Beiträge

Helaba Finanzplatz-Studie: Bankenstandort Frankfurt im Zeichen von Corona

Für die deutsche Bankenbranche ist die Corona-Pandemie ein großer Belastungsfaktor, der sich bald niederschlagen dürfte und damit zu bereits bestehenden Herausforderungen wie dem andauernden Niedrigzins hinzukommt. Spätestens mit der wiedereinsetzenden Insolvenzantragspflicht Anfang 2021 ist hierzulande vermehrt mit Kreditausfällen zu rechnen. Für die deutsche Finanzbranche insgesamt sollten die Corona-induzierten Auswirkungen nach aktueller Einschätzung verkraftbar sein. Weiterlesen

Börsenplatz – Der Podcast rund um die Finanzwelt: Folge #1 mit Hubertus Väth

In der ersten Podcast-Folge der Deutschen Börse spricht Sven Schumann, Senior Vice President Community Development bei der Deutschen Börse, mit Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance, über die Rolle der Banken in der aktuellen Wirtschaftskrise, den Brexit und die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt.

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Krisen taugen nicht für Experimente – Gastbeitrag von Hubertus Väth in der Börsenzeitung

Deutschland, Europa und die Welt erleben derzeit eine beispiellose Krise, die uns wirtschaftlich und persönlich in einer bis dato nicht bekannten Weise belastet. Rekordhilfen wurden auf nationaler und europäischer Ebene verabschiedet, der Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie wird Europa noch viele Jahre beschäftigen.

Umso wichtiger ist es heute, konzentriert nach vorne zu blicken. Nicht um von aktuellen Problemen abzulenken, sondern um diese bewusst anzugehen und aus Fehlern zu lernen.

In diesem Sinne können wir uns in Frankfurt, als größtem Finanzzentrum und Finanz-Stabilitätsanker der EU-27, glücklich schätzen, dass wir aus vergangenen Krisen die richtigen Schlüsse gezogen haben und als Finanzbranche den aktuellen Herausforderungen mit Konzentration, Weitblick und vor allem Stabilität begegnen können. Denn im Vergleich zur Finanzkrise wird aktuell klar: Die regulatorische Reformagenda im Finanzwesen über das letzte Jahrzehnt hat sich gelohnt – Märkte sind stabiler, klassische Bail-outs von Spielern im Finanzwesen sind – bislang jedenfalls – ausgeblieben.

Ein Hauptgrund für die neugewonnene Stabilität unseres Finanzwesens und die geringere Risikobelastung unserer Gesellschaft insgesamt liegt in den Beschlüssen des G20-Gipfels von Pittsburgh, nämlich eine neutrale und unabhängige Finanzinfrastruktur zu stärken. Von der breiten Öffentlichkeit oft unbemerkt, aber von den Finanzmärkten nicht mehr wegzudenken sind hier insbesondere die zentralen Gegenparteien (CCPs) zu nennen.

Sie sitzen bei vielen Handelsgeschäften genau zwischen zwei Parteien und sichern für beide das Geschäft ab. CCPs sorgen für den reibungslosen Abschluss der Transaktionen oder, wenn etwas schiefgehen sollte, für passenden Ersatz für die sonst geschädigte Partei. Sie übernehmen somit eine zentrale Rolle für die Stabilität und Integrität der Finanzmärkte, gerade im Bereich der Derivate, wo fehlgeschlagenes Risikomanagement ohne CCPs in der Finanzkrise zu signifikanten Ausfällen führte.

Stolz auf Eurex Clearing

In Deutschland können wir mit Stolz auf die Eurex Clearing der Gruppe Deutsche Börse schauen, eine der vier großen global agierenden CCPs. Hier werden zentrale und systemrelevante Instrumente abgesichert, etwa der Bund-Future als wichtigstes Element deutscher Finanzpolitik und als „Sicherungsschein“ der EU. Daher gilt es, kritische und systemisch relevante Infrastruktur in der eigenen Jurisdiktion zu schützen und zu stärken. Dies zeigt auch das Beispiel Euroclearing – nur über heimische Infrastruktur können Aufsicht und Intervention im Interesse der Geldmarktpolitik, der Finanzstabilität und des Steuerzahlers garantiert bleiben.

