WIR SIND JETZT – Neueröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt

Nach fünfjähriger Umbauzeit präsentiert sich das Jüdische Museum der Stadt Frankfurt am Main mit dem spektakulären „Lichtbau“ und einer neuen Dauerausstellung über die jüdische Geschichte Frankfurts seit 1800.


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Helaba Finanzplatz-Studie: Bankenstandort Frankfurt im Zeichen von Corona

Für die deutsche Bankenbranche ist die Corona-Pandemie ein großer Belastungsfaktor, der sich bald niederschlagen dürfte und damit zu bereits bestehenden Herausforderungen wie dem andauernden Niedrigzins hinzukommt. Spätestens mit der wiedereinsetzenden Insolvenzantragspflicht Anfang 2021 ist hierzulande vermehrt mit Kreditausfällen zu rechnen. Für die deutsche Finanzbranche insgesamt sollten die Corona-induzierten Auswirkungen nach aktueller Einschätzung verkraftbar sein. Weiterlesen

Crypto Assets Conference 2020

Vom 29. bis 31. Oktober findet die Crypto Assets Conference 2020 in Frankfurt statt – in hybrider Form. Alle Vorträge und Paneldiskussionen sind online verfügbar. Zudem wird vor Ort ein Networking für die Blockchain-Branche stattfinden.

Das sind die Themen:

  • Tag 1 (Donnerstag, 29. Oktober 2020): Digital Assets, Securities, and Infrastructure
  • Tag 2 (Freitag, 30. Oktober 2020): Crypto and Custody
  • Tag 3 (Samstag, 31. Oktober 2020): Digital Euro and Stablecoins

Als Speaker konnten weit über 50 Experten aus der deutschen und europäischen Blockchain-Szene gewonnen werden. Unter anderem: Gustav Arentoft (Maker Foundation), Thomas Nägele (NÄGELE Attorneys), Simon Seiter (Deutsche Boerse), Alexander Höptner (Börse Stuttgart), Dr. Martin Diehl (Deutsche Bundesbank), Danyal Bayaz (Member of the German Parliament), Thomas Moser (Swiss National Bank), Julien Le Goc (Libra Association), Dr. Siegfried Utzig (Bundesverband deutscher Banken e.V.) und Dr. Ulli Spankowski (Bison).

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Konferenz. 

 

Foto: John Schnobrich via Unsplash.

Investmentbranche mit Vorreiterrolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsrisiken

Das Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) hat zusammen mit den führenden Asset Management-Gesellschaften in Deutschland sechs Thesen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Investmentbranche verabschiedet.

  1. ESG-Risiken, allen voran Klimarisiken, sind Investmentrisiken.
  2. Die Investmentbranche nimmt die Verantwortung für die Umsetzung der ESG-Ziele in der Geldanlage aktiv wahr.
  3. Im Rahmen einer flexiblen Klassifikation von Nachhaltigkeit dienen Gesetze und Verordnungen als Grundlage.
  4. Es gilt, die Definition von „ESG“ und damit Nachhaltigkeit permanent weiterzuentwickeln und aktiv zu gestalten.
  5. Die vorausschauende Entwicklung von Methoden, Daten und Herangehensweisen zur Messung von Nachhaltigkeitsrisiken in einem offenen, zukunftsgerichteten Bezugsrahmen ist Pflicht.
  6. Die Offenlegung der Herangehensweisen, Methoden und Definitionen schafft Transparenz für alle Stakeholdergruppen.

Hierbei dient das Positionspapier von FIRM als eine Antwort auf den EU-Aktionsplan für eine nachhaltige Finanzwirtschaft. Es verdeutlicht, dass der Investmentbranche bei einem verantwortungsvollen Umgang in der Geldanlage eine Vorreiterrolle zukommt. Das Ziel ist, ESG-Risiken aktiv zu managen und eine gestalterische Rolle in der öffentlichen und aufsichtsrechtlichen Diskussion zu übernehmen.

„Nachhaltigkeitsrisiken sind Investmentrisiken. Daher besteht für die Investmentbranche ein unmittelbares Interesse an der Berücksichtigung dieser Risiken für Anlageentscheidungen und das Risikomanagement“, sagt Gerold Grasshoff, CEO von FIRM.

