FinanzplatzFrühstück

FinanzplatzFrühstück mit David Parker vom Bahrain Economic Development Board (EDB)

Das 13. FinanzplatzFrühstück eröffnet wenig bekannte Perspektiven auf das Königreich Bahrain als Finanzplatz, das um junge innovative Unternehmen wirbt.

Auf der Veranstaltung, die erstmals in den Räumlichkeiten der DVFA stattfand, trafen sich Gäste aus den Bereichen Finanzwirtschaft, Medien, Wissenschaft und Forschung. Eingeladen hatten Frankfurt Main Finance und der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V.. Als Referenten konnte David Parker, Co-Chief Investment Officer von Bahrain Economic Development Board, gewonnen werden.

Herr Parker sprach über Bahrain als unternehmensfreundliche und etablierte Finanzdrehscheibe. Mit einer Gesamtzahl von circa 400 Finanzinstituten hätte Bahrain die größte Konzentration von Finanzinstituten im Golf-Kooperationsrat. Insbesondere im FinTech-Bereich würde Bahrain mit dem ersten und einzigen regulatorischen Sandkasten – ein virtueller Raum, um technologiebasierte innovative Lösungen sicher zu testen – einen Vorreiter der MENA-Region darstellen.

Zudem verwies Parker auf das im Jahr 2018 ins Leben gerufenen Co-working space Bahrain FinTech Bay. Dieser würde junge FinTechs Kooperationspartner und ein internationales Kommunikationsnetzwerk bieten. Auch die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance verstärke, seit des gemeinsamen Memorandum of Understanding (MoU) im Jahr 2018, das genannte internationale Netzwerk.

Bei der anschließenden Diskussion ging es neben Fragen zur Förderung von Talenten aus dem In- und Ausland durch das EDB vor allem auch um die Vorzüge des Finanzzentrums Bahrain, die über die Nähe zur Zentralbank und die innovationsfördernde Haltung Bahrains hinausgehen.

Wirtschaftsstandort Eschborn lockt Startups ins Rhein-Main-Gebiet

Der Finanzplatz Frankfurt Rhein-Main hat einiges zu bieten: Darunter auch ein hervorragendes Startup-Ökosystem. So ist der Wirtschaftsstandort Eschborn ein idealer Nährboden für FinTechs und Startups und zieht immer mehr Unternehmen in die dynamische und internationale Rhein-Main-Region. Im Interview erklärt Dong-Mi Park-Shin, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Eschborn (WIFÖ), warum es so viele innovative Unternehmen und Startups an den Wirtschaftsstandort Eschborn zieht. Weiterlesen

Sustainable Finance

Nachhaltigkeit im Finanzsektor muss zum Mainstream werden

Der Finanzplatz Deutschland und Europa forcieren einen Wandel zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaft.  Das Bundesfinanzministerium und das Bundesumweltministerium haben Anfang Juni in enger Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium und weiteren Ministerien den Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung ins Leben gerufen, um mit der Unterstützung von Akteuren aus der Finanz- und Realwirtschaft, der Wissenschaft sowie der Zivilgesellschaft seine Sustainable-Finance-Strategie zu entwickeln. Nachhaltigkeit biete Chancen, neue Wege der Wertschöpfung zu erschließen, Wirtschaft und Unternehmen modern und zukunftsgerichtet aufzustellen, die notwendige Transformation zu begleiten und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu stärken, so Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, und Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Nachfolgenden finden Sie den ausführlichen Beitrag, der Börsen-Zeitungsausgabe vom 16. August 2019 veröffentlicht wurde und Frankfurt Main Finance zur Zweitveröffentlichung zur Verfügung gestellt wurde:

Nachhaltigkeit im Finanzsektor muss zum Mainstream werden

Deutschland und Europa bereiten sich auf einen umfassenden Strukturwandel hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaft vor. Dieser Prozess ist dringend notwendig, denn es geht dabei auch um die Zukunft unserer Wirtschaft und den gesellschaftlichen Wohlstand. Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit sind kein Selbstzweck, sondern eine ökologische, ökonomische und soziale Notwendigkeit. In den nächsten Jahren werden in erheblichem Umfang nachhaltige Investitionen nötig sein – in physische Infrastruktur, Anlagen, Technologien, aber auch in die Neuorganisation von Prozessen und in neues Wissen. Investitionsbedarf besteht nicht nur in den Bereichen Klima, Energie oder Verkehr, sondern auch in Ressourceneffizienz, in Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft – und das in globalem Maßstab.

