Brexit Frankfurt Finance Summit

Die Zeit ist reif für Entscheidungen – Frankfurt Main Finance auf dem FT Banking Summit 2016

Auf dem heutigen FT Banking Summit erklärte Hubertus Väth, der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V.: „Jetzt ist die Zeit für Entscheidungen gekommen. London wird zwar Europas wichtigstes Finanzzentrum bleiben, aber Frankfurt ist in der Pole Position, wenn es um Verlagerungen in die Eurozone geht. Gerade für die Banken stehen langfristige Verhandlungen mit den Regulatoren an, bevor sie einzelne Geschäftsbereiche verlagern können. Daher müssen Sie langfristig planen. Für uns steht daher fest: Die zentralen Entscheidungen stehen jetzt an!“

Gemeinsam mit der FrankfurtRheinMain GmbH und der Wirtschaftsförderung Frankfurt nutzt die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. die renommierte Veranstaltung in London, um vor Ort erneut zu bestärken, dass der Finanzplatz Frankfurt hervorragend aufgestellt ist. Der gemeinsame Auftritt ist bewusst konstruktiv und lösungsorientiert gestaltet, um zu zeigen, dass Frankfurt alle Chancen hat, eine Brückenfunktion für London zu übernehmen.

FinTechGermany Award

FinTechGermany Award prämiert beste FinTechs, InsurTechs und RegTechs

Business Angels FrankfurtRheinMain und Frankfurt Main Finance verleihen in diesem Jahr, erstmalig mit der WM Gruppe (Börsen-Zeitung) am 17. November 2016 den FinTechGermany Award. Mit dem führenden Gründerpreis auf Investorenseite zeichnet der Finanzplatz Frankfurt die erfolgversprechendsten FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen in den folgenden Kategorien aus:

  • Seed-/Early Stage
  • Late Stage
  • Growth Stage
  • Foreign new entrant to Germany.

Die ersten drei Kategorien sind bewusst nicht auf deutsche FinTech-Unternehmen beschränkt.

Die Preisverleihung des FinTechGermany Awards erfolgt im Rahmen der Eröffnung des Tech Quartiers, des neuen FinTech-Zentrums in Frankfurt am 17. November 2016 um 17.30 Uhr. Hauptsponsor ist die Deutsche Börse. Zudem konnten mit renommierten Unternehmen und Institutionen wie EY, Baker & McKenzie und der IHK Frankfurt am Main weitere zentrale Sponsoren gewonnen werden.

Die hochrangig besetzte Jury vergibt die Preise an FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen, welche ein besonders hohes Potential haben und welche durch besonders werthaltige erfolgreiche oder zukunftsversprechende Geschäftsmodelle überzeugen. Die drei wichtigsten Kriterien sind: Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit. Die jährliche Verleihung des FinTechGermany Awards hat das Ziel, die FinTech-Gemeinschaft sowie insbesondere deren Finanzierung zu fördern.  Der Gründerpreis soll den Startups Zugang und Visibilität im Investorenumfeld von der Gründung bis zum Börsengang oder Verkauf sowie relevante Rückmeldung zu deren Werthaltigkeit geben.

Hauke Stars, im Vorstand der Deutsche Börse AG für den Bereich Cash Market, Pre-IPO und Growth Financing verantwortlich, sagte: „Wir wollen dazu beitragen, dass Frankfurt der führende deutsche FinTech-Standort wird. Dafür ist es entscheidend, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten und eine Community aufbauen, die FinTechs anzieht und die es allen Akteuren ermöglicht, voneinander zu profitieren. Der FinTechGermany-Award gibt diesem Bestreben hohe Visibilität.“

Im Hinblick auf den FinTech-Standort Frankfurt begrüßt Jury-Mitglied und Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., Dr. Lutz Raettig die Ausschreibung des Preises: „Für den Finanzplatz Frankfurt ist der Preis eine perfekte Ergänzung der FinTech-Landschaft. Auch das neue FinTech-Zentrum wird von der Attraktivität für nationale und internationale Investoren profierten. Auch Anwender und Regulatoren sehen hierin einen Vorteil. Frankfurt ist ein internationaler Finanzplatz, der optimale Bedingungen für die erfolgreiche Entwicklung von FinTech-Unternehmen bietet.“

Der Vorsitzende der Jury und Vorstandsvorsitzende der Business Angels FrankfurtRheinMain e.V., Andreas Lukic, sieht in der Fortführung des Preises im Rahmen der Frankfurter FinTech-Center-Initiative ein starkes Signal: „Dies ist das optimale Umfeld für unsere Aktivitäten und damit können wir den teils schwierigen Zugang zu institutionellem Kapital und Fördermitteln erleichtern und andererseits weiteres Privatkapital für FinTech-Unternehmen mobilisieren.“

