Der größte Club der Welt ist in Frankfurt…

… jedes Jahr, drei Tage lang. Anfang Juni ist es auch 2018 wieder soweit – vom 1. bis zum 3. Juni öffnet der World Club Dome unter dem Motto „The Hollywood Edition“ in und um die Commerzbank Arena seine Tore. Und das Motto ist Programm. In diesem Jahr trifft der größte Club der Welt auf den Glanz Hollywoods.

Unbestrittener Mittelpunkt und Herzstück des Events ist die Hauptbühne in der Commerzbank Arena: Allein für die 560 Tonnen schwere, 87 Meter breite und 40 Meter hohe, über die gesamte Stadionbreite reichende Hauptbühne wurden 140 Trucks, 1000 Scheinwerfer, 200 Kilometer Kabel und eine Crew, die 800 Hotelübernachtungen verzeichnete, benötigt.

Außerdem steigt das Mega-Event World Club Dome im Jahr 2018 auf sieben weiteren Bühnen: Das Frankfurter Stadionbad wird zur Pool Stage und bringt einen Hauch von Ibiza an den Main.  Auf dem Weg nach Ibiza lädt ein Abstecher durch den Wald zur Forest Stage – einem klimatisierten Zelt mit märchenhaft entrückter Waldlandschaft. Wem es dort zu entspannt zugeht, erlebt Nervenkitzel an der Zombiestage – 2018 zum ersten Mal im Programm des World Club Dome. Hier wird den extremen Stilrichtungen elektronischer Musik gehuldigt: vom sogenannten Hardstyle über Hardcore bis hin zu Psy-Trance, experimentellem Elektrosound mit psychedelischer und esoterischer Tradition, deren Ursprung in Indien liegt. Als echter Geheimtipp gilt der Club-Music-Circle: Kleine DJ-Sets an 8 verschiedenen Stellen rund um die Commerzbank-Arena bieten besondere Musik-Erlebnisse.

Wer sich bei der Anreise schon unter das Party-Volk mischen möchte, nutzt hierfür den Club-Train von Köln oder von London über München den Club-Jet. Außerdem boten zahlreiche nationale und internationale Pre-Events vom Ruhrgebiet bis nach China und der World Club Dome in Korea den Fans Gelegenheit zur Einstimmung auf das Jahreshighlight, den World Club Dome in Frankfurt. Die spektakulärste Pre-Party fand jedoch in Kooperation mit der Europäischen Raumfahrtbehörde, dem Frankfurter Flughafen sowie der Stadt Frankfurt statt: Die in einem ZeroG Airbus gefeierte Party in Schwerlosigkeit.

Diese Kombination aus Pre-Partys, Rahmenprogramm sowie Line- und Set-Up verspricht in jeden Fall eines: Ein außergewöhnliches, unvergessliches Festival in Frankfurt, dessen besonderer Atmosphäre sich kein Besucher entziehen kann.

Eröffnung der „neuen“ Frankfurter Altstadt

Nach mehreren Jahren Bauzeit war es Anfang Mai endlich soweit: Die Bauzäune rund um das städtebauliche Jahrhundertprojekt im Herzen der Mainmetropole wurden feierlich geöffnet. 35 Häuser –davon 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten –sind auf den historischen Parzellen der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Altstadt entstanden. Straßenzüge wie der bekannte Krönungsweg zwischen Dom und Römer oder die Gasse „Hinter dem Lämmchen“ können ab heute von den Besuchern auf eigene Faust erkundet werden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien feierten gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josefdiesen wichtigen Schritt auf dem Weg zur „neuen“ Frankfurter Altstadt.

Ab Mitte Mai beziehen die ersten Bewohner ihr neues Zuhause. Parallel beginnt der Innenausbau der Ladenflächen in den Erdgeschossen. Über 20 Geschäfte, darunter eine Apotheke, ein Metzger, ein Blumenladen, ein Juwelier und mehrere gastronomische Angebote bereichern künftig das neue Stadtviertel. Im Laufe des Sommers werden die Arbeiten an den Geschäften abgeschlossen sein. Im August öffnet der Archäologische Garten. Vom 28. bis zum 30. September 2018 feiert Frankfurt mit einem Fest die neue Altstadt.

