Rationale Anwendung der EBA-Vergabekriterien spricht für Ansiedlung in Frankfurt

Die EU-Kommission hat sich zur Vergabe des Sitzes der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) geäußert. Die EBA muss als Folge des Ausscheidens von Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) ihren Sitz von London in ein Land der EU verlegen. Neben Frankfurt bewerben sich sieben weitere Städte um die Ansiedlung der EBA. Nun hat die EU-Kommission ihre Bewertung der Bewerbung veröffentlicht. Frankfurt Main Finance begrüßt diesen vorbildlich transparenten Bewerbungsprozess. Die Unterlagen der EU-Kommission finden Sie hier.

Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance (FMF) sieht gewichtige Gründe für die Ansiedlung der EBA am Finanzplatz Frankfurt. „Bei der damaligen Ansiedlung der EBA in London stachen zwei Argumente: London war zum einen der führende Finanzplatz und konnte zum anderen auf regulatorische Kompetenz verweisen. Beides gilt innerhalb der Europäischen Union nach dem Brexit für keine andere Stadt mehr als für Frankfurt. Das belegen auch die Entscheidungen der Banken, sich in Frankfurt anzusiedeln“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance.

„Frankfurt ist heute mit der Europäischen Zentralbank (EZB), der europäischen Versicherungsaufsicht (EIOPA) und dem europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) bereits die Hauptstadt der europäischen Finanzmarktaufsicht. Die Ansiedlung der EBA an einem anderen Ort als Frankfurt würde dieses einzigartige Ökosystem, statt auszubauen, ohne Not fragmentieren und als unmittelbare Folge den Banken, die ohnehin unter den Folgekosten des Brexit leiden, zusätzliche Ausgaben aufbürden“, so Väth weiter. „Aus unserer Sicht kann die rationale Anwendung der Vergabekriterien nur für die Ansiedlung der EBA in Frankfurt sprechen.“

 

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