FinTechGermany Award 2019

FinTechGermany Award „Golden Garage“ prämiert herausragende FinTech-Unternehmen am Finanzplatz Frankfurt

Mit dem führenden investorenseitigen Gründerpreis zeichnet der Finanzplatz Frankfurt herausragende FinTech-Unternehmen in sechs verschiedenen Kategorien aus. In der Kategorie Seed-/Early Stage konnte AUTHADA GmbH die Jury überzeugen, Barzahlen – Cash Payment Solutions GmbH in der Kategorie Late Stage. Als bestes FinTech in der Growth Stage wurde solarisBank AG ausgezeichnet. TransferWise Ltd. als bestes ausländisches FinTech auf dem deutschen Markt. Zudem ging der Sonderpreis für das beste PropTech an Exporo AG und Wefox Germany GmbH wurde in der Sonderkategorie Insurtech gewürdigt.

Bereits zum fünften Mal verliehen die Organisatoren Börsen-Zeitung (WM Gruppe), Business Angels Frankfurt RheinMain, Frankfurt Main Finance und TechFluence den FinTechGermany Award an FinTech-Unternehmen mit hohem Potential. „Unser Award ‘Golden Garage‘ bietet vor allem jungen Unternehmern die Möglichkeit, mit FinTech-Insidern und Vertretern des Finanzplatzes in Dialog zu treten und Ihr Netzwerk zu erweitern. Wir freuen uns, diese Plattform bereits das fünfte Mal anbieten zu können“, so Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung. Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels Frankfurt RheinMain, sagt: „Wir zeichnen die besten Fintechs, Insurtechs und Proptechs aus, die mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und neuen Technologien den Finanzsektor wertschaffend verändern. Gleichzeitig bilden wir am Finanzplatz Frankfurt die gesamte Finanzierungskette für Startups ab – von der Gründung über Wachstum bis zur Etablierung.“ Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, führt an: „Die Kooperation zwischen FinTechs und den etablierten Akteuren am Finanzplatz ist der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg. Der FinTechGermany Award schafft die Plattform dafür.“ Michael Mellinghoff, Managing Director bei TechFluence UK, stellt fest: „Mit der Verleihung des Preises unterstützen wir insbesondere Startups mit aussichtsreichen FinTech-Konzepten und erhöhen gleichzeitig ihre Sichtbarkeit auf dem deutschen Markt.“

Das Augenmerk der sechszehnköpfigen Jury lag insbesondere auf Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit der Unternehmen. Sie bewerteten u.a. das Geschäftskonzept, Wettbewerbsvorteile, Positionierung, Finanzplan und das Management. Seed-/Early-Stage umfasst FinTechs, die bislang keine oder erste Umsätze sowie keinen oder einen ersten Prototyp vorweisen konnten. Für die Kategorie „Late Stage“ konnten sich Unternehmen mit einem kumulierten Umsatz im mindestens sechsstelligen Bereich bewerben. Ein deutlich siebenstelliger Umsatz sowie internationale Expansion war Voraussetzung für eine Würdigung in der Kategorie „Growth Stage“. Günter Rothenberger, Gründer der Günter Rothenberger Industries GmbH sowie Erfinder des R-Systems, stiftete die sechs Wanderpokale in Form von vergoldeten Wasserpumpenzangen.

Andreas Plies, Geschäftsführer von AUTHADA GmbH, führte an: „Der Preis ist nicht nur für uns, sondern auch für das ganze Unternehmen. Es ist schön eine Anerkennung für die eigene Arbeit zu erfahren.“ Ulrike Czekay, Head of PR & Marketing bei Barzahlen – Cash Payment Solution GmbH, möchte bei der Zahlungsinfrastruktur ansetzen und „den Kunden die Angst vor der Digitalisierung nehmen und neue Möglichkeiten anbieten.“ Chief Commercial Officer bei der solarisBank AG, Jörg Diewald, kündigte an: „Unsere Vertriebslinie ist auf Wachstumskurs und wir suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern, um unseren Kundenanfragen gerecht zu werden.“ Thomas Adamski, European PR Manager bei TransferWise Ltd., freute sich über seine Trophäe: „In erster Linie geht es uns darum, anderen Menschen zu helfen und ihnen eine drastische Kostensenkung bei Auslandsüberweisungen zu ermöglichen. Gerade bei einem großen und aktiven Markt wie Fintech bin ich unheimlich dankbar, dass die Szene sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Alternativen ist. Ich freue mich hier sein zu dürfen und die vielen netten Menschen aus den unterschiedlichen Bereichen kennenzulernen.“ Botho von Hülsen, Senior Manager bei der Exporo AG, teilte mit: „In Deutschland wird viel gebaut und bei uns können Fondpakete auch in Form von Bestandsprodukte erworben werden. Es ist geplant, unsere Digitalisierung zunächst in Frankreich und in den Niederlanden auszurollen, da diese Länder wirtschaftlich gut einzuschätzen sind.“ John Shewell, Head of Group Marketing & Communications von Wefox Germany GmbH, fühlte sich geehrt über die Trophäe in Form einer Wasserpumpenzange: „It is a privilege to be here tonight. At the same time, it is also a honour for all tech start-ups to have the opportunity to transform the financial industry. We want to make insurance easy and convenient for our customers.”

 

Kategorie InsurTech: Wefox Germany GmbH

Kategorie PropTech: Exporo AG

Kategorie Bestes ausländisches FinTech in Deutschland: TransferWise Ltd.

Kategorie Growth Stage: solarisBank AG

Kategorie Late Stage: Barzahlen – Cash Payment Solutions GmbH

Kategorie Seed-/Early Stage: AUTHADA GmbH

Frankfurt Main Finance gewinnt fünf neue Mitglieder für die Finanzplatzinitiative

Frankfurt am Main – Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e. V. begrüßt fünf neue Mitglieder und wächst damit auf 64 Mitglieder. Die Neumitglieder Bloomberg L.P., Consileon Business Consultancy GmbH, Moody´s Deutschland GmbH, Refinitiv und Schalast & Partner Rechtsanwälte mbB sind der Standortinitiative als Fördermitglieder beigetreten.

Durch ihre Mitgliedschaft geben die Vertreter aus Wissenschaft, Finanzindustrie, öffentlicher Verwaltung und dem aufstrebenden FinTech-Sektor ihrer Verbundenheit mit dem Finanzplatz Ausdruck, greifen aktuelle Themen des Finanzsektors auf und engagieren sich für die steigende nationale und internationale Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region.

„Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder ganz herzlich und ebenso ihr Bekenntnis zum Finanzstandort Frankfurt. Mit jedem neuen Mitglied wird auch für die bestehenden Mitglieder die Zugehörigkeit zu Frankfurt Main Finance attraktiver, die Stimme des Finanzplatzes erhält mehr Gewicht“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Durch unser Wachstum können wir gemeinsam ein breit gefächertes Branchen-Netzwerk bieten, dessen Trag- und Leistungsfähigkeit auch dem Finanzplatz Frankfurt zugutekommt. Das stetige Wachstum ist auch eine Anerkennung unserer täglichen Leistung, das Finanzzentrum weltweit zu repräsentieren und zu positionieren.“

Das neue Mitglied Bloomberg L.P. ist der global führende Dienstleister für Finanzinformationen und Finanznachrichten. „Frankfurt ist unser größter Standort in Kontinentaleuropa: Unsere Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance drückt unsere Verbundenheit mit diesem wichtigen und wachsenden Finanzplatz aus. Wir freuen uns auf den Austausch in der Initiative. Als globales Unternehmen an 176 Standorten weltweit wollen wir uns insbesondere bei der weiteren internationalen Vernetzung Frankfurts einbringen“, sagt Friederike von Tiesenhausen, Head of External Relations DACH Bloomberg L.P.

Dr. Joachim Schü, geschäftsführender Gesellschafter der Consileon Business Consultancy GmbH, freut sich über den Beitritt seines Unternehmens zur Frankfurt Main Finance: „Gerade mit der sukzessiv abnehmenden Bedeutung von London als Finanzplatz aufgrund des Brexits nimmt die Bedeutung Frankfurts als starkem Wirtschaftsraum und Zentrum europäischer Geldpolitik erheblich zu. Wir bekennen uns mit unserer Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance klar zum Standort Frankfurt, was wir mit der kürzlich erfolgten Verlegung unseres Frankfurter Büros ins Herz der Stadt zusätzlich unterstreichen. Wir möchten uns gerne mit unserer ganzen Expertise aus dem Bereich Finanzwirtschaft in den Verein einbringen und freuen uns sehr auf den Austausch mit den anderen Mitgliedern und Stakeholdern.“ Mit der Consileon Frankfurt GmbH und der syracom AG bündelt die Consileon-Gruppe erhebliches Fachwissen in der Beratung von Banken, Versicherungen, FinTechs und anderen Finanzdienstleistern.

Carl-Johan von Uexküll, Managing Director Germany & Switzerland bei Refinitiv, bekräftigt: „Mit unserer Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance zeigen wir unser Vertrauen in den Finanzstandort Frankfurt. Gleichzeitig möchten wir aktiv zu der positiven Entwicklung der Stadt beitragen und sehen den Austausch mit allen weiteren Finanzmarktakteuren in Frankfurt und der Rhein-Main-Region mit Optimismus sowie Begeisterung entgegen.“

Dr. Andreas Walter, Partner und Leiter Banking & Finance bei Schalast, sagt „Wir betrachten uns als festverwurzelter Teil der Kultur der Stadt Frankfurt am Main, des wichtigsten kontinentaleuropäischen Finanzmarktzentrums. Vor diesem Hintergrund sind wir besonders glücklich darüber und stolz darauf, dass wir neben der Beratung zahlreicher bereits vor Ort sitzender Unternehmen, viele ausländische Unternehmen der Finanzindustrie dabei unterstützen durften und dürfen, ihre Deutschland- oder Europazentralen in Frankfurt zu eröffnen und etablieren. Gerade weil aus rechtlicher Perspektive bankaufsichtsrechtliche Fragen verstärkt in den Vordergrund rücken und FinTech-Unternehmen aus der ganzen Welt Interesse an Frankfurt haben, freuen wir uns umso mehr jetzt auch formal Teil von Frankfurt Main Finance geworden zu sein“.

FMF begrüßt Brexit-Einigung – Verlagerung von 750 – 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen nach Frankfurt erwartet

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance (FMF) begrüßt die am vergangenen Wochenende getroffene Vereinbarung zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien. Denn sie schafft sehr viel mehr
Klarheit, wenn auch noch keine endgültige. FMF hofft zudem im Interesse aller Betroffenen, dass dieser Vertrag nun am 11. Dezember vom britischen Parlament ratifiziert wird. Als sicher kann das aber nicht gelten, und ein harter Brexit ist noch nicht abgewendet. Zudem steht bei Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Entscheidung dazu an, ob der Artikel 50 noch einmal vor dem Ende der Laufzeit widerrufen werden kann. Somit besteht auch noch die Hoffnung auf einen Verbleib Großbritanniens, wenn das Urteil des EuGH dies bestätigen sollte. Die Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering.

„Damit ist für die Finanzinstitute klar: Der Brexit kommt, die extreme Variante eines Austritts ohne Austrittsabkommen kann aufgrund der unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament weiterhin nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie etwas unwahrscheinlicher geworden ist. Dagegen kann ein Verbleib Großbritanniens in der EU zwar nicht ganz ausgeschlossen werden, darf aber als sehr unwahrscheinlich gelten. Nun ist der Pfad für die Finanzinstitute abgesteckt. Die Brexit-Pläne werden umgesetzt“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance.

Aus einer Rede von Danièle Nouy, Vorsitzende des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus der Europäischen Zentralbank (EZB), wissen wir, dass 37 Finanzinstitute, Banken und Wertpapierhandelsbanken, neue Lizenzen bei der EZB beantragt oder existierende ausgeweitet haben und diese bereits erhalten haben oder sie nach aller Voraussicht in Kürze erhalten werden.

30 dieser Institute haben sich für Frankfurt als ihrem Europäischen Sitz entschieden. Da sich etliche der Banken an mehreren Standorten niederlassen werden, wird es nach Ansicht von FMF viele Zahlen geben, die sich auf mehr als die von Frau Nouy genannten 37 addieren werden. Von dieser Verteilung profitiert der Standort Frankfurt aber auch, denn rund ein halbes Dutzend Finanzinstitute, die sich für Standorte in anderen EU Ländern entschieden haben, bauen ihre Präsenz dennoch maßgeblich in Frankfurt aus.

