FinanzplatzFrühstück mit Chef-Risikoanalyst der Eximbank Dr. Changhui Zhao

Auf dem 12. FinanzplatzFrühstück, das erstmals in den Räumlichkeiten der Sozietät Dentons stattfand, trafen sich über 60 Gäste aus den Bereichen Finanzwirtschaft, Medien, Wissenschaft und Forschung. Eingeladen hatten Frankfurt Main Finance und der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V.. Als hochkalibrigen Referenten konnte Dr. Changhui Zhao, Chief Country Risk Analyst der Export-Import Bank of China (Exim), gewonnen werden. Er sprach über die zunehmende Öffnung des chinesischen Kapitalmarkts und die damit verbundenen Chancen für die Zusammenarbeit deutscher und chinesischer Finanzinstitute. In diesem Kontext verwies Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, auf die gemeinsame Erklärung, welches nach dem zweiten Finanzdialog zwischen dem chinesischen Vizeministerpräsident Liu He und dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz am 18. Januar 2019 in Peking vereinbart wurde. Demnach solle „die Vertiefung einer pragmatischen Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland bekräftigt und die bilateralen Finanzbeziehungen gestärkt werden“.

Dr. Zhao unterstrich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine vertiefte Zusammenarbeit gekommen sei. Die One Belt One Road Initiative umfasse auch die Unterstützung der chinesischen Regierung bei den Kooperationsbemühungen der Finanzzentren. Momentan sei die allgemeine europäische Sicht, dass China versuche, den Westen einzuholen. Dem stimmte Dr. Zhao zwar grundsätzlich zu, allerdings berge eine Zusammenarbeit auch neue Chancen. Beispielsweise wäre man im Bereich FinTech, in dem China sehr leistungsfähig sei, bereit gemeinsam neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Bei der anschließenden Diskussion ging es neben Fragen zum Stand des Handelskonfliktes mit den USA vor allem auch um die Notwendigkeit von Investitionen in Afrika – dem Kontinent, in dem Dr. Zhao ein besonders dynamisches Wachstum erwartet.

Grüne Soße Tag: Frankfurt isst Weltrekord

Frankfurt will Weltrekordhalter werden: Am 6. Juni feiert die Stadt den Grüne Soße Tag und will einen kulinarischen Weltrekord aufstellen. Dazu müssen 231.775 Portionen Grüne Soße gegessen werden. Alle sollen mitmachen – Firmen, Schulen, KiTas und natürlich auch die zahllosen Restaurants in der Innenstadt – eben ganz Frankfurt.

So macht man mit

Mitmachen ist ganz einfach: Am Grüne Soße Tag wird mit jeder Grünen Soße ein individualisierter Code ausgegeben, der online registriert und direkt gezählt wird. Die Codes müssen vorab bestellt werden – jeder Code kostet 1,- € zzgl. MwSt. Damit tut man sogar noch etwas Gutes. Von jedem Code wird nach Abzug der Logistikkosten die Hälfte an einen guten Zweck gespendet. Dabei wird der Weltrekord vom Rekord-Institut für Deutschland überwacht.

Green Dinner

Firmen oder Unternehmen können sich beteiligen, indem Sie Grüne Soße als Mittagessen in der eigenen Betriebskantine anbieten, einen Ausflug in eines der teilnehmenden Restaurants machen oder einem der Hotspots in der Innenstadt einen Besuch abstatten. Die längste grüne Tafel wird es wohl aber am Mainufer geben. Sie haben am 6. Juni 2019 die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter und/oder Geschäftspartner zum Green Dinner einzuladen. Am südlichen Mainufer steht ab dem Eisernen Steg eine lange Tafel (100m!) bereit. Plätze für das Green Dinner müssen verbindlich vorab gebucht werden.

Buchbare Slots:

12:00 bis 14:00

17:00 bis 19:00

20:00 bis 22:00

Mit dieser Aktion leisten Firmen oder Unternehmen einen herausragenden Beitrag zum Grüne Soße-Weltrekord für die Stadt Frankfurt.

Titelbild Sustainable Finance Konferenz

Der EU Action Plan on Sustainable Finance: Notwendige Standardisierung oder Überregulierung?

Das Deutsche Aktieninstitut präsentierte Mitte Mai im Rahmen seiner Konferenzen mit hochkarätigen Referenten und Podiumsteilnehmern eine vielfältige Sicht auf den EU Sustainable Finance Action Plan und die damit verbundenen „Anforderungen und Chancen für Unternehmen und institutionelle Investoren“.

Die EU-Kommission will mit ihrem Aktionsplan Financing Sustainable Growth das nachhaltige Finanzwesen stärken und eine nachhaltige Unternehmensführung unterstützen. Zentrale Punkte der europäischen Gesetzgebungsinitiative sind dabei eine Nachhaltigkeits-Taxonomie, Standards für Grüne Anleihen und die Weiterentwicklung der Klimaberichterstattung von Unternehmen. Diese Aspekte standen auch im Mittelpunkt der Konferenz, die am 13. Mai unter Beteiligung hochrangiger Experten aus Industrie und Finanzwirtschaft, Wissenschaft und dem Bereich der NGOs sowie der Politik über Ziele, Wege, Chancen und Risiken diskutierten.

