Europäischer Rat beschließt EBA-Verlagerung nach Paris

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) zieht von London nach Paris. Das hat der Europäische Rat für allgemeine Angelegenheiten in einer geheimen Abstimmung am 20. November entschieden. Die Bundesregierung hatte sich ebenfalls um die Ansiedlung der EBA in Frankfurt am Main beworben. Die Verlagerung der EBA aus London heraus in ein anderes EU-Land ist Folge der Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen.

„Wir gratulieren Paris zur Ansiedlung der EBA, hätten uns allerdings einen anderen Ausgang der Entscheidung gewünscht, weil wir der Auffassung sind, Frankfurt erfüllt in der Summe die Kriterien der Vergabe am besten“, sagt Dr. Lutz Raettig, Präsident der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance. „Die Vergabe nach Paris bedeutet eine stärkere Dezentralisierung der Finanzmarktregulierung und ist aus unserer Sicht vor allem eine politische Entscheidung zugunsten des Prinzips einer EU-weiten Verteilung von Institutionen. Für die künftige Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt bleiben wir optimistisch.“

Neben der Mainmetropole und Paris hatten sich sechs weitere Städte um den Sitz der Institution beworben. Zu den Entscheidungskriterien des Europäischen Rates gehörten die reibungslose Fortführung des Betriebs, die rechtzeitige Bereitstellung des Gebäudes, die Verkehrsinfrastruktur und internationale Erreichbarkeit, die Verfügbarkeit von Wohnimmobilien, sowie das Job-, Schul- und Gesundheitsangebot für die Familien der Beschäftigten.

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