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Von der Garage zum Finanzplatz Frankfurt

Accelerator Frankfurt wurde 2016 von Ram Shoham und Maria Pennanen gegründet, basierend auf ihren Erfahrungen mit Unternehmen, die Schwierigkeiten hatten, Partnerschaften mit Start-ups aufzubauen. Accelerator Frankfurt begleitet B2B-Software-Startups in den Bereichen Fintech, RegTech, Cybersecurity, Insurtech, Proptech und Blockchain während ihrer Entwicklung. Startups, die in das Accelerator Programm aufgenommen wurden, erhalten Mentorships von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Consulting Services sowie einen Co-Working-Space, um ihren Ideen Raum für Entfaltung zu geben. „Wir wollten unser Programm als Schnittstelle für Unternehmen und Start-ups etablieren“, sagt Ram Shoham, Mitbegründer von Accelerator Frankfurt. Das Programm konzentriert sich aufgrund der Anziehungskraft des Finanzplatzes Frankfurt insbesondere auf FinTechs. Des Weiteren betreibt Accelerator Frankfurt  Blockchain Labs, die Unternehmen den Zugang zu Blockchain-Technologien ermöglichen und über dessen Potential aufklären.

Wir haben Ram Shoham in einem exklusiven Interview gefragt: Wie sieht der Weg von der Garage zum Finanzplatz Frankfurt aus?

Accelerator Frankfurt in 2 Sätzen: Was macht den Erfolg der Accelerator Frankfurt GmbH aus?

Für Start-ups sind wir das Tor zur deutschen Finanzbranche. Mit unserem dreimonatigen, umsatzorientierten acceleration program helfen wir fortgeschrittenen Start-ups, die bereits zahlende Kunden und Produkte haben, den deutschen Markt zu erschließen.

Was beeindruckt Sie am meisten, wenn Sie mit jungen Gründern sprechen?

Wir haben seit 2016 bereits dreißig Start-ups geholfen sowie Tausende von Gründern überprüft, bevor wir einige von Ihnen in das Programm aufgenommen haben. Die Gründer, mit denen wir zusammenarbeiten, haben alle eines gemeinsam: Leidenschaft. Wir wählen nur Gründer aus, die das, was sie tun, lieben. Die Unternehmensgründung ist sehr stressig und intensiv. Du musst lieben, was du tust, wenn du Großes erreichen willst.

Wie sieht der typische Weg von der Garage zum Finanzplatz Frankfurt aus? Gibt es einen einzelnen Pfad? Welche Hürden müssen Start-ups nehmen?

Es gibt keinen typischen Weg. Einige Start-ups sind disruptiv, andere komplementär. Wir konzentrieren uns vor allem auf Business-to-Business (B2B) Lösungen. Das bedeutet, dass für den Erfolg unserer Start-ups, Partnerschaften mit den Banken aufgebaut werden müssen. Dafür braucht man Ausdauer, denn die Verkaufszyklen können recht langwierig sein, dafür sind aber auch die Belohnungen ziemlich groß.

Frankfurt hat sich vor allem durch die Nähe zu etablierten Banken zu einem FinTech-Hub entwickelt. Wie würden Sie das aktuelle FinTech-Ökosystem in Frankfurt beschreiben?

Als wir den Accelerator Frankfurt gegründet haben, gab es in der Stadt kaum ein Start-up-Ökosystem. Wir waren der erste Accelerator in Frankfurt und sicherlich der erste, der internationale Start-ups in die Stadt lockte. Heute freuen wir uns sehr über die Auswirkungen unseres Netzwerkes auf die Stadt. Es gibt sicherlich mehr Bewegungen, mehr ergänzende Programme und hoffentlich in naher Zukunft auch mehr Risikokapitalfonds, die in die Frankfurter Start-ups investieren.

Welche zukünftigen Herausforderungen stehen dem Frankfurter FinTech-Ökosystem bevor? Und welche Chancen ergeben sich daraus?

Die größte Herausforderung für Frankfurt besteht darin, dass die Banken immer offener für neue Innovationen werden. FinTech gewinnt in der Finanzwelt an Bedeutung, insbesondere bei Blockchain-Lösungen. Dennoch bleibt ein enormes Potenzial für Banken, um diese innovativen Start-ups zu unterstützen.

Haben Sie ein Lieblings-Startup? 😉

Ich habe keine Lieblings-Start-ups. Ich habe Lieblingsunternehmer, und das sind die Menschen, die mich jeden Tag inspirieren. Die bisher größte Lektion in meiner Karriere ist, dass harte Arbeit einen dorthin bringt, wo das Glück einen finden kann. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, hilft dabei sicherlich.

