Delegationreise nach Japan & Korea

Dr. Jochen Biedermann hat für Frankfurt Main Finance e.V. an der Delegationsreise des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir nach Tokio und Seoul teilgenommen, die vom 29.10. bis 05.10.2016 durchgeführt wurde. Die Delegation, bestehend aus hochrangigen Vertretern der hessischen Politik und Wirtschaft, hat sich in den beiden Ländern mit Politikern, Vertretern von Ministerien und Unternehmen, aber auch Finanzdienstleistern und FinTechs ausgetauscht.

Dabei wurde nicht nur Werbung für den Standort Frankfurt am Main bei den Brexit-Überlegungen japanischer und koreanischer Banken und Finanzdienstleister gemacht, sondern auch ein erster Kontakt zum japanischen FinTech-Verband „FinTech Japan“ aufgebaut. Auch in verschiedenen Treffen mit Aufsichtsbehörden und Banken in beiden Ländern war FinTech ein wichtiges Thema und es besteht großes Interesse an einem Erfahrungsaustausch, wie man Banken und FinTech-Unternehmen am besten vernetzt, so dass beide Seiten profitieren.

Mit FinTech Japan wurden Gespräche über wechselseitige FinTech-Matchmaking-Veranstaltungen in Tokio und Frankfurt geführt, die in 2017 umgesetzt werden sollen. In Korea gibt es ein großes Interesse, die schon seit zwei Jahren bestehende sehr enge Zusammenarbeit im Bereich FinTech weiter zu vertiefen, insbesondere im Bereich Blockchain. Die koreanische Seite freut sich schon auf den Besuch der Delegation deutscher FinTech-Unternehmen vom 11. bis 14.01.2017, die von Frankfurt Main Finance organisiert wird.

Weihnachtsgrüße von Frankfurt Main Finance

Liebe Freunde und Mitglieder,

während sich 2016 dem Ende nähert, ist es an der Zeit, das vergangene Jahr, unsere Leistungen und die von uns gemeisterten Herausforderungen Revue passieren zu lassen. Dabei können wir mit den Fortschritten, die Frankfurt Main Finance bei der Förderung unseres Finanzplatzes innerhalb Deutschlands und rund um den Globus gemacht hat, recht zufrieden sein. Wir sind weiter gewachsen und haben unsere internationalen Partnerschaften – u. a. durch Reisen in die Finanzzentren Asiens und Osteuropas – ausgebaut und gepflegt. Bei unseren Finanzplatz-Frühstücken haben wir Gespräche mit Arundhati Bhattacharya, CEO der State Bank of India, und François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France, genossen. Beide gewährten uns großartige Einblicke in die Herausforderungen, vor denen die Finanzinstitute in ihren Ländern stehen, insbesondere die Digitalisierung.

Der diesjährige Frankfurt Finance Summit konzentrierte sich auf diesen aktuellen Trend der Digitalisierung im Finanzsektor und die Frage, wie die wichtigsten Akteure die damit verbundenen Herausforderungen angehen. Wir fühlten uns geehrt, dass Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, eine Grundsatzrede zur einheitlichen europäischen Digitalisierungsstrategie gehalten hat. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble äußerte sich in seinem Vortrag über die künftige Richtung der Finanzbranche und forderte die Unternehmen auf, innovative Modelle zu finden, die in unsere neue Welt passen.

Zum Zeitpunkt des Summit schien das Ergebnis des UK-Referendums zur EU-Mitgliedschaft nahezu unvorstellbar. Sechs Monate später können wir sicher sagen, dass dies nur die erste von vielen Überraschungen im Jahr 2016 war. Aber das Brexit-Votum hat dem Finanzplatz Frankfurt die Möglichkeit geboten, sich als Vermittler zu etablieren, zu wachsen und mehr Einrichtungen in unserer Stadt willkommen zu heißen. Der Brexit hat unsere Initiative Frankfurt Main Finance in den Mittelpunkt des internationalen Interesses gerückt. Zwischen hunderten von Interviews mit internationalen Pressestellen, Reden und Podiumsdiskussionen sowie Delegationsreisen hat Frankfurt Main Finance emsig daran gearbeitet, über unseren Finanzplatz und unseren kooperativen Ansatz, eine neue „London Bridge“ zu bilden, zu berichten.

