Stock market breakfast

Börsenfrühstück auf dem Parkett mit Burkhard Balz, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank

Das Börsenfrühstück auf dem Parkett der Frankfurter Börse hat sich zu einer besonderen Kommunikationsplattform für Finanzmarktakteure etabliert. Ein Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Stärkung der Beziehungen zwischen allen Beteiligten durch einen informellen Austausch. Dieses Ziel betonte Redner Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, auch in seiner Keynote beim Börsenfrühstück zum Thema „Ökonomische Bildung – Herausforderung und Aufgabe für alle am Finanzplatz“ am Donnerstagmorgen. Ein regelmäßiger Austausch der Akteure am Finanzplatz sei erforderlich, um den Erfolg von Maßnahmen in diesem Bereich zu steigern.

Obwohl der Dezember die Zeit der Jahresrückblicke ist, fokussierte sich das Börsenfrühstück auf die Zukunft: Keynote Speaker Burkhard Balz betonte die Wichtigkeit der verstärkten Förderung von ökonomischer Bildung. Die Bundesbank informiere bereits durch zahlreiche Vorträge und stelle Materialien online zur Verfügung. Auch das Geldmuseum ist mit insgesamt rund 400 gehaltenen Vorträgen, vor allem für Schüler und Studierende, ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit. Das Positionspapier der Bundesbank „Zentralbankwissen vermitteln – die ökonomische Bildungsarbeit der Deutschen Bundesbank“ fasst den Kerngedanken des Bildungsprogramms der Bundesbank zusammen. Das Ziel des Programms ist der „mündige Wirtschaftsbürger“, der über Kenntnisse, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Einstellungen verfügt, um ökonomisch geprägte Lebenssituationen bewältigen zu können und sich mit Fragen kompetent auseinanderzusetzen. Das gilt für private Belange ebenso wie für die betriebliche, volkswirtschaftliche und weltwirtschaftliche Ebene. Zudem sei es Auftrag der Medien, ökonomische Themen zu vermitteln, sagte Burkhard Balz in seiner Rede.

Die Diskussionen und Anregungen des Börsenfrühstücks werden über das Börsenparkett hinaus thematisiert

Marc Richter, Senior Trader Equities Frankfurt bei Baader Bank AG, kommentierte einen Frankfurt Main Finance Tweet zum Börsenfrühstück und verstärkte so einen weiteren Gesichtspunkt der Debatte zur ökonomischen Bildung: „Ebenfalls muss aber auch die ökonomische Bildung in den Schulen weiter fokussiert werden.“ Diese Feststellung bestätigt Sven Schumann, Director – Head of Section Community Relations & Initiatives der Deutschen Börse,  mit einem Like – das Börsenfrühstück garantiert also neben einem morgentlichen Gedankenaustausch eine weitreichende (digitale) Anschlussdiskussion.

Hier finden Sie weitere Nachberichte zur Veranstaltungsreihe:

CFS-Index geht deutlich zurück

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, sinkt im dritten Quartal 2018 um 4,5 Punkte auf 113,9 Punkte. Der deutliche Rückgang ist vor allem auf ein schwächeres Wachstum der Erträge und der Mitarbeiterzahlen der Dienstleister sowie auf einen verminderten Anstieg der Umsätze und des Investitionsvolumens der gesamten Finanzbranche zurückzuführen. Bei den Finanzinstituten steht dem gesunkenen Umsatzwachstum bei neutraler Lage der Mitarbeiterzahlen jedoch ein steigendes Ertragswachstum entgegen.

„Die entgegengesetzte Entwicklung der Erträge bei Banken und Dienstleistern – hier aufwärts, dort abwärts – wirft die Frage nach den Gründen für das gleichförmige Investitionsverhalten auf: Hier wirken sich makroökonomische und politische Unsicherheiten (Brexit, Italien, USA, China) offenbar in erster Linie dämpfend aus“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird weiterhin, wenn auch abgeschwächt, positiv beurteilt.

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland hatte seit dem Brexit-Votum 2016 historische Höchststände erreicht. Im dritten Quartal 2018 befindet sich der entsprechende Wert mit 126 Punkten zwar noch auf einem guten Niveau, wenn auch deutlich abgeschwächt um -5,3 Punkte.

„Die rückläufige Entwicklung bei der Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland sieht das Glas halb leer. Tatsächlich konnten in den letzten Monaten auch andere Finanzplätze in der Europäischen Union vom Brexit profitieren. Das scheint die positive Entwicklung in Frankfurt zu relativieren“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., die Umfrageergebnisse. „Aber genau betrachtet sprechen die Entscheidungen von mehr als 30 Finanzinstituten, ihren Europasitz nach Frankfurt zu verlegen eine klare Sprache: Der Finanzplatz in Frankfurt wird 2019 erheblich an internationaler Bedeutung gewinnen.“

Umsätze der Finanzbranche rückläufig / Ertragswachstum positiv bei den Finanzinstituten und rückläufig bei den Dienstleistern

Wie von den Finanzinstituten im vorangegangen Quartal erwartet wurde, hat sich das Wachstum der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens im dritten Quartal rückläufig entwickelt. Der entsprechende Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 6,1 Punkte auf 112,7 Punkte. Die Umsätze der Dienstleister liegen mit 123,7 Punkten 5,3 Punkte niedriger als im Vorquartal. Beide Gruppen rechnen mit einem weiteren leichten Rückgang für das laufende Quartal.