„In Gänze rechnen wir daher mit einer Verlagerung von 750 – 800 Milliarden Euro Bilanzvolumen von London nach Frankfurt, der Großteil davon dürfte im ersten Quartal 2019 verlagert werden“, sagt Väth. „Dabei wird es nicht bleiben.“

„Angesichts der aktuellen Situation stehen die Banken vor der Wahl, nun entweder nur das Nötigste zu verlagern oder sich auf die Verlagerung des gesamten Geschäftes vorzubereiten“, so Väth weiter. Die Institute haben auf diese Frage unterschiedliche Antworten gefunden. „Solange noch Unsicherheit besteht, dürften die meisten Institute die Minimallösung präferieren. In jedem Fall ist klar: Danach wird es erhebliche Zweitrundeneffekte geben.“

Als wichtiges Zeichen an die Finanzinstitute wertet Frankfurt Main Finance den Gesetzentwurf zur Lockerung des Kündigungsschutzes für Risikoträger mit hohen Einkommen. „Hier hat die Politik versprochen und geliefert. Das wird international sehr genau beobachtet, weil es zeigt, dass der Finanzplatz unterstützt wird.“

„Entsprechend werden die Zweitrundeneffekte nach Ansicht von Frankfurt Main Finance signifikant sein. Wir halten an dem von uns am Tag 1 nach dem BrexitReferendum geschätzten Potential von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen für Frankfurt fest. Allerdings zeichnet sich eine zweite Übergangsphase, die voraussichtlich bis Ende 2022 andauern wird, und damit eine weitere Verzögerung ab. Aus den ursprünglich erwarteten 5 Jahren für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ab dem Zeitpunkt des Referendums im Juni 2016 werden daher nun 8 Jahre.“

Ein gewichtiges Argument für die Entscheidung der Finanzinstitute, Geschäft nach Frankfurt zu verlagern, war die von der deutschen Politik signalisierte Bereitschaft, das Thema Arbeitsschutz für Risikoträger zu überdenken. Nach der Aufnahme in die Koalitionsvereinbarungen, liegt der speziell auf Risikoträger hin maßgeschneiderte Gesetzentwurf nun zur Abstimmung in den Ressorts vor. „Die Politik hat zugehört, hat versprochen und liefert“, sagt Väth. „Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Bankenverlagerung nach Deutschland gewollt ist. Es ist ein Zeichen, das gesehen und geschätzt wird.“

Frankfurt Main Finance gewinnt sechs neue Mitglieder für die Finanzplatzinitiative

Frankfurt am Main – Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e. V. begrüßt sechs neue Mitglieder und wächst damit auf 60 Mitglieder. Die Neumitglieder PricewaterhouseCoopers (PwC), The Boston Consulting Group, CBRE GmbH, die Frankfurt School of Finance & Management und Norton Rose Fulbright LLP sind der Standortinitiative als Fördermitglieder beigetreten, die Werthstein GmbH als FinTech-Mitglied.

Durch ihre Mitgliedschaft geben die Vertreter aus Wissenschaft, Finanzindustrie, öffentlicher Verwaltung und dem aufstrebenden FinTech-Sektor ihrer Verbundenheit mit dem Finanzplatz Ausdruck, greifen aktuelle Themen des Finanzsektors auf und engagieren sich für die nationale und internationale Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region.

Wir freuen uns sehr über die neuen Mitglieder und ihr Bekenntnis zum Finanzstandort Frankfurt. Das stetige Wachstum der Mitgliederzahl stärkt den Verein und ist eine Anerkennung unserer täglichen Leistung, den Finanzplatz weltweit zu repräsentieren und zu positionieren“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Unsere Stimme gewinnt Gewicht – ein Vorteil für alle Mitglieder und besonders für den Finanzplatz. Umgekehrt bieten wir schnellen, unmittelbaren Zugang zu einem herausragenden Branchen-Netzwerk.“

Das neue Mitglied PwC ist in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung mit 250.000 Mitarbeitern in 158 Ländern tätig – so auch am Finanzplatz Frankfurt. „Mit der Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance möchten wir nicht nur unser Bekenntnis zu Frankfurt als führendem Finanzplatz in Deutschland bestärken, sondern uns auch aktiv in die hiesige Community einbringen. Der Standort entwickelt sich hoch-dynamisch, und wir möchten zu dieser positiven Entwicklung und zur weiteren Stärkung Frankfurts beitragen. Darum freuen wir uns auf den Austausch mit den Mitgliedern der Initiative, mit Hochschulen, Banken und allen weiteren Finanzmarktakteuren der Stadt“, sagt Clemens Koch, Leiter Financial Services und Mitglied der Geschäftsführung von PwC Deutschland.

CBRE steht Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite. Seit 1973 sitzt CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main. „Wir freuen uns sehr, mit unserer Mitgliedschaft helfen zu können, die vielen Vorteile des Finanzstandortes Frankfurts auch aus Sicht der Immobilienwirtschaft unterstützen zu können. Zahlreiche Projektentwicklungen bieten immer modernere und innovativere Büroflächen, welche die Skyline weiterwachsen lassen. Trotz des sinkenden Leerstandes finden sich deswegen auch für größere Flächengesuche noch immer hervorragende und repräsentative Büroflächen“, erklärt Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany bei CBRE.

Als Frankfurt School of Finance & Management tragen wir den Finanzplatz quasi im Namen. Mit exzellenter Forschung setzen wir als Wirtschaftsuniversität neue Impulse – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Nachhaltige Finanzwirtschaft. Außerdem bilden wir auf unserem Campus die Fach- und Führungskräfte aus- und weiter, die Frankfurt braucht, um weiterhin innovativ und erfolgreich zu sein. Ein starker Finanzplatz ist für uns essentiell, deshalb engagieren wir uns bei Frankfurt Main Finance“, so Professor Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management. Die forschungsorientierte Business School, akkreditiert von EQUIS, AMBA und AACSB International, bietet umfangreiche Bildungsprogramme zu Finanz-, Wirtschafts- und Managementthemen an. Der Master of Finance der Frankfurt School ist der einzige Finance-Master einer deutschen Hochschule im aktuellen Financial Times Ranking.

Norton Rose Fulbright LLP berät als globale Wirtschaftskanzlei führende national wie auch international tätige Unternehmen in allen wichtigen Branchen. „Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt. Wir unterstützen die Initiative, weil sie den Finanzplatz Frankfurt wirkungsvoll im nationalen und globalen Wettbewerb positioniert“, erläutert Dr. Oliver Sutter, Partner bei Norton Rose Fulbright LLP.