Der Jury gehören im Einzelnen an:

  • Andreas Lukic, Vorsitzender, BA-FRM e.V., Investor/Unternehmer, Frankfurt, Jury-Vorsitzender & Award-Koordinator
  • Franz Cong Bui, Leiter Online-Redaktion, Börsen-Zeitung, Frankfurt, Sektor-Experte
  • Marc Gille-Sepehri, SVP Product Management, FIS-Fidelity National Information Services Inc., Unternehmer, New York City/Frankfurt, Finanz-IT-Experte
  • Eric Leupold, Head of Department Pre-IPO & Capital Markets, Deutsche Börse AG, Eschborn
  • Manuel Lorenz, Partner, Baker & McKenzie, Frankfurt, Regtech-/Regulierungsexperte
  • Michael Mellinghoff, TechFluence, London & FinTech Forum Frankfurt, Fintech-Community-Insider
  • Simon Nörtersheuser, Co-CEO, Policen Direkt GmbH, Frankfurt, Insurtech-Experte
  • Lutz Raettig, AR-Vorsitzender, Morgan Stanley Bank AG, Präsident FMF, Frankfurt, Kapitalmarkt-Experte
  • Christopher Schmitz, Partner EMEIA Financial Services, EY-Ernst & Young GmbH, Eschborn
  • Alfred Schorno, Global Head of Sales/Managing Director, 360T Group, Business Angel, Frankfurt, Fintech-Experte.

InsurTech gewinnt weiter an Bedeutung in Deutschland

Deutsche InsurTech Start-ups wachsen stetig und ziehen verstärkt Geldmittel an. Eine kürzlich veröffentlichte EY-Studie zeigt die InsurTech Branche als neuen Shooting-Star in der FinTech-Gemeinschaft. InsurTechs sind finanztechnologische Start-ups. Sie versuchen im Rahmen der Digitalisierung, die Versicherungsbranche und den Zugang der Kunden zu Versicherungsprodukten zu modernisieren. Während andere FinTech-Sektoren bereits seit mehreren Jahren wachsen, befindet sich die InsurTech-Branche vergleichsweise noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Der EY-Studie zufolge konzentrieren sich derzeit lediglich vier sogenannte Unicorns, Start-ups mit einem Marktwert von mehr als einer Milliarde Dollar, auf die Versicherungsbranche. InsurTechs konnten zwischen 2008 und 2015 weltweit 4,36 Milliarden US-Dollar Wagniskapital einsammeln. In Deutschland erreichten die Investitionen zwischen 2012 und dem ersten Quartal 2016 einen Wert von 53,52 Millionen Euro. Die meisten Mittel wurden im Jahr 2015 investiert. EY wertet diese Finanzierungswelle im vorangegangenen Jahr als Indikator für die zunehmende Bedeutung von InsurTechs. Beachtenswerte Beispiele der deutschen InsurTech-Branche sind die Unternehmen Friendsurance, Finanzchef24, Clark, Knip und Schutzklick – alle erreichten bereits 2015 die Serie B Finanzierungsrunde. Diese fünf Unternehmen vereinigen 88 Prozent aller bekanntgegebenen Investitionen der deutschen InsurTech-Branche auf sich.

Einflussfaktoren, die die Entwicklung von InsurTechs beschleunigen, sind laut Studie die Vernetzung und Big Data, der in infolge der Finanzkrise erhöhte Druck auf Zinssätze sowie die Unzufriedenheit der Kunden mit den niedrigen Zinsen.

Mit Blick auf die Studie erklärte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: „Das Wachstum der FinTech- und InsurTech-Investments ist eine Entwicklung, die Mut macht. Diese Unternehmer gestalten die Finanzindustrie neu und entwickeln dabei Technologien, die nicht nur für den Endkunden, sondern auch für etablierte Akteure Wertsteigerung und Erhöhung der Effizienz bedeuten. Finanzinstitutionen tun gut daran, die Bedeutung dieser Start-ups zu erkennen. Frankfurt Main Finance hat sich an der Entwicklung des FinTech Ökosystems aktiv beteiligt, die Entstehung von FinTech Hubs gefördert und trägt durch das Sponsoring des FinTechGermany Awards dazu bei, die Aufmerksamkeit auf junge und erfolgreiche Unternehmen zu lenken.“

Im Rahmen der Studie wird weiter ausgeführt, dass InsurTechs unter anderem auch wegen regulatorischer Gründe weder in Deutschland noch international bisher in der Lage sind, eigenständige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Allerdings befinde sich die InsurTech-Branche noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, das volle Entwicklungspotential könne noch nicht benannt werden. Viele im Ausland bereits bestehende Geschäftsmodelle seien zudem in Deutschland noch nicht reproduziert worden. Vor diesem Hintergrund erwartet EY die Entwicklung neuer Modelle vor allem in drei Bereichen: Big Data und Analyse, datenfokussierte Produkte sowie in der Unterstützung von Backoffice-Funktionen.

