Freundschaftliche Besuche zwischen guten Partnern

Die Reisen des hessischen Wirtschaftsministeriums in den Jahren 2012, 2013 und 2014 nach China zielten darauf ab, die gegenseitigen Beziehungen weiter zu intensivieren. Sie dienten darüber hinaus dazu, Frankfurt als Drehscheibe für Geschäfte in Renminbi zu etablieren. 
Dabei wurden gleich mehrere Grundsteine für vertiefte Beziehungen zwischen China und Hessen gelegt. Zunächst wurde 2012 in Peking mit dem Bürgermeister des Pekinger Finanzdistrikts Xicheng eine Vereinbarung zur langfristigen Zusammenarbeit der beiden Finanzplätze unterzeichnet. Dieser Distrikt versammelt einen Großteil der Finanzindustrie und stellt damit einen vielversprechenden Partner für das Land Hessen und den Finanzplatz Frankfurt dar.

Auch mit der 23-Millionen Metropole Shanghai wurden während der Reise engere Verbindungen geknüpft: der wichtigste Beschluss sieht vor, das Hessen-Shanghai Business Forum jährlich zu veranstalten – jeweils im Wechsel zwischen Shanghai und Frankfurt.

Das erste internationale Hessen-Shanghai Business Forum stand unter dem Titel „Finanzierung von Investitionen und Handel – Zusammenarbeit zwischen Banken und Unternehmen“. Es führte rund 200 Besucher zusammen; viele davon warben für Hessen. Die chinesischen Teilnehmer zeigten sich erfreut über die hervorragende Verkehrsinfrastruktur, die gesamte Bandbreite wirtschaftsnaher Dienstleistungen, die Anzahl hochqualifizierter Arbeitskräfte und das gute Schulangebot in der Mainmetropole.

Auf der Reise im Jahr 2013 standen Gespräche mit Vertretern der Chinesischen Zentralbank im Vordergrund. Dabei verdeutlichte die hessische Delegation ihr Bestreben, Frankfurt als den zentralen Finanzplatz der Eurozone für Handels-, Investitions- und Finanztransaktionsgeschäfte in Renminbi (RMB) auszubauen. Bereits heute kommt Deutschland im grenzüberschreitenden RMB-Verkehr nach den asiatischen Handelspartnern Chinas an erster Stelle.
Die Bedeutung Chinas als mit Abstand wichtigster Wirtschaftspartner auf dem asiatischen Markt unterstreicht die Einrichtung eines Internationalen Investment Centers der Chinesischen Investitionsbehörde in Frankfurt.

2014 warb Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in China um Investitionen für Hessen und für den Finanzplatz Frankfurt. Der Minister nutzte die zweite Auslandsreise seiner Amtszeit, um neben der Hauptstadt Peking und der Wirtschaftsmetropole Schanghai auch die hessische Partnerprovinz Hunan zu besuchen. Al-Wazir war mit einer knapp 70-köpfigen Delegation eine Woche in China unterwegs. China ist der wichtigste Handelspartner Hessens auf dem asiatischen Markt. Das gemeinsame Handelsvolumen liegt 2014 bei über 10,17 Milliarden Euro. Zudem kommen die aktivsten ausländischen Investoren in Hessen aus China. Hunan gehört zu den zehn wirtschaftsstärksten Provinzen des Landes.

Durch die Delegationsreisen und die geschlossenen Kooperationsabkommen wurde der Finanzplatz Frankfurt zur ersten Adresse für Unternehmen, die an Investitionen und Kooperationen in China interessiert sind. Er präsentierte sich für chinesische Investoren und Unternehmen als Tor zur Euro-Zone.

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