Weitere Informationen zu den Thesen und den teilnehmenden Gesellschaften finden Sie in der FIRM Pressemitteilung (PDF) oder auf der FIRM Website.

 

Bild: PublicDomainArchive/Pixabay

12. European SSM Round Table – Videos und Highlights

Der 12. SSM Round Table am 30. September 2020 in Berlin stand im Zeichen der europäischen Ratspräsidentschaft von Deutschland. Die Bundesbank hatte eingeladen zu einem Austausch von Experten aus Politik und Finanzwirtschaft. Highlight der Veranstaltung: Das Gespräch von FIRM-CEO Gerold Grasshoff mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz.


„Wir sind in einer neuen Normalität“, so beschreibt Olaf Scholz zu Beginn die Situation, in der sich Deutschland, Europa und die Welt im Zuge der Corona-Pandemie befinden. Die Krise, die niemand erwartet hatte, sei nun Realität und entsprechend notwendig sei es gewesen, schnell und sehr entschlossen zu handeln. Scholz erläutert Maßnahmen und Wirkung auf deutscher wie auf europäischer Ebene, die allesamt der klaren Prämisse folgten, das Leben der Menschen zu schützen.

„Wir müssen daran arbeiten, dass wir eine Bankenunion bekommen, die wirklich funktioniert.“

Auch wenn es in Deutschland keinen harten Lockdown wie in anderen europäischen Ländern gegeben habe und die Industrieproduktion zu keiner Zeit gestoppt wurde, seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise erheblich.

Scholz resümiert, wie das Hilfsprogramm wirkt, mit dem Deutschland sehr schnell und entschlossen die eigene Wirtschaft und damit auch die Wirtschaft in Europa als Ganzes gestärkt hat. Es war „eine starke Antwort auf die Krise“.

Die Videos und die wichtigsten Inhalte zu den FIRM-Panels finden Sie unter: www.firm.fm.

 

Bild: FIRM im Dialog; Fotograf: Jens Gyarmaty

Action Roadmap des Green and Sustainable Finance Clusters

In einer aktuellen Action Roadmap, die im Rahmen des European Sustainable Finance 2020 veröffentlicht wurde, beschreibt das Green and Sustainable Finance Cluster (GSFC) die Ziele und Handlungsfelder, die es in den kommenden Jahren verstärkt verfolgen wird. Zentrale Ziele sind demnach der Aufbau einer Sustainable-Finance-Dateninfrastruktur sowie der Dialog mit der Realwirtschaft.

„Wir freuen uns darauf, mit allen Stakeholdern des Finanzsystems an der Umsetzung dieses Aktionsplans zu arbeiten und nehmen gerne Ideen und Vorschläge in unseren Arbeitsplan auf“, sagen die beiden Geschäftsführenden Kristina Jeromin und Karsten Löffler in ihrem Vorwort.

Das Cluster als eine Netzwerk-, Dialog-, Forschungs- und Wissensplattform

Der Green and Sustainable Finance Cluster Germany e.V. möchte in einer Zeit des Wandels für seine Kernakteure, aber auch für den deutschen Finanzplatz insgesamt ein wichtiger Partner sein. Die Action Roadmap wird die Handlungsstränge des Clusters in den nächsten Jahren leiten, um die Unterstützung für seine Stakeholder zu maximieren und das deutsche Finanzsystem zum Mainstreamen von Sustainable Finance zu befähigen. Dabei sieht sich das Cluster als eine Netzwerk-, Dialog-, Forschungs- und Wissensplattform.

Die zwei zentralen Ziele des Clusters

Aufbau einer Sustainable Finance Dateninfrastruktur

Die Definition, Erhebung und Mobilisierung von Daten entlang der Wertschöpfungskette wird die Rahmenbedingungen im Bereich der nachhaltigen Finanzen verbessern helfen und Deutschland in seinem Bestreben stärken, ein führender Marktplatz für Sustainable Finance zu werden.

Dialog mit der Realwirtschaft

Um den Interdependenzen zwischen Finanz- und Realwirtschaft in Nachhaltigkeitsfragen Rechnung zu tragen, wird die Stärkung des Dialogs mit Akteuren der Realwirtschaft einen Eckpfeiler der Aktivitäten des Clusters darstellen.

