frankfurt. Knapp an der Spitze liegen Banken/Finanzdienstleister (14,5 %). Platz zwei entfällt auf Coworking-Anbieter (12 %), die in Frankfurt an Bedeutung gewinnen. Komplettiert wird das Spitzentrio von der Gruppe Medien und Werbung (12 %). Auf den Rängen vier bis sechs folgen Kopf-an-Kopf gleich drei Branchengruppen mit jeweils knapp 11 % Umsatzanteil: die öffentliche Verwaltung, die Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Beratungsgesellschaften. Diese homogene Verteilung unterstreicht eindrucksvoll die sehr breite Nachfragebasis und das lebhafte Marktgeschehen. Zu den wichtigsten Verträgen in der Mainmetropole gehörten die Anmietung von 24.000 m² der FAZ im Europaviertel, 8.300 m² der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland in Heddernheim/Mertonviertel sowie 8.000 m² der Bethmann Bank im Bankenviertel.

Der Rückgang des Leerstands hat sich fortgesetzt und ist auf aktuell 1,28 Mio. m² gesunken – das geringste Volumen der letzten 15 Jahre. Vom Gesamtleerstand verfügen aber nur noch knapp 48 % (611.000 m²) über die von den Nutzern bevorzugte moderne Qualität. Die Leerstandsrate im Gesamtmarkt ist auf 8,3 % gesunken. Das größte Problem: Die Flächenknappheit in den zentralen, stark nachgefragten Lagen. Aufgrund der guten Nachfrage und dem geringen Angebot hat die Bautätigkeit angezogen. Insgesamt befinden sich 592.000 m² im Bau, dem Markt steht davon jedoch nur etwa die Hälfte zur Verfügung; der Rest ist vorvermietet. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass sich ein Großteil des Angebots auf wenige Projekte konzentriert, die darüber hinaus teilweise erst 2023 verfügbar sein werden. Als Ergebnis der skizzierten Nachfrage-/Angebotssituation hat die Spitzenmiete um 12 % auf 43 €/m² zugelegt. Auch bei den Durchschnittsmieten, die auf 18,30 €/m² gestiegen sind, ist eine ähnlich dynamische Aufwärtstendenz zu verzeichnen.

Die gute Nachfragesituation sowie das für die Nutzermärkte weiterhin stützende konjunkturelle Umfeld werden den Flächenumsatz auch im zweiten Halbjahr beflügeln. Dies gilt umso mehr, da der Anteil der Großabschlüsse zulegen dürfte. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich für das Gesamtjahr erneut ein überdurchschnittlicher Flächenumsatz ab, der die 600.000-m²-Schwelle überschreiten sollte. Da sich gleichzeitig der Leerstandsabbau, wenn auch verlangsamt, noch fortsetzen wird, ist von weiter steigenden Mietpreisniveaus auszugehen.“

Carsten Ape, Managing Director, CBRE

„Der Standort Frankfurt präsentiert sich dank der weiter gut laufenden Konjunktur in einer dynamischen Verfassung. So beobachten wir am Bürovermietungsmarkt eine ungebrochen hohe Nachfrage. Das erste Halbjahr lag mit einem Büroflächenumsatz von 253.700 m² rund 13% über dem bereits starken Vorjahreszeitraum. Und der positive Schwung zu Jahresbeginn hält an.

Während das erste Quartal dieses Jahres noch durch einzelne Großprojekte wie etwa die Anmietung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von rund 24.000 m² geprägt war, speist sich das Wachstum nun vor allem aus der traditionell stark in Frankfurt vertretenen Finanzbranche: neben Kreditinstituten und Beratungsunternehmen und Rechtsanwaltskanzleien sind es aber auch Unternehmen aus der Immobilienbranche, die Flächen suchen.

