Hessen bündelt Brexit-Wissen im Internet

In Kürze wird Großbritannien aus der EU ausscheiden. Um Menschen über den Brexit zu informieren, stellt Europaministerin Lucia Puttrich das Informationsangebot des Landes in einer Pressemeldung vor: „Wir informieren Bürger, Unternehmen und Institutionen, was auf sie zukommen kann“

Die Hessische Landesregierung fasst Informationen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen rund um das Thema Brexit im Internet zusammen. Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat am Mittwoch ein umfangreiches Angebot auf der Webseite des Landes (www.hessen.de) vorgestellt. „Wer sucht, findet im Internet ganz viele Informationen an ganz vielen Stellen. Für uns ist aber wichtig, dass die Menschen in Hessen sich möglichst schnell und einfach informieren können. Dafür haben wir jetzt ein umfangreiches Paket geschnürt“, sagt Ministerin Puttrich. Die Hinweise sind insbesondere bei einem harten Brexit wichtig. In diesem Fall scheidet das Vereinigte Königreich ohne Übergangsregelung aus der Europäischen Union aus.

Das Angebot enthält zahlreiche Verweise auf Informationen des Europäischen Union, der Bundesregierung und weiterer Einrichtungen sowie Rechtsvorschriften. „Alle Ressorts der Landesregierung haben sich in den vergangenen Monaten immer wieder eng darüber abgestimmt, welche Lebensbereiche vom Brexit besonders betroffen sein werden“, sagt Lucia Puttrich weiter. Das Informationsangebot im Internet ist ein Ergebnis dieser Abstimmungsgespräche und wird zeitnah noch erweitert.

„Wir wissen, dass viele Unternehmen seit langem mit dem harten Brexit planen und so gut wie möglich vorbereitet sind“, sagt die Ministerin weiter. Neben Unternehmen und Universitäten seien aber zum Beispiel auch Schulen und Vereine, die Austausche oder sportliche Begegnungen planten, vom Brexit betroffen. Der einzelne Bürger müsse zum Beispiel wissen, dass sich die Bestimmungen für die Einreise von Haustieren oder die Grenzen der Freimengen ändern, wenn Großbritannien die EU verlässt. Auch der Onlinehandel ist ein Thema: Wenn Kunden bei einem Anbieter in Großbritannien shoppen, wird ab einem gewissen Warenwert künftig Einfuhrumsatzsteuer fällig.

„Wir können die gesetzlichen Regeln nicht ändern, wenn der Brexit kommt“, fasst Europaministerin Lucia Puttrich zusammen. „Wir können die Menschen aber darüber aufklären, was er für sie bedeuten kann.“