Als digitaler Vermögensverwalter bietet Werthstein seinen Kunden die Möglichkeit, ein breites, nach Risikoaspekten diversifiziertes, individuelles Portfolio aufzubauen, das auf die Anlage in aktuelle wirtschaftliche, technologische oder gesellschaftliche Trends spezialisiert ist. „Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance steht für Aufgeschlossenheit gegenüber der Innovation und dem Schwung, den FinTechs in die Vermögensverwaltung bringen. Deshalb sind wir der Initiative eng verbunden“, kommentiert Felix Röscheisen, Generalbevollmächtigter der Werthstein GmbH.

Frankfurt Main Finance – zehn Jahre für den Finanzplatz

Frankfurt Main Finance (FMF) hat Grund zu feiern. Vor zehn Jahren wurde die Finanzplatzinitiative gegründet und ihre Bedeutung nimmt stetig zu. Seit dem Brexit-Referendum und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft ist FMF weiter gewachsen und hat heute mehr als 50 renommierte Mitglieder. Gegründet im Jahr 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise und auf Betreiben des damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und der früheren Oberbürgermeisterin Frankfurts, Petra Roth, gibt FMF der Finanzbranche in Frankfurt und der Region eine weltweit vernehmbare Stimme.

„Der Finanzplatz Frankfurt spielt bei der Bewältigung der großen Herausforderungen, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für die Finanzindustrie mit sich bringt, eine bedeutende Rolle“, sagt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „In diesen Zeiten ist es wichtig, dass Frankfurt Main Finance die Interessen der Finanzwirtschaft in Hessen und in der Bundesrepublik bündelt und vernehmbar macht. Davon profitieren auch Handel und Industrie und damit das ganze Land.“

„Frankfurt ist eine weltoffene, lebenswerte und internationale Stadt. Die Finanzmetropole ist ein herausragender und attraktiver Wirtschaftsstandort. Die zentrale Lage in Europa, die passende Infrastruktur und auch die Nähe zur Zentralbank sind weitere Aspekte, die für Frankfurt sprechen“, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Frankfurt kann einen wichtigen Beitrag zur Finanzstabilität in Europa leisten und Frankfurt Main Finance kommuniziert die Leistungsfähigkeit der Stadt seit Jahren weltweit mit offensichtlichem Erfolg.“

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance, sagt: „Wir sind stolz, all die Jahre das Vertrauen unserer Mitglieder zu genießen, deren Zahl immer weiter zunimmt. Für uns ist das Ansporn, die vor uns liegenden Aufgaben mit Energie anzugehen und weiterhin Verantwortung für den Finanzplatz zu übernehmen. Dabei bauen wir darauf, dass die exzellente Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, der Hessen Trade & Invest sowie den Städten Frankfurt und Eschborn und deren Wirtschaftsförderungen fortgeführt wird.“

Derzeit ist die Positionierung Frankfurts und der Region im Werben um die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus London in die Europäische Union eine der vordringlichsten Aufgaben von Frankfurt Main Finance. Seit dem frühen Morgen nach der Referendumsentscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, steht der Finanzplatz am Main im Zentrum weltweiter Aufmerksamkeit. Schon von der ersten Stunde an vorbereitet und sprechfähig gewesen zu sein, hat Frankfurt einen erheblichen medialen Vorteil verschafft, den FMF seitdem nutzt, um die Vorteile Frankfurts auch dort zu platzieren, wo gegenüber der Mainmetropole Skepsis oder Unkenntnis vorherrscht.

Seit März 2016, als das Thema Brexit auf der medialen Landkarte Gestalt gewann, wurde Frankfurt Main Finance allein mit diesem Thema in mehr als 2.323 verschiedenen Medien in 96 Ländern erwähnt, es wurden rund 850 Interviews geführt und somit etwa 10 Milliarden potenzielle Leser erreicht. Vertreter von FMF waren auf einschlägigen Veranstaltungen in den USA, in Japan, Korea, im Nahen Osten, selbstverständlich immer wieder in London, in Berlin und in Brüssel, um die Position des Finanzplatzes zu vertreten.

Brexit

Das Risiko eines „harten Brexit“ bringt Unternehmen unter Zugzwang – Heißer Herbst steht bevor

Die Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals erhoffen sich bis zum EU Gipfel im Oktober, allerspätestens zum möglichen Sondergipfel im November, Klarheit über die Ausprägung des Brexit und die Auswirkungen auf ihr Geschäft. Ob im Herbst klar sein wird, inwieweit es zu einer Übergangsregelung kommen wird, die den Status-Quo bis Ende Dezember 2020 festschreibt, bleibt bislang offen. Zwar ist diese Übergangsfrist grundsätzlich vorgesehen, aber an noch unerfüllte Bedingungen geknüpft. Diese Bedingungen stellen sich als erhebliche Hürden dar. Das gilt vor allem für die Frage des Umgangs mit der Grenze in Irland.

Ob es also bald Klarheit dann geben wird, ist nicht ausgemacht. Ab September erwartet die Geschäftsführung von Frankfurt Main Finance daher einen heißen Herbst. Banken werden in den nächsten Wochen wesentliche Entscheidungen über Ihren Set-Up treffen müssen, denn die Zeit zur Vorbereitung auf den Brexit Ende März 2019 wird sonst zu knapp. Wenige Monate vor dem Termin für den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ist das Risiko eines relativ harten Brexit noch immer nicht gebannt. Das bringt Handel, Industrie und Finanzdienstleister gleichermaßen unter Zeitdruck und Zugzwang.