Auf dem Weg in eine Nachhaltige Finanzwelt

Bereits in der von Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, moderierten Einstiegsdiskussion von Thomas Kusterer, Finanzvorstand der ENBW, und Michael Schütze, Managing Director bei Allianz Global Investors wurde deutlich, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ sowohl in der Real- wie in der Finanzwirtschaft angekommen ist. So bestätigte Schütze, dass gerade institutionelle Investoren mehr und mehr für die Implementierung von ESG-Kriterien ein echtes Interesse zeigten. Und auch der Realwirtschaft sei bewusst, dass nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen die Beachtung von ESG-Kriterien beim unternehmerischen Handeln in den Fokus rücken müssen, so Kusterer. Von der neuen EU-Regulierung, allen voran der Taxonomie, erwarten sich beide Seiten vor allem mehr Transparenz und Klarheit. Risiken sieht man in der Gefahr einer Überregulierung.

Unterschiedliche Ambitionen bei EU und Bundespolitik

Mit viel Engagement und Leidenschaft für das Thema, berichtete im Anschluss Martin Spolc, Head of Unit Sustainable Finance der Europäischen Kommission, über den Stand des Action Plan, die Ziele sowie die nächsten Schritte. Er hob dabei drei zentrale Ziele hervor: 1. Die Lenkung von Kapitalströmen, 2. Nachhaltigkeit in den Mainstream des Risikomanagements zu befördern und 3. Die Förderung von Transparenz und Langfristigkeit in der Kapitalanlage. Bis Mitte Juni 2019 soll der finale Report der Technical Expert Group vorliegen und bis Ende des Jahres die Implementierung einer rechtlich verbindlichen Taxonomie starten. Alles Weitere liege dann in den Händen der neuen Kommission. Die Vertreterinnen der Bundespolitik äußersten sich dagegen in Bezug auf die geplante Taxonomie deutlich zurückhaltender. So betonte Dr. Eva Wimmer, Leiterin Finanzmarktregulierung im Bundesfinanzministerium unter der Fragestellung „Deutscher Aktionsplan zu Sustainable Finance?“, dass es v.a. auf Ausgewogenheit ankomme – simples Schwarz-Weiß denken sei nicht zielführend – und man sich Zeit lassen müsse, damit die Regelungen auch nachhaltig wirken könnten. Bettina Stark-Watzinger, MdB und Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags, betonte im folgenden Panel zur Frage nach der Klassifizierbarkeit nachhaltiger Wirtschaftstätigkeit, dass es sich um ein „sehr komplexes Thema“ handle und die Finanzmärkte hier nur dienende Funktion einnehmen könnten: „Die Umweltpolitik gehört ins Umweltministerium.“ Zudem favorisiere sie eine Konsolidierung der bereits vorhandenen Lösungen gegenüber einer neu auszuhandelnden Taxonomie auf europäischer Ebene.

Möglichkeiten der Klassifizierung, Offenlegung und Green Bonds

Einig war man sich auf dem Panel zur Taxonomie, dass von Karsten Löffler, Co-Head des Climate Finance Centre der Frankfurt School of Finance & Management geleitet und durch Stefan Haver, Head of Corporate Responsibility Evonik Industries, und Dr. Matthias Schmidt, Head of ESG beim Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland komplettiert wurde, dass es in erster Linie auf die Anwendbarkeit der Taxonomie ankomme. Hierzu müssten auch die vorhandenen Erfahrungen der Industrie miteinbezogen werden, hob Haver hervor. Ein möglicher Weg Nachhaltigkeit zu klassifizieren und messbar zu machen, wäre eine wie auch immer geartete CO2-Bepreisung, die dann über den Eingang in die GuV auch transparent gemacht würde, so der Vorschlag des Wirtschaftsprüfers.

Nach der Mittagspause diskutierten Nico Fettes, Head of Climetrics Ratings CDP Europe, Dr. Klaus Hufschlag, Senior Vice President Finance Business Intelligence & Analytics Deutsche Post DHL Group, und Dr. Thomas Schmotz, Technical Director des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee, über die Offenlegung klimabezogener Aspekte. Nico Fettes berichtete, dass Großanleger zunehmend bei ihrem Abstimmungsverhalten auf ESG-Aspekte achten und die Bedeutung dieser an den Kapitalmärkten wachse. Als Hemmnisse bei der Nutzung von ESG-Information gelten nach einer Umfrage des CFA-Institute mangelnde Quantifizierbarkeit, Vergleichbarkeit, Glaubwürdigkeit und Wesentlichkeit. Einigkeit herrschte darüber, dass die Empfehlungen der im Auftrag der G20-Finanzminister eingesetzten Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) hier eine gute Orientierung bei der Reglung der Offenlegung geben könne und diese in die EU-Vorschläge integriert werden sollten.

Auch auf dem Panel zu den Markterwartungen an die Green Bond-Regelungen, das von Jochen Krimphoff, Deputy Director Green Finance beim WWF moderiert wurde („Wohl das erste Panel zu Sustainable Finance, dass von einem NGO-Vertreter moderiert wird,“ wie Kriphoff hervorhob), herrschte weitgehende Einigkeit: Sowohl Julien Bras, Portfoliomanager bei Allianz Global Investors, als auch Thomas Liesch, Senior Manager Climate Integration Allianz SE und Ingo-Peter Voigt, Senior Vice President / Head of Finance bei EnBW, betonten die Notwendigkeit einer Standardisierung. „Transparenz über den Investitionszweck ist essentiell,“ so Voigt. Darüber hinaus erhöhe eine Standardisierung das Ambitionsniveau der Emittenten, wie Liesch hervorhob. Portfoliomanager Bras verspricht sich vom neuen Standard, dass dieser die Emissionstätigkeit von Unternehmen fördern werde, die bislang noch nicht aktiv seien. Allerdings bedürfe es auch pragmatischer Lösungen, um potentielle Emittenten nicht abzuschrecken.

Modewelle oder Must Do?