Große Institutionen für Frankfurt zu gewinnen ist sicherlich wichtig, aber viele unserer Anstrengungen im vergangenen Jahr waren den kleinsten Akteuren gewidmet. Anfang 2016 arbeitete Frankfurt Main Finance mit dem Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main intensiv daran, unsere Region als Top-Standort für Startup-Unternehmen im Bereich Finanztechnologie zu bewerben. Das vergangene Jahr brachte eine Explosion von Aktivitäten im FinTech-Ökosystem mit sich und gipfelte in der Eröffnung eines weiteren FinTech-Hubs, des so genannten Tech Quartiers, in Frankfurt.

Während wir die ruhigen Tage um Weihnachten und das neue Jahr einleiten, können wir zufrieden mit dem Ergebnis unserer Bemühungen im Jahr 2016 sein, unseren Finanzplatz voranzubringen. Wir blicken optimistisch auf unsere zukünftige Entwicklung und freuen uns auf die Chancen und Herausforderungen, die 2017 bringen wird. Aber bis es so weit ist, wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mögen Ihre Ferien erholsam, inspirierend und voller Freude sein!

Herzliche Grüße

Ihr Frankfurt Main Finance-Team

Vorstellung des China Competence Center

Das China Competence Center (CCC) der IHKs Frankfurt am Main und Darmstadt ist eine Plattform für den hessisch-chinesischen Wirtschaftsaustausch. Es unterstützt die Mitgliedsunternehmen bei allen Fragen zum China-Geschäft, sei es beim Im-/oder Export, der Firmengründung, Personal oder weiteren Themen. Gleichzeitig fungiert das China Competence Center als Ansprechpartner für die mehr als 550 chinesischen Mitgliedsunternehmen im Rhein Main Gebiet. Jedes Jahr organisiert das CCC rund 30 Veranstaltungen, veröffentlicht Publikationen und versendet einen monatlichen Newsletter.Website:http://www.frankfurt-main.ihk.de/international/china_competence_center/de/

Money Museum

Bundesbank eröffnet neues Geldmuseum

Die Deutsche Bundesbank öffnet ihr umfassend neu gestaltetes Geldmuseum am 17. Dezember 2016 für das Publikum. Nach einem aufwändigen Bau- und Erneuerungsprozess präsentiert es sich der Öffentlichkeit als moderner Lern- und Erlebnisort. „Wir wollen anschaulich über Geld, seine Geschichte und die Aufgaben moderner Zentralbanken informieren“, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann zur Eröffnung des neuen Geldmuseums. Die Ausstellung hole die Besucher in ihrer Lebenswirklichkeit ab, damit abstrakte Begriffe wie Preisstabilität oder Finanzstabilität verständlicher werden. „Im Museum werden die Themen der Geldpolitik anhand von Alltagserfahrungen direkt erfahrbar“, erläuterte Weidmann. Es gehe darum, den Nutzen stabilen Geldes zu vermitteln, denn eine stabilitätsorientierte Bevölkerung sei eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldpolitik.

Goldbarren zum Anfassen und 360-Grad-Kino

In einem Rundgang führt die multimediale Ausstellung durch die vier Themenbereiche „Bargeld“, „Buchgeld“, „Geldpolitik“ und „Geld Global“. In Alltagssituationen wie in einem inszenierten Supermarkt oder in einer nachgebauten Bankfiliale werden die Besucher über die Arbeit von Zentralbanken, die Bedeutung stabiler Preise oder den Zahlungsverkehr informiert. Dabei können die Besucher jedes Thema anhand der Gegenwart oder anhand der Geschichte betrachten.