Finanzinstitute rechnen in den nächsten Wochen nicht nur mit vermehrten Anfragen ihrer Kunden, sondern müssen auch für sich selbst konkret entscheiden, auf welches der Szenarien sie sich nun vorbereiten. „Die Zeit wird knapp“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance. „Wir erwarten einen heißen Herbst: Industrie- und Handelsunternehmen, aber auch die Asset Management-Branche müssen unbedingt jetzt das Gespräch mit ihren Finanzdienstleistern suchen, um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Es gilt, die Finanzierung und Anlagen Brexit-fest zu machen. Das geht nicht auf Knopfdruck. Wir laufen auf einen Massenstart zu, der bei verspätetem Beginn zu einem Nadelöhr führen kann.“

Daher rät Frankfurt Main Finance den Unternehmen aus Handel und Industrie, aber auch den Asset Managern jetzt aktiv das Gespräch mit ihren Finanzdienstleistern zu suchen, um ihre Finanzierung Brexit-fest zu machen. Das gilt gerade auch für das Clearing für in Euro denominierte Zinsderivate. „Die Unternehmen müssen selbst aktiv werden und auf die Banken zugehen“, sagt Väth. „Es ist in ihrem eigenen Interesse, beispielsweise ihre Finanzierungen und die Absicherung Ihrer Zinsrisiken selbst für einen harten Brexit abzusichern. Leider ist dieser Fall noch immer nicht auszuschließen. Je früher sie mit ihren Banken sprechen, umso besser wird die Vorbereitung sein, denn die Unternehmen werden im Zweifel die Hauptleidtragenden sein.“

Frankfurt Main Finance sieht den Finanzplatz Frankfurt als logische erste Wahl bei der Neuordnung und -orientierung der Finanzbranche nach dem Brexit. Diese Chancen unter zunehmend stärkerem internationalen Wettbewerb zu nutzen, bedarf es aber weiterer erheblicher Kraftanstrengung.

Frankfurter Büromarkt boomt im ersten Halbjahr – starker Ausblick

Der Büromarkt am Finanzplatz Frankfurt knüpft nahtlos an die Rekorde des letzten Jahres an. Im ersten Halbjahr erreichte der Flächenumsatz den dritthöchsten Wert der letzten 10 Jahre. Die ersten drei Monate des Jahres waren das beste erste Quartal seit dem Jahr 2000. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate, CBRE, Savills Investment Management und Jones Lang LaSalle hat die starke Vermietungsdynamik in Frankfurt zur niedrigsten Leerstandsquote seit 15 Jahren geführt – Tendenz für das zweite Halbjahr weiter fallend.

Im Zuge der Brexitverhandlungen haben 25 Finanzdienstleister bereits angekündigt, Geschäftsbereiche oder Kapazitäten an den Finanzplatz Frankfurt zu verlagern. Frankfurt Main Finance erwartet, dass es bis zum Jahreswechsel 2018/19 zur Brexit bedingten Schaffung von rund 2.000 Arbeitsplätzen kommen wird und hält an seiner Potentialschätzung von mittelfristig bis zu 10.000 Arbeitsplätzen fest, die jedoch noch nicht am Immobilienmarkt sofort vollumfänglich nachfragewirksam werden.

Die vom Brexit betroffenen Finanzdienstleistungsunternehmen dürfen weiterhin erwarten, dass sie im Stadtzentrum ausreichend moderne und im internationalen Vergleich kostengünstige Büroräume vorfinden werden. Trotz der sinkenden Leerstandsquote, die laut BNP Paribas Real Estate 8,3% beträgt und dem damit verbundenen Anstieg der Spitzenmiete auf zuletzt 43 EUR/m2/Monat, ist Frankfurt im internationalen Vergleich weiterhin günstig. Die Mieten betragen nur einen Bruchteil der Spitzenmieten in London und Paris, die im zweiten Quartal auf 118 bzw. 71 EUR/m2/Monat anstiegen. In beiden Städten liegt die Leerstandsquote bei unter 6%.

Diese Entwicklungen kommentieren José Martínez, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH, und Carsten Ape, Managing Director bei CBRE, Andreas Trumpp, Head of Research Deutschland bei Savills Investment Management sowie Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing von Jones Lang LaSalle (JLL), und Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V..

Die Abweichungen bei Daten zum Leerstand, Flächenumsatz oder den Mietpreisen zwischen den beteiligten Immobiliengesellschaften ergeben sich aus den jeweils unterschiedlichen Erhebungsmethoden bzw. Grundgesamtheiten. Frankfurt Main Finance unternimmt keine Gewichtung oder Wertung der jeweiligen Methoden, sondern stellt sie transparent dar.

José Martínez, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Frankfurter Niederlassungsleiter

„Der Aufwärtstrend auf dem Frankfurter Büromarkt hält weiter an. Mit einem Flächenumsatz von 273.000 m² im ersten Halbjahr liegt das Resultat knapp 14 % über dem zehnjährigen Schnitt. Im bundesweiten Vergleich fiel der Flächenumsatz nur in München und Berlin höher aus.

In keiner anderen Stadt verteilt sich das Ergebnis so ausgeglichen über die verschiedenen Branchengruppen wie in Frankfurt. Knapp an der Spitze liegen Banken/Finanzdienstleister (14,5 %). Platz zwei entfällt auf Coworking-Anbieter (12 %), die in Frankfurt an Bedeutung gewinnen. Komplettiert wird das Spitzentrio von der Gruppe Medien und Werbung (12 %). Auf den Rängen vier bis sechs folgen Kopf-an-Kopf gleich drei Branchengruppen mit jeweils knapp 11 % Umsatzanteil: die öffentliche Verwaltung, die Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Beratungsgesellschaften. Diese homogene Verteilung unterstreicht eindrucksvoll die sehr breite Nachfragebasis und das lebhafte Marktgeschehen. Zu den wichtigsten Verträgen in der Mainmetropole gehörten die Anmietung von 24.000 m² der FAZ im Europaviertel, 8.300 m² der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland in Heddernheim/Mertonviertel sowie 8.000 m² der Bethmann Bank im Bankenviertel.

Der Rückgang des Leerstands hat sich fortgesetzt und ist auf aktuell 1,28 Mio. m² gesunken – das geringste Volumen der letzten 15 Jahre. Vom Gesamtleerstand verfügen aber nur noch knapp 48 % (611.000 m²) über die von den Nutzern bevorzugte moderne Qualität. Die Leerstandsrate im Gesamtmarkt ist auf 8,3 % gesunken. Das größte Problem: Die Flächenknappheit in den zentralen, stark nachgefragten Lagen. Aufgrund der guten Nachfrage und dem geringen Angebot hat die Bautätigkeit angezogen. Insgesamt befinden sich 592.000 m² im Bau, dem Markt steht davon jedoch nur etwa die Hälfte zur Verfügung; der Rest ist vorvermietet. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass sich ein Großteil des Angebots auf wenige Projekte konzentriert, die darüber hinaus teilweise erst 2023 verfügbar sein werden. Als Ergebnis der skizzierten Nachfrage-/Angebotssituation hat die Spitzenmiete um 12 % auf 43 €/m² zugelegt. Auch bei den Durchschnittsmieten, die auf 18,30 €/m² gestiegen sind, ist eine ähnlich dynamische Aufwärtstendenz zu verzeichnen.

