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FinTechRat: Empfehlungen zur digitalen Entwicklung

Der Parlamentarische Staatssekretär Jens Spahn hat vom FinTechRat eine Reihe von Handlungsempfehlungen entgegengenommen. Diese beinhalten Möglichkeiten, wie Deutschland seine Potentiale als FinTech-Standort weiter kräftigen und digitale Entwicklungen besser berücksichtigen kann. Nicht nur FinTech-Unternehmen, sondern auch Vertreter von Banken, Versicherungen und Wissenschaft haben zu dem Papier beigetragen.

Der FinTechRat ist ein ehrenamtliches Expertengremium. Er berät das Bundesministerium der Finanzen zu Fragen der digitalen Finanztechnologie, insbesondere zu (informations-) technologischen Entwicklungen, ihren Potentialen, Chancen und Risiken sowie zu den staatlichen Rahmenbedingungen für digitale Finanzinnovationen in Deutschland. Der FinTechRat setzt sich zusammen aus Vertretern der Wissenschaft, Finanzwirtschaft und Behörden mit einschlägigen Kenntnissen und Erfahrungen.

Die konstituierende Sitzung des FinTechRates fand statt am 22. März 2017 unter dem Vorsitz von Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. In diesem Jahr haben bereits vier Sitzungen des FinTechRats stattgefunden.

Die Emp­feh­lun­gen wurden verfasst von den Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern im FinTechRat. Es handelt sich dabei um Vertreter aus FinTechs, Banken und Versicherungen sowie Wissenschaftlern, die zur Digitalisierung des Finanzsektors forschen. Die im FinTechRat vertretenen Behörden (BMF, Bundesbank, BaFin) haben nicht an den Empfehlungen mitgewirkt.

Die Handlungsempfehlungen sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie Deutschland seine Potentiale als FinTech-Standort weiter kräftigen und digitale Entwicklungen besser berücksichtigen kann; zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, Zuwanderung oder auch durch die gezielte Pilotierung neuer Technologien. Das Bundesfinanzministerium wird insbesondere die Empfehlungen, die die eigene Zuständigkeit betreffen, sogfältig prüfen. Bei einigen Empfehlungen sind wir bereits tätig. So richtet die BaFin-Aufsicht künftig einen stärkeren Fokus auf die IT-Kompetenz in Geschäftsleitungen. Die IT der Banken wird immer wichtiger. Schwächen in der IT-Sicherheit können für Banken erhebliche Risiken darstellen. Diese IT-Risiken müssen auch Bankvorstände bewerten können. Dazu benötigen sie ein Mindestmaß an IT-Knowhow.

Reformvorschläge von Mitgliedern des FinTechRats

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

TechQuartier-Geschäftsführer Schäfer: „Wir sind eine auf Innovation gestützte Gemeinschaft“

Es ist die zentrale Anlaufstelle der FinTech- und Start-up-Community im größten Finanzzentrum Kontinentaleuropas – und es feiert sein einjähriges Jubiläum: das Frankfurter TechQuartier. Ein Gespräch mit Geschäftsführer Dr. Sebastian Schäfer über das FinTech-Ökosystem in Frankfurt. Im Interview spricht er über die erreichten Meilensteine und welche Ziele sich das TechQuartier für die Zukunft gesteckt hat. Außerdem spricht er über die Unsicherheit der FinTech-Szene bezüglich des Brexit.

Herr Dr. Schäfer, Sie blicken auf ein Jahr TechQuartier zurück. Welche Meilensteine wurden in dieser Zeit erreicht?