Das Ertragswachstum der beiden Gruppen entwickelt sich stark gegenläufig. Die Finanzinstitute befinden sich nach einem schwachen zweiten Quartal wieder auf einem guten Stand. Der entsprechende Sub-Index steigt um 9,8 Punkte auf 111,6 Punkte. Die Dienstleister andererseits verzeichnen einen starken Rückgang um 11,3 Punkte auf 116,3 Punkte. Für das laufende Quartal erwarten beide Gruppen wieder einen leichten Rückgang ihres Ertragswachstums.

Investitionsvolumen gesunken

Entgegen den Erwartungen sinkt bei den Finanzinstituten das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen um 5,3 Punkte auf 110,8 Punkte. Es wird erwartet, das niedrige Niveau im laufenden Quartal beizubehalten. Auch bei den Dienstleistern sinkt der Sub-Index um 3,4 Punkte, befindet sich aber mit 118,9 Punkten immer noch auf dem dritthöchsten Stand seit Beginn der Befragungen im Jahr 2007. Es wird allerdings für das laufende Quartal mit einer weiteren Abschwächung gerechnet.

Neutrale Stimmungslage der Finanzinstitute bei der Anzahl der Mitarbeiter

Nach dem kurzfristigen Stellenabbau der Finanzinstitute im zweiten Quartal steigt der Mitarbeiter-Sub-Index aktuell um 3,6 Punkte und signalisiert mit 100,1 Punkten nun eine neutrale Stimmungslage. Bei den Dienstleistern hat sich, wie zuvor erwartet, das Mitarbeiterwachstum verlangsamt. Der entsprechende Sub-Index befindet sich mit -8,4 Punkten auf 117,9 Punkte aber immer noch auf einem guten Level. Für das laufende Quartal rechnen die Dienstleister mit einem weiteren Rückgang des Mitarbeiterwachstums und die Finanzinstitute mit einem Stellenabbau.

 

Allgemeine Methodik der Indexberechnung

Der CFS-Index basiert auf einer vierteljährlich durchgeführten Managementbefragung des Finanzstandortes Deutschland. Der Index fasst qualitative Angaben zu den Unternehmenskennzahlen „Umsätze bzw. Geschäftsvolumen“, „Ertragssituation“, „Mitarbeiteranzahl“ und „Investitionen“ bezüglich des gerade vergangenen Quartals („Performance“) und des aktuellen Quartals („Prognose“) zusammen. Konstruktionsbedingt beträgt der maximale Indexwert 150, der minimale 50; ein Wert von 100 signalisiert eine neutrale Stimmungslage. Bei der Umfrage handelt es sich um eine Panel-gestützte Erhebung bei Unternehmen und Institutionen der Finanzindustrie. Die Panelteilnehmer werden in die Sektoren „Finanzinstitute“ und „Dienstleister“ am Finanzplatz unterteilt, wobei die zweite Gruppe sehr weit gefasst ist.

Kurzprofil CFS

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und
-bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten sowie Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

 

CFS-Umfrage: Künstliche Intelligenz wird zukünftig zu den Kernthemen der Finanzindustrie zählen

Künstliche Intelligenz wird zukünftig zu den Kernthemen der Finanzindustrie zählen – Mehr Initiative zur Information und Aufklärung der Bevölkerung sinnvoll

Die Bundesregierung hat beschlossen, bis zum Jahr 2025 drei Milliarden Euro in die Förderung der Künstlichen Intelligenz (KI) zu investieren. Darüber hinaus sind Gespräche mit den Ländern und der Wirtschaft geplant, um weitere Investitionen anzustoßen. Ziel ist es u.a., Deutschland und Europa zu einem führenden Standort für KI-Technologien zu machen und die künftige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Ungeachtet der positiven Signale seitens der Bundesregierung ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies, dass das Gros der deutschen Finanzbranche (84% der Befragten) bezweifelt, dass die meisten Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz präzise kennen. Die Begriffe Digitalisierung im Allgemeinen und Künstliche Intelligenz im Besonderen werden in zahlreichen öffentlichen Diskussionen verwendet, obwohl viele Menschen nur eine vage Vorstellung von diesen Themen haben. Angesichts der Bedeutung dieser Trends spricht sich die deutsche Finanzbranche deutlich (86%) für eine Initiative zur Information und Aufklärung der Bevölkerung aus.