 

 

Quelle: Pressemitteilung, DomRömer GmbH vom 9. Mai 2018
Bildquelle: DomRömer GmbH / Barbara Staubach

J.P. morgan Corporate Challenge. Quelle Logo J.P Morgan

Frankfurt trainiert für die J.P. Morgan Corporate Challenge

Der größte Firmenlauf der Welt ist in den Startlöchern

Am 7.Juni findet in Frankfurt der größte Firmenlauf der Welt statt: Die J.P. Morgan Corporate Challenge! Für die teilnehmenden Unternehmen geht es bei diesem Lauf erst in zweiter Linie um Sport, wichtiger sind Werte, die von den Unternehmen und ihren Mitarbeitern als erstrebenswert betrachtet werden: Teamgeist, Kommunikation, Kollegialität, Fairness und Gesundheit. In Frankfurt starteten im Jahr 2017 genau 63.776 Läuferinnen und Läufer aus 2.419 Firmen. Damit ist die J.P. Morgan Corporate Challenge der größte Firmenlauf weltweit und der größte Lauf in Europa überhaupt. Die Anmeldephase ist vor Kurzem geschlossen worden und nun steht ganz Frankfurt für eines der größten Events des Jahres in den Startlöchern.

63.776 Läuferinnen und Läufer aus 2.419 Firmen

Die J.P. Morgan Corporate Challenge in Frankfurt reiht sich in eine weltweite Serie von Lauf-Veranstaltungen für fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Firmen unterschiedlicher Branchen ein. Gestartet wird der Lauf in der Hochstraße und in der Börsenstraße und endet nach einer Strecke von 5,6 Kilometern in der Senckenberganlage (Höhe Dantestraße).

Quelle: J.P. Morgan Corporate Challenge

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Blick auf die Hessentagsstadt 2018 Korbach_Bild: Pressestelle Hessentag 2018 Korbach

Hessentag 2018 ist ein Fest für die ganze Familie

Vor der eindrucksvollen Kulisse der Hansestadt Korbach findet in diesem Jahr der Hessentag statt. Etwa zwei Stunden benötigt man mit dem Auto von den Frankfurter Bankentürmen bis zur historischen Stadtmauer Korbachs in Nordhessen. Ein perfektes Ziel für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Die Besucher erwartet vom 25.Mai bis zum 3.Juni ein Programm mit mehr als 800 Veranstaltungen.

„Sympathisch, bunt, goldrichtig!“ – so lautet das Motto des 58. Hessentages. Die Stadt Korbach, während des Hessentages vorübergehend Hessens heimliche Hauptstadt, freut sich auf rund 700.000 Besucher aus dem ganzen Land, aber auch aus den angrenzenden Bundesländern. Vereine und Verbände präsentieren sich bei zahlreichen Veranstaltungen. Auf der Hessentagsstraße, in der Landesausstellung und auf anderen Flächen gibt es Tag für Tag Spannendes, Schönes, Interessantes, Neues oder Altbekanntes für alle Generationen. Musik, Kunst und Theater runden die vielseitigen Angebote ab. Beim überwiegenden Teil der Veranstaltungen haben die Besucher sogar freien Eintritt, die größeren Konzerte sind jedoch kostenpflichtig. Das musikalische Angebot ist breit gefächert: Mit dabei sind Sunrise Avenue, Revolverheld, Mando Diao, Santiano, Adel Tawil, CRO, Wolfgang Niedeckens BAP, Ulla Meinecke & Band, Culcha Candela, das Nockalm Quintett und die Big Band der Bundeswehr.

Für Partygänger veranstaltet die Stadt unter dem Motto „Licht aus, Neon an – Let’s Glow Crazy“ eine Party der besonderen Art im großen Festzelt des Hessentages. Mit dabei sind „Alle Farben“, „Stereoact“ und „Gestört aber Geil“. Dass Bach und Breakdance zusammenpassen, werden schon am Auftaktabend des Hessentages die vierfachen Breakdance-Weltmeister Flying Steps mit ihrer Show „Red Bull Flying Bach“ beweisen. Die Herzen von vielen Teenagern werden höherschlagen, wenn sie die musikalischen Zwillinge „Die Lochis“ hautnah erleben. Beim „Feuerwerk der Turnkunst – Die Bühnenshow“ halten nicht nur Akrobatik-Freunde vor Spannung die Luft an.

Theaterfreunde jeden Alters kommen auf der Freilichtbühne im Schießhagen in der Korbacher Altstadt auf ihre Kosten: „Meister Eder und sein Pumuckl“ bringen die Laienspieler der Freilichtbühne Korbach e.V. dort ebenso auf die Bühne wie die Komödie „Die Verführung des Casanova“. Im Weindorf wird unter anderem Christian Durstewitz auftreten. Die Projektgruppe „European Jazz School“ gastiert mit internationalen Musikstudenten.