„Modewelle oder Must Do?“: v.l. Dr. Bert Flossbach (Flossbach von Storch), Dr. Steffen Hörter (Allianz Global Investors), Andreas Hilka (Pensionskasse Hoechst) und Moderator Dr. Lothar Rieth (EnBW).

Uneinigkeit herrschte dagegen auf dem abschließenden Panel unter Beteiligung von Dr. Bert Folssbach, Mitbegründer und Vorstand von Flossbach von Storch, Andreas Hilka, Mitglied des Vorstands der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe, sowie Dr. Steffen Hörter, Global Head of ESG-Strategy bei Allianz Global Investors darüber, ob Nachhaltigkeit nun ein Must-Do oder doch nur eine Modewelle sei. Die große Resonanz der Veranstaltung – der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt – als auch das Momentum, welches das Thema nicht zuletzt durch die Initiative der Europäischen Kommission in Politik, Real- und Finanzwirtschaft ausgelöst hat, zeigen ebenso wie die rasant gestiegene gesellschaftliche Einsicht in die Notwendigkeit zu handeln, dass sich die Finanzindustrie inzwischen intensiv mit dem Thema beschäftigt und letztlich auch ernsthaft auseinandersetzen muss.

Von: Dr. Andreas Jaensch

FinTechGermany Award 2019

FinTechGermany Award „Golden Garage“ prämiert herausragende FinTech-Unternehmen am Finanzplatz Frankfurt

Mit dem führenden investorenseitigen Gründerpreis zeichnet der Finanzplatz Frankfurt herausragende FinTech-Unternehmen in sechs verschiedenen Kategorien aus. In der Kategorie Seed-/Early Stage konnte AUTHADA GmbH die Jury überzeugen, Barzahlen – Cash Payment Solutions GmbH in der Kategorie Late Stage. Als bestes FinTech in der Growth Stage wurde solarisBank AG ausgezeichnet. TransferWise Ltd. als bestes ausländisches FinTech auf dem deutschen Markt. Zudem ging der Sonderpreis für das beste PropTech an Exporo AG und Wefox Germany GmbH wurde in der Sonderkategorie Insurtech gewürdigt.

Bereits zum fünften Mal verliehen die Organisatoren Börsen-Zeitung (WM Gruppe), Business Angels Frankfurt RheinMain, Frankfurt Main Finance und TechFluence den FinTechGermany Award an FinTech-Unternehmen mit hohem Potential. „Unser Award ‘Golden Garage‘ bietet vor allem jungen Unternehmern die Möglichkeit, mit FinTech-Insidern und Vertretern des Finanzplatzes in Dialog zu treten und Ihr Netzwerk zu erweitern. Wir freuen uns, diese Plattform bereits das fünfte Mal anbieten zu können“, so Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung. Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels Frankfurt RheinMain, sagt: „Wir zeichnen die besten Fintechs, Insurtechs und Proptechs aus, die mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und neuen Technologien den Finanzsektor wertschaffend verändern. Gleichzeitig bilden wir am Finanzplatz Frankfurt die gesamte Finanzierungskette für Startups ab – von der Gründung über Wachstum bis zur Etablierung.“ Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, führt an: „Die Kooperation zwischen FinTechs und den etablierten Akteuren am Finanzplatz ist der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg. Der FinTechGermany Award schafft die Plattform dafür.“ Michael Mellinghoff, Managing Director bei TechFluence UK, stellt fest: „Mit der Verleihung des Preises unterstützen wir insbesondere Startups mit aussichtsreichen FinTech-Konzepten und erhöhen gleichzeitig ihre Sichtbarkeit auf dem deutschen Markt.“

Das Augenmerk der sechszehnköpfigen Jury lag insbesondere auf Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit der Unternehmen. Sie bewerteten u.a. das Geschäftskonzept, Wettbewerbsvorteile, Positionierung, Finanzplan und das Management. Seed-/Early-Stage umfasst FinTechs, die bislang keine oder erste Umsätze sowie keinen oder einen ersten Prototyp vorweisen konnten. Für die Kategorie „Late Stage“ konnten sich Unternehmen mit einem kumulierten Umsatz im mindestens sechsstelligen Bereich bewerben. Ein deutlich siebenstelliger Umsatz sowie internationale Expansion war Voraussetzung für eine Würdigung in der Kategorie „Growth Stage“. Günter Rothenberger, Gründer der Günter Rothenberger Industries GmbH sowie Erfinder des R-Systems, stiftete die sechs Wanderpokale in Form von vergoldeten Wasserpumpenzangen.

Andreas Plies, Geschäftsführer von AUTHADA GmbH, führte an: „Der Preis ist nicht nur für uns, sondern auch für das ganze Unternehmen. Es ist schön eine Anerkennung für die eigene Arbeit zu erfahren.“ Ulrike Czekay, Head of PR & Marketing bei Barzahlen – Cash Payment Solution GmbH, möchte bei der Zahlungsinfrastruktur ansetzen und „den Kunden die Angst vor der Digitalisierung nehmen und neue Möglichkeiten anbieten.“ Chief Commercial Officer bei der solarisBank AG, Jörg Diewald, kündigte an: „Unsere Vertriebslinie ist auf Wachstumskurs und wir suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern, um unseren Kundenanfragen gerecht zu werden.“ Thomas Adamski, European PR Manager bei TransferWise Ltd., freute sich über seine Trophäe: „In erster Linie geht es uns darum, anderen Menschen zu helfen und ihnen eine drastische Kostensenkung bei Auslandsüberweisungen zu ermöglichen. Gerade bei einem großen und aktiven Markt wie Fintech bin ich unheimlich dankbar, dass die Szene sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Alternativen ist. Ich freue mich hier sein zu dürfen und die vielen netten Menschen aus den unterschiedlichen Bereichen kennenzulernen.“ Botho von Hülsen, Senior Manager bei der Exporo AG, teilte mit: „In Deutschland wird viel gebaut und bei uns können Fondpakete auch in Form von Bestandsprodukte erworben werden. Es ist geplant, unsere Digitalisierung zunächst in Frankreich und in den Niederlanden auszurollen, da diese Länder wirtschaftlich gut einzuschätzen sind.“ John Shewell, Head of Group Marketing & Communications von Wefox Germany GmbH, fühlte sich geehrt über die Trophäe in Form einer Wasserpumpenzange: „It is a privilege to be here tonight. At the same time, it is also a honour for all tech start-ups to have the opportunity to transform the financial industry. We want to make insurance easy and convenient for our customers.”

