Fünfte FMF-Delegationsreise nach Südkorea und Hongkong

Unter der Leitung von Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance (FMF), reiste eine Delegation vom 10. bis zum 15. Januar 2019 nach Südkorea und Hong Kong.

Seoul

In Seoul begann die Reise mit Terminen mit der Sogang-Universität zu den Schwerpunktthemen FinTech und Blockchain. Im Anschluss stand ein Gespräch mit dem neuen Präsidenten der koreanischen Finanzaufsicht Suk Heun Yoon auf dem Programm. Themen dieses Treffens waren zum einen der Brexit, dessen Auswirkungen auf die europäischen Finanzmärkte und die daraus resultierenden Chancen für den Finanzplatz Frankfurt. Zum anderen informierten die Vertreter von FMF über die neue World Alliance of International Financial Centers (WAIFC), zu dessen Gründungsmitgliedern sowohl FMF wie auch der zweitgrößte koreanische Finanzplatz Busan gehören – Im  Gespräch wurde eine Mitgliedschaft von Seoul anregt. Weitere Gesprächsthemen waren die Themen Blockchain und Kryptowährungen sowie Regulierungsfragen.

Die Arbeit der neuen WAIFC wurde im Anschluss mit Vertretern der Stadtregierung von Seoul vertieft.

Busan

Am nächsten Tag ging es weiter nach Busan, der zweitgrößten koreanischen Stadt und Partner von Frankfurt Main Finance. Nach einem Treffen mit der Busan Economic Promotion Agency (BEPA), der Wirtschaftsförderung der Stadt Busan, bei der Dr. Raettig sehr herzlich von Chairman Dr. Ki Sik Park begrüßt wurde, reiste die Delegation zum United Nations Memorial Cemetery, einer Gedenkstätte aus dem Korea-Krieg inmitten von Busan.

Im Rathaus von Busan empfing Vizebürgermeister Jae-soo Yoo  die Delegation . Herr Yoo und Dr. Raettig würdigten den engen Austausch beider Finanzplätze Busan und Frankfurt seit der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens im Jahr 2013, der nicht zuletzt über die gemeinsame Mitgliedschaft bei der WAIFC weiter vertieft werden soll. Neben FinTech ist für Busan, auf dessen Gebiet der fünfgrößte Hafen der Welt liegt, maritime Finanzierung ein wichtiges Thema.

Hongkong

In Hongkong nahm die Delegation am Asian Financial Forum (AFF) teil. Durch eine neue Aufteilung des Forums und das zukunftsweisende Motto „Creating a Sustainable and Inclusive Future“ präsentierte sich das von der Hongkonger Regierung und dem Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) gemeinsam veranstaltete Forum nochmals deutlich größer und moderner als in den vergangenen Jahren.

Der deutsche Gemeinschaftsstand von FMF, der FrankfurtRheinMain GmbH und Hessen Trade & Invest zog zahlreiche Besucher an, die sich insbesondere für Frankfurt im Rahmen des Brexits interessierten, aber sich auch über die FinTech-Szene in Frankfurt informieren wollten. Eine besondere Ehre war der Besuch des deutschen Generalkonsuls in Hong Kong Dieter Lamlé, der den Finanzplatz Frankfurt schon lange sehr aktiv unterstützt.

Carrie Lam, die Hongkonger Regierungschefin, setzte in ihrer Eröffnungsansprache alte und neue Schwerpunkte: Zum einen betonte sie die Erfolge im Bereich FinTech in Hongkong und gab einen positiven Ausblick für 2019, der allerdings nicht von allen Forums-Teilnehmern geteilt wurde. Zum anderen machte sie deutlich, wie wichtig für die Hongkonger Regierung die neue Greater Bay Area-Initiative der chinesischen Guangdong-Provinz mit den beiden Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao ist. Die Initiative geht dabei deutlich über die bereits in Betrieb genommene neue Infrastruktur (Schnellzug-Verbindung von Hongkong in die Guangdong-Provinz, insbesondere nach Shenzhen und Kanton, sowie die Brücke nach Macao) hinaus.

Während die Bankenvertreter der Delegation den interessanten Vorträgen folgten, präsentierte sich das Frankfurter FinTech-Unternehmen AsiaFundManagers gegenüber einer Reihe von potentiellen Investoren bei der sogenannten Deal Flow Matchmaking Session des AFF. Die beiden teilnehmenden Geschäftsführer von AsiaFundManagers zeigten sich beim Abschlussgespräch mit Dr. Raettig am letzten Tag der Reise sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Gespräche.