„Wir befinden uns in einer Zeit dramatischer Veränderungen der Wirtschaft und der Arbeitswelt. Daher ist es essentiell, die Menschen altersgerecht zu informieren und aufzuklären. Ich würde mir wünschen, dass wir uns nicht nur auf die Schulen konzentrieren, sondern auch Formate für die Erwachsenenbildung für diese zentralen Zukunftsfragen entwickeln.“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Künstliche Intelligenz wird in den kommenden 10 Jahren sehr wahrscheinlich etliche Branchen revolutionieren. Davon sind 83% der Befragten überzeugt. Lediglich 17% sind der Meinung, dass die Bedeutung von KI-Technologien überschätzt wird.

Der Finanzsektor wird bereits stark von der Künstlichen Intelligenz geprägt, wobei die neue Technologie das Potenzial besitzt, Finanzprozesse verändern zu können. Entsprechend eindeutig (90%) erwartet die deutsche Finanzbranche, dass KI-Technologien zukünftig zu einem der Kernthemen der Finanzindustrie zählen werden.

„Die deutschen Banken müssen erhebliche Anstrengungen unternehmen, um im Bereich der Künstlichen Intelligenz nicht den Anschluss zu verlieren. Nur wenige Banken verfügen heute über eine echte KI-Strategie“, erläutert Brühl weiter.

Auf die Frage, was die wichtigsten Anwendungsgebiete von KI zukünftig im Banking sind, werden an erster Stelle die Zentralfunktionen (Risikomanagement, Controlling etc.) von 77% der Befragten genannt, unmittelbar gefolgt vom Bereich Asset Management (76%) und dem Privatkundengeschäft (73%). Des Weiteren nennen 53% das Kapitalmarktgeschäft. Der Einsatz von KI im Firmenkundengeschäft halten lediglich 36% der Befragten für relevant.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Der Rückstand im internationalen Vergleich in Sachen KI ist enorm. So gibt es laut einer Erhebung der Unternehmensberatungen Asgard und Roland Berger in ganz Deutschland nur 106 KI-Startups im Vergleich zu 383 in China oder rund 1.400 in den USA. Das Programm der Bundesregierung kommt spät, aber nicht zu spät. Um aufzuholen, gilt es nun, intelligent mit Start-ups zu kooperieren und so die Kräfte am Finanzplatz zu bündeln.“

Alle Ergebnisse der CFS-Sonderfragen herunterladen.

 

Die Ergebnisse basieren auf einer vierteljährlich vom Center for Financial Studies durchgeführten Managementbefragung unter Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland.

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten und Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

FMF begrüßt Brexit-Einigung – Verlagerung von 750 – 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen nach Frankfurt erwartet

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance (FMF) begrüßt die am vergangenen Wochenende getroffene Vereinbarung zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien. Denn sie schafft sehr viel mehr
Klarheit, wenn auch noch keine endgültige. FMF hofft zudem im Interesse aller Betroffenen, dass dieser Vertrag nun am 11. Dezember vom britischen Parlament ratifiziert wird. Als sicher kann das aber nicht gelten, und ein harter Brexit ist noch nicht abgewendet. Zudem steht bei Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Entscheidung dazu an, ob der Artikel 50 noch einmal vor dem Ende der Laufzeit widerrufen werden kann. Somit besteht auch noch die Hoffnung auf einen Verbleib Großbritanniens, wenn das Urteil des EuGH dies bestätigen sollte. Die Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering.

„Damit ist für die Finanzinstitute klar: Der Brexit kommt, die extreme Variante eines Austritts ohne Austrittsabkommen kann aufgrund der unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament weiterhin nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie etwas unwahrscheinlicher geworden ist. Dagegen kann ein Verbleib Großbritanniens in der EU zwar nicht ganz ausgeschlossen werden, darf aber als sehr unwahrscheinlich gelten. Nun ist der Pfad für die Finanzinstitute abgesteckt. Die Brexit-Pläne werden umgesetzt“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance.

Aus einer Rede von Danièle Nouy, Vorsitzende des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus der Europäischen Zentralbank (EZB), wissen wir, dass 37 Finanzinstitute, Banken und Wertpapierhandelsbanken, neue Lizenzen bei der EZB beantragt oder existierende ausgeweitet haben und diese bereits erhalten haben oder sie nach aller Voraussicht in Kürze erhalten werden.

30 dieser Institute haben sich für Frankfurt als ihrem Europäischen Sitz entschieden. Da sich etliche der Banken an mehreren Standorten niederlassen werden, wird es nach Ansicht von FMF viele Zahlen geben, die sich auf mehr als die von Frau Nouy genannten 37 addieren werden. Von dieser Verteilung profitiert der Standort Frankfurt aber auch, denn rund ein halbes Dutzend Finanzinstitute, die sich für Standorte in anderen EU Ländern entschieden haben, bauen ihre Präsenz dennoch maßgeblich in Frankfurt aus.