 

Kategorie InsurTech: Wefox Germany GmbH

Kategorie PropTech: Exporo AG

Kategorie Bestes ausländisches FinTech in Deutschland: TransferWise Ltd.

Kategorie Growth Stage: solarisBank AG

Kategorie Late Stage: Barzahlen – Cash Payment Solutions GmbH

Kategorie Seed-/Early Stage: AUTHADA GmbH

Bundesbank feiert Tag der offenen Tür

Bundesbank erleben“ lautet das Motto des diesjährigen Tags der offenen Tür der Bundesbank in Frankfurt. Am 25. und 26. Mai öffnet die Bank die Pforten ihrer Zentrale in der Wilhelm-Eppstein-Straße 14 in Frankfurt, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in ihre Arbeit zu geben.

Eine virtuelle Führung durch das beeindruckende Hauptgebäude der Bundesbank wird ein Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung sein. Außerdem können die Veranstaltungsgäste mit Virtual Reality-Brillen den Goldkeller und sogar das Büro des Präsidenten erleben.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann stellt sich zudem den Fragen der Besucherinnen und Besucher in einem offenen Bürgerdialog. Außerdem werden die weiteren Vorstandmitglieder in Interviews spannende Einblicke in ihren ganz persönlichen Arbeitsalltag geben, Informationsstände über die Arbeit in der Deutschen Bundesbank informieren und in interaktiven Quizrunden das Wissen der Besucherinnen und Besucher getestet.

Insgesamt stellt der Tag der offenen Tür der Bundesbank ein Erlebnis für die gesamte Familie dar. Wer beispielsweise schon immer einmal einen echten großen Goldbarren anfassen wollte, bekommt am 25. oder 26. dazu die Gelegenheit. Kleine Gäste können die Aufgaben der Bundesbank zudem ganz spielerisch erkunden und mit ihren Eltern an interaktiven Gewinnspielen teilnehmen. Auch eine Bastelecke, ein Kletterparkour und Kinderschminken lassen definitiv keine Langeweile aufkommen.

 

Wo?

Zentrale der Bundesbank (Wilhelm-Epstein-Straße 14) in Frankfurt am Main

Wann?

25. und 26. Mai 2019, jeweils von 10 bis 19 Uhr

 

Weitere Informationen zum Tag der offenen Tür der Bundesbank in Frankfurt finden Sie auf der Homepage der Bundesbank.

Foto: Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank und Mitglied des EZB-Rats, und Rolf-Dieter Krause, Fernsehjournalist, auf dem Tag der offenen Tür der Bundesbank in Frankfurt. (c) Niels Thies.

Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration und Frankfurt Main Finance e.V. unterschreiben Absichtserklärung

Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration und Frankfurt Main Finance verstärken ihre Zusammenarbeit. Vom 9. bis 10. Mai 2019 hat eine chinesische Delegation mit elf Vertretern der Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration sowie einigen Repräsentanten lokaler Staatsbetriebe aus Guangzhou den Finanzplatz Frankfurt besucht. Während dieser zwei Tage traf sich die Delegation mit Finanzorganisationen und vereinbarte bilaterale Kooperationspläne mit Akteuren des Finanzplatzes Frankfurt Rhein-Main.

Die Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration und Frankfurt Main Finance e.V. haben sich in einem Memorandum of Understanding auf eine langfristige Kooperation verständigt. Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., und Qiu Qitong, Geschäftsführer der Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration, unterschrieben die Erklärung am 9. Mai 2019 im historischen Römer, dem Rathaus der Stadt Frankfurt am Main. Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt, eröffnete das Delegationstreffen mit einer Willkommensrede. Die Unterzeichnung der Absichtserklärung ist ein wichtiger Meilenstein in der bilateralen Kooperation der beiden Finanzplätze und wird die zukünftige Zusammenarbeit stärken.

Im Fokus der Vereinbarung stehen zentrale Themen der Finanzindustrie wie Green Finance, FinTech sowie grenzübergreifende Transaktionen. Das Bündnis zielt auf eine erfolgreiche Kooperation und Stärkung der Finanzplätze ab. Des Weiteren soll die Zusammenarbeit mit Hilfe von gemeinsamen Programmen wie Finanztrainings, Workshops oder Publikationen vorangetrieben werden. Darüber hinaus werden beide Seiten weiterhin an der Initiierung einer Guangzhou-Frankfurt Financial Alliance arbeiten.

