Transactions 20 – Trends und Impulse für die digitale Finanzbranche

Jagen internationale Tech-Riesen wie Google und Facebook den Banken die Kunden ab? Wie verantwortungsvoll handelt die FinTech-Branche? Und hat Bargeld eine Zukunft? Die Transactions 20 bringt am 19. November 2020 zum zweiten Mal nationale und internationale Vordenker*innen aus der Digitalisierungs- und Finanzszene zusammen. Außerdem wird auf der Transactions zum 7. Mal den Preis für das FinTech des Jahres verliehen.

Hinter dem Event Transactions 20 steht Payment & Banking (PBA Experts GmbH):

“Wir sind überzeugt: Payment und Banking hat das Potenzial, die digitale Wirtschaft als Ganzes voranzutreiben und dabei immer am Puls des Kunden zu sein. Deshalb gibt es die Transactions. Hier treffen sich alle, die die digitale Zukunft der Finanzbranche denken”, sagt Nicole Nitsche, Head of Marketing and Communications bei Payment & Banking.

Neben Edward Snowden, Verena Pausder, Aya Jaff, Sascha Lobo und vielen weiteren Rednern werden über 1.000 Gäste aus der gesamten Industrie, von etablierten Banken und Konzernen, von Start-Ups sowie Neueinsteiger*innen vor Ort und via Livestream erwartet.

Das Programm finden Sie hier.

Zur Anmeldung: Transactions 20 (eventbrite).

 

Robo Advisor

niiio finance group entwickelt neuen Robo-Advisor

Die börsennotierte niiio finance group AG entwickelt gemeinsam mit der FiNet Asset Management AG als lizensierten Vermögensverwalter einen Robo-Advisor der zweiten Generation. Die Markteinführung des neuen Robos soll im Laufe des Jahres 2021 erfolgen.

Robo der 2. Generation mit algorithmisch-optimierten Wertpapierportfolien

Der neue Robo der zweiten Generation wird auf algorithmische Intelligenz basieren. Das algorithmische Portfolio wird automatische Ein- und Ausstiegssignale liefern und soll die Modelle der ersten Generation deutlich überholen.

CEO Johann Horch: „Wir kombinieren unsere Expertise aus der Vermögensverwaltersoftware mit unserem technischen Know-how aus dem Robo-Bereich und entwickeln eine neue attraktive Robo-Lösung, die großes Marktpotenzial hat.“

Bei den Robos der ersten Generation stellen meist Vermögensverwalter verschiedene Wertpapierdepots auf der Basis der Risikoneigung der Endkunden zusammen. Dieses Konzept offenbarte jedoch nicht zuletzt während des Börsencrashs im Frühjahr 2020 offenkundige Schwächen. Zahlreiche Robo-Advisor-Depots erlitten deutliche Kursverluste.

CEO Johann Horch erklärt: „Nahezu alle Robos auf dem deutschen Markt bieten bislang nur einen voll digitalen Anmeldeprozess. Doch bei der eigentlichen Zusammenstellung eines Depots agieren diese mit den klassischen Methoden des Asset Managements. Keine Spur von künstlicher Intelligenz. Wir wollen das ändern und für unsere Geschäftskunden einen Algorithm as a Service auch für Robo-Advisors anbieten.“

Erfahren Sie mehr über den Robo-Advisor der zweiten Generation.


Die niiio finance group AG ist Anbieter von Cloud Banking Software mit Fokus auf das Vermögensmanagement. Als „Full-Service-Provider“ digitalisiert das Unternehmen die Prozesse seiner Kunden, damit sie effizient, flexibel und rechtssicher arbeiten können.

