„Frankfurt bietet für viele große Unternehmen ein beträchtliches Potential.“

Kirsty Sharp, Schulleiterin des King’s College – The British School Frankfurt

Zu Beginn des Jahres durften wir das King’s College – The British School of Frankfurt als eines unserer neusten Frankfurt Main Finance-Mitglieder begrüßen. Im Interview erzählt uns Schulleiterin Kirsty Sharp, warum die Bildungsorganisation der Finanzplatzinitiative beigetreten ist und welche Standortvorteile der Finanzplatz Frankfurt vorzuweisen hat.

Warum treten Sie als Mitglied bei FMF als Unterstützer des Finanzplatzes auf?

Das King’s College – The British School of Frankfurt wurde im August 2018 als 10. Schule der King’s Group in Friedrichsdorf, 20 km nördlich der Innenstadt, eröffnet. Seit jeher arbeiten unsere Schulen eng mit internationalen Unternehmen, diplomatischen Auslandsvertretungen und Institutionen zusammen, um mehr über den Bildungsbedarf vor Ort zu erfahren. Insgesamt besuchen Schüler aus über 80 Nationen die Schulen der King’s Group. Dadurch konnten wir uns einen reichen Erfahrungsschatz im Unterricht von Schülern verschiedener Kulturen und Herkunftsländer aneignen. Als FMF-Mitglied möchten wir im Hinblick auf den bevorstehenden Brexit die Familien, die an einem britischen Bildungsangebot interessiert sind, unterstützen.

Wie trägt das King’s College zur Entwicklung des Finanzplatzes bei?

Britische Schulen sind in den meisten Großstädten präsent und stellen einen wesentlichen Bestandteil einer internationalen Bildungskultur dar. Ein breit gefächertes Angebot an international ausgerichteten Schulen ist für die Attraktivität einer Metropole entscheidend und Teil einer Infrastruktur, die globale Unternehmen, ihre Mitarbeiter und deren Familien überzeugt. Mit dem King’s College Frankfurt verfügt der Finanzplatz Frankfurt über eine international angesehene britische Schule, ausreichenden Kapazitäten für bis zu 600 Schülern und einem hochmodernen Campus, der aus dem Stadtzentrum und umliegenden Wohngebieten leicht zu erreichen ist.

Wo sehen Sie die Stärken des Finanzplatzes?

Frankfurt – starker Wirtschaftsraum und Zentrum europäischer Geldpolitik – ist ein sehr attraktiver Standort für internationale Unternehmen, insbesondere Banken. Aufgrund des internationalen Flughafens, der geografischen Lage als kosmopolitisches Herz Europas sowie der Naturnähe, hat Frankfurt für zahlreiche Großunternehmen ein enormes Standortpotenzial.

Als spanisch-britisches Unternehmen, welches sich vor Kurzem in Deutschland niedergelassen hat, nimmt die King’s Group die häufig zitierte „deutsche Gründlichkeit“ sowie den Umgang mit öffentlichen, steuerlichen und infrastrukturellen Behörden als sehr positiv und transparent war – Anforderungen sind schnell und einfach implementierbar. Von allen Seiten haben wir eine hervorragende Unterstützung in sämtlichen Bereichen erfahren, sodass sich unser Institut sowie unsere Mitarbeiter in kürzester Zeit im Rhein-Main-Gebiet willkommen und als Teil der Gemeinschaft fühlten.

Fußball im Herzen Europas – FMF und Eintracht begrüßen Banker in Frankfurt

Ein spannendes Spiel, eine eindrucksvolle Choreographie, mitreißende Stimmung und gute Gespräche. Frankfurt Main Finance und Eintracht Frankfurt hatten Brexit-Neuankömmlinge zum Fußball im Herzen Europas eingeladen: Eine Veranstaltung mit dem Ziel, die „Neuen“ nicht nur in die Financial Community einzuführen, sondern auch ein Stück des Frankfurter Lebensgefühls zu vermitteln, die pragmatische Umgangsart, den Leistungswillen und die Leistungsfähigkeit der Stadt zu demonstrieren.

Das Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League der Eintracht gegen Inter Mailand brachte spannende 90 Minuten, in denen die Eintracht vor allem in der zweiten Hälfte zu überzeugen wusste und gleich mehrfach davor stand in Führung zu gehen. Die gute Stimmung auf dem Platz und den Tribünen übertrug sich auf die Teilnehmer des Events, der in dieser Art nun zum zweiten Mal durchgeführt wurde.

Die Auftaktveranstaltung hatte anlässlich des Spiels gegen Marseille im November vergangenen Jahres stattgefunden und war ein voller Erfolg – auf und neben dem Platz. Die Sponsoren für die zweite Veranstaltung waren daher schnell gefunden. Es waren zumeist die Gleichen wie beim ersten Mal, woran sich ablesen lässt, wie gut das Format ankommt. Frankfurt Main Finance und die Eintracht Frankfurt bedanken sich bei der Deutschen Börse AG, White & Case LLP und Drooms GmbH und Meltwater Deutschland, dass sie durch ihr Engagement diese Veranstaltung ermöglicht haben.

„Überwiegend rationale Gründe haben die Unternehmen zum Wechsel an den Main bewegt. Wir als Eintracht-Familie versuchen, die Menschen hinter den Institutionen zusammen zu bringen und für unsere Region zu begeistern. Die mitreißende Stimmung im Stadion ist dafür genau die richtige Atmosphäre. So wird aus der Kopfentscheidung eine Herzensentscheidung für Frankfurt. Denn Eintracht Frankfurt spielt im Herzen von Europa“, sagte Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Eintracht Frankfurt Fußball AG.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance und selbst lebenslanges Mitglied der Eintracht sagte: “Fußball und Finanzplatz gehören eng zusammen. Wir wollen zeigen, wie leicht es ist, in Frankfurt anzukommen und dazuzugehören. Frankfurt ist weltoffen. Es ist die Stadt der kurzen Wege, kommunikativ und voller Lebensfreude.“

„Die Bedeutung des Standorts für Finanzinstitutionen und deren erweitertes Ökosystem steht außer Frage“

Frankfurt Main Finance (FMF) wächst stetig. Im Interview lesen Sie, warum der Wissens- und Informationstechnologiedienstleister Wolter Kluwers | CCH® Tagetik der Finanzplatzinitiative Anfang des Jahres beigetreten ist und wo er die Stärken des Finanzplatzes sieht.

Warum treten Sie als Mitglied bei FMF als Unterstützer des Finanzplatzes auf?

Der Finanzplatz Frankfurt besitzt für unsere Kundenklientel eine hohe Bedeutung, und wir möchten diesen daher im Einklang mit unseren Kundeninteressen bestmöglich fördern. Wir sehen diese Art als eine Win-Win-Situation für beide Seiten, da wir zum einen dem Finanzplatz Unterstützung mit unserem Expertenwissen zur Verfügung stellen und gleichzeitig unsere Marke im Raum Frankfurt bekannter machen, sodass sich eine in unseren Augen gute Balance daraus ergibt.