Qiu Qitong, Geschäftsführer der Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration, erklärte: „In der Geschichte Chinas ist Guangzhou die einzige Stadt, die niemals ihre Tür vor dem internationalen Handel verschlossen hat – und Guangzhou möchte diese Tür in Zukunft gerne noch weiter öffnen. Wir hoffen, von Frankfurt mehr über die Entwicklung hin zu einem führenden Finanzplatz zu erfahren.“

Frankfurt Main Finance Geschäftsführer Hubertus Väth kommentierte: „Wir sind hocherfreut, das Memorandum of Understanding mit der Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration zu unterzeichnen. Weiterhin freuen wir uns sehr auf eine erfolgreiche Kooperation.“

Während dem zweitägigen Aufenthalt am Finanzplatz Frankfurt, besuchte die Delegation von Guangzhou die CEINEX (China Europe International Exchange), die BaFin und die Deutsche Bank. Wie viele der Unternehmensvertreter erklärten, ist Guangzhou eine der aktivsten Städte Chinas. Teil eines internationalen Kapitalmarktes zu sein, ist ein wichtiger Schritt für alle Unternehmen, die eine internationale Entwicklungsstrategie verfolgen. Frankfurt, als Finanzplatz im Herzen Europas, bietet diesen Unternehmen durch das vollständig integrierte und internationale Handelsnetzwerk zahlreiche Standortvorteile. Guangzhous lokale Unternehmen sind zudem daran interessiert, Finanzinstitute aus Frankfurt für Kooperationen zu gewinnen.

Vorne (von links): Dr. Lutz Raettig, Präsident Frankfurt Main Finance e.V. und Qiu Yitong, Director Guangzhou Municipal Local Financial Supervision and Administration. – Hinten (von links): Liu Xianchang, Director Economic Development and Finance Bureau of Guangzhou Aerotropolis Development District, Gao Shudong, Director Guangzhou Development District Bureau of Financial Affairs, Deng Xiaoyun, Director China (Guangdong) Pilot Free Trade Zone Nansha Area of Guangzhou and Guangzhou Nansha Economic and Technological Development Zone Bureau of Financial Affairs, Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Hubertus Väth, Geschäftsführer Frankfurt Main Finance e.V., Eduard Hechler, Referatsleiter Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und Dr. Jochen Biedermann, Senior Advisor Frankfurt Main Finance e.V.

 

FinTechGermany Award 2019: Das sagen die Sponsoren

Am 16. Mai wird Deutschlands führender investorenseitiger Gründerpreis FinTechGermany Award zum fünften Mal am Finanzplatz Frankfurt verliehen. Dabei werden herausragende FinTech-Start-ups mit vielversprechenden Geschäftsmodellen in verschiedenen Kategorien mit der Golden Garage ausgezeichnet. Das Augenmerk der Jury liegt insbesondere auf Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit der Unternehmen. Unterstütz wird der Award für Excellenz im FinTech Bereich von Blackprint Proptech Booster, Ernest & Young, Heleba Digital, Metzler, ODDO BHF und Oliver Wymann. Warum sie sich für den Award einsetzen, lesen Sie hier:

 

„FinTech und PropTech haben deutliche Überschneidungen und ich halte es für wichtig, gerade über naheliegende Branchengrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Damit stärken wir gemeinsam den Standort Frankfurt am Main, der gerade im europäischen PropTech-Ökosystem weiterhin an Bedeutung gewinnen soll.“– Alexander Ubach-Utermöhl, Managing Partner bei blackprintpartners

 

„Der FinTechGermany Award prämiert erfolgreiche und potenzialstarke Unternehmen in vielen verschiedenen Kategorien. Deutschland als Standort für FinTech Start-ups hat stark an Attraktivität zugenommen. Erste Unicorns sind der beste Beweis für das gestiegene Interesse von inländischen und ausländischen Investoren. Das Engagement von EY für den FTGA seit der erstmaligen Verleihung geschieht mit dem Ziel, durch die Auszeichnung erfolgreicher Start-ups Vorbilder im Ökosystem herauszustellen und einen Ansporn für viele andere Gründer zu geben. Der FTGA bietet mit seinem breiten Ansatz über verschiedenste FinTech-Geschäftsmodelle, den starken Sponsoring-Partnern und seiner exzellent besetzten Jury eine ausgezeichnete Basis, um dem Zweck der Förderung des FinTech Start-up Ökosystems und der Kommunikation über die nachhaltig positive Entwicklung auch über die Grenzen Deutschlands hinaus gerecht zu werden.“– Christopher Schmitz, Partner Financial Services bei Ernest & Young 

 

„Insbesondere, wenn die B2B-FinTechs nicht nur an der Oberfläche „kratzen“, sondern sich auf Kernprozesse von Banken fokussieren, ist der Widerstand noch deutlich spürbar. Dies zu überwinden, braucht einen langen Atem und Partner, die an einen glauben. Plattformen wie der FinTechGermany Award unterstützen dabei, besondere FinTechs hervorzuheben, diese mit Unternehmen zusammenzuführen und damit die ersten Hürden einer Kooperation zu nehmen.“ – Lucie Haß, Managing Director bei Helaba Digital

 

„Der FinTechGermany Award ist ein wichtiger Impuls, zukünftigen Gründern einen guten Start zu ermöglichen und sie zu unterstützen. Hier wird Zukunft geschrieben – es entsteht eine neue Finanzindustrie. Das birgt nicht nur für Kunden Vorteile, sondern auch für etablierte Unternehmen.“ – Jörg-Matthias Butzlaff, Leiter Unternehmenskommunikation bei Metzler

 

Mit unserem Engagement beim FinTechGermany Award möchten wir zur Stärkung des FinTech-Standorts Frankfurt aktiv beitragen und ihn mit unserem Know-how unterstützen.“ – Sven Gräbedünkel, Managing Director bei ODDO BHF

 

„Wir möchten Innovation und Digitalisierung in der Finanzbranche fördern und Frankfurt dabei unterstützen, sich – als Teil einer „vierten Säule“ des deutschen Bankensystems – als führender FinTech-Hub zu positionieren.“ – Matthias Hübner, Partner bei Oliver Wyman

 

Frankfurt Main Finance gewinnt fünf neue Mitglieder für die Finanzplatzinitiative

Frankfurt am Main – Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e. V. begrüßt fünf neue Mitglieder und wächst damit auf 64 Mitglieder. Die Neumitglieder Bloomberg L.P., Consileon Business Consultancy GmbH, Moody´s Deutschland GmbH, Refinitiv und Schalast & Partner Rechtsanwälte mbB sind der Standortinitiative als Fördermitglieder beigetreten.