Zunächst einmal freuen wir uns über den Zuspruch aus der Gründerszene. Mit rund 80 Start-ups haben wir inzwischen ein volles Haus. Wir hatten bereits in den ersten Monaten die ersten 1.600 Quadratmeter mit rund 110 Arbeitsplätzen vermietet. Im Juni kam dann eine weitere Etage mit 114 Arbeitsplätzen dazu. Von Tag eins an haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie eine lebendige Community gestaltet sein muss. Denn es geht ja nicht nur um einen schönen Ort, an dem man arbeitet, sondern auch um Inspirationen, gegenseitiges Lernen und Netzwerken. Wir haben also Interessenten, Mitglieder und Unterstützer zusammen mit passenden Themen an einen Tisch gebracht – und dafür auch spannende Formate entwickelt, die sehr erfolgreich gestartet sind. Zum Beispiel Landing Pad, Papillon, Money meets Idea, oder die Start-up Academy.

Mit der Erfahrung, die Sie gesammelt haben – wo sehen Sie weiteres Potenzial für das TechQuartier, wo die Stärken?

Man kann sich immer weiter verbessern. Unser Anspruch ist, ein global sichtbarer Hub zu werden. Dazu zählt auch ein stärkeres Engagement auf der Risikokapitalseite und die konsequente Vermarktung unserer Erfolgsgeschichten am Standort Frankfurt. Unsere Stärke ist ganz klar, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Der Brexit beschäftigt die Finanzbranche. Ist das auch ein Thema bei FinTechs?

Natürlich sprechen wir in der Szene über den Brexit und mögliche Folgen. Wir merken, dass die Unsicherheit groß ist. Da momentan niemand genau weiß, wie es weitergeht, sind in erster Linie indirekte Effekte spürbar. Wenn zum Beispiel ein FinTech aus Asien nach Europa kommen möchte, wäre die Standortwahl früher sicher auf London gefallen. Jetzt ist Frankfurt eine Option, über die man nachdenkt. Wir merken das zum Beispiel daran, dass sich für unser letztes LandingPad, bei dem wir die Möglichkeit bieten, den FinTech-Hub Frankfurt kennenzulernen, FinTechs aus über 20 Ländern beworben haben. Dieses Interesse eröffnet Frankfurt und der Region die Chance, sich dank gezielter Maßnahmen zum „Powerhouse“ der Innovation zu entwickeln.

Wenn Sie nach vorne schauen: Welche Ziele hat sich das TechQuartier für die Zukunft gesteckt?

Unsere Ziele sind klar definiert: Mehr Start-ups, mehr Partnerschaften, mehr Erfolgsgeschichten. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Frankfurts Gründerszene internationale Strahlkraft entfaltet.

Vielen Dank für das Gespräch.

Branchenveranstaltung FINTECHMATTERS in Wien

Das Thema FinTech wird am Finanzplatz Frankfurt hoch gehandelt und setzt Energie frei. Wichtig für den Standort Frankfurt ist es, seine Vorteile im Vergleich zu anderen sichtbar und bekannt zu machen. Jochen Biedermann von Frankfurt Main Finance e.V. nutzte daher die Gelegenheit, am 23. November am FinTech-Treffen FINTECHMATTERS im Tech Gate Vienna teilzunehmen und das Frankfurter FinTech-Ökosystem als attraktiven Standort vorzustellen, an dem auch österreichische und osteuropäische Startups herzlich Willkommen sind, die Vorteile des größten Finanzplatzes in Kontinentaleuropa zu nutzen.

FINTECHMATTERS ist die führende FinTech-Veranstaltung in Wien und findet zweimal jährlich statt. Neben Österreich und Frankfurt haben auch Estland, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, die Schweiz und Hamburg ihre Ökosysteme bzw. Acceleratoren vorgestellt.

Ziel der Veranstaltung war es, Innovatoren, Unternehmen, Investoren und Meinungsführer für internationale Zusammenarbeit und Geschäftsintegration zu begeistern.

Bei der zweiten Auflage von FINTECHMATTERS in Wien ging es in erster Linie um aktuelle Trends und Nischen, aber auch um möglicherweise existierende oder entstehende Blasen im FinTech Bereich. Auf der Agenda standen Themen wie die Digital Banking-Revolution, Artificial Intelligence, ICOs, Blockchain, Big Data, Payment-Lösungen, Cyber Security und Regulatorien. Experten aus mehr als zehn europäischen FinTech-Hubs waren dazu geladen.

