Niels Tomm: Frankfurt als Schnittstelle zwischen Europa und China

Die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit ist nicht die Abschottung gegenüber anderen Volkswirtschaften, sondern die Kooperation. Dies gilt seit einigen Jahren verstärkt für internationale, auch interkontinentale Kooperationen in der Finanzindustrie: nicht nur bei Banken und Versicherungen, auch bei Finanzplätzen und Börsen. Weiterlesen

CRIF Bürgel Veranstaltungen: Innovations in Credit & Fraud

1 Woche – 10 Webinare – 100 Prozent Wissen: Unter diesem Motto findet in diesem Jahr das Event „Innovations in Credit & Fraud“ von CRIF Bürgel statt.

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DVFA Kommission Unternehmensanalyse: Wirecard – Anatomie eines Betrugs

Am Donnerstag, den 25. Juni 2020, meldete Wirecard als erstes Mitglied des Leitindex DAX Insolvenz an. Seither beschäftigt sich die Investmentgemeinde vor allem mit drei Fragen: Warum wurde der Wirecard-Betrug nicht früher aufgedeckt? War der Wirecard-Betrug vorzeitig erkennbar gewesen? Welche Lehren lassen sich aus dem Wirecard-Betrug ziehen? Weiterlesen

WHU: Virtuelle Campus Week für Controlling geht online

Der diesjährige WHU Campus for Controlling findet erstmals als reine online Veranstaltung in Kooperation mit dem Chartered Institute of Management Accountants (CIMA), dem Internationalen Controllerverein (ICV) und unserem Media-Partner, der WHU Controlling & Management Review, statt.

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Miteinander statt Wettbewerb – die Macher des Grüne Soße Festivals gehen neue Wege

Seit 13 Jahren begeistert das Grüne Soße Festival zahlreiche Menschen aus Frankfurt, der Rhein-Main Region und darüber hinaus. Es wird im Oktober kein 8-tägiges Festival mit jeweils 650 Personen in einem Festivalzelt auf dem Frankfurter Roßmarkt geben – das lässt die Pandemie nicht zu. Den Veranstaltern Maja Wolff und Torsten Müller ist klar, das Thema Wettbewerb passt in diesem Jahr nicht in die Zeit. Nun präsentieren sie unter dem Motto „Miteinander statt Wettbewerb“ eine kreative Alternative.


Die Grüne Soße Gala am 10. Oktober 2020 – Live-Stream in zahlreiche Restaurants und Locations in Frankfurt und Umgebung

Am 10. Oktober öffnet das Frankfurter Frischezentrum die Tore für die Grüne Soße Gala! Auf einer großen Bühne, die extra für diese Nacht aufgebaut wird, treffen sich die diesjährigen Festivalgrößen zu einer fulminanten Show rund um die Grüne Soße. Diese Show/Gala wird per Live-Stream in zahlreiche Restaurants und Locations übertragen. Es wird natürlich keinen Wettbewerb geben – aber es gibt überall Grüne Soße! So kann, trotz Abstandsregelung, das hessische Kultgericht gefeiert werden – an unterschiedlichen Orten und doch gemeinsam. Normalerweise kommen Gastronomie und Zuschauer zum Festival – in diesem Jahr geht das Festival nach draußen. Das Publikum kann sich über das Ticket-System für die einzelnen Veranstaltungsorte einbuchen. Zahlreiche Restaurants haben ihre Teilnahme zugesagt und damit schon fast 2.000 Plätze für potenzielle Zuschauer geschaffen!

Die Show

© Tim Wegner

Moderiert wird die Grüne Soße Gala von dem bekannten Festival-Trio Anton Le Goff, Timo Becker und der Hilde aus Bornheim. Begleitet werden sie in bewährter Form von ihrer Band „Andi und die Gartenzwerge“ – Andreas Neuwirth (Keyboard), Christoph Maurer (Schlagzeug), Klaus Bussalb (Bass), Gernot Dechert (Saxophon) und Christian Lauterbach (Gitarre). Gemeinsam mit Lizzy Aumeier, Bodo Bach, Bäppi La Belle, Woody Feldmann, Maddin Schneider, Tamika Campbell, Sabine Fischmann & Ali Neander wird die Grüne Soße Gala zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Die Grüne Soße Box – #WirBleibenZuhause

Für alle, die aufgrund des Corona Virus Bedenken haben, unter Menschen zu gehen, gibt es die ultimative Grüne Soße Box – in zwei Varianten. Gepackt mit allen Kräutern, Zutaten und einem Rezept für die Zubereitung der Grünen Soße, dazu Kartoffeln & Eier, wird die Grüne Soße Box ganz bequem direkt mit der Post nach Hause geliefert. Nun kann gemeinsam geschnibbelt und gehackt werden – so wird die Grüne Soße Gala zum eigenen Event daheim. Für alle, die keine Zeit oder keine Lust haben oder denen das Schnibbeln zu gefährlich ist, gibt es die Grüne Soße Box mit einer Fertigsoße direkt vom Erzeuger inklusive Kartoffeln und hartgekochten Eiern.