 

Text von niiio finance group

Bild von Tumisu / pixabay

Mehr Themen

Oliver Wyman Analyse: Online-Wertpapier-Brokerage

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Ausgezeichnete Start-ups – FinTechGermany Awards vergeben

Top-Leistung in schwierigen Zeiten: Acht Finanz-Startups sind am 17. September 2020 in Frankfurt mit den FinTechGermany Awards ausgezeichnet worden – seit fünf Jahren der wichtigste FinTech-Preis im deutschsprachigen Raum. Bei der Verleihung feierten in den Tatcraft New Hardware Studios gut 200 FinTech- und InsurTech-Enthusiasten, Banker und Investoren die Gewinner. Den Livestream verfolgten zahlreiche weitere Interessierte.

Die begehrte Auszeichnung wurde in acht Kategorien vergeben:

  • Kategorie
  • Seed Stage
  • Early Stage
  • Late Stage
  • Growth Stage
  • Foreign New Entrant to Germany
  • Insurtech
  • Artificial Intelligence
  • Blockchain
  • 1. Platz
  • Tangany
  • Myos
  • Penta
  • Raisin
  • Qonto
  • Getsafe
  • Hawk AI
  • Cashlink

Insgesamt hatten sich mehr als 220 Startups und Scaleups aus Deutschland und weltweit Anfang des Jahres beworben oder wurden von der Jury nominiert. Die Jury hat anschließend eine Shortlist von 43 Startups erarbeitet. Vergeben wird der prestigeträchtige FintechGermany Award bereits seit 2016 – dieses Mal fand die Verleihung wegen der Corona-Pandemie und der deshalb nötigen Hygiene- und Abstandsregeln erstmals als hybrides Event statt und nicht wie üblich im Tech Quartier an der Frankfurter Messe.

Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer WM Gruppe/Börsen-Zeitung, die den Award seit 2016 als Medienpartner und Mitveranstalter begleitet, sagt: „Zum fünften Mal wurden die FinTech Germany Awards vergeben und wieder einmal zeigte sich, wie hoch die Leistungsdichte bei den jungen und innovativen Unternehmen der Finanzbranche ist. Ein großes Lob allen Teilnehmern, alle Bewerbungen hatten eine hohe Qualität, die sich auch im internationalen Vergleich wirklich sehen lassen kann.“

Michael Mellinghoff, Managing Director von TechFluence UK, Co-Organisator und Co-Head der Jury: „Für die hochkarätig besetzte, 19-köpfige Jury war es dieses Jahr eine ganz besondere Herausforderung, die Top-FinTechs aus ganz Deutschland unter so vielen wirklich großartigen Bewerbungen aufzuspüren. Besonders freut uns, dass es dieses Jahr mit Raisin ein Unternehmen geschafft hat, unseren Award bereits zum zweiten Mal mit nach Hause zu nehmen.“

Dr. Lutz Raettig, Präsident der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance: „Die diesjährige Auflage des FinTechGermany Awards hat erneut unter Beweis gestellt, dass junge Finanzunternehmen sich neben den Platzhirschen etablieren können und die Quelle an Ideen für neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen nicht versiegt.“

Die vollständige Liste der Platzierten:

  • Kategorie
  • Seed Stage
  • Early Stage
  • Late Stage
  • Growth Stage
  • Foreign
  • Insurtech
  • Artificial Intelligence
  • Blockchain
  • 1. Platz
  • Tangany
  • Myos
  • Penta
  • Raisin
  • Qonto
  • Getsafe
  • Hawk AI
  • Cashlink
  • 2. Platz
  • Spherity
  • Trade Republic
  • Fraugster
  • N26
  • SumUp
  • -*
  • -*
  • -*
  • 3. Platz
  • Crypto Tax
  • Arabesque S-Ray
  • FinTecSystems
  • Mambu
  • Klarna
  • -*
  • -*
  • -*

*In den Kategorien Insurtech, Artificial Intelligence und Blockchain wurden keine zweiten und dritten Plätze vergeben.