„In Gänze rechnen wir daher mit einer Verlagerung von 750 – 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen von London nach Frankfurt, der Großteil davon dürfte im ersten Quartal 2019 verlagert werden“, sagt Väth. „Dabei wird es nicht bleiben.“

„Angesichts der aktuellen Situation stehen die Banken vor der Wahl, nun entweder nur das Nötigste zu verlagern oder sich auf die Verlagerung des gesamten Geschäftes vorzubereiten“, so Väth weiter. Die Institute haben auf diese Frage unterschiedliche Antworten gefunden. „Solange noch Unsicherheit besteht, dürften die meisten Institute die Minimallösung präferieren. In jedem Fall ist klar: Danach wird es erhebliche Zweitrundeneffekte geben.“

Als wichtiges Zeichen an die Finanzinstitute wertet Frankfurt Main Finance den Gesetzentwurf zur Lockerung des Kündigungsschutzes für Risikoträger mit hohen Einkommen. „Hier hat die Politik versprochen und geliefert. Das wird international sehr genau beobachtet, weil es zeigt, dass der Finanzplatz unterstützt wird.“

„Entsprechend werden die Zweitrundeneffekte nach Ansicht von Frankfurt Main Finance signifikant sein. Wir halten an dem von uns am Tag 1 nach dem BrexitReferendum geschätzten Potential von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen für Frankfurt fest. Allerdings zeichnet sich eine zweite Übergangsphase, die voraussichtlich bis Ende 2022 andauern wird, und damit eine weitere Verzögerung ab. Aus den ursprünglich erwarteten 5 Jahren für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ab dem Zeitpunkt des Referendums im Juni 2016 werden daher nun 8 Jahre.“

Ein gewichtiges Argument für die Entscheidung der Finanzinstitute, Geschäft nach Frankfurt zu verlagern, war die von der deutschen Politik signalisierte Bereitschaft, das Thema Arbeitsschutz für Risikoträger zu überdenken. Nach der Aufnahme in die Koalitionsvereinbarungen, liegt der speziell auf Risikoträger hin maßgeschneiderte Gesetzentwurf nun zur Abstimmung in den Ressorts vor. „Die Politik hat zugehört, hat versprochen und liefert“, sagt Väth. „Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Bankenverlagerung nach Deutschland gewollt ist. Es ist ein Zeichen, das gesehen und geschätzt wird.“

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt

Duftende Lebkuchen und glitzernde Lichter: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt zieht Besucher aus aller Welt an

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt blickt auf eine lange Tradition zurück und zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Bis ins Jahr 1393 lässt sich nachweisen, dass an Weihnachten in Frankfurt Märkte stattfanden. Traditioneller Mittelpunkt des Marktes ist der Römerberg, der mit seinen historischen Fachwerkhäusern die Kulisse für einen der schönsten und größten Weihnachtsmärkte des Landes bietet. Die durchschnittlich drei Millionen Besucher können 2018 vom 26. November bis zum 22. Dezember die festliche Stimmung zwischen Innenstadt und Römerberg genießen.

Highlight der Eröffnungsfeier am 26. November wird ein Live-Konzert der Oper Frankfurt sein. Und bis zum 22. Dezember reicht das musikalische Angebot von der Darbietung internationaler Weihnachtslieder auf der Bühne am Römerberg, dem Spiel der Turmbläser der Alten Nikolaikirche bis hin zum großen Stadtgeläut mit dem zeitgleichen Läuten von 50 Glocken.

Anlässlich der Fertigstellung der neuen Frankfurter Altstadt, findet sich deren Umriss auf der neuen Glühweintasse 2018. Wer sich eine der allerersten Tassen sichern möchte, kann diese bereits ab dem 26. November in den Tourist Informationen Römer und Hauptbahnhof sowie direkt auf dem Markt in der Frankfurt Information-Hütte erwerben.

Frankfurter Weihnachtsmarkt - © #visitfrankfurt, Holger Ullmann

Frankfurter Weihnachtsmarkt – © #visitfrankfurt, Holger Ullmann

Von Apfelwein bis Zimtstern

Über 200 Weihnachtsmarktbuden locken die Besucher mit weihnachtlichen Geschenken, Kitsch und Leckereien. Neben den Klassikern, gebrannte Mandeln, Glühwein und Bratwürstchen, erfreuen sich typische Frankfurter Weihnachtsspezialitäten wie Bethmännchen, warmer Apfelwein und Quetschmännchen besonderer Beliebtheit.