Die wichtigste Zutat für den Abend ist in beiden Varianten natürlich immer enthalten: der Link für den Livestream für die Grüne Soße Gala am 10. Oktober um 20.00 Uhr.


Der Spendenmarathon „Kräuter für Künstler“ – ab dem 22. August

Schon vor der Grüne Soße Gala startet am 22. August ein 7-wöchiger Spendenmarathon unter dem Motto „Kräuter für Künstler“. Frankfurt ist Skyline, Ebbelwoi und die Grüne Soße, die längst zum Kult-Gericht der Mainmetropole geworden ist. Ziel des Spendenmarathons ist es, die Leute daran zu erinnern, gerade in dieser Zeit die unverschuldet in Not geratene Kulturbranche zu unterstützen. Gespendet werden kann natürlich immer, ob beim Genießen einer Grünen Soße, beim Schnitzel oder einfach nur bei dem Gedanken an Grüne Soße – ganz unkompliziert, direkt über das Smartphone.

Ein Drittel der Spenden geht an die Initiative „Kulturzeiter*in“, durch die in Not geratene, einzelne Künstler*innen und Kulturschaffende aller Sparten in Frankfurt und der Rhein-Main Region unterstützt werden. Zwei Drittel der Spenden gehen an Theater, bei denen die öffentliche Förderung bestenfalls Mietkosten abdeckt
und die aufgrund der Corona-Situation nicht kostendeckend arbeiten können.

 

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite von Grüne Soße Festival GmbH.

Sponsoren der Veranstaltung sind unter anderem: Börse Frankfurt, Stadt Frankfurt am Main, Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Bain & Company: Virtueller Recruiting-Event BAINWORKS

Internationale Talente entwickeln Strategie zur Förderung nachhaltiger Verpackungen

Immer mehr Menschen möchten den eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten. Und auch bei Unternehmen steht Nachhaltigkeit inzwischen ganz oben auf der Agenda. Doch insbesondere im Lebensmittelsektor gibt es noch viel zu tun – dort nimmt die Menge an Plastikabfall seit Jahren zu. Im Rahmen des Recruiting-Events BAINWORKS der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company, der vom 16. bis 17. Oktober 2020 stattfindet und erstmals digital abgehalten wird, bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zwölf Ländern eine Fallstudie zum Thema „Ending plastic waste“. Angesprochen sind Universitätsstudierende ab dem vierten Semester, Promovierende aller Fachrichtungen sowie Young Professionals.

Ziel der Fallstudie ist es, für ein Non-Profit-Unternehmen eine Strategie zu entwickeln, die Investitionen in Recyclingtechnologien fördert.

„Um diese Aufgabe zu meistern, müssen die Kandidatinnen und Kandidaten aus klassischen Denkmustern ausbrechen“, erklärt Bain-Partner Nikolaus Zacher, zuständig für das Recruiting im deutschsprachigen Raum. „Denn die bestmöglichen Ergebnisse lassen sich nur dann erzielen, wenn Lösungsansätze inhaltlich überzeugen und in der Praxis umsetzbar sind. Das ist auch die Grundlage unserer Arbeitsweise als Unternehmensberatung.“

Bewerbungen noch bis zum 6. September 2020 möglich

Interaktive Workshopmodule helfen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nachhaltige Technologien zu identifizieren und zu bewerten und zugleich eine Strategie zur Plastikvermeidung zu entwerfen, die weltweit angewendet werden kann. Gefragt sind dabei nicht nur innovative Ideen und analytisches Denkvermögen, sondern auch die Fähigkeit, im Team zu arbeiten und die Ergebnisse angemessen zu präsentieren.