Die aktive Beteiligung im FMF-Verein versetzt uns zudem in die Lage, noch engere partnerschaftliche und nachhaltige Beziehungen zu anderen Akteuren am Finanzstandort Frankfurt pflegen zu können und sich über Chancen und Herausforderungen auszutauschen.

Wie trägt Ihr Unternehmen zur Entwicklung des Finanzplatzes bei?

Wir möchten durch die aktive Beteiligung als im FMF-Verein tätiger IT-Lösungsanbieter unser vielfältiges Prozess- und Digitalisierungswissen im Finanzbereich für Unternehmen im Raum Frankfurt zur Verfügung stellen. Wir glauben zudem, durch unser ergänzendes Netzwerk einen großen Mehrwert für die FMF-Community bereitstellen zu können, von dem alle Mitglieder profitieren und somit der Finanzplatz Frankfurt als Ganzes unterstützt wird.

Wo sehen Sie die Stärken des Finanzplatzes, was ist ausbaufähig?

Die Bedeutung des Standorts für Finanzinstitutionen und deren erweitertes Ökosystem steht außer Frage, Frankfurt ist ein weltweit bekannter Finanzplatz. Die Vielfalt des kulturellen Angebots ist stark, aber in seinem Bekanntheitsgrad länderübergreifend ausbaufähig. Der Finanzplatz Frankfurt ist bereits ein pulsierender Digitalstandort, der viele namhafte (insb. mittelständische) IT-(Dienstleistungs)Unternehmen vorzuweisen hat. Als IT-Unternehmen sehen wir jedoch noch Potential, diesen Aspekt noch stärker in und für die Wahrnehmung von Stadt und Region zu rücken.

FMF begrüßt Brexit-Einigung – Verlagerung von 750 – 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen nach Frankfurt erwartet

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance (FMF) begrüßt die am vergangenen Wochenende getroffene Vereinbarung zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien. Denn sie schafft sehr viel mehr
Klarheit, wenn auch noch keine endgültige. FMF hofft zudem im Interesse aller Betroffenen, dass dieser Vertrag nun am 11. Dezember vom britischen Parlament ratifiziert wird. Als sicher kann das aber nicht gelten, und ein harter Brexit ist noch nicht abgewendet. Zudem steht bei Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Entscheidung dazu an, ob der Artikel 50 noch einmal vor dem Ende der Laufzeit widerrufen werden kann. Somit besteht auch noch die Hoffnung auf einen Verbleib Großbritanniens, wenn das Urteil des EuGH dies bestätigen sollte. Die Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering.

„Damit ist für die Finanzinstitute klar: Der Brexit kommt, die extreme Variante eines Austritts ohne Austrittsabkommen kann aufgrund der unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament weiterhin nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie etwas unwahrscheinlicher geworden ist. Dagegen kann ein Verbleib Großbritanniens in der EU zwar nicht ganz ausgeschlossen werden, darf aber als sehr unwahrscheinlich gelten. Nun ist der Pfad für die Finanzinstitute abgesteckt. Die Brexit-Pläne werden umgesetzt“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance.

Aus einer Rede von Danièle Nouy, Vorsitzende des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus der Europäischen Zentralbank (EZB), wissen wir, dass 37 Finanzinstitute, Banken und Wertpapierhandelsbanken, neue Lizenzen bei der EZB beantragt oder existierende ausgeweitet haben und diese bereits erhalten haben oder sie nach aller Voraussicht in Kürze erhalten werden.

30 dieser Institute haben sich für Frankfurt als ihrem Europäischen Sitz entschieden. Da sich etliche der Banken an mehreren Standorten niederlassen werden, wird es nach Ansicht von FMF viele Zahlen geben, die sich auf mehr als die von Frau Nouy genannten 37 addieren werden. Von dieser Verteilung profitiert der Standort Frankfurt aber auch, denn rund ein halbes Dutzend Finanzinstitute, die sich für Standorte in anderen EU Ländern entschieden haben, bauen ihre Präsenz dennoch maßgeblich in Frankfurt aus.

„In Gänze rechnen wir daher mit einer Verlagerung von 750 – 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen von London nach Frankfurt, der Großteil davon dürfte im ersten Quartal 2019 verlagert werden“, sagt Väth. „Dabei wird es nicht bleiben.“

„Angesichts der aktuellen Situation stehen die Banken vor der Wahl, nun entweder nur das Nötigste zu verlagern oder sich auf die Verlagerung des gesamten Geschäftes vorzubereiten“, so Väth weiter. Die Institute haben auf diese Frage unterschiedliche Antworten gefunden. „Solange noch Unsicherheit besteht, dürften die meisten Institute die Minimallösung präferieren. In jedem Fall ist klar: Danach wird es erhebliche Zweitrundeneffekte geben.“

Als wichtiges Zeichen an die Finanzinstitute wertet Frankfurt Main Finance den Gesetzentwurf zur Lockerung des Kündigungsschutzes für Risikoträger mit hohen Einkommen. „Hier hat die Politik versprochen und geliefert. Das wird international sehr genau beobachtet, weil es zeigt, dass der Finanzplatz unterstützt wird.“

„Entsprechend werden die Zweitrundeneffekte nach Ansicht von Frankfurt Main Finance signifikant sein. Wir halten an dem von uns am Tag 1 nach dem BrexitReferendum geschätzten Potential von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen für Frankfurt fest. Allerdings zeichnet sich eine zweite Übergangsphase, die voraussichtlich bis Ende 2022 andauern wird, und damit eine weitere Verzögerung ab. Aus den ursprünglich erwarteten 5 Jahren für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ab dem Zeitpunkt des Referendums im Juni 2016 werden daher nun 8 Jahre.“

Ein gewichtiges Argument für die Entscheidung der Finanzinstitute, Geschäft nach Frankfurt zu verlagern, war die von der deutschen Politik signalisierte Bereitschaft, das Thema Arbeitsschutz für Risikoträger zu überdenken. Nach der Aufnahme in die Koalitionsvereinbarungen, liegt der speziell auf Risikoträger hin maßgeschneiderte Gesetzentwurf nun zur Abstimmung in den Ressorts vor. „Die Politik hat zugehört, hat versprochen und liefert“, sagt Väth. „Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Bankenverlagerung nach Deutschland gewollt ist. Es ist ein Zeichen, das gesehen und geschätzt wird.“

Frankfurt Main Finance gewinnt sechs neue Mitglieder für die Finanzplatzinitiative

Frankfurt am Main – Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e. V. begrüßt sechs neue Mitglieder und wächst damit auf 60 Mitglieder. Die Neumitglieder PricewaterhouseCoopers (PwC), The Boston Consulting Group, CBRE GmbH, die Frankfurt School of Finance & Management und Norton Rose Fulbright LLP sind der Standortinitiative als Fördermitglieder beigetreten, die Werthstein GmbH als FinTech-Mitglied.

