Financial Centre Report

Building Bridges – Frankfurt and Europe after Brexit. Der neue Standortbericht von Frankfurt Main Finance

Building Bridges – Frankfurt and Europe after Brexit, so lautet der Titel des aktuellen Finanzstandortberichts von Frankfurt Main Finance. Die ausschließlich in englischer Sprache verfügbare Publikation, widmet sich in ihrem ersten Teil den Facetten des Finanzplatzes. Gestaltet wie ein Magazin präsentiert sich die Mainmetropole aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt in lesefreundlicher Weise, was diese Stadt stark macht, welche Besonderheiten sie auszeichnen.

Der zweite Teil des Berichts, „Insights“, analysiert detailliert und kenntnisreich volkswirtschaftliche Fragen und wirft einen kritischen Blick auf die Chancen, die sich dem Finanzplatz nach dem britischen Brexit-Votum bieten.

Den Auftakt zum Standortbericht macht ein Grußwort des Hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir, der bereits die Hauptthemen intoniert. Der Minister erinnert an den Aufstieg Frankfurts zum wichtigsten Finanzzentrum in Kontinentaleuropa. Er weist auf die Vielzahl von Herausforderung hin, der sich die Finanzindustrie heute ausgesetzt sieht. Zu denken sei etwa an die Digitalisierung, die die Branche fordert, sich neu zu erfinden und neu aufzustellen. Die lebhafte FinTech-Szene in der Rhein-Main-Region sei eine Art, die Herausforderungen anzunehmen und offensiv anzugehen.

Die zweite Herausforderung dieser Tage sei es, die Neuausrichtung der europäischen Finanzbranche in der Folge des Brexit zu bewältigen und zukunftsorientiert damit umzugehen. „Building Bridges“, der Titel des Standortberichts hat hier seinen Ursprung. Der Bericht zeigt, wie Frankfurt und die Rhein-Main-Region aus einer kooperativen Grundhaltung heraus dazu beitragen, die europäische Finanzordnung zukunftstauglich zu machen und ihre Leistungsfähigkeit für die Realwirtschaft auch weiterhin sicher zu stellen.

Der vorliegende Bericht von Frankfurt Main Finance wirft Schlaglichter auf den Finanzstandort Frankfurt und eröffnet Einsichten, die in ihrer Gesamtheit ein ebenso eindrucksvolles wie stimmiges Bild ergeben. Nach den launigen und einfühlsamen Seiten des ersten Teils, gibt der zweite Teil klarer, faktenbasierter Analyse Raum. Thematisch bleibt der Blick auf die gleichen Fragen gerichtet, die schon im Magazinteil verhandelt wurden: Was bedeutet der Brexit für Frankfurt, wie ist es um das Verhältnis von Realwirtschaft und Banken bestellt, wie ist es um die ökonomisch so bedeutende Langfrist-Finanzierung bestellt und wie verhält sich die deutsche Wirtschaft zum Brexit?

Frankfurt Main Finance freut sich über sein neues Mitglied Oliver Wyman GmbH

Die Strategieberatung Oliver Wyman wird neues Fördermitglied von Frankfurt Main Finance. Insgesamt engagieren sich nun fast 50 Mitglieder für den Finanzplatz Frankfurt. Mit ihrer Mitgliedschaft unterstreichen alle Vertreter ihre Verbundenheit mit Frankfurt und engagieren sich für dessen nationale und internationale Bedeutung.

„Wir freuen uns, Oliver Wyman GmbH als Fördermitglied begrüßen zu dürfen. Denn Oliver Wyman hat sich bereits seit längerer Zeit durch sein Engagement um den Finanzplatz Frankfurt verdient gemacht“, erklärt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance. So unterstütze die Strategieberatung die FintechGermany Awards 2017 als Sponsor. Außerdem war Matthias Hübner, Partner Oliver Wyman in Frankfurt, als Juror bei der Preisverleihung tätig.

Oliver Wyman ist eine der weltweit führenden Managementberatungen mit 4.500 Mitarbeitern in über 50 Büros in rund 30 Ländern. Das Unternehmen verbindet ausgeprägte Branchenspezialisierung mit hoher Methodenkompetenz in den Bereichen Strategieentwicklung, Prozessdesign, Risikomanagement und Organisationsberatung. Außerdem veröffentlicht Oliver Wyman regelmäßig Studien, White Paper etc. und realisiert in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern Forschungsprojekte zu Zukunftsthemen.

„In diesen unsicheren Zeiten werden für Deutschland der Erhalt und die Weiterentwicklung eines starken Finanzplatzes weiter an Bedeutung gewinnen. Als eine der führenden Strategieberatung im deutschen Markt ist es Oliver Wyman eine große Ehre und ein wichtiges Anliegen, Frankfurt Main Finance mit unserer Erfahrung und unserer Expertise im Finanzbereich zu unterstützen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, so Matthias Hübner, Partner und Fintech-Experte bei Oliver Wyman, über die Kooperation mit Frankfurt Main Finance.

