FinTechGermany Award Golden Garage prämiert beste FinTechs

Frankfurt Main Finance, Business Angels Frankfurt RheinMain und die WM Gruppe (Börsen-Zeitung) verleihen am 14. Juni 2018 im Frankfurter TechQuartier zum vierten Mal den FinTechGermany Award „Golden Garage“. Eine offene Jurysitzung findet am 7. März 2018 im Rahmen des 11. Finanzplatztags der WM-Gruppe statt.

Der führende investorenseitige Gründerpreis für FinTech-Unternehmen umfasst die Kategorien Seed-/Early Stage, Late Stage, Growth Stage und Foreign new entrant to Germany. Das Augenmerk bei der Auswahl der Preisträger liegt insbesondere auf der Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exitfähigkeit der Unternehmen, insgesamt somit auf der Werthaltigkeit im jeweiligen Entwicklungsstadium.

Weitere Details finden Sie auf der FinTechGermany Award Website.

Informationen zum FinTechGermany Award

Bewerbungsfrist für den FinTechGermany Award „Golden Garage“ gestartet

Der führende investorenseitige Gründerpreis Deutschlands für FinTech- und InsurTech-Unternehmen wird 2018 zum vierten Mal verliehen. Interessierte Startups können sich ab jetzt bis zum 16. April 2018 für die Auszeichnungen bewerben.

Die Organisatoren des Preises – Börsen-Zeitung, Business Angels FrankfurtRheinMain, Frankfurt Main Finance und TechFluence – führen das bewährte Konzept der Vorjahre fort und vergeben den „Golden Garage“ genannten Award in den Kategorien Seed-/Early Stage, Late Stage, Growth Stage sowie „Best Foreign New Entrant to Germany“. Darüber hinaus werden Preisträger in den Sonderkategorien InsurTech und Proptech ermittelt.

Die öffentliche Verleihung der Awards, zu der wieder rund 200 Teilnehmer erwartet werden, findet am 14. Juni 2018 im Frankfurter TechQuartier statt. Die Veranstaltung bietet den anwesenden Gründern die Möglichkeit, ihre persönlichen Netzwerke auszubauen und den Bekanntheitsgrad unter den anwesenden Investoren zu steigern. Die Berichterstattung über die Veranstaltung verbessert zudem die Wahrnehmung der beteiligten Unternehmen in der breiten Öffentlichkeit.

Bereits vor dem Termin im Juni werden sich ausgewählte Bewerber während des Finanzplatztages der WM Gruppe am 7. März 2018 im Rahmen einer offenen Jurysitzung präsentieren. „Die offene Jurysitzung bietet den Bewerbern, aber auch interessierten Zuschauern einen Einblick in die Bewertung junger Unternehmen durch potenzielle Investoren“, erläutert Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung, das neue Veranstaltungsformat. Unterstützt wird der Fintech Germany Award u.a. durch das Bankhaus Metzler, Baker McKenzie, Ernst & Young, Oliver Wyman sowie durch die IHK Frankfurt am Main.

Detaillierte Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Startups, Sponsoren und Interessenten an der Veranstaltung sind auf der Internetseite www.fintechgermanyaward.de verfügbar. Bewerber können sie auch direkt per E-Mail an bewerbung@fintechgermanyaward.de an die Organisatoren wenden. Aktuelle Informationen gibt es auch bei Twitter unter @FinTechGermany und #GoldenGarage.

FinTechGermany Awards 2017: Fintech-Gründer mit Golden Garage ausgezeichnet

FinTechGermany Awards zum zweiten Mal für sechs vielversprechende Geschäftsmodelle verliehen – Ökosystem in Frankfurt wächst

Im Rahmen des Frankfurt Finance Summit sind am Mittwochabend zum zweiten Mal die FintechGermany Awards verliehen worden. Dabei wurden Start-ups aus sechs Kategorien ausgezeichnet: Im Segment Seed/Early Stage machte Catana Capital das Rennen, Liqid Asset Management hatte im Bereich Late Stage die Nase vorn, und als Gewinner im Growth Stage wurde Raisin mit ihrer Marke Weltsparen ausgezeichnet. Bestes ausländisches Fintech wurde die in Zürich ansässige Centralway Numbrs, den Sonderpreis im Bereich Blockchain erhielt die Berliner Bitbond. In der Kategorie Insurtech wurde Lokalmatador Clark mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Dieser Preis wurde in diesem Jahr wieder von den Business Angels Frankfurt/Rhein-Main, Frankfurt Main Finance und der WM Gruppe, die auch die Börsen-Zeitung herausgibt, vergeben. Alle Start-ups waren mit Gründer und/oder Vorstand im Deutschen Filmmuseum auf der Bühne, um die Preise aus den Händen von Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der WM Gruppe, in Empfang zu nehmen.