Durch ihre Mitgliedschaft geben die Vertreter aus Wissenschaft, Finanzindustrie, öffentlicher Verwaltung und dem aufstrebenden FinTech-Sektor ihrer Verbundenheit mit dem Finanzplatz Ausdruck, greifen aktuelle Themen des Finanzsektors auf und engagieren sich für die nationale und internationale Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region.

Wir freuen uns sehr über die neuen Mitglieder und ihr Bekenntnis zum Finanzstandort Frankfurt. Das stetige Wachstum der Mitgliederzahl stärkt den Verein und ist eine Anerkennung unserer täglichen Leistung, den Finanzplatz weltweit zu repräsentieren und zu positionieren“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Unsere Stimme gewinnt Gewicht – ein Vorteil für alle Mitglieder und besonders für den Finanzplatz. Umgekehrt bieten wir schnellen, unmittelbaren Zugang zu einem herausragenden Branchen-Netzwerk.“

Das neue Mitglied PwC ist in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung mit 250.000 Mitarbeitern in 158 Ländern tätig – so auch am Finanzplatz Frankfurt. „Mit der Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance möchten wir nicht nur unser Bekenntnis zu Frankfurt als führendem Finanzplatz in Deutschland bestärken, sondern uns auch aktiv in die hiesige Community einbringen. Der Standort entwickelt sich hoch-dynamisch, und wir möchten zu dieser positiven Entwicklung und zur weiteren Stärkung Frankfurts beitragen. Darum freuen wir uns auf den Austausch mit den Mitgliedern der Initiative, mit Hochschulen, Banken und allen weiteren Finanzmarktakteuren der Stadt“, sagt Clemens Koch, Leiter Financial Services und Mitglied der Geschäftsführung von PwC Deutschland.

CBRE steht Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite. Seit 1973 sitzt CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main. „Wir freuen uns sehr, mit unserer Mitgliedschaft helfen zu können, die vielen Vorteile des Finanzstandortes Frankfurts auch aus Sicht der Immobilienwirtschaft unterstützen zu können. Zahlreiche Projektentwicklungen bieten immer modernere und innovativere Büroflächen, welche die Skyline weiterwachsen lassen. Trotz des sinkenden Leerstandes finden sich deswegen auch für größere Flächengesuche noch immer hervorragende und repräsentative Büroflächen“, erklärt Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany bei CBRE.

Als Frankfurt School of Finance & Management tragen wir den Finanzplatz quasi im Namen. Mit exzellenter Forschung setzen wir als Wirtschaftsuniversität neue Impulse – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Nachhaltige Finanzwirtschaft. Außerdem bilden wir auf unserem Campus die Fach- und Führungskräfte aus- und weiter, die Frankfurt braucht, um weiterhin innovativ und erfolgreich zu sein. Ein starker Finanzplatz ist für uns essentiell, deshalb engagieren wir uns bei Frankfurt Main Finance“, so Professor Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management. Die forschungsorientierte Business School, akkreditiert von EQUIS, AMBA und AACSB International, bietet umfangreiche Bildungsprogramme zu Finanz-, Wirtschafts- und Managementthemen an. Der Master of Finance der Frankfurt School ist der einzige Finance-Master einer deutschen Hochschule im aktuellen Financial Times Ranking.

Norton Rose Fulbright LLP berät als globale Wirtschaftskanzlei führende national wie auch international tätige Unternehmen in allen wichtigen Branchen. „Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt. Wir unterstützen die Initiative, weil sie den Finanzplatz Frankfurt wirkungsvoll im nationalen und globalen Wettbewerb positioniert“, erläutert Dr. Oliver Sutter, Partner bei Norton Rose Fulbright LLP.

Als digitaler Vermögensverwalter bietet Werthstein seinen Kunden die Möglichkeit, ein breites, nach Risikoaspekten diversifiziertes, individuelles Portfolio aufzubauen, das auf die Anlage in aktuelle wirtschaftliche, technologische oder gesellschaftliche Trends spezialisiert ist. „Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance steht für Aufgeschlossenheit gegenüber der Innovation und dem Schwung, den FinTechs in die Vermögensverwaltung bringen. Deshalb sind wir der Initiative eng verbunden“, kommentiert Felix Röscheisen, Generalbevollmächtigter der Werthstein GmbH.

Frankfurt Brexit

Allseits respektierter und gesuchter Gesprächspartner

Frankfurt Main Finance verbindet sachliche und menschliche Seiten der Region und des Finanzzentrums glaubwürdig

Roland Koch. Quelle_www.roland-koch.de. Foto_Gaby Gerster.

Von Roland Koch, hessicher Ministerpräsident a.D.

Frankfurt am Main hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zu dem wichtigsten kontinentaleuropäischen Finanzplatz entwickelt. Das war keineswegs selbstverständlich. Schaut man über die Jahrzehnte zurück, so waren München, Stuttgart oder Düsseldorf durchaus ebenfalls bestrebt, eine solche Rolle auszufüllen. Die Konzentration der Finanzinstitute und die europäische Konsolidierung haben dazu geführt, dass die Kräfte nun am Main gebündelt sind. Die aktuellen Entwicklungen um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union werden diese Entwicklung weiter verstärken.

Vor diesem Hintergrund war es im Jahr 2008 eine wichtige Initiative der am Standort Frankfurt ansässigen Banken und der Politik in Stadt und Land, diesem wichtigen Industriezweig auch ein eigenständiges Sprachrohr zu verschaffen. Das war keine Konkurrenz zu den Gremien einer Industrie- und Handelskammer oder dem Bankenverband. Vielmehr war es die Etablierung einer eigenständigen Position derjenigen, die im weiteren Sinne den sogenannten Finanzsektor darstellten. Dies war sowohl im Interesse der Politik, die eine neutrale Gesprächsebene suchte, als auch der Wirtschaft, die jenseits der unterschiedlichen Positionen verschiedener Finanzinstitute und ihrer Verbände mit einer einheitlichen Darstellung die Politik für eine gemeinsame zukünftige Entwicklung gewinnen wollte.

Essenzielle Rolle

Mit der Gründung wurde allerdings auch deutlich, dass damit zugleich eine Organisation entstehen würde, die außerhalb Frankfurts und außerhalb Deutschlands in glaubwürdiger Weise mit anderen Akteuren der Finanzindustrie über die Vor- und Nachteile des Standortes Frankfurt sprechen kann. Auch diese Rolle ist über die Jahre immer wichtiger geworden.

Die Akteure in Frankfurt haben sich schon vor langer Zeit von der illusionären Vorstellung verabschiedet, in Zahl der Arbeitsplätze und internationaler Bedeutung die Vorreiterrolle Londons in Europa angreifen zu können. Dazu sind die Größenunterschiede zu erheblich. Aber auf dem europäischen Kontinent kann Frankfurt am Main durchaus jeden Wettbewerb bestehen. Das liegt an der Präsenz so wichtiger Regulierungsbehörden wie der Europäischen Zentralbank (EZB), der Bundesbank und großen Teilen der deutschen Finanzaufsicht. Es liegt aber auch an der Internationalität der Banken und der durch den Flughafen gesicherten Internationalität der Stadt. Der Vergleich mit der Vertretung des Finanzplatzes London durch die „City of London Corporation“ ist aber durchaus auch heute ein legitimer Ansporn.

„Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte waren mehr Führungskräfte und Mitarbeiter von internationalen Banken gleichzeitig auf Standortsuche in Europa als heute. Fast alle diese Untersuchungen enden mit einem klaren Vorteil für Frankfurt.“

Für alle diejenigen in den Unternehmen, die sich zur Mitarbeit in der Frankfurter Initiative bereiterklärt haben, ist dies zusätzlicher Aufwand. Nicht nur dem das vergangene Jahrzehnt prägenden Vorsitzenden Dr.Lutz Raettig und Geschäftsführer Hubertus Väth, sondern auch vielen Mitstreitern in der Frankfurter Stadtgesellschaft und der Politik ist es zu verdanken, dass in den heutigen Tagen „Frankfurt Main Finance“ ein allseits respektierter und gesuchter Gesprächspartner ist.

Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte waren mehr Führungskräfte und Mitarbeiter von internationalen Banken gleichzeitig auf Standortsuche in Europa als heute. Fast alle diese Untersuchungen enden mit einem klaren Vorteil für Frankfurt. Dennoch sind viele, oft zu viele, skeptisch, ob Lebensqualität, Infrastruktur, Ausbildungsmöglichkeiten und Bankenregulierung so gestaltet sind, dass Frankfurt wirklich das Rennen gewinnen wird. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Fakten. Es geht oft um Lebensgefühl und um Lebenserfahrungen. „Frankfurt Main Finance“ hat die außergewöhnliche Chance, die sachlichen und menschlichen Seiten der Frankfurter Region und des Finanzplatzes Frankfurt in allen Präsentationen glaubwürdig zu verbinden.

Nach einem Jahrzehnt kann man sicher sagen, dass die Gründung einer solchen Interessenvertretung der Finanzindustrie in Frankfurt richtig und wichtig war. Man kann sicherlich auch sagen, dass sich nach zehn Jahren die Nachhaltigkeit der damals gegründeten Initiative erwiesen hat. Auf diesem stabilen Fundament geht es nun in das nächste Jahrzehnt. Auch dieses Jahrzehnt wird von Herausforderungen geprägt sein, die die nationale Gesetzgebung, die regionalen Aktivitäten und auch die Industrie selbst fordern werden.

Deutschland ist nach wie vor in einer Situation, in der die Erträge der Banken im Vergleich zu denen in den übrigen europäischen Ländern sehr deutlich zurückliegen. Es wird deshalb Kosteneinsparungen, Personalreduzierungen und Standortschließungen geben. Für das Finanzzen­trum mit den weltweiten oder regionalen Hauptquartieren kann das durchaus eine Stärkung bedeuten. Aber es verändert die Ansprüche an die Mitarbeiter, das Gehaltsniveau und die am Sitz der Unternehmen angesiedelten Dienstleister. Ohne den Brexit wäre mit einer Verringerung der Zahl der in Frankfurt beschäftigten Mitarbeiter zu rechnen gewesen, nun kann das auch deutlich anders kommen.

„Nach einem Jahrzehnt kann man sicher sagen, dass die Gründung einer solchen Interessenvertretung der Finanzindustrie in Frankfurt richtig und wichtig war. Man kann sicherlich auch sagen, dass sich nach zehn Jahren die Nachhaltigkeit der damals gegründeten Initiative erwiesen hat.“

Zunehmende Internationalität

Unabhängig davon, ob es mehr Mitarbeiter oder anders ausgebildete Mitarbeiter sein werden, sie werden veränderte Ansprüche an die Region haben. Die Internationalität wird zunehmen, also werden mehr internationale Schulen gebraucht. Die Ausbildung an den Hochschulen in der Region muss sich auf die veränderte Aufgabenstellung gerade auch im Bereich von Risikomanagement und allgemeiner Banksteuerung einstellen. Auch das kulturelle Angebot der Stadt muss den Wettbewerb mit den anderen Metropolen Europas dadurch bestehen, dass neben den großartigen vorhandenen Einrichtungen spezielle Events zur Beliebtheit der Region beitragen. Bei der korrekten Beschreibung der Anforderungen, die hier auf die Region zukommen, kann die FinanzplatzInitiative einen sehr wichtigen Beitrag leisten.

Von Anfang an durfte nicht unterschätzt werden, dass zu der Besonderheit der Initiative gehört, dass ihr aus den Bereichen der Sparkassen, der Genossenschaftsbanken und der Privatbanken gleichermaßen An­erkennung widerfährt. Sie wurde damit auch bei der nationalen Gesetzgebung zu einer Initiative, die jenseits der Sektoreninteressen für die gesamte Finanzwirtschaft sprechen kann. Dieser Beitrag wird auch von der Politik in Berlin und Wiesbaden sehr geschätzt und kann noch ausgebaut werden.

Wir haben es derzeit mit einer völlig überregulierten Industrie zu tun, die gemeinsam mit der Politik noch immer schwer an den Folgen der letzten Finanzkrise zu arbeiten hat. Im internationalen Wettbewerb ist dabei eine gute und sichere Regulierung ebenso von Bedeutung wie die Möglichkeit der Industrie, ohne überbürokratische Hürden ihre Geschäftsmodelle flexibel zu ändern und dem immer schnelleren Kreislauf der Innovationen anzupassen. Die aktuelle Diskussion um die Änderung arbeitsrechtlicher Vorschriften zugunsten eines flexibleren Einsatzes von weit überdurchschnittlich verdienenden Mitarbeitern im Investment Banking könnte dafür ein Prüfstein werden.

Spätestens seit dem Anfang dieses Jahrzehnts ist die Finanzindustrie – durchaus verständlicherweise – nicht populär. Für Frankfurt ist sie aber neben dem Flughafen der entscheidende Träger für Wohlstand und Entwicklung. Zugleich ist damit eine Branche in Frankfurt zu Hause, die mit schnellen technischen Innovationen sich unweigerlich verändern wird. Frankfurt wird dabei auch ein guter Arbeitsplatz für junge Menschen sein, die von hier aus ihre zukünftige Welt gestalten werden. Es wäre gut, wenn es gelingt, dass Stadt- und Regionalpolitik ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger mit Zuversicht und auch mit ein wenig Stolz auf diese Unternehmen und ihre Arbeitnehmer blicken würden.

Wirtschaft und Politik brauchen die Unterstützung der Bürger bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für den Finanzplatz. „Frankfurt Main Finance“ ist ein wichtiger Vermittler zwischen allen betroffenen Menschen und Institutionen. Das hat die Initiative im vergangenen Jahrzehnt bewiesen, und genau das wird auch in Zukunft von ihr erwartet.