Durch ihre Mitgliedschaft geben die Vertreter aus Wissenschaft, Finanzindustrie, öffentlicher Verwaltung und dem aufstrebenden FinTech-Sektor ihrer Verbundenheit mit dem Finanzplatz Ausdruck, greifen aktuelle Themen des Finanzsektors auf und engagieren sich für die steigende nationale und internationale Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region.

„Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder ganz herzlich und ebenso ihr Bekenntnis zum Finanzstandort Frankfurt. Mit jedem neuen Mitglied wird auch für die bestehenden Mitglieder die Zugehörigkeit zu Frankfurt Main Finance attraktiver, die Stimme des Finanzplatzes erhält mehr Gewicht“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Durch unser Wachstum können wir gemeinsam ein breit gefächertes Branchen-Netzwerk bieten, dessen Trag- und Leistungsfähigkeit auch dem Finanzplatz Frankfurt zugutekommt. Das stetige Wachstum ist auch eine Anerkennung unserer täglichen Leistung, das Finanzzentrum weltweit zu repräsentieren und zu positionieren.“

Das neue Mitglied Bloomberg L.P. ist der global führende Dienstleister für Finanzinformationen und Finanznachrichten. „Frankfurt ist unser größter Standort in Kontinentaleuropa: Unsere Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance drückt unsere Verbundenheit mit diesem wichtigen und wachsenden Finanzplatz aus. Wir freuen uns auf den Austausch in der Initiative. Als globales Unternehmen an 176 Standorten weltweit wollen wir uns insbesondere bei der weiteren internationalen Vernetzung Frankfurts einbringen“, sagt Friederike von Tiesenhausen, Head of External Relations DACH Bloomberg L.P.

Dr. Joachim Schü, geschäftsführender Gesellschafter der Consileon Business Consultancy GmbH, freut sich über den Beitritt seines Unternehmens zur Frankfurt Main Finance: „Gerade mit der sukzessiv abnehmenden Bedeutung von London als Finanzplatz aufgrund des Brexits nimmt die Bedeutung Frankfurts als starkem Wirtschaftsraum und Zentrum europäischer Geldpolitik erheblich zu. Wir bekennen uns mit unserer Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance klar zum Standort Frankfurt, was wir mit der kürzlich erfolgten Verlegung unseres Frankfurter Büros ins Herz der Stadt zusätzlich unterstreichen. Wir möchten uns gerne mit unserer ganzen Expertise aus dem Bereich Finanzwirtschaft in den Verein einbringen und freuen uns sehr auf den Austausch mit den anderen Mitgliedern und Stakeholdern.“ Mit der Consileon Frankfurt GmbH und der syracom AG bündelt die Consileon-Gruppe erhebliches Fachwissen in der Beratung von Banken, Versicherungen, FinTechs und anderen Finanzdienstleistern.

Carl-Johan von Uexküll, Managing Director Germany & Switzerland bei Refinitiv, bekräftigt: „Mit unserer Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance zeigen wir unser Vertrauen in den Finanzstandort Frankfurt. Gleichzeitig möchten wir aktiv zu der positiven Entwicklung der Stadt beitragen und sehen den Austausch mit allen weiteren Finanzmarktakteuren in Frankfurt und der Rhein-Main-Region mit Optimismus sowie Begeisterung entgegen.“

Dr. Andreas Walter, Partner und Leiter Banking & Finance bei Schalast, sagt „Wir betrachten uns als festverwurzelter Teil der Kultur der Stadt Frankfurt am Main, des wichtigsten kontinentaleuropäischen Finanzmarktzentrums. Vor diesem Hintergrund sind wir besonders glücklich darüber und stolz darauf, dass wir neben der Beratung zahlreicher bereits vor Ort sitzender Unternehmen, viele ausländische Unternehmen der Finanzindustrie dabei unterstützen durften und dürfen, ihre Deutschland- oder Europazentralen in Frankfurt zu eröffnen und etablieren. Gerade weil aus rechtlicher Perspektive bankaufsichtsrechtliche Fragen verstärkt in den Vordergrund rücken und FinTech-Unternehmen aus der ganzen Welt Interesse an Frankfurt haben, freuen wir uns umso mehr jetzt auch formal Teil von Frankfurt Main Finance geworden zu sein“.

Eschborn bietet interessantes Themenspektrum – Standortmagazin 2019

Das aktuelle Standortmagazin Eschborn for Business 2019 ist erschienen. Das zweisprachige Magazin, dass das Mitglied von Frankfurt Main Finance jährlich publiziert, fokussiert sich dieses Jahr neben dem Titelthema Pharmazie und Life Science als Wachstumsbranche in Eschborn, auch auf die Veränderungen im Arbeitsmarkt. Azubimarketing und das Aufstreben der Start-ups Szene spielen dabei eine wichtige Rolle.