Die Action Roadmap des Green and Sustainable Finance Clusters kann hier als PDF heruntergeladen werden.

 

Quelle: Green and Sustainable Finance Cluster Germany

Bild: 政徳 吉田/Pixabay

Brüssel erntet Beifall für Kryptoregulierung

EU ordnet Digitalisierung der Finanzmärkte grundlegend

Die EU-Kommission will die Digitalisierung der Finanzmärkte mit einem umfangreichen Regulierungspaket unterstützen. Die Brüsseler Behörde legte hierzu gestern unter anderem Vorschläge für den Umgang mit Kryptowährungen und für mehr Cybersicherheit in der Finanzwirtschaft vor. Zudem präsentierte sie eine neue Zahlungsdienstestrategie. Sogenannten Stablecoins wie Facebooks Libra sollen strikte Regeln gesetzt werden.

„Wir sollten an den digitalen Wandel proaktiv herangehen“, betonte EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis.

Der digitale Binnenmarkt für das Finanzwesen sei auch für die wirtschaftliche Erholung Europas von entscheidender Bedeutung.

Aus der Finanzwirtschaft kamen viele positive Reaktionen auf die Vorschläge. Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), sprach von „unmissverständlichen, klaren Signalen an Libra und Co“. Die Regulierung von digitalen Währungsformen sei überfällig: „Es geht um die digitale Währungshoheit Europas.“ Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kündigte an, das Digitalisierungspaket sowie den ebenfalls gestern vorgelegten neuen Aktionsplan für die Kapitalmarktunion bereits beim nächsten EU-Finanzministertreffen Anfang Oktober auf die Tagesordnung zu setzen.

„Mit dem Paket können wir Innovationen im Finanzsektor fördern, damit Europa weltweit Standards setzt.“

Aus Sicht von Philipp Sandner, Leiter des Blockchain Centers an der Frankfurt School of Finance, ist der EU mit ihren Kryptovorschlägen ein breiter und umfassender Satz an Vorgaben gelungen. So würden nach Marktkapitalisierung gerechnet etwa 95 % der heute existierenden Kryptoassets erfasst, nach Anzahl seien es 85 %, sagte Sandner im Gespräch mit der Börsen-Zeitung.

Zur Vertiefung der Kapitalmarktunion kündigte die EU-Kommission gestern einen Aktionsplan mit 16 Maßnahmen an, die 2021 beginnen sollen. „Wir haben 27 nationale Kapitalmärkte, die nicht voll entwickelt und integriert sind“, beklagte Dombrovskis in Brüssel. Zu den Vorhaben gehören unter anderem die Überprüfung von aktuellen Regulierungsvorgaben, ein stärkerer Investitionsschutz, eine Harmonisierung von Insolvenzvorschriften und die Schaffung eines einheitlichen Zugangspunktes für Unternehmensdaten.

 

Quelle: Börsen-Zeitung, 25. September 2020, Andreas Heitker, © Alle Rechte vorbehalten.

Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Eurex

Eurex führt nächste Generation von ESG-Derivaten ein

Die internationale Derivatebörse Eurex unterstützt den globalen Trend zu verantwortungsbewusstem Investieren durch den weiteren Ausbau ihres ESG-Segments. Mit Futures und Optionen auf den EURO STOXX 50 ESG Index und den DAX 50 ESG Index wird Eurex sowohl eine weitere europäische ESG-Benchmark in ihr Angebot aufnehmen als auch ein ESG-Angebot speziell für den deutschen Markt etablieren. Der Handel in den beiden neuen ESG-Kontrakten startet am 9. November.

ESG-Derivate spielen eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, da sie dazu beitragen, Kapitalanlagen wirksam auf ökologische, soziale und Governance-Risiken abzustimmen. Mit den neuen Kontrakten geht Eurex bezüglich ihrer Methodik noch einen Schritt weiter: Zum ersten Mal werden diese Derivate auf Indizes basieren, die ein ESG-Ranking beinhalten. Das bedeutet, dass die Unternehmen im Index nicht nur nach einem reinen Ausschlussverfahren, sondern in Kombination mit einem ESG-Bewertungsverfahren ausgewählt werden. (Quelle: Deutsche Börse Group)

 

Weitere Informationen:

 

Photo: Deutsche Börse AG

 

Frauen netzwerken anders als Männer

Die UBS-Bankerin Alexandra Weck über das Frauen-Netzwerk Fintech Ladies sowie über Diversität, Chancengleichheit und strukturellen Wandel in der Finanzbranche.