Die gute Nachfragesituation sowie das für die Nutzermärkte weiterhin stützende konjunkturelle Umfeld werden den Flächenumsatz auch im zweiten Halbjahr beflügeln. Dies gilt umso mehr, da der Anteil der Großabschlüsse zulegen dürfte. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich für das Gesamtjahr erneut ein überdurchschnittlicher Flächenumsatz ab, der die 600.000-m²-Schwelle überschreiten sollte. Da sich gleichzeitig der Leerstandsabbau, wenn auch verlangsamt, noch fortsetzen wird, ist von weiter steigenden Mietpreisniveaus auszugehen.“

Carsten Ape, Managing Director, CBRE

„Der Standort Frankfurt präsentiert sich dank der weiter gut laufenden Konjunktur in einer dynamischen Verfassung. So beobachten wir am Bürovermietungsmarkt eine ungebrochen hohe Nachfrage. Das erste Halbjahr lag mit einem Büroflächenumsatz von 253.700 m² rund 13% über dem bereits starken Vorjahreszeitraum. Und der positive Schwung zu Jahresbeginn hält an.

Während das erste Quartal dieses Jahres noch durch einzelne Großprojekte wie etwa die Anmietung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von rund 24.000 m² geprägt war, speist sich das Wachstum nun vor allem aus der traditionell stark in Frankfurt vertretenen Finanzbranche: neben Kreditinstituten und Beratungsunternehmen und Rechtsanwaltskanzleien sind es aber auch Unternehmen aus der Immobilienbranche, die Flächen suchen.

Im Fokus stehen zunehmend auch kleinteilige Flächen bis 1.500 m². So fielen allein von dem im zweiten Quartal umgesetzten 106.800 m² rund 53 % auf diese Segmente. Für zusätzliche Belebung sorgt das Coworking: Der Flächenumsatz ist binnen weniger Jahre von 1.100 m² im Jahr 2015 auf 24.800 m² allein im ersten Halbjahr dieses Jahres gestiegen. Vor allem Start-ups fragen diese gemeinschaftlich genutzten Büroräume nach. Dieses innovative Segment erschließt dem Frankfurter Büromarkt neue Wachstumsmöglichkeiten und sorgt für zusätzliche Flexibilität.

Die Leerstandsrate ist in Frankfurt auf 8,5 % gesunken. Dies hat neben der hohen Nachfrage mit der Umnutzung und dem Abriss bestehender Büroflächen wie auch einer überschaubaren Anzahl von Fertigstellungen neuer Immobilien zu tun. Die Bautätigkeit liegt indes weiter auf einem hohen Niveau. Die Pipeline ist gut gefüllt. Bis Ende 2018 sollen 114.000 m² Bürofläche in Frankfurt fertiggestellt werden, davon sind allerdings nur noch gut 16 % verfügbar. Das Angebot schränkt sich immer weiter ein, der Markt kann aber noch atmen.

Der Brexit dürfte vor allem mittelfristig eine große Rolle spielen. Im Moment lässt sich die politische Entwicklung in Großbritannien noch nicht absehen, sodass viele Marktteilnehmer eine gespannte Warteposition einnehmen. Es ist aber absehbar, dass Frankfurt einer der Gewinner des Brexits sein wird.

In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich die positive Entwicklung am Frankfurter Bürovermietungsmarkt fortsetzen. Die anhaltend hohe Nachfrage in Verbund mit der Knappheit an zentral gelegenen Objekten könnte zu einem weiteren Anstieg der Spitzenmieten führen. Dennoch sind nationale wie internationale Investoren auf der Suche nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet. Frankfurt steht weiter im Fokus.“

Andreas Trumpp MRICS, Head of Research Deutschland, Savills Investment Management

„Der Verlauf der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Europäischen Union wird über die Zukunft alternativer Finanzstandorte, wie zum Beispiel Frankfurt, entscheiden. Bereits 2017 konnte der Frankfurter Büromarkt auch nahezu ohne brexitbedingte Umzüge ein Spitzenjahr verzeichnen. Dieser Trend setzt sich im laufenden Jahr positiv fort. Immobilieninvestoren profitieren von der Dynamik Frankfurts und seiner Region. Im jüngst veröffentlichten Savills IM Dynamic Cities Index konnte sich Frankfurt nicht zuletzt deshalb um vier Plätze auf Rang 17 verbessern und gehört damit zu den 20 dynamischsten Städten Europas. Die Mainmetropole profitiert von der hervorragenden internationalen Anbindung mit Bahn und Flugzeug, dem überdurchschnittlich ausgebauten Nahverkehrsnetz sowie der digitalen Vernetzung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Immobilieninvestoren werden in Frankfurt in allen Größenklassen, Immobiliensegmenten und Risikoprofilen fündig. Damit bietet die Mainmetropole eine Anlagetiefe wie kaum eine andere Stadt in Deutschland.“

Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing, JLL

„Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt hat bis zur Jahresmitte 2018 ein starkes Umsatzergebnis erzielt. Mit knapp 260.000 m² fallen die Vergleiche mit dem Vorjahr (+ 9 %), dem 5- und 10-Jahresschnitt (+ 28 % bzw. + 14 %) deutlich positiv aus. Frankfurt markiert damit das drittbeste Halbjahresvolumen der letzten zehn Jahre. Eine Großanmietung über 10.000 m², wie die der FAZ in den ersten drei Monaten, gibt es zwar nicht in jedem Quartal. Aber wir sind zuversichtlich, dass in der zweiten Jahreshälfte einige Topanmietungen zu sehen sein werden – auch zu Top-Preisen. Denn Unternehmen, die entsprechendes hochkarätiges Personal suchen oder halten wollen, sind bereit, hohe Mieten für Top-Objekte in Top-Lagen zu zahlen. Da die Nachfragedynamik insgesamt weiter hoch ist, bleibe ich bei der Umsatzprognose von 575.000 m² für 2018.

Ein Problem, mit dem die Akteure auf dem Frankfurter Vermietungsmarkt weiter zu kämpfen haben: Leerstand ist nicht gleich Leerstand. Flächen, die zu haben sind, entsprechen vielfach nicht den Bedürfnissen: der Lage, Ausstattungsqualität, Mietdauer oder Mietpreis. Mittlerweile liegt die Leerstandsquote bei 7,3 % mit weiter fallender Tendenz bis Ende des Jahres auf 6,8 %. Zur Erinnerung: Die höchste Quote lag bei 17,9 %, das war 2006. Ab 2011 (15 %) hat sie dann sukzessive abgenommen.