Im Fokus stehen zunehmend auch kleinteilige Flächen bis 1.500 m². So fielen allein von dem im zweiten Quartal umgesetzten 106.800 m² rund 53 % auf diese Segmente. Für zusätzliche Belebung sorgt das Coworking: Der Flächenumsatz ist binnen weniger Jahre von 1.100 m² im Jahr 2015 auf 24.800 m² allein im ersten Halbjahr dieses Jahres gestiegen. Vor allem Start-ups fragen diese gemeinschaftlich genutzten Büroräume nach. Dieses innovative Segment erschließt dem Frankfurter Büromarkt neue Wachstumsmöglichkeiten und sorgt für zusätzliche Flexibilität.

Die Leerstandsrate ist in Frankfurt auf 8,5 % gesunken. Dies hat neben der hohen Nachfrage mit der Umnutzung und dem Abriss bestehender Büroflächen wie auch einer überschaubaren Anzahl von Fertigstellungen neuer Immobilien zu tun. Die Bautätigkeit liegt indes weiter auf einem hohen Niveau. Die Pipeline ist gut gefüllt. Bis Ende 2018 sollen 114.000 m² Bürofläche in Frankfurt fertiggestellt werden, davon sind allerdings nur noch gut 16 % verfügbar. Das Angebot schränkt sich immer weiter ein, der Markt kann aber noch atmen.

Der Brexit dürfte vor allem mittelfristig eine große Rolle spielen. Im Moment lässt sich die politische Entwicklung in Großbritannien noch nicht absehen, sodass viele Marktteilnehmer eine gespannte Warteposition einnehmen. Es ist aber absehbar, dass Frankfurt einer der Gewinner des Brexits sein wird.

In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich die positive Entwicklung am Frankfurter Bürovermietungsmarkt fortsetzen. Die anhaltend hohe Nachfrage in Verbund mit der Knappheit an zentral gelegenen Objekten könnte zu einem weiteren Anstieg der Spitzenmieten führen. Dennoch sind nationale wie internationale Investoren auf der Suche nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet. Frankfurt steht weiter im Fokus.“

Andreas Trumpp MRICS, Head of Research Deutschland, Savills Investment Management

„Der Verlauf der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Europäischen Union wird über die Zukunft alternativer Finanzstandorte, wie zum Beispiel Frankfurt, entscheiden. Bereits 2017 konnte der Frankfurter Büromarkt auch nahezu ohne brexitbedingte Umzüge ein Spitzenjahr verzeichnen. Dieser Trend setzt sich im laufenden Jahr positiv fort. Immobilieninvestoren profitieren von der Dynamik Frankfurts und seiner Region. Im jüngst veröffentlichten Savills IM Dynamic Cities Index konnte sich Frankfurt nicht zuletzt deshalb um vier Plätze auf Rang 17 verbessern und gehört damit zu den 20 dynamischsten Städten Europas. Die Mainmetropole profitiert von der hervorragenden internationalen Anbindung mit Bahn und Flugzeug, dem überdurchschnittlich ausgebauten Nahverkehrsnetz sowie der digitalen Vernetzung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Immobilieninvestoren werden in Frankfurt in allen Größenklassen, Immobiliensegmenten und Risikoprofilen fündig. Damit bietet die Mainmetropole eine Anlagetiefe wie kaum eine andere Stadt in Deutschland.“

Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing, JLL

„Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt hat bis zur Jahresmitte 2018 ein starkes Umsatzergebnis erzielt. Mit knapp 260.000 m² fallen die Vergleiche mit dem Vorjahr (+ 9 %), dem 5- und 10-Jahresschnitt (+ 28 % bzw. + 14 %) deutlich positiv aus. Frankfurt markiert damit das drittbeste Halbjahresvolumen der letzten zehn Jahre. Eine Großanmietung über 10.000 m², wie die der FAZ in den ersten drei Monaten, gibt es zwar nicht in jedem Quartal. Aber wir sind zuversichtlich, dass in der zweiten Jahreshälfte einige Topanmietungen zu sehen sein werden – auch zu Top-Preisen. Denn Unternehmen, die entsprechendes hochkarätiges Personal suchen oder halten wollen, sind bereit, hohe Mieten für Top-Objekte in Top-Lagen zu zahlen. Da die Nachfragedynamik insgesamt weiter hoch ist, bleibe ich bei der Umsatzprognose von 575.000 m² für 2018.