Neben der kulinarischen Vielfalt erwarten den Besucher klassische Weihnachtsmarktartikel aus den Bereichen Dekoration und Volkskunst, aber auch modernes Kunsthandwerk und typische Frankfurter Waren wie Dippe und Steinguterzeugnisse. Auf dem angrenzenden Kunsthandwerksmarkt in den Römerhallen sowie der Paulskirche gibt es zudem die Möglichkeit, sich auf die Suche nach einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk zu machen. Der Kunstmarkt in den Römerhallen beginnt am Freitag, den 7. Dezember. Für alle diejenigen, die sich schon ein paar Tage zuvor auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken begeben wollen, öffnet der Kunstmarkt in der Paulskirche schon am Dienstag. Auch vor den Toren der Stadt findet sich außerdem eine Vielzahl romantischer Weihnachtsmärkte in Odenwald, Rheingau, Taunus und Wetterau.

Weihnachtsmarktführungen

Am 16. Dezember wird für Blinde und Sehbehinderte die Weihnachtsmarktführung „Glühwein, Geschichten & Gebäck“ angeboten und die Frankfurter Weihnachtsmarkt-Spezialitäten vorgestellt. Begleitet vom Duft gebrannter Mandeln lernen Blinde und Sehbehinderte bei diesem Rundgang den Frankfurter Weihnachtsmarkt kennen und erfahren dabei allerlei Geschichten über das historische und moderne Frankfurt sowie Frankfurter Persönlichkeiten.

Zu Frankfurter Tourismusbüro einen eineinhalb stündigen Rundgang über den Frankfurter Weihnachtsmarkt an. Die Highlights sind Karussellfahrten, Glühwein, eine Bethmännchen- Kostprobe und der Besuch der Dachgalerie der Alten Nikolaikirche.

Ein weiteres Highlight stellt ein geführter Rundgang durch die verwinkelten Gassen der neuen Frankfurter Altstadt dar. Eine deutschsprachige Tour beginnt um täglich um 14 Uhr. Auch für englischsprachige Weihnachtsmarktbesucher wird die Tour durch die neue Altstadt angeboten. An sechs Terminen, beginnend ab dem 1. Dezember, können englischsprachige Gäste das Frankfurter Altstadt-Flair genießen. Die Besucher erwartet eine spannende Mischung aus Neubauten und Rekonstruktionen.

Rosa Weihnacht

An der Frankfurter Hauptwache finden sich weitere Weihnachtsmarktstände, die das klassische Weihnachtsmarktgelände bis auf die Shoppingmeile Zeil erweitern und somit einen Übergang zum Weihnachtsbummel bilden. Auf dem Friedrich-Stolze-Platz findet zudem die sogenannte „Rosa Weihnacht“ statt, die von der Gay Community des Rhein-Main-Gebietes ausgerichtet wird und mit bunten Lichtern sowie ausgefallener Dekoration und Gestaltung eine besondere Atmosphäre schafft.

Alle Informationen rund um die Anreise, Veranstaltungsanmeldungen, den Frankfurter Weihnachtsbaum oder die Glühweintassen hat das Frankfurter Tourismusbüro für Besucher hier zusammengestellt.

 

Bildnachweis: © #visitfrankfurt, Holger Ullmann, www.frankfurt-tourismus.de

Green and Sustainable Finance Cluster_ Grüneburgpark Frankfurt

Green and Sustainable Finance Cluster Germany (GSFCG)

Stärkung einer nachhaltigen Zukunft am Finanzplatz Frankfurt

Ohne einen starken und verantwortungsvollen Finanzsektor ist eine nachhaltige Zukunft nicht möglich. Laut des Baseline Report des Green and Sustainable Finance Cluster Germany (GSFCG) erfordert alleine die Emissionseinsparungen, die Deutschland bis 2050 im Rahmen internationaler Verpflichtungen erreichen müsste, Investitionen in Höhe von 530 Milliarden Euro. Weiterlesen

Deutsches Aktieninstitut_Die Hauptversammlung

Rückblick auf die 15. Jahrestagung „Die Hauptversammlung“ des Deutschen Aktieninstituts

Wenn Theorie und Praxis aufeinandertreffen

„Die Bude ist gerappelt voll“, begrüßte Dr. Claudia Royé, Leiterin Kapitalmarktrecht beim Deutschen Aktieninstitut, am 23. Oktober die Teilnehmer der 15. Jahrestagung „Die Hauptversammlung“. Über 125 hochrangige Experten waren nach Frankfurt am Main gekommen. Obwohl – oder gerade weil – die Veranstaltung kurzfristig um vier Wochen verschoben worden war, um die Veröffentlichung des Referentenentwurfs zur Umsetzung der geänderten Aktionärsrechterichtlinie abzuwarten.

Wie komplex sich die Stärkung der Eigentümerrechte gestaltet, wurde durch die verschiedenen Redebeiträge überdeutlich. Während beispielsweise der Gesetzgeber den direkten Kontakt zwischen Gesellschaft und Aktionär im Blick hat und dafür die Dominanz von Intermediären zurückzudrängen beabsichtigt, sind gerade die es, die diesen Kontakt über Ländergrenzen hinweg überhaupt erst ermöglichen. Die digitalen Abläufe um SWIFT greifen eben doch noch nicht nahtlos ineinander, über die Grenzen von Ländern und nationalen Jurisdiktionen hinweg.