„Eine Besonderheit des neuen Geldmuseums ist ein 12,5 Kilogramm schwerer Goldbarren aus dem Bestand der Deutschen Bundesbank, den die Besucher in die Hand nehmen können“, betonte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Besonders ist auch das Filmerlebnis im 360-Grad-Kino, das die Besucher zum Beispiel auf eine Reise zu ungewöhnlichen Orten des Geldes in der ganzen Welt mitnimmt. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist das Geldkabinett, das anhand herausragender Museumsstücke die Geschichte des Geldes von den Anfängen der Münzprägung bis in die Gegenwart erzählt. Das neue Museum spricht Besucher jedes Alters auf vielfältige Weise an – mit Texten, Bildern, Videos und Hörbeiträgen. An rund 60 Medienstationen werden Informationen rund ums Geld spielerisch vermittelt (mit Quiz, Memory oder Puzzle) oder vertiefende Inhalte angeboten. Für junge Besucher gibt es kindgerechte Schaukästen auf ihrer Augenhöhe.

Größere Ausstellungsfläche

Um allen Themen gerecht zu werden, wurde die Ausstellungsfläche auf 1000 Quadratmeter erweitert und ein zusätzlicher Raum für Sonderausstellungen geschaffen. Die erste Sonderausstellung „60 Jahre Bundesbank in den Medien“ wird im Sommer des Jubiläumsjahres 2017 eröffnet. „Das Geldmuseum wird das Schaufenster der Bundesbank in Frankfurt“, sagte Vorstandsmitglied Johannes Beermann. Daher wurde auch die Cafeteria vergrößert und neu gestaltet. Die Bundesbank erwartet deutlich mehr Zulauf als vor der Schließung am 1. September 2014. In der Vergangenheit verzeichnete das seit 1999 bestehende Geldmuseum jährlich etwa 40.000 Besucher, darunter viele Schüler. Die Erweiterung und der Umbau des Gebäudes erfolgte durch KSP Jürgen Engel Architekten in Frankfurt am Main, die Ausstellung wurde von Milla & Partner in Stuttgart inszeniert und umgesetzt.

Vorträge, Themenführungen, Workshops und Museumsrallyes

Das Geldmuseum bietet zusätzlich zum Ausstellungsbesuch Vorträge, Themenführungen, Workshops und Museumsrallyes für Kinder und Jugendliche sowie Lehrerseminare an. Damit ist es ein zentraler Ort der ökonomischen Bildungsaktivitäten der Deutschen Bundesbank. Ausführliche Informationen zu den Themen, Zeiten und zur Anmeldung finden Sie unter www.geldmuseum.de. Das Museum befindet sich am Standort der Zentrale der Bundesbank in der Wilhelm-Epstein-Straße 14, 60431 Frankfurt am Main. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 9:00 bis 17:00 Uhr sowie Mittwoch von 9:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.

Der Finanzplatz ist Chefsache

Frankfurt/Brüssel/New York/Hong Kong/Oman – Ministerpräsident Bouffier reiste zu Brexit-Gesprächen nach New York und Brüssel. Vertreter der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. waren im Mittleren Osten und Asien.

Der Finanzplatz Frankfurt ist Chefsache, dass machten die beiden jüngst vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier unternommenen Reisen nach Brüssel und New York eindrucksvoll deutlich. In Brüssel traf sich der hessische Ministerpräsident mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und im Anschluss startete er für mehrere Tage nach New York, um mit zahlreichen Großbanken über den Standort Hessen zu sprechen. „Wir bedauern die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union ausdrücklich, sind aber entschlossen, die Situation positiv für Hessen zu gestalten“, kommentierte der Ministerpräsident seine Reisen, mit welchen er ein deutliches Ausrufezeichen und ein Signal an die Vertreter der Finanzbranche aussandte.

