Finanzplatz-Fokus: Bankbeschäftigung Frankfurt – Konsolidierung bleibt überschaubar

  • Frankfurts Position im internationalen Finanzplatz-Wettbewerb gestärkt
  • Krisenbedingte Konsolidierung noch nicht abgeschlossen
  • Leichter Beschäftigungsrückgang im Bankensektor bis Ende 2016

Die Ansiedlung der europäischen Bankenaufsicht und die Einrichtung des ersten Renminbi-Handelszentrums in der Eurozone haben die Position des Finanzplatzes Frankfurt nachhaltig gestärkt. Weiterlesen

Wirtschaftsminister Al-Wazir reist mit Wirtschaftsdelegation nach China

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ist am Samstag zu einer einwöchigen Delegationsreise in die Volksrepublik China aufgebrochen. Wenige Monate nach der Benennung Frankfurts zum ersten Handelszentrum der chinesischen Währung Renminbi (RMB) in der Euro-Zone stehen finanzwirtschaftliche Termine im Mittelpunkt der Reise. „Der Grundstein ist gelegt, damit sich Frankfurt als zentrale RMB-Handelsplattform im Euroraum etablieren kann. In den Gesprächen unter anderem mit der chinesischen Notenbank wird es jetzt darum gehen, letzte Feinheiten abzustimmen, damit das operative Geschäft möglichst schnell zum Laufen kommt. Davon kann der Finanzplatz Frankfurt profitieren und zugleich viele Mittelständler in Hessen, deren Geschäfte sich mit chinesischen Partner deutlich vereinfach können“, sagte Al-Wazir bei der Abreise in Frankfurt.

„Die Voraussetzungen für eine noch engere Verflechtung zwischen hessischen und chinesischen Unternehmen sind gut“, so Al-Wazir. China ist der wichtigste Wirtschaftspartner auf dem asiatischen Markt. Das gemeinsame Handelsvolumen liegt gegenwärtig bei über 9 Mrd. Euro. Zugleich zählt China zählt zu den aktivsten ausländischen Investoren in Hessen. „Immer mehr chinesische Technologieunternehmen, die im High-Tech Bereich investieren wollen, suchen einen Standort in Europa. Und insbesondere Hessen bietet mit seinem Angebot an qualifizierten Fachkräften, der hohen Wirtschaftskraft und dem Frankfurter Flughafen als internationales Drehkreuz dafür optimale Bedingungen.“ Gerade in zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereichen wie Umweltindustrien, Energieeffizienz, neuen Materialien und im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien bestehe einerseits eine große Nachfrage in China, andererseits eine hohe Expertise in der hessischen Wirtschaft.

Die Delegation wird Station in der Hauptstadt Peking, der Finanzmetropole Shanghai und der hessischen Partnerprovinz Hunan machen.
In Peking wird der Ausbau von Handel- und Investitionen im Mittelpunkt der Gespräche mit dem chinesischen Handelsministerium (03.11.) und mit dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (04.11.).

In Shanghai (06.11.) werden die Investitionsbedingungen in der Shanghai Free Trade Zone einen Schwerpunkt der Gespräche mit der dortigen Handelskommission und Investitionsbehörde bilden. Am gleichen Tag findet das 3. Hessen-Shanghai Business Forum statt.

Neben der Hauptstadt Peking und der Wirtschaftsmetropole Shanghai bildet die Partnerprovinz Hunan (seit 1985) das dritte Reiseziel (05.11.). Sie gehört zu den 10 wirtschaftsstärksten Provinzen der VR China und ist seit Juni dieses Jahres mit einer direkten Flugverbindung mit Frankfurt verbunden. Hunan gehört zu den Provinzen, in denen auf Grund ihrer Ausgangslage ehrgeizige Ziele zur Verbesserung ihrer Umweltqualität gelten und ein ressourcensparender, umweltgerechter Entwicklungsweg vorgesehen ist. Dort werden Projekt- und Unternehmensbesuche im Mittelpunkt stehen.

Insgesamt umfasst die Delegation knapp 70 Personen. Die Reise geht bis zum 07.11.

Frankfurt Finance Summit 2014 Michel Barnier

„The state of the Union“: Michel Barnier und Danièle Nouy auf dem Frankfurt Finance Summit

Auf dem Frankfurt Finance Summit hat Michel Barnier, EU-Kommissar für den Binnenmarkt und den Finanzsektor, in seiner Eröffnungsrede einen wesentlichern Nutzen der Bankenunion hervorgehoben: „Die Bankenunion bedeutet, dass der Steuerzahler nicht mehr in der ersten Reihe steht, wenn Banken gerettet werden müssen.“ Danièle Nouy, Leiterin der Europäischen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank, verwies auf noch bestehende Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Finanzstabilität: „Zu den kurzfristigen Herausforderungen gehört, das Vertrauen in die Bankbilanzen zu stärken.“ Weiterlesen

Renminbi ist Chefsache am Finanzplatz Frankfurt

Die deutsche Finanzwirtschaft begrüßt die Vereinbarung, in Frankfurt am Main eine Clearingbank für den Handel mit Renminbi zu benennen. Frankfurt ist damit in Europa der erste Finanzplatz mit einer solchen Vereinbarung und in der Euro-Zone das einzige Renminbi-Clearingzentrum. Unternehmen in Deutschland und Europa profitieren im China-Handel von verbesserten Konditionen.  Weiterlesen

Finanzplatz-Fokus: Frankfurt: Finanz- und Aufsichtsmetropole

Die Beschäftigungssituation im Bankensektor am Finanzplatz Frankfurt ist trotz Finanz- und Staatsschuldenkrise vergleichsweise stabil. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Helaba-Finanzplatz-Studie.  Weiterlesen