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Nachhaltige Geldanlage 2020 – Impact im Fokus

Die 13. Jahreskonferenz „Nachhaltige Geldanlage“ des Frankfurt School Verlages, die am 16. September 2020 an der Frankfurt School of Finance & Management stattfand, stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie – was bereits am wie dieser Tage allerorten gängigen „hybriden“ Veranstaltungs-Format mit 80 Teilnehmern vor Ort und weiteren 60 Online-Teilnehmern sichtbar wurde. Doch auch der Einfluss der Corona-Pandemie auf die nachhaltige Geldanlage war erwartungsgemäß eines der zentralen Themen der Veranstaltung. Auf dem Programm standen vor allem die Fortschritte der Regulierung, Sustainable Bonds und immer wieder der Impact nachhaltiger Investments.

Vom Nischenthema zum Wachstumstreiber

War im Vorjahr noch vom „Beginn eines Kulturwandels“ die Rede hat das Thema seither deutlich an Fahrt aufgenommen. So betonte auch Ulrich Martin, Leiter Konferenzen und Marketing des Frankfurt School Verlags, in seinem Grußwort den Wandel nachhaltiger Geldanlage „vom Nischenthema zum Wachstumstreiber“. Der Marktbericht von Angela McClellan, Geschäftsführerin des mitveranstaltenden Forums Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG), machte mit einigen Zahlen die Entwicklung deutlich: So hat der Anteil explizit nachhaltiger Investments im vergangenen Jahr in Deutschland um rund 37% zugenommen. Das bedeutet zwar immer noch nur einen Anteil von 5,4 % am Gesamtmarkt, allerdings nutzen bereits 95% aller in Deutschland erhältlichen Fonds und Mandate eine Kombination aus Ausschlusskriterien und normbasiertem Screening. Und während sich das Thema bei institutionellen Anlegern schon länger immer mehr zum Mainstream entwickelt hat, entdecken nun auch Privatanleger die Nachhaltige Geldanlage: Im vergangenen Jahr lag dort der Zuwachs bei 96%! Nicht zuletzt durch die Regulierung werde verantwortliches Investieren schon bald Branchenweit zum Mainstream werden. Künftige Meilensteine seien die Qualitätssicherung und die Impact-Messung, so McClellan. Prof. Dr. Martin Faust vom Finance Department der Frankfurt School of Finance & Managementeine stellte als Moderator im Anschluss eine zentrale Frage an die Konferenzteilnehmer in den Raum: „Wird 2020 zum Jahr der nachhaltigen Transformation?“

Impact und Regulierung

Mir Ihrem Impulsvortrag zum Ermöglichen nachhaltiger Investitionen und deren Wirkungsmessung eröffnete Tanja Gönner, Vorstandsprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) den Diskurs zum ersten Schwerpunktthema „Impact“. Die zentrale Botschaft: „Der öffentliche Sektor kann all dies nicht alleine stemmen, hier ist auch der private Sektor und gerade auch der Finanzsektor gefragt,“ so Gönner. Zentral hierbei sei die Definition von konkreten Wirkungszielen und interne wie externe Validierung dieser. Als zentrale Kriterien hierbei haben sich die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen herauskristallisiert, wie auch Florian Sommer, Head of ESG Strategy bei Union Investment, in seinem Vortrag darlegte. Er konnte darüber hinaus aufzeigen, dass sich Unternehmensinvestments mit Impact durchaus auch finanziell lohnen können, andererseits der Weg aber auch noch weit ist: Von derzeit weltweit insgesamt 74 Billionen US-Dollar Assets under Management, orientieren sich derzeit rund 30 Billionen an ESG-Kriterien aber lediglich 500 Mrd. entfallen auf echte Impact Investments im Sinne der SDGs. Eine wichtige Rolle käme dabei der Regulierung zu, diese dürfe aber auch nicht über das Ziel hinaus schießen. Dr. Markus Lange, Partner bei PwC, zeigte im Anschluss die unterschiedlichen Regulierungs-Anstrengungen auf: von EU-Taxonomie über den EU-Green Deal, die Offenlegungsverordnung bis zur Präferenzabfrage nach MiFID.