Brexit Negotiations

Frankfurt Main Finance hofft auf konstruktive Brexit Verhandlungen

Mit der formellen Austrittserklärung der britischen Regierung tritt der Brexit nun in eine neue und entscheidende Phase. Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V, sagt: „Der Beginn der Austrittsverhandlungen der Europäischen Union mit dem Vereinigten Königreich steht nun unmittelbar bevor. Damit betreten die Verhandlungspartner Neuland. Wir halten es für wichtig, die Maxime zu beherzigen: Stabilität des Finanzsystems kommt vor dem Einzelinteresse. Beide Seiten werden die Balance finden müssen, einen ungeordneten Bruch zu vermeiden und zugleich die Attraktivität der Mitgliedschaft in der EU erkennbar zu belassen.“

Frankfurt Main Finance bedauert auch weiterhin den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und rechnet mit dem Wegfall der Rechte unter dem Passporting. „Der Finanzplatz Frankfurt ist hervorragend aufgestellt, um eine Brückenfunktion für London in die EU zu übernehmen. Als Standort der Europäischen Zentralbank, der europäischen Versicherungsaufsicht, der größten europäischen Börse und dem größten Internet-Knoten für Datentransfer bietet Frankfurt die beste Infrastruktur für europaweit tätige Kreditinstitute und Finanzdienstleister. Mit dem TechQuartier und dem dynamischen, wachsenden Fintech-Ökosystem ist Frankfurt von der Bundesregierung auch als Digital Hub für die Finanzindustrie ausgezeichnet worden. Deshalb rechnen wir weiterhin mit einer Verlagerung von rund 10.000 Arbeitsplätzen über die kommenden Jahre“, sagt Geschäftsführer Väth weiter.

Ansprechpartner für Presseanfragen:
Dr. Ralf Witzler
Frankfurt Main Finance e.V.
Telefon 069 94 41 80 – 50
ralf.witzler[at]fmfinance.de

Holland Fintech und Frankfurt Main Finance e.V. setzten die erfolgreiche Zusammenarbeit fort

Nach dem erfolgreichen Start in Amsterdam setzen Holland Fintech und Frankfurt Main Finance e.V. am 25. November ihr Joint FinTech Matchmaking fort. Für Finanzdienstleistungs-Technologie-Unternehmen ist der Zugang zu ausländischen Märkten von erheblicher Bedeutung. Frankfurt agiert hier als Tor für deutsche FinTechs in die globale Finanzwelt. Das zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zur deutschen FinTech-Branche die belegen, wie schnell Deutschland international und Frankfurt national aufholen.

Im Hinblick auf den FinTech-Standort Frankfurt und die gesamte Region Frankfurt Rhein-Main gibt es inzwischen ein überaus positives Klima für FinTechs. Mit dem Start des Akzelerator Frankfurt, der Eröffnung des TechQuartiers, der Benennung Frankfurts als einen von fünf deutschen Digital Hubs und der Verleihung der FinTechGermany Awards – GoldenGarage hat der Standort eindrucksvoll seine Innovationskraft unter Beweis gestellt. Es war zudem mit Quantoz N.V. ein niederländisches Unternehmen das den Award für Foreign new entrant to Germany gewann. Die Nähe zu Banken und Regulatoren erweist sich als Stärke des Standortes Frankfurt. Amsterdam gilt als einer der agilsten Standorte, an dem früh Innovationen angenommen werden. Als Sponsor für die Veranstaltung konnte die ING DiBa und als Supporter die Hessen Trade & Invest GmbH gewonnen werden.

„Innovationen entstehen, wo die Besten und Kreativsten zusammenkommen und voneinander lernen. Daher unterstützen wir sehr gerne die Veranstaltung und freuen und auf den Austausch“, so Željko Kaurin, Mitglied des Vorstands der ING-DiBa.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: “Viele deutsche FinTech-Unternehmen haben inzwischen ihre Geschäftsmodelle in Deutschland erfolgreich etabliert und stehen vor dem Schritt ins Ausland. Seitens Frankfurt Main Finance unterstützen wir dies auf Basis unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaften mit führenden internationalen Finanzzentren, und positionieren uns dabei auch als hochattraktiver Standort für ausländische FinTech-Unternehmen. Matchmaking-Veranstaltungen wie diese sind dabei eines der Formate, auf die wir setzen.“

About Holland FinTech

Holland FinTech brings together people and organisations, who believe that creating a level playing field in the financial ecosystem will drive innovation. And that connecting mature players to innovative start-ups across borders, will accelerate financial innovation to its full potential. Leaning on the strengths and strategic position of the Netherlands towards continental Europe, Holland FinTech will is building a technology based market place in global financial innovation.

 

About Frankfurt Main Finance e.V.