„Wenn man in einigen Jahren zurückschauen wird, dann wird man sagen, dass diese Reisen des Hessischen Miniterpräsidenten enorm wichtig waren. Sie kamen zur richtigen Zeit: Es stehen in den nächsten Monaten Entscheidungen an, wohin man geht und man will jetzt wissen: Sind wir willkommen? Da gab es Fragezeichen und die hat Volker Bouffier mit der notwendigen Rückendeckung sehr deutlich ausräumen können. Ihm gebührt unser Dank, sowie zuvor auch den zahlreichen hessischen Ministern und dem Oberbürgermeister von Frankfurt, die alle an einem Strang gezogen haben und noch ziehen“, kommentierte Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Reisen.

Frankfurt ist in der Eurozone das bedeutendste Finanzzentrum und die Drehscheibe des Euro-Zahlungsverkehrs. Der Finanzplatz ist insgesamt gut gerüstet für die anstehenden Entscheidungen. Gerade die enge Zusammenarbeit und die gute Vorbereitung von Land, Region, Stadt Frankfurt und dem Finanzplatz sorgen dafür, dass Frankfurt in einer guten Ausgangslage ist. Es gilt allerdings weiterhin, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen und die Ansiedlung von Unternehmen und Aufsichtsbehörden, wie der Bankenaufsicht EBA oder der Arzneimittelagentur EMA, keine Selbstläufer sind. Für den Finanzplatz spricht vieles, wichtig ist, dass man gerade Faktoren, wie Stabilität und Sicherheit mit in die Waagschale wirft. Diese Botschaft gilt es in die Welt zu tragen. Daher waren in den vergangnen Monaten die Vertreter der Finanzplatzinitaitve erneut unterwegs, um für den Standort zu werben. Neben Metropolen in Asien lagen die Reiseziele auch verstärkt im Mittleren Osten. Zentral bleibt aber bei allen Reisen, dass die Vertreter des Finanzplatzes Frankfurt ruhig und sachlich für den Standort werben. Dies geschieht vor allem in persönlichen Gesprächen, am besten vor Ort, in denen die Entscheider von Frankfurt und der Rhein-Main-Region überzeugt werden.

 

Frankfurt FinTech Report #4

Gemeinsamer Blockchain-Prototyp von Deutscher Bundesbank und Deutscher Börse

Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse präsentierten gemeinsam einen funktionalen Prototyp einer auf Blockchain-Technologie basierenden Wertpapierabwicklung. Der innovative Prototyp wurde so konzipiert, dass er technisch die Zug-um-Zug-Abwicklung von Wertpapieren gegen zentral ausgegebene digitale Werteinheiten sowie reine Werteinheiten- und Wertpapiertransfers ermöglicht. Zudem kann er einfache Kapitalmaßnahmen abwickeln, zum Beispiel die Zinszahlung für Wertpapiere und die Rückzahlung bei Fälligkeit eines Wertpapieres.

In den nächsten Monaten planen Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse eine Weiterentwicklung des Prototyps mit dem Ziel, die technische Performance sowie die Skalierbarkeit dieser Art von Blockchain-basierter Anwendung analysieren zu können.

„Zusammen mit der Deutschen Bundesbank adressieren wir innovativ und kreativ die potenziellen technologischen Chancen für den Finanzsektor. Wir arbeiten mit Hochdruck weiter, um mögliche Effizienzgewinne der Blockchain-Technologie heben zu können und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu verstehen und zu minimieren“, fügte Carsten Kengeter, CEO der Deutsche Börse AG, hinzu.

DVFA bietet Fit & Proper Training for FinTechs

Die DVFA stellte einen neuen Trainingskurs speziell für FinTechs vor. Das „Fit & Proper“- Training zielt darauf ab, Mitarbeitern und Managern von FinTech-Unternehmen aus Sicht der Marktaufsicht ausreichende Expertise und Kompetenz zugänglich zu machen. Thematisch umfasst das Training Finanzmärkte, Regulation, Governance und Controlling sowie Strategisches Management. Der Kurs findet ausschließlich digital statt, dauert etwa 25 Stunden und wird am 27. Januar 2017 beginnen. Nach erfolgreichem Abschluss des Trainings sowie einer 90-minütigen Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Certificate in Financial Markets Competence.