Fokus auf Nachhaltigkeit als Folge der Finanzkrise

Aber nun von Anfang an: Die erste Version des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie, besser bekannt unter ARUG, trat 2007 in Kraft. Das war vor der Finanzkrise. In deren Folge wanderte der Fokus immer mehr auf die Nachhaltigkeit von Unternehmen, was wiederum das Engagement der Investorenseits auf diesem Feld zur Folge hatte. Während also noch um die Jahrtausendwende die immer weiter abnehmende Präsenz von Stimmrechten auf den Hauptversammlungen ein großes Problem darstellte, steht heute eher die Kanalisation von Investorenbegehren im Mittelpunkt.

Daher konzentrieren sich die Neuerungen, die ARUG II ausmachen, auf die Themenfelder Aktionärsidentifikation, Verbesserung der Transparenz bei institutionellen Anlegern, Vermögensverwaltern sowie Stimmrechtsberatern, Regelungen zur Zustimmung und Bekanntmachung von Geschäften mit nahestehenden Personen oder Unternehmen und schließlich die Politik zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vergütungsbericht. Letztlich soll zum einen börsennotierten Gesellschaften geholfen werden zu verstehen, mit welchen Aktionären sie es zu tun haben und in welchem Ausmaß diese sich in Bezug auf die Gesellschaft engagieren. Demgegenüber soll es Investoren erleichtert werden, eine Diskussion über die richtige Incentivierung des Managements zu führen.

Corporate Governance Gedanke stärkt Einfluss der Hauptversammlung

Die verschiedenen Vorträge befassten sich neben den Neuerungen aus dem ARUG II auch mit weiteren Themen rund um die Hauptversammlung. So drehen sich die Interessen institutioneller Anleger vermehrt um die Arbeit des Aufsichtsrats, dem sie im Zweifel die Entlastung verwehren. Zumeist, aber eben nicht in allen Fällen, bleibt die Nichtentlastung des Aufsichtsrats ohne Folgen: Im MDAX musste ein Aufsichtsratsvorsitzender jedoch daraufhin sein Amt räumen. Andererseits gleicht es aus Sicht der Unternehmen einer Quadratur des Kreises, die zum Teil sehr gegensätzlichen Corporate Governance-Vorstellungen aller institutioneller Investoren gleichzeitig zu berücksichtigen. Sogenannte Governance Roadshows zur Abklärung der Vorstellungen bei den Hauptaktionären durch den Emittenten werden wohl in Zukunft zum Standard werden.

Deutsches Aktieninstitut_Die Hauptversammlung

ARUG II stellt hohe Anforderungen an den Aufsichtsrat

Der Minderheitenschutz durch die Regulierung von Geschäften mit nahestehenden natürlichen oder juristischen Personen ist das komplizierteste Kapitel von ARUG II. Die Diskussion darüber war sehr abstrakt, eine Anreicherung durch Beispiele hätte ihr gutgetan. Zumal etliche Ausnahmen von der Regel vorgesehen sind. Dr. Cordula Heldt, Leiterin Gesellschaftsrecht und Corporate Governance des Deutschen Aktieninstituts, demonstrierte in ihrem Vortrag sehr eindrücklich die Vielschichtigkeit dieses Themas, das auf Aktionärsseite sicher nur einigen Spezialisten verständlich ist. Bleibt zu hoffen, dass sich zukünftig genügend Aufsichtsräte finden lassen, die die Feinheiten durchschauen.

Prof. Dr. Ulrich Seibert, Ministerialrat im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hatte die Erläuterung des ARUG II Referentenentwurfs mit dem Hinweis eingeläutet, dass der massive, weltweite Rückgang bei börsennotierten Unternehmen wohl auch einer gewissen Überregulierung geschuldet ist. Sicher hat er aus Frankfurt allerhand Anregungen zur Verschlankung der Vorschriften mitgenommen.

von Dr. Charlotte Brigitte Looß

Frankfurt Main Finance gewinnt sechs neue Mitglieder für die Finanzplatzinitiative

Frankfurt am Main – Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e. V. begrüßt sechs neue Mitglieder und wächst damit auf 60 Mitglieder. Die Neumitglieder PricewaterhouseCoopers (PwC), The Boston Consulting Group, CBRE GmbH, die Frankfurt School of Finance & Management und Norton Rose Fulbright LLP sind der Standortinitiative als Fördermitglieder beigetreten, die Werthstein GmbH als FinTech-Mitglied.

Durch ihre Mitgliedschaft geben die Vertreter aus Wissenschaft, Finanzindustrie, öffentlicher Verwaltung und dem aufstrebenden FinTech-Sektor ihrer Verbundenheit mit dem Finanzplatz Ausdruck, greifen aktuelle Themen des Finanzsektors auf und engagieren sich für die nationale und internationale Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region.