Die FintechGermany Awards wurden erstmals im November 2016 anlässlich der Eröffnung des TechQuartiers vergeben. Dieses soll als zentrales Drehkreuz für die Ansiedelung von innovativen Unternehmen in der Region Rhein-Main dienen und hat sich bereits als Treffpunkt für deutsche und internationale Fintechs etabliert. Die damaligen Preisträger waren Scalable Capital, CRX Markets, WebID Solutions und Quantoz. Mit den diesjährigen FinTechGermany Awards wurde die Palette um die Sonderpreise für Insurtech und Blockchain erweitert.

Das von der Bundesregierung als einer von deutschlandweit fünf Knotenpunkten der Digitalisierung („Digital Hubs“) benannte Frankfurt hat in den vergangenen Monaten weiter an Reife und Strahlkraft als wichtiger Bestandteil des Fintech-Ökosystems von Flensburg bis Berchtesgaden gewonnen. Denn während anfangs viele Fintechs von Berlin aus mit auf Privatkunden (B2C) zielenden Geschäftsmodellen ins Rennen gingen, sind inzwischen viele junge Unternehmen auf einen B2B-Kurs umgeschwenkt und suchen verstärkt Kooperationen als Dienstleister von Banken. Damit einhergehend gewinnt die Mainmetropole als Bankenplatz an Attraktivität für Fintechs – selbst aus London wollen sich nun Brexit-bedingt Fintechs in Deutschland ansiedeln, blicken dabei aber in der Regel zuerst nach Berlin.

Skalierbar und exitfähig

Den Gewinnern der FintechGermany Awards soll die Auszeichnung Schwung verleihen bei der weiteren Geschäftsentwicklung. Das Augenmerk bei der Auswahl der Preisträger lag für die Juroren insbesondere darauf, wie gut sich das junge Unternehmen finanzieren lässt, wie leicht das Geschäft skalierbar ist und wie die Perspektiven für einen Exit sind, also für einen Börsengang oder einen Verkauf.

Noch aber sind alle in der „Golden Garage“ damit beschäftigt, zusätzliches Kapital für weiteres Wachstum zu akquirieren. Die im Growth Stage ausgezeichnete Raisin hat seit Gründung 60 Mill. Euro an Eigenkapital eingeworben. Die letzte Finanzierungsrunde der Berliner fand im Januar statt und brachte 30 Mill. Euro ein – eine für deutsche Verhältnisse beachtliche Dimension. Raisin hat als größter deutscher Anbieter in der Depositenvermittlung mehr als 2 Mrd. Euro an Einlagen vermittelt, wobei die Zinsanlagen in der Regel aus dem Ausland stammen.

Mit künstlicher Intelligenz

Die ebenfalls in Berlin ansässige Liqid ist auf digitales Wealth Management spezialisiert, zählt also zu den in Deutschland zahlreichen Robo-Advisern. Allerdings greift das Start-up um Geschäftsführer Christian Schneider-Sickert auf das Vermögensmanagement der Familie Harald Quandt zurück. Zur automatisierten Portfoliosteuerung ist ein zusammen mit den Universitäten in Zürich und St. Gallen entwickelter Algorithmus im Betrieb. Rund 10 Mill. Euro wurden bislang bei Investoren eingesammelt, zuletzt im Februar 4,5 Mill. Euro.

Die im Frankfurter Westend unweit des Palmengartens ansässige Catana Capital sorgte erstmals Mitte 2016 für Aufsehen, als bekannt wurde, dass das Start-up den weltweit ersten Publikumsfonds auflegte, der komplett auf Big Data und künstliche Intelligenz setzt. Eine zweistellige jährliche Rendite unabhängig von den Bewegungen am Aktienmarkt will Geschäftsführer Holger Knauer erzielen. Bei Dax-Produkten kommen dabei Long- und Short-Strategien zum Einsatz.

