Finanzplatztag 2018 der WM-Gruppe in der IHK Frankfurt. Quelle: WM Daten

Finanzplatztag 2018: „Der beste Finanzplatztag aller Zeiten“

Am 7. und 8. März fand der Finanzplatztag bereits zum 11. Mal statt. Es sei „der beste Finanzplatztag aller Zeiten“ gewesen, sagte Jens Zinke, Geschäftsführer der WM-Gruppe in seiner Schlussrede am Donnerstagabend. Organisiert wird die Veranstaltung von der WM-Gruppe – Frankfurt Main Finance Mitglied und Herausgeber der Börsen-Zeitung. Über 500 Fachleute aus Frankfurt nahmen an Workshops und Vorträgen zu aktuellen Themen wie MiFID II, Euro-Clearing und Digitalisierung teil.

Ein Highlight der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion zum Thema „Euro-Clearing nach dem Brexit“ am zweiten Veranstaltungstag, moderiert von Frankfurt Main Finance-Geschäftsführer Hubertus Väth. Zu Beginn des Panels stellte er einschlägige Zahlen vor: 97 Prozent der Euro-Zinsswaps werden derzeit durch LCH in London gecleart. Es müsse sichergestellt werden, dass die Geschäfte auch nach dem Brexit im März 2019, effizient und im Kundensinne weitergeführt würden, sagte Karin Dohm, Global Head of Government and Regulatory Affairs der Deutschen Bank AG. Neben operativen Hürden, mit denen nach März 2019 gerechnet werden muss, sah Christoph Hock, der das Multi-Asset-Trading bei Unioninvestment leitet, einen positiven Effekt der Verlagerung des Euro-Clearing. Aufgrund des größeren Wettbewerbs im Markt könne man mit Ersparnissen rechnen, die direkt auf die Kunden weitergegeben werden könnten. Weitere Panel-Teilnehmer waren Dr. Alexendra Hachmeister, Chief Regulatory Officer und Head of Group Regulatory Strategy der Deutsche Börse AG und Dr. Burkhard Rinne, Partner bei Linklaters.

Panel "Euro-Clearing nach dem Brexit". Im Bild: Burkhard Rinne, Karin Dohm, Christoph Hock, Alexandra Hachmeister. Quelle: WM-Daten

Podiumsdiskussion „Euro-Clearing nach dem Brexit“. Im Bild: Burkhard Rinne, Karin Dohm, Christoph Hock, Alexandra Hachmeister. Quelle: WM-Gruppe

Offene Jury-Sitzung des FinTech Germany Award

Ein weiterer Höhepunkt des 11. Finanzplatztags war die offene Jury-Sitzung des Fintech Germany Awards „Golden Garage“ am ersten Veranstaltungstag. Acht FinTechs, die ihre Bewerbung um den Award bereits eingereicht hatten, nutzen die Möglichkeit ihr Geschäftsmodell der Jury bereits vor der offiziellen Preisverleihung am 14. Juni vorzustellen. Frankfurt Main Finance Präsident Dr. Lutz Raettig ist einer der Juroren, die am 14. Juni im TechQuartier über den finalen Gewinner entscheiden werden. Frankfurt Main Finance ist neben der Börsen-Zeitung, den Business Angels Frankfurt Rhein Main und Techfluence einer der vier Organisatoren des Awards.

Ein Workshop widmete sich außerdem einem perspektivischen Blick: Wo ist die Zukunft der Abwicklungsbanken in Zeiten der FinTechs? Diese Frage diskutierte Götz Röhr, Executive Director der HSBC Transaction Services GmbH und Head of Banks and Broker Dealers HSS Germany der HSBC Deutschland, mit den Teilnehmern seines Workshops. Einhergehend mit den aufstrebenden FinTechs stand das Thema Digitalisierung im Fokus des Finanzplatztags 2018: Welche Möglichkeiten ergeben neue Technologien für das Wertpapiergeschäft? Vor welchen Herausforderungen steht der Finanzsektor beim Thema Cyber-Security?

Weitere Themenschwerpunkte der Veranstaltungen waren MiFID II, die Besteuerung von Kapitalanlagen, die Zukunft des Asset-Managements und die Gebühren aktiver Fonds.