Dazu sagt Christopher Schmitz, Partner bei EY und einer der Studienautoren: „Die Digitalisierung wird die Versicherungsbranche nachhaltig verändern und das Tempo dieser Veränderungen für die Unternehmen wird in Zukunft noch zunehmen. Sie müssen sich stärker auf digitale Geschäftsmodelle konzentrieren und eigene Kapazitäten in-house aufbauen. Mit eigenen Innovation Labs oder Acceleratoren-Programmen werden sie innovativ und flexibel neue Geschäftsmodelle testen.“

Konkrete Herausforderungen für etablierte Versicherer sind bereits jetzt beobachtbar und werden zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen. Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit für Versicherer, ihre Digitalisierungsbemühungen zu verstärken und selbst entsprechende Fähigkeiten aufzubauen. Vor allem jedoch warnt die Studie etablierte Versicherer vor einem Verlust der Kundenbeziehungen. Die Studie kommt zu dem Fazit: „Obwohl das ‚Monopol‘ versicherungstechnischer Garantien und dementsprechender Risiken vorläufig bei den Versicherern bleiben wird, wird ein anhaltender Mangel an kundenzentrierten Produkten und Dienstleitungen früher oder später Versicherern ihre ertragsreichsten Dienstleistungen entziehen.“

Die InsurTech Studie können Sie auf der EY-Website herunterladen.

FinTechGermany Award

CFS-Umfrage: Cybersecurity muss in der Finanzbranche auf jeder Agenda stehen

Das Thema Cybersecurity ist von zentraler Bedeutung. Darin ist sich die deutsche Finanzindustrie geschlossen einig und misst dem Thema einen entsprechend hohen (20%) bis sehr hohen (75%) Stellenwert bei. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen am Finanzplatz Deutschland. Einigkeit besteht in der Branche jedoch auch weitgehend (78%) darüber, dass das Thema noch nicht ausreichend adressiert wird.

Von den FinTechs verspricht sich die Finanzindustrie nur teilweise eine Unterstützung

Von den FinTechs erwarten nur 8% der Befragten eine maßgebliche Unterstützung beim Thema Cybersecurity. Die Hälfte (51%) verspricht sich zumindest teilweise eine Stärkung für das eigene Unternehmen. Hingegen rechnen 29% mit weniger und 7% mit keinerlei Unterstützung durch Fintechs.

„Das Thema Cybersecurity ist ein Zukunftsthema und eigentlich für junge Technologieunternehmen maßgeschneidert. Daher gehe ich davon aus, dass wir bald mehr Startups in diesem Bereich sehen werden“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Cybersecurity kann zukünftig einen Wettbewerbsfaktor darstellen – die Einrichtung europäischer Datenzentren ist wichtig und entscheidend

Die Finanzinstitute sind sich größtenteils darüber einig (86%), dass das Thema Datensicherheit zu einem Wettbewerbsfaktor für Finanzdienstleister werden kann. Lediglich 12% halten diesen Punkt nicht für relevant.

Da viele Daten europäischer Nutzer von sozialen Netzwerken in den USA gespeichert werden, wird die Notwendigkeit eigener Datenzentren für kritische Daten in Europa diskutiert. Die Finanzbranche hält die Einrichtung solcher Datenzentren mehrheitlich für wichtig (59%) und für entscheidend (26%). Hingegen ist es für 12% weniger relevant, wo Datenzentren angesiedelt sind.

„Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine leistungsfähige Daten-Infrastruktur heute für die Finanzbranche ist. Der Finanzstandort Frankfurt biete hier z.B. mit dem Deutschen Internet Exchange DE-CIX exzellente Voraussetzungen. Über die Hälfte aller deutschen Rechenzentren stehen im Großraum Frankfurt. Unser Status als Daten-Hauptstadt Deutschlands macht uns auch für FinTech-Unternehmen besonders attraktiv“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Umfrageergebnisse.