Impressionen FintechGermany Award 2020

 

Fotos: Kaleidomania / Axel Gaube

Jörg Kukies im Gespräch: Berlin forciert Finanzmarktunion

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Die Bundesregierung macht bei der digitalen Finanzmarktunion Tempo. Während ihrer EU-Ratspräsidentschaft will sie in den Mitgliedstaaten bis Jahresende einen politischen Konsens über die Digital-Finance-Strategie der EU-Kommission erreichen. Damit könnte die Gesetzgebung in Brüssel bereits starten.

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„Tod im Bankenviertel“ – Finanzredakteur schreibt Finanzplatz-Krimi

Kriminalromane mit regionalem Bezug stehen bei den Lesern derzeit hoch im Kurs. Die Identifikation mit bekannten Orten und manchmal auch die Nähe zu real existierenden Personen üben einen besonderen Reiz aus.  „Tod im Bankenviertel“ zeigt die zwei Gesichter Frankfurts zwischen Eintracht und Zwietracht, zwischen Apfelweinlokal und International, zwischen Konstabler Markt und Finanzmarkt – so beschreibt der Societäts-Verlags den neuen Roman des stellvertretenden Chefredakteurs der Börsen-Zeitung, Dr. Detlef Fechtner. Frankfurt Main Finance wollte von ihm wissen, was einen sonst sehr faktenorientierten Autor zu einem fiktionalen Kriminalroman über den Finanzplatz motiviert.

„Ich schreibe seit mehr als 25 Jahren Finanznachrichten. Und ich bin immer wieder erstaunt darüber, zu sehen, wie einzelne Nachrichten Kurse und Notierungen heftig in Bewegung bringen können. Oft habe ich mir in Gesprächen mit Bankern und Börsianern – und natürlich auch mit meinen Journalistenkollegen – ausgemalt, was eigentlich passieren würde, wenn es eine Handvoll Kriminelle darauf anlegen würde, falsche Nachrichten in den Markt zu schicken. Und zwar nicht nur eine oder zwei, sondern in systematischer Art und Weise. So bin ich darauf gekommen, einen Krimi zu schreiben. Und ich war, ehrlich gesagt, beim Schreiben überrascht, wie nah manchmal die Fiktion der Wirklichkeit kommen kann. Denn an einigen Stellen des Buches musste ich eigentlich nur aufschreiben, was ich selbst schon einmal so oder so ähnlich erlebt hatte. Na klar: Vieles ist auch reine Fantasie. Und ich müsste lügen, wenn ich nicht zugebe, dass es einen Riesenspaß macht, Geschichten so zusammenzuschreiben, wie es einem gerade in den Sinn kommt – und eben nicht, wie es gewesen ist.“

Moody’s ESG Summit

Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres kehrt der ESG-Summit in digitaler Form zurück. Was erwartet Sie?

  • Einblick in die Klimarisiken: Untersuchen Sie regionale Trends, die den wirtschaftlichen Aufschwung gestalten werden
  • HD-Broadcast: Sehen Sie Sitzungen in HD-Qualität live oder auf Abruf
  • Live-Teilnahme: Entdecken Sie die Marktstimmungen und erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen

Ein Ausschnitt der Schwerpunkthemen:

  • Was sind die zentralen klimapolitischen Herausforderungen, mit denen Politiker, Regulierungsbehörden und Marktteilnehmer konfrontiert sind?
  • Die 80-Billionen-Dollar-Frage: Integration von Kredit-Rating und Klimaszenarien
  • Die neue Risikodynamik: Einbettung von Szenarien in die Risikoanalyse

Die Live-Übertragung beginnt am 24. September um 09.15 Uhr EST.

Weitere Informationen zum  ESG-Gipfel finden Sie hier.

 

Titelbild von Josh Riemer via Unsplash.