Warum ist Frankfurt der ideale Standort für (FinTech) Start-ups?

Über 240 Banken. Guter Flughafen. Reichhaltige Umgebung. Gute Universitäten und Talente.

 

 

Über Ram Shoham

Ram Shoham ist für Fintechs was George Martin für die Beatles ist. Er ist der Gründer von Accelerator Frankfurt, mit 16 Jahren internationaler Unternehmenserfahrung in den Bereichen Finanzen und General Management. Ram ist auch Gründer des Blockchain Labs, der sich auf den Aufbau eines Ökosystems zur Förderung von Blockchain-Technologien und die Bildung in diesem Sektor konzentriert.

 

Photo: Jonas Ratermann

Accelerator Frankfurt – zweiter Demo Day ein voller Erfolg

Start-ups aus aller Welt haben am 13. Juli in Frankfurt ihr Unternehmenskonzept vor Investoren und potenziellen Kunden präsentiert. Der Demo Day war der Höhepunkt eines viermonatigen Accelerator-Programms, in dem insgesamt acht Jungunternehmen einen straffen Trainingsplan durchlaufen haben.

Accelerator – in der Start-up-Szene ist das längst ein gängiger Begriff. Dahinter verbergen sich zumeist Institutionen, die junge Entrepreneure unterstützen und durch intensives Coaching deren Entwicklungsprozess stark beschleunigen wollen. „Mut alleine genügt nicht, es braucht auch ein hundertprozentiges Engagement“, erklärt Ram Shoham, Gründer des Accelerator Frankfurt. Folglich ist das Programm, das Gründern hier geboten wird, enorm anspruchsvoll. Von Recht- und Steuerfragen über Finanzierung, Kommunikation und digitales Marketing bis hin zur Strategieplanung – in mehr als 200 Beratungsstunden werden aussichtsreiche Geschäftsideen so ausgearbeitet, dass sie reif sind zur Präsentation vor Investoren und potenziellen Kunden. Wofür Start-ups normalerweise etwa zwei Jahre brauchen, kann hier in nur vier Monaten geschafft werden.


Internationale Start-ups präsentieren ihr Konzept vor Investoren und potenziellen Kunden

Den jungen Unternehmern wird hierbei einiges abverlangt. Wer den Bewerbungsprozess erfolgreich absolviert hat, kommt nach Frankfurt. Gemeinsam arbeiten alle in einem Open-Space-Büro, sie treffen Mentoren mit viel Erfahrung in den Bereichen Industrie, Start-up, Finanzierung, bekommen einen Lead-Mentor, entwickeln in akribischer Arbeit ihr Konzept. Schließlich will am Ende jedes Unternehmen beim Demo Day punkten.

In Frankfurt ging am 13. Juli das zweite Accelerator-Programm in die finale Runde. Sieben der insgesamt acht Start-ups, Adjesty (Adtech, Israel), Aeroplan (Insurtech, Israel), AsiaFundManagers  (Fintech,Germany), EcoKraft (Fintech, Germany), Norma (Cybersecurity, Korea), Smart Mile Solutions (Smart Cities, Netherlands) and Travel to Live (Traveltech, Canada/Sweden), haben ihren Pitch erfolgreich gemeistert. Daneben präsentierten sich drei Start-ups aus den VABN, einem Frankfurter Gemeinschaftsbüro für Gründer. Die vielen internationalen Start-ups beim Demo Day unterstreichen, dass Frankfurt ein attraktiver Standort für aufstrebende Gründer aus aller Welt ist. Groß war auch das Interesse auf Teilnehmerseite: Rund 200 waren dabei – darunter viele Investoren auch aus dem Ausland, beispielsweise Venture-Capital-Geber aus Israel, sowie Vertreter des hessischen Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftsförderung.


Mehr Infos zum Accelerator Day

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Darüber freut sich der Accelerator-Founder Shoham, der gemeinsam mit Co-Founder Maria Pennanen mit großem Enthusiasmus für dieses Programm arbeitet. Er hat durch die Veranstaltung geführt, zusammen mit Prof. Elmar Schütz, dem Leiter des VABN und Co-Veranstalter. Großes Interesse unter den Teilnehmern fand auch die Keynote von Björn Weigel, dem Autor von „The Innovation Illusion“.

Das nächste Accelerator-Programm startet am 25. September 2017. Hier finden Interessenten alle Informationen zum Bewerbungsprozess.