Frankfurt Main Finance is the Financial Centre initiative for Frankfurt am Main, the leading financial centre in Germany and the euro zone. The initiative has more than 40 members including the State of Hesse, the cities of Frankfurt and Eschborn, and dozens of prominent actors in the finance sector. Frankfurt Rhine-Main region offers young FinTechs attractive working and living conditions. The proximity to the established banks is also advantageous for these young start-ups.

FinTechGermany Awards – and the Golden Garage goes to….

Business Angels FrankfurtRheinMain, WM-Gruppe und Frankfurt Main Finance prämieren beste FinTechs, InsurTechs und RegTechs

Mit einem neuen Konzept und an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort fand am gestrigen Abend die diesjährige Preisverleihung der FinTechGermany Awards statt.

Mit dem führenden Gründerpreis auf Investorenseite zeichnet der Finanzplatz Frankfurt damit die erfolgversprechendsten FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen nicht einfach nur aus, sondern setzte ein Ausrufezeichen. Außergewöhnlich machten die Preisverleihung in diesem Jahr neben hochrangigen Entscheidern und kreativen FinTechs die Gestaltung der Preise selbst und die überraschende Location sowie deren Ausgestaltung. Alles stand im Zeichen der Golden Garage.

Mit der Idee, den Veranstaltungsort komplett in eine goldene Garage zu verwandeln und mit der Golden Garage eine ganz neue Form von Award zu schaffen, ist es gelungen die Idee der FinTechs zu versinnbildlichen. Mit diesem Preis konnte ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass der Finanzplatz Frankfurt diese Unternehmen und ihre Schaffenskraft unterstützt und wertschätzt.

Die Golden Garage wurden von Dr. Jens Zinke (Geschäftsführer Börsen-Zeitung), Dr. Lutz Raettig (Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.) und Andreas Lukic (Vorsitzender, BA-FRM e.V. und Jury-Vorsitzender) verliehen. Die Preisverleihung des FinTechGermany Awards erfolgt im Rahmen der Eröffnung des Tech Quartiers, des neuen FinTech-Zentrums in Frankfurt, am 17. November 2016. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Finanz-, Regulierungs-, Kapitalmarkt- und Fintech-Experten wählte Preisträger in den Kategorien Early Stage, Late Stage, Growth Stage und Foreign new entrant to Germany. Diese überzeugen durch besonders hohes Potenzial sowie durch besonders werthaltige, erfolgreiche oder zukunftsversprechende Geschäftsmodelle. Mit dem Hauptsponsor, der Deutschen Börse und weiteren renommierten Unternehmen und Institutionen wie Ernst & Young, Baker & McKenzie und der IHK  Frankfurt am Main konnte ein breites Feld von Unterstützern gewonnen werden.

Der Gründerpreis soll den Startups Zugang und Visibilität im Investorenumfeld von der Gründung bis zum Börsengang oder Verkauf sowie relevante Rückmeldung zu deren Werthaltigkeit geben.

Die Preisträger in den einzelnen Kategorien sind:

Seed-/Early Stage: Scalable Capital

Scalable Capital ist eine Unternehmensgruppe, die zwei unabhängigen Finanzdienstleister im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung in Deutschland und England umfasst.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass wir nicht nur den Nerv smarter Privatanleger treffen, sondern auch Branchenexperten von dem Potenzial und der Werthaltigkeit unserer Technologie und unseres Geschäftsmodells überzeugen“, so Erik Podzuweit, Mitgründer und Co-Geschäftsführer von Scalable Capital.

Late Stage: CRX Markets

CRX Markets ist ein unabhängiger Marktplatz für Asset-Based Finance-Lösungen und verbindet Käufer, Lieferanten, Banken und Institutionelle Investoren.
„Preisträger des FinTechGermany Awards zu sein sehen wir als Bestätigung unserer harten Arbeit in den letzten Jahren und als Dank an unsere Kunden auf der Unternehmens- und Bankenseite für das Vertrauen in CRX. In den kommenden Jahren wollen wir CRX als hollistische Liquiditätsplattform für die Finanzierung kurzlaufender Assets bei Kunden positionieren. In der Zusammenarbeit mit Banken, Asset Managern und Family Offices möchten wir Unternehmen eine tiefe Liquidität in allen Produktklassen zur Verfügung stellen, um die kurzfristige Unternehmensfinanzierung transparent und wettbewerbsorientiert abzubilden,“ so Moritz von der Linden, CEO der CRX Markets AG.

Growth Stage: WebID Solutions

Die WebID Solutions GmbH ist als Kopf der WebID-Solutions-Gruppe der europaweit führende Anbieter für rechtskonforme Online-Vertragsabschluss- und Identifikationsprodukte und weltweiter Pionier im Segment der GwG-konformen
Face2Face-Online-Identifikation.
„Wir fühlen uns in unserer Arbeit und unserer internationalen Wachstumsstrategie der WebID durch diese Auszeichnung bestärkt. Direkt aus Frankfurt werden wir in 2017 unsere Expansion zusammen mit den zahlreichen WebID-Partnern fortsetzen,“ kommentierte Frank S. Jorga, Geschäftsführer / Co-CEO der WebID Solutions GmbH.

