Wer sagt was zu welchem Wertpapier?

Fintech 2.0: Das junge Finanzdienstleitungsunternehmen Catana Capital GmbH setzt auf innovative Geldanlage auf der Grundlage von Big Data und künstlicher Intelligenz.

Erstmals hat es ein Unternehmen gewagt und auch geschafft, die gesamte Wertschöpfungskette einer wirklich automatisierten Vermögensverwaltung – vom Einsammeln der Daten über die Auswertung bis hin zur automatisierten Orderausführung – abzubilden und daraus einen robusten, risikooptimierten Vermögensverwaltungsansatz zu bauen. Für dieses vielversprechende Geschäftsmodell erhielt die Catana Capital GmbH im April 2017 den von Business Angels Frankfurt/Rhein-Main, Frankfurt Main Finance und der WM Gruppe verliehenen FintechGermany Award in der Kategorie Seed/Early Stage. „Zwar gibt es Wettbewerber, die Teile der Wertschöpfungskette einer automatisierten Vermögensverwaltung ebenfalls anbieten oder nutzen, aber eben nicht den gesamten Prozess“, sagt Bastian Lechner, Geschäftsführer und Gründer von Catana. „Deshalb freuen wir uns, dass die Jury der FintechGermany Awards dieses Potenzial und den Innovations-Charakter erkannt hat.“

Informationen optimal verarbeiten

Das Start-up ist ein nach § 32 KWG lizenziertes Finanzdienstleistungsinstitut, wurde im August 2015 gegründet und ist der weltweit erste Vermögensverwalter, der vollständig auf Big Data und künstliche Intelligenz setzt. „Diese Art der Datennutzung ist die Grundlage dafür, dass Informationen im Wettbewerbsvergleich deutlich besser identifiziert oder Informationen in den Investmentprozess einbezogen werden können, die anderen Anbietern unter Umständen ganz verborgen bleiben“, erklärt Bastian Lechner den Ansatz des jungen Unternehmens und zieht ein erstes Fazit: „Catanas Handelsstrategie ist aufgrund der Kombination von Millionen Meinungen und Nachrichten sowie der Einbettung in einen ganzheitlichen Prozess traditionellen Anlageformen überlegen.“

Das System lernt dazu

Als Basis für jede Anlageentscheidung werden laut Lechner Internetdaten in sechs Ländern automatisiert gesammelt, gefiltert, gewichtet und mit historischen Kursmustern abgeglichen. Pro Tag werden so via Sprach- und Texterkennung in Echtzeit mehrere hunderttausend kapitalmarktbezogene Nachrichten ausgewertet – das entspricht pro Monat circa zwei Terrabyte an Informationen oder sieben Informationen pro Sekunde – und knapp 30.000 Titel beobachtet, darunter auch Währungen und Rohstoffe. Die Schlüsselfrage, um das Signal in der Richtung und Stärke zu kategorisieren, lautet: Wer sagt was zu welchem Wertpapier? Das System vergibt jedem Titel auf Basis dieser gesammelten Daten ein vorläufiges positives oder negatives Signal. Bevor daraus jedoch eine Handelsentscheidung entsteht, analysiert es im Sinne einer künstlichen Intelligenz, wie sich das Wertpapier in der Vergangenheit bei einem ähnlichen Stimmungsbild entwickelt hat. „Das System prüft also, was das Signal für das Wertpapier bedeutet hat. Die getroffenen Entscheidungen und ihre Ergebnisse fließen in die künftigen Anlageempfehlungen mit ein – das System lernt also dazu“, erläutert Lechner. „So werden in einem rein datenbasierten Prozess Kauf- und Verkaufsempfehlungen für deutsche Large-Cap-Aktien und Index-Futures generiert.“