Auch der Accelerator Frankfurt sowie die FinTech Group waren vertreten und haben für Frankfurt geworben. Spontan haben zwei österreichische und ein tschechisches FinTech-Unternehmen ihr Interesse bekundet, über Frankfurt im deutschen Markt aktiv zu werden.

Mit Vertretern der Wirtschaftsagentur Wien wurde darüber hinaus über gemeinsame FinTech-Matchmaking-Veranstaltungen im kommenden Jahr in Wien und Frankfurt am Main gesprochen.

 

FinTechs in Deutschland

Deutschlands FinTechs gelingt es zunehmend, zu einem aus eigener Kraft wachsenden dynamischen und diversifizierten Cluster zu werden. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der aktuellen Studie „Germany FinTech Landscape“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die zusammen mit Frankfurt Main Finance die deutsche FinTech-Branche untersucht hat.

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der FinTech-Unternehmen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 295 (2016: 280). Der Kapitalzufluss lag im ersten Halbjahr bereits bei 307 Millionen Euro, im Gesamtjahr 2016 hatten die FinTech-Unternehmen in Deutschland 400 Millionen Euro eingesammelt. Die Anzahl der Abschlüsse legte ebenso zu wie die durchschnittliche Größe der Deals, die leicht von 7 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro anstieg.

Auch wenn die absoluten Wachstumsraten leicht abflachen, zeigt sich weiter eine durchgängig positive Dynamik bei allen wesentlichen Kennzahlen. Das zeige, dass sich die FinTech-Landschaft in Deutschland weiterhin auf einem erfreulichen Pfad befinde, sagt Jan-Erik Behrens, Mit-Autor und Partner bei EY: „Die Entwicklung, die wir hierzulande beobachten, läuft auf ein weiteres Rekordjahr zu und zeigt eindrucksvoll die Innovationskraft des Standorts Deutschland mit unterschiedlichen regionalen Stärken.“

Sechs neue Mitglieder treten Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance bei

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. wächst 2017 weiter. Mit Bain & Company, dem Deutschen Fachverlag, Skubch & Company sowie Oliver Wyman wurden vier neue Fördermitglieder gewonnen. Die jungen Unternehmen Compendor und Raisin sind dem Verein als neue FinTech-Mitglieder beigetreten.

Mit ihrer Mitgliedschaft unterstreichen die Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft, Finanzmarkt und Finanztechnologie ihre Verbundenheit mit dem Finanzplatz Frankfurt, engagieren sich für dessen nationale und internationale Bedeutung und nehmen aktuelle Themen der Finanzwirtschaft aktiv auf.

Insbesondere zu Brexit-Themen ist der Verein ein gefragter Gesprächspartner. Seit Beginn der Diskussion über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU im April 2016 hat Frankfurt Main Finance mit seinen Botschaften über acht Milliarden potenzielle Kontakte erreicht. Mehr als 1.700 verschiedene Medien aus 93 Ländern haben Interviews mit Repräsentanten des Vereins geführt oder Stellungnahmen und Kommentare von Frankfurt Main Finance aufgenommen.

„Es ist dem Verein gelungen, die Brückenfunktion Frankfurts für den Finanzplatz London in die Europäische Union als wichtige Botschaft international zu verankern“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident der Finanzplatzinitiative. „Die Kommunikation von Frankfurt Main Finance reflektiert die zahlreichen Vorteile, die unseren Finanzplatz für viele Finanzdienstleister zur ersten Wahl für die Verlagerung von bisher in London ansässigen Unternehmensteilen machen.“

Im Rahmen der Mitgliederversammlung dankte Dr. Raettig den vielen Mitgliedern und Unterstützern des Vereins für deren Engagement und begrüßte die neuen Vorstandsmitglieder. Frank Westhoff wird anstelle von Wolfgang Hartmann zukünftig das Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung im Vorstand von Frankfurt Main Finance vertreten. Nick Jue folgt Roland Boekhout als Vertreter der ING DiBa nach. Gerhard Wiesheu vertritt als Nachfolger von Johannes Reich zukünftig das Bankhaus Metzler. Für die DZ Bank wird Dr. Cornelius Riese das Mandat im Vereinsvorstand von Lars Hille übernehmen.