Foreign new entrant to Germany: Quantoz N.V.

Quantoz ist ein niederländisches Technologieunternehmen. Quantoz N.V. betreut offene, dezentrale Konzepte mit pragmatischen Lösungen. Dazu erstellen und implementieren sie Blockchain-basierte Applikationen.
„Deutschland ist für Quantoz seit Beginn der attraktivste Markt und Frankfurt der präferierte Standort. Mit unserer Software können Banken Ihre Geschäftskunden besser bei der finanziellen Abwicklung von Prozessen in Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung der Industrie unterstützen,“ sagte Henri de Jong, Co-Geschäftsführer von Quantoz N.V.

Für den Finanzplatz Frankfurt ist der Preis eine perfekte Ergänzung der FinTech-Landschaft. Mit dem Dialog-Forum Fintech, als Gründungsmitglied der internationalen Global FinTech Hubs Federation und mit vielen weiteren Aktivitäten liefert der FinTechGermany Award – Golden Garage die perfekte Möglichkeit zu zeigen, welch hervorragende und innovative Unternehmen es gibt.

FinTechGermany Award

Fin-Tech-Standort Deutschland auf der Überholspur

Fin-Tech-Standort Deutschland auf der Überholspur

  • In den ersten neun Monaten wurden in Deutschland 421 Millionen US-Dollar in FinTech-Unternehmen investiert
  • Im Risikokapital überholt Deutschland innerhalb Europas Großbritannien und zählt mehr als 300 FinTech-Unternehmen
  • FinTechs in Asien und USA erhalten die meisten Risikokapitalinvestitionen – Europa mit Abstand auf Platz drei
  • Region Rhein-Main-Neckar holt gegenüber Berlin auf – Zahl der FinTech-Unternehmen stieg in ersten 10 Monaten 2016 um 45 Prozent
  • Eröffnung Tech-Quartier als bislang größtes der Fintech-Zentren in Frankfurt am 17. November

 

Frankfurt, 11.11.2016 Der deutsche FinTech-Sektor hat im laufenden Jahr noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen: Die Zahl der jungen Technologie-Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen (FinTech) stieg in den ersten zehn Monaten um 55 auf 305 und damit um 22 Prozent. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Finanzierungsrunden in die FinTechs hierzulande von 35 im Vorjahr auf 51 alleine in den ersten neun Monaten. Nur in Großbritannien wurden mehr Deals in Europa abgeschlossen. Allerdings bleiben die 104 Deals dort in den ersten neun Monaten noch hinter der Zahl von 118 Deals im Gesamtjahr 2015 zurück.

Beim Volumen an Risikokapital hat Deutschland Großbritannien sogar erstmals überholt, allerdings scheint das hohe Volumen des Vorjahres 2016 nicht erreicht zu werden. In den ersten neun Monaten wurden bereits 421 Millionen US-Dollar hierzulande investiert und damit mehr als in Großbritannien (375 Millionen US-Dollar). Europaweit liegen die beiden Länder damit deutlich an der Spitze. Auf Platz drei folgt derzeit Frankreich mit einem Volumen von 70 Millionen US-Dollar. Im Gesamtjahr 2015 lag Großbritannien noch wie in den Vorjahren deutlich vor Deutschland mit einem Volumen von 917 Millionen US-Dollar. In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum 811 Millionen US-Dollar investiert.

Vor allem die beiden Regionen Berlin und Rhein-Main-Neckar bauen innerhalb Deutschlands ihren Status als FinTech-Hotspots aus: In Berlin lassen sich aktuell 87 Unternehmen und in der Rhein-Main-Neckar-Region 81 Unternehmen finden, die im FinTech-Sektor aktiv sind. Dabei wächst die Rhein-Main-Neckar-Region deutlich schneller und hat seit der letzten Befragung im März um 25 neu identifizierte Unternehmen beziehungsweise 45 Prozent zugelegt. In Berlin kamen im selben Zeitraum 17 Unternehmen neu hinzu, das entspricht einem Wachstum von 24 Prozent. München als dritter wichtiger Standort konnte nur um zwei Unternehmen zulegen und zählt derzeit 36 FinTechs.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die zusammen mit Frankfurt Main Finance die deutsche FinTech-Branche bereits zum dritten Mal untersucht hat und Möglichkeiten für eine weitere Förderung aufzeigt.