Eröffnung des Frankfurter FinTech Quartiers

Am 17. November feierte die Frankfurter FinTech Community die Eröffnung des neuen FinTech Hubs, Tech Quartier, welches in Kürze einige der innovativsten Start-ups der Region beheimaten wird. Momentan verfügt das Pollux bereits über 120 Arbeitsplätze und eine Erweiterung in den zweiten Stock ist bereits in Planung. Bei der offiziellen Eröffnung erklärte Tech-Quartier-Geschäftsführer Dr. Sebastian Schäfer: „Wir bieten nun erstmals auch in Frankfurt ausländischen FinTechs und Start-ups eine attraktive Anlaufstelle, um das Deutschlandgeschäft zu starten und den europäischen Markteintritt vorzubereiten.“ Die Eröffnung des Tech Quartiers bildet den krönenden Abschluss fast eines Jahres gemeinsamer Arbeit des Hessischen Wirtschaftsministeriums sowie des FinTech Dialogue Forums, das von Frankfurt Main Finance initiiert wurde. Finanziell unterstützt wird das Tech Quartier zudem von einer Reihe großer Banken und Unternehmensberatungen. Zu den Platin-Sponsoren zählen Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, DZ Bank, Helaba und ING-BiBa. Gold Sponsoren sind Sparda-Bank Hessen, Allen & Overy, EY, KPMG und PWC.

FinTech Matchmaking

FinTech Matchmaking mit Holland FinTech

Nach einer erfolgreichen Auftakt-Veranstaltung in Amsterdam veranstalteten Holland FinTech und Frankfurt Main Finance ein zweites FinTech Matchmaking Event, mit dem Ziel Engangement und Unterstützung von Fintech Unternehmen zu bündeln. Sowohl in den Niederlanden als auch in Frakfurt bestehen dynamische FinTech Szenen, wodurch ideale Voraussetzungen für eine Partnerschaft und internationalen Austausch zwischen den beiden Nachbarn gegeben sind. Zu den größten Herausforderungen für junge Start-up Unternehmen zählen Sichtbarkeit sowie die Expansion über den heimischen Markt hinaus. In diesem Zusammenhang ermöglichte das erfolgreiche Matchmaking Event nicht nur den Austausch zwischen den beteiligten Unternehmern, sondern stellte auch die Verbindung zu potenziellen Kooperationspartnern und Investoren her.

Am 25. November 2016 versammelten sich mehr als 80 Teilnehmer im Frankfurter Büro der ING-Diba, die als Sponsor des FinTech Matchmaking Events fungierte, um Pitches von 18 niederländischen und deutschen FinTechs zu verfolgen. „Innovationen entstehen, wo die Besten und Kreativsten zusammenkommen und voneinander lernen. Daher unterstützen wir sehr gerne die Veranstaltung und freuen und auf den Austausch“, so Željko Kaurin, Mitglied des Vorstands der ING-DiBa. Neben der ING-DiBa war auch Hessen Trade & Invest Sponsor der Veranstaltung. Zwischen die zwei Pitche-Runden stand für die Gruppe zudem eine Führung durch den neu eröffnete FinTech Hub, Tech Quartier, sowie ein Treffen mit dessen Direktor Dr. Sebastian Schäfer auf dem Programm. Das Tech Quartier ist eine bedeutende Entwicklung für das Frankfurter Ökosystem, welches die Attraktivität des Finanzplatzes Frankfurt für FinTechs weiter steigern soll.