Wachstumschancen nutzen

Die Ursprünge des Fintech-2.0-Unternehmens Catana Capital kommen Lechner zufolge aus zwei Richtungen: Technologie und Veränderungsnotwendigkeit im immer noch sehr traditionellen Asset Management. „Viele Asset Manager gehen zwar davon aus, dass die Nutzung von Big Data helfen könnte, Investmententscheidungen und Renditen zu verbessern. Obwohl es sich bei Big Data und künstlicher Intelligenz um einen Riesenmarkt mit sehr großen Wachstumschancen handelt, gibt es zurzeit jedoch noch so gut wie keine Investment-Strategien, die auf Basis der Auswertung von Big-Data-Informationen und den aus künstlicher Intelligenz abgeleiteten Erkenntnissen umgesetzt werden“, sagt der Experte. Das habe die Catana Capital GmbH zum Anlass genommen, ein darauf basierendes, neuartiges Vermögens-Verwaltungs-Konzept mit stringentem Risikomanagement zu entwickeln. „Zwei Gründer der Catana Capital beschäftigen sich seit knapp zehn Jahren mit der Prognose von Finanzmärkten aus großen Daten-Mengen. Dabei kooperieren wir mit der Stockpulse GmbH aus Bonn, die als Forschungs- und Entwicklungspartner für Catana agiert“, so Lechner.

Frankfurt bietet attraktive Bedingungen

Als Unternehmenssitz hat die Catana Capital GmbH Frankfurt am Main gewählt. „Der Finanzplatz Frankfurt bietet attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen. Gleichzeitig verfügt er über eine hervorragende Infrastruktur und ermöglicht die enge Verzahnung mit traditionellen Anbietern“, lautet die Begründung von Lechner. Außerdem ist er überzeugt, dass die aktuellen Entwicklungen rund um den Brexit die Bedeutung des Finanzplatzes weiter stärken werden. Weitere Pluspunkte bieten seiner Ansicht nach verschiedene Förderprogramme der Stadt oder des Landes sowie eine aktive und sich stetig entwickelnde FinTech-Community mit idealen Vernetzungsmöglichkeiten.

Nach Meinung von Lechner besteht für junge Start-ups dann Potenzial, wenn ihr Produkt oder ihre Dienstleitung tatsächlich absolut neu, besser und/oder günstiger ist als ähnliche Produkte. Gleichzeitig sollte ein großer Markt und Kundenbedarf bestehen. „Entscheidend ist zusätzlich, dass das Team komplementär aufgestellt ist. Neben der unternehmerischen Teamstärke ist auch eine gewisse mentale Stärke wichtig, um bei potenziellen temporären Niederlagen den positiven Glauben an den Erfolg des Unternehmens nicht aus den Augen zu verlieren und mutig seine Ziele weiter zu verfolgen“, rät Lechner.

Potential für weiteres Wachstum der Deutschen-Start-up-Szene

Die deutsche Start-up-Szene hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Allerdings bleibt im internationalen Vergleich mit Israel, dem Vereinigten Königreich und Kalifornien weiter Raum  zur Verbesserung von Gründergeist und Rahmenbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine EY-Studie, die in Kooperation mit der Deutschen Börse zu der Attraktivität von Start-up Ökosystemen, erstellt wurde. Luft nach oben gibt es insbesondere bei den regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig loben die Autoren das Potential für künftiges Wachstum und Fortschritte, sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingung in Deutschland. Deutschland und insbesondere die Region Frankfurt Rhein-Main punktet mit guter Infrastruktur und moderaten Immobilienpreisen.

Besonders positiv wird das Vorantreiben der Digitalisierung der Finanzbranche am Finanzplatzt Frankfurt am Main erwähnt. Insgesamt sieben Inkubatoren in der Region Rhein-Main (FinTech Hub der Deutschen Börse, Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter, Digitalfabrik der Deutschen Bank, Tech Quartier, FinTech Lab VABN) fördern die Entwicklung noch junger Fintechs und deren Geschäftsideen. Als einen Anreiz für die Verbesserung der Fintechszene in Deutschland schlägt die Studie den Ausbau von Co-Working-Büroräume vor. Auch hier geht der Finanzplatz Frankfurt bereits mit guten Beispiel voran: Der Inkubator Tech Quartier beispielsweise bietet Arbeitsraum für Fintechs jeglicher Größe. Business Angels FrankfurtRheinMain – mit rund 100 Business Angels Deutschlands größte Organisation – bringt Start-ups mit Business Angels zusammen.