Mit Centralway Numbrs hat sich im Segment bestes ausländisches Fintech ein Plattformbetreiber für eine Multi-Banking-App durchgesetzt. Norisbank und Postbank zählen zu den Partnern, die ihre Produkte auf Numbrs vertreiben. Bei einer im Februar abgeschlossenen Finanzierungsrunde wurde angeblich eine Bewertung im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt. Gezeichnet wurden Anteile im Wert von 50 Mill. Euro, Investor ist der Staatsfonds aus Dubai, Investment Corporation of Dubai. Im Gegensatz zur Smartphone-Bank N 26 will Numbrs als Partner und Vertriebsplattform der Banken agieren.

In der Kategorie Blockchain wurde mit Bitbond ein Spezialist für P2P-Kredite ausgezeichnet. Bereits Mitte 2013 gegründet, hatte Bitbond im Herbst 2016 als erstes deutsches Blockchain-Unternehmen eine Lizenz von der BaFin erhalten. Das Besondere: Ausgezahlt werden Kredite in Bitcoin. Knapp 80 000 Nutzer sind registriert, im Februar erhielt Bitbond ein Funding von 1,2 Mill. Euro. Die Jury für den Sonderpreis Blockchain bildeten Philipp Sandner (Frankfurt School of Finance & Management Blockchain Center) und Johannes Clauss (Unternehmer/Investor, CEO, Excon Services).

Blockchain und Insurtech

Der digitale Versicherungsmakler Clark verfügt über eine breite Investorenbasis, zuletzt wurden im Rahmen einer Serie-A-Finanzierung im vergangenen August 13,2 Mill. Euro eingeworben. Da die klassische Assekuranz ihre eigene Digitalisierung nun entschlossen vorantreibt, ist in den vergangenen Monaten reichlich Corporate Venture Capital in den deutschen Insurtech-Sektor geflossen. Marktkenner trauen der von Finleap auf den Weg gebrachten Clark als einem der ersten deutschen Fintechs den Börsengang im neuen Wachstumssegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse zu. Die Jury für den Sonderpreis Insurtech bildeten Markus Petry (Insurance and Finance, Hochschule RheinMain/Wiesbaden Business School), Simon Nörtersheuser (Insurtech-Investor, Co-CEO, Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH), Mehrdad Piroozram (Unternehmer/Investor, Partner, InsurTech.vc Management GmbH) und Christopher Schmitz (Partner EMEIA Financial Services, EY).

Dieser Artikel wurde am 27. April 2017 auf Seite fünf der Börsen-Zeitung sowie auf deren Webseite veröffentlicht. Der Author ist Björn Godenrath.

Golden Garage

Top FinTech Unternehmen mit Golden Garage gewürdigt

Das Frankfurter FinTech Ökosystem zu fördern, könnte nicht erfolgreich sein, ohne einige der besten Start-ups und deren Leistungen zu würdigen. Am 17. November 2016 veranstalteten Frankfurt Main Finance, Business Angels FrankfurtRheinMain und die WM Gruppe die jährliche FinTechGermany Awards Verleihung, um FinTech Unternehmen den Golden Garage Award in den Kategorien Early/Seed Stage, Late Stage, Growth Stage und New entrant into Germany zu verleihen. Die Jury bewertete in diesem Zusammenhang vor allem in den Bereichen finanzielle Realisierbarkeit, Skalierbarkeit sowie Exit-Möglichkeiten.

Später am Abend füllte sich die Eingangslobby des Pollux Gebäude mit Gästen, welche zur Einweihungsfeier des Frankfurt FinTech Hub, Tech Quartier, kamen. Dies war sicherlich ein symbolischer Ort für die Verleihung dieser Awards, da die Eröffnung des Tech Quartier den Höhepunkt monatelanger Arbeit von Frankfurt Main Finance und anderen Akteuren des Finanzplatzes darstellte, um Frankfurts FinTech Ökosystem zu fördern. Bevor der Raum seine offizielle Feierlichkeit annahm, wurde er allerdings in eine Goldene Garage verwandelt. Dieses neue Konzept solle auf berühmte Gründer wie Steve Jobs, Bill Gates und Larry Page anspielen, die unermüdlich in ihrer Garage arbeiteten und dabei Technologien entwickelten, die später die Welt verändern würden. Abgerundet wurde der Effekt durch goldenes Werkzeug, verstreut auf Tischen und der Bühne, wo die Awards mit Namen Golden Garage auf einem Stapel goldener Reifen thronten. Nur die Gründer mit den vielversprechendsten und innovativsten Businessmodellen nahmen einen Golden Garage mit nach Hause – als Signal an Investoren für den Wert und das Potenzial dieser Start-ups.