Ein Problem, mit dem die Akteure auf dem Frankfurter Vermietungsmarkt weiter zu kämpfen haben: Leerstand ist nicht gleich Leerstand. Flächen, die zu haben sind, entsprechen vielfach nicht den Bedürfnissen: der Lage, Ausstattungsqualität, Mietdauer oder Mietpreis. Mittlerweile liegt die Leerstandsquote bei 7,3 % mit weiter fallender Tendenz bis Ende des Jahres auf 6,8 %. Zur Erinnerung: Die höchste Quote lag bei 17,9 %, das war 2006. Ab 2011 (15 %) hat sie dann sukzessive abgenommen.

Auch im zweiten Quartal kamen die dringend benötigten freien Flächen nicht auf den Markt. Und das bleibt auch so bis zum Jahresende. Das Angebot an fertig gestellter Fläche ist in den kommenden sechs Monaten mit rund 10.000 m² auf einem mehr als bescheidenen Niveau. Von einer spürbaren Entlastung auf der Angebotsseite gehe ich aus heutiger Sicht für 2020 aus. Dann könnten bis zu 485.000 m² fertigstellt werden.“

Hubertus Väth, Geschäftsführer, Frankfurt Main Finance e.V.

„Das hohe Vermietungsniveau und die sinkende Leerstandsquote zeigen, dass der Markt für Gewerbeimmobilien am Finanzplatz Frankfurt die Nachfrage gut absorbiert. Die hohe Lebensqualität, die hervorragende Infrastruktur, hohe Konzentration an ausländischen Unternehmen machen den Finanzplatz Frankfurt und die Rhein-Main-Region zu einem der beliebtesten Standorte. Frankfurt ist auf die Geschäftsverlagerungen von London nach Frankfurt in Folge des Brexit gut vorbereitet.“

Frankfurt Main Finance begrüßt weitere Bank am Finanzplatz – Chinesische CICC kommt nach Frankfurt

Die China International Capital Corporation Limited (CICC, Stock code: 3908 HK) hat sich für den Finanzplatz Frankfurt als Unternehmenssitz in Kontinentaleuropa entschieden. Die in Peking beheimatete Investmentbank ist seit 2015 an der Hong Kong Stock Exchange notiert. Mit der CICC haben sich seit dem Brexit-Referendum vor gut zwei Jahren mehr als 24 Banken entschlossen, ihr Geschäft oder Teile davon nach Frankfurt zu verlagern.

„Wir freuen uns sehr über die Standortwahl der CICC“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. „Mit der CICC ist nun auch die führende Investmentbank der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt am Finanzplatz Frankfurt vertreten. Wir sehen das als Beleg für die Qualität der Region Rhein-Main. Die Entscheidung der CICC zeigt, dass die Anziehungskraft Frankfurts auch auf Asien ausstrahlt, eine Region, deren Bedeutung beeindruckend gewachsen ist und weiterhin wächst“, so Väth.

Erst jüngst hatte die chinesische Bank Essence Securities sich für den Standort Frankfurt entschieden. In diesem, wie auch im Fall der CICC, war die in Frankfurt ansässige China Europe International Exchange (CEINEX) ein wesentliches Argument bei der Standortwahl. Für den Co-Vorstandsvorsitzenden der CEINEX Dr. CHEN Han eine klare Sache.

