Shanghai

Kooperationen Shanghai
Hessen und Shanghai pflegen lebhaften Wirtschaftsaustausch

Neben der Hauptstadt Peking bestehen auch zu der 23-Millionen Metropole Shanghai enge Verbindungen. Seit 2012 findet jährlich das Hessen-Shanghai Business Forum statt – jeweils im Wechsel zwischen Shanghai und Frankfurt.

Das erste internationale Hessen-Shanghai Business Forum stand 2012 unter dem Titel „Finanzierung von Investitionen und Handel – Zusammenarbeit zwischen Banken und Unternehmen“. Rund 200 Besucher trafen sich. Die chinesischen Teilnehmer zeigten sich erfreut über die hervorragende Verkehrsinfrastruktur, die gesamte Bandbreite wirtschaftsnaher Dienstleistungen, die Anzahl hochqualifizierter Arbeitskräfte und das gute Schulangebot für chinesische Kinder in der Finanzmetropole Frankfurt.

Unter dem Titel „Partnerschaft und Investitionen stärken“ stand das 2. Hessen-Shanghai Business Forum 2013 in Shanghai. Im Mittelpunkt standen Themen wie Frankfurt als europäisches Zentrum für Geschäfte mit der chinesischen Währung, die Kooperation der Finanzplätze Shanghai und Frankfurt sowie die Finanzierung von Investitionen und Handel in Deutschland und China.

Bei den chinesischen Unternehmen besteht großes Interesse am Handel mit und an Investitionen in Hessen. Viele suchen zu diesem Zweck konkrete Gespräche und Finanzierungspartner. Das Hessen-Shanghai Business Forum bietet eine gute Plattform für diesen Austausch.

Während des Forums wurde nochmals verdeutlicht, dass Frankfurts Entwicklung zum Renminbi-Geschäftszentrum der Eurozone rasch voranschreitet. Bereits 2012 lag Deutschland im grenzüberschreitenden Renminbi-Zahlungsverkehr in Europa an erster Stelle. Wenn der chinesisch-deutsche Wirtschaftsaustausch, wie von der chinesischen Regierung angestrebt, von 130 Mrd. Euro in 2012 auf 200 Mrd. Euro in 2015 ansteigt, wird sich diese Stellung noch verstärken. Viele Unternehmen machen deutlich, dass sie Renminbi (RMB) bei ihrer Geschäftsabwicklung nutzen wollen. Die Anzahl der Finanzinstitute in Deutschland, die mit RMB handelten, stieg binnen eines Jahres von 17 auf 62.

In China wird die Entwicklung eines RMB-Zentrums und eines liberalisierten Güter- und Dienstleistungsverkehrs derzeit insbesondere in Shanghai vorangetrieben. Durch die Einrichtung der China (Shanghai) Pilot Free Trade Zone soll in China die schrittweise Öffnung der Märkte geprobt werden. Eine Vereinbarung mit der Stadt Shanghai sieht vor, die sich daraus ergebenden Chancen durch eine enge Kooperation der Finanz- und Wirtschaftszentren Shanghai und Frankfurt zu nutzen.

Deutsch-Chinesische Beziehungen
Traditionell gute politische Beziehungen

Die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik China haben im Jahr 1972 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Beide Länder pflegen seit dieser Zeit exzellente politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen.

Seit 2004 werden die deutsch-chinesischen Beziehungen daher als „Strategische Partnerschaft in globaler Verantwortung“ bewertet und erreichten durch die Einrichtung jährlicher Regierungskonsultationen eine neue Ebene. Die letzte dieser Konsultationen auf höchster Ebene fand im August 2012 in Peking statt. Insgesamt gibt es  mittlerweile über 60 Dialogmechanismen, davon viele auf hoher Regierungsebene.

Der offizielle, hochrangige Besucherverkehr zwischen beiden Ländern ist auch außerhalb der Regierungskonsultationen sehr rege. So besuchte Premierminister Li Keqiang Deutschland bereits im Rahmen seiner ersten Auslandsreise im Mai 2013. Aus diesem Anlass eröffnete er auch zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel das deutsch-chinesische Sprachenjahr. Ziel ist es, die deutsche Sprache in China und die chinesische Sprache in Deutschland zu weiter fördern.

Worauf sind diese hervorragenden deutsch-chinesischen Beziehungen zurückzuführen? Im chinesischen Bewusstsein ist Deutschland nicht in vergleichbarer Weise wie beispielsweise Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Japan oder die USA von  negativen historischen Erfahrungen belastet. Dass es dort keine historisch bedingten Vorurteile gegen Deutschland gibt, macht jedoch nicht allein das hohe Ansehen der Deutschen in der Volksrepublik aus. Ein wichtiger Grund ist auch der außerordentlich gute Ruf der deutschen Industrie. „Made in Germany“ ist gleichbedeutend mit Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und vor allem Qualität. Als typisch deutsch angesehene Tugenden wie Fleiß und Disziplin werden als Rezeptur für den wirtschaftlichen Erfolg angesehen.

Bereits vor mehr als 100 Jahren eröffnete die Deutsche Bank ihr erstes Büro in Shanghai und auch Siemens kann auf genauso langjährige Aktivitäten in China zurückblicken.

Das Reich der Mitte hat auch in Frankfurt längst Fuß gefasst. Seit April 1988 ist Guang – zhou, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Guandong, Partnerstadt. Annähernd 5.000 chinesische  Staatsbürger leben in der Mainmetropole, mehr als 500 chinesische Unternehmen sind in Frankfurt ansässig. 54 Passagierflugzeuge starten und landen jede Woche von Frankfurt RheinMain; rund 100.000 chinesische Touristen besuchten die Stadt im zurückliegenden Jahr. Hilfreich für die Bekanntheit der Stadt Frankfurt in China ist die Fußballleidenschaft der Chinesen. Jedes Bundesligaspiel wird in China übertragen.

Botschaft der Volksrepublik China

Märkisches Ufer 54
10179 Berlin
+49 30 27 58 80
www.china-botschaft.de

Generalkonsulat der Volksrepublik China

Mainzer Landstr. 175
60327 Frankfurt am Main
+49 (0)69 90734687
www.china-botschaft.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Peking 17, Dong Zhi Men Wai Da Jie, Chaoyang District, Beijing, 100600
+86 10 85 32 90 00
http://www.peking.diplo.de

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

Kanton 14th floor, Teem Tower, 208 Tianhe Road, Tianhe District, Guangzhou – 510620
+86 20 83 13 00 00
http://www.kanton.diplo.de

Antenne Frankfurt

ANTENNE FRANKFURT Finanzplatz News: Ausblick 2016

ANTENNE FRANKFURT strahlt die Service-Sendung „Finanzplatz Nachrichten“ aus. Finanzplatz-Experten sprechen über verschiedene Themen rund um Finanzen und den Finanzplatz Frankfurt.  Weiterlesen