Auch im zweiten Quartal kamen die dringend benötigten freien Flächen nicht auf den Markt. Und das bleibt auch so bis zum Jahresende. Das Angebot an fertig gestellter Fläche ist in den kommenden sechs Monaten mit rund 10.000 m² auf einem mehr als bescheidenen Niveau. Von einer spürbaren Entlastung auf der Angebotsseite gehe ich aus heutiger Sicht für 2020 aus. Dann könnten bis zu 485.000 m² fertigstellt werden.“

Hubertus Väth, Geschäftsführer, Frankfurt Main Finance e.V.

„Das hohe Vermietungsniveau und die sinkende Leerstandsquote zeigen, dass der Markt für Gewerbeimmobilien am Finanzplatz Frankfurt die Nachfrage gut absorbiert. Die hohe Lebensqualität, die hervorragende Infrastruktur, hohe Konzentration an ausländischen Unternehmen machen den Finanzplatz Frankfurt und die Rhein-Main-Region zu einem der beliebtesten Standorte. Frankfurt ist auf die Geschäftsverlagerungen von London nach Frankfurt in Folge des Brexit gut vorbereitet.“

Frankfurt Main Finance begrüßt weitere Bank am Finanzplatz – Chinesische CICC kommt nach Frankfurt

Die China International Capital Corporation Limited (CICC, Stock code: 3908 HK) hat sich für den Finanzplatz Frankfurt als Unternehmenssitz in Kontinentaleuropa entschieden. Die in Peking beheimatete Investmentbank ist seit 2015 an der Hong Kong Stock Exchange notiert. Mit der CICC haben sich seit dem Brexit-Referendum vor gut zwei Jahren mehr als 24 Banken entschlossen, ihr Geschäft oder Teile davon nach Frankfurt zu verlagern.

„Wir freuen uns sehr über die Standortwahl der CICC“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. „Mit der CICC ist nun auch die führende Investmentbank der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt am Finanzplatz Frankfurt vertreten. Wir sehen das als Beleg für die Qualität der Region Rhein-Main. Die Entscheidung der CICC zeigt, dass die Anziehungskraft Frankfurts auch auf Asien ausstrahlt, eine Region, deren Bedeutung beeindruckend gewachsen ist und weiterhin wächst“, so Väth.

Erst jüngst hatte die chinesische Bank Essence Securities sich für den Standort Frankfurt entschieden. In diesem, wie auch im Fall der CICC, war die in Frankfurt ansässige China Europe International Exchange (CEINEX) ein wesentliches Argument bei der Standortwahl. Für den Co-Vorstandsvorsitzenden der CEINEX Dr. CHEN Han eine klare Sache.

„Wir sind nach Frankfurt gekommen, weil wir davon überzeugt sind, dass es der führende Finanzplatz der Eurozone werden wird. Frankfurt ist das ideale Sprungbrett für alle chinesischen Finanzinstitute, die sich in Europa etablieren oder ihre Marktpräsenz ausbauen wollen“, sagt Dr. CHEN. „Wir sind erfreut, dass wir unterstützen konnten, ein so bedeutendes Institut wie die CICC für Frankfurt zu gewinnen.“


Über Frankfurt Main Finance

Frankfurt Main Finance ist die Stimme des Finanzplatzes Frankfurt Rhein-Main. Zu den mehr als 50 Mitgliedern zählen neben dem Land Hessen die Städte Frankfurt am Main und Eschborn, zahlreiche namhafte Finanzmarktakteure (Banken, Versicherungen, die Börse) und ihre Dienstleister sowie private und öffentliche Hochschulen. Sie alle bringen mit ihrer Mitgliedschaft ihre enge Verbundenheit mit dem Finanzplatz sowie ihren Willen zum Ausdruck, Frankfurt am Main als nationales und internationales Finanzzentrum ersten Ranges zu positionieren. Mehr zur Finanzplatzinitiative sowie ihren Mitgliedern auf www.frankfurt-main-finance.com.

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Über die China Europe International Exchange AG (CEINEX)

Die CEINEX mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Joint Venture der Shanghai Stock Exchange, der Gruppe Deutsche Börse und der China Financial Futures Exchange. Als erster Marktplatz für Renminbi (RMB)-bezogene und China-bezogene Anlageprodukte im chinesischen Offshore-Markt fungiert sie als einzigartige Brücke zwischen den chinesischen und den internationalen Finanzmärkten. CEINEX stellt zuverlässige Offshore-RMB- und China-bezogenen Finanzinstrumente für Investoren bereit, um die Internationalisierung des RMB zu fördern.

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Frankfurt Finance Summit: Herausfordernde Zeiten – wer geht voran?

Der 8. Frankfurt Finance Summit diskutiert die Themen:

  • Zukunfts-Strategien der Finanzindustrie in Zeiten von Veränderung und Unsicherheit
  • Euro-Clearing: ein offenes Rennen
  • Jenseits der Digitalisierung: Künstliche Intelligenz als neue Herausforderung

Seit 2011 kommen in Frankfurt hochkarätige Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Finanzwelt zusammen. Unter dem Motto „Ready, Steady, Go! Who is ready to set the pace in challenging times?“ treffen sich am 29. Mai 2018 Entscheider aus Zentralbanken, Börsen, Aufsichtsbehörden, Banken, Versicherungen, Politik, Unternehmen und Wissenschaft, um sich über aktuelle Fragen rund um den europäischen Wirtschaftsraum, Regulierung und die Finanzmärkte auszutauschen.

Dabei stehen Strategien als Reaktion auf tiefgreifende Veränderungen innerhalb der Finanzindustrie und der Umgang mit Unsicherheit im Fokus. Auch der künftige Verbleib und die Überwachung des Euro-Clearing nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wird eingehend von den Fachleuten thematisiert. Branchenexperten diskutieren zudem die Herausforderungen, die sich aus der voranschreitenden Entwicklung Künstlicher Intelligenz für Banken und Finanzunternehmen ergeben. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen unter www.frankfurt-main-finance.com/livestream

Wir freuen uns, beim Frankfurt Finance Summit wie in den Jahren zuvor ein breites Themenspektrum mit ausgewiesenen Experten diskutieren zu können. Es handelt sich dabei um Fragen, die für den Finanzplatz Frankfurt, aber auch für die Finanzindustrie insgesamt von entscheidender Bedeutung sind“, erläutert Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance.