„Wir sind nach Frankfurt gekommen, weil wir davon überzeugt sind, dass es der führende Finanzplatz der Eurozone werden wird. Frankfurt ist das ideale Sprungbrett für alle chinesischen Finanzinstitute, die sich in Europa etablieren oder ihre Marktpräsenz ausbauen wollen“, sagt Dr. CHEN. „Wir sind erfreut, dass wir unterstützen konnten, ein so bedeutendes Institut wie die CICC für Frankfurt zu gewinnen.“


Über Frankfurt Main Finance

Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt Rhein-Main. Zu den mehr als 50 Mitgliedern zählen neben dem Land Hessen die Städte Frankfurt am Main und Eschborn, zahlreiche namhafte Finanzmarktakteure (Banken, Versicherungen, die Börse) und ihre Dienstleister sowie private und öffentliche Hochschulen. Sie alle bringen mit ihrer Mitgliedschaft ihre enge Verbundenheit mit dem Finanzplatz sowie ihren Willen zum Ausdruck, Frankfurt am Main als nationales und internationales Finanzzentrum ersten Ranges zu positionieren. Mehr zur Finanzplatzinitiative sowie ihren Mitgliedern auf www.frankfurt-main-finance.com.

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Über die China Europe International Exchange AG (CEINEX)

Die CEINEX mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Joint Venture der Shanghai Stock Exchange, der Gruppe Deutsche Börse und der China Financial Futures Exchange. Als erster Marktplatz für Renminbi (RMB)-bezogene und China-bezogene Anlageprodukte im chinesischen Offshore-Markt fungiert sie als einzigartige Brücke zwischen den chinesischen und den internationalen Finanzmärkten. CEINEX stellt zuverlässige Offshore-RMB- und China-bezogenen Finanzinstrumente für Investoren bereit, um die Internationalisierung des RMB zu fördern.

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Frankfurt Finance Summit: Herausfordernde Zeiten – wer geht voran?

Der 8. Frankfurt Finance Summit diskutiert die Themen:

  • Zukunfts-Strategien der Finanzindustrie in Zeiten von Veränderung und Unsicherheit
  • Euro-Clearing: ein offenes Rennen
  • Jenseits der Digitalisierung: Künstliche Intelligenz als neue Herausforderung

Seit 2011 kommen in Frankfurt hochkarätige Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Finanzwelt zusammen. Unter dem Motto „Ready, Steady, Go! Who is ready to set the pace in challenging times?“ treffen sich am 29. Mai 2018 Entscheider aus Zentralbanken, Börsen, Aufsichtsbehörden, Banken, Versicherungen, Politik, Unternehmen und Wissenschaft, um sich über aktuelle Fragen rund um den europäischen Wirtschaftsraum, Regulierung und die Finanzmärkte auszutauschen.

Dabei stehen Strategien als Reaktion auf tiefgreifende Veränderungen innerhalb der Finanzindustrie und der Umgang mit Unsicherheit im Fokus. Auch der künftige Verbleib und die Überwachung des Euro-Clearing nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wird eingehend von den Fachleuten thematisiert. Branchenexperten diskutieren zudem die Herausforderungen, die sich aus der voranschreitenden Entwicklung Künstlicher Intelligenz für Banken und Finanzunternehmen ergeben. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen unter www.frankfurt-main-finance.com/livestream

Wir freuen uns, beim Frankfurt Finance Summit wie in den Jahren zuvor ein breites Themenspektrum mit ausgewiesenen Experten diskutieren zu können. Es handelt sich dabei um Fragen, die für den Finanzplatz Frankfurt, aber auch für die Finanzindustrie insgesamt von entscheidender Bedeutung sind“, erläutert Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance.