„Mit der Entsendung ihrer Vorstandsmitglieder unterstreichen unsere Ordentlichen Mitglieder die Bedeutung der Arbeit von Frankfurt Main Finance für den Finanzplatz. Wir sind sehr froh über das große Engagement aller Akteure, uns in den Themen des Brexit, aber auch bei der Entwicklung als FinTech-Hub und Renminbi-Zentrum zu unterstützen“, so Dr. Lutz Raettig.

Verlassen werden den Verein zum Jahresende Baker McKenzie, GFT und die Interxion AG. Damit sind jetzt insgesamt fast 50 Mitglieder im Verein für den Finanzplatz Frankfurt engagiert.

Die EY Start-up Academy: Ein Crash-Kurs für Start-ups im Herzen Frankfurts

EY hat in Kooperation mit der Deutschen Börse und dem TechQuartier in Frankfurt die EY Start-up Academy gegründet. Mit der Academy möchte EY Tech- oder FinTech Start-ups in ihrer Gründungsphase unterstützen und einen Beitrag zum Wachstum des Start-up-Ökosystems leisten.

In einem 12-wöchigen Crashkurs mit über 30 Veranstaltungen – zwei bis drei pro Woche – erhalten die Unternehmensgründer wichtige Informationen rund um die Gestaltung von Finanzierungsrunden,  sowie zu finanziellen, rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen – eben all das, was für ihr weiteres Wachstum wichtig ist. Dabei stehen den Start-ups nicht nur EY Fachexperten zur Verfügung, sondern auch Investoren, Unternehmen, Banken und erfahrenere Gründer. Am Ende des 12-wöchigen Programms wird das beste Start-up mit dem EY Start-up Academy Award ausgezeichnet.

Das Programm richtet sich an Start-ups in der Gründungsphase, die bereits einen Proof of Concept oder ein Minimum Viable Product besitzen, sich bootstrapped finanziert oder einen Business Angel für sich gewonnen haben und jetzt einen Investor für ihr weiteres Wachstum suchen. Während der zwölf-wöchigen Dauer des Programms stellt das Tech Quartier den teilnehmenden Start-ups jeweils zwei Arbeitsplätze zur Verfügung. Damit können die Start-ups sich auch in das dynamische Ökosystem des TechQuartiers einklinken.

Der Bewerbungsprozess ist bereits gestartet, Deadline ist der 4. August 2017. Mitte September geht es dann richtig los!

Für mehr Informationen gehen Sie auf www.start-up-initiative.ey.com/academy oder www.techquartier.com/programs/ey-startup-academy

Accelerator Frankfurt – zweiter Demo Day ein voller Erfolg

Start-ups aus aller Welt haben am 13. Juli in Frankfurt ihr Unternehmenskonzept vor Investoren und potenziellen Kunden präsentiert. Der Demo Day war der Höhepunkt eines viermonatigen Accelerator-Programms, in dem insgesamt acht Jungunternehmen einen straffen Trainingsplan durchlaufen haben.

