Peking

Hessen und Peking – eine besondere Verbindung

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankfurt und China reichen in die achtziger Jahre zurück. Die Partnerschaft mit der Hauptstadt der Provinz Guangdong wurde bereits im Jahr 1988 ins Leben gerufen.

Um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten Frankfurt und Peking zu verstärken, unterzeichnete die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und das Beijing Investment Promotion Bureau im August 2007 ein Memorandum über freundschaftliche Zusammenarbeit.

Seitdem hat sich die wirtschaftliche Dynamik im Reich der Mitte und insbesondere Peking als Zentrum der Finanzwirtschaft rasant entwickelt. Im dritten Quartal 2012 hatten in der Beijing Financial Street über 1.000 Finanzinstitute sowie über 400 Aufsichts- und Regulierungsorgane ihren Sitz. Rund 174.000 Angestellte arbeiten dort für Finanzdienstleister und somit 70 Prozent aller Angestellten des Finanzsektors von ganz Peking. Das Volumen der Vermögenswerte belief sich auf 62,1 Billionen Yuan RMB, fast 50 Prozent der landesweiten Vermögenswerte.

Dementsprechend war es für die Finanzmetropole Frankfurt folgerichtig, im Jahr 2012 mit Peking eine Vereinbarung zur langfristigen Zusammenarbeit der beiden Finanzplätze zu unterzeichnen. Im Zentrum der Ausgestaltung stehen Fragen der Finanzmarktregulierung und des Risikomanagements sowie der Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal. Der Finanzplatz Frankfurt baut so seine exzellenten Kapazitäten und Kontakte in diesen Bereichen aus.

Peking gehört mit seinem Distrikt Xicheng zu den dynamischsten Finanzzentren der Welt. Die Zusammenarbeit stellt eine wertvolle Bereicherung für das globale Netzwerk des Finanzplatzes Frankfurt dar. Xicheng bietet große Geschäftspotentiale, die durch die gemeinsamen Initiativen der hessischen Landesregierung, den Vertretern der hessischen Wirtschaft und des Finanzplatzes Frankfurt für die hessische Finanzindustrie erschlossen werden sollen.

Abgerundet wird das getroffene Finanzplatzabkommen durch die Vereinbarung, einen hessisch-chinesischen Wirtschafts- und Handelstag in Frankfurt durchzuführen. Sondiert wird, ob ein chinesisch-hessischer Wirtschaftsbeirat eingerichtet werden kann.

Shanghai

Kooperationen Shanghai
Hessen und Shanghai pflegen lebhaften Wirtschaftsaustausch

Neben der Hauptstadt Peking bestehen auch zu der 23-Millionen Metropole Shanghai enge Verbindungen. Seit 2012 findet jährlich das Hessen-Shanghai Business Forum statt – jeweils im Wechsel zwischen Shanghai und Frankfurt.

Das erste internationale Hessen-Shanghai Business Forum stand 2012 unter dem Titel „Finanzierung von Investitionen und Handel – Zusammenarbeit zwischen Banken und Unternehmen“. Rund 200 Besucher trafen sich. Die chinesischen Teilnehmer zeigten sich erfreut über die hervorragende Verkehrsinfrastruktur, die gesamte Bandbreite wirtschaftsnaher Dienstleistungen, die Anzahl hochqualifizierter Arbeitskräfte und das gute Schulangebot für chinesische Kinder in der Finanzmetropole Frankfurt.

Unter dem Titel „Partnerschaft und Investitionen stärken“ stand das 2. Hessen-Shanghai Business Forum 2013 in Shanghai. Im Mittelpunkt standen Themen wie Frankfurt als europäisches Zentrum für Geschäfte mit der chinesischen Währung, die Kooperation der Finanzplätze Shanghai und Frankfurt sowie die Finanzierung von Investitionen und Handel in Deutschland und China.

Bei den chinesischen Unternehmen besteht großes Interesse am Handel mit und an Investitionen in Hessen. Viele suchen zu diesem Zweck konkrete Gespräche und Finanzierungspartner. Das Hessen-Shanghai Business Forum bietet eine gute Plattform für diesen Austausch.