„Die FinTech-Branche in Deutschland ist sehr lebendig und sehr dynamisch“, beobachtet Jan-Erik Behrens, einer der Autoren der Studie und Executive Director bei EY. „FinTech-Standort der Stunde ist die Rhein-Main-Neckar-Region, die deutlich überdurchschnittlich wächst und beinahe schon zu Berlin aufgeschlossen hat. Die Strahlkraft des Finanzplatzes reicht weit über die Stadtgrenzen von Frankfurt hinaus.“

Im internationalen Vergleich habe Deutschland eine beeindruckende Entwicklung gezeigt, so Christopher Schmitz, Mit-Autor und Partner bei EY: „Die deutsche FinTech-Branche boomt und kann erstmals sogar Großbritannien hinter sich lassen. Klar ist, dass Deutschland und insbesondere die Region um Frankfurt zukünftig eine noch größere Rolle spielen wird, wenn das neue Frankfurter FinTech-Zentrum „Tech-Quartier“ in dieser Woche eröffnet.“

Bei der Versorgung mit Risikokapital steht Europa nach Asien und Nordamerika nur auf Platz drei

Im internationalen Vergleich steckt die Versorgung der FinTechs mit Risikokapital in Europa allerdings noch in den Kinderschuhen. Während in Europa in den ersten neun Monaten insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar investiert wurden, konnten FinTechs in Asien 10,3 Milliarden US-Dollar auf sich vereinen und die in Nordamerika 5,2 Milliarden US-Dollar. Bei der Zahl der Finanzierungsrunden liegt Europa mit 308 allerdings auf dem zweiten Platz hinter Nordamerika mit 640 Deals und noch vor Asien mit 238 Deals.

„Die Zahl der Finanzierungsrunden in Europa ist in den vergangenen Jahren vor allem auch dank der dynamischen Entwicklung in Deutschland nach oben gegangen. Das zeigt, dass die FinTech-Branche in der Breite hier gut aufgestellt ist und Investoren anziehen kann. Es fehlen aber teilweise noch die Ideen mit großer Reichweite, die ähnlich hohe Risikokapitalsummen auf sich vereinen können wie in Asien oder Nordamerika“, sagt Schmitz.

Die größten Segmente innerhalb des FinTech-Sektors bleiben hierzulande der Bank- und Kreditbereich, der alleine mit 73 Unternehmen knapp ein Viertel aller FinTech-Unternehmen in Deutschland auf sich vereint. 59 Unternehmen beziehungsweise 19 Prozent sind im Payments-Bereich unterwegs, also beim Bezahlen per Internet oder über mobile Geräte. Als die nächsten großen Bereiche haben sich mit 50 beziehungsweise 44 Unternehmen die Prozess- und Technologieunternehmen, also Hersteller von Finanz- und Prozesssteuerungssoftware, sowie das Segment InvesTech etablieren können. Letzteres beinhaltet z. B. Portfoliomanagement und Anlage-Plattformen an.

Diese Bereiche entwickeln sich auch am dynamischsten mit den meisten neuen Unternehmen in den ersten zehn Monaten. An der Spitze steht der Bereich von Prozess-und Technologieunternehmen (18 neue Unternehmen), gefolgt von Bank- und Kreditservices (14) und Payment (13).

Standort Frankfurt Rhein-Main bekommt von Akteuren gute Wertung – es hapert aber noch an der Finanzierung

Die Region Frankfurt Rhein-Main tut derzeit sehr viel dafür, ein positives Klima für FinTechs zu erschaffen. Zahlreiche Inkubatoren, Acceleratoren, Investorentreffen und Vernetzungsinitiativen wurden in den vergangenen Jahren ins Leben gerufen und hinterlassen bereits ihre Spuren: Auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten Repräsentanten von FinTech-Initiativen in der Region den Fortschritt als FinTech-Hub mit einer 3,7.

Allerdings hapert es vor allem noch an der Finanzierung, die von allen Befragten als wichtigster Punkt gesehen wird. „Internationale Investoren konzentrieren sich vor allem auf London oder Berlin“, stellt Behrens fest. „Deshalb muss die FinTech-Community weiter an ihrer internationalen Sichtbarkeit arbeiten, um auch Gelder aus dem Ausland anzuziehen.“

Mit Blick auf die Studie erklärte Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V.: „Die Studie verdeutlicht, dass Deutschland aufholt und Frankfurt und die Region Rhein-Main-Neckar dabei weiterhin der entscheidende Motor sind. Zudem wird deutlich, dass gerade die von Frankfurt Main Finance initiierten Partnerschaften mit Asien, wie unter anderem die Kooperationen mit China und Korea, sich als richtig erwiesen haben. Dies belegt auch die jüngste, erfolgreiche Reise des stellvertretenden hessischen Ministerpräsidenten, Tarek Al-Wazir, nach Japan und Korea“.

Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main soll Branchen unterstützen – Neues FinTech-Zentrum eröffnet am 17. November

Ein wichtiger Baustein für den FinTech-Hub ist das Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main, in dem sich auf Initiative von Frankfurt Main Finance und unterstützt von EY nicht nur rund 50 öffentliche und privatwirtschaftliche Institutionen, sondern auch zahlreiche FinTech-Unternehmen zusammengefunden haben. Sie eint das Ziel, ein attraktives und nachhaltig erfolgreiches FinTech-Ökosystem in der Region zu etablieren und zu sehen, wer was dazu beitragen kann.