Accelerator – in der Start-up-Szene ist das längst ein gängiger Begriff. Dahinter verbergen sich zumeist Institutionen, die junge Entrepreneure unterstützen und durch intensives Coaching deren Entwicklungsprozess stark beschleunigen wollen. „Mut alleine genügt nicht, es braucht auch ein hundertprozentiges Engagement“, erklärt Ram Shoham, Gründer des Accelerator Frankfurt. Folglich ist das Programm, das Gründern hier geboten wird, enorm anspruchsvoll. Von Recht- und Steuerfragen über Finanzierung, Kommunikation und digitales Marketing bis hin zur Strategieplanung – in mehr als 200 Beratungsstunden werden aussichtsreiche Geschäftsideen so ausgearbeitet, dass sie reif sind zur Präsentation vor Investoren und potenziellen Kunden. Wofür Start-ups normalerweise etwa zwei Jahre brauchen, kann hier in nur vier Monaten geschafft werden.


Internationale Start-ups präsentieren ihr Konzept vor Investoren und potenziellen Kunden

Den jungen Unternehmern wird hierbei einiges abverlangt. Wer den Bewerbungsprozess erfolgreich absolviert hat, kommt nach Frankfurt. Gemeinsam arbeiten alle in einem Open-Space-Büro, sie treffen Mentoren mit viel Erfahrung in den Bereichen Industrie, Start-up, Finanzierung, bekommen einen Lead-Mentor, entwickeln in akribischer Arbeit ihr Konzept. Schließlich will am Ende jedes Unternehmen beim Demo Day punkten.

In Frankfurt ging am 13. Juli das zweite Accelerator-Programm in die finale Runde. Sieben der insgesamt acht Start-ups, Adjesty (Adtech, Israel), Aeroplan (Insurtech, Israel), AsiaFundManagers  (Fintech,Germany), EcoKraft (Fintech, Germany), Norma (Cybersecurity, Korea), Smart Mile Solutions (Smart Cities, Netherlands) and Travel to Live (Traveltech, Canada/Sweden), haben ihren Pitch erfolgreich gemeistert. Daneben präsentierten sich drei Start-ups aus den VABN, einem Frankfurter Gemeinschaftsbüro für Gründer. Die vielen internationalen Start-ups beim Demo Day unterstreichen, dass Frankfurt ein attraktiver Standort für aufstrebende Gründer aus aller Welt ist. Groß war auch das Interesse auf Teilnehmerseite: Rund 200 waren dabei – darunter viele Investoren auch aus dem Ausland, beispielsweise Venture-Capital-Geber aus Israel, sowie Vertreter des hessischen Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftsförderung.


Mehr Infos zum Accelerator Day

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Darüber freut sich der Accelerator-Founder Shoham, der gemeinsam mit Co-Founder Maria Pennanen mit großem Enthusiasmus für dieses Programm arbeitet. Er hat durch die Veranstaltung geführt, zusammen mit Prof. Elmar Schütz, dem Leiter des VABN und Co-Veranstalter. Großes Interesse unter den Teilnehmern fand auch die Keynote von Björn Weigel, dem Autor von „The Innovation Illusion“.

Das nächste Accelerator-Programm startet am 25. September 2017. Hier finden Interessenten alle Informationen zum Bewerbungsprozess.

Bildnachweis: Jochen Biedermann, Accelerator Frankfurt

FinTech Money Map: Frankfurt holt bei FinTechs auf

In Frankfurt haben sich heute mehr als doppelt so viele Start-ups angesiedelt, wie im Jahr 2014. Damit kann die Bankenstadt am Main deutschlandweit das größte Wachstum aufweisen.

Obwohl jahrelang fast alle FinTechs Berlin als Standort vorgezogen haben, holt Frankfurt inzwischen auf, wie das Portal Internet World Business berichtet. Den Grund hierfür sehen Experten im verstärkten Engagement und der Unterstützung für die Start-up-Unternehmen. „Frankfurt investiert sehr viel, nicht nur staatlich, sondern vor allem auch privat“, sagt zum Beispiel Remigiusz Smolinski, Innovationsexperte bei der Commerzbank-Tochter Comdirect. Peter Barkow, dessen Beratungsfirma die Datenbank FinTech Money Map erstellt, fügt hinzu: „Die Bankenbranche war lange sehr träge.“ Dies sei der Grund, warum jahrelang fast alle FinTechs nach Berlin gegangen seien. „Das Ökosystem hat sich in Frankfurt erst kürzlich gebildet.“

Als zentrale Anlaufstelle und Knotenpunkt für die FinTech-Szene gilt inzwischen das landesgestützte TechQuartier.