Mitgründer und einer der Geschäftsführer des Frankfurter Robo Advisors Vaamo, Oliver Vins, welcher in einem der Pitches dem Publikum sein Unternehmen vorstellte, verwies auf die Bedeutung solcher Events für das lokale FinTech Ökosystem, indem er erklärte: „Es ist immer wieder toll zu sehen, welche Möglichkeiten sich FinTech-Unternehmen in Frankfurt bieten, auch internationale Anknüpfungspunkte zu schaffen. Dies ist eines der Gründe, warum sich Frankfurt als Standort für FinTechs so hervorragend eignet.“ Vins drückte seine Freude über das stetige Wachstum des Frankfurter Ökosystem und die zunehmende Kooperation mit anderen Ländern aus. „Dazu tragen vor allem Veranstaltungen wie das FinTech Matchmaking bei, die diesen Austausch stetig vorantreiben und immer interessanten Input liefern können. Wir freuen uns, dass solche Formate zunehmend stattfinden und wir Teil der Veranstaltung sein durften.“

Aufgrund des außerordentlich positiven Feedbacks aller Beteiligten planen Frankfurt Main Finance und Holland FinTech schon jetzt eine Fortsetzung der Veranstaltungsserie für 2017. Frankfurt Main Finance legt in seinem Engagement für den Finanzplatz und FinTechs einen starken Fokus auf den Aufbau von Partnerschaften sowie die Kooperation mit anderen Finanzzentren, in deren Rahmen gemeinsam ausgerichteten FinTech Events eine zunehmend größere Rolle zukommt. Vor diesem Hintergrund sagte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: “Viele deutsche FinTech-Unternehmen haben inzwischen ihre Geschäftsmodelle in Deutschland erfolgreich etabliert und stehen vor dem Schritt ins Ausland. Seitens Frankfurt Main Finance unterstützen wir dies auf Basis unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaften mit führenden internationalen Finanzzentren, und positionieren uns dabei auch als hochattraktiver Standort für ausländische FinTech-Unternehmen. Matchmaking-Veranstaltungen wie diese sind dabei eines der Formate, auf die wir setzen.“

Teilnehmende FinTechs


Finanzplatz Fokus: „Brexit – Let’s go Frankfurt“

Finanzplatz Frankfurt ist bevorzugte Adresse für Brexit-bedingte Jobverlagerungen

Unter den europäischen Finanzplätzen ist Frankfurt die klare Nr. 2 hinter London. Mit zahlreichen Standortqualitäten ist die Main-Metropole ein attraktiver Finanzplatz für in- und ausländische Player und kann die bevorzugte Adresse für Brexit-bedingte Jobverlagerungen werden. Folgende Assets sind dabei besonders hervorzuheben: Stabilität und Stärke der deutschen Volkswirtschaft, Sitz der EZB in ihrer Doppelfunktion, Verkehrsdrehscheibe mit guter Infrastruktur, relativ günstige Büromieten sowie eine hohe Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommen die Helaba-Volkswirte in ihrer Finanzplatz Studie „Brexit – Let’s go Frankfurt“. Doch mit Paris, Dublin, Luxemburg oder auch Amsterdam gibt es ernstzunehmende Konkurrenten.

Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin und Bereichsleiterin Volkswirtschaft/Research, betont: „Damit Frankfurt tatsächlich zum vorrangigen Brexit-Gewinner wird, bedarf es neben mehr Selbstbewusstsein auch einem konzertierten Eintreten auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.“

Prognose Bankbeschäftigung Ende 2018: stabil bei rund 62.000 Stellen

Darüber hinaus ist eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen wesentlich für den Erfolg. Angesichts der in mehreren Studien belegten herausragenden Positionierung Frankfurts im europäischen Finanzplatzgefüge stehen nach Ansicht der Helaba-Volkswirte die Chancen gut, dass mindestens die Hälfte der zur Disposition stehenden Finanzjobs in einem mehrjährigen Umstrukturierungsprozess von der Themse an den Main verschoben wird. Frankfurt steht damit vor der Aufgabe, die notwendigen Voraussetzungen z.B. auf dem Wohnungsmarkt zu schaffen. Unter sehr vorsichtigen Annahmen kämen über einen Zeitraum von mehreren Jahren insgesamt mindestens 8.000 Mitarbeiter nach Frankfurt. Da die Unternehmen nicht den Ausgang der Verhandlungen abwarten können, ist schon bis Ende 2018 mit einem Zuwachs von mehr als 2.000 Stellen zu rechnen.