Pharma & Life Science: Ein leistungsfähiges Gesundheitssystem für ein ausgeglichenes Leben

Die Bedeutung von Pharmazie und Life Science wächst – schon lange ist der Gesundheitssektor ein Haupttreiber technologischer Innovation. In dieser Ausgabe erfahren Sie, warum Eschborn als Wirtschaftsstandort ein zentraler Baustein der Pharma- und Life Science-Aktivitäten in Hessen ist, und was ihn für Unternehmen wie Kaneka Pharma oder Siemens Healthcare Diagnostics GmbH besonders attraktiv macht. „Hessen gehört zu den leistungsfähigsten europäischen Regionen und ist damit auch im internationalen Wettbewerb weit vorne“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, CEO der Hessen Trade & Invest GmbH. Ziel ist es, dieses innovative und wachstumsstarke Bild der Region weiterhin beizubehalten und auszubauen. Weitere interessante Interviews, Reportagen und Events zu diesem Titelthema und den Vorteilen der Stadt Eschborn, finden Sie auf Seite 6 bis 9.

Neben der an Bedeutsamkeit gewinnenden Gesundheitsbranche, sind Nachwuchskräfte und besonders Azubimarketing ausschlaggebende Faktoren für zukunftsorientierte Veränderungen. Dies und die Auswirkungen wirtschaftsräumlicher Vernetzungen werden in der Rubrik Wirtschaft (Seite 20 bis 37) genauer thematisiert. Auch die Start-up-Ökonomie gewinnt an Aufmerksamkeit. Wie die Stadt Eschborn, Frankfurt Main Finance Partner, junge Unternehmen und Arbeitsgeber unterstützt, wird ebenfalls in dieser Rubrik aufgegriffen.

Die Vielfältigkeit der Stadt Eschborn

Das Magazin bietet weitere vielschichtige Themen: Wie sich die Vereinbarkeit von Familienleben und Karriere in Eschborn gestalten lässt und welche Verbesserungen Bürgermeister Mathias Geiger in der neuen A66-Abfahrt sieht, wird näher auf den Seiten 36 bis 47 behandelt.

Auch das Thema Freizeitbeschäftigungen deckt die Eschborn for Business 2019-Ausgabe ab: Erfahren Sie mehr über Restaurant-Empfehlungen oder Sport-Tipps in den folgenden Artikeln der aktuellen Ausgabe

  • „Sport-Events für die ganze Familie“ – Das hält die ganze Familie auf Trapp
  • „Cosy Places, Ideen für die Mittagspause“ – Interessante Locations, leckeres Essen
  • „Mit dem Jobrad. Ohne Stau“ – Ein günstiges Hightechfahrrad, auch für die Freizeit
  • „Zuschauer aus aller Welt live dabei“ – Der Radklassiker Eschborn-Frankfurt

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Interview mit Andreas Lukic zum FinTechGermany Award 2019

Andreas Lukic, Geschäftsführer der ValueNet-Capital-Partners GmbH

Andreas Lukic, Geschäftsführer der ValueNet-Capital-Partners GmbH

Andreas Lukic, Geschäftsführer der ValueNet-Capital-Partners GmbH und Jury-Koordinator des FinTechGermany Awards (FTGA), gibt im Interview mit Frankfurt Main Finance einen Einblick in die Entwicklung des Preises. Warum es den FinTechGermany Award eigentlich jeden Monat geben sollte, erfahren wir auch.

Was hat Sie inspiriert, den FinTechGermany Award als eine Reihe jährlicher Veranstaltungen ins Leben zu rufen?

Ich habe in den 90ern und um die Jahrtausendwende in den USA und England gearbeitet. Bei meiner Rückkehr fiel mir auf, dass es im Rhein-Main-Gebiet nur ein sehr kleines Startup-Ökosystemen gab. Es mangelte an Privatinvestorennetzwerken oder andere Initiativen, die Startups, Investoren und Auftraggeber zusammenbringen. Deshalb bin ich 2002 Mitglied in einem kleinen Business Angel Club geworden, seit 2006 bin ich Vorsitzender der Business Angels Frankfurt Rhein Main. Wir schauen uns jedes Jahr rund 900 Startups an und machen dann ca. 20 bis 30 Investments – auf privater Basis. Der Beitrag zum Startup-Ökosystem steht dabei im Fokus.

Mit dem Ausklang der Finanzkrise haben Wirtschaft und Politik begonnen, sich stärker für Gründer zu interessieren. Es bildeten sich Initiativen wie das Dialogforum FinTech, aus der auch das TechQuartier und der FinTechGermany Award, die „Golden Garage“, entstanden. Mit dem Award zeigen wir, dass Frankfurt als Finanzzentrum von Weltrang im Bereich Startups Flagge zeigen muss, um attraktiv für Gründer zu sein. Wir können zwar nicht sagen „Wir sind die Coolsten, die Kreativsten und die, die am längsten im Markt sind“. Aber wir können sagen, „Wir sind ein Finanzplatz – inklusive Kapital- und Finanzmarktkompetenz“. Und das auch schon 100 Jahre Plus. Der investorenseitige Award ist ein Beleg dafür, dass wir beurteilen können, ob Startups finanzierbar, skalierbar und Exit-fähig sind.

Wie hat sich die Veranstaltung im Laufe der Jahre entwickelt?

Inzwischen haben wir etwa 180 Startups, die jedes Jahr – wie bei den „Oskars“ – für den FTGA nominiert werden. Startups können sich natürlich auch extern bewerben. Mit diesen knapp 200 Unternehmen haben wir jedes Jahr den Markt gut abgebildet. Mittlerweile sind wir groß genug, dass wir eine eigene Preisverleihung haben. Diese findet dieses Jahr im Eurotheum, also im Zentrum der Stadt, statt. Eine offene Jurysitzung hat zudem im Rahmen des Finanzplatztages stattgefunden.