 

Quelle: Hessentag 2018

®Karmachina_ErnstLudwig Kirchner_Szene im Café_Städel Museum_Frankfurt am Main, Luminale 2018

Luminale 2018: Frankfurt leuchtet!

Die Luminale 2018 präsentiert internationale Lichtkunst, bezieht Position zu Aspekten der Stadtgestaltung und zeigt die größte Popcorn Maschine der Welt

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Das Rheingau Gourmet und Weinfestival findet direkt vor den Toren Frankfurts statt.

Rheingau Gourmet und Wein Festival: Genuss auf höchstem Niveau

Das Rheingau Gourmet und Wein Festival findet unmittelbar vor den Toren der Stadt Frankfurt bereits seit dem 22. Februar und noch bis zum 11. März statt. Ein Ereignis für die Rhein-Main-Region und darüber hinaus.

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Unter den vielen Frankfurter Krimis fällt die Auswahl nicht leicht – Thriller, Ermittlerduo im Einsatz oder ein Krimi auf Grundlage eines realen Falls? Um die Entscheidung der Osterlektüre zu erleichtern, stellen wir fünf Frankfurter Krimiautoren kurz und knapp vor.

Entspannung durch Hochspannung: Frankfurter Krimiautoren fesseln ihre Leser

Der Finanzplatz Frankfurt zeichnet sich nicht zuletzt durch hohe Bankentürme und eine lebendige Innenstadt aus. Mystische Täler und verschlafene kleine Dorfplätze sind allerdings nicht weit. Diese Gegensätze des Großraums Frankfurt Rhein-Main machen sich die Frankfurter Krimiautoren zunutze, lassen verschneite Wälder zu Tatorten werden und scheinbar harmlose Nachbarn zu Kronzeugen. Unter den vielen Frankfurter Krimis fällt die Auswahl nicht leicht – Thriller, Ermittlerduo im Einsatz oder ein Krimi auf Grundlage eines realen Falls? Um die Entscheidung der Osterlektüre zu erleichtern, stellen wir fünf Frankfurter Krimiautoren kurz und knapp vor:

  • Nele Neuhaus ist mit ihrem Taunus Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein eine feste Institution der deutschen Krimiautoren geworden. Ihre Taunus Krimis wurden bereits vom ZDF verfilmt und begeisterten viele Fernsehzuschauer.
  • Rosa Ribas lässt in ihrem spanischen Kriminalroman Kalter Main, die Lebensader der Stadt Frankfurt zum Tatort werden. Wer am Finanzplatz Frankfurt lebt oder arbeitet, wird einige ihrer Schauplätze wiedererkennen.
  • Nikola Hahn arbeitete als Polizistin und studierte im Fernstudium Belletristik, Lyrik und Sachliteratur: Die perfekte Kombination, um mitreißende Kriminalromane aus Frankfurt zu schreiben.
  • Daniel Holbe. Dan Brown gab ihm die Inspiration zu seinem ersten Buch Die Petrusmütze. Diesem folgten Thriller und Krimis mit Hochspannung. Mitten in der Wetterau geboren, ist Daniel Holbe tief mit der Region verbunden.
  • Matthias Altenburg schreibt unter dem Pseudonym Jan Seghers. Hauptperson seiner Kriminalromane ist Kommissar Robert Marthaler. Wenn Matthias Altenburg nicht gerade zuhause in Frankfurt an seinem Schreibtisch zu finden ist, sucht er vermutlich neue Krimischauplätze, indem er mit dem Fahrrad durch das Rhein-Main-Gebiet radelt.

Wer die passende Osterlektüre für sich ausmachen konnte und nach Ostern noch mehr über den Autor, seine Biografie und seine Werke erfahren will oder Inspiration in weiteren Genres sucht, kann sich auf der kommenden Frankfurter Buchmesse, die vom 10. Bis 14. Oktober 2018 stattfindet, informieren. Tickets für die Frankfurter Buchmesse sind bereits ab März erhältlich.

Eine 360-Grad-Perspektive auf Frankfurt und die Region

Erste Spuren des Brexits in Frankfurt entdecken? Oder ein Stadtspaziergang der musikalischen Merkwürdigkeiten von Mozart bis The Doors? Die Main-Metropole mit den Augen eines ehemaligen Obdachlosen betrachten? Oder beim Irish Roadbowling den Frankfurter Stadtwald erkunden? Gossip und Liebesgeschichten, indische Orte, Graffiti und Streetart, Spionage und Geheimbünde oder die beliebtesten Wasserhäuschen in Frankfurt kennenlernen?