Der Frankfurt Finance Summit hat sich als das Forum etabliert, das sich durch Exklusivität und die Expertise seiner Teilnehmer auszeichnet. Bereits zum achten Mal in Folge findet die Veranstaltung statt. Zu den Teilnehmern gehören Katharine Braddick, Director General of Financial Services bei HM Treasury, Jeremy Browne,Repräsentant der City of London Corporation bei der EU, Charles Delingpole, CEO und Gründer von ComplyAdvantage, Jeroen Dijsselbloem, Ehemaliger Präsident der Euro-Gruppe und ehemaliger Finanzminister der Niederlande, Karin Dohm, Global Head of Government und Regulatory Affairs and Group Structuring bei der Deutschen Bank AG, Markus Frank, Stadtrat für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main, Bernd Geilen, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Risk Officer der ING-DiBa AG, Thomas Grosse, Head of Multi-Asset Trading bei Union Investment Privatfonds, Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin), Kim Körber, Geschäftsführer und Gründer von BETTER ONE, Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär des Bundesministeriums der Finanzen, Sylvie Matherat, Mitglied des Vorstands und Chief Regulatory Officer bei der Deutschen Bank AG, Yves Mersch, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, Erik Tim Müller, Vorstandsvorsitzender der Eurex Clearing AG, Carsten Mürl, Produktmanager für Sicherheitslösungen Mastercard, Markus Nigg, COO der ti&m AG, Fabrizio Planta, Head of Markets Department at European Securities and Markets Authority, JP Rangaswami, Group Chief Data Officer und Group Head of Innovation bei der Deutschen Bank AG, Dr. Cornelius Riese, Chief Financial Officer der DZ Bank AG, Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen, Inke Schönauer, Chefredakteurin des EURO FINANCE Magazin, Professor Dr. rer. pol. Dr. h.c. Udo Steffens, Chairman of the Executive Board beim Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM), Prof. Dr. Uwe Stegemann, Senior Partner bei McKinsey und Company, Francisco Webber, CEO und Mitbegründer der Cortical.io AG, Annette Weisbach, Deutschland/ECB Korrespondent bei CNBC International sowie Peter J. Wirnsperger, Partner Cyber Risk bei Deloitte GmbH.

Zusätzlich zu den Vorträgen und Diskussionen findet in diesem Jahr im Rahmen des Summit auch der Frankfurt Finance Market Place statt. Hier präsentieren sich führende Unternehmen der Rhein-Main-Region, und es bietet sich die Gelegenheit zum Netzwerken.

Veranstaltungsort des Frankfurt Finance Summit 2018 ist das Kongresshaus Kap Europa mitten in Frankfurts zentralem Europaviertel. Die Konferenzsprache ist Englisch. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.

Frankfurt Main Finance

Frankfurt Main Finance e.V. wächst weiter und verstärkt Geschäftsführung

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. wächst auch 2018 weiter. Mit der Reinvent Law GmbH, der Fincite GmbH und der Accelerator Frankfurt GmbH wurden drei neue Mitglieder gewonnen. Damit wächst die Mitgliederzahl auf 54. Mit ihrer Mitgliedschaft unterstreichen die Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft, Finanzmarkt und Finanztechnologie ihre Verbundenheit mit dem Finanzplatz Frankfurt, engagieren sich für dessen nationale und internationale Bedeutung und nehmen aktuelle Themen der Finanzwirtschaft aktiv auf.

Zur Verstärkung der Geschäftsführung hat das Präsidium der Finanzplatzinitiative Andreas Glänzel mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer ernannt. Damit trägt Frankfurt Main Finance der stark gestiegenen Nachfrage nach Informationen zum Finanzplatz Rechnung. Der 53-jährige Bankkaufmann Glänzel verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Finanzkommunikation und war u.a. als Marketingleiter im Deutsche Bank-Konzern tätig. Als geschäftsführender Partner der NewMark Finanzkommunikation begleitet er heute Unternehmen im Bereich digitale Kommunikation. Darüber hinaus unterrichtet er als Dozent der International School of Management Studierende in Marketing- und Kommunikationsthemen.

„Der Finanzplatz Frankfurt ist im Aufwind. Das spürt Frankfurt Main Finance sowohl bei der weltweiten Nachfrage nach Informationen zum Finanzstandort am Main die sich an uns richtet, aber auch bei der wachsenden Zahl der Mitglieder“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Mit Reinvent Law, Fincite und dem Accelerator Frankfurt begrüßen wir ganz herzlich drei neue Mitglieder, die jedes auf seine Weise die Chancen der Digitalisierung ergreifen und so die Zukunft mitgestalten will. Andreas Glänzel als weiterer Geschäftsführer ist eine echte Verstärkung, mit der wir auf die in mehrfacher Hinsicht gewachsenen Anforderungen reagieren.“

Das neue Mitglied Reinvent Law GmbH wurde im Dezember 2017 gegründet und bietet als Legal Innovation Hub Dienstleistungen für Anwaltskanzleien, Rechtsabteilungen von Unternehmen, Legal Tech Unternehmen und Universitäten. Im Schwerpunkt werden neue technische juristische Lösungen live getestet, Erfahrungen von erfahrenen Unternehmern genutzt und neue Produkte in enger Zusammenarbeit mit Reinvent-Mitarbeitern entwickelt.

Die April 2015 gegründete und als Softwareunternehmen im Bereich Digital Asset & Wealth Management aktive Fincite GmbH bildet mit ihrer Plattform Fincite.Core die Grundlage für Robo Advisory und andere Asset Management Produkte. Mit Core können Finanzdienstleister bestehende Portfolien analysieren, überwachen, optimieren und dynamische Sparpläne anlegen – all das über mehrere Konten und Depots hinweg. Fincite steht für ein neues, vernetztes Finanzwesen, welches die Portfolio-Performance des Endkunden in den Vordergrund stellt.

Der 2015 gegründete Accelerator Frankfurt ist ein unabhängiger Accelerator, der Startups durch die Vermittlung von Partnern, Kunden und Investoren zur Investitionsreife verhilft. Die Startups absolvieren ein viermonatiges „Go-to-Market“-Programm und haben Zugang zu einem gemeinsamen Arbeitsraum, Konferenzräumen und den Services, die von den Partnern angeboten werden. Im Fokus stehen Unternehmen aus den Bereichen Fintech, RegTech, Cybersecurity, InsureTech, PropTech und Blockchain.