FinTech Forum on Tour. Frankfurt Main Finance Managing Director Hubertus Väth

FinTech-Brücken zwischen London und Frankfurt

Das FinTech Forum on Tour macht Halt am Finanzplatz Frankfurt

Die vielversprechendsten Startups, Investoren, Medien, Finanzinstitute und andere am Thema FinTech Interessierte versammelten sich in Frankfurt zum FinTech Forum On Tour. Die engere zukünftige Zusammenarbeit zwischen FinTechs und Banken sowie Großbritannien und Deutschland stand im Mittelpunkt der Veranstaltung am 22. März. Zum ersten Mal präsentierten sich junge FinTechs aus Großbritannien organisiert am Standort Frankfurt und sondierten die Gegebenheiten und Chancen in der Rhein-Main-Region. Verschneites deutsches Wetter, Earl Grey Tee und Startup-Pitches sorgten für viel Gesprächsstoff.

Der Generalkonsul für Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz, Herr Rafe Courage und der britische Botschafter in Deutschland Sir Sebastian Wood KCMG begrüßten die Teilnehmer und unterstrichen die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit im Bereich Fintech zwischen Deutschland und Großbritannien, insbesondere in den kommenden Jahren im Hinblick auf die wachsenden Brexit Nachwirkungen: „Die Wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit nimmt zu, es gibt keine politische Diskussion darüber“, sagte der Botschafter. Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, ging näher auf die Rolle Frankfurts als bevorzugter Zielort für Geschäftsverlagerungen nach dem Brexit ein: „Frankfurt baut gerade für Finanzinstitute und Fintech eine Brücke nach London.“

Ein großer Teil des Forums war den Startup-Pitches gewidmet: 10 FinTechs präsentierten ihre Lösungen für das Banking der Zukunft. Viel Aufmerksamkeit wurde dabei auf die Verbesserung des digitalen Rechte- und Einwilligungsmanagements zum Schutz der Kundendaten gelenkt. Die Integration von Analysesystemen für Vermögensverwalter, datenschutzfreundliche Datenoperationen, die Rolle künstlicher Intelligenz im Bankwesen sind nur einige Beispiele für den Fortschritt, den FinTech-Startups für den Finanzmarkt sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland bieten können.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Martin Deckert (niiio finance group), diskutierten Lucie Haß (Landesbank Hessen-Thüringen), Steffen Seeger (digitalplus), Christian Nehk (Barclays Bank) und Nektarios Liolios (Startupbootcamp FinTech) Fragen zu Kosten, Wettbewerb, Compliance und Wachstum von FinTech und Banking. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die Digitalisierung des Bankwesens und die Zusammenarbeit mit FinTechs in den letzten fünf Jahren rasant zugenommen habe. Dennoch gebe es sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland noch viel Raum für neue Lösungen und innovative Ideen. „Vor fünf Jahren war Deutschland weit zurück, aber jetzt ist es ein Ort, an dem man vertreten sein sollte. Es ist ein Erfolg für alle“, sagte Fintech-Pionier N. Liolios.

Die Diskussionsteilnehmer und etliche Zuhörer, die dem Podium zugehört hatten, stimmten in den sich anschließenden Gesprächen darin überein, dass die Regulierung in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein könnte, dennoch gelte der allgemeine Trend, dass große Finanzunternehmen und Banken mehr Zeit benötigten, um intelligente technologische Lösungen zu implementieren. Die Dringlichkeit zu digitalisieren könne heute nicht mehr ignoriert werden.

Der britische Botschafter in Deutschland sagte, der Brexit bringe neue Migrations- und Handelspolitik, das Vereinigte Königreich sei jedoch weiterhin bereit mit Europa vor allem in den Sektoren IT und Technologie zu kooperieren: „Wir müssen Freunde bleiben“, sagte der Botschafter auf Deutsch. Diese Schlussbemerkung der Keynote stimmte gut mit der These Hubertus Väths von Frankfurt Main Finance überein, dass Deutschland und insbesondere Frankfurt die neue Brücke zwischen London und Europa werden könnte.

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