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des mittlerweile über 250 unterschiedliche Stadtevents umfassenden Rundumblicks auf Frankfurt, den das Magazin Journal Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem renommierten Stadtführer Christian Setzepfandt seit 2009 anbietet. Im Zentrum des Programms steht die Frage: Wir reisen in fremde Länder und ferne Städte, aber was wissen wir eigentlich über die eigene Heimatstadt am Main? Ziel des umfassenden Programms ist es daher, den Frankfurtern einen neuen Blick auf Ihre Stadt zu ermöglichen, dabei in unbekannte aber reizvolle Orte und Lebenswelten, Traditionen und Geschichten der Stadt einzutauchen und hinter die Kulissen von Kulturbetrieben, Unternehmen, bekannten Gebäuden und Frankfurter Institutionen zu blicken. Touristen und neu Zugezogenen dagegen wollen die Veranstalter den Facettenreichtum Frankfurts jenseits der lange überholten Vorurteile von lebloser Pendlerstadt, Rotlichtmilieu und Kriminalität näherbringen und für die Teilnehmer hautnah erlebbar machen, indem sie Stadtteile, Historisches, Unerwartetes, Kurioses, Gruseliges, Faszinierendes, Romantisches und verborgene Schätze entdecken.

Neben der Vielzahl origineller Stadtführungen in den Kategorien Architektur und besondere Gebäude, geheime Orte, Parks und Natur, Kinder, Familien und Senioren, Kultur, Kunst und Stadtgeschichte, Party und Rotlicht sowie Straßen und Stadtteile, umfasst das Programm unterschiedliche Workshops zum Thema Frankfurt und darüber hinaus. Das Angebot reicht von den eher klassischen Kursen zu Fotografie in Frankfurt, Sporttechniken erlernen und Kochen von heimischen Spezialitäten bis hin zu ausgefallenen Workshops zu den Themen Apfelwein, Flugzeugpilot im Flugsimulator, Trickfilmanimation oder Seifenblasen selber machen für Erwachsene.

Aber das Angebot des Journal Frankfurts ist nicht auf die Main-Metropole begrenzt, sondern lädt ein, das gesamte Frankfurter Umland zu erkunden: Angefangen bei den Offenbacher Führungen zu den Themen Wetter, industrieller Wandel, Offenbacher Hafen oder Migration in Offenbach zwischen Träumen und Existenzängsten, über eine Sektprobe an der Bergstraße, ein Treffen mit einem Kasseler Stadtimker bis hin zu Workshops zur kreativen Odenwälder Landhausküche oder einer kulinarischen Genusstour durch die Wetterau.

Die frühe Planung der Teilnahme an den Stadtevents lohnt sich. Einige besonders außergewöhnliche Führungen und Workshops finden nur wenige Male im Jahr statt. Die Preisspanne reicht von kostenlosen Events bis zu 89 Euro Teilnahmegebühr; die Preise bewegen sich in der Regel aber im Rahmen von 20 Euro pro Person. Ein wachsender Teil der Stadtevents wird auch in englischer Sprache angeboten. Das gesamte Angebot des Journal Frankfurts finden Sie hier.

Bunte Lichter und Klänge gegen die Winterdunkelheit

Im Winter leiden Parks und Gärten klassischerweise unter Besucherschwund; selbst beliebten Parks wie dem Frankfurter Palmengarten geht es da nicht anders. Auch um diesem Trend zu trotzen, aber vor allem um die winterliche Abenddämmerung in bunte Lichter zu tauchen und das Gelände des Palmengartens in eine leuchtende Zauberlandschaft zu verwandeln, zeigt der Palmengarten vom 9. Dezember bis zum 21. Januar die Ausstellung „Winterlichter“.

Grundgedanke des Projektes ist es, Lichteffekte und Bilder, Videos und Dias auf Bäume, Pflanzen, und Wiesen sowie Figuren und Wasseroberflächen zu projizieren und diese Installationen mit Musik zu untermalen. Die besinnliche Stimmung des beleuchteten Parks kann dabei als Gegensatz zur geschäftigen, belebten Stadtatmosphäre verstanden werden. Eines der Highlights ist das imposante Eingangshaus des Palmengartens, dessen Kuppel durch die Beleuchtung wie eine geschüttelte Schneekugel erscheint. Ein anderes ist eine bunte, lebensgroße Pferdeherde, die dem winterlichen Palmengarten ein magisches Erscheinungsbild verleiht.