„Dieser Brexit-induzierte Arbeitsmarkteffekt wirkt der Konsolidierung in den hiesigen Bankentürmen entgegen“, sagt die Autorin der Studie Ulrike Bischoff. Beide Effekte dürften sich innerhalb des Prognosehorizontes mehr oder minder aufheben. Am deutschen Finanzzentrum sind zum Jahresende 2018 gut 62.000 Bankbeschäftigte zu erwarten.

Die komplette Studie von Helaba können Sie hier herunterladen.

Digital Hub Initiative

Bundesregierung ernennt Finanzplatz Frankfurt zum Digital Hub für FinTechs

Auf dem Nationalen IT-Gipfel am 17. November 2016 stellten Wirtschaftsminister Gabriel und Bitkom Präsident Thorsten Dirks die ersten fünf Digital Hubs in Deutschlands vor. Dem Finanzplatz Frankfurt wurde in diesem Zusammenhang die Bezeichnung Digital Hub für Finanzdienstleitungen und FinTech zugesprochen. Der hessische Wirtschaftsminister und Frankfurt Main Finance Präsidiumsmitglied Tarek Al-Wazir rühmte die Digital Hub Initiative bei der Eröffnung des neuen Frankfurter FinTech Hub, dem Tech Quartier. Die Bedeutung von FinTechs für die Region erläuternd, sagte er: „Der führende Finanzplatz des Kontinents muss auch in der hochinnovativen FinTech-Branche die Führungsposition übernehmen.“ Das Tech Quartier stellt den Höhepunkt eines Jahres der Zusammenarbeit des hessischen Wirtschaftsministeriums und des FinTech Dialogforums, das von Frankfurt Main Finance ins Leben gerufen wurde, dar.

Die Digital Hub Initiative, kurz de:hub, gegründet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zielt darauf ab, Deutschlands als führende Industrienation zu stärken und das Land als attraktives Ziel für Unternehmer, Investoren und hochqualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Welt zu etablieren. Bitkom Präsident Thorsten Dirks erläuterte hinsichtlich des Hubs: „Künftig sollen Vorstände von etablierten Unternehmen von Start-ups lernen können, ohne nach Kalifornien fliegen zu müssen.“ Weitere Digital Hubs sind Dortmund und Hamburg für Logistik, München für Mobilität und Berlin, dessen Fokus auf dem Internet der Dinge liegt.

Trotz des Digitalzeitalters ist die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen sowie Wissenschaft und Forschung in geografischer Nähe erfolgsversprechender, sodass diese Innovation und Entwicklung direkt fördert. Mit dem Silicon Valley als Vorbild versucht das Bundeswirtschaftsministerium Digital Hubs in Deutschland zu schaffen, die Menschen aus der ganzen Welt zusammenbringen, um innovative Ideen und Produkt zu entwickeln. Grundlegend für Hubs ist eine funktionale Infrastruktur im Sinne globaler Relevanz im entsprechenden Sektor, führenden Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen sowie einem Netzwerk von Unterstützern, von Mentoren bis hin zu Venture Capital Investoren.

Das Frankfurter FinTech Ökosystem ist in den vergangenen Jahren zunehmend gewachsen. Im Jahr 2016 ist die Zahl der FinTech Unternehmen in der Region Rhein-Main um 45 % auf 81 angestiegen. Frankfurt befindet sich nun deutschlandweit dicht hinter Berlin mit 87 FinTechs an zweiter Stelle. Ebenso sind Investitionen in FinTechs in Deutschland auf dem Vormarsch, sodass 2015 bereits 524 Millionen Euro in den Sektor flossen. Trotz des weltweiten Rückgangs an FinTech-Investitionen, konnte Deutschland dennoch eine Steigerung um 186 US-Dollar im dritten Quartal verbuchen und damit Großbritannien überholen. Während sich das Frankfurter FinTech Ökosystem noch in einer Etablierungsphase befindet, entstand bereits eine breite Basis institutioneller Unterstützung und Incubators. Neben dem neu eröffneten Tech Quartier haben sich bereits einige andere Incubators und Accelerators in Frankfurt angesiedelt, hierzu zählen das FinTech Hub der Deutschen Börse, Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter und die Digitalfabrik der Deutschen Bank. In diesem Zusammenhang wird Frankfurt Main Finance das Frankfurter Ökosystem auch weithin aktiv unterstützen und fördern und beglückwünscht das Bundeswirtschaftsministerium zu seiner Entscheidung Frankfurt im Rahmen der Digital Hubs Initiative zum Digital Hub für FinTechs zu ernennen. Außerdem sollte die von Frankfurt Main Finance kürzlich begründete FinTech Mitgliedschaft es lokalen FinTech Unternehmen erleichtern, mit etablierten Akteuren in Kontakt zu treten.