Dies wird gerade vor dem Hintergrund des Brexits wichtiger. Denn: London hat das Kronjuwel des europäischen Kontinents im Clearing längst erkannt. Mit den sogenannten Regeln zum „diskriminierungsfreien Zugang“ entsprechend Artikel 35-36 der EU-Verordnung 600/2014 über Märkte für Finanzinstrumente („Mifir“), wird suggeriert, dass Wettbewerb und Finanzstabilität gestärkt würden. Dahinter steht eine brillante Kampagne der City of London, um in Wahrheit systemrelevante Volumina des Kontinents abzuziehen und möglichst das gesamte Geschäft in einer CCP in London zu zentralisieren.

Wer der Diskussion im Detail gefolgt ist, der weiß, dass die Terminologie bereits fehlleitend ist. Schließlich geht es um einen künstlich erzwungenen Zugang über die regulatorische Schiene. Freier und fairer Wettbewerb sieht anders aus. Dass der Brüsseler Gesetzgeber die Stabilitätsbedenken auf dem Radar hätte haben müssen, steht außer Frage. Schließlich sind die Zugangsregeln im Kontext gelisteter Derivate nicht wie in anderen Anlageklassen direkt in den Anwendungsbereich gerückt.

In der Tat hatte die Europäische Kommission eine Sonderanalyse mit Blick auf Finanzstabilitätsbedenken angefordert. Während der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) keine quantitative Analyse lieferte und sich entsprechend einer Meinung enthielt, lieferte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine qualitative Analyse, basierend auf einem Fallbeispiel, welches heutzutage nicht einmal mehr existiert und niemals systemisch relevante Volumina gesehen hat.

Während die Europäische Kommission auf dieser schwachen und nicht empirischen Basis zu der folgenschweren Entscheidung kam, nämlich dass die Zugangsregeln keine Finanzstabilitätsprobleme für gelistete Derivate verursachen würden, mussten Aufsichtsbehörden kurze Zeit später intervenieren und das Rahmenwerk über eine Sonderregelung aussetzen.

Diese Ausnahme der Aufsichtsbehörden hätte nun am 3. Juli, inmitten des Covid-19 Umfelds, auslaufen sollen. Natürlich haben sich die Aufsichtsbehörden zum Schutze der Finanzstabilität und des Steuerzahlers anders entschieden: Die ESMA hat daher kürzlich ein „no action relief“ veröffentlicht, welches das Regelwerk erneut aus Aufsichtsperspektive aussetzt.

Weckruf in letzter Sekunde

Der Brüsseler Gesetzgeber ist diesem Weckruf nun in letzter Sekunde nachgekommen und hat über das Legislativverfahren zur Sanierung und Abwicklung von CCPs entsprechende Anpassungen verabschiedet, welche das geplante Anwendungsdatum um ein weiteres Jahr auf den 4. Juli 2021 verschieben.

Diese Entwicklungen sollten nun allerdings als Anhaltspunkt genutzt werden, um aus Perspektive der EU-27 eine deutlich fundamentalere Fragestellung zu beantworten: Sollten die Regeln zum „diskriminierungsfreien Zugang“ für börsengehandelte Derivate überhaupt existieren? Wieso hat kein einziges Land der Welt diese Regeln implementiert? Ist die EU hier einen Schritt voraus? Oder gegebenenfalls auf dem Irrweg?

Klar ist: Die Finanzstabilität leidet, schon allein offensichtlich dadurch, dass ein Markt, welcher heute beispielsweise in Frankfurt betrieben wird und bei dem Aufsicht und Intervention zum Schutze des Steuerzahlers garantiert sind, zukünftig über verschiedene Jurisdiktionen verteilt sein könnte, ohne Aufsicht und ohne Möglichkeit, eine Krise schnellstmöglich aufzulösen.

Dazu kommt das störende Bild, dass alle EU-27-Infrastrukturanbieter gegen die Regeln sind – nur London wirbt mit dem Mantra des „fairen Wettbewerbs“ darum, wobei die EU- Historie der vergangenen Jahrzehnte wohl eher einen klaren Sog Richtung London aufweist. Fairer Wettbewerb war in der Vergangenheit oftmals Fehlanzeige.