Gewaltiger Investitionsbedarf

Die EU-Kommission geht davon aus, dass allein zur Erreichung der EU-Klimaziele bis 2030 eine Investitionslücke von mindestens 180 Mrd. Euro jährlich innerhalb der EU gefüllt werden muss. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert das jährlich notwendige weltweite Investitionsvolumen sogar auf 6 000 Mrd. Dollar allein für Infrastruktur. Wenn wir bis 2050 die CO2 -Emissionen fast vollständig reduzieren wollen, müssen wir diese Investitionen schon heute im Blick haben. Die öffentlichen Haushalte werden diesen Wandel allein nicht stemmen können. Alle Sektoren werden für diese Transformation gebraucht. Die Umsetzung der Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele wird die Investitionstätigkeit in nahezu allen Sektoren anregen. Unser Ziel ist es, dass sich der Wandel insgesamt positiv auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigung auswirkt und sozialverträglich gestaltet wird.

Finanzsystem stark gefordert

Das Finanzsystem kann nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses Strukturwandels leisten. Es liegt auch im Interesse der Finanzmarktakteure selbst, nachhaltige Investments zu berücksichtigen. Nachhaltigkeitsbezogene Risiken, insbesondere Klimarisiken, haben auch einen Einfluss auf Rendite und Sicherheit der Investitionen. Besonders der Wandel der Realwirtschaft birgt Risiken und Chancen für Finanzmarktakteure. Alle Akteure am Kapitalmarkt sollten diese verstehen und in ihrem Handeln berücksichtigen. Dies betrifft übrigens auch den Staat als Anleger am Kapitalmarkt.

Die Finanzindustrie kann somit die Chance ergreifen und zeigen, dass sie mit ihren Dienstleistungen die Realwirtschaft unterstützt und einen Beitrag leistet, indem sie auch Nachhaltigkeit in ihre Entscheidungsprozesse integriert. Daraus ergeben sich drei grundlegende Fragen, die die europäische und auch die nationale Agenda bestimmen: Wie erreichen wir, dass mehr in Nachhaltigkeit und Klimaschutz investiert wird, ohne zugleich Fehlanreize zu setzen? Wie bilden wir systemische und finanzielle Risiken sowie Chancen, die sich aus dem Klimawandel, der Ressourcennutzung, Umwelteinflüssen und sozialen Problemen ergeben, besser in Investitions- und Finanzierungsentscheidungen ab? Wie erhöhen wir Transparenz und das Langfristdenken bei finanz- und realwirtschaftlichen Entscheidungen? Kurzum: Wie wird die Integration von Nachhaltigkeitsfaktoren in Entscheidungen der Finanzmarktakteure stärker zum Mainstream? Hier realistische und praktikable Antworten zu finden, ist auch eine Aufgabe des neu eingerichteten Sustainable-Finance-Beirats der Bundesregierung.

Viele Finanzmarktakteure haben bereits erkannt, dass Sustainable Finance ein wichtiges Thema ist. Die Bundesregierung will aktiv dazu beitragen, dass sich dies fortsetzt und noch mehr Akteure die Bedeutung von Sustainable Finance erkennen. Das Bundesfinanzministerium und das Bundesumweltministerium haben deshalb Anfang Juni in enger Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium und weiteren Ministerien den Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung ins Leben gerufen. Akteure aus der Finanz- und Realwirtschaft, aus Wissenschaft sowie der Zivilgesellschaft sollen die Bundesregierung besonders darin unterstützen, eine Sustainable-Finance-Strategie zu entwickeln. Dabei werden europäische und internationale Initiativen ebenso berücksichtigt wie die laufenden Arbeiten in der Bundesregierung zur Anlagestrategie des Bundes. Ein erster Entwurf der Strategie soll bereits beim 3. Sustainable-Finance-Gipfel am 16. Oktober öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.