Lobend erwähnt wird in der Studie außerdem die „Digital Hub Initiative“ der Bundesregierung. Im Rahmen dieser Initiative zur Stärkung Deutschlands als führende Industrienation zeichnete die Bundesregierung im November 2016 den Finanzplatz Frankfurt als Digital Hub für FinTechs und Finanzdienstleistung aus. Der Finanzplatz Frankfurt bietet also zahlreiche Möglichkeiten für aufstrebende Fintechs.

Frankfurt Finance Summit 2017: Themen am Puls der Zeit

Cybersecurity ist ein Thema, dessen Brisanz immer dann offensichtlich wird, wenn Unternehmen und Institutionen zum Opfer von Hackern werden – zuletzt gesehen Mitte Mai, als die erpresserische Schadsoftware „WannaCry“ sich stündlich millionenfach weiterverbreitete und in Behörden, Unternehmen und bei Einzelpersonen erhebliche Schäden anrichtete. In Großbritannien wurde das Gesundheitssystem lahmgelegt, bei Renault standen die Bänder still, in Deutschland waren beispielsweise die Deutsche Bahn und verschiedene Krankenhäuser betroffen.

Cyberattacken stellen Finanzsektor vor Herausforderungen

Dieses Mal nicht im Fokus: der Finanzsektor. Doch die Frage liegt nahe, wie gut Banken und Finanzdienstleiter eigentlich gegen kriminelle Cyberattacken gewappnet sind. „Die Aufsichtsbehörden BaFin und Deutsche Bundesbank lassen den Banken einen großen Spielraum, was den Schutz vor Cyberattacken angeht. Den Aussagen der Experten zufolge ist allerdings klar, dass der Finanzsektor eventuellen Angriffen sehr ausgesetzt ist. Das ist auch dem Alter der IT-Strukturen und dem Aufsetzen immer neuer Elemente geschuldet, die den Schutz schwieriger machen“, sagt Unternehmensberaterin und Moderatorin Cornelia Meyer, die beim diesjährigen Frankfurt Finance Summit das Panel „Cybersecurity & Innovation“ unter anderem mit einem Gespräch zwischen dem russischen Computerviren-Experten Eugene Kaspersky und dem deutschen Informatiker und ehemaligen Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Daniel Domscheit-Berg, leitete.

Brexit-Verhandlungen: Positionen verhärten sich

Ein weiterer Schwerpunkt des Frankfurt Finance Summit 2017 unter dem Motto „Europe Reloaded – Challenges for the Financial Sector“ waren die Folgen des Brexit. „Bei diesem Thema überschlagen sich die Ereignisse, seit die britische Premierministerin Theresa May das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union formal beantragt hat“, sagt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance. Die Ankündigung der EU, zuerst die Bedingungen für den Austritt und nachgelagert ein EU-Freihandelsabkommen verhandeln zu wollen, sowie die Diskussion, ob Großbritannien gegebenenfalls bis zu 100 Milliarden Euro Austrittsentschädigung zahlen muss, stößt bei den Briten auf Ablehnung. „Die Premierministerin muss aufpassen, wie sich die Verhandlungen auf die Wirtschaft und die langfristigen Folgen für den Finanzplatz London auswirken“, kommentiert die in London und der Schweiz lebende Meyer, die das Geschehen vor Ort verfolgt.

Auf einen harten Brexit hofft sie nicht und ruft mit Blick auf die strikte Position der britischen Premierministerin die im Juni stattfindenden Wahlen in Erinnerung: „Bei den jüngsten Lokalwahlen hat die konservative Partei von Theresa May sehr gut abgeschnitten, während die UKIP Partei, die ursprünglich hinter dem Brexit-Referendum stand, Stimmenanteile verloren hat. May wird nun auf Teufel komm raus Wahlkampf betreiben. Und je härter sie sich gibt, desto mehr Stimmen kann sie gewinnen.“

Persönlicher Austausch gefragt

Mit Themen, die nah am Puls der Zeit sind, sowie der Möglichkeit zum Networking stieß der siebte Frankfurt Finance Summit wieder auf eine positive Resonanz bei den rund 200 Teilnehmern. „Auch im digitalen Zeitalter kann der persönliche Kontakt nicht ersetzt werden. Das persönliche One-on-One-Gespräch findet ohne Medienbruch oder Interpretation statt. Alleine deswegen ist der Frankfurt Main Finance Summit eine hervorragende Gelegenheit des Gedankenaustausches“, sagt Dr. Carsten Lehr, Geschäftsführer der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH. „Mit Frankfurt als Standort findet der Summit an einem zentralen und effizient erreichbaren Ort statt, der gleichzeitig der führende deutsche sowie kontinentaleuropäische Finanzplatz ist. Besonders freut es mich, dass das Themenspektrum der Konferenz inzwischen auch die Digitalisierung umfasst und in diesem Rahmen die Verleihung des FintechGermany-Awards stattfindet“, betont Andreas Lukic, Vorsitzender von Business Angels FrankfurtRheinMain e.V.