Künstler Wolfgang Flammersfeld entwickelte das Konzept, musikalische Lichteffekte in Parks als Kontrast zur frühen winterlichen Abenddämmerung, quasi im Alleingang und musste anfangs nicht wenig Gegenwind überwinden. 2006 konnte Flammersfeld die Ausstellung dann erstmals im Dortmunder Westfalenpark realisieren, wo sie in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal ihre Tore öffnete. Daraufhin wurden seine Installationen neben dem Frankfurter Palmengarten, der die Winterlichter schon zum sechsten Mal zeigt, auch in Mannheim, Erfurt und Bonn umgesetzt. Im Palmengarten kletterten die Besucherzahlen von 1.500 im ersten Jahr auf mehr als 32.000 Besucher im Jahr 2016. Dabei hat sich die Ausstellung bisher in jedem Jahr vergrößert und mit mehr Installationen gelockt.

Die insgesamt 17. Installationen aus 700 Lampen (696 davon LED-Lampen), vier Video-Installationen und fünf Dia-Projektionen können jeden Tag, außer an Heiligabend und Silvester, zwischen 17 und 21 Uhr bewundert werden; der Rundgang durch die gesamte Ausstellung dauert eine gute Stunde. Nach dem Besuch der Ausstellung laden das Café Winterlichter und das Café Siesmayer zum Aufwärmen, Glühweintrinken und zu einem Snack ein.

Weltweit erste Einzelausstellung der „Queen of Less“

Jil Sander gehört zu den einflussreichsten zeitgenössischen Modedesignern. Die schlichte und zeitlose Eleganz ihrer Entwürfe, gepaart mit den hochwertigen Materialien und raffinierten Schnitten brachte ihr den Titel „Queen of Less“ ein. Schließlich sind es die Zurückhaltung und die Klarheit, die Jil Sanders Mode spektakulär machen. Eine Ausstellung des Frankfurter Museums für Angewandte Kunst (MAK) mit dem Titel „Jil Sander. Präsens“ widmet sich jetzt der Ästhetik der Designerin in ihrer Mode sowie darüber hinaus und vermittelt diese dem Besucher durch multimediale Elemente.

Bis ins kleinste Detail hat die Modedesignerin selbst, in enger Zusammenarbeit mit dem Museum und vor allem mit Museumsdirektor Matthias Wagner K, die weltweit erste Einzelausstellung zu ihrem vielseitigen Gesamtwerk in einem Museum mitentworfen und umgesetzt.

Auf drei Etagen und über 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, fast der gesamten Museumsfläche des MAK, wird der Besucher nicht chronologisch durch Leben und Schaffen der Modedesignerin geführt, sondern thematisch. Die Ausstellung ist kein Rückblick auf die Karriere Sanders und die Geschichte des Unternehmens, keine Retrospektive ihrer Kollektionen – Zeitangaben fehlen völlig an den Exponaten und unterstreichen somit die Zeitlosigkeit von Sanders Entwürfen. Der Besucher erkundet vielmehr das Gesamtwerk der Künstlerin und durchläuft dabei Räume zu den Themen Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, aber auch zu Architektur und Gartenkunst. Ein Laufsteg, Sanders Atelier sowie ein Flagshipstore wurden für die Ausstellung nachgebildet.

Sanders Wahl für die erste Ausstellung zu ihrem Werk fiel nicht ohne Grund auf das MAK. Das Gebäude von Richard Meier spiegelt durch seine geradlinige und transparente Architektur das Klare und Reduzierte von Sanders Mode wider und bildet einen idealen Rahmen für die Ausstellung. Wegen der Architektur des MAK und wegen des überzeugenden Konzepts von Museumsdirektor Matthias Wagner K kam die Ausstellung zuerst nach Frankfurt und ging nicht nach London, New York oder in eine klassische Modemetropole.

Abgerundet wird das Gesamterlebnis „Jil Sander. Präsens“ von der Musik des Soundesigners Frédéric Sanchez, der schon die Musik zu Sanders Modeschauen lieferte, und dessen zurückhaltendem, elektronischem Sound. Die Ausstellung ist damit weit mehr als ein Rückblick auf Sanders Mode, sie ist multimediales Gesamterlebnis, ein Zusammenspiel von Architektur, Licht, Film, Musik, Text, Fotografie, Mode und Kunst, das die schlichte Eleganz der Designerin für den Besucher erlebbar macht.

„Jil Sander. Präsens“ kann noch bis zum 6. Mai 2018 im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst besucht werden.

 

Bildnachweis: Portrait Jil Sander, Marie Claire Germany, 1991 © Peter Lindbergh