Zum Abschluss des ersten Blocks der Konferenz resümierte Moderator Faust:

„Alles beginnt im Kopf, es gilt widerstreitende Interessen und Ziele in Einklang zu bringen.“

Sustainable Bonds und Stiftungsstrategien

Im zweiten großen Block der Veranstaltung standen schließlich die von zunehmender Bedeutung werdenden Sustainable Bonds im Zentrum der Diskussion. So sprach zunächst Tim Junghans, Geschäftsführer der finpair GmbH über den Trend von Green Finance bei der klassischen Unternehmensfinanzierung, Christian Wellner, Bereichsleiter Strategie der Finanzagentur des Bundes berichtete über die Begebung von Zwillingsanleihen, also die parallele Begebung herkömmlicher Bundesanliehen und eines „grünen“ Pendants, und Sebastian Dusch, Stadtkämmerer der Landeshauptstadt München, zeigte den Nutzen der Auflegung von kommunalen Anleihen als Social Bonds auf. In der anschließenden Diskussion, an der sich dann auch Axel Wilhelm, Leiter von imug Rating beteiligte, stand die Rolle von Sustainable Bonds für Emittenten und Investoren im Fokus. Dabei spiele das externe Rating – die Second Party Opinion – eine wichtige Rolle, weshalb man sich in der Regel auch auf renommierte Rating-Agenturen verlasse. Das Fazit der Runde war allerdings: „Die Investoren sind schon viel weiter als viele glauben!“

Beim Thema Stiftungen und Ihre Anlagestrategien erläuterte zunächst Frederic Hoogveld, Head of Investment Specialists, Index and Smart Beta bei Amundi die Auswirkungen der EU-Regulierung auf die Entwicklung passiver Investmentlösungen für Stiftungsinvestoren. Im Anschluss beschloss Ann-Grit Lehmann, Leiterin Finanzen der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ den Vormittag mit eine Keynote zu aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Investoren-Segment. Von zentraler Bedeutung seien derzeit eine Weiterentwicklung der Anlagestrategien weg vom Black- hin zum Whitelisting sowie das Karbonmanagement der Investments. Letztlich, so Lehman, definiere aber jeder institutionelle Investor – in Abhängigkeit von den jeweiligen Stakeholdern – individuell, was er in den Fokus rückt.

Impact ist das Gebot der Stunde

Der Nachmittag war wie gewohnt geprägt von zwei parallellaufenden Vortragsreihen zu den unterschiedlichen Produktlösungen verschiedener Asset Manager bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit im Portfolio. Das Themenspektrum reichte hier von der Zusammensetzung von Inidizes über die Frage des Impact Investing mit Anleihen ETFs und dem SDG-Impact von Investitionen in Erneuerbare Energien. Ein Vortrag zur ESG-Integration in Infrastrukturinvestments von Susanne Reisch, Senior Portfolio Manager bei Bantleon setzte schließlich den Schlusspunkt des Programms. In seiner Schlussbemerkung hob Prof. Dr. Martin Faust von der Frankfurt School dann noch einmal die zentrale Bedeutung der Regulierungsbestrebungen hervor und die Erkenntnis aus den Vorträgen, dass Corona wichtige Impulse für die Nachhaltige Geldanlage gesetzt habe. Dabei stand den ganzen Tag jedoch mal mehr mal weniger explizit ein Thema im Mittelpunkt – die Frage nach der Wirkung nachhaltiger Investments. Demnach treibt bei der Nachhaltige Geldanlage 2020 Asset Management Branche wie Investoren zunehmend der Impact ihrer Anlagen für eine nachhaltige Zukunft um. Ein großer Schritt beim Kulturwandel.

Von Dr. Andreas Jaensch.

 

Foto: Frankfurt School Verlag.