„Im Rahmen unseres Events können die Studierenden, Promovierenden und Young Professionals den Beratungsalltag hautnah erleben“, betont Claudia Kobler, Associate Partner und BAINWORKS-Mentorin. „Abgesehen von neuen Impulsen zum Thema Nachhaltigkeit erhalten die jungen Talente die Möglichkeit, Kompetenzen zu erwerben, die ihnen beruflich wie persönlich zugutekommen werden.“

Zudem steht dem internationalen Teilnehmerkreis ausreichend Zeit zur Verfügung, um sich mit den Bain-Consultants unterschiedlichster Fachbereiche austauschen und Kontakte knüpfen zu können.

Noch bis zum 6. September 2020 können sich Interessierte für die Onlineveranstaltung bewerben. Alle Informationen zum Programm, zum Bewerbungsprozess und zu den Ansprechpersonen gibt es unter: www.joinbain.de/bainworks.

 

Text & Bild: © 1996-2020 Bain & Company, Inc.

Fin.Connect.NRW: Konzept und Entwicklungsperspektive

Neue Impulse durch Fin.Connect.NRW und Bündelung der Interessen von Finanz- und Wirtschaftsakteuren

„Mit dem Restart nach Corona sowie mit der digitalen und nachhaltigen Transformation steht unsere Wirtschaft vor großen Herausforderungen. Innovation und Kooperation eröffnen Chancen und sind ein Schlüssel zur Bewältigung dieser Aufgaben. Mit Fin.Connect.NRW ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile.“ – Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE)

Das Konzept spiegelt die Dynamik und Dezentralität der Wirtschaft im Land

Nordrhein-Westfalen ist ein bedeutender Wirtschafts- und Finanzstandort in Deutschland und Europa mit innovativen und exportstarken Unternehmen und einer kreativen Gründerszene. Viele ausländische Unternehmen und auch internationale Banken haben sich in Nordrhein-Westfalen niedergelassen. Das Land ist ein führender Versicherungsstandort. Zudem punktet Nordrhein-Westfalen als wichtiger Wissenschaftsstandort: Neben einer hohen Anzahl an Hochschulen finden sich hier das Forschungszentrum Jülich, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie mehrere Max-Planck- und Fraunhofer-Institute.

Thematische Schwerpunkte: Restart nach Corona und Transformationsfinanzierung

Die Corona-Pandemie hat Nordrhein-Westfalen vor zusätzliche Herausforderungen gestellt. Nach der Phase des Lockdowns hat der Restart der Wirtschaft Priorität. Dabei gilt es nicht nur die konjunkturellen Folgen der Rezession abzumildern, sondern auch den langfristigen Wachstumspfad zu stärken. Der Corona-Schock hat die Eigenkapitalbasis von Unternehmen geschwächt. Um in Zukunftstechnologien investieren zu können, müssen viele Unternehmen ihre Eigenkapitalbasis stärken, bevor sie Kredite zur Finanzierung von neuen Investitionen nachfragen. Daher sind Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln, die den Unternehmen die Stärkung ihrer Bilanzen zeitnah ermöglichen.

Darüber hinaus sind Digitalisierung und Klimaschutz wichtige Megathemen unserer Zeit. Für Transformationsprozesse und Start-ups soll mehr Chancenkapital mobilisiert werden.

„Kluge Ideen, zukunftsträchtige Geschäftsmodelle und nachhaltig wirkende Investitionen sind das beste Mittel, um gerade in herausfordernden Zeiten neue Chancen für Unternehmen und Investoren gleichermaßen nutzbar zu machen.“ – Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Die Task Force Banken als Nucleus von Fin.Connect.NRW

In den Zeiten der Corona-Pandemie hat die Task Force Banken wichtige Impulse für das Krisenmanagement in Nordrhein-Westfalen gegeben. Sie besteht aus Vertretern des Bankenverbands, des Genossenschaftsverbands und der DZ Bank, des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands und des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe sowie der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank und der NRW.BANK. Die Task Force stand dabei in engem Austausch mit der IHK NRW, Handwerk.NRW, unternehmer.nrw und dem Handelsverband Nordrhein-Westfalen. Als erstes Ergebnis der Zusammenarbeit entstand das Arbeitspapier „Vorschläge der Kreditwirtschaft Nordrhein-Westfalen für die Wiederanlauf- und Folgephase der Corona-Pandemie“ vom 30.4.2020 mit gemeinsamen Einschätzungen und Handlungsempfehlungen zur Anpassung und Erweiterung der kreditwirtschaftlichen Fördermaßnahmen. Eine substanzielle Aktualisierung hat die Task Force Banken am 5.6.2020 veröffentlicht. Darin bewertet sie die aktuelle Lage im Hinblick auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung und das Strategiepapier „10 Impulse zur Stärkung von Konjunktur und Wachstum“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 22.5.2020 neu und formuliert zusätzliche Handlungsbedarfe.