Impressionen zum Frankfurt Finance Summit finden Sie hier.

„Unser Geschäftsmodell ist momentan einzigartig und skalierbar“

Jung, dynamisch und clever – der Versicherungsmanager Clark erhielt bei der Verleihung der FinTechGermany Awards in der Kategorie „Insurtech“ den Sonderpreis. Chris Lodde, Co-Founder und Chief Marketing Officer von Clark, erklärt im Interview, wie wichtig Kundenzufriedenheit ist, welche spannenden Entwicklungen auf dem FinTech-Markt anstehen und warum Auszeichnungen Rückendwind bieten.

Herr Lodde, bei der Auswahl der Preisträger haben die Juroren insbesondere auf Finanzierbarkeit und Skalierbarkeit des Geschäfts sowie Perspektiven für einen Börsengang oder Verkauf geachtet. Was hat Clark in diesen Punkten besser gemacht als die Wettbewerber?

Chris Lodde: Clark ist extrem innovativ und überzeugt mit dem ersten Robo-Advisor für Versicherungen Kunden und Investoren. Das ist momentan einzigartig und skalierbar. Unsere Mitarbeiterzahl ist in den letzten zwölf Monaten um den Faktor drei gestiegen. Gleichzeitig ist das von uns verwaltete Prämienvolumen um das 90-fache gewachsen. Das zeigt die Skalierbarkeit unseres Produkts, was nur aufgrund unseres technologiebasierten Ansatzes möglich ist.

Versicherungen sind in Deutschland ein riesiger Markt, der bis vor kurzem noch nahezu komplett offline stattgefunden hat. Gleichzeitig ist die Kundenzufriedenheit in diesem Segment sehr niedrig. Zeichnen sich hier Veränderungen ab?

Lodde: Die Kundenzufriedenheit hat in den letzten Jahren weiter kontinuierlich abgenommen. Nur ein Drittel der Deutschen sind mit ihrer Versicherungssituation zufrieden. Andere Branchen müssten bei solchen Zufriedenheitswerten um Ihre Existenz fürchten. Hier setzt unser Service an und schafft Übersicht und Transparenz bei der Versicherungssituation unserer Kunden.

Ihre Kunden sind also zufrieden mit Angebot und Service bei Clark?

Lodde: Mit Clark braucht sich niemand mehr mit viel Aufwand selbst um seine Versicherungen zu kümmern – das kommt bei unseren Kunden an und sorgt für hohe Zufriedenheitswerte und Zuspruch.

Der FinTech-Markt blickt inzwischen auf die zweite und dritte Generation an Lösungen. Welche Entwicklungen sind aus Ihrer Sicht besonders spannend?

Lodde: Spannend wird sein, wie Themen wie Big Data und künstliche Intelligenz die Versicherungsbranche in den nächsten Jahren aufwirbeln werden.

Clark sitzt in Frankfurt und gilt als Lokalmatador. Welche Vorteile bietet dieser Standort?

Lodde: Frankfurt bietet Nähe zu möglichen Kooperationspartnern durch die große Anzahl an Banken. Mittlerweile entwickelt sich auch die Startup-Szene in Schritten vorwärts.

Die FinTechGermany Awards wurden zum zweiten Mal verliehen. Wie wichtig sind solche Initiativen für junge Start-ups?

Lodde: Auszeichnungen helfen in der Außendarstellung und sind insbesondere auch für die Mitarbeiter ein Motivationsfaktor. Zudem können ausgezeichnete Start-ups Investoren auf sich aufmerksam machen.