Unter der Führung von Tarek Al-Wazir, dem Hessischen Minister für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Landesentwicklung sowie Präsidiumsmitglied von Frankfurt Main Finance hat das Land Hessen außerdem den Aufbau eines unabhängigen und unternehmensübergreifenden FinTech-Zentrums in Frankfurt initiiert. Das „Tech-Quartier““ wird an diesem Donnerstag, 17. November, feierlich eröffnet. Aktiv unterstützt wird das Vorhaben auch durch die Stadt Frankfurt, und im Rhein-Main-Neckar Gebiet ansässige Universitäten sowie am Standort ansässige Finanzdienstleister und Beratungsunternehmen.

Die gesamte Studie finden Sie hier: http://www.ey.com/de/de/newsroom/news-releases/ey-20161117-fintech-standort-deutschland-auf-der-ueberholspur

Brexit Frankfurt Finance Summit

Die Zeit ist reif für Entscheidungen – Frankfurt Main Finance auf dem FT Banking Summit 2016

Auf dem heutigen FT Banking Summit erklärte Hubertus Väth, der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V.: „Jetzt ist die Zeit für Entscheidungen gekommen. London wird zwar Europas wichtigstes Finanzzentrum bleiben, aber Frankfurt ist in der Pole Position, wenn es um Verlagerungen in die Eurozone geht. Gerade für die Banken stehen langfristige Verhandlungen mit den Regulatoren an, bevor sie einzelne Geschäftsbereiche verlagern können. Daher müssen Sie langfristig planen. Für uns steht daher fest: Die zentralen Entscheidungen stehen jetzt an!“

Gemeinsam mit der FrankfurtRheinMain GmbH und der Wirtschaftsförderung Frankfurt nutzt die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. die renommierte Veranstaltung in London, um vor Ort erneut zu bestärken, dass der Finanzplatz Frankfurt hervorragend aufgestellt ist. Der gemeinsame Auftritt ist bewusst konstruktiv und lösungsorientiert gestaltet, um zu zeigen, dass Frankfurt alle Chancen hat, eine Brückenfunktion für London zu übernehmen.

FinTechGermany Award

FinTechGermany Award prämiert beste FinTechs, InsurTechs und RegTechs

Business Angels FrankfurtRheinMain und Frankfurt Main Finance verleihen in diesem Jahr, erstmalig mit der WM Gruppe (Börsen-Zeitung) am 17. November 2016 den FinTechGermany Award. Mit dem führenden Gründerpreis auf Investorenseite zeichnet der Finanzplatz Frankfurt die erfolgversprechendsten FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen in den folgenden Kategorien aus:

  • Seed-/Early Stage
  • Late Stage
  • Growth Stage
  • Foreign new entrant to Germany.

Die ersten drei Kategorien sind bewusst nicht auf deutsche FinTech-Unternehmen beschränkt.

Die Preisverleihung des FinTechGermany Awards erfolgt im Rahmen der Eröffnung des Tech Quartiers, des neuen FinTech-Zentrums in Frankfurt am 17. November 2016 um 17.30 Uhr. Hauptsponsor ist die Deutsche Börse. Zudem konnten mit renommierten Unternehmen und Institutionen wie EY, Baker & McKenzie und der IHK Frankfurt am Main weitere zentrale Sponsoren gewonnen werden.

Die hochrangig besetzte Jury vergibt die Preise an FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen, welche ein besonders hohes Potential haben und welche durch besonders werthaltige erfolgreiche oder zukunftsversprechende Geschäftsmodelle überzeugen. Die drei wichtigsten Kriterien sind: Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit. Die jährliche Verleihung des FinTechGermany Awards hat das Ziel, die FinTech-Gemeinschaft sowie insbesondere deren Finanzierung zu fördern.  Der Gründerpreis soll den Startups Zugang und Visibilität im Investorenumfeld von der Gründung bis zum Börsengang oder Verkauf sowie relevante Rückmeldung zu deren Werthaltigkeit geben.

Hauke Stars, im Vorstand der Deutsche Börse AG für den Bereich Cash Market, Pre-IPO und Growth Financing verantwortlich, sagte: „Wir wollen dazu beitragen, dass Frankfurt der führende deutsche FinTech-Standort wird. Dafür ist es entscheidend, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten und eine Community aufbauen, die FinTechs anzieht und die es allen Akteuren ermöglicht, voneinander zu profitieren. Der FinTechGermany-Award gibt diesem Bestreben hohe Visibilität.“

Im Hinblick auf den FinTech-Standort Frankfurt begrüßt Jury-Mitglied und Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., Dr. Lutz Raettig die Ausschreibung des Preises: „Für den Finanzplatz Frankfurt ist der Preis eine perfekte Ergänzung der FinTech-Landschaft. Auch das neue FinTech-Zentrum wird von der Attraktivität für nationale und internationale Investoren profierten. Auch Anwender und Regulatoren sehen hierin einen Vorteil. Frankfurt ist ein internationaler Finanzplatz, der optimale Bedingungen für die erfolgreiche Entwicklung von FinTech-Unternehmen bietet.“