 

Oliver Wyman Analyse: Online-Wertpapier-Brokerage

Die Turbulenzen an den Aktienmärkten infolge der Corona-Krise trieben die Aktivitäten der Anleger nach oben und führten zu neuen Rekordzahlen. Sowohl die Zahl der Anleger als auch der Transaktionen nahm deutlich zu. Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung des Wertpapierhandels als attraktive provisionsbasierte Ertragssäule für die deutsche Bankenwelt. Oliver Wyman geht dabei von mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr „nur“ für Orderprovisionen und sonstige Gebühren der Brokerage-Anbieter aus und bemisst – neben einem erwarteten nachhaltigen Wachstum des zugrundeliegenden Marktes – eine Ertragskraft von jährlich rund 10 Milliarden Euro für den breiteren deutschen Wertpapiermarkt für Privathaushalte.

Diese Ertragssäule ist jedoch unter Beschuss und der Kampf um die nächste Milliarde an Erlösen ist eröffnet. 

Neue Anbieter (FinTechs) greifen mit Low-Cost-Angeboten und innovativer Bedienung via App an und graben somit den direkten Zugang zu der zukunftsträchtigen Kundenschicht der jungen Berufstätigen ab, gleichzeitig haben in den USA Ende 2019 mehrere Anbieter angeführt von Charles Schwab eine Gebührensenkung auf bis zu Null durchgeführt und könnten somit Vorbild für den deutschen Markt werden. Nicht zuletzt ist durch den zuerst geplanten Verkauf des Anbieters Flatex (FinTech Group) und der darauffolgenden angekündigten Übernahme des Wettbewerbers Degiro sowie dem Markteintritt von „Low-Cost-Anbietern“ wie Trade Republic, justTrade, Gratisbroker und weiteren auch hierzulande Bewegung im Markt.

Für das Management etablierter Anbieter besteht die Notwendigkeit, sich für eine von zwei klaren strategischen Stoßrichtungen zu entscheiden:

    • Eine defensive Konsolidierung mit dem Ziel, das Geschäft nicht weiter auszubauen, aber kostenschonend beizubehalten oder
    • Eine progressive Transformation mit dem Ziel, die Kundenbasis hin zur kritischen Masse weiter auszubauen und die Kundenschnittstelle breiter zu besetzen, etwa über eine Expansion in verwandte Kundengruppen und -angebote und/oder über eine intelligente Verzahnung mit dem restlichen Bankangebot

Die Analyse „Online-Wertpapier-Brokerage 2020“ von Oliver Wyman gibt einen Überblick über den deutschen Wertpapiermarkt, ordnet relevante Anbieter ein und zeigt Ertragshebel sowie strategische Optionen für Anbieter auf, um auch in Zukunft in diesem Markt bestehen zu können.

 

Die vollständige Analyse finden Sie hier als PDF-Datei: Online-Wertpapier-Brokerage.

Bild: mohamed Hassan/Pixabay

Online-Seminare für Referendare und Jura-Studierende

Die Online-Seminar-Reihe „Aus der Praxis – Das Frühstück für Ausgeschlafene“ von Norton Rose Fulbright richtet sich insbesondere an Referendare und Jura-Studierende. Erfahrene Expertinnen und Experten der Wirtschaftskanzlei informieren und diskutieren in Online-Seminaren über aktuelle Themen und laden die Teilnehmenden zudem ein, mehr über die anwaltliche Praxis von Norton Rose Fulbright zu erfahren. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über Karrieremöglichkeiten bei Norton Rose Fulbright zu informieren und sich mit Mitarbeitern auszutauschen.

11. September: „Die Immobilientransaktion – Ablauf, Tätigkeitsfelder, Herausforderungen“

Das nächste Online-Seminar findet am 11. September 2020 statt und befasst sich mit dem Thema „Die Immobilientransaktion – Ablauf, Tätigkeitsfelder, Herausforderungen“.

