CFS-Index erreicht höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise in 2007

Die Finanzbranche meldet: Starke Umsatz- und Ertragszuwächse / Mitarbeiterzahlen im Aufwärtstrend / Investitionsvolumen leicht rückläufig, aber nach wie vor auf hohem Niveau

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, steigt um 5,9 Punkte auf 120,1 Punkte. Diese enorm positive Entwicklung ist primär auf die hohen Umsätze und Erträge der Finanzbranche im vierten Quartal 2017 zurückzuführen. Des Weiteren reduzieren die Finanzinstitute nun ihren Stellenabbau und erwarten, dass sich diese Entwicklung im laufenden Quartal weiter verstärkt. Auch bei den Dienstleistern ist die personelle Entwicklung positiv. Es werden verstärkt Mitarbeiter eingestellt. Allerdings meldet die Finanzbranche ein leicht rückläufiges Investitionsvolumen, welches sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau befindet.

„Die exzellente Zielerreichung der Banken bei Umsatz und Ertrag hilft ihnen bei der Bewältigung der nächsten großen Herausforderung, der digitalen Transformation. Dies spiegelt sich auch in den sehr positiven Erwartungszahlen für den Dienstleistungssektor der Finanzindustrie wider, wozu insbesondere Beratungs- und Prüfungsunternehmen zählen“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird unverändert sehr positiv eingeschätzt

Mit einem Anstieg um 0,4 Punkte liegt der Unternehmensstandort-Index, der die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland bewertet, mit 135,9 Punkten nur leicht unter dem bisherigen Höchststand, der im Zuge des Brexit-Votums in 2017 erreicht wurde.

„Die stabil hohe Bewertung des Index zeigt: Dem Finanzplatz Deutschland wird mehr zugetraut. Das sollte für alle Beteiligten Ansporn sein, die Zukunft der Branche hierzulande mit Optimismus und Selbstvertrauen zu gestalten“, kommentiert Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., die Umfrageergebnisse.

Umsätze und Erträge der Finanzbranche steigen. Nur im Jahr 2007, dem ersten Jahr der Befragungen, hatten die Dienstleister noch höhere Werte.

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können entgegen den eher verhaltenen Erwartungen aus dem Vorquartal ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen im letzten Quartal 2017 stark ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 11,2 Punkte auf 122,7 Punkte und bei den Dienstleistern sogar um 20,3 Punkte auf 137,5 Punkte. Für das laufende Quartal rechnen die Finanzinstitute nur mit einem minimalen Rückgang. Die Dienstleister erwarten einen Rückgang auf das Niveau der Vorquartale.

Auch die Erträge beider Gruppen entwickeln sich im vierten Quartal 2017 besonders positiv. Der entsprechende Sub-Index erreicht bei den Finanzinstituten mit einem Anstieg um 6,5 Punkte einen Wert von 113,9 Punkten. Auch die Dienstleister verzeichnen ein enormes Ertragswachstum um 26,9 Punkte, welches die bereits positiven Erwartungen aus dem Vorquartal noch deutlich übertrifft. Der Sub-Index Erträge steigt damit für diese Gruppe auf 133,6 Punkte.

Investitionsvolumen leicht rückläufig, aber nach wie vor auf einem hohen Niveau

Nachdem der Sub-Index Investitionen der Dienstleister Mitte 2017 den höchsten Stand seit Beginn der Befragungen im Jahr 2007 erreicht hatte, befindet er sich wie schon im Vorquartal mit -2,8 Punkten leicht im Abwärtstrend. Mit 113,9 Punkten ist dieser jedoch nach wie vor auf einem hohen Niveau. Auch der Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 5,1 Punkte auf 113,8 Punkte, wobei ein weiterer Rückgang erwartet wird. Hingegen rechnen die Dienstleister wieder mit einem Anstieg für das laufende Quartal.

Mitarbeiterzahlen der Finanzbranche im Aufwärtstrend / Stellenabbau der Finanzinstitute abgeschwächt

Nach dem erhöhten Stellenabbau des Vorquartals schwächt sich dieser bei den Finanzinstituten nun ab. Der entsprechende Sub-Index Mitarbeiter steigt um 3,3 Punkte auf 98,6. Auch die Entwicklung bei den Dienstleistern ist positiv. Hier werden verstärkt Mitarbeiter eingestellt. Der Sub-Index steigt um 3,5 Punkte auf 116,8 Punkte. Beide Gruppen rechnen mit einer Fortsetzung dieses Aufwärtstrends, wobei die Erwartung der Dienstleister noch höher als die der Finanzinstitute ist.

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