Der Vorsitzende der Jury und Vorstandsvorsitzende der Business Angels FrankfurtRheinMain e.V., Andreas Lukic, sieht in der Fortführung des Preises im Rahmen der Frankfurter FinTech-Center-Initiative ein starkes Signal: „Dies ist das optimale Umfeld für unsere Aktivitäten und damit können wir den teils schwierigen Zugang zu institutionellem Kapital und Fördermitteln erleichtern und andererseits weiteres Privatkapital für FinTech-Unternehmen mobilisieren.“

Der Jury gehören im Einzelnen an:

  • Andreas Lukic, Vorsitzender, BA-FRM e.V., Investor/Unternehmer, Frankfurt, Jury-Vorsitzender & Award-Koordinator
  • Franz Cong Bui, Leiter Online-Redaktion, Börsen-Zeitung, Frankfurt, Sektor-Experte
  • Marc Gille-Sepehri, SVP Product Management, FIS-Fidelity National Information Services Inc., Unternehmer, New York City/Frankfurt, Finanz-IT-Experte
  • Eric Leupold, Head of Department Pre-IPO & Capital Markets, Deutsche Börse AG, Eschborn
  • Manuel Lorenz, Partner, Baker & McKenzie, Frankfurt, Regtech-/Regulierungsexperte
  • Michael Mellinghoff, TechFluence, London & FinTech Forum Frankfurt, Fintech-Community-Insider
  • Simon Nörtersheuser, Co-CEO, Policen Direkt GmbH, Frankfurt, Insurtech-Experte
  • Lutz Raettig, AR-Vorsitzender, Morgan Stanley Bank AG, Präsident FMF, Frankfurt, Kapitalmarkt-Experte
  • Christopher Schmitz, Partner EMEIA Financial Services, EY-Ernst & Young GmbH, Eschborn
  • Alfred Schorno, Global Head of Sales/Managing Director, 360T Group, Business Angel, Frankfurt, Fintech-Experte.

InsurTech gewinnt weiter an Bedeutung in Deutschland

Deutsche InsurTech Start-ups wachsen stetig und ziehen verstärkt Geldmittel an. Eine kürzlich veröffentlichte EY-Studie zeigt die InsurTech Branche als neuen Shooting-Star in der FinTech-Gemeinschaft. InsurTechs sind finanztechnologische Start-ups. Sie versuchen im Rahmen der Digitalisierung, die Versicherungsbranche und den Zugang der Kunden zu Versicherungsprodukten zu modernisieren. Während andere FinTech-Sektoren bereits seit mehreren Jahren wachsen, befindet sich die InsurTech-Branche vergleichsweise noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Der EY-Studie zufolge konzentrieren sich derzeit lediglich vier sogenannte Unicorns, Start-ups mit einem Marktwert von mehr als einer Milliarde Dollar, auf die Versicherungsbranche. InsurTechs konnten zwischen 2008 und 2015 weltweit 4,36 Milliarden US-Dollar Wagniskapital einsammeln. In Deutschland erreichten die Investitionen zwischen 2012 und dem ersten Quartal 2016 einen Wert von 53,52 Millionen Euro. Die meisten Mittel wurden im Jahr 2015 investiert. EY wertet diese Finanzierungswelle im vorangegangenen Jahr als Indikator für die zunehmende Bedeutung von InsurTechs. Beachtenswerte Beispiele der deutschen InsurTech-Branche sind die Unternehmen Friendsurance, Finanzchef24, Clark, Knip und Schutzklick – alle erreichten bereits 2015 die Serie B Finanzierungsrunde. Diese fünf Unternehmen vereinigen 88 Prozent aller bekanntgegebenen Investitionen der deutschen InsurTech-Branche auf sich.

Einflussfaktoren, die die Entwicklung von InsurTechs beschleunigen, sind laut Studie die Vernetzung und Big Data, der in infolge der Finanzkrise erhöhte Druck auf Zinssätze sowie die Unzufriedenheit der Kunden mit den niedrigen Zinsen.

Mit Blick auf die Studie erklärte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: „Das Wachstum der FinTech- und InsurTech-Investments ist eine Entwicklung, die Mut macht. Diese Unternehmer gestalten die Finanzindustrie neu und entwickeln dabei Technologien, die nicht nur für den Endkunden, sondern auch für etablierte Akteure Wertsteigerung und Erhöhung der Effizienz bedeuten. Finanzinstitutionen tun gut daran, die Bedeutung dieser Start-ups zu erkennen. Frankfurt Main Finance hat sich an der Entwicklung des FinTech Ökosystems aktiv beteiligt, die Entstehung von FinTech Hubs gefördert und trägt durch das Sponsoring des FinTechGermany Awards dazu bei, die Aufmerksamkeit auf junge und erfolgreiche Unternehmen zu lenken.“

Im Rahmen der Studie wird weiter ausgeführt, dass InsurTechs unter anderem auch wegen regulatorischer Gründe weder in Deutschland noch international bisher in der Lage sind, eigenständige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Allerdings befinde sich die InsurTech-Branche noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, das volle Entwicklungspotential könne noch nicht benannt werden. Viele im Ausland bereits bestehende Geschäftsmodelle seien zudem in Deutschland noch nicht reproduziert worden. Vor diesem Hintergrund erwartet EY die Entwicklung neuer Modelle vor allem in drei Bereichen: Big Data und Analyse, datenfokussierte Produkte sowie in der Unterstützung von Backoffice-Funktionen.