Bitcoins als Zahlungsmittel werden unter dem Aspekt der Datensicherheit nicht an Bedeutung gewinnen

Bitcoins sollen angeblich besonders geeignet sein, um Hacker-Attacken im Zahlungsverkehr abzuwehren. Vor diesem Hintergrund erwartet die Finanzbranche mehrheitlich (73%) jedoch nicht, dass Bitcoins als Zahlungsmittel in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.

finance industry

CFS-Index wieder im Plus – Umsätze der Finanzbranche entwickeln sich positiv

Der CFS-Index, der dreimonatlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, steigt im zweiten Quartal 2016 um 1,6 Punkte auf 110,3 Punkte. Der Zuwachs beruht auf einer starken Entwicklung der Umsätze der Finanzbranche. Hingegen ist die Ertragslage der Finanzinstitute, anders als erwartet, weiterhin rückläufig, während die Dienstleister ihre konstante positive Lage beibehalten. Das Investitionsvolumen der Finanzbranche bleibt nahezu unverändert stabil. Für das laufende Quartal rechnen die Finanzinstitute mit einem Stellenabbau, bisher wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf neutralem Niveau stabil gehalten.

„Die Umfrageergebnisse belegen, dass sich etliche Finanzdienstleister in einer Umbauphase befinden, denn der Ertragsdruck in der Branche nimmt weiter zu“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland mit historischem Höchststand

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreicht einen historischen Höchststand von 136,8 Punkten. Unter dem Einfluss des möglichen Ausstiegs Großbritanniens aus der EU steigt der entsprechende Wert um 20,7 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Wir alle bedauern die Entscheidung des Referendums zutiefst, respektieren diese aber natürlich. Eine Konsequenz dieser Situation ist, dass sich Finanzplätze innerhalb der EU dafür bewerben werden, einzelne Produktbereiche und Aktivitäten von London aufzunehmen. Auch Frankfurt Rhein-Main wird sich hier melden, dies aber konstruktiv und partnerschaftlich.“

Geschäftsvolumen der Finanzbranche entwickelt sich positiv – gegensätzliche Ertragsentwicklung bei Finanzinstituten und Dienstleistern

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen nach der schwachen Entwicklung des ersten Quartals wieder deutlich ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt im zweiten Quartal bei den Finanzinstituten um 2,7 Punkte auf 107,2 Punkte. Die Dienstleister steigern ihre Umsätze um 3,8 Punkte auf 120,3 Punkte und liegen damit nur knapp unter dem Vorjahresstand. Für das laufende Quartal erwartet die Finanzbranche das Niveau halten zu können.

Bei den Erträgen verzeichnen die Finanzinstitute, entgegen ihrer Erwartungen im vorangegangenen Quartal, einen weiteren Rückgang. Der entsprechende Sub-Index fällt um einen Punkt auf 96,9 Punkte. Hingegen melden die Dienstleister, trotz zuvor negativer Erwartungen, konstante Ertragszuwächse. Der Sub-Index Erträge steigt für diese Gruppe um 0,3 Punkte auf 113,1 Punkte. Die Finanzinstitute erwarten, dass das niedrige Niveau weiter anhält, die Dienstleister sind für das laufende Quartal optimistischer.

Das Investitionsvolumen in Produkt- und Prozessinnovationen beider Gruppen befindet sich unverändert auf solidem Niveau. Der Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 0,2 Punkte auf 112,3 Punkte. Der Sub-Index der Dienstleister sinkt um 0,1 Punkte auf 112,6 Punkte. Beide Gruppen befinden sich somit auf dem gleichen Stand und erwarten keine Änderungen für das laufende Quartal.

Finanzinstitute rechnen mit Stellenabbau im dritten Quartal

Für den Mitarbeiterstab, den die Finanzinstitute bisher auf nahezu neutralem Niveau mit 99,7 Punkten stabil halten (+0,7 Punkte), wird für das laufende Quartal mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Die befragten Dienstleister bewegen sich mit einem Wert von 105,1 Punkten zwar auf einem höheren Niveau, haben jedoch die Anzahl der Neueinstellungen gegenüber dem Vorquartal deutlich reduziert. Der entsprechende Sub-Index sinkt um 5,9 Punkte. Für das dritte Quartal sind die Dienstleister wieder optimistischer.

Finanzplatz Frankfurt ist großer Profiteur eines Brexits

Die deutsche Finanzbranche ist sich geschlossen darüber einig, dass der Finanzplatz Frankfurt vom Ausstieg Großbritanniens aus der EU profitieren wird, auch wenn die Entscheidung der Briten die Branche größtenteils überrascht hat. Ebenso werden eher neutrale bis positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft erwartet. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen am Finanzplatz Deutschland. Speziell der Bereich Wertpapierhandel und Abwicklung wird am Finanzplatz Frankfurt dazugewinnen laut 78% der Befragten. Mit einem Umzug der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) von London nach Frankfurt rechnet gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer. Dabei stellt primär der knappe Wohnraum in Frankfurt bei der Verlagerung von Geschäftsaktivitäten für die befragten Finanzunternehmen (72%) einen Engpass dar.