Auszug aus der Seminar-Beschreibung: „Sie haben sich schon immer gefragt, was dazugehört, nationale und internationale Mandanten bei großen Immobilientransaktionen zu beraten? Sie würden gerne wissen, welche rechtlichen Schritte notwendig sind, um auf einer grünen Wiese ein Logistikzentrum eines Versandkonzerns oder in der Innenstadt einer Metropole ein Oberklasse-Hotel errichten zu können? (….) Als eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit beraten wir am Hamburger Standort nationale und internationale Mandanten in allen Fragen des Immobilienwirtschaftsrechts und würden uns freuen, Ihnen im Rahmen unserer Veranstaltung einen Einblick in den Bereich „Real Estate“ geben zu können. Sie erfahren viele interessante Details über den Ablauf und die Struktur einer Immobilientransaktion, die häufigsten und spannendsten Asset-Klassen und die Tätigkeitsfelder der beratenden Juristen. Im Rahmen dieser allgemeinen Einführung möchten wir Ihnen einen Einblick in dieses spannende und herausfordernde Rechtsgebiet geben und Sie zudem über die anwaltliche Praxis von Norton Rose Fulbright informieren.“ Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Norton Rose Fulbright.

25. September: „Kartellrecht – Wer bist Du und was machst Du?“

Auszug aus der Seminar-Beschreibung: „Das Kartellrecht ist inzwischen omnipräsent. Ob große Firmenübernahmen wie Bayer/Monsanto oder Siemens/Alstom, Kartellvorwürfe gegen die Automobilhersteller VW, Daimler und BMW, Schadensersatzansprüche gegen LKW- oder Schienenhersteller – sie alle verbindet das Kartellrecht. Wenn Sie daher den Wirtschaftsteil einer Zeitung auf dem Weg zwischen Feuilleton zu Sport nicht nur durchblättern, sondern interessiert lesen, dann bietet das Kartellrecht ein interessantes Arbeitsgebiet für Sie. Kartellrechtsbußgelder können bis zu 10 % des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens ausmachen. Auch aus diesem Grund hat das Kartellrecht in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Beratung von Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Wettbewerbern, die Ausgestaltung der Vertriebswege oder die fusionskontrollrechtliche Begleitung von Unternehmenszusammenschlüssen stellen das Tagesgeschäft eines Kartellrechtsanwalts dar.“ Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Website von Norton Rose Fulbright.

 

Weitere Informationen über Norton Rose Fulbright: https://www.nortonrosefulbright.com/de-de.

 

Titelbild von Brooke Cagle (@brookecagle) via Unsplash.

Niels Tomm: Frankfurt als Schnittstelle zwischen Europa und China

Die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit ist nicht die Abschottung gegenüber anderen Volkswirtschaften, sondern die Kooperation. Dies gilt seit einigen Jahren verstärkt für internationale, auch interkontinentale Kooperationen in der Finanzindustrie: nicht nur bei Banken und Versicherungen, auch bei Finanzplätzen und Börsen. Weiterlesen

Differenziertes Bild der DVFA Investment Professionals zur Zukunft nachhaltiger Geldanlage

DVFA – der Verband der Investment Professionals in Deutschland – hat seine Mitglieder befragt, wie sie die zukünftige Entwicklung nachhaltiger Geldanlage einschätzen. Grundsätzlich wird eine ESG-konforme Geldanlage nahezu einmütig befürwortet, und die Sicht auf das Potenzial ist von Optimismus geprägt. In den Kommentaren zeigt sich jedoch ein differenzierter Blick der Investment Professionals auf die Details und die noch existierenden Unschärfen bei der Festlegung dessen, was unter nachhaltiger Geldanlage zu verstehen sei.

Große Übereinstimmung im Grundsätzlichen

Zunächst halten fast 98 Prozent der DVFA Mitglieder nachhaltige Unternehmensführung für erstrebenswert. Diese eindeutige Mehrheit wurde weiter nach Gründen für ihre Einschätzung befragt. Dabei wurden drei Antworten vorgegeben, warum mit Ja geantwortet wurde, und die Möglichkeit einer freien Eingabe gegeben. 26 Prozent der Befragten sind der Ansicht, nachhaltige Unternehmensführung verstetigte den Unternehmenserfolg. Für 52 Prozent war der Grund für ein Ja, dass das Handeln des Unternehmens auch die Folgen für die kommenden Generationen bedenkt. Bei 12 Prozent gab den Ausschlag, dass sie der Auffassung sind, nachhaltige Unternehmensführung erschwere Fehlentscheidungen. In der freien Eingabe überwog die Ansicht, alle drei angebotenen Antwortoptionen seien zutreffend.