Der Frankfurt Finance Summit hat sich als das Forum etabliert, das sich durch Exklusivität und die Expertise seiner Teilnehmer auszeichnet. Bereits zum achten Mal in Folge findet die Veranstaltung statt. Zu den Teilnehmern gehören Katharine Braddick, Director General of Financial Services bei HM Treasury, Jeremy Browne,Repräsentant der City of London Corporation bei der EU, Charles Delingpole, CEO und Gründer von ComplyAdvantage, Jeroen Dijsselbloem, Ehemaliger Präsident der Euro-Gruppe und ehemaliger Finanzminister der Niederlande, Karin Dohm, Global Head of Government und Regulatory Affairs and Group Structuring bei der Deutschen Bank AG, Markus Frank, Stadtrat für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main, Bernd Geilen, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Risk Officer der ING-DiBa AG, Thomas Grosse, Head of Multi-Asset Trading bei Union Investment Privatfonds, Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin), Kim Körber, Geschäftsführer und Gründer von BETTER ONE, Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär des Bundesministeriums der Finanzen, Sylvie Matherat, Mitglied des Vorstands und Chief Regulatory Officer bei der Deutschen Bank AG, Yves Mersch, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, Erik Tim Müller, Vorstandsvorsitzender der Eurex Clearing AG, Carsten Mürl, Produktmanager für Sicherheitslösungen Mastercard, Markus Nigg, COO der ti&m AG, Fabrizio Planta, Head of Markets Department at European Securities and Markets Authority, JP Rangaswami, Group Chief Data Officer und Group Head of Innovation bei der Deutschen Bank AG, Dr. Cornelius Riese, Chief Financial Officer der DZ Bank AG, Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen, Inke Schönauer, Chefredakteurin des EURO FINANCE Magazin, Professor Dr. rer. pol. Dr. h.c. Udo Steffens, Chairman of the Executive Board beim Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM), Prof. Dr. Uwe Stegemann, Senior Partner bei McKinsey und Company, Francisco Webber, CEO und Mitbegründer der Cortical.io AG, Annette Weisbach, Deutschland/ECB Korrespondent bei CNBC International sowie Peter J. Wirnsperger, Partner Cyber Risk bei Deloitte GmbH.

Zusätzlich zu den Vorträgen und Diskussionen findet in diesem Jahr im Rahmen des Summit auch der Frankfurt Finance Market Place statt. Hier präsentieren sich führende Unternehmen der Rhein-Main-Region, und es bietet sich die Gelegenheit zum Netzwerken.

Veranstaltungsort des Frankfurt Finance Summit 2018 ist das Kongresshaus Kap Europa mitten in Frankfurts zentralem Europaviertel. Die Konferenzsprache ist Englisch. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.

Frankfurt Main Finance

Frankfurt Main Finance e.V. wächst weiter und verstärkt Geschäftsführung

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. wächst auch 2018 weiter. Mit der Reinvent Law GmbH, der Fincite GmbH und der Accelerator Frankfurt GmbH wurden drei neue Mitglieder gewonnen. Damit wächst die Mitgliederzahl auf 54. Mit ihrer Mitgliedschaft unterstreichen die Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft, Finanzmarkt und Finanztechnologie ihre Verbundenheit mit dem Finanzplatz Frankfurt, engagieren sich für dessen nationale und internationale Bedeutung und nehmen aktuelle Themen der Finanzwirtschaft aktiv auf.

Zur Verstärkung der Geschäftsführung hat das Präsidium der Finanzplatzinitiative Andreas Glänzel mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer ernannt. Damit trägt Frankfurt Main Finance der stark gestiegenen Nachfrage nach Informationen zum Finanzplatz Rechnung. Der 53-jährige Bankkaufmann Glänzel verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Finanzkommunikation und war u.a. als Marketingleiter im Deutsche Bank-Konzern tätig. Als geschäftsführender Partner der NewMark Finanzkommunikation begleitet er heute Unternehmen im Bereich digitale Kommunikation. Darüber hinaus unterrichtet er als Dozent der International School of Management Studierende in Marketing- und Kommunikationsthemen.

