Smart & Connected | AI Summit: Digitale Megatrends stehen im Fokus

Es ist ein Megatrend unserer Zeit: Digitale Technologien verändern das Kommunikationsverhalten und schaffen immer neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen Menschen und ihrer Umwelt. Wir haben Ulrich Martin, Leiter Konferenzen und Marketing des Frankfurt School Verlags gefragt, welche Themen im Fokus der Konferenz Smart & Connected | AI Summit am 20. und 21. November in der Frankfurt School liegen werden. Die Besucher dürfen sich auch auf Überraschungen freuen.

Welche Fragen stehen im Fokus der Konferenz Smart & Connected | AI Summit am 20. und 21. November in der Frankfurt School?

Am ersten Konferenztag diskutieren wir unter dem Vorzeichen „Smart & Connected“ ganz unterschiedliche Aspekte intelligenter Vernetzung. Die Teilnehmer erleben hier, wie umfassende Konnektivität konkret aussehen kann und welche Chancen sich daraus für Mensch, Unternehmen und Infrastrukturen ergeben. Das geht weit über Produkte wie den „smart“ vernetzten Kühlschrank hinaus und verlangt von Unternehmen, sich in vielen Bereichen neu zu erfinden – von der Strategie und die Geschäftsmodelle über die Technologie bis hin zu Bereichen wie Führung und Organisation. Um die Bandbreite an Möglichkeiten aufzuzeigen, stellen Experten verschiedener Branchen am ersten Konferenztag technologische Konzepte wie Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, kurz: AI), Internet of Things, Robotics, Blockchain, Smart Mobility und Smart City vor. Nicht zu kurz kommen darf natürlich die Risikoanalyse: Wir diskutieren daher auch über Sicherheit und Rechtsfragen der zunehmenden Digitalisierung.

Am zweiten Konferenztag, dem AI Summit, steigen wir dann intensiv in das Thema AI ein. Es wird hier um Managementfragen der AI-Umsetzung in Unternehmen und um zahlreiche technologische Einzelaspekte gehen, wie Bias, Quantum Computing oder Digital Twins. Ein wichtiger Part des zweiten Konferenztages werden konkrete AI-Einsatzfelder sein, so genannte „AI Use Cases“.

Welche Gründe haben Sie konkret bewogen, die Konferenz ins Leben zu rufen?

Digitale Vernetzung ist eine Entwicklung, die in den kommenden Jahren weiter stark an Bedeutung gewinnen wird. Es erschien uns wichtig, ein Informations- und Austauschforum für Fach- und Führungskräfte, für Studierende und für Wissenschaftler zu schaffen, das Themen an der Schnittstelle von Management und Technologie diskutiert. Wir wollten dabei einen gewissen fachlichen Anspruch setzen, damit der Event auch für solche Teilnehmer interessant ist, die schon im Thema sind. Inspiriert hat uns bei der Programmgestaltung die wissenschaftliche Community, die an der Frankfurt School of Finance & Management zu Themen wie Digitalisierung und AI lehrt und forscht. Es lag nahe, neben Fach- und Führungskräften aus Industrie und Finanzsektor die Experten und Forschungsergebnisse aus dem AI Lab, Blockchain Center und ProcessLab der Frankfurt School in eine solche Veranstaltung zu integrieren.

Haben Sie Beispiele, wie sich Produkte, Services und Infrastrukturen mit intelligenter Vernetzung neu denken und gestalten lassen?

Als aktuelles Beispiel fallen mir autonom fahrende Roboter ein, die Reisende im Flughafen app-gesteuert zum Gate begleiten und ihr Gepäck tragen. Ausgestattet mit Chatbots wären sie auch in der Lage, Fragen in verschiedenen Sprachen zu verstehen und zu beantworten. Ein weiteres Beispiel: „Intelligente“ Ersatzteile im Auto signalisieren dem Fahrer, dass verschleißbedingt ein Wechsel ansteht – durch digitale Vernetzung können Werkstätten daraufhin automatisiert Serviceangebote abgeben, aus denen der Fahrer (oder das Auto selbst) das beste aussucht. Deutlich komplexer sind im Vergleich dazu umfassende Smart-City-Konzepte, in denen der gesamte Stadtverkehr datenbasiert über verschiedene Transportsysteme hinweg optimiert wird und mit Ladetechnologien für E-Autos, Parkleitsystemen, Umweltmessstationen oder Maut- und Zahlungssystemen verknüpft wird.

Das Jahr neigt sich dem Ende – es ist Zeit für Ausblicke: Frankfurt am Main ist einer der größten Finanzplätze Europas. Welche Auswirkungen werden Trends wie künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge auf die Finanzwirtschaft und den Finanzplatz haben?

Die neuen datengestützten Technologien und Verfahren machen es möglich, Prozesse weiter zu optimieren und zu automatisieren. Auf der Grundlage des großen „Datenschatzes“ der Finanzwirtschaft lässt sich Entscheidungsqualität verbessern und spannende neue Geschäftsansätze bilden sich heraus. Das wird allerdings nicht ohne nennenswerte Investitionen in Organisation, Technologie und Mitarbeiter zu haben sein. Und wo Daten stärker genutzt und verknüpft werden, ergeben sich auch neue Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz. In allen diesen Bereichen sehe ich wertvolle Impulse für die Entwicklung des Finanzplatzes. Das zeigt die lebendige FinTech-Kultur in Frankfurt und die fachliche Expertise in Themen wie Analytics, AI, Blockchain und Compliance, die sich in den Banken, im IT- und Beratungssektor und an den Hochschulen des Finanzplatzes entwickelt hat.

Auf welchen der Speaker freuen Sie sich am meisten?

An unseren beiden Konferenztagen wirken rund 40 Sprecherinnen und Sprecher mit, da fällt die Auswahl wirklich schwer. Vor allem auch deswegen, weil wir alle Programmpunkte – vom VIP-Vortrag bis zum Experten-Workshop – mit sehr viel „Herzblut“ gestaltet und besetzt haben. Ich bin sehr gespannt, welche der Sprecherinnen und Sprecher beim Publikum am besten ankommen werden. Hier gibt es übrigens immer mal wieder Überraschungen – es müssen nicht immer die Keynotes sein.

 

Nähere Informationen zur Konferenz SMART & CONNECTED | AI SUMMIT am 20./21. November 2019: www.smartconnected-ai.de