 

Die FinTechGermany Awards wurden am 26. April 2017 zum zweiten Mal in Folge von Business Angels Frankfurt/Rhein-Main, Frankfurt Main Finance und der WM Gruppe, die auch die Börsen-Zeitung herausgibt, verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Frankfurt Finance Summit 2017 statt. Den Abend in Bildern können Sie hier verfolgen.

FinTech ecosystem

Willkommen in Frankfurt – Deutschlands führendes FinTech-Ökosystem

Die vielen Qualitäten des FinTech-Ökosystems der Rhein-Main-Region kurz und knapp beleuchtet – dass bietet die neue Broschüre von Hessen Trade and Invest, der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen, in Kooperation mit Frankfurt Main Finance und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. „Der digitale Wandel innerhalb der Finanzbranche ist eine Herausforderung, für die wir gewappnet sind“, sagt Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, in der Broschüre. „Die Rhein-Main-Region ist eine Finanzmetropole genauso wie ein Hotspot der Informations- und Kommunikationstechnik. Diese Kombination bietet enormes Potential in der heutigen Welt, in der digitale Technologien zahlreiche Möglichkeiten für völlig neue Geschäftsmodelle liefern. Und genau dieses Potential mobilisieren wir gerade.“

Die Broschüre erklärt, warum der Finanzplatz Frankfurt und Hessen die perfekten Bedingungen für internationale Investoren und FinTech-Start-ups bieten. Neben den zahlreichen Aufsichtsbehörden und Regulierungsagenturen hat der Großraum Frankfurt ausgezeichnete Expertise im immer wichtiger werdenden Bereich der IT-Sicherheit. Im November 2016 zeichnete die deutsche Bundesregierung den Finanzplatz Frankfurt als Digital Hub für FinTechs und Finanzdienstleitungen im Rahmen seiner Initiative zur Stärkung Deutschlands als führende Industrienation aus.

Frankfurt am Main ist bereits Geburtsstätte zahlreicher Fintech-Erfolgsgeschichten. So etwa 360T: Die Devisenplattform wurde 2015 von der Deutschen Börse für 725 Millionen Euro aufgekauft. Auch der in Frankfurt ansässige Robo Advisor Vaamo entwickelte sich in kürzester Zeit aus dem Unibator der Goethe-Universität zu einem wichtigen Partner im B2B-Sektor mit Kooperation mit N26, Santander und 1822direkt.

An den nächsten Erfolgsgeschichten wird bereits in den zahlreichen Inkubatoren gearbeitet. Das Tech Quartier bietet beispielsweise Arbeitsraum für Fintechs jeglicher Größe. In der Broschüre werden die verschiedenen Inkubatoren der Region aufgeführt: das FinTech Hub der Deutschen Börse, der Unibator der Goethe Universität, Accelerator Frankfurt, Main Incubator, FinTech Headquarter, die Digitalfabrik der Deutschen Bank, das Tech Quartier, das FinTech Lab sowie VABN. Fast wöchentlich finden Events zum Thema Fintech statt. Die besten Fintech-Unternehmer werden mit der Golden Garage bei den FinTechGermany Awards ausgezeichnet.

Um mehr über Deutschlands führendes Fintech-Ökosystem im Herzen Europas zu erfahren, können Sie die Broschüre von Hessen Trade and Invest hier herunterladen.

 

Frankfurt Finance Summit 2017 – Europe Reloaded

Seit 2011 kommen in Frankfurt hochkarätige Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Finanzwelt zusammen. Unter dem Motto „Europe Reloaded – Herausforderungen des Finanzsektors“ trafen sich am 26. April 2017 Entscheider aus Zentralbanken, Börsen, Aufsichtsbehörden, Banken, Versicherungen, Politik, Unternehmen und Wissenschaft, um sich über aktuelle Fragen rund um den europäischen Wirtschaftsraum, Regulierung und die Finanzmärkte auszutauschen. Dabei standen die Folgen des Brexits, die Herausforderungen durch Cyberkriminalität und die Veränderung der Langzeitfinanzierung im Fokus

Einen umfassenden Rückblick auf den Frankfurt Finance Summit 2017 in englischer Sprache finden Sie hier.

