Großes Vertrauen in den Finanzplatz Frankfurt

Seit Oktober 2019 ist Frankfurt Solutions Mitglied bei Frankfurt Main Finance. Wir haben David Kleinz, Gründer des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens für Informationssicherheit, drei Fragen zur Mitgliedschaft bei Frankfurt Main Finance gestellt.

Wie trägt Ihr Unternehmen zur Entwicklung des Finanzplatzes bei?

Zunächst einmal werben wir direkt mit unserem Namen für Frankfurt. Dieses Bild verstärken wir durch unsere Expertise bei innovativen Technologien im Bereich der Informationssicherheit und tragen somit auch zur positiven Wahrnehmung des Finanzplatzes bei. Weiterhin schaffen wir als Beratungs- und Dienstleistungshaus unmittelbar eine höhere Resilienz unserer lokalen Partner. Gleichzeitig entlasten wir diese mit unseren Dienstleistungen – vom Audit bis hin zur Auswahl und dem Betrieb der passenden und hochmodernen Systeme. Damit erlauben wir unseren Partnern sich auf Ihre Kernprozesse zu fokussieren und den Finanzplatz weiter auszubauen.

Was sind für Sie die zentralen Standortvorteile des Finanzplatzes Frankfurt, was ist ausbaufähig?

Ich erwähne gerne bei Familie und Bekannten, dass Frankfurt mittig der „blauen Banane“ liegt, dem wirtschaftlich zentralen Bereich Europas, welcher sich von London bis Mailand erstreckt. Kombiniert mit unserer hervorragenden Infrastruktur kann ich mir logistisch keinen besseren Standort vorstellen.

Ein weiterer Vorteil aus meiner Perspektive ist die überschaubare Größe der Stadt im Verhältnis zur Wichtigkeit der lokalen Finanzindustrie bzw. weiterer wirtschaftlicher und politischer Institutionen. Hier können Sie bequem zum nächsten Meeting gehen, wohingegen Sie in vergleichbaren Weltstädten eine Stunde in der U-Bahn bzw. im Stau warten müssen.

Im Sinne der Informationssicherheit genießt der Finanzplatz Frankfurt ein großes Vertrauen. Dies sehen wir als hervorragende Ausgangsbasis, um diese in Zeiten eines rasant steigenden Bedrohungspotentials aufrechtzuerhalten und auszubauen.

Verbesserungspotential besteht im Bekanntheitsgrad der Stadt Frankfurt über den Flughafen hinaus. Auch im kulturellen Bereich müssen wir einem internationalen und jungen Publikum mehr bieten. Da können wir z.B. mit London aktuell nicht mithalten.

Welche Trends sehen Sie momentan am Finanzplatz Frankfurt bzw. an internationalen Finanzplätzen?

Der mit Abstand bedeutendste Trend ist natürlich die Digitalisierung bzw. der technologische Fortschritt, welcher sowohl im Frontend als auch im Backend erfolgt. Vielfältige Unterthemen wie z.B. künstliche Intelligenz u. Big Data führen zu einer Digitalisierung und Automatisierung zuvor manuell ausgeführter oder ganz neu geschaffener Prozesse. Zum Vorteil unseres Geschäftsmodells aggregieren sich all diese Trends in der Informationssicherheit. Sowohl Quantität als auch Qualität der auf Technologie basierenden Geschäftsprozesse wächst, und damit steigt die Attraktivität für feindliche Parteien, diese anzugreifen, bzw. die Notwendigkeit, diese abzusichern.

Natürlich beschäftigt uns auf europäischer Ebene der Brexit und auf weltweiter Ebene der Handelskrieg zwischen den USA und China. Darüber hinaus sehe ich einen Generationenwechsel sowohl auf politischer Ebene als auch durch den Aufstieg der Technologie in der Wirtschaft. Dies zeigt sich jedoch noch nicht explizit in den Führungspositionen des Finanzsektors.