„Die Umfrageergebnisse bestätigen, dass viele Finanzmarktteilnehmer mit einem Brexit überhaupt nicht gerechnet haben. Dieser Überraschungseffekt spiegelt sich auch in der hohen Volatilität der Aktienmärkte wieder, die uns in den kommenden Monaten begleiten dürfte“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrage.

Für nahezu alle befragten Unternehmen (95%) ist der Finanzplatz Frankfurt der große Gewinner. Daneben sehen gut zwei Drittel Paris als weiteren Profiteur eines Brexits. 15% erwarten, dass Amsterdam dazugewinnen wird. Lediglich 6% gehen davon aus, dass auch London profitieren wird. Für Mailand und Madrid werden kaum Vorteile erwartet. Ein Drittel der Befragten erwartet, dass auch andere Finanzplätze profitieren werden.

„Frankfurt ist auf einen Brexit sehr gut vorbereitet gewesen. Wir werden alles daran setzen, diese Jahrhundertchance für Frankfurt zu nutzen, für uns ist klar, dass London der zentrale Finanzplatz bleibt. Daher wollen wir, dass Frankfurt zu der Brücke für London in die Eurozone wird“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Umfrageergebnisse.

Auf die Frage, in welchen Geschäftsbereichen der Finanzplatz Frankfurt besonders profitieren kann, wird der Bereich Wertpapierhandel und Abwicklung von 78% der Befragten genannt. Die Hälfte sieht weitere Chancen für das Asset Management / Vermögensverwaltung und für den Bereich Corporate Banking, knapp gefolgt vom Bereich Professional Services (43%). Retail Banking hingegen wird nur von 7% der Umfrageteilnehmer genannt.

„Die Ergebnisse zeugen von hohen Erwartungen der Marktteilnehmer an die künftige Rolle des Finanzplatzes Frankfurt. Dies erhoffen sich aber auch andere Finanzplätze. Ich rechne daher mit einem intensiven Standortwettbewerb, in dem es darauf ankommen wird, die Stärken Frankfurts gezielt bei Top-Entscheidern hervorzuheben“, führt Professor Brühl weiter aus.

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) wird voraussichtlich ihren Sitz nicht mehr in einem Land haben können, das außerhalb der EU liegt. Wohin die EBA jedoch verlagert wird, ist offen. Die deutsche Finanzbranche rechnet mehrheitlich damit (57%), dass die EBA nach Frankfurt umzieht. Hingegen erwarten 33% der Befragten, dass sich die europäische Bankenbehörde an einem anderen Standort ansiedelt.

Die deutsche Finanzbranche stellt sich auch auf gewisse Engpässe ein, wenn es zu einer Verlagerung von Geschäftsaktivitäten von London nach Frankfurt kommt. Knapp drei Viertel der Befragten (72%) nennt hier den knappen Wohnraum, die Hälfte (53%) sorgt sich um ausreichend qualifiziertes Personal, 27% beurteilen die Verkehrsinfrastruktur kritisch und 22% das Angebot an Büroflächen. Hingegen sehen nur 11% die IT-Infrastruktur in Frankfurt als Engpass an.

Finanzbranche befürwortet mehrheitlich eine Beschränkung der Briten zum EU-Binnenmarkt und erwartet eher neutrale bis positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft

Nach Meinung der Mehrheit der befragten Finanzinstitute und Dienstleistungsunternehmen (68%) sollte die EU Großbritannien zukünftig keinen uneingeschränkten Zugang zum Europäischen Binnenmarkt mehr gewähren. Hingegen sprechen sich 22% dafür aus, trotz eines Brexits keine Beschränkungen einzuführen. Die möglichen Auswirkungen eines Brexits auf die deutsche Wirtschaft werden von der Hälfte der Befragten (48%) neutral und von 35% positiv beurteilt. Lediglich 15% erwarten negative Auswirkungen.

Brexit Frankfurt Finance Summit

Frankfurt Main Finance bedauert das Votum des UK

Frankfurt Main Finance bedauert das Votum der Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Diese Entscheidung betrifft ganz Europa und verlängert die Phase der wirtschaftlichen Unsicherheit insbesondere für den Standort Großbritannien. Jetzt werden langwierige Verhandlungen klären müssen, wie das Verhältnis zur Europäischen Union (EU) sein wird. Mit dem Austritt gibt Großbritannien die Vorteile einer Mitgliedschaft in der EU auf. Die Konsequenzen sind noch schwer abzusehen.