Frankfurt Main Finance freut sich über sein neues Mitglied Oliver Wyman GmbH

Die Strategieberatung Oliver Wyman wird neues Fördermitglied von Frankfurt Main Finance. Insgesamt engagieren sich nun fast 50 Mitglieder für den Finanzplatz Frankfurt. Mit ihrer Mitgliedschaft unterstreichen alle Vertreter ihre Verbundenheit mit Frankfurt und engagieren sich für dessen nationale und internationale Bedeutung.

„Wir freuen uns, Oliver Wyman GmbH als Fördermitglied begrüßen zu dürfen. Denn Oliver Wyman hat sich bereits seit längerer Zeit durch sein Engagement um den Finanzplatz Frankfurt verdient gemacht“, erklärt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance. So unterstütze die Strategieberatung die FintechGermany Awards 2017 als Sponsor. Außerdem war Matthias Hübner, Partner Oliver Wyman in Frankfurt, als Juror bei der Preisverleihung tätig.

Oliver Wyman ist eine der weltweit führenden Managementberatungen mit 4.500 Mitarbeitern in über 50 Büros in rund 30 Ländern. Das Unternehmen verbindet ausgeprägte Branchenspezialisierung mit hoher Methodenkompetenz in den Bereichen Strategieentwicklung, Prozessdesign, Risikomanagement und Organisationsberatung. Außerdem veröffentlicht Oliver Wyman regelmäßig Studien, White Paper etc. und realisiert in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern Forschungsprojekte zu Zukunftsthemen.

„In diesen unsicheren Zeiten werden für Deutschland der Erhalt und die Weiterentwicklung eines starken Finanzplatzes weiter an Bedeutung gewinnen. Als eine der führenden Strategieberatung im deutschen Markt ist es Oliver Wyman eine große Ehre und ein wichtiges Anliegen, Frankfurt Main Finance mit unserer Erfahrung und unserer Expertise im Finanzbereich zu unterstützen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, so Matthias Hübner, Partner und Fintech-Experte bei Oliver Wyman, über die Kooperation mit Frankfurt Main Finance.

CFS Index

CFS-Index zeigt gegensätzliche Entwicklung auf

Finanzinstitute begrenzen Stellenabbau und steigern Ertragszuwächse – Dienstleister melden verlangsamte Wachstumsdynamik ihrer Umsätze, Erträge und Investitionen

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, sinkt leicht um 0,7 Punkte auf 113,6 Punkte. Der im Ergebnis nahezu unverändert hohe Stand beruht auf gegensätzlichen Entwicklungen: Die Finanzinstitute melden unerwartet hohe Ertragszuwächse, und es werden deutlich weniger Stellen abgebaut. Die Dienstleister hingegen verzeichnen einen stärkeren Umsatz- und Ertragsrückgang, befinden sich aber nach wie vor auf hohem Niveau. Das Investitionsvolumen beider Gruppen bleibt auch weiterhin positiv, kann sich jedoch nicht auf den zuvor erreichten Höchstständen halten.
„Die stabilisierte wirtschaftliche Entwicklung der Finanzinstitute äußert sich insbesondere in einer langsam ansteigenden Ertragserwartung bei gleichzeitig stark gestiegenem realisiertem Ertrag im ersten Quartal. Das ist eine gute Nachricht, denn es kann die Voraussetzung für ein dringend benötigtes Kapitalwachstum der Banken schaffen, und damit die Finanzstabilität erhöhen“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Die Beurteilung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreicht den historisch zweithöchsten Stand

Die schon seit dem Brexit-Votum enorm positiv eingeschätzte zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland liegt im zweiten Quartal 2017 nur knapp unter dem historischen Höchststand des letzten Jahres von 136,8 Punkten. Der entsprechende Wert steigt um 4,0 Punkte auf 135 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Umfrage zeigt sehr klar, dass der aufsteigende Trend intakt ist: Die Finanzbranche sieht eine zunehmende Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt. Das ist ein erfreuliches Ergebnis und Resultat der verstärkten Zusammenarbeit aller relevanten Akteure am Finanzstandort.“

Dienstleister verzeichnen stärkeren Wachstumsrückgang der Umsätze, jedoch auf solidem hohem Niveau

Das Wachstum der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens der Finanzbranche ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem hohem Niveau. Bei den Finanzinstituten steigt der Sub-Index nur leicht um 0,9 Punkte auf 113,9 Punkte. Die Dienstleister verzeichnen einen stärkeren Rückgang um 4,0 Punkte, stehen aber nach wie vor mit 126,6 Punkten auf einem sehr guten Level. Für das laufende Quartal erwarten beide Gruppen einen weiteren Wachstumsrückgang.