Wir freuen uns sehr über die neuen Mitglieder und ihr Bekenntnis zum Finanzstandort Frankfurt. Das stetige Wachstum der Mitgliederzahl stärkt den Verein und ist eine Anerkennung unserer täglichen Leistung, den Finanzplatz weltweit zu repräsentieren und zu positionieren“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Unsere Stimme gewinnt Gewicht – ein Vorteil für alle Mitglieder und besonders für den Finanzplatz. Umgekehrt bieten wir schnellen, unmittelbaren Zugang zu einem herausragenden Branchen-Netzwerk.“

Das neue Mitglied PwC ist in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung mit 250.000 Mitarbeitern in 158 Ländern tätig – so auch am Finanzplatz Frankfurt. „Mit der Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance möchten wir nicht nur unser Bekenntnis zu Frankfurt als führendem Finanzplatz in Deutschland bestärken, sondern uns auch aktiv in die hiesige Community einbringen. Der Standort entwickelt sich hoch-dynamisch, und wir möchten zu dieser positiven Entwicklung und zur weiteren Stärkung Frankfurts beitragen. Darum freuen wir uns auf den Austausch mit den Mitgliedern der Initiative, mit Hochschulen, Banken und allen weiteren Finanzmarktakteuren der Stadt“, sagt Clemens Koch, Leiter Financial Services und Mitglied der Geschäftsführung von PwC Deutschland.

CBRE steht Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite. Seit 1973 sitzt CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main. „Wir freuen uns sehr, mit unserer Mitgliedschaft helfen zu können, die vielen Vorteile des Finanzstandortes Frankfurts auch aus Sicht der Immobilienwirtschaft unterstützen zu können. Zahlreiche Projektentwicklungen bieten immer modernere und innovativere Büroflächen, welche die Skyline weiterwachsen lassen. Trotz des sinkenden Leerstandes finden sich deswegen auch für größere Flächengesuche noch immer hervorragende und repräsentative Büroflächen“, erklärt Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany bei CBRE.

Als Frankfurt School of Finance & Management tragen wir den Finanzplatz quasi im Namen. Mit exzellenter Forschung setzen wir als Wirtschaftsuniversität neue Impulse – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Nachhaltige Finanzwirtschaft. Außerdem bilden wir auf unserem Campus die Fach- und Führungskräfte aus- und weiter, die Frankfurt braucht, um weiterhin innovativ und erfolgreich zu sein. Ein starker Finanzplatz ist für uns essentiell, deshalb engagieren wir uns bei Frankfurt Main Finance“, so Professor Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management. Die forschungsorientierte Business School, akkreditiert von EQUIS, AMBA und AACSB International, bietet umfangreiche Bildungsprogramme zu Finanz-, Wirtschafts- und Managementthemen an. Der Master of Finance der Frankfurt School ist der einzige Finance-Master einer deutschen Hochschule im aktuellen Financial Times Ranking.

Norton Rose Fulbright LLP berät als globale Wirtschaftskanzlei führende national wie auch international tätige Unternehmen in allen wichtigen Branchen. „Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt. Wir unterstützen die Initiative, weil sie den Finanzplatz Frankfurt wirkungsvoll im nationalen und globalen Wettbewerb positioniert“, erläutert Dr. Oliver Sutter, Partner bei Norton Rose Fulbright LLP.

Als digitaler Vermögensverwalter bietet Werthstein seinen Kunden die Möglichkeit, ein breites, nach Risikoaspekten diversifiziertes, individuelles Portfolio aufzubauen, das auf die Anlage in aktuelle wirtschaftliche, technologische oder gesellschaftliche Trends spezialisiert ist. „Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance steht für Aufgeschlossenheit gegenüber der Innovation und dem Schwung, den FinTechs in die Vermögensverwaltung bringen. Deshalb sind wir der Initiative eng verbunden“, kommentiert Felix Röscheisen, Generalbevollmächtigter der Werthstein GmbH.

Eurex Clearing weitet Partnerschaftsprogramm auf Repo und FX aus

Eurex Clearing plant eine Erweiterung des Partnerschaftsprogramms. Künftig soll das Programm auch die Segmente Repo und FX umfassen. Die Ausgestaltung der Programmerweiterung ergänzt das bereits etablierte Zinsswap-Segment. Im Rahmen des im Januar 2018 aufgelegten Programms teilt Eurex Clearing einen bedeutenden Teil des wirtschaftlichen Erfolgs ihres Zinsswap-Segments mit ihren Partnerbanken und beteiligt die aktivsten Marktteilnehmer zusätzlich an der Governance der Eurex Clearing AG.

Im Repo-Segment zielt das Programm darauf ab, Alternativen im Handel mit Special-Repo- und General-Collateral-Instrumenten zu schaffen, Effizienz für Kunden zu steigern und das Geschäft der Banken mit Endkunden (Buyside) zu fördern.