Alle Akteure eint das gemeinsame Verständnis, dass nachhaltige Investitionen unseren Wohlstand und unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und bei Investitionen das klassische „Zieldreieck“ der Investitionsentscheidung – Risiko, Rendite und Liquidität – gültig bleibt, wenn Nachhaltigkeitsaspekte bei der Einschätzung der Risiken und Renditechancen berücksichtigt werden.

Transformation flankieren

Unsere gemeinsame Botschaft ist: Nachhaltigkeit bietet Chancen, neue Wege der Wertschöpfung zu erschließen, Wirtschaft und Unternehmen modern und zukunftsgerichtet aufzustellen, die notwendige Transformation zu begleiten und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu stärken.

Die deutsche Volkswirtschaft verfügt über erhebliche Potenziale, diesen Markt für sich weiter zu erschließen. Dies sollte uns motivieren, die Weichen weiter in Richtung Zukunft zu stellen und entsprechende Rahmenbedingungen z. B. durch eine gemeinsame europäische Taxonomie zu schaffen. Die Sustainable-Finance-Strategie für Deutschland wird hieran einen wichtigen Anteil haben. Wir sehen mit großer Erwartung und Zuversicht den Arbeiten im neuen Beirat entgegen.

Von Jochen Flasbarth und Dr. Jörg Kukies

Sustainable Finance bietet Chancen für den Finanzsektor und Wettbewerbsvorteile für Deutschland.

Musik im Rheingau – FMF und Hessen Agentur begrüßen Händler

Der Finanzplatz Frankfurt Rhein-Main kann mit hoher Lebensqualität und einem vielfältigen kulturellen Leben punkten. Dazu gehört auch das Rheingau Musik Festival, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, herausragende Talente zu entdecken und fördern. Das internationale Event gehört zu den größten Musikfestivals Europas und hat sich für so manche jungen Künstlerinnen und Künstler als Sprungbrett für die große Karriere erwiesen. Das Format „Klassik-Marathon“ ist dabei ein etabliertes Format, das eine Vielzahl von aufstrebenden Stars der klassischen Musik in den Mittelpunkt stellt. Die Veranstaltung fand am 17. August 2019 auf dem Schloss Johannisberg statt, einem wunderschönen Schloss auf dem Gipfel des von Reben umgebenen Bergs hoch über dem Rheintal.

Als Zeichen des Willkommens luden Frankfurt Main Finance und die Hessen Agentur Wertpapierhändler ein, die in Folge des Brexit-Referendums kürzlich an den Finanzplatz Frankfurt gezogen sind.

„Wir bedanken uns bei Hessen Trade & Invest für das Engagement beim Klassik-Marathon. An der Veranstaltung nahmen Devisen-, Anleihen- und Aktienhändler von globalen Finanzinstituten teil. Unser Dank gilt auch Union Investment, die die Käuferseite vertreten hat und immer mehr Händler in ihrer neuen Heimat, dem Finanzplatz Frankfurt, willkommen heißt“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, das Trader Event.

Eschborn im Fokus

Skulpturen, die Börse, eine aufstrebende Kulturszene, Branchenvielfalt und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung: Die Stadt Eschborn liegt im Herzen Hessens und hat einiges zu bieten. In unserer Beitragsserie rund um den Finanz- und Wirtschaftsstandort Eschborn entdecken wir die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven. Matthias Geiger, Bürgermeister Eschborns, wird uns in einem exklusiven Interview einen Einblick in die Lebensqualität der Stadt geben; Dong-Mi Park-Shin, Leiterin der Wirtschaftsförderung Eschborn, diskutiert mit uns, warum es gerade so viele Start-ups nach Eschborn zieht.

