Renminbi ist Chefsache am Finanzplatz Frankfurt

Die deutsche Finanzwirtschaft begrüßt die Vereinbarung, in Frankfurt am Main eine Clearingbank für den Handel mit Renminbi zu benennen. Frankfurt ist damit in Europa der erste Finanzplatz mit einer solchen Vereinbarung und in der Euro-Zone das einzige Renminbi-Clearingzentrum. Unternehmen in Deutschland und Europa profitieren im China-Handel von verbesserten Konditionen. 

Lutz Raettig: „Wir stehen als Finanzplatz geschlossen hinter der Initiative und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern.“
Die deutsche Finanzwirtschaft begrüßt das heute in Berlin zwischen der Deutschen Bundesbank und der People’s Bank of China unterzeichnete Memorandum of Understanding, in Frankfurt am Main eine Clearingbank für den Handel mit der chinesischen Währung Renminbi zu benennen. Frankfurt ist damit in Europa der erste Finanzplatz mit einer solchen Vereinbarung und in der Euro-Zone das einzige Renminbi-Clearingzentrum. Führende Vertreter des Finanzplatzes aus allen Bankengruppen haben die Entwicklung des Standortes zum Renminbi-Handelszentrum geschlossen zur Chefsache erklärt.

Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance: „Den Ausschlag für Frankfurt haben zweifellos die Bedeutung und die dynamische Entwicklung der realwirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und China gegeben. Sobald die Entscheidung über die Clearingbank gefallen ist, steht der Finanzplatz bereit, den Renminbi in der ganzen Breite des Produktspektrums einzusetzen. Wir stehen als Finanzplatz geschlossen hinter der Initiative und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern.“

Bereits seit Oktober 2013 besteht eine Swap-Vereinbarung zwischen der Europäischen Zentralbank und der People’s Bank of China im Volumen von 350 Milliarden Renminbi beziehungsweise 45 Milliarden Euro. Mit der geplanten Ansiedlung des Renminbi-Clearings für die Euro-Zone in Frankfurt wird diese Vereinbarung nun mit Leben gefüllt.

Sobald die Clearingbank benannt ist und ihre Tätigkeit aufgenommen hat, sind deutsche Unternehmen nicht mehr auf asiatische Zentren in Hongkong oder Shanghai angewiesen, deren Nutzung aufgrund der Zeitverschiebung und des notwendigen Zwischenhandels über den US-Dollar vielfach als wenig attraktiv angesehen wurde. Mit Aufnahme der Tätigkeit der Clearingbank können die Unternehmen ihre Geschäfte mit China einfacher, direkter, kostengünstiger und mit weniger Risiko in Renminbi abwickeln. Das kommt insbesondere dem Mittelstand zugute. Doch nicht nur für Deutschland, sondern auch für den gesamten Euro-Raum und darüber hinaus ist zu erwarten, dass sich Frankfurt als führendes Renminbi-Handelszentrum zwischen der Euro-Zone, dem asiatischen und dem amerikanischen Kontinent entwickelt.

Mehr Informationen zum Renminbi-Handelszentrum Frankfurt am Main finden Sie auf der Internetseite http://www.frankfurt-main-finance.de/de/renminbi/

Statistiken zur Bedeutung des Renminbi als Währung im internationalen Zahlungsverkehr gibt es bei SWIFT: http://www.swift.com/products_services/renminbi_reports

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Zweite Ausgabe des Renminbi Newsletter erscheinen Im Frankfurt Main Finance Info-Center ist jetzt die zweite Ausgabe des Renminbi Newsletter verfügbar. Themen u.a.:China in 2016 größter Handelsp...
Frankfurt Main Finance besucht israelische FinTech... Israel verfügt über einen starken FinTech-Sektor. Zeit für Frankfurt Main Finance, diesen genau kennenzulernen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen ...
Frankfurter Weihnachtsmarkt Der Frankfurter Weihnachtsmarkt blickt auf eine lange Tradition zurück und zählt damit zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Bis ins Jahr 13...
CFS-Umfrage: Cybersecurity muss in der Finanzbranc... Das Thema Cybersecurity ist von zentraler Bedeutung. Darin ist sich die deutsche Finanzindustrie geschlossen einig und misst dem Thema einen entsprech...