CFS-Diskussionsabend zur Entwicklung des deutschen Kapitalmarkts

Das Center for Financial Studies (CFS) feiert den 80. Geburtstag von Dr. Rolf-E. Breuer mit einem Diskussionsabend zu den Zukunftsperspektiven des Kapitalmarkts in Deutschland. Am Donnerstag, dem 30.November, würdigte das Institut den Geburtstag seines Vorstandsvorsitzenden und ehemaligen Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzendem der Deutschen Bank nicht in der üblichen Form mit einer ausführlichen Laudatio, sondern auf Wunsch Breuers mit einem Diskussionsabend. Die Professoren Jan Pieter Krahnen, Direktor des CFS, Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, und Otmar Issing, Präsident des CFS, dankten in ihren Eröffnungsworten für Breuers langjährige und tatkräftige Unterstützung des Instituts, die maßgeblich zu der erfolgreichen Entwicklung des CFS und der Goethe-Universität Frankfurt beigetragen habe.

Im Mittelpunkt der Feier stand aber die Entwicklung des Kapitalmarktes in Deutschland und Frankfurt. Prof. Bernd Rudolph, ehemaliger CFS-Direktor, beleuchtete in einem Themenvortrag die Entwicklung der deutschen Börsenlandschlaft aus wissenschaftlicher Perspektive.

Ein anschließendes Podiumsgespräch mit dem Titel „Reflektion zur Kapitalmarktentwicklung in Deutschland“ schlug die Brücke von der Wissenschaft zur Praxis. Unter der Moderation von Claus Döring, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, diskutierten Dr. Lutz Raettig, Aufsichtsratsvorsitzender der Morgan Stanley Bank, Jürgen Fitschen, ehemaliger Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, Roland Koch, Aufsichtsratsvorsitzender der UBS Deutschland, und Friedrich von Metzler vom Bankhaus Metzler, die Entwicklung des Kapitalmarktes aus der Sicht der Praxis und der Politik.

Im Fokus der Diskussion, die sich Breuer anstelle vieler Gratulations- und Dankesworte gewünscht hatte, stand unter anderem die deutsche Aktienkultur. Mit Blick auf die Zukunft des Kapitalmarkts in Deutschland stellte die Gesprächsrunde fest, dass bestehende Hindernisse für Bürgerinnen und Bürger am Kapitalmarkt einzusteigen, weiter abgebaut werden müssten.

In seiner anschließenden Ansprache dankte Rolf-E. Breuer den Teilnehmern des Podiumsgesprächs. Das Gespräch sei genau so lebhaft verlaufen und von bleibendem Wert gewesen, wie er es sich gewünscht habe.

Im Namen des CFS überreichte der Otmar Issing dem Jubilar eine Urkunde für dessen besondere Verdienste am CFS.

Seinen Geburtstag, der bereits am 3.November war, hatte Breuer im privaten Rahmen gefeiert.

Breuers Karriere begann mit einer Lehre bei der Deutschen Bank, der ein Studium der Rechtswissenschaften folgte. 1966 arbeitete er für die Deutsche Bank in Karlsruhe; später in der Börsenabteilung in Frankfurt am Main, dessen Leitung er 1974 übernahm. Knapp 10 Jahre später wurde Breuer in den Vorstand gewählt und übernahm von 1997 bis 2002 das Amt des Vorstandssprechers. Von 2002 bis 2006 war Rolf Breuer Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Das Center for Financial Studies ist ein an die Goethe-Universität Frankfurt angegliedertes Forschungsinstitut, das von der Gesellschaft für Kapitalmarktforschung e.V. getragen wird.

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