Dazu sagt Christopher Schmitz, Partner bei EY und einer der Studienautoren: „Die Digitalisierung wird die Versicherungsbranche nachhaltig verändern und das Tempo dieser Veränderungen für die Unternehmen wird in Zukunft noch zunehmen. Sie müssen sich stärker auf digitale Geschäftsmodelle konzentrieren und eigene Kapazitäten in-house aufbauen. Mit eigenen Innovation Labs oder Acceleratoren-Programmen werden sie innovativ und flexibel neue Geschäftsmodelle testen.“

Konkrete Herausforderungen für etablierte Versicherer sind bereits jetzt beobachtbar und werden zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen. Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit für Versicherer, ihre Digitalisierungsbemühungen zu verstärken und selbst entsprechende Fähigkeiten aufzubauen. Vor allem jedoch warnt die Studie etablierte Versicherer vor einem Verlust der Kundenbeziehungen. Die Studie kommt zu dem Fazit: „Obwohl das ‚Monopol‘ versicherungstechnischer Garantien und dementsprechender Risiken vorläufig bei den Versicherern bleiben wird, wird ein anhaltender Mangel an kundenzentrierten Produkten und Dienstleitungen früher oder später Versicherern ihre ertragsreichsten Dienstleistungen entziehen.“

Die InsurTech Studie können Sie auf der EY-Website herunterladen.

FinTechGermany Award

CFS-Umfrage: Cybersecurity muss in der Finanzbranche auf jeder Agenda stehen

Das Thema Cybersecurity ist von zentraler Bedeutung. Darin ist sich die deutsche Finanzindustrie geschlossen einig und misst dem Thema einen entsprechend hohen (20%) bis sehr hohen (75%) Stellenwert bei. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen am Finanzplatz Deutschland. Einigkeit besteht in der Branche jedoch auch weitgehend (78%) darüber, dass das Thema noch nicht ausreichend adressiert wird.

Von den FinTechs verspricht sich die Finanzindustrie nur teilweise eine Unterstützung

Von den FinTechs erwarten nur 8% der Befragten eine maßgebliche Unterstützung beim Thema Cybersecurity. Die Hälfte (51%) verspricht sich zumindest teilweise eine Stärkung für das eigene Unternehmen. Hingegen rechnen 29% mit weniger und 7% mit keinerlei Unterstützung durch Fintechs.

„Das Thema Cybersecurity ist ein Zukunftsthema und eigentlich für junge Technologieunternehmen maßgeschneidert. Daher gehe ich davon aus, dass wir bald mehr Startups in diesem Bereich sehen werden“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Cybersecurity kann zukünftig einen Wettbewerbsfaktor darstellen – die Einrichtung europäischer Datenzentren ist wichtig und entscheidend

Die Finanzinstitute sind sich größtenteils darüber einig (86%), dass das Thema Datensicherheit zu einem Wettbewerbsfaktor für Finanzdienstleister werden kann. Lediglich 12% halten diesen Punkt nicht für relevant.

Da viele Daten europäischer Nutzer von sozialen Netzwerken in den USA gespeichert werden, wird die Notwendigkeit eigener Datenzentren für kritische Daten in Europa diskutiert. Die Finanzbranche hält die Einrichtung solcher Datenzentren mehrheitlich für wichtig (59%) und für entscheidend (26%). Hingegen ist es für 12% weniger relevant, wo Datenzentren angesiedelt sind.

„Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine leistungsfähige Daten-Infrastruktur heute für die Finanzbranche ist. Der Finanzstandort Frankfurt biete hier z.B. mit dem Deutschen Internet Exchange DE-CIX exzellente Voraussetzungen. Über die Hälfte aller deutschen Rechenzentren stehen im Großraum Frankfurt. Unser Status als Daten-Hauptstadt Deutschlands macht uns auch für FinTech-Unternehmen besonders attraktiv“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Umfrageergebnisse.

Bitcoins als Zahlungsmittel werden unter dem Aspekt der Datensicherheit nicht an Bedeutung gewinnen

Bitcoins sollen angeblich besonders geeignet sein, um Hacker-Attacken im Zahlungsverkehr abzuwehren. Vor diesem Hintergrund erwartet die Finanzbranche mehrheitlich (73%) jedoch nicht, dass Bitcoins als Zahlungsmittel in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.