Lebensqualität

Was gibt es Schöneres, als an einem Sommerabend ein Konzert unter freiem Himmel zu genießen? Von Juni bis August 2019 veranstaltet die Stadt Eschborn eine Open-Air-Reihe: Jeden Mittwoch geben Bands unterschiedlichster Musikrichtungen ihr Repertoire zum Besten. Open-Air-Theater mit anspruchsvollem Programm gibt es an vier Freitagabenden: Sowohl heitere Komödien als auch musikalisches Kabarett erleben Zuschauende während des Sommers.

Auch tagsüber zieht die Stadt Kulturinteressierte an, die ihre Besuche am Frankfurter Museumsufer gern durch einen Abstecher zur Skulpturenachse Eschborns erweitern. Es ist keine lineare Achse, sondern ein Netz mit verschiedenen Kreuzungspunkten. Je nach Standort wechselt der Blick zwischen der Silhouette der Frankfurter Skyline und dem Taunus. Bereits seit Ende des 20. Jahrhunderts werden in der Stadt moderne Skulpturenparks gezielt als Ausstellungsräume angelegt. Natur und Kultur gehen bei der Schau eine spannende Verbindung ein: Die Standorte verändern sich mit den Lichtverhältnissen der verschiedenen Jahreszeiten. Die Skulpturenachse durchzieht inzwischen das gesamte Stadtgebiet von Eschborn und Niederhöchstadt und schafft neue unverwechselbare Orte: Sie prägt nicht nur das Stadtbild, sondern stellt mit den hier lebenden Menschen einen Dialog her.

Wirtschaft

Insgesamt arbeiten knapp 37.500 Menschen in Eschborn, knapp 7.000 davon im Finanzdienstleistungssektor. Vor allem für junge Finanztechnologie-Unternehmen, die die Nähe zu etablierten Finanzdienstleistern suchen, ist der Finanzplatz Frankfurt Rhein-Main ein Standortvorteil. Unterstützt werden die Gründer durch Acceleratoren, wie das TechQuartier in Frankfurt, oder Initiativen der Städte und Länder. Einen tieferen Einblick in Eschborns Wirtschaft gibt Dong-Mi Park-Shin in unserem Interview.

Neben den Start-ups zeichnet sich Eschborns Wirtschaft durch eine große Branchenvielfalt sowie einen starken Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung aus. In diesem Zusammenhang hat Matthias Geiger eine Initiative zur Vermeidung von Lichtverschmutzung in den Magistrat eingebracht, die mehrheitlich beschlossen wurde. Der Beschluss sieht vor, dass eine Gestaltungssatzung über den Umgang mit Kunstlicht sowie städtische Richtlinien zur energiesparenden, klimaschonenden und umweltverträglichen Beleuchtung erarbeitet werden, um Lichtverschmutzung und negative Auswirkungen auf Mensch und Natur zu vermeiden bzw. zu vermindern. Belange von Sicherheit, Umwelt, Funktion und Gestaltung sollen dabei in Einklang gebracht werden. Was das Leben in der Stadt ausmacht und welche Maßnahmen für die weitere Stadtentwicklung geplant sind, wird uns Bürgermeister Matthias Geiger im Interview selbst erzählen.

 

Standort Eschborn – lebenswert und wirtschaftsstark

Mit den Worten „Wirtschaftskraft trifft Lebensqualität“ fasst die Stadt Eschborn die Faktoren zusammen, die sie zu einem attraktiven Standort am Finanzplatz Frankfurt Rhein-Main macht. So überzeugt Eschborn mit einer hervorragenden infrastrukturellen Anbindung, attraktiven Wohngebieten sowie einem reichhaltigen Kulturangebot. Im Interview beschreibt Bürgermeister Mathias Geiger, was für ihn das Leben in Eschborn besonders auszeichnet, und gibt einen Einblick in die Weiterentwicklung der Stadt. Weiterlesen

CFS-Umfrage: Deutsche Finanzbranche rechnet nun klar mit einem „harten Brexit“

Die neue britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson bereitet sich darauf vor, die EU am 31. Oktober ohne Abkommen zu verlassen. Auch die deutsche Finanzindustrie rechnet nun größtenteils mit einem harten Brexit. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies. Dabei halten 55% der Befragten einen ungeordneten Austritt Großbritanniens für wahrscheinlich, 31% halten ihn sogar für sehr wahrscheinlich. Lediglich 11% sind in dieser Hinsicht optimistischer.