DVFA FinTech Forum – FinTechs treffen auf Investment Professionals

Bereits zum sechsten Mal hatten ausgewählte FinTechs beim DFVA FinTech Forum die Möglichkeit, sich und ihre Geschäftsmodelle etablierten Investment Professionals vorzustellen. Breit vertreten waren Start-ups aus der Region Frankfurt Rhein-Main mit AsiaFundManagers, Catana Capital, Firamis, Ginmon und Giromatch. Neben dem Münchener Unternehmen NDGIT waren auch drei FinTechs aus dem europäischen Ausland vertreten – contovista, FundApps und Otly. Die hohe Zahl an Frankfurter FinTechs unterstreicht die große Bedeutung der Region für die gesamte Industrie. „Wir freuen uns mit dem DVFA FinTech Forum eine Plattform geschaffen zu haben, die Start-ups und Investment Professionals zusammenbringt“ sagt Ralf Frank, Geschäftsführer der DVFA.

Neben diesen Contests gab es außerdem zahlreiche Fachvorträge: Hans-Christian Boos, CEO und Gründer von Arago, einem der führenden Experten weltweit im Bereich künstlicher Intelligenz, sprach über den Nutzen künstlicher Intelligenz in der Finanzindustrie. Außerdem betonte Dr. Sebastian Schaefer, Geschäftsführer der FinTech Community Frankfurt, in seiner Rede über die Region Frankfurt Rhein Main, die hohe Bedeutung des Standortes für Europa. In der Tat bietet Frankfurt am Main vielfältige Möglichkeiten für aufstrebende Fintechs. Zahlreiche Acceleratoren FinTech Hub der Deutschen Börse, der Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter, die Digitalfabrik der Deutschen Bank, das Tech Quartier, das FinTech Lab sowie VABN bieten idealen Raum für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Das DVFA FinTech Forum ist nur eine von zahlreichen Veranstaltungen in der Rhein-Main Region, die den Austausch zwischen jungen Fintechs und Investment Professionals fördert. Der Standort Frankfurt ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze mit stark wachsender Bedeutung im Bereich der Finanztechnologie. Etwa 80 Fintechs sind in der Region Frankfurt Rhein-Main ansässig, die Anzahl wächst stetig. Neben Frankfurt Main Finance (FMF) gehören Bird & Bird sowie die FMF-Mitglieder Techfluence und Oliver Wyman zu den Initatoren des DVFA FinTech Forum.

Potential für weiteres Wachstum der Deutschen-Start-up-Szene

Die deutsche Start-up-Szene hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Allerdings bleibt im internationalen Vergleich mit Israel, dem Vereinigten Königreich und Kalifornien weiter Raum  zur Verbesserung von Gründergeist und Rahmenbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine EY-Studie, die in Kooperation mit der Deutschen Börse zu der Attraktivität von Start-up Ökosystemen, erstellt wurde. Luft nach oben gibt es insbesondere bei den regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig loben die Autoren das Potential für künftiges Wachstum und Fortschritte, sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingung in Deutschland. Deutschland und insbesondere die Region Frankfurt Rhein-Main punktet mit guter Infrastruktur und moderaten Immobilienpreisen.