Das FX-Segment des Partnerschaftsprogramms zielt darauf ab, die Vorteile des zentralen Clearings in neue Märkte zu bringen, die bislang zu größten Teilen nicht gecleart werden. Eurex Clearing arbeitet derzeit gemeinsam mit Marktteilnehmern daran, das erste große Clearinghaus mit einem umfassenden Angebot an Clearingservices für Cross-Currency-Swaps zu werden.

Marktteilnehmer können nun ihr Interesse an einem Beitritt zu den neuen Programm-Segmenten anmelden. Der Start ist für das erste Quartal 2019 geplant. Commerzbank, Deutsche Bank, J.P. Morgan und Morgan Stanley haben bereits ihr Interesse an beiden Segmenten hinterlegt – sowohl für Repo- als auch FX. Citigroup, DekaBank und LBBW sind an der Teilnahme am Repo-Programm interessiert. Weitere Details zur Programmerweiterung werden den interessierten Marktteilnehmern in Kürze kommuniziert.

Erik Müller, CEO der Eurex Clearing, sagt: “Die Ausweitung des Partnerschaftsprogramms steigert die Auswahlmöglichkeiten für Kunden und fördert Innovation im Markt. Marktteilnehmer können nun an den Vorteilen des integrierten Angebots der Eurex Clearing in den Bereichen Zinsderivate, Repo und FX teilhaben.”

Charles Bristow, Co-Head of Global Rates Trading bei J.P. Morgan, sagt: “J.P. Morgan war ein früher Förderer und Designpartner im außerbörslichen Zinsderivatesegment des Partnerschaftsprogramms. Wir begrüßen die geplante Ausweitung des erfolgreichen Programms, das darauf abzielt, die Clearing-Optionen der Marktteilnehmer auf neue Assetklassen auszuweiten und die Resilienz des Finanzsystems zu stärken.“

Frankfurt: Liebe auf den ersten Blick. Und den Zweiten. Und den Dritten.

Meine Liebe zu Frankfurt begann vor drei Jahren, als ich für mein erstes Erasmussemester in die schöne Stadt am Main kam. Anderthalb Jahre später zog es mich für ein weiteres Semester erneut hier her. Ich habe mich schnell in Frankfurt wohlgefühlt und kann mir auch in Zukunft vorstellen, hier zu leben. Wenn Leute mich fragen, warum ich Frankfurt mag, kann ich keinen Hauptgrund nennen, es fühlt sich einfach sehr gut an, hier zu sein – die Stadt ist kompakt, fahrradfreundlich und hat immer etwas zu bieten. Frankfurt ist groß, aber man kann überall hinlaufen; sie ist international, sie ist urban und hat eine schöne Skyline, aber die Anzahl der Parks, Grünflächen und das Flussufer erlaubt es, sich zu entspannen und die Freizeit in der Natur zu genießen. Frankfurt, wie der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance Hubertus Väth sagt, ist die kleinste globale Stadt der Welt, und ich kann dem nur zustimmen.

Frankfurt Internship AbroadDieses Jahr kehrte ich im Rahmen meines Masterstudiums ein drittes Mal in die wundervolle Stadt zurück. Diesmal für ein Erasmus-Praktikum. Vor einem Jahr habe ich in meiner Heimat Litauen meinen Bachelorabschluss in Politikwissenschaften von der Universität Vilnius erhalten. Während meiner Bachelorstudienzeit konnte ich durch Praktika verschiedene Bereiche in internationalen Institutionen, wie beispielsweise die UNO in New York City, kennenlernen. Wie ich feststellen musste, werden Prozesse dort allerdings nur sehr langsam umgesetzt. Auch deshalb wollte ich einen Einblick in die agile Finanzbranche bekommen.

Mein Praktikum habe ich bei der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. (FMF) gemacht, einem Verein zur internationalen Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt. Aufgrund meiner beruflichen Vorerfahrungen und meiner Begeisterung für die Stadt hat mich ein Praktikum, bei dem ich Frankfurt ganz neu kennenlernen kann, besonders interessiert. Während meiner Zeit durfte ich das FMF-Team bei der Planung verschiedener Events und der Steuerung der Social-Media-Kanäle unterstützen. Ich habe aber auch Einblicke in das klassische PR Handwerk erhalten und Texte und Pressemitteilungen für die Internetseite geschrieben. Dadurch habe ich eine Menge über die Stadt Frankfurt und über den Finanzplatz gelernt.

Mein Praktikum und damit auch meine Zeit hier in Frankfurt neigt sich zwar langsam dem Ende zu, aber ich bin zuversichtlich, nicht das letzte Mal in der kleinsten globalen Stadt der Welt gewesen zu sein, denn die Stadt ist auch noch Liebe auf den dritten Blick.