Win-win für die führenden Exportnationen

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa. Die Wirtschaftsbeziehungen zu China blicken auf eine lange Tradition zurück und wachsen weiterhin kontinuierlich an. Aktuell ist China der fünftwichtigste Exportmarkt; Deutschland zudem das zweitgrößte Lieferland. Kurzum: Die deutsche Volkswirtschaft ist Chinas mit Abstand wichtigster Handelspartner in Europa.

Das bilaterale Handelsvolumen Deutschlands mit China hatte 2013 einen Umfang von rund 140,6 Mrd. Euro.

Dass es sich dabei  nur um eine Momentaufnahme handelt, verdeutlichte die letztjährige Konferenz „Internationalisierung des Renminbi“ in Frankfurt. Bisher werden knapp zehn Prozent des chinesisch-deutschen Handels in Renminbi abgewickelt. Welche Chancen für alle Beteiligten im Ausbau bestehen, verdeutlicht ein Blick auf die Zahlen des Transaktionsdienstleisters Swift: Im September 2013 wurden 14,1 Prozent der Zahlungen zwischen China und Deutschland in Renminbi abgewickelt, gegenüber 8,2 Prozent im Mai 2013 und nur 2,4 Prozent im Mai 2012. Nach einer Schätzung von Frankfurt Main Finance könnte dieser Anteil zukünftig auf rund 30 Prozent steigen.

Im Gegensatz zu anderen Finanzzentren hat der Frankfurter Finanzplatz stets seine enge Bindung zur Realwirtschaft beibehalten. Die Finanzmetropole ist ihrer wichtigsten Aufgabe, der Zusammenführung von langfristigem Kapitalbedarf mit langfristigem Investitionsbedarf zur Unterstützung von Wachstum, immer nachgekommen.

Als Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank unterstreicht Frankfurt Tag für Tag seine internationale geld- und währungspolitische Bedeutung. Daneben beherbergt der Finanzplatz mit dem European Systemic Risk Board, der BaFin und der Banken- sowie Versicherungsaufsicht für die Eurozone (SSM und EIOPA) weitere wichtige Institutionen. Die deutsche Börse komplettiert die Vorzüge des Finanzplatzes Frankfurt als finanzwirtschaftliches Zentrum Eurozone.

In einer globalisierten Welt ist der freie Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kapital von entscheidender Bedeutung. Letzteres wird in Frankfurt am Main geradezu augenfällig: Von den über 280 internationalen Finanzinstitutionen in Deutschland haben sich 223 in der Metropolregion FrankfurtRheinMain angesiedelt; 197 davon direkt in Frankfurt. 500 chinesische Firmen haben ihren Sitz in Frankfurt- deutlich mehr als die Hälfte der in Deutschland ansässigen.

Die Etablierung eines RMB-Zentrums in Frankfurt ist ein weiterer Meilenstein einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

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