„Der Finanzplatz Frankfurt ist im Aufwind. Das spürt Frankfurt Main Finance sowohl bei der weltweiten Nachfrage nach Informationen zum Finanzstandort am Main die sich an uns richtet, aber auch bei der wachsenden Zahl der Mitglieder“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Mit Reinvent Law, Fincite und dem Accelerator Frankfurt begrüßen wir ganz herzlich drei neue Mitglieder, die jedes auf seine Weise die Chancen der Digitalisierung ergreifen und so die Zukunft mitgestalten will. Andreas Glänzel als weiterer Geschäftsführer ist eine echte Verstärkung, mit der wir auf die in mehrfacher Hinsicht gewachsenen Anforderungen reagieren.“

Das neue Mitglied Reinvent Law GmbH wurde im Dezember 2017 gegründet und bietet als Legal Innovation Hub Dienstleistungen für Anwaltskanzleien, Rechtsabteilungen von Unternehmen, Legal Tech Unternehmen und Universitäten. Im Schwerpunkt werden neue technische juristische Lösungen live getestet, Erfahrungen von erfahrenen Unternehmern genutzt und neue Produkte in enger Zusammenarbeit mit Reinvent-Mitarbeitern entwickelt.

Die April 2015 gegründete und als Softwareunternehmen im Bereich Digital Asset & Wealth Management aktive Fincite GmbH bildet mit ihrer Plattform Fincite.Core die Grundlage für Robo Advisory und andere Asset Management Produkte. Mit Core können Finanzdienstleister bestehende Portfolien analysieren, überwachen, optimieren und dynamische Sparpläne anlegen – all das über mehrere Konten und Depots hinweg. Fincite steht für ein neues, vernetztes Finanzwesen, welches die Portfolio-Performance des Endkunden in den Vordergrund stellt.

Der 2015 gegründete Accelerator Frankfurt ist ein unabhängiger Accelerator, der Startups durch die Vermittlung von Partnern, Kunden und Investoren zur Investitionsreife verhilft. Die Startups absolvieren ein viermonatiges „Go-to-Market“-Programm und haben Zugang zu einem gemeinsamen Arbeitsraum, Konferenzräumen und den Services, die von den Partnern angeboten werden. Im Fokus stehen Unternehmen aus den Bereichen Fintech, RegTech, Cybersecurity, InsureTech, PropTech und Blockchain.

Frankfurt Main Finance wächst: Drei neue Mitglieder treten der Finanzplatzinitiative bei

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. begrüßt neue Mitglieder. Mit SDG Investments GmbH, niiio finance group AG und Vendôme Associés wächst die Standortinitiative auf gut 50 Mitglieder. Die jungen Unternehmen niiio finance group und SDG Investments sind dem Verein als FinTech-Mitglieder beigetreten, Vendôme Associés als Fördermitglied. Weiterlesen

Verlagerung des Euro-Clearings deutlich günstiger als angenommen

  • Bis zu dreißig Prozent Ersparnisse für Asset Manager bei Verlagerung des Euro-Clearings in die EU27
  • Schätzungen der London Stock Exchange von bis zu 100 Mrd. USD sind zu hoch
  • Maximale Gesamtkosten für 5 Jahre liegen bei ca. 3,2 Mrd. Euro

Frankfurt am Main – Im Zuge des nahenden Brexit diskutieren Experten und Politiker über die Auswirkungen auf die Abwicklung von Derivategeschäften (Clearing). Ein Arbeitspapier von Union Investment zeigt, dass eine Verlagerung des Clearings der auf Euro lautenden Zinsswaps in die EU27 zu deutlich geringeren Kosten führen würde. Die Ersparnisse setzen sich im Wesentlichen aus Kosten für Initial Margin sowie Clearing Broker-Gebühren zusammen (ca. 70 Prozent der Gesamtkosten). Laut Union Investment werden langfristig gesehen die Kosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent, die möglichen vorrübergehenden Mehrkosten für einen breiteren Bid-Offer Spread mehr als kompensieren.