Bildnachweis: Jochen Biedermann, Accelerator Frankfurt

Frankfurt FinTech Report #6 – FinTech-Sektor nimmt Fahrt auf

Der Märzen brachte dem FinTech-Sektor Rückenwind: Das Bundesministerium für Finanzen gründete den FinTechRat, Accelerator Frankfurt startete zum zweiten Mal ein viermonatiges Intensivprogramm für aufstrebende Startups und die Frankfurt School trug dazu bei, die Branche mit weiteren Talenten zu füttern. Gewürdigt werden vielversprechende FinTechs im April mit dem FinTechGermany Award.

Schnell bewerben: FinTechGermany Award 2017

FinTechs können sich noch bis zum 13. April für den FinTech Germany Award 2017 bewerben. Gemeinsam mit den Business Angels FrankfurtRheinMain und der WM Gruppe (Börsen-Zeitung) verleiht Frankfurt Main Finance am 26. April 2017 den Award in den Kategorien Seed-/ Early Stage, Late Stage, Growth Stage, bestes ausländisches FinTech auf dem deutschen Markt sowie in den diesjährigen Sonderkategorien Blockchain und Insurtech.
Den Bewerbungsbogen und weitere Details zum Award finden Sie auf der Website des FinTechGermany Awards.

Accelerator Frankfurt startet neues Programm

Für FinTechs in der Seed-/ Early Stage ist Accelerator Frankfurt, Partner von Frankfurt Main Finance, der richtige Ansprechpartner. Der Akzelerator fördert junge Start-ups aus aller Welt mit einem viermonatigen Intensivprogramm. Am 27. März starteten acht Start-ups das ab April beginnende Programm. Aus Isreal nehmen „Adjesty“, AdTech-Unternehmen, „Aeroplan“, Insurtech; „Kensee“, „Proptech“ an dem Programm teil. Hinzu kommen die beiden deutschen FinTechs „AsiaFundManager“ und „EcoKraft“, das Cybersecurity-Startup „Norma“ aus Korea, „Smart Mile Solutions“ aus den Niederlanden und das Traveltech-Unternehmen „Travel to Live“ aus Kanada/ Schweden.

Mit der Hilfe von Mentoren und Beratern werden aus vielversprechenden FinTechs, InsureTechs, PropTechs, RegTechs, Start-ups aus der Cybersecurity-Branche und Web-Unternehmen finanzierungsfähige Unternehmen. Startups aus dem Ausland ziehen für die Dauer des Programms in die Büroräume nach Frankfurt. „Das Programm wäre nicht ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Partner möglich, die uns seit unserer Gründung unterstützen“, so Ram Shoham, Gründer von Accelerator Frankfurt.

Bundesministerium für Finanzen gründet FinTechRat

Der Vormarsch digitaler Finanztechnologien beschäftigt auch das Bundesministerium der Finanzen. Um die damit einhergehenden Veränderungen durch Experten begleiten zu  lassen, hat das Ministerium am 22. März 2017 den FinTechRat ins Leben gerufen. Mitglied des FinTechRats ist neben Vertretern von FinTechs, Banken, Versicherungen und Wissenschaftlern auch Tarek Al-Wazir, Minister im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Mitglied des Präsidiums von Frankfurt Main Finance. Der FinTechRat wird das Ministerium zu Fragen der digitalen Finanztechnologie, insbesondere zu (informations-) technologischen Entwicklungen, ihren Potentialen sowie zu Chancen und Risiken beraten.

FS Start-up Night

Junge Finance Talente und FinTechs, das passt gut zusammen – dachte sich wohl die Frankfurt School of Finance & Management und veranstaltete am 16. März 2017 die erste FS Start-up Night. Sie sollte Recht behalten: mehr als 400 Gäste stürmten den Campus der Frankfurt School, um mehr über die rund 50 anwesenden Startups und FinTechs zu erfahren. Die Veranstaltung startete mit einer Panel-Diskussion über individuelle Wege in Startups. Von ihren Erfahrungen berichteten Chris Bartz, FS Alumnus, CEO und Mitbegründer von Elinvar sowie früherer Venture Partner des FinLeaps; Mark Korzilius, Gründer von Farmers Cut und Vapiano; Michael Koch, Leiter Digital Factory & Online/Mobile Banking bei der Deutschen Bank; Stefan Rühle, CEO und Gründer der Talentschmiede; und Boris Behringer, Director des Porsche Digital Lab in Berlin. Im Anschluss konnten die Studierenden während eines Get-Togethers mehr über Einstiegsmöglichkeiten bei Startups erfahren. „Die Veranstaltung ist eine großartige Möglichkeit, Frankfurt als Startup-und FinTech-Hub zu präsentieren“, so ein Besucher.