Die Mehrheit der Befragten (63%) erachtet den deutschen Finanzsektor im Falle eines harten Brexits als ausreichend vorbereitet, während 36% die Meinung vertreten, dass hier noch mehr Handlungsbedarf besteht.

„Wenn man die inzwischen hohe Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit berücksichtigt, sind die Umfrageergebnisse eher besorgniserregend. Denn viel Zeit für Anpassungsmaßnahmen bleibt den Marktteilnehmern nicht mehr“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Die EU hat Nachverhandlungen des Brexit-Deals ausgeschlossen und sollte nun auch keine neuen Kompromisse anbieten, um einen harten Brexit eventuell noch zu vermeiden. Diese Meinung wird mehrheitlich (70%) von der deutschen Finanzbranche vertreten. Dennoch sind sich die Befragten ebenso einig (61%), dass die Finanzmärkte das Szenario eines harten Brexit noch nicht vollständig antizipiert haben und es demzufolge auch zu Marktverwerfungen kommen könnte.

„Die Umfrage verdeutlicht, dass man mögliche Nachteile eines harten Brexit in Kauf nimmt, um endlich Klarheit über die künftigen Rahmenbedingungen zu haben“, erläutert Brühl weiter.

Bei den Befragten besteht auch geschlossen Einigkeit (88%) darin, dass es im Falle eines ungeordneten EU-Austritts der Briten zu vermehrten Verlagerungen von Geschäftsaktivitäten und Beschäftigten nach Kontinentaleuropa kommen wird.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Sollte es tatsächlich zu einem harten Brexit kommen, und die Mehrheit der Befragten geht offensichtlich davon aus, wird es darauf ankommen, dass die Finanzplätze in Kontinentaleuropa ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Gelänge es dann noch länderübergreifend zu kooperieren, könnte Europa gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.“

Die Ergebnisse basieren auf einer vierteljährlich vom Center for Financial Studies durchgeführten Managementbefragung unter Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland.

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten und Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

CFS-Index weiterhin rückläufig

Finanzbranche verzeichnet deutlichen Rückgang des Wachstums des Investitionsvolumens / Finanzinstitute melden steigende Ertragszuwächse bei sinkendem Umsatzwachstum und einen abgeschwächten Stellenabbau

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, sinkt um 2,5 Punkte auf 109,9 Punkte. Damit setzt der Index seinen rückläufigen Trend nun seit einem Jahr fort. Der aktuelle Rückgang lässt sich insbesondere auf eine deutlich schwächere Entwicklung des Investitionsvolumens der Finanzbranche zurückführen. Des Weiteren melden die Finanzinstitute ein vermindertes Umsatzwachstum, welchem jedoch steigende Ertragszuwächse und ein geringerer Stellenabbau entgegenstehen. Auch das Umsatzwachstum der Dienstleister befindet sich auf einem niedrigen Niveau. Zusätzlich melden sie sinkende Ertragszuwächse, welche sich im Vorjahresvergleich auf einem sehr niedrigen Stand befinden. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister optimistisch.

