Frankfurt Finance Summit 2013 Christine Lagarde

Die Zukunft des Euro. Christine Lagarde und Wolfgang Schäuble auf dem Frankfurt Finance Summit

Am Dienstag, den 19. März, findet der dritte „Frankfurt Finance Summit“ statt. In der Hauptverwaltung Hessen der Deutschen Bundesbank diskutieren 170 Notenbankgouverneure, Leiter von Banken- und Börsenaufsichten sowie Vertreter der Finanzwirtschaft aus 19 Ländern über die Zukunft des Euro, und wie Regulierung und Krisenmanagement die Weltfinanzwirtschaft ändern. Der Summit ist in englischer Sprache und wird live im Internet übertragen unter: www.frankfurt-main-finance.com/stream 

Frankfurt unterstreicht mit dem dritten „Frankfurt Finance Summit“ seine Bedeutung als Zentrum für Finanzmarktstabilität und Bankenregulierung in der Eurozone. In Frankfurt hat nicht nur die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Sitz, sondern auch der Financial Stability Board (FSB) und die EU-Aufsicht für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA). Ab 2014 wird auch der einheitliche Aufsichtsmechanismus für Banken (EAM), angesiedelt bei der EZB, in Frankfurt beheimatet sein.

Das Motto der Konferenz lautet: „TOTAL IMPACT – How regulation and crisis management will change the world’s financial landscape”. Damit thematisiert der Summit die große Herausforderungen, der Regulierung, denn nicht immer sind die Konsequenzen klar oder gewollt. So verweist Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance, beispielhaft darauf, dass sich „Europäische Banken wieder verstärkt auf ihre Heimatmärkte fokussieren. Diesem vermeintlichen Gewinn an Sicherheit steht jedoch ein wachsendes Länderrisiko für Europa, die Banken selbst und die wirtschaftliche Entwicklung gegenüber.“ Zu überlegen sei, so Raettig, wie dieser Trend zur Re-Nationalisierung wieder umgekehrt werden könne. Wolfgang Hartmann, Vorsitzender des Vorstands des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung: „Risikomanagement wird noch lange im Zentrum der öffentlichen Diskussion stehen und stehen müssen. Experten und Verantwortliche tun gut daran, sich nach den Erfahrungen der Krise besser zu erklären.“

Die Themen

Panel I: Die Zukunft der Europäischen Währungsunion

Diskutiert wird, ob die Bankenunion der richtig Weg ist, die Finanz- und Schuldenkrise nachhaltig zu lösen, ob die europäische Bankenaufsicht bei der EZB in den richtigen Händen liegt und welche Rolle Deutschland in Zukunft in einem möglichen Europa der zwei Geschwindigkeiten spielen sollte. Es sprechen unter anderem Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, sowie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundebankpräsident Jens Weidmann.

Panel II: Neue Kapitalanforderungen und ihre Folgen

Im zweiten Panel des Tages wird hinterfragt, ob die neuen Kapitalanforderungen für Banken tatsächlich geeignet sind, das internationale Bankensystem auf ein stabileres Fundament zu stellen und so Finanzkrisen in Zukunft zu verhindern. Wichtig dabei auch, wie Realwirtschaft und Wachstum von den neuen Regeln beeinflusst werden. Sprecher in diesem Block sind unter anderem Anshu Jain, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, Dr. Károly Szász, Präsident der ungarischen Finanzaufsicht, sowie Prof. Klaas Knot, Präsident der De Nederlandsche Bank.

Panel III: Das neue regulatorische Rahmenwerk in der Praxis

Wird der einheitliche Aufsichtsmechanismus bei der EZB die Bankenaufsicht verbessern? Ist das neue Rahmenwerk nicht mehr zu beherrschen, weil zu komplex? Und wie trägt ein Trennbankensystem zu mehr Stabilität bei? Fragen, mit denen sich in Panel III unter anderem Luc Frieden, Finanzminister von Luxemburg, Dr. Elke König, BaFIN-Präsidentin, Steven Maijoor, Vorsitzender der European Securities and Markets Authority sowie Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, auseinandersetzen.

Das vollständige Programm steht zum Download zur Verfügung: www.frankfurt-main-finance.com/stream

Der Frankfurt Finance Summit hat sich als fester Termin zum Thema Bankenregulierung und Finanzmarktstabilität etabliert. Ausgerichtet wird der Summit von der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance sowie vom Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM). Der vierte Frankfurt Finance Summit findet im März 2014 statt.

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