Frankfurt ist als stabiler Finanzplatz gut gerüstet, Akteure, die eine stabile Basis in der Eurozone suchen, aufzunehmen. Mit einem leistungsfähigen Immobilienmarkt sowie hervorragenden Angeboten in Bereichen wie Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Kommunikation oder IT steht Frankfurt bereit. Beispielsweise befindet sich in Frankfurt ein gut ausgebauter Internetknotenpunkt, über den 40 % des europäischen Datenverkehrs geht. Auch ein vertrauenswürdiger Datenschutz sowie gut ausgebildete Fachkräfte sprechen für Frankfurt als Standort. Mit dem Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank ist Frankfurt zudem das geld- und währungspolitische Zentrum Europas. Gerade für internationale Banken ist diese Nähe zur Zentralbank ein entscheidendes Kriterium für eine Ansiedlung. Als Sitz der European Insurance and Occupational Pensions Authority, kurz EIOPA, ist Frankfurt darüber hinaus auch das Stabilitätszentrum für die europäische Versicherungswirtschaft. Der nun andauernden Phase der Instabilität in Großbritannien setzt Frankfurt Offenheit, Stabilität, eine leistungsfähige Infrastruktur und günstige Rahmenbedingungen entgegen.

ARD Wirtschaftsmagazin plusminus zur aktuellen Brexit Debatte

Eines der derzeit meistdiskutieren Themen ist die Volksabstimmung in Großbritannien über einen möglichen EU-Austritt. Welche Folgen dies für den Finanzplatz Frankfurt mit sich bringen würde, war Thema des ARD Wirtschaftsmagazins plusminus. Unter dem Titel: „Goodbye Großbritannien? – Wo die Deutschen vom Brexit profitieren“, zeigte die ARD verschiedene Aspekte rund um das Thema Brexit auf.

Der Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V., Hubertus Väth, macht in der Sendung deutlich: „Wir wünschen uns den Brexit nicht, er wäre schlecht für Deutschland, Europa und Großbritannien. Sollte er kommen, handelt es sich um eine klare Chance für den Finanzplatz Frankfurt“.

Insgesamt greift das Magazin einige der entscheidenden Kriterien auf, warum gerade der Finanzplatz Frankfurt gute Perspektiven bietet: Frankfurt ist nicht nur das deutsche Finanzzentrum, sondern ein echtes, europäisches – versinnbildlicht durch die Europäische Zentralbank. Aber auch durch andere entscheidende Institutionen, die ihren Sitz in Frankfurt haben, wie die Europäischen Versicherungsaufsicht (EIOPA) oder das European Systemic Risk Board. Neben den Institutionen, wurde es zudem das Thema Infrastruktur,  als wichtiges Entscheidungskriterium für den Standort hervorgehoben. Hier kann die Mainmetropole Frankfurt gleich mehrfach punkten. Die Finanzmetropole am Main steht für Stabilität, für Technologieführerschaft im Zahlungsverkehr, für zuverlässigen, voll integrierten Börsenhandel, für den Mittelpunkt des europäischen Anleihegeschäfts und nicht zuletzt für eine solide Geldpolitik. Frankfurt gilt als der globale Datenknotenpunkt. Mit 5,1 Terabyte pro Sekunde ist Frankfurt bestens gerüstet, wenn es um das Thema Datentransfer geht. Gerade in der Finanzbranche ein essentieller Standortvorteil. Denn Finanzinformationen müssen schnell und zuverlässig transportiert werden.

Zudem überzeugt Frankfurt bei weiteren wichtigen Faktoren, wie der verfügbaren Bürofläche, einem hervorragenden Dienstleistungsangebot, einer exzellenten Forschungsinfrastruktur oder auch einem der am besten ausgebauten Verkehrsnetze Europas. Kurzum Frankfurt ist gut aufgestellt.

Den gesamten Beitrag des ARD Magazins plusminus finden Sie hier.

Neue Website informiert über FinTech-Aktivitäten am Finanzplatz

Frankfurt – Die Finanzplatz-Initiative Frankfurt Main Finance e.V. hat im Rahmen einer Informationsoffensive zum Thema FinTech ihr Jahrbuch „On the Move“ veröffentlicht, sowie ihren Internetauftritt ausgebaut und neu gestaltet. Beide Maßnahmen dienen dazu, die FinTech-Aktivitäten am Finanzplatz noch besser zu dokumentieren und einen Überblick über die heimischen FinTech-Unternehmen wie auch deren unterstützende Partner zu geben.

Unter www.frankfurt-main-finance.com zeigt die Standortinitiative unter anderem, welche FinTech-Unternehmen und -Institutionen bereits das enorme Potenzial des Rhein-Main-Gebietes erkannt und sich dort angesiedelt haben. Aktuelle FinTech-Studien und ein Veranstaltungskalender ergänzen das Informationsangebot. Unter anderem ist hier der wichtige Beitrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hervorzuheben, welche mit Veranstaltungen, wie der Konferenz „BaFin-Tech 2016“, ganz Besonderes leistet. Darüber hinaus sind Initiativen und Unterstützer, die Frankfurts Position als FinTech-Metropole stärken, in einer neuen Datenbank hinterlegt und nach verschiedenen Kategorien abrufbar. Unternehmen, die gegenüber FinTechs als Dienstleister auftreten, können sich kostenlos in der Datenbank registrieren.