Fin.Connect.NRW nutzt das entstandene Momentum

Jetzt ist die Zeit für eine neue Initiative: In der Kreditwirtschaft Nordrhein-Westfalens besteht der Wunsch, das durch das Krisenmanagement entstandene Momentum zu nutzen und zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen für das Land die Vernetzung innerhalb der Task Force Banken weiter zu stärken und sich auch mit anderen Akteuren zu vernetzen. Hier setzt Fin.Connect.NRW an: Damit soll eine Plattform geschaffen werden, die sich vor allem mit den Themen Neustart nach Corona und der Finanzierung der wirtschaftlichen Transformation befassen, Lösungsvorschläge erarbeiten und Projekte anstoßen soll.

Akteure von Fin.Connect.NRW

Herzlich eingeladen sind diejenigen, die mitwirken möchten. Das Wirtschaftsministerium geht zu Beginn von Fin.Connect.NRW voran, im weiteren Verlauf sollen die Partner aus der Finanzwirtschaft die Steuerung übernehmen. Die Task Force Banken bildet den Nucleus von Fin.Connect.NRW. Der Kreis von Fin.Connect.NRW lässt sich in Zukunft umfassend erweitern: um Vertreter der Versicherungswirtschaft, FinTechs und InsurTechs, Venture Capital Gesellschaften, der Börse, der Wissenschaft sowie um Vertreter der „Realwirtschaft“. Fin.Connect.NRW soll in der Anfangsphase insbesondere eine Plattform für die Beratung und Umsetzung von Vorschlägen aus dem 10-Impulse-Papier, den Arbeitspapieren der Kreditwirtschaft und des Konjunktur- und Zukunftspaket des Bundes sein. Zudem können die Experten aus Fin.Connect.NRW selbst wichtige Impulse setzen und Projekte initiieren. Durch die Förderung der Vernetzung aller Beteiligten lassen sich schnelle und gute Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen finden. Hierdurch bietet Fin.Connect.NRW einen Mehrwert für alle Beteiligten.

Homepage sowie Workshop zur Transformationsfinanzierung und zu Sustainable Finance

Eine Homepage für Fin.Connect.NRW, an der Wirtschaft und Wissenschaft großes Interesse zeigen, ist im Aufbau. Im Oktober 2020 richtet Fin.Connect.NRW einen Workshop zur Transformationsfinanzierung in Nordrhein-Westfalen mit dem Schwerpunktthema Sustainable Finance aus. Chancen in wachsenden Märkten sollen genutzt werden. Auch für andere Veranstaltungen kann die Dachmarke Fin.Connect.NRW genutzt werden. Eine stärkere Vernetzung soll die Transformationsfinanzierung besser unterstützen.

Das vollständige Kurzgutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft zum Konzept und den Entwicklungsperspektiven der Fin.Connect.NRW Initiative finden Sie auf der Website des Instituts oder hier als PDF zum Download.

 

Text: Dr. Markus Demary, Institut der Deutschen Wirtschaft, und H.-Joachim Plessentin, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Titelbild: Gerd Altmann/Pixabay

Börsenplatz – Der Podcast rund um die Finanzwelt: Folge #1 mit Hubertus Väth

In der ersten Podcast-Folge der Deutschen Börse spricht Sven Schumann, Senior Vice President Community Development bei der Deutschen Börse, mit Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance, über die Rolle der Banken in der aktuellen Wirtschaftskrise, den Brexit und die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt.

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Berlin gibt Startschuss für grüne Bundesanleihen

Debüt mit Zehnjähriger im September 2020 bis zu 11 Mrd. Euro Volumen

Die grünen Bundesanleihen werden in Kürze das Licht der Welt erblicken: Die Debüt-Emission soll bereits im September als Zwillingsanleihe mit einem Mindestvolumen von 4 Mrd. Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren erfolgen, kündigte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies vor der Presse in Berlin an. Dem Vernehmen nach kann dies sogar sehr kurzfristig sein. Die Anleihe kommt über ein Bankensyndikat an den Markt. Im vierten Quartal soll es ein weiteres grünes Bundespapier geben. Geplant ist eine fünfjährige Fälligkeit. Kukies zufolge wird der Bund damit in diesem Jahr bis zu 11 Mrd. Euro über grüne Bunds emittieren können.

