Bunte Lichter und Klänge gegen die Winterdunkelheit

Im Winter leiden Parks und Gärten klassischerweise unter Besucherschwund; selbst beliebten Parks wie dem Frankfurter Palmengarten geht es da nicht anders. Auch um diesem Trend zu trotzen, aber vor allem um die winterliche Abenddämmerung in bunte Lichter zu tauchen und das Gelände des Palmengartens in eine leuchtende Zauberlandschaft zu verwandeln, zeigt der Palmengarten vom 9. Dezember bis zum 21. Januar die Ausstellung „Winterlichter“.

Grundgedanke des Projektes ist es, Lichteffekte und Bilder, Videos und Dias auf Bäume, Pflanzen, und Wiesen sowie Figuren und Wasseroberflächen zu projizieren und diese Installationen mit Musik zu untermalen. Die besinnliche Stimmung des beleuchteten Parks kann dabei als Gegensatz zur geschäftigen, belebten Stadtatmosphäre verstanden werden. Eines der Highlights ist das imposante Eingangshaus des Palmengartens, dessen Kuppel durch die Beleuchtung wie eine geschüttelte Schneekugel erscheint. Ein anderes ist eine bunte, lebensgroße Pferdeherde, die dem winterlichen Palmengarten ein magisches Erscheinungsbild verleiht.

Künstler Wolfgang Flammersfeld entwickelte das Konzept, musikalische Lichteffekte in Parks als Kontrast zur frühen winterlichen Abenddämmerung, quasi im Alleingang und musste anfangs nicht wenig Gegenwind überwinden. 2006 konnte Flammersfeld die Ausstellung dann erstmals im Dortmunder Westfalenpark realisieren, wo sie in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal ihre Tore öffnete. Daraufhin wurden seine Installationen neben dem Frankfurter Palmengarten, der die Winterlichter schon zum sechsten Mal zeigt, auch in Mannheim, Erfurt und Bonn umgesetzt. Im Palmengarten kletterten die Besucherzahlen von 1.500 im ersten Jahr auf mehr als 32.000 Besucher im Jahr 2016. Dabei hat sich die Ausstellung bisher in jedem Jahr vergrößert und mit mehr Installationen gelockt.

Die insgesamt 17. Installationen aus 700 Lampen (696 davon LED-Lampen), vier Video-Installationen und fünf Dia-Projektionen können jeden Tag, außer an Heiligabend und Silvester, zwischen 17 und 21 Uhr bewundert werden; der Rundgang durch die gesamte Ausstellung dauert eine gute Stunde. Nach dem Besuch der Ausstellung laden das Café Winterlichter und das Café Siesmayer zum Aufwärmen, Glühweintrinken und zu einem Snack ein.

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