„Starke Standortfaktoren sichern Frankfurts Erfolg“

„Financial Centres 2025“:  WHU- Studie zeigt, dass der Finanzplatz Frankfurt viel zu bieten hat.

Frankfurt – Wie kann sich der Finanzplatz Frankfurt in diesem Wettbewerb positionieren, welche Perspektiven ergeben sich für den Finanzplatz im Jahr 2025? Diese und andere Fragen hat die WHU-Studie in Expertengesrpächen gestellt. Und damit untersucht, wie 35 in- und ausländische Experten aus Wirtschaft und Politik die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt beurteilen. Im Fokus der Untersuchung stehen die Stärken und Schwächen, die den Erfolg der Finanzzentren beeinflussen.

Frankfurt kann hier mit entscheidenden Standortfaktoren punkten: Neben der EZB und der Bundesbank beheimatet Frankfurt die Wertpapieraufsicht der BaFin sowie die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA. Frankfurt kann somit zurecht als Zentrum der europäischen Geldpolitik und Kapitalmarktaufsicht bezeichnet werden. Damit ist Frankfurt nicht nur für viele von der Aufsicht betroffene Institutionen als Standort attraktiv, sondern hat auch die Chance, Taktgeber für eine sachgerechte und sinnvolle Kapitalmarktaufsicht zu werden.

Als besonderer Wettebewerbsfaktor ist hierbei eine sachgerechte Regulierung und Beaufsichtigung des Finanzwesens zusehen, diese gilt als entscheidender zukünftiger Wettbewerbsfaktor. Die Experten haben aber auch angemerkt, dass die gelebte Aufsichtspraxis heute noch nicht diesem Ideal entspricht, insbesondere fehlen vielen Aufsehern genügend Einblicke in die praktischen Geschäftsabläufe.  In dieser Hinsicht wurde der Finanzplatz Luxemburg gelobt, der sich im Bereich Asset Management zwar nicht durch eine weniger strenge, aber doch durch eine serviceorientierte Aufsicht abhebt. Zudem schätzen die Experten die Auswirkungen der mit der Bankenunion verbundenen Regulierung für den Finanzplatz Frankfurt eher negativ ein, da diese Regulierung das deutsche 3-Säulen-Bankensystem eher benachteiligt.

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