Während des Forums wurde nochmals verdeutlicht, dass Frankfurts Entwicklung zum Renminbi-Geschäftszentrum der Eurozone rasch voranschreitet. Bereits 2012 lag Deutschland im grenzüberschreitenden Renminbi-Zahlungsverkehr in Europa an erster Stelle. Wenn der chinesisch-deutsche Wirtschaftsaustausch, wie von der chinesischen Regierung angestrebt, von 130 Mrd. Euro in 2012 auf 200 Mrd. Euro in 2015 ansteigt, wird sich diese Stellung noch verstärken. Viele Unternehmen machen deutlich, dass sie Renminbi (RMB) bei ihrer Geschäftsabwicklung nutzen wollen. Die Anzahl der Finanzinstitute in Deutschland, die mit RMB handelten, stieg binnen eines Jahres von 17 auf 62.

In China wird die Entwicklung eines RMB-Zentrums und eines liberalisierten Güter- und Dienstleistungsverkehrs derzeit insbesondere in Shanghai vorangetrieben. Durch die Einrichtung der China (Shanghai) Pilot Free Trade Zone soll in China die schrittweise Öffnung der Märkte geprobt werden. Eine Vereinbarung mit der Stadt Shanghai sieht vor, die sich daraus ergebenden Chancen durch eine enge Kooperation der Finanz- und Wirtschaftszentren Shanghai und Frankfurt zu nutzen.

Frankfurt und Istanbul kooperieren erfolgreich im Finanzsektor

Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am Main vom 12.04.2015

Oberbürgermeister Feldmann zieht bei Istanbul-Besuch positive Zwischenbilanz: Konkrete Projekte zur Entwicklung von digitaler Infrastruktur und Ansiedlungen unterbreitet

(pia) Oberbürgermeister Peter Feldmann und seine Delegation besuchten die Istanbul Metropolitan Municipality. Der Frankfurter Oberbürgermeister und die 20 köpfige Delegation wurden durch den Deputy Mayor der 15 Millionen-Metropole Istanbul, Ahmet Selamet empfangen. Schwerpunkt der Gespräche war eine Zwischenbilanz des im September 2012 unterzeichneten Memorandum of Understanding über die wirtschaftliche Zusammenarbeit bei der Finanzplatzentwicklung Istanbuls.

Seit 2012 hatten mehrere Expertengespräche und Workshops in Frankfurt und Istanbul stattgefunden, zuletzt beim Istanbul Finance Summit 2014. Zentral bei der Beratung durch die Wirtschaftsförderung und Frankfurt Main Finance waren die Entwicklung eines Finanzplatz Clusters, die räumliche Entwicklung von Finanzzentren und die benötigte Infrastruktur im digitalen Bereich. Hierfür stand gestern mit Frank Orlowski vom De-Cix Frankfurt ein kompetenter Vertreter des Digital Hub FrankfurtRheinMain zur Verfügung.

Besonders erfreut zeigte sich die Stadt Istanbul darüber, dass Oberbürgermeister Feldmann und die Wirtschaftsförderung Frankfurt schon zwei konkrete Projektvorschläge im Gepäck hatten: Entwürfe zur Entwicklung einer digitalen Infrastruktur und einer Ansiedlungsstrategie für das aufsteigende Finanzzentrum Istanbul.

zur Pressemitteilung auf der Webseite der Stadt Frankfurt am Main

Unterzeichnung MoU Frankfurt und Busan

Frankfurt Main Finance schließt Kooperation mit dem südkoreanischen Finanzzentrum Busan

Die südkoreanische Stadt Busan und Frankfurt Main Finance wollen ihre Finanzplätze wechselseitig fördern und stärken. Dies ist Gegenstand einer Absichtserklärung, die heute von Vertretern beider Seiten in den Geschäftsräumen von Frankfurt Main Finance unterzeichnet worden ist. Die Stadt Busan repräsentierte Cho Donyoung, zweiter Bürgermeister der Stadt, im Rahmen eines Delegationsbesuchs von Vertretern aus Politik und Finanzindustrie der Republik Korea. Wilhelm Speckhardt, Bürgermeister der Stadt Eschborn, vertrat Frankfurt Main Finance in seiner Funktion als Mitglied des Vorstandes und Präsidiums.  Weiterlesen