Anstoss am Finanzplatz

„Anstoß am Finanzplatz“: Geld schießt keine Tore – aber Fußball auf Spitzenniveau braucht solide Finanzen

Auf der heute erstmalig laufenden Fußballkonferenz „Anstoß am Finanzplatz“ hat Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance, die enge Verbindung zwischen der Eintracht Frankfurt und dem Finanzplatz hervorgehoben: „Finanzinstitute prägen Frankfurt stark. Genauso ist die Eintracht als Traditionsverein in Frankfurt eine Größe in der Stadt – Frankfurt ist der führende Finanzplatz in Deutschland, die Eintracht ist der führende Verein am Finanzplatz.“

Die Finanzwirtschaft steht ebenso wie der Fußball für Höchstleistung und fairen Wettbewerb, beide bilden nicht nur Verstand, sondern in hohem Maß auch Emotionen ab, beide haben internationale Strahlkraft und sind doch lokal verankert. Die Fußballkonferenz wird vom Frankfurter Allgemeine Forum ausgerichtet und findet in der Commerzbank-Arena statt. Frankfurt Main Finance unterstützt die Konferenz als Partner.
Uwe Becker, Kämmerer der Stadt Frankfurt am Main und Mitglied im Präsidium von Frankfurt Main Finance, wies auf die Bedeutung des Fußballs in der Sportstadt Frankfurt hin: „Frankfurt ist Finanzplatz und Sportstadt zugleich. Das zeigt, wie vielfältig unsere Mainmetropole ist. Auch wenn die emotionale Welt des Fußballs und die scheinbar kühle Zahlenwelt der Finanzen auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, so ergänzen sich die beiden Felder jedoch wunderbar und haben einiges gemeinsam.“

Auf dem Podium „Der Fußball und die Financial Community: Welche Rolle können Banken und Kapitalmarkt spielen?“, an dem Raettig und Becker teilnahmen, verwies Raettig darauf, wie etwa TV-Gelder die internationale Wettbewerbsfähigkeit im Fußball beeinflussen: In ihrem neuen TV-Vertrag hat die englische Premier League für 2016 bis 2019 insgesamt 6,9 Mrd. Euro ausgehandelt. Die Bundesliga erlöst aus ihrem derzeit laufenden Vierjahres-Vertrag gerade einmal 2,5 Mrd. Euro. Raettig: „Geld schießt nicht Tore, aber Sport auf hohem Niveau erfordert solide Finanzen. Ein hohes Engagement für den Fußball wird am Finanzplatz traditionell gelebt, aber es besteht weiterhin Potenzial für eine noch engere Zusammenarbeit dieser beiden wichtigen Player in Stadt und Region.“
Becker verwies auf die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft und den Standort Frankfurt: „Im Sport knüpfen Kinder und Jugendliche soziale Kontakte und erlernen Fairness und gegenseitigen Respekt. Hiervon profitiert unsere gesamte Gesellschaft, denn ein respektvoller Umgang und Achtsamkeit sind nicht nur im Sport, sondern im gesamten Leben wichtig. Daher investiert die Stadt nicht nur in den Profisport, sondern unterstützt auch den Vereinssport. Zudem macht ein breites Sportangebot auch die Stadt noch attraktiver für Menschen und Unternehmen.“

Auch Dr. Andreas Knebel, Partner bei White & Case, kommentiert die Verbindung von Fußball und Finanzplatz: „ Aus meiner Sicht wurde es Zeit, eine Plattform für das Thema Fußball und Kapitalmarkt ins Leben zu rufen, und nirgendwo besser als am Finanzplatz Frankfurt konnte das verwirklicht werden.“
Welche wirtschaftliche Bedeutung der Fußball hat, zeigt eine Studie der Beratungsgesell-schaft McKinsey aus dem Jahr 2010: Im Schnitt besuchen rund 40.000 Zuschauer jedes der 306 Saisonspiele in der 1. Bundesliga. 5 Mrd. Euro Wertschöpfung erzeugt der Profifußball jährlich in Deutschland – damit wird jeder 500. Euro mit dem Profifußball erwirtschaftet. Am Profifußball hängen 71.000 Vollzeitstellen. Zuzüglich Teilzeitstellen steht er für insgesamt 110.000 Jobs. Die jährliche Umsatz- und Lohnsteuer sowie Sozialabgaben summieren sich auf 1,7 Mrd. Euro.

Die Fußballkonferenz bildet den Auftakt zu einem Wochenende, an dem der Sport ganz in den Mittelpunkt des Stadtgeschehens rückt: Am Sonntag knüpft der zum zweiten Mal in Folge stattfindende „Frankfurt Main Finance Cup“ mit dem Spiel Eintracht Frankfurt gegen F.C. Tokyo im Rahmen der Eintracht-Saisoneröffnungsfeier an den Erfolg im vergangenen Jahr an. Und bereits am Samstagabend laden die Stadt Frankfurt, Eintracht Frankfurt und Frankfurt Main Finance zum Abendempfang in der Alten Oper. Dazu werden prominente Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft erwartet.