Krümel oder Kuchen? Wie stark profitiert Frankfurts Immobilienmarkt vom Brexit?

Eine aktuelle Studie von Deutschen Bank Research analysiert potenzielle Auswirkungen des Brexits auf den Frankfurter Immobilienmarkt. Im Rahmen der Analyse werden der Büro- und Wohnimmobilienmarkt im Finanzzentrum Frankfurt im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Preistrends ebenso wie Nachfrage- und Verfügbarkeitstrends untersucht. Außerdem vergleicht die Studie der Deutschen Bank verschiedene europäische Finanzplätze und zeigt auf, dass Frankfurt in mehrerlei Hinsicht eine naheliegende und finanziell tragbare Wahl für die Verlegung finanzieller Dienstleistungen aus Großbritannien darstellt.

Executive Summary

„Angesichts der hohen politischen Unsicherheit rund um das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wird auch die Größe des Brexit- Kuchens, also der Abwanderung von Unternehmen und Arbeitnehmern, erst in einigen Jahren bestimmt werden können. Unabhängig von dem endgültigen Verhandlungsergebnis zwischen Großbritannien und der EU dürfte die Stadt Frankfurt einer der Profiteure sein.

Frankfurt ist bereits heute der Hauptfinanzplatz Kontinentaleuropas und kann dabei gegenüber anderen europäischen Städten auf eine Reihe weiterer Vorzüge verweisen: niedrige Mieten und Wohnungspreise, gute Infrastruktur, hohe wirtschaftliche Dynamik. Angesichts der Stärke der europäischen und auch außereuropäischen Wettbewerber wird Frankfurt aber wohl nur einen Teil des Brexit-Kuchens verbuchen.

Frankfurts Immobilienmarkt würde schon durch relativ wenige abwandernde britische Unternehmer und Arbeitnehmer deutlich an Dynamik gewinnen. Ein Beschäftigungsaufbau im Zuge des Brexits dürfte die Büronachfrage ankurbeln und zu einem Abbau des Leerstands und Mietsteigerungen im Büroimmobilienmarkt in erster Linie in innenstadtnahen Lagen beitragen. Nach dem Brexit-Referendum haben wir unsere erwarteten durchschnittlichen Mieterhöhungen im Spitzensegment auf über 2% pro Jahr bis zum Jahr 2020 angehoben (ein doppelt so starker Anstieg wie bisher in den Jahren 2018-2020).

Im Wohnungsmarkt gibt es bereits seit einigen Jahren Engpässe. Ein großer Nachfrageüberhang, es fehlen mehrere 10.000 Wohnungen, und zu wenig Bauland sind die Hauptursachen für die Preissteigerungen von rund 25% seit dem Jahr 2009. Ein zusätzlicher Brexit-Effekt könnte die Preise kräftig erhöhen. Als Daumenregel gilt dabei: 1.000 fehlende Wohnungen erhöhen die Quadratmeterpreise um 25 Euro. Unterstellt man eine zusätzliche Nachfrage von 5.000 Wohnungen, steigen die Wohnungspreise um 125 Euro oder rund 4% relativ zu aktuellen Niveaus.“

Die komplette Studie von Deutsche Bank Research können Sie hier herunterladen.