Erträge der Finanzinstitute entwickeln sich unerwarteterweise sehr positiv – Dienstleister hingegen verzeichnen einen deutlichen Rückgang

Die befragten Finanzinstitute können ihre Erträge nach der schwachen Entwicklung der letzten Quartale deutlich ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt unerwarteterweise um 8,0 Punkte auf 112,5 Punkte, im Vorjahresvergleich lag der Sub-Index noch bei 97,9 Punkten. Hingegen melden die Dienstleister einen Rückgang des Ertragswachstums um 5,5 Punkte, befinden sich aber nach wie vor mit 117,9 Punkten auf hohem Niveau. Beide Gruppen, besonders die Finanzinstitute, rechnen mit einem Rückgang für das laufende Quartal.

Deutlich abgeschwächter Stellenabbau bei den Finanzinstituten

Der Trend bei den Finanzinstituten, den Stellenabbau seit Beginn des Jahres zu begrenzen, hält weiter an. Der entsprechende Sub-Index Mitarbeiter steigt deutlich um 7,2 Punkte auf 97,6 Punkte, befindet sich somit aber immer noch unter der neutralen Grenze von 100 Punkten. Die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass sich der Stellenabbau wieder leicht erhöht. Hingegen stellen die Dienstleister nahezu unverändert Mitarbeiter ein. Der entsprechende Sub-Index sinkt um 0,1 Punkte auf 113,6 Punkte. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister optimistischer.

Investitionsvolumen weiterhin sehr positiv, kann sich jedoch nicht auf den zuvor erreichten Höchstständen halten

Trotz eines Wachstumsrückgangs befindet sich das Investitionsvolumen in Produkt- und Prozessinnovationen beider Gruppen nach wie vor auf einem guten Niveau. Der Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 2,6 Punkte auf 113,5 Punkte. Der Sub-Index der Dienstleister sinkt deutlicher um 6,1 Punkte auf 111,8 Punkte. Beide Gruppen rechnen für das laufende Quartal mit weiteren Rückgängen.

Allgemeine Methodik der Indexberechnung

Der CFS-Index basiert auf einer vierteljährlich durchgeführten Managementbefragung unter rund 400 Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland. Der Index fasst qualitative Angaben zu den Unternehmenskennzahlen „Umsätze bzw. Geschäftsvolumen“, „Ertragssituation“, „Mitarbeiteranzahl“ und „Investitionen“ bezüglich des gerade vergangenen Quartals („Performance“) und des aktuellen Quartals („Prognose“) zusammen. Konstruktionsbedingt beträgt der maximale Indexwert 150, der minimale 50; ein Wert von 100 signalisiert eine neutrale Stimmungslage. Bei der Umfrage handelt es sich um eine Panel-gestützte Erhebung bei Unternehmen und Institutionen der Finanzindustrie. Die Panelteilnehmer werden in die Sektoren „Finanzinstitute“ und „Dienstleister“ am Finanzplatz unterteilt, wobei die zweite Gruppe sehr weit gefasst ist.

Kurzprofil CFS

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten sowie Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

Frankfurt FinTech Report #2

Bleiben Sie mithilfe des FinTech Report bei den neusten Entwicklungen der Frankfurter FinTech Szene auf dem Laufenden!

Beginn des FinTech-Bachelors von Frankfurt School und FinTech Group AG

Die ersten Studierenden haben den in Europa bislang einmaligen Studiengang „Digital Innovation and FinTech“ begonnen. Das Studienprogramm wurde von der Frankfurt School of Finance & Management und der FinTech Group AG ins Leben gerufen. Momentan absolvieren die Studierenden ein Modul bei der FinTech Group, welches der Orientierung dienen soll. Im Verlaufe dieses Studienabschnitts arbeiten die Studierenden mit einem Mentor, welcher ihnen bei den Einblicken in die verschiedenen Abteilungen und Projekte zur Seite steht. Auf diese Weise gewinnen die Studierenden verschiedene Perspektiven auf die vielseitige FinTech Landschaft und deren Anwendungen.