Ebenfalls neu: Die Website von Frankfurt Main Finance e.V. bietet die Möglichkeit, sich für den Finanzplatznewsletter zu registrieren und so unkompliziert regelmäßig zentrale Informationen, Terminhinweise und informative Beiträge zu erhalten.
Zusätzlich zur Neugestaltung der Website konnte Frankfurt Main Finance e.V. in den sozialen Netzwerken punkten. So gelang es, auf dem diesjährigen Frankfurt Finance Summit unter dem Hashtag #FinSum16 bei Twitter einen deutschlandweiten Top-Trend im Finanzbereich zu setzen. Insbesondere die häufige Verwendung des Hashtags und die vielfältigen Interaktionen bei Twitter waren herausragend. Laufend folgen kann man dem Verein bei Twitter unter @FMFdigital.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte des zweisprachigen Internetangebots sind neben den Details zur Standort-Initiative aktuelle Finanzplatzthemen wie Regulierung, die Rolle Frankfurts als RMB-Hub und die internationalen Kooperationen des Finanzplatzes Frankfurt.

„Neben der inhaltlichen Erweiterung bietet der neue Internetauftritt von Frankfurt Main Finance auch ein neues, frischeres Erscheinungsbild. Der Besucher erhält alle Informationen schnell, gezielt und übersichtlich mit möglichst wenigen Klicks. Es soll Spaß machen, die Website zu nutzen“, beschreibt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance e.V. den Relaunch der Website.

Starke Verbindung von Wirtschaft und Politik

Die Ziele von Frankfurt Main Finance erfordern eine starke Verbindung von Wirtschaft und Politik. Glaubwürdig wird sie einerseits durch den Rückhalt der politischen und wirtschaftlichen Repräsentanten und andererseits durch eine effiziente Bearbeitung der Projekte. Zentrale Gremien von Frankfurt Main Finance e.V. sind Vorstand und Präsidium, der Präsidialausschuss und die Geschäftsführung. Mit dem Relaunch der Website wird ein Überblick über die Governance, die Aufgaben und die Funktion von Frankfurt Main Finance gegeben. Ebenso wie die neugestaltete Website diverse Möglichkeiten enthält, sich Fach- und Sachinformationen herunterzuladen. Ganz besonders kann man hier auf das hochwertige Jahrbuch „On the Move“ hinweisen, welches in diesem Jahr wieder durch ganz besonders erstrangige Autoren glänzt.

Mehr zur Finanzplatz-Initiative sowie ihren Mitgliedern auf www.frankfurt-main-finance.com.

Frankfurt Finance Summit zur digitalen Zukunft der Finanzbranche

Unter dem Motto „On the Move – The Future of Finance“ kommen Notenbankgouverneure, Regulierer, Vertreter der Aufsichtsbehörden, Finanzpolitiker, Wissenschaftler und Praktiker heute bereits zum sechsten Mal am Finanzplatz Frankfurt zusammen. Dabei stehen Fragen zur Digitalisierung, sowie der Finanzmarktregulierung und ihre Auswirkungen im Fokus.