Ein anderes Arbeitspapier des Center for Financial Studies (CFS) fechtet die Schätzungen des Londoner Stock Exchange (LSE) an. Prof. Dr. Volker Brühl, Autor der Studie, erklärt: „Durch die Fragmentierung der Märkte kann es zwar temporär zu einer Kostensteigerung kommen. Aber die von der LSE genannten Kosten von bis zu 100 Mrd. USD sind nicht nachvollziehbar und viel zu hoch angesetzt. Legt man realistischere Prämissen zugrunde, dürften die Kosten für einen Zeitraum von 5 Jahren höchstens bei ca. 3,2 Mrd. USD liegen. Mögliche Einspareffekte von Asset Management-Gesellschaften infolge der Relokation sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.“

Central Counterparties (CCPs) und Clearingstellen sind systemrelevant und bedeutend für die globale Finanzmarktstabilität. Im Falle einer Schieflage wäre die EZB gezwungen, entsprechende Euro-Liquidität zur Stabilisierung bereitzustellen und CCPs direkt zu beaufsichtigen. „Das übergeordnete Ziel sollte die Wahrung der europäischen Finanzstabilität sein“, erklärt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. „Die übertriebenen Schätzungen aus London sind weder konstruktiv noch umsichtig. Obwohl die Entscheidungen über das Euro Clearing nicht alleine auf Kostenbasis gefällt werden sollten, sind die Zahlen von CFS und Union Investment beruhigend. Sollte das Clearing verlagert werden, wäre der Finanzplatz Frankfurt eine echte Alternative zu London, nicht zuletzt wegen des Eurex Clearing.“

Aktuell werden über 90 Prozent der Zinsderivate in London gecleart. Im Zuge des Brexits wurde immer wieder diskutiert das Euro-Clearing in einen europäischen Finanzplatz unter der Aufsicht der EZB – wie Frankfurt – zu verlagern. Laut Schätzungen der London Stock Exchange würde eine solche Verlagerung zu einer Kostensteigerung von mehr als 100 Milliarden USD führen.

Die Studie des Center for Financial Studies finden Sie hier.

Die Studie von Union Investment können Sie hier herunterladen.

Finanzplätze Frankfurt und Astana wollen enger kooperieren

Frankfurt Main Finance e.V. (FMF) und das Astana International Financial Centre (AIFC) aus Kasachstan haben sich am Freitag, den 17.11.2017, auf ein Memorandum of Understanding über eine Kooperation beider Finanzplätze verständigt.

In Anwesenheit des kasachischen Botschafters Bolat Nussupov, Stadtrat Markus Frank, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Oliver Schwebel und Hubertus Väth, Geschäftsführer von FMF, unterzeichneten Kairat Kelimbetov, Gouverneur des AIFC, und Dr. Lutz Raettig, Präsident von FMF das Abkommen in den Räumen der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Eine Delegation des AIFC hatte in der vergangenen Woche Frankfurt am Main besucht. Neben mehreren Treffen mit Frankfurt Main Finance sowie mit Mitgliedern von FMF nahm die Delegation am Astana International Financial Centre Forum im Rahmen der Euro Finance Week teil, dort stellten Kairat Kelimbetov und sein Team ihre weitreichenden Pläne für die kommenden Jahre vor.

„Astana ist ein junges und aufstrebendes Finanzzentrum mit dem uns schon seit vielen Jahren ein enges und freundschaftliches Verhältnis verbindet“, kommentierte Dr. Lutz Raettig das Verhältnis zum kasachischen Finanzzentrum.

Hubertus Väth sieht viel Potential in dem neugewonnenen Abkommen: „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in den Bereichen Infrastruktur, Ausbildung sowie interner und externer Finanzplatzvermarktung zusammen zu arbeiten.“

Frankfurt und Astana werden in den nächsten Wochen und Monaten ihre gemeinsamen Pläne umsetzen und damit zusammen zur Stärkung ihrer jeweiligen Finanzplätze beitragen.