Neue Mitgliedschaft für FinTechs

Frankfurt Main Finance hat eine neue Mitgliedschaftskategorie für FinTechs eingeführt. Als Teil der andauernden Bestrebungen die FinTech-Szene am Finanzplatz Frankfurt zu fördern, verfolgt FMF die Absicht, durch die neue Mitgliedschaft vielversprechende Start-ups aus ganz Deutschland mit der etablierten Finanz-Community in Kontakt zu bringen. Das erste FinTech-Mitglied ist die Peermatch Management GmbH. Lesen Sie mehr zur neuen Mitgliedschaftskategorie hier.

Between the Towers

Am 4. Oktober 2016 fand die monatliche Veranstaltung von main incubator, Between the Towers, an der Goethe Universität statt. In diesem Monat lag der Fokus der Veranstaltung auf der Blockchain Technologie. Die Hauptrede des Abends, „Umgang mit disruptiven Technologien: Ein Blockchain Praxisbericht“, hielten Philipp Harrschar und Daniel Scheu von Zühlke Engineering, auf welche eine Panel-Diskussion zum selben Thema folgte, die von Sven Koschinowski von der KPMG, Sponsor der Veranstaltung, moderiert wurde und an der Frank Brigge von der Commerzbank, Burkhard Blechschmidt von Cognizant, Johann Horch von niiio, Dr. Matthias Terlau von Osborne Clarke und Philipp Harrscharr teilnahmen. Bevor Networking und Gespräche den Abend ausklingen ließen, durften dann Quantoz, Berries, Diversifaktor und Blockchain Helix pitchen. Between the Towers findet jeden ersten Dienstag im Monat statt und ist eine der beliebtesten und meist besuchten FinTech-Veranstaltungen in Frankfurt.

Frankfurt Main Finance Cup

Frankfurt Main Finance Cup 2016 – Eintracht Frankfurt gegen Celta de Vigo

„Schwarz-weiß wie scheeee!“ so lautet das Motto der Frankfurter Eintracht zur traditionellen Saisoneröffnung in der Commerzbank-Arena. Am 14. August 2016 öffnen um 10 Uhr die Pforten zu einem Tag voller Spiel, Spaß und Spannung. Neben den vielen Attraktionen auf dem Stadiongelände steht um 15 Uhr der große Höhepunkt auf dem Programm. Dann nämlich spielt die Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt zum dritten Mal um den Frankfurt Main Finance Cup. Gegner ist in diesem Jahr mit dem spanischen Europa-League-Teilnehmer Real Club Celta de Vigo. Eröffnungsfeierlichkeiten und Eröffnungsspiel sind miteinander kombiniert und können mit derselben Eintrittskarte besucht werden.

Frankfurt Main Finance e.V. freut sich auch in diesem Jahr Partner des „Frankfurt Main Finance Cups“ zu sein und das zum dritten Mal in Folge. „In London beginnt jeder Montag mit der Spielanalyse vom Wochenende. Eintracht Frankfurt spielt daher eine große Rolle, wenn es darum geht den Bankern aus London zu zeigen, dass Frankfurt ein tolle Stadt ist. Und wer die Eintracht einmal erlebt hat, wird zum Fan. Und die werden hoffentlich bald noch mehr.“ kommentierte Hubertus Väth, der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. In den vergangen Jahren konnte der „Frankfurt Main Finance Cup“ mit den internationalen Gästen Inter Mailand und F.C. Tokyo die Zuschauer begeistern und zeigen, was die Mainmetropole zu bieten hat.

Ganz besonders freut sich Eintracht Frankfurt auf den attraktiven Gegner Celta Vigo. Das Team aus Galizien spielte eine sehr starke Saison und landete auf dem sechsten Tabellenplatz. Somit spielt die Mannschaft vom argentinischen Coach Eduardo Berizzo in der anstehenden Runde in der Europa-League. Einer der Stars der Celtiñas ist John Guidetti, der mit der schwedischen Nationalmannschaft in diesem Sommer an der Europameisterschaft in Frankreich teilgenommen hat.

Mehr zur Saisoneröffnung finden Sie auf der Seite von Eintracht Frankfurt.