„Die Rückgänge bei den Kernindikatoren Umsatz, Ertrag und Investitionen bei insgesamt unveränderter Beschäftigungslage unterstreicht die schwierige Lage der Branche, deren verschlechterte Aussichten nun neben den Banken auch die Dienstleister erfasst hat“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird, wie bereits im Vorquartal, mit -3,7 Punkten weiter konsolidiert, befindet sich aber mit 119,7 Punkten noch auf einem guten Niveau. Der erneute Rückgang liegt in der Einschätzung der Dienstleister begründet. Deren Index-Wert ist um 11,8 Punkte auf 121,8 Punkte gesunken. Nachdem die Einschätzung der Finanzinstitute im ersten Quartal stark rückläufig war, haben sie diese nun wieder nach oben korrigiert. Deren Sub-Index steigt um 4,4 Punkte auf 117,6 Punkte. Finanzinstitute und Dienstleister liegen nun in Ihrer Einschätzung nahe beieinander.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die gegenläufigen Bewegungen bei Finanzinstituten und Dienstleistern scheinen mir Beleg für eine abwartende Haltung zu sein. Wahrscheinlich wissen wir erst nach dem 31. Oktober als dem nächsten möglichen Brexit-Tag, wohin die Reise geht.“

Umsatzwachstum der Finanzinstitute rückläufig

Das Wachstum der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens der Finanzinstitute hat sich im zweiten Quartal rückläufig entwickelt. Der entsprechende Sub-Index sinkt um 3,0 Punkte auf 112,0 Punkte. Es wird mit einem weiteren leichten Rückgang für das laufende Quartal gerechnet. Die Umsätze der Dienstleister bleiben mit 110,9 Punkten nahezu konstant auf dem niedrigen Niveau des Vorquartals (-0,3 Punkte), wobei sie für das laufende Quartal unverändert optimistisch sind.

Deutliche Ertragszuwächse der Finanzinstitute / Sinkende Ertragszuwächse der Dienstleister bei positiven Erwartungen für das laufende Quartal

Die Ertragszuwächse der Finanzinstitute haben sich im zweiten Quartal, wie zuvor prognostiziert wurde, positiv entwickelt. Der Sub-Index steigt um 3,4 Punkte auf 104,4 Punkte. Hingegen sinkt der Sub-Index der Dienstleister um 3,7 Punkte und befindet sich im Vorjahresvergleich (-24,2 Punkte) mit 103,5 Punkten auf einem sehr niedrigen Stand. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister, wie auch bei den Umsätzen, unverändert optimistisch. Die Finanzinstitute erwarten einen Rückgang der Ertragszuwächse.

Wachstum des Investitionsvolumens der Finanzbranche gesunken

Die Finanzbranche meldet für das zweite Quartal ein gesunkenes Wachstum ihres Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen. Der entsprechende Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 5,8 Punkte auf 106,1 Punkte. Die Dienstleister verzeichnen einen Rückgang um 4,9 Punkte auf 109,9 Punkte. Für das laufende Quartal erwarten die Finanzinstitute einen weiteren leichten Rückgang, die Dienstleister sind optimistischer.

Stellenabbau der Finanzinstitute abgeschwächt / Mitarbeiterwachstum der Dienstleister konstant

Der Stellenabbau der Finanzinstitute hat sich leicht abgeschwächt. Der Mitarbeiter-Sub-Index steigt entsprechend um 2,5 Punkte auf 98,7 Punkte. Für das laufende Quartal wird mit einem nahezu konstanten Niveau des Stellenabbaus gerechnet. Die Dienstleister melden unverändert zum Vorquartal ein konstantes Mitarbeiterwachstum. Der entsprechende Sub-Index verweilt bei 112,4 Punkten. Für das laufende Quartal wird ein leicht ansteigendes Wachstum der Mitarbeiterzahlen erwartet.

Comedy Festival

Grandiose Improvisationen und Edel-Trash auf höchstem Niveau

Frankfurt Rhein-Main hat eine traditionelle, aber auch eine moderne und aufstrebende Kunst- und Kulturszene. Diesen Sommer findet erstmalig das Comedy Sommer Festival im Rheingau statt und bietet spannende, amüsante und authentische Unterhaltung für alle Altersklassen. „Für das Sommerfestival habe ich mich für das Weingut Meine Freiheit in Oestrich-Winkel entschieden, da es doch nichts Schöneres gibt, als mit gutem Wein und gutem Essen unter freiem Himmel zu lachen und gut unterhalten zu werden“, sagt Festival-Organisatorin und Gründerin von Knots-Entertainment Tanja Pawlik in unserem Interview, „Das Rhein-Main-Gebiet kann neben Banken und internationalem Lifestyle auch eine grüne, humorvolle, kulinarische und traditionelle Kulturregion sein.“