Weiter wurde die Frage gestellt, wie sich der Anteil nachhaltiger Geldanlage am Anlagevolumen in Deutschland von derzeit etwas mehr als fünf Prozent in den kommenden fünf Jahren entwickeln dürfte. Dabei verteilten sich die Einschätzungen auf die vorgegebenen Prozentanteile wie folgt: Für die Antwort „bis zu 15 Prozent Marktanteil“ entschieden sich 23 Prozent der Befragten. 28 Prozent sehen den Marktanteil bei „bis zu 25 Prozent“, 19 Prozent der Mitglieder sehen den Anteil am Gesamtvolumen bei „bis zu 35 Prozent“. „Bis zu 50 Prozent“ erwarten 16 Prozent der Befragten und „mehr als 50 Prozent“ halten immerhin noch 8 Prozent für realistisch. Allerdings stellen viele der Investment Professionals ihre Einschätzung unter den Vorbehalt, dass eine genaue Definition, was unter nachhaltiger Geldanlage zu verstehen sei, an etlichen Stellen lediglich in Umrissen feststehe.

Bild: Demiahl/Pixabay

Mehrheit erwartet besseres Abschneiden

Geteilter Meinung sind die DVFA Mitglieder wenn es um die Frage nach der Performance nachhaltiger Geldanlage geht. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) erwarten mittelfristig eine höhere Performance, 44 Prozent eine geringere. Aufschlussreich sind auch die Kommentare. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass schon allein die höhere Nachfrage nach nachhaltigen Produkten deren Performance treibe. Ebenso wiesen mehrere Befragte darauf hin, dass neben der unmittelbar messbaren preislichen Entwicklung der Produkte, diese einen zusätzlichen Nutzen für die Gesellschaft stifteten und daher selbst bei gleicher Preisentwicklung eine höhere Performance in einer weiter gefassten Perspektive lieferten.

Befragt, wann die Kapitalanlage ihres Arbeitgebers vollständig nachhaltig sein dürfte, meinte mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Investment Professionals, dies werde nie der Fall sein. 21 Prozent sind der Auffassung in zehn Jahren werde die Kapitalanlage des Arbeitgebers ausnahmslos nachhaltig sein. 15 Prozent erwarten dies bereits in fünf, 11 Prozent schon in zwei Jahren. Rund 17 Prozent der Arbeitgeber legen kein Geld an.

Hinsichtlich ihrer persönlichen Kapitalanlage in nachhaltige Investments sind die DVFA Mitglieder auf den ersten Blick skeptischer. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) erwartet, dass ihre Geldanlage niemals vollständig nachhaltig sein werde. In zehn Jahren sehen das 18 Prozent der Befragten, in fünf Jahren 14 Prozent und bereits in zwei Jahren zwölf Prozent. Die Kommentare geben Aufschluss, wie es zu diesem zunächst überraschenden Meinungsbild kommt.

„Nachhaltige Geldanlage ist angesagt. Das wissen wir alle. Das Momentum aber dieser Entwicklung lässt sich an den Antworten der befragten Investment Professionals gut ablesen“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA. „Und wieder einmal  machen die Antworten und die Kommentare sehr deutlich, wie problembewusst unsere Mitglieder ihre Antworten abwägen und wie informiert die Community mit diesem für die Zukunft wichtigen Thema nachhaltige Geldanlage umgeht.“


Die DVFA Monatsfrage wendet sich an die 1.400 Mitglieder des Verbandes und widmet sich Themen, die in der Finanzbranche diskutiert werden. Die Ergebnisse der Umfrage werden regelmäßig an jedem 2. Dienstag im Monat veröffentlicht.