Der Top Sponsor des FinTechGermany Awards war in diesem Jahr die Deutsche Börse. Vorstandsmitglied Hauke Stars erklärte: „Wir wollen dazu beitragen, dass Frankfurt die führende Region für FinTechs in Deutschland wird. Zu diesem Zweck ist es grundlegend, dass alle involvierte Institutionen zusammenarbeiten, um eine Community zu begründen, die für FinTechs attraktiv ist und es allen Akteuren erlaubt, voneinander zu profitieren.“ Frankfurt hat tatsächlich ein signifikantes FinTech Ökosystem entwickelt und ist mittlerweile Standort für mehr als 50 FinTechs sowie mehrere FinTech Hubs, Incubators und Accelerators und einer Reihe entsprechender Veranstaltungen. Stars weiter zur Wichtigkeit dieser Bemühungen und der Golden Garage: „Der FinTechGermany Award hilft diese Bestrebungen zu beleuchten.“ Zu den Sponsoren zählten außerdem EY, Baker & McKenzie und die IHK Frankfurt.

Das Event begann mit der Eröffnungsansprache des Frankfurt Main Finance Präsidenten, Dr. Lutz Raettig, welcher die Bedeutung der Digitalisierung für den Finanzsektor und die Wirtschaft darlegte. Sich auf den Finanzsektor als Zielort für FinTech Start-ups beziehend erklärte Dr. Raettig: „Einfach gesagt, wir haben ein Start-up Ökosystem in Frankfurt und eine großartige Infrastruktur, die ihresgleichen sucht. Außerdem haben wir, was viele Städte nicht haben, was besonders wichtig für den FinTech Sektor ist und das ist die Fähigkeit neue Anwendungen auszuprobieren und mit diesen zu experimentieren, da sich die Endverbraucher ebenfalls in Frankfurt befinden.

Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung, führte durch den Abend, um Laudatoren und Award-Gewinner vorzustellen. In seinen einleitenden Worten, sprach er über die wachsende Wichtigkeit von FinTechs. Gemäß Zinke, wurden FinTechs erstmals 2014 in der Börsen-Zeitung erwähnt und zählen nun zum festen Bestandteil der tagtäglichen Arbeit der Zeitung. „In den letzten zwölf Monaten wurden über 300 Artikel über FinTechs in der Börsen-Zeitung veröffentlicht, also mehr als einer am Tag.“ Diese zunehmende Relevanz von FinTechs unterstreicht die Bedeutung des FinTechGermany Awards und die Unterstützung des Finanzplatzes für das FinTech Ökosystem.

Die Golden Garage Gewinner jeder Kategorie sind:

Mit dem Golden Garage gewürdigt worden zu sein ist mit Sicherheit ein Meilenstein für diese jungen Firmen ebenso wie die Eröffnung des Tech Quartiers für das Frankfurt FinTech Ökosystem. In seinen Ausführungen betonte Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels FrankfurtRheinMain, die Bedeutung der Arbeit der Business Angels bei der Unterstützung dieser jungen Unternehmen. „Es gibt eine große Kluft in der Finanzierung, wenige hunderttausend auf der einen Seite und mehreren Millionen auf der anderen Seite. Wir wollen durch unsere Arbeit im Rahmen des Dialogforums diese Kluft verringern. Dieser Preis ist eines unserer besten Marketinginstrumente hierfür.“ Der FinTechGermany Award spielt eine grundlegende Rolle, um Investoren anzuziehen sowie Investments in der Region und in Deutschland zu erhöhen. Ohne die notwendige Förderung und Unterstützung würden Start-ups stagnieren, könnten sich nicht vergrößern und die bedeutenden Ideen innovativer Unternehmer könnten niemals realisiert werden.