Am Sonntag, den 4. August, stand die Magic Monday Show, obwohl das Quartett aktuell in der Sommerpause ist, auf der Bühne des malerischen Weingutes Meine Freiheit. Zwischen Weinreben, Kopfsteinpflaster und Traktoren – ein durchaus ungewohntes Terrain für die Frankfurter Künstler – verzauberten Monsieur Brezelberger (Monsieur Brezelberjee), Heinz, Herrmann und Herr Schmid das Publikum. Zwischen Kartentricks, magischen Südfrüchten und einer augenzwinkernden Neuauflage von Tristan und Isolde wurde die dörfliche Lage Oestrich-Winkels nicht selten zum Gegenstand einiger süffisanter Pointen.

Neben diesen Highlights der Zauberkunst widmeten sich die Altmeister der gepflegten Abendunterhaltung auch weltpolitischen Themen. Spannungen zwischen Religionen wurden weggezaubert und mit experimenteller Musik überlagert: Hermann, der eigentlich nur der Busfahrer von Monsieur Brezelberger, Heinz und Herrn Schmid ist, gab seine Künste im Didgerodoo-Spielen zum Besten, während der Franzose auf eine alte Blechkanne klopfte, Heinz Herzen im Sumo-Kostüm eroberte und Herr Schmid eine Geldmünze in einer Salatschüssel kreisen lies.

Die Magic Monday Show ist seit achtzehn Jahren regelmäßig ausverkauft – längst hat die Frankfurter Zauber-Comedy Show Kultstatus erreicht. Ab September sind weltmeisterliche Zauberkünste, grandiose Improvisationen und Edel-Trash auf höchstem Niveau wieder regelmäßig in Frankfurt zu sehen.

Apfelweinfestival 2019 am Finanzplatz Frankfurt

Seit jeher prägt die Apfelweinkultur das Leben am Finanzplatz Frankfurt – so sehr, dass die Stadt dem „Ebbelwoi“ ein eigenes Event widmet. Vom 9. bis 18. August findet das Frankfurter Apfelweinfestival 2019 auf dem Rossmarkt statt. Die Eröffnung übernimmt Oberbürgermeister Peter Feldmann am 9. August 2019 um 18 Uhr.

Bei der Veranstaltung wird die Vielfalt des hessischen Nationalgetränks präsentiert. Neben dem traditionellen Schoppen werden auch Cocktails und Mischgetränke mit Apfelwein angeboten. Für das leibliche Wohl sorgen vom Apfelwein inspirierte Köstlichkeiten, wie Apfelweinbratwurst oder Apfelflammkuchen. Wer ein Stück hessische Trinkkultur mit nach Hause nehmen möchte, findet dort eine große Auswahl an originellen und traditionellen Apfelwein-Merchandise-Artikeln.

Zudem wird Gästen des Frankfurter Apfelweinfestivals 2019 ein vielfältiges Unterhaltungsangebot geboten: Musikalisch sorgen sechzehn Live-Bands für Stimmung. Im Mix aus Rock, Pop und Cover Bands ist für jeden Geschmack etwas Passendes dabei.

Das Highlight der Veranstaltung bildet die Vergabe des Goldenen Apfels. Am 14.08.2019 verleiht Stadträtin Rosemarie Heilig den Preis an eine Person oder Gruppe, die sich besonders für den Schutz von Streuwiesenobst und deren Produkte einsetzt. Mit der Auszeichnung honorieren der Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e.V., die MGH GUTES AUS HESSEN GmbH sowie die Naturschutz-Akademie Hessen den Einsatz für das kulturhistorisch und ökologisch Bedeutende Streuobst.

Weitere Informationen zum Event und dessen Programm finden Sie hier.