,,Der Bund wird von nun an jedes Jahr grüne Bundeswertpapiere emittieren‘‘, kündigte Kukies an. ,,Damit setzen wir einen starken Impuls zur Stärkung des Sustainable-Finance-Marktes.‘‘

Dem geplanten Emissionsvolumen können dem Staatssekretär zufolge tatsächliche grüne Ausgaben aus dem Bundeshaushalt 2019 von bis zu 12,7 Mrd. Euro zugeordnet werden. Kukies nannte die Bereiche Verkehr, Umwelt, Internationale Zusammenarbeit, Forschung, Energie und Industrie sowie Forstwirtschaft, Naturlandschaft und Biologische Vielfalt. Dies biete Sicherheit für die Investoren: ,,Da ist auch grün drin‘‘, unterstrich er.

Die neuen grünen Bundeswertpapiere werden nach Angaben der Finanzagentur stets mit den identischen Merkmalen eines bestehenden konventionellen Bundeswertpapieres ausgestattet (d. h. gleiche Laufzeit und gleicher Kupon). Mit dem Konzept dieser Zwillingsanleihen verfolgt der Bund das Ziel, für Standardlaufzeiten der konventionellen Kurve grüne Zwillinge zu begeben und einen Mehrwert für den Sustainable-Finance-Markt in Europa zu schaffen. So kann der Bund in Zukunft Investoren verschiedene Laufzeiten anbieten und perspektivisch mit einer grünen Euro-Zinsbenchmark einen zusätzlichen Mehrwert für den Sustainable- Finance-Markt schaffen.

,,Das Zwillingskonzept bietet die Chance, grüne Anleihen aus der Nische zu holen, da einem breiten Investorenkreis die Möglichkeit zum Engagement im grünen Anleihemarkt gegeben wird‘‘, sagte Tammo Diemer Co-Geschäftsführer der Deutschen Finanzagentur.

 

Quelle: Börsen-Zeitung, 25. August 2020, Kai Johannsen, Angela Wefers, © Alle Rechte vorbehalten.

Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Robert Restani, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, geht am 31. August 2020 in den Ruhestand

Wie bereits zu Jahresbeginn angekündigt, beendet Robert Restani seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse zum 31. August 2020 und geht in den Ruhestand. Als seinen Nachfolger hatte der Verwaltungsrat der Frankfurter Sparkasse im Januar Dr. Ingo Wiedemeier bestellt, der seine neue Tätigkeit am 1. September 2020 aufnimmt.

Thomas Groß, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Frankfurter Sparkasse, betont: „Wir danken Herrn Restani für sein großes Engagement. In einer herausfordernden Zeit hat er die Frankfurter Sparkasse weiter gestärkt und für die nächsten Jahre fit gemacht. Herr Restani hat die Sparkasse mit ruhiger Hand durch die bisherige Niedrigzinsphase geführt und die Digitalisierung vorangetrieben. Wir wünschen ihm für seine Zukunft und den neuen Lebensabschnitt alles Gute.“ Zu Restanis Nachfolger Wiedemeier ergänzt Groß: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche Herrn Dr. Wiedemeier viel Erfolg in seiner neuen Funktion.“

Robert Restani, 63 Jahre alt, war seit November 2015 Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse. Er verfügt über rund 38 Jahre Erfahrung in Kreditinstituten, unter anderem als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau, als Vorstandsmitglied bei der Taunus Sparkasse sowie als stellvertretendes Vorstandsmitglied bei der WestLB AG. Der Diplomkaufmann und gebürtige Duisburger begann seine berufliche Laufbahn als Trainee bei der Deutschen Bank, wo er zwischen 1982 und 1999 unterschiedliche Funktionen ausübte.

Dr. Ingo Wiedemeier, 49 Jahre alt, war seit 1999 in der Sparkasse Hanau tätig; unter anderem als Direktor für die Bereiche Kreditportfoliomanagement/Zentrale Kreditabteilung und Vorstandssekretariat sowie als Direktor für den Stabs- und Marktfolgebereich Aktivgeschäft. Im Jahr 2004 rückte er als Marktfolge-Vorstand in den Vorstand auf. 2015 wurde er zum Vorstands-vorsitzenden der Sparkasse Hanau bestellt. Seit 2012 ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Finanz Informatik und seit 2016 stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsrat der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Seine Ausbildung absolvierte er bei der Sparkasse Höxter, bevor er nach Studium und Promotion nach Hanau kam.

 

Text und Bild: Julia Droege-Knaup und Salome Roessler/Frankfurter Sparkasse