Wie sich die Zusammenarbeit zwischen etablierten Finanzinstituten und FinTech-Unternehmen gestaltet, ist einer der Schwerpunkte der Konferenz. Die enge Verbindung zwischen innovativen Unternehmen und dem Finanzplatz erläutert Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance: „Die Region um den Finanzplatz konnte im vergangenen Jahr einen Anstieg der FinTech Unternehmen um 22 Prozent verzeichnen. 56 junge FinTech-Unternehmen haben ihre Heimat bisher in der Region gefunden. Wir erwarten weiteres Wachstum und befördern den Dialog zwischen Banken und jungen Start-ups. Gerade in Frankfurt finden FinTech Unternehmen ideale Standortbedingungen. Hier profitieren FinTechs von der Nähe zum Regulator und den besten Voraussetzung für die Internationalisierung ihres Geschäfts. Langjährige Expertise und Anwendererfahrung trifft hier auf Experimentierfreude und Innovationsstärke.“
Insbesondere das Land Hessen treibt den Ausbau eines FinTech-Zentrums am Finanzplatz stark voran. So erläutert Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, die FinTech-Initiative des Landes Hessen: „Ziel ist es, modernen Finanztechnologien in Frankfurt ein attraktives Umfeld zu bieten. FinTech-Neugründungen sollen begünstigt und etablierte FinTechs langfristig am Standort gehalten werden. Keine andere Region Deutschlands oder Europas bietet eine ähnliche geografische Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit Finanzdienstleistungen. Die Region Rhein-Main bietet einzigartige Voraussetzungen, sie beheimatet renommierte und international anerkannte wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten. Hinzu kommen herausragende Adressen für IT. Hervorzuheben sind unter anderen die Universität und die Hochschule Darmstadt sowie die Forschungszentren im Bereich IT-Sicherheit.“.
Die FinTech-Initiative Hessens wird auch maßgeblich von der Deutschen Börse unterstützt. Diese hat mit der Lancierung ihrer FinTech-Initiative bereits einen Erfolg verbuchen können. So sieht Carsten Kengeter, CEO der Deutschen Börse, großes Potential für das Projekt am Finanzplatz: „Mit unserem Fintech-Hub als Teil der hessischen Fintech-Initiative wollen wir jungen Unternehmen im Finanzsektor Starthilfe geben. Damit tragen wir zur Entstehung und Entwicklung einer Fintech-Szene am Finanzplatz Frankfurt bei. Frankfurt soll Deutschlands führendes Fintech-Zentrum werden.“
Wolfgang Hartmann, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM), verweist auf die wichtige Rolle der Regulierung: „Die Regulierung muss Bedingungen entwickeln, die Innovationsstärke und Wachstum von FinTech Unternehmen unterstützen. Gleichzeitig muss die Stabilität und Sicherheit der Finanzmärkte, sowie der Schutz des Kunden im Vordergrund stehen. Deshalb sollte eine umfassende Kooperation zwischen FinTech Unternehmen und Regulierer etabliert werden.“
Felix Hufeld, Präsident der BaFin, weist drauf hin, dass die Finanzbranche aus guten Gründen reguliert sei. Es existiere ein Netz an Vorgaben, das die Integrität und Stabilität des Finanzmarktes zum Wohl der Allgemeinheit schützen solle. Je nach Geschäftsmodell gälten diese Vorgaben auch für FinTechs: „Für die Aufsicht gilt der alte Grundsatz „gleiches Geschäft, gleiches Risiko, gleiche Regel“ unter Beachtung der Proportionalität – egal, welche Technologie eingesetzt wird, und egal, wie cool oder sexy ein Unternehmen ist.“ Die BaFin werde weder einen Schutzzaun um die etablierten Unternehmen ziehen, noch Start-ups privilegieren. „Was man von uns erwarten kann, ist eine adressatengerechte Kommunikation“, betont Hufeld.
Sylvie Matherat, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, sagte mit Blick auf zukünftige Entwicklungen in der Finanzindustrie: “Die Digitalisierung hat fundamentale Auswirkungen auf die Finanzindustrie und die Geschäftsmodelle von Banken. Die Deutsche Bank arbeitet unter anderem durch ihre Innovation Labs erfolgreich mit FinTech-Unternehmen zusammen. Wir sehen technologische Innovationen als eine Chance, unseren Kunden zukünftigen Mehrwert zu bieten. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von FinTech-Unternehmen ist es jedoch wichtig, sie angemessen zu regulieren. Die Aufsichtsbehörden müssen dabei die richtige Balance finden zwischen der Förderung von Innovationen und der Sicherheit für Kunden und das Finanzsystem.“
Roland Boekhout, Mitglied des Präsidiums von Frankfurt Main Finance und Vorstandsvorsitzender der ING-DiBa betont das Potential, das aus der Kooperation mit FinTechs entsteht: „Unser Ziel ist es, die führende Digitalbank in Deutschland zu sein. Neben der Entwicklung von eigenen digitalen Services setzen wir auch auf die Kooperation mit FinTechs. Denn hier entstehen Technologien und Services, die auch für unsere Kunden interessant sein können.“
Der Frankfurt Finance Summit hat sich in seinem sechsten Jahr als Forum etabliert, das sich mit der Exklusivität und Expertise seiner Teilnehmer auszeichnet. Die Konferenz kann per Stream im Internet live verfolgt werden.
Die gestrige Rede von Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, anlässlich des Frankfurt Finance Summit Conference Dinners, finden Sie unter folgendem Link: https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Presse/Reden/reden.html
Konferenzprogramm
www.frankfurt-main-finance.com/program
Frankfurt Finance Summit 2016: On the Move – Frankfurt Main Finance
www.frankfurt-main-finance.com
Das Thema des diesjährigen Summits: Digitalisierung. Ebenso wie die gesamte Marktwirtschaft sehen sich Banken mit einer Neudefinierung ihrer Geschäftsmodelle konfrontiert. Dies nimmt Einfluss auf das Risikomanagment und die Regulierung und wird bekannte Verfahren signifikant verändern.