Finanzsystem schützen

Den Brexit können wir nicht ändern. Aber unser Finanzsystem vor Wind und Wetter schützen. Die Krisenbewältigung wird nachhaltiges Wirtschaftswachstum auf Basis – und nicht zu Lasten – von Finanzstabilität benötigen. Lassen Sie uns unserer gemeinsamen Verantwortung als Gesellschaft nachkommen und die Stabilität, Integrität und Wettbewerbsfähigkeit unseres EU-Finanzsystems garantieren.

 

Bild: Christopher Meinersmann/Pixabay

Stichtag 31. Dezember – Das Ende der Brexit-Übergangsfrist rückt näher

Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 verlassen viele Briten das Vereinigte Königreich, emigrieren aufs europäische Festland und beantragen die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes. Das zeigen die Zahlen des Europäischen Statistikamts Eurostat und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Weiterlesen

Vier Jahre nach dem Brexit-Votum – Frankfurt größter Gewinner

Morgen jährt sich der Tag des Brexit-Votums zum vierten Mal. Großbritannien ist nicht mehr Mitglied der Europäischen Union, der Streit um die Bedingungen des Austritts dauert an und könnte sogar noch in die Verlängerung gehen. Weiterlesen

Webinare der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer

Die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer lädt zu einer Webinar-Reihe sowie zu Online-Diskussionen ein.

 

Am Freitag, den 15. Mai 2020, um 8.00am UK time starten sie mit dem Webinar zum Thema „UK – Die Corona-Krise und die Auswirkungen auf den Brexit„. Weiterlesen

Deutschland nach dem Brexit: Jetzt braucht es Macher – Gastbeitrag von Hubertus Väth in der Zeitschrift „die bank“

Auf den Amtssitz des britischen Premierministers in 10 Downing Street wurde der Countdown projiziert, bis am 31. Januar 2020, Mitternacht Brüsseler Zeit, der Brexit vollzogen war. Die Verhandlungen zu den künftigen Beziehungen sind angelaufen. Weitgehend ungeklärt sind allerdings die Regelungen zum Finanzsektor. London wird – auch im wohlverstandenen Interesse der EU – noch lange der führende Finanzplatz Europas bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass der Austritt ohne Konsequenzen bliebe. Der Kuchen wird neu verteilt, und Deutschland sollte konsequent die Chancen nutzen, Frankfurt als führenden Finanzplatz der EU zu etablieren und gleichzeitig eine konstruktive Zusammenarbeit mit London und Paris anzustreben.

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CFS-Umfrage: Deutsche Finanzbranche rechnet nun klar mit einem „harten Brexit“

Die neue britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson bereitet sich darauf vor, die EU am 31. Oktober ohne Abkommen zu verlassen. Auch die deutsche Finanzindustrie rechnet nun größtenteils mit einem harten Brexit. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies. Dabei halten 55% der Befragten einen ungeordneten Austritt Großbritanniens für wahrscheinlich, 31% halten ihn sogar für sehr wahrscheinlich. Lediglich 11% sind in dieser Hinsicht optimistischer.

Die Mehrheit der Befragten (63%) erachtet den deutschen Finanzsektor im Falle eines harten Brexits als ausreichend vorbereitet, während 36% die Meinung vertreten, dass hier noch mehr Handlungsbedarf besteht.

„Wenn man die inzwischen hohe Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit berücksichtigt, sind die Umfrageergebnisse eher besorgniserregend. Denn viel Zeit für Anpassungsmaßnahmen bleibt den Marktteilnehmern nicht mehr“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Die EU hat Nachverhandlungen des Brexit-Deals ausgeschlossen und sollte nun auch keine neuen Kompromisse anbieten, um einen harten Brexit eventuell noch zu vermeiden. Diese Meinung wird mehrheitlich (70%) von der deutschen Finanzbranche vertreten. Dennoch sind sich die Befragten ebenso einig (61%), dass die Finanzmärkte das Szenario eines harten Brexit noch nicht vollständig antizipiert haben und es demzufolge auch zu Marktverwerfungen kommen könnte.

„Die Umfrage verdeutlicht, dass man mögliche Nachteile eines harten Brexit in