Finanzplatzinitiative findet weltweit Gehör

FMF weiß Kompetenz und Wertschätzung in allen Belangen der Finanzindustrie zu nutzen

Lutz Raettig

Von Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance

Frankfurt Main Finance (FMF) begeht in diesem Monat sein zehnjähriges Jubiläum, nicht ohne Stolz, auf das Geleistete, nicht ohne Selbstkritik, was hätte besser gemacht werden können, und nicht ohne Respekt vor dem, was absehbar noch vor uns liegt, aber doch auch mit Zuversicht und wohlbegründeter Hoffnung. FMF ist seit nunmehr einem Jahrzehnt die Stimme des Finanzplatzes.

Damit ist nicht nur die Stadt Frankfurt gemeint, sondern auch die ge­samte Region. Die Initiative zur Gründung des Vereins ging vom damaligen Ministerpräsidenten Ro­land Koch und der früheren Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt Petra Roth aus. Beide wollten einen offensichtlichen Mangel beheben. Denn es fehle, so analysierte im August 2008 die „Börsen-Zeitung“ treffend, anders als in Frankreich oder in Großbritannien, an einer wirkungsvollen, übergreifenden Vermarktung des nationalen Finanzzentrums. Es fehlte diesem wichtigen, für eine entwickelte Volkswirt
schaft so bedeutungsvollen Indus­triezweig in Deutschland ein eigenstän­diges und vernehmliches Sprachrohr. Zweck des Vereins, wie ihn das Gründungsdokument formuliert, war folgerichtig und in erster Linie, die Position Frankfurts und des Rhein-Main-Gebiets als Wirtschaftsstandort und insbesondere als Standort für Finanzdienstleistungen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Ein Auftrag, den die Verantwortlichen über die Jahre zielgerichtet verfolgt und bis heute nicht aus den Augen verloren haben.

„Frankfurt Main was?“ So konnte der bereits erwähnte Beitrag dieser Zeitung die wohl gängige Reaktion auf die Frage nach Frankfurt Main Finance zuspitzen – im Jahr der Gründung zutreffend und provokant. Heute, zehn Jahre später, lässt sich mit Fug und Recht behaupten und mit Zahlen belegen, dass die Finanzplatzinitiative weltweit Gehör findet, als kom­petenter Ansprechpartner in allen Belangen der Finanzindustrie ge­schätzt wird und dies für die Positionierung des Standorts zu nutzen weiß.

Das kam nicht von selbst. Ein Beispiel: Frankfurt Main Finance war vorbereitet, als der Brexit die europäische Landkarte der Finanzbranche buchstäblich über Nacht durcheinanderwirbelte. In den ersten Stunden, nachdem das offizielle Ergebnis des Referendums in Großbritannien feststand, war von den betroffenen europäischen Finanzplatzinitiativen als Erste FMF redefähig und hatte die Aufmerksamkeit der Weltpresse für sich. Interviews wurden im Viertelstundentakt gegeben.

Das brachte FMF in die Position eines gefragten Ansprechpartners. Bis heute wurde FMF allein im Zusammenhang mit dem Brexit in mehr als 90 Ländern der Erde in knapp 6 500 Artikeln in fast 2 000 verschiedenen Medien zitiert. Der erzielte Medienäquivalenzwert liegt bei rund 100 Mill. Dollar.

Keine leichte Aufgabe

In den ersten Jahren, die auf die Gründung folgten, galt es dagegen zunächst, den Verein zu etablieren, die Arbeitsabläufe einzurichten, Themen zu besetzen und die Finanzkrise aufzuarbeiten. Wichtig war es, überhaupt Gehör zu finden, relevant zu sein und dafür Gelder einzusammeln. Das ging nur über die Verbreiterung der Mitgliederbasis. Es ist niemals eine leichte Aufgabe, für ein öffentliches Gut private Gelder einzusammeln. In unserer Gründungszeit umso mehr.

Wir erinnern uns alle, August 2008: Die Finanzkrise stand vor ihrem Höhepunkt, dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers. Die Finanzindustrie war damit beschäftigt, Risiken zu verringern und Ausgaben tunlichst zu vermeiden. Umso mehr gilt unser Dank den Mitgliedern, den zwölf Gründungsmitgliedern und den rund 50 seither hinzugestoßenen. Ohne sie gäbe es uns nicht. Danke!

Die Finanzkrise und ihr Verlauf gaben die Themen nicht nur für die Medien, sondern auch für FMF vor. Bis heute ist es wesentliches Anliegen der Finanzplatzinitiative, damals verlorenes Vertrauen in die Finanzbranche wiederzugewinnen, auf die unverzichtbaren Leistungen der Finanzindustrie für die Wohlfahrt eines Staates und ihre gesellschaftliche Relevanz hinzuweisen ebenso wie junge Talente für die Branche zu interessieren.

Weitere Themen kamen hinzu: Zuerst: RMB Clearing, dann Fintech, Regtech, Insurtech, Legaltech – die Ansiedlung, Förderung und Finanzierung junger Start-up-Unternehmen in der Region, die die Digitalisierung auf die Prozesse all dieser Branchen übertragen. So gelang es nicht zuletzt dank des Einsatzes von FMF, Frankfurt quasi noch in letzter Minute zum Fintech-Cluster neben Berlin zu machen. Selbstredend hat die Region das Vertrauen gerechtfertigt und seither einiges an verlorenem Terrain aufgeholt. Wurden wir am Anfang noch gefragt, ob wir wohl wüssten, dass Fintechs den etablierten Banken Konkurrenz machen würden, so ist heute Coopetition, die Verbindung aus Kooperation und Wettbewerb in aller Munde. Ihr ge­hört die Zukunft, ebenso wie der Nachhaltigkeit. Dem Frankfurter Green-Finance-Cluster leihen wir ebenso gerne unsere Stimme, wie vielen anderen wertvollen Initiativen.

„FMF ist seit nunmehr einem Jahrzehnt die Stimme des Finanz­platzes. Damit ist nicht nur die Stadt Frankfurt gemeint, sondern auch die ge­samte Region.“

Die beiden jüngst vergangenen Jahre waren jedoch geprägt vom Brexit, von den möglichen Auswirkungen des Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union und damit unmittelbar verbunden der sich wandelnden Rolle Frankfurts als dem wichtigsten Finanzzentrum innerhalb der EU. Der Brexit brachte Frankfurt in direkte Konkurrenz zu anderen Finanzstandorten in Europa, nachdem London die Rolle des führenden Finanzzentrums in­nerhalb der EU absehbar abgeben würde. Eine der unmittelbaren Folgen des Brexit war eine Selbstbesinnung Frankfurts und der Region auf die Stärken und Vorteile, die diese Stadt und ihre Umgebung ausmachen.

Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen der Wirtschaftsförderung, mit den politisch Verantwortlichen in Stadt und Land, ebenso wie mit Beratern, Anwälten und allen anderen Akteuren am Standort ist über die Jahre enger und effizienter geworden. Davon profitieren die Arbeit von FMF und der Finanzplatz. Wer dabei oft vergessen wird, ist die Aufsicht. Ja, die deutsche Aufsicht ist eine Stärke des Finanzplatzes. Kompetent, klar, fordernd und zuverlässig wird sie international wahrgenommen.