Besonders positiv wird das Vorantreiben der Digitalisierung der Finanzbranche am Finanzplatzt Frankfurt am Main erwähnt. Insgesamt sieben Inkubatoren in der Region Rhein-Main (FinTech Hub der Deutschen Börse, Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter, Digitalfabrik der Deutschen Bank, Tech Quartier, FinTech Lab VABN) fördern die Entwicklung noch junger Fintechs und deren Geschäftsideen. Als einen Anreiz für die Verbesserung der Fintechszene in Deutschland schlägt die Studie den Ausbau von Co-Working-Büroräume vor. Auch hier geht der Finanzplatz Frankfurt bereits mit guten Beispiel voran: Der Inkubator Tech Quartier beispielsweise bietet Arbeitsraum für Fintechs jeglicher Größe. Business Angels FrankfurtRheinMain – mit rund 100 Business Angels Deutschlands größte Organisation – bringt Start-ups mit Business Angels zusammen.

Lobend erwähnt wird in der Studie außerdem die „Digital Hub Initiative“ der Bundesregierung. Im Rahmen dieser Initiative zur Stärkung Deutschlands als führende Industrienation zeichnete die Bundesregierung im November 2016 den Finanzplatz Frankfurt als Digital Hub für FinTechs und Finanzdienstleistung aus. Der Finanzplatz Frankfurt bietet also zahlreiche Möglichkeiten für aufstrebende Fintechs.

FinTech ecosystem

Willkommen in Frankfurt – Deutschlands führendes FinTech-Ökosystem

Die vielen Qualitäten des FinTech-Ökosystems der Rhein-Main-Region kurz und knapp beleuchtet – dass bietet die neue Broschüre von Hessen Trade and Invest, der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen, in Kooperation mit Frankfurt Main Finance und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. „Der digitale Wandel innerhalb der Finanzbranche ist eine Herausforderung, für die wir gewappnet sind“, sagt Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, in der Broschüre. „Die Rhein-Main-Region ist eine Finanzmetropole genauso wie ein Hotspot der Informations- und Kommunikationstechnik. Diese Kombination bietet enormes Potential in der heutigen Welt, in der digitale Technologien zahlreiche Möglichkeiten für völlig neue Geschäftsmodelle liefern. Und genau dieses Potential mobilisieren wir gerade.“

Die Broschüre erklärt, warum der Finanzplatz Frankfurt und Hessen die perfekten Bedingungen für internationale Investoren und FinTech-Start-ups bieten. Neben den zahlreichen Aufsichtsbehörden und Regulierungsagenturen hat der Großraum Frankfurt ausgezeichnete Expertise im immer wichtiger werdenden Bereich der IT-Sicherheit. Im November 2016 zeichnete die deutsche Bundesregierung den Finanzplatz Frankfurt als Digital Hub für FinTechs und Finanzdienstleitungen im Rahmen seiner Initiative zur Stärkung Deutschlands als führende Industrienation aus.

Frankfurt am Main ist bereits Geburtsstätte zahlreicher Fintech-Erfolgsgeschichten. So etwa 360T: Die Devisenplattform wurde 2015 von der Deutschen Börse für 725 Millionen Euro aufgekauft. Auch der in Frankfurt ansässige Robo Advisor Vaamo entwickelte sich in kürzester Zeit aus dem Unibator der Goethe-Universität zu einem wichtigen Partner im B2B-Sektor mit Kooperation mit N26, Santander und 1822direkt.

An den nächsten Erfolgsgeschichten wird bereits in den zahlreichen Inkubatoren gearbeitet. Das Tech Quartier bietet beispielsweise Arbeitsraum für Fintechs jeglicher Größe. In der Broschüre werden die verschiedenen Inkubatoren der Region aufgeführt: das FinTech Hub der Deutschen Börse, der Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter, die Digitalfabrik der Deutschen Bank, das Tech Quartier, das FinTech Lab sowie VABN. Fast wöchentlich finden Events zum Thema Fintech statt. Die besten Fintech-Unternehmer werden mit der Golden Garage bei den FinTechGermany Awards ausgezeichnet.

Um mehr über Deutschlands führendes Fintech-Ökosystem im Herzen Europas zu erfahren, können Sie die Broschüre von Hessen Trade and Invest hier herunterladen.