Was waren zu Beginn des FinTechGermany Awards die Herausforderungen für FinTechs in Deutschland?

FinTech ist zunächst einmal nichts Neues. Neu ist die breite öffentliche Wahrnehmung. Wir hätten im Jahr 2005 so einen Award nicht machen können. Es gab kein Zentrum, wo man gebündelt Ressourcen finden konnte. Mittlerweile ist das Thema FinTech doch recht etabliert. Es ist selbstverständlich geworden, neue Technologien im Finanzbereich einzusetzen.

Während es vor einigen Jahren darum ging, erste Ideen und Marktbereiche zu besetzen und sich richtig zu positionieren, liegt der Fokus heute darauf, sich richtig zu etablieren. Heutzutage müssen Startups viel tiefer eindringen und einen Mehrklang aus Endkunden, Wettbewerbslandschaft und Profit hinkriegen. Daher gibt es heute weniger Gründungen, dafür aber sehr viel „an- und durchfinanzierte“ FinTechs. Das ist der Wandel.

Sie haben die Entwicklungen der Gewinner-Unternehmen bis heute verfolgt. Haben die Gründer und ihre Unternehmen nach dem Gewinn des FinTechGermany Awards eine erhöhte Aufmerksamkeit von Investoren erfahren?

Ja, Gründer und Unternehmer haben nach dem Award erhöhte Aufmerksamkeit von der relevanten Öffentlichkeit. Diese Aufmerksamkeit wächst proportional mit der Bedeutung des FinTechGermany Award.

FinTechgermany Award Verleihung 2018

FinTechgermany Award Verleihung 2018

Als Startup – egal ob Seed/Early Stage, Late Stage oder Growth Stage – brauchen Sie immer Alleinstellungsmerkmale. Jeder macht viel Lärm. Jeder Wettbewerb, jeder Preis und jeder Zugang zu Partnern und Netzwerken sind für ein Startup daher sehr wichtig. Dieser Effekt gilt aber immer auch andersrum: Auch der Finanzplatz und die Spieler hier profitieren davon – beispielsweise in Form von Kooperationen und Aufträgen.

Was die Investoren angeht: Wir müssen zeigen, dass es sich lohnt nach Frankfurt zu kommen. Nicht nur wegen des herkömmlichen Netzwerkens, sondern eben auch wegen der Startups. Wir bräuchten so etwas wie den FintechGermany Award eigentlich jeden Monat (lacht).

Der Name „Goldene Garage“ bezieht sich auf die frühen Anfänge von Technologiepionieren wie Bill Gates, Steve Jobs und Larry Page. Sehen wir Karrieren wie diese heute auch noch? Oder sind aufstrebende FinTechs bereits auf dem Weg von ihren Garagen und Schlafzimmern zu den FinTech Hubs und Büros dieser Welt?

Die Garage ist das Symbol der unkonventionellen Gründung. Hewlett-Packard ist dabei die Urform. Im Silicon Valley gibt es ja sogar ein Museum, „die alte Garage“. Und ja, dieses unkonventionelle Gründen hält an.

Es gibt drei Merkmale, die ein Gründerzentrum ausmachen:

1. Gründer-Landschaft

Wenn man das Silicon Valley betrachtet, fällt auf, dass dort nur wenige Gründer geboren wurden.  Es gibt also nicht dieses eine Gründergen, das eine Region hat – oder nicht. Wir müssen daher eine attraktive Gründer-Landschaft selbst schaffen.
Dieser Faktor bleibt konstant und wir haben im Rhein-Main-Gebiet über die Jahre deutlich aufgeholt.

2. Ausbildungslandschaft

Dazu zählen Universitäten, das Handwerk, aber auch Kulturangebote wie Museen. Das Rhein-Main-Gebiet hat sich in dieser Hinsicht deutlich auf das Gründen spezialisiert.

3. Finanzierungskette

Es muss eine Finanzierungslandschaft geschaffen werden, in der Startups alle Investmentformen – von 1000 über 10.00 bis 100.000 Euro – bekommen können. Deswegen betone ich auch immer den investorenseitigen Award und die Kapitalmarktkompetenz der Jury. Finanzierung ist unser Zukunftsthema. Die Goldene Garage lebt davon, dass ich mich dort niederlassen kann und mein Unternehmen auch finanziert bekomme. Wenn man mal an Facebook und Co. denkt: Irgendjemand hat denen ja mal zwischen einhundert- und fünfhunderttausend Dollar in die Hand gedrückt. Gleichzeitig hatte dieser Business Angel im Hinterkopf eine Idee, wo es mit diesem Startup einmal hingehen wird. Im Fintech-Bereich sind wir da heute auf einem guten Weg.

 

 

Andreas Lukic ist Gründer und Geschäftsführer der ValueNet-Capital-Partners GmbH, einer im Jahr 2000 gegründeten privaten Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft, die Beteiligungen, Finanzierungen sowie M&A-Transaktionen bei Management-Buy-outs/Buy-ins sowie Unternehmensnachfolgen durchführt, sich fallweise an wachstumsorientierten Unternehmen aus dem Konzern-, Mittelstands- sowie Startup-Bereich beteiligt sowie deren Unternehmensentwicklung unterstützt und daneben in ausgewählte Immobilien investiert. Herr Lukic ist Mitglied mehrerer Beiräte, Vorstandsvorsitzender der Business-Angels FrankfurtRheinMain e.V. und seit 1999 als Business-Angel aktiv. Daneben unterstützt er renommierte, aufstrebende Künstler im Rahmen der Schirn Zeitgenossen, Frankfurt. Weitere Informationen zur Person finden Sie hier.