Bei allem wohlbegründeten Selbstbewusstsein des Finanzplatzes war es eine kluge Entscheidung, im Werben um die Verlagerung von Arbeitsplät
zen von London an den Main nicht aggressiv oder gar spaltend aufzutreten. Frankfurt will Brücken bauen, nicht einreißen. „Wel­come to Frankfurt“ und „Let’s build a new London Bridge“ waren die Mottos unserer Kampagne, mit der um die Ansiedlung von Banken nach dem Brexit geworben wurde und wird. Diese Ausrichtung hat sich bewährt.

Ein riesiger Erfolg

Bis heute haben sich 25 Banken entschieden, Geschäft in Frankfurt auf- oder auszubauen, Arbeitsplätze werden folgen. Die Bedeutung der Finanzmetropole nimmt zu. Ein riesiger Erfolg, ohne Zweifel. Ein Erfolg aber, der gesichert und nach Möglichkeit erweitert werden muss. Eine Aufgabe, bei der FMF seine Rolle übernehmen wird.

Ein Jubiläum ist nicht nur ein An­lass zu feiern, sondern auch Gelegenheit, Danke zu sagen. Der Dank von FMF gilt all unseren Mitstreitern und Kritikern. Der Dank gilt auch Eintracht Frankfurt. Mit den drei Frankfurt Main Finance Cups in den Jahren 2014 bis 2016 gelang uns erstmals, eine breitere Öffentlichkeit in der Region zu erreichen, und – eine Herzensangelegenheit – vielleicht auch infolgedessen kamen Finanzplatz und Eintracht endlich wieder ein gutes Stück näher zusammen. Wenn es nun auch der Eintracht gelingt, eine dauerhaft führende europäische Rolle zu spielen, kaum auszudenken. Schließen möchte ich mit dem Wort von Johann Wolfgang von Goethe, einem der berühmtesten Söhne Frankfurts: „Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.“

Initiative gibt dem Finanzplatz ein Gesicht

Schon seit 10 Jahren ein verlässlicher Partner mit einer starken und gewichtigen Stimme – Bestens für künftige Herausforderungen gewappnet

Volker Bouffier. © Staatskanzlei

Von Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen

Die Initiative Frankfurt Main Fi­nance feiert ihr zehnjähriges Bestehen, und es ist mir eine große Freude, auch auf diesem Weg herzlich zu gratulieren! Es sagt bereits viel über den Stellenwert und das Ansehen der Initiative aus, dass die Börsen-Zeitung zu diesem Anlass Sonderseiten veröffentlicht. Ich schließe mich dieser Wertschätzung ausdrücklich an und nutze gerne die Gelegenheit, mich bei den Verantwortlichen für das langjährige Engagement zu bedanken.

Der Finanzplatz Frankfurt ist für Hessen weit mehr als ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Er bereichert unser Land als eine zusätzliche Facette, auf die wir stolz sind. Seit Jahrzehnten prägen die Bankentürme das Frankfurter Stadtbild. Man kann sie aus dem Flugzeug beim Start oder im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen, beim Befahren verschiedener Autobahnen in Hessen oder beim Blick vom Großen Feldberg aus bestaunen.

In diesen eindrucksvollen Bankentürmen arbeiten im Frankfurter Stadtgebiet derzeit über 62 000 Menschen. Sie sind bei 199 Banken beschäftigt – darunter etwa 160 internationale Institute. Das einzigartige Netzwerk dieser Unternehmen wird durch erstklassige Forschungseinrichtungen ergänzt. Darüber hinaus sind die wichtigsten Behörden der Europäischen Finanzmarktaufsicht, die Europäische Zentralbank (EZB) und unsere nationalen Aufseher Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Bundesbank an einem Ort vereint. Eine lebhafte Start-up-Szene und zahlreiche Fintechs runden das über viele Jahre gewachsene Ökosystem der Finanzbranche ab.

Chancen erkennen und nutzen

Die Hessische Landesregierung begleitet intensiv die Entwicklung des Finanzplatzes und hat mit Frankfurt Main Finance einen verlässlichen Partner. Nur im stetigen Austausch zwischen Politik und Indus­trie können wir auf aktuelle Entwicklungen der weltweit vernetzten Finanzbranche reagieren. Die Politik trägt dabei die Verantwortung, Rahmenbedingungen zu gestalten. Das gemeinsame Ziel von Frankfurt Main Finance und der Hessischen Landesregierung ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen und zugleich Risiken frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Dass wir in Frankfurt heute vom wichtigsten Finanzplatz Kontinentaleuropas sprechen, zeigt, dass unser Miteinander erfolgreich ist und wir gemeinsam bereits Vieles erreicht haben. Das ist Motivation, unsere Arbeit auch in Zukunft ambitioniert und selbstbewusst fortzusetzen.

„Frankfurt Main Fi­nance bildet seither die zentrale Plattform für Information und Austausch. Bis heute haben sich 50 namhafte Mitglieder angeschlossen, die sowohl Banken und Fintechs als auch Hochschulen und Beratungsunternehmen repräsentieren.“

Eine stabile und prosperierende Volkswirtschaft fußt auf einem gesunden Finanz- und Kapitalmarkt. Wie stark dieses Wechselspiel ist, hat die Finanzkrise im Jahr 2008 gezeigt. Die Stoßwellen eines strauchelnden Finanzsektors waren weltweit und in beinahe allen Wirtschafts- und Lebensbereichen spürbar. Viele der zuvor gemachten Fehler flogen schlagartig und kumuliert auf, und es liegt heute im gemeinsamen Interesse von Politik, Finanz- und Realwirtschaft, dass sich diese Krise nicht wiederholt.

Dass sich genau in dieser Zeit die Initiative Frankfurt Main Finance gründete, war ein wichtiges Signal und für den Finanzplatz Frankfurt von herausragender Bedeutung. Dies gilt nicht zuletzt, da hier das monetäre Herz der wichtigsten Volkswirtschaft Europas schlägt.

Frankfurt Main Fi­nance bildet seither die zentrale Plattform für Information und Austausch. Bis heute haben sich 50 namhafte Mitglieder angeschlossen, die sowohl Banken und Fintechs als auch Hochschulen und Beratungsunternehmen repräsentieren. Ihre Anliegen zu verstehen, Kräfte zu bündeln und Positionen zu formulieren ist der Auftrag der Frankfurt Main Finance. Die Verantwortlichen – allen voran der Präsident Dr. Lutz Raettig – erfüllen dies in herausragender Weise und nicht zuletzt aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und ihres beachtlichen internationalen Netzwerks.

„Der Finanzplatz Frankfurt ist für Hessen weit mehr als ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Er bereichert unser Land als eine zusätzliche Facette, auf die wir stolz sind.“

Es geht aber auch darum, die Brücke zu Unternehmen der Realwirtschaft und den Verbrauchern zu schlagen. Die Mechanismen des Banken- und Kapitalmarktes zu verstehen – insbesondere in Zeiten eines rasanten digitalen Wandels und einer weltweiten Vernetzung – ist nicht einfach und zugleich die Grundlage für Vertrauen. Hier war über lange Zeit ein Vakuum entstanden, das nur durch das persönliche Engagement, Information und das Herunterbrechen komplexer Sachverhalte aufgelöst werden konnte. Frankfurt Main Finance hat dem Finanzplatz in Frankfurt und den hier niedergelassenen Instituten ein Gesicht gegeben. Das schafft Glaubwürdigkeit, Ansehen und Verbindlichkeit.

Kein einfacher Spagat

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die Finanzindustrie stark verändert. Die Regulierungsstandards sind ungleich höher, und die Aufsichtsstrukturen wurden gegenüber 2008 angepasst. In Europa sind wir ganz aktuell auf dem bedeutenden Weg zur Kapitalmarkt- und Bankenunion. Im Fokus der politisch Verantwortlichen liegt bei allen vereinbarten Maßnahmen stets die Sicherung der Finanzmarktstabilität bei gleichzeitiger Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit in einem internationalen Umfeld. Kein einfacher Spagat, der aktuell durch geopolitische Veränderungen und den digitalen Wandel noch herausfordernder wird.

Der Finanzplatz Frankfurt ist für diese Herausforderungen bestens gewappnet. Das besondere Netzwerk aller relevanten Marktteilnehmer an einem Ort der kurzen Wege habe ich bereits beschrieben. Die Stabilität des Umfelds und das Ansehen der hiesigen Aufseher sind hoch und wichtige Standortfaktoren. Hinzu kommt eine leistungsstarke Infrastruktur. Die Stadt ist mit dem Frankfurter Flughafen und den zentralen Bahn- und Straßenverkehrsadern bestens an die europäischen und internationalen Hauptstädte angebunden, und der am Datendurchsatz gemessen größte Internet-Knoten der Welt „Deutsche Commercial Internet Exchange (DE-CIX) liegt in Frankfurt. An den hiesigen Hochschulen und spezialisierten Forschungseinrichtungen bilden wir junge Talente aus, auf die wir stolz sind und um die wir an anderen Finanzplätzen beneidet werden.

Wir haben deshalb allen Grund, optimistisch und selbstbewusst in die Zukunft zu blicken. Es steht dem nichts im Wege, nach dem EU-Austritt Großbritanniens, den wir bedauern, die Spitzenposition im europäischen Gefüge einzunehmen. Derzeit erleben wir in Kontinentaleuropa einen intensiven Standortwettbewerb der Finanzplätze. Dabei geht es um die Frage, wer am meisten von den im Zuge des Brexit notwendig gewordenen Standortverlagerungen internationaler Banken und Dienstleister aus London in die EU 27 profitiert. Dass inzwischen viele Experten – nicht nur in Deutschland – die Vermutung äußern, Frankfurt könne unter allen kontinentalen Finanzplätzen der große Gewinner werden, ist ein Teilerfolg, auf den wir stolz sind.

Inseldenken aufgeben

Zugleich bin ich jedoch der Überzeugung, dass wir dieses Inseldenken aufgeben müssen. Europa wird international nur dann wettbewerbsfähig sein, wenn wir kooperieren und von einem europäischen Finanzplatz sprechen können. Weltweit war London bisher in dieser Position akzeptiert, und ich sage ganz selbstbewusst, dass wir diese Rolle perspektivisch in Frankfurt übernehmen wollen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir langfristig attraktiv bleiben und Brücken nach Paris, Dublin, Luxemburg und anderen Finanzplätzen schlagen. Aber auch die Verbindung zur City of London bleibt von Bedeutung. Hier sind Botschafter wie Frankfurt Main Finance gefragt.

Der Brexit bietet uns ein Momentum, das es zu nutzen gilt. Wir schauen uns daher im Austausch mit Marktteilnehmern sehr genau die hiesigen Rahmenbedingungen an und diskutieren, wo wir Weichenstellungen vornehmen können und wollen, um langfristig attraktiv zu sein. Dabei beziehen wir unsere hohen Standards ebenso ein wie die Aktivitäten unserer Konkurrenz und die Veränderungen in einem weltweiten Gefüge. Zwei Beispiele, die anschaulich machen, wovon ich spreche: Zum einen die künftige Aufstellung der Abwicklung und Besicherung (Clearing) von in Euro lautenden Derivategeschäften oder zum anderen die Überlegungen zu den künftigen Finanzaufsichtsstrukturen in Europa. Hier werden die Leitplanken für die kommenden Jahre gesteckt, und wir beziehen klar Position.

Wir begreifen die aktuellen He­­r­ausforderungen als Chance. Gerade in diesem Prozess brauchen wir die starke und gewichtige Stimme der Frankfurt Main Finance. In diesem Sinne freue ich mich auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit!

 

Financial Centre Frankfurt

Die Zukunft können wir nur vernetzt denken

Hierfür ist Frankfurt gut gerüstet – Forum schafft Raum für Diskurse zu vielen Themen

Peter Feldmann. © Stadt Frankfurt am Main

Von Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt

Frankfurt Main Finance vereinigt zwei Traditionen, die für Frankfurt besonders bedeutsam sind. Das ist zum einen die bis in das 13. Jahrhundert zurückgehende Geschichte als Handels- und Finanzplatz, zum anderen die ebenso lange Historie bürgerschaftlichen Engagements. Es gehört bei uns zur Tradition der Händler und Gilden, die gemeinsamen Interessen durch Eigeninitiative zu unterstützen. Der Verein Frankfurt Main Finance führt dieses Prinzip in moderner Form weiter, weshalb ich als Oberbürgermeister der Stadt herzlich zum zehnjährigen Jubiläum gratuliere.

Eng am Puls der Stadt

Frankfurts Wohlstand ist untrennbar mit seiner Rolle als internationaler Finanzplatz verbunden. Mit seinem klaren Bekenntnis zur Region als zweitgrößtem Wirtschaftsraum der Republik ist Frankfurt Main Finance für uns zu einem unersetzlichen Partner im Standortmarketing geworden.

Dabei betont die Initiative nicht nur die harten Standortfaktoren Frankfurts wie verkehrsgünstige Lage, Standort von Unternehmen internationalen Ranges sowie die Rolle als europäisches Zentrum der Geldpolitik und -regulierung. Sie wirbt ebenso engagiert mit der Lebensqualität der Region. Das geschieht eng am Puls der Stadt: Wer News zum Gewinn des DFB-Pokals durch die Eintracht oder über die neue Altstadt sucht, wird auf den Seiten von Frankfurt Main Finance fündig. Wer als Neuankömmling Freizeittipps sucht, findet sie auch hier. „Finanzplatzinitiative“ mag spröde klingen, ist es aber nicht.

Frankfurt Main Finance schafft als Forum Raum für Diskurse zu vielenThemen, die sich mit dem Finanzplatz beschäftigen. Dabei bindet der Verein Akteure aus Wirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden ein. Er führt so mehrere Blickwinkel zusammen und überwindet die Grenzen der genannten Disziplinen. Impulse wie etwa zu Sustainable Finance, die wirtschaftliche und ökologische Komponenten vereinen, zeigen das beispielhaft auf.

Von diesem interdisziplinären Ansatz profitieren Finanzplatz und Stadt. Ebenso vielfältig ist die Herangehensweise: Tagungen, Get-togethers, Reisen zu internationalen Standorten, Fachpublikationen zum Download, Social-Media-Angebote – ein Kommunikationsmix, dessen Facettenreichtum beeindruckt. Hier ist die Stadt gerne Partner, wie zuletzt mit einer gemeinsamen Tour für Wirtschaftsjournalisten zum Thema Euro-Clearing.

Fintechs nehmen einen breiten Raum im Angebot der Initiative ein. Unternehmen, welche die Stadtbesonders im Fokus hat, – ebenso wie Frankfurt für diese als Alternative zu anderen Standorten wie Berlin immer wichtiger wird: Die Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) befragte 2017 bundesweit 450 Unternehmen, deren Gründung nicht länger als zehn Jahre zurückliegt. Darunter waren 50 Start-ups im Großraum Frankfurt, auch aus den Branchen E-Commerce und Financial Services. 90 % davon rechnen mit einer steigenden Bedeutung Frankfurts als Start-up-Hub. Fast alle bewerten das Gründerklima als „gut“ oder „sehr gut“.

„Es gehört bei uns zur Tradition der Händler und Gilden, die gemeinsamen Interessen durch Eigeninitiative zu unterstützen. Der Verein Frankfurt Main Finance führt dieses Prinzip in moderner Form weiter.“

Die Statistik bestätigt diese Einordnung. Berlin hat 3,7 Millionen Einwohner, Hamburg 1,86 Millionen. Frankfurt, mit 730 000 Einwohnern die fünftgrößte deutsche Großstadt, liegt bei den Gründungen auf Platz 3. Um diese Entwicklung zu forcieren, habe ich die Initiative zur Gründung eines großen Institutes für künstliche Intelligenz ergriffen. Dieses soll Brücken bauen zwischen Wissenschaft und Theorie sowie Wirtschaft und Praxis. Wir werden so die Chancen der technologischen Zukunft einem breiten Publikum aus Wirtschaft und Gesellschaft zugänglich machen.

Vielversprechendes Ökosystem

Die positive Entwicklung in unserer Stadt bestätigen auch andere. In einer von der Goethe-Universität und weiteren Partnern in Auftrag gegebenen Studie heißt es: „Die Botschaft ist klar: Frankfurt ist ein vielversprechendes Ökosystem, aber es gibt immer noch Schlüsselbereiche, in denen die Zusammenarbeit dringend notwendig ist.“ Hier zeigt sich eine weitere wertvolle Funktion der Initiative: Die Stadt hat einen Partner an ihrer Seite, der mit kritischem Blickwinkel auf Verbesserungspotenziale hinweist. Denn wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Das funktioniert aber nur im Zusammenspiel vieler. Hierzu zählen nicht nur die mehr als 200 Kreditinstitute – davon rund 160 Auslandsbanken – und die Regulierer wie Europäische Zentralbank (EZB), Deutsche Bundesbank und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Über Grenzen hinaus schauen

Für den analytischen Blickwinkel sorgt das dichte Netzwerk der Finanzwissenschaft in der Region. Ebenso nötig ist es, über die eigenen Grenzen hinauszuschauen, etwa in das Versicherungswesen, in die Realwirtschaft oder zu anderen Finanzplätzen. Hierfür bietet der Verein Frankfurt Main Finance den passenden Rahmen, weshalb die Stadt zu seinen Mitgliedern zählt. Denn die Zukunft des Finanzplatzes können wir nur vernetzt denken. Hierfür ist die Stadt gut gerüstet!

Frankfurt Main Finance – zehn Jahre für den Finanzplatz

Frankfurt Main Finance (FMF) hat Grund zu feiern. Vor zehn Jahren wurde die Finanzplatzinitiative gegründet und ihre Bedeutung nimmt stetig zu. Seit dem Brexit-Referendum und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft ist FMF weiter gewachsen und hat heute mehr als 50 renommierte Mitglieder. Gegründet im Jahr 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise und auf Betreiben des damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und der früheren Oberbürgermeisterin Frankfurts, Petra Roth, gibt FMF der Finanzbranche in Frankfurt und der Region eine weltweit vernehmbare Stimme.

„Der Finanzplatz Frankfurt spielt bei der Bewältigung der großen Herausforderungen, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für die Finanzindustrie mit sich bringt, eine bedeutende Rolle“, sagt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „In diesen Zeiten ist es wichtig, dass Frankfurt Main Finance die Interessen der Finanzwirtschaft in Hessen und in der Bundesrepublik bündelt und vernehmbar macht. Davon profitieren auch Handel und Industrie und damit das ganze Land.“

„Frankfurt ist eine weltoffene, lebenswerte und internationale Stadt. Die Finanzmetropole ist ein herausragender und attraktiver Wirtschaftsstandort. Die zentrale Lage in Europa, die passende Infrastruktur und auch die Nähe zur Zentralbank sind weitere Aspekte, die für Frankfurt sprechen“, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Frankfurt kann einen wichtigen Beitrag zur Finanzstabilität in Europa leisten und Frankfurt Main Finance kommuniziert die Leistungsfähigkeit der Stadt seit Jahren weltweit mit offensichtlichem Erfolg.“

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance, sagt: „Wir sind stolz, all die Jahre das Vertrauen unserer Mitglieder zu genießen, deren Zahl immer weiter zunimmt. Für uns ist das Ansporn, die vor uns liegenden Aufgaben mit Energie anzugehen und weiterhin Verantwortung für den Finanzplatz zu übernehmen. Dabei bauen wir darauf, dass die exzellente Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, der Hessen Trade & Invest sowie den Städten Frankfurt und Eschborn und deren Wirtschaftsförderungen fortgeführt wird.“

Derzeit ist die Positionierung Frankfurts und der Region im Werben um die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus London in die Europäische Union eine der vordringlichsten Aufgaben von Frankfurt Main Finance. Seit dem frühen Morgen nach der Referendumsentscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, steht der Finanzplatz am Main im Zentrum weltweiter Aufmerksamkeit. Schon von der ersten Stunde an vorbereitet und sprechfähig gewesen zu sein, hat Frankfurt einen erheblichen medialen Vorteil verschafft, den FMF seitdem nutzt, um die Vorteile Frankfurts auch dort zu platzieren, wo gegenüber der Mainmetropole Skepsis oder Unkenntnis vorherrscht.

Seit März 2016, als das Thema Brexit auf der medialen Landkarte Gestalt gewann, wurde Frankfurt Main Finance allein mit diesem Thema in mehr als 2.323 verschiedenen Medien in 96 Ländern erwähnt, es wurden rund 850 Interviews geführt und somit etwa 10 Milliarden potenzielle Leser erreicht. Vertreter von FMF waren auf einschlägigen Veranstaltungen in den USA, in Japan, Korea, im Nahen Osten, selbstverständlich immer wieder in London, in Berlin und in Brüssel, um die Position des Finanzplatzes zu vertreten.