Finanzplätze Frankfurt und Astana wollen enger kooperieren

Frankfurt Main Finance e.V. (FMF) und das Astana International Financial Centre (AIFC) aus Kasachstan haben sich am Freitag, den 17.11.2017, auf ein Memorandum of Understanding über eine Kooperation beider Finanzplätze verständigt.

In Anwesenheit des kasachischen Botschafters Bolat Nussupov, Stadtrat Markus Frank, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Oliver Schwebel und Hubertus Väth, Geschäftsführer von FMF, unterzeichneten Kairat Kelimbetov, Gouverneur des AIFC, und Dr. Lutz Raettig, Präsident von FMF das Abkommen in den Räumen der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Eine Delegation des AIFC hatte in der vergangenen Woche Frankfurt am Main besucht. Neben mehreren Treffen mit Frankfurt Main Finance sowie mit Mitgliedern von FMF nahm die Delegation am Astana International Financial Centre Forum im Rahmen der Euro Finance Week teil, dort stellten Kairat Kelimbetov und sein Team ihre weitreichenden Pläne für die kommenden Jahre vor.

„Astana ist ein junges und aufstrebendes Finanzzentrum mit dem uns schon seit vielen Jahren ein enges und freundschaftliches Verhältnis verbindet“, kommentierte Dr. Lutz Raettig das Verhältnis zum kasachischen Finanzzentrum.

Hubertus Väth sieht viel Potential in dem neugewonnenen Abkommen: „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in den Bereichen Infrastruktur, Ausbildung sowie interner und externer Finanzplatzvermarktung zusammen zu arbeiten.“

Frankfurt und Astana werden in den nächsten Wochen und Monaten ihre gemeinsamen Pläne umsetzen und damit zusammen zur Stärkung ihrer jeweiligen Finanzplätze beitragen.

歓迎される – Willkommen

Frankfurt am Main wird der künftige EU-Standort der Finanzhäuser Mizuho Securities, Daiwa Securities, Sumitomo Mitsui Financial Group und Nomura werden. Doch aus welchen Gründen entscheiden sich ausländische Banken für Frankfurt? Und wo liegen die Chancen und Herausforderungen eines Umzugs? Ein Interview mit Dr. Oliver Wagner, Geschäftsführer des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland e.V.

Warum kommen ausländische Banken nach Frankfurt?

Dr. Oliver Wagner: Es ist ein Bündel von Motiven, warum sich Banken für Frankfurt entscheiden. In regionaler Hinsicht sind dies nicht nur die zentrale Lage des Rhein Main-Gebiets quasi in der Mitte der Bundesrepublik, die guten Verkehrsanbindungen mit dem internationalen Flughafen und dem zentralen Hauptbahnhof mit guten ICE-Verbindungen sowie Autobahnen, sondern auch die vergleichsweise günstigen Büromieten und die umfassende IT-Infrastruktur. Hinzu kommen die Nähe zur Börse, die fast 200 im Raum Frankfurt vertretenen Banken – darunter auch circa 160 Auslandsbanken – mit ihren über 70.000 Mitarbeitern und Präsenz der Berater, Prüfer und Kanzleien. Standortunabhängig sind sicherlich die leistungsfähige, verlässliche und gesprächsoffene Aufsicht von BaFin und Bundesbank entscheidend, die auch Gespräche und in weiten Teilen Dokumentationen in englischer Sprache zulässt. Die Aufzählung ist bei weitem nicht abschließend, betont sei aber, dass es weder Steuergeschenke noch sonstige Vergünstigungen gab, wie wir es aus anderen Standorten gehört haben.

Was sind die größten Herausforderungen für ein Unternehmen, das im Zuge des Brexit nun den EU-Standort verlagert?

Wagner: Das kann man nicht so pauschal beantworten, da dies sehr davon abhängt, auf welcher Struktur man aufbauen kann. Banken, die bisher nicht in Deutschland tätig waren, müssen nicht nur eine entsprechende Erlaubnis der Aufsicht beantragen, was den Erfahrungen nach rund ein Jahr dauern kann. Dies gilt auch für solche Häuser, die bisher mit Hilfe des EU-Passes tätig waren. Auch diese brauchen eine neue Erlaubnis und werden insbesondere im Marktfolgebereich Mitarbeiter und Infrastrukturen aufbauen. Werden zudem neue Geschäftsbereiche wie beispielsweise das Broker-Dealer-Geschäft neu etabliert, sind umfangreiche Investitionen notwendig. Die große Frage ist, wie man weiterhin die bestehenden Strukturen nutzen kann, eventuell auch im Wege des Outsourcing. Generell gilt, es werden sich viele aufsichtsrechtliche und steuerliche Fragen stellen.

Und worin bestehen die größten Chancen?

Wagner: Zunächst einmal glaube ich, dass der Brexit weder für die Europäische Union noch das Vereinigte Königreich eine positive Entwicklung ist. In Zeiten der Globalisierung und vernetzter Märkte sind zersplitterte und fragmentierte Märkte für fast alle Beteiligten mit Kostenbelastungen und erheblichem zusätzlichem Aufwand verbunden. Will man diesem disruptiven Ereignis doch etwas Positives abgewinnen, wird es vielleicht die Chance sein, dass ein Unternehmen sich neu ordnen und das Bisherige auf den Prüfstand stellen kann.
Worauf sollte bei den Brexit-Verhandlungen aus Sicht der Finanzbranche unbedingt geachtet werden?
Es sollten auf jeden Fall Übergangsfristen vereinbart werden. Es ist absehbar, dass in den kommenden Monaten bis Ende März 2019 nicht alles so geregelt werden kann, dass am 20. März 2019 ein rechtssicherer und reibungsloser Übergang erfolgen kann. Diese Rechtssicherheit für Produkte und Dienstleistungen ist erforderlich, nicht zuletzt im Sinne der Finanzstabilität.

Wer siedelt sich am Finanzplatz Frankfurt an?

„Japanische Banken haben sehr früh vor den Folgen des Brexit gewarnt und zählen nun zu den ersten, die reagieren“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance. „Als nächstes erwarten wir die Entscheidungen der amerikanischen und europäischen Banken und sind auch hier zuversichtlich.“ Wer die Finanzhäuser sind, die nach Frankfurt kommen, zeigt ein Überblick ausgewählter Kennzahlen im Vergleich zum Deutsche Bank Konzern.

 

Bewegung in der Welt der Banken – der Brexit und seine Folgen

Die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union haben begonnen. Ein wichtiges Thema ist, ob die Verrechnung von Wertpapiergeschäften in Euro („Euro Clearing“) künftig weiterhin in London oder auf dem Kontinent stattfindet. Viele Banken bereiten sich darauf vor, ihr Geschäft auf andere Standorte zu verlagern.

 

Deutsche Bundesbank: Erste von einem Brexit betroffene Banken bewerben sich

Im Juni sind erstmals Michel Barnier, Chefunterhändler der EU-Kommission, und Großbritanniens Brexit-Minister David Davis in Brüssel zusammengekommen, um über den Austritt der Briten aus der Europäischen Union (EU) zu verhandeln. Währenddessen laufen in den Banken Überlegungen auf Hochtouren, ihre Standorte in andere europäische Finanzmetropolen zu verlagern. Entsprechend haben der Deutschen Bundesbank zufolge die ersten von einem EU-Austritt Großbritanniens betroffenen Finanzinstitute Banklizenzen für Deutschland beantragt. Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank und unter anderem zuständig für Banken und Finanzaufsicht, sprach in einem Interview von „ersten Bewerbungen“. Zudem sagte Dombret, er habe „zwei Dutzend Diskussionen“ über eine Standortverlagerung auf den europäischen Kontinent geführt, gehe aber nicht davon aus, dass jede in einen Umzug nach Deutschland münden werde. „Ich erwarte, dass die meisten Banken ihre Umzugsentscheidungen bis zur Mitte des Jahres treffen werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie sie auch bekannt machen werden“, fügte er hinzu.

Standard Chartered etabliert notwendige Infrastruktur für Banklizenz in Deutschland

Eines der ersten Institute, die nach dem Brexit-Votum der Briten den Unternehmensstandort Frankfurt ausbaut, ist die britische Großbank Standard Chartered. „Wir werden jetzt die notwendige Infrastruktur etablieren, um auf dieser Grundlage eine Banklizenz in Deutschland zu beantragen“, sagte Deutschland-Chef Heinz Hilger den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. „Unser Zeitplan ist, bis spätestens Ende 2018 die operativen Themen stehen zu haben.“ Dabei fiel die Entscheidung zugunsten Frankfurts, weil die Bank in Deutschland mit aktuell etwa 100 Mitarbeitern ohnehin schon die größte Präsenz in Europa nach der Zentrale in London habe, erklärte Hilger. „Das hängt damit zusammen, dass wir aus Deutschland heraus das sogenannte Euro-Clearing betreiben. Das macht den Standort größer und komplexer und damit besser geeignet für weitere Aufgaben.“ Zudem zählten die Nähe zu den Regulierungsbehörden, die Internationalität sowie der Flughafen zu den Vorteilen der Mainmetropole. Wie viele Mitarbeiter am Frankfurter Standort hinzukämen, hänge davon ab, wie hart der Brexit werde. „Wir reden in einem ersten Schritt von einer sehr überschaubaren Zahl von Mitarbeitern, die nach Frankfurt kommen werden, vielleicht 20. Wie viele Leute es letztlich betreffen wird, kann derzeit niemand seriös sagen.“

Goldman Sachs: „Wir beginnen damit, Ressourcen nach Frankfurt und in andere europäische Städte zu verlagern“

Zu den Großbanken, die bereits eine deutsche Banklizenz haben, gehört die Goldman Sachs Gruppe. Für das Unternehmen arbeiten derzeit rund 200 Mitarbeiter im Frankfurter Messeturm im Vergleich zu etwa 6.000 Angestellten in der Londoner City. Da der Brexit inzwischen als sicher gilt, wird Goldman Sachs nach Aussagen von Richard Gnodde, stellvertretender Vorsitzender der Goldman Sachs Group, Inc. und Chief Executive Officer von Goldman Sachs International, die Anzahl der in Frankfurt tätigen Mitarbeiter wenigstens verdoppeln. „Wir beginnen damit, Ressourcen nach Frankfurt und in andere europäische Städte zu verlagern. Mitarbeiter mit Kundenkontakt rücken näher an ihre Kunden heran, ob das nun Mailand, Madrid oder eine andere Stadt ist“, sagte Gnodde in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Da der gesamte Brexit-Prozess nicht vorhersehbar sei, halte er es für wichtig, „entsprechende Notfallpläne“ zu haben. Zudem hoffe und erwarte er, dass es am Ende der Verhandlungen eine Übergangszeit geben werde, damit sich die Finanzbranche auf die neue Situation einstellen könne. „Für die Stabilität des Finanzsystems ist es wichtig, dass die Banken nicht sehr kurzfristig Teile des Geschäfts hin und her schieben müssen. Sie müssen die Zeit haben, Ressourcen aufzubauen; auch die Finanzaufsicht muss sich umstellen.“ Im Wettbewerb um das künftige Finanzzentrum Europas sieht Gnodde mehrere europäische Metropolen im Rennen, darunter auch Paris und Dublin. Frankfurt habe derzeit aber einen Vorsprung.

Invesco: Attraktivität sinkt für Großbritannien und steigt für Deutschland aus Sicht von Staatsfonds

Staatsfonds beurteilen den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union als negativ, weshalb das Land auf lange Sicht inzwischen als weniger attraktiv für Investitionen gilt – zu dieser Erkenntnis kommt die Studie „Global Sovereign Asset Management 2017“ der Investmentgesellschaft Invesco. In Anbetracht der Unsicherheit über die Besteuerung von Importen oder den Zugang zum EU-Binnenmarkt stellen die Befragten auch „die Zukunft Großbritanniens als ‘Investment Hub’ für Europa“ in Frage. Dagegen ist die Attraktivität Deutschlands als Investitionsstandort nach Aussagen der Studie seit 2015 kontinuierlich gestiegen. Die Ergebnisse basieren auf Face-to-Face-Interviews mit 97 führenden Staatsfonds, staatlichen Rentenfonds sowie Zentralbanken mit einem Vermögen von insgesamt rund 12 Billionen US-Dollar.

FinTech Breakfast mit Invest Hong Kong

Am 23. Januar 2017 luden Vertreter des neugegründeten FinTech Sector Teams von Invest Hong Kong gemeinsam mit Frankfurt Main Finance Vertreter der FinTech Community zu einem Breakfast Meeting.  Auf der Agenda standen neben einem Überblick über die Fintech Szene in Hong Kong u.a. Informationen zu Markteintritt und Unternehmensgründung.

Die Vertreter von Invest Hong Kong,  Charles d´Haussy (Leiter Fintech in Hong Kong) und Thorsten Terweiden (Manager Fintech in London), erläuterten den interessierten Gästen ihr Unterstützungsangebot, das neben der Beratung bei Visumsanträgen, Suche von Büroräumlichkeiten und geeignetem Personal auch Informationen zu relevanten Branchennetzwerken und Kontakte zu Serviceprovidern umfasst. Die Organisation bietet zudem PR und Marketingunterstützung beim Launch oder Expansion innerhalb des Netzwerkes.

Weitere Details stehen in der Präsentation zum Vortrag zum Download bereit: IHK_Fintech_Europe_Jan 2017

 

 

Delegationreise nach Japan & Korea

Dr. Jochen Biedermann hat für Frankfurt Main Finance e.V. an der Delegationsreise des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir nach Tokio und Seoul teilgenommen, die vom 29.10. bis 05.10.2016 durchgeführt wurde. Die Delegation, bestehend aus hochrangigen Vertretern der hessischen Politik und Wirtschaft, hat sich in den beiden Ländern mit Politikern, Vertretern von Ministerien und Unternehmen, aber auch Finanzdienstleistern und FinTechs ausgetauscht.

Dabei wurde nicht nur Werbung für den Standort Frankfurt am Main bei den Brexit-Überlegungen japanischer und koreanischer Banken und Finanzdienstleister gemacht, sondern auch ein erster Kontakt zum japanischen FinTech-Verband „FinTech Japan“ aufgebaut. Auch in verschiedenen Treffen mit Aufsichtsbehörden und Banken in beiden Ländern war FinTech ein wichtiges Thema und es besteht großes Interesse an einem Erfahrungsaustausch, wie man Banken und FinTech-Unternehmen am besten vernetzt, so dass beide Seiten profitieren.

Mit FinTech Japan wurden Gespräche über wechselseitige FinTech-Matchmaking-Veranstaltungen in Tokio und Frankfurt geführt, die in 2017 umgesetzt werden sollen. In Korea gibt es ein großes Interesse, die schon seit zwei Jahren bestehende sehr enge Zusammenarbeit im Bereich FinTech weiter zu vertiefen, insbesondere im Bereich Blockchain. Die koreanische Seite freut sich schon auf den Besuch der Delegation deutscher FinTech-Unternehmen vom 11. bis 14.01.2017, die von Frankfurt Main Finance organisiert wird.

Der Finanzplatz ist Chefsache

Frankfurt/Brüssel/New York/Hong Kong/Oman – Ministerpräsident Bouffier reiste zu Brexit-Gesprächen nach New York und Brüssel. Vertreter der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. waren im Mittleren Osten und Asien.

Der Finanzplatz Frankfurt ist Chefsache, dass machten die beiden jüngst vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier unternommenen Reisen nach Brüssel und New York eindrucksvoll deutlich. In Brüssel traf sich der hessische Ministerpräsident mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und im Anschluss startete er für mehrere Tage nach New York, um mit zahlreichen Großbanken über den Standort Hessen zu sprechen. „Wir bedauern die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union ausdrücklich, sind aber entschlossen, die Situation positiv für Hessen zu gestalten“, kommentierte der Ministerpräsident seine Reisen, mit welchen er ein deutliches Ausrufezeichen und ein Signal an die Vertreter der Finanzbranche aussandte.

„Wenn man in einigen Jahren zurückschauen wird, dann wird man sagen, dass diese Reisen des Hessischen Miniterpräsidenten enorm wichtig waren. Sie kamen zur richtigen Zeit: Es stehen in den nächsten Monaten Entscheidungen an, wohin man geht und man will jetzt wissen: Sind wir willkommen? Da gab es Fragezeichen und die hat Volker Bouffier mit der notwendigen Rückendeckung sehr deutlich ausräumen können. Ihm gebührt unser Dank, sowie zuvor auch den zahlreichen hessischen Ministern und dem Oberbürgermeister von Frankfurt, die alle an einem Strang gezogen haben und noch ziehen“, kommentierte Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Reisen.

Frankfurt ist in der Eurozone das bedeutendste Finanzzentrum und die Drehscheibe des Euro-Zahlungsverkehrs. Der Finanzplatz ist insgesamt gut gerüstet für die anstehenden Entscheidungen. Gerade die enge Zusammenarbeit und die gute Vorbereitung von Land, Region, Stadt Frankfurt und dem Finanzplatz sorgen dafür, dass Frankfurt in einer guten Ausgangslage ist. Es gilt allerdings weiterhin, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen und die Ansiedlung von Unternehmen und Aufsichtsbehörden, wie der Bankenaufsicht EBA oder der Arzneimittelagentur EMA, keine Selbstläufer sind. Für den Finanzplatz spricht vieles, wichtig ist, dass man gerade Faktoren, wie Stabilität und Sicherheit mit in die Waagschale wirft. Diese Botschaft gilt es in die Welt zu tragen. Daher waren in den vergangnen Monaten die Vertreter der Finanzplatzinitaitve erneut unterwegs, um für den Standort zu werben. Neben Metropolen in Asien lagen die Reiseziele auch verstärkt im Mittleren Osten. Zentral bleibt aber bei allen Reisen, dass die Vertreter des Finanzplatzes Frankfurt ruhig und sachlich für den Standort werben. Dies geschieht vor allem in persönlichen Gesprächen, am besten vor Ort, in denen die Entscheider von Frankfurt und der Rhein-Main-Region überzeugt werden.

 

FMF beim Symposium Globalization of FinTech in Korea

Auf Einladung des Global FinTech Research Institute in Seoul und in Anwesenheit von führenden koreanischen Politikern hat Dr. Biedermann eine Keynote beim Annual Symposium Globalization of FinTech in Korea gehalten. In seinem Vortrag hat er die Standortinitiative Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main, deren Ergebnisse sowie die Lokation des neuen FinTech-Zentrums vorgestellt und die weiteren Schritte zur Vertiefung der bestehenden Kooperation mit Korea im Bereich FinTech motiviert. Zusätzlich hat er einige koreanische FinTech-Unternehmen besucht und Werbung für ein Engagement in Frankfurt gemacht. Mit Finotek ist bereits eines dieser FinTech-Unternehmen im Frankfurt Rhein-Main aktiv und wird ab August einen Vertreter vor Ort haben. In einer weiteren Keynote hat er über die internationalen Entwicklungen in den Bereichen FinTech und Blockchain beim koreanischen Computer-Kongress in Jeju-City referiert.

 

Der nächste Frankfurt-Besuch einer koreanischen FinTech-Delegation wird für Ende Oktober erwartet.

 

 

„Think Asia, Think Hong Kong“: Veranstaltung in Frankfurt/Main

Die Veranstaltung „Think Asia, Think Hong Kong“, organisiert vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC), findet in diesem Jahr erstmals in Deutschland statt. Am 28. und 29. September bietet die Veranstaltungsserie Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenordnungen in vier Städten die Möglichkeit, umfassende und aktuelle Informationen zum Geschäftsumfeld in Hongkong, China und Asien zu erhalten und Kontakte zu knüpfen. In Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München sieht das Programm themenspezifische Seminare und Panel-Diskussionen mit führenden Personen der Wirtschaft Deutschlands und Hongkongs vor. Über Beratungsangebote vor Ort und Business Matching Meetings können sich deutsche Geschäftsleute und Dienstleister aus Hongkong kennenlernen und austauschen. Im Rahmen der erstmals in Deutschland stattfindenden Veranstaltungsreihe wird Frankfurt Main Finance e.V. Kooperationspartner für das Seminar am Finanzplatz Frankfurt sein.

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6. Finanzplatz-Frühstück: FMF und Deutsche Bank zur Entwicklung Indiens

Indien gilt als das Aufsteiger- und Chancenland in der weltweiten Entwicklung. Nicht nur aufgrund seiner Bevölkerung, sondern auch wirtschaftlich nimmt das Land eine rasante Entwicklung – von Indien kann ein wichtiges Signal an die gesamte Weltwirtschaft ausgehen.

Auf Einladung der Deutschen Bank AG und der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. trafen sich heute geladene Gäste im Herzen von Frankfurt zum sechsten FinanzplatzFrühstück. Die Vorsitzende der State Bank of India, Frau Arundhati Bhattacharya, begeisterte mit einem gelungenen Vortrag unter der Überschrift: Indien – viele kleine Schritte hin zu großen Reformen. Nach einer Begrüßung durch Jürgen Fitschen, dem Co-Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bank AG und Hubertus Väth, dem Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V., gab Frau Bhattacharya gekonnt einen Überblick über das spannende Schwellenland Indien.

Ganz besonders deutlich veranschaulichte Frau Bhattacharya zentrale Punkte, welche für die weitere Entwicklung des Landes von wegweisender Bedeutung sind. Vor allem die Bereiche Bildung, Ausbildung und Entwicklung sind für sie wesentliche Faktoren für die weitere Entwicklung Indiens. Weiter erläuterte sie, dass gerade jetzt dringend notwendige Reformen angegangen werden, die für die schnell wachsende Bevölkerung und Wirtschaft des Landes benötigt werden. Mit Frau Bhattacharya konnte eine außergewöhnliche Gastrednerin gewonnen werden, welcher es gelang, mit viel Sachverstand in kürzester Zeit einen fundierten Überblick zur aktuellen Entwicklung in Indien zu geben. Frau Bhattacharya ist die erste weibliche Vorsitzende der 207 Jahre alten State Bank of India und damit eine der mächtigsten Frauen der Welt.

Delegationsreise in die Republik Indien

Vom 31. Oktober bis zum 7. November fand eine Delegationsreise des hessischen Wirtschaftsministeriums in die Republik Indien statt. Gerade für die Wirtschaft ist Indien aktuell eines der spannendsten Länder. Für das Finanzjahr 2015 / 2016 wird ein Wachstum von rund 8 % erwartet und die ausländischen Direktinvestitionen lagen von April 2014 bis Februar 2015 rund 39 % höher als im Vorjahr. Gemeinsam mit den Vertretern des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung unter der Leitung von Staatsminister Tarek Al-Wazir nahmen rund 40 Vertreter aus Politik und Wirtschaft mit dem Ziel teil, die intensiven Wirtschaftsbeziehungen zwischen Hessen und Indien weiterzuentwickeln.

Mit dem Sprecher des Präsidiums, Dr. Lutz Raettig und dem Geschäftsführer Hubertus Väth war auch der Finanzplatz Frankfurt hochrangig bei der Delegationsreise vertreten. Beide konnten die Reise nutzen, um Kontakte zu knüpfen, sich zu informieren und wertvolle Verbindungen auf politischer, wie auf unternehmerischer Ebene in Indien zu vertiefen.

Über verschiedene Delegationsreisen und auf beiden Seiten aktive Player wie die State Bank of India hat sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt, die weiter ausgebaut werden soll. Insbesondere Financial Inclusion ist dabei ein wichtiges Thema, bei dem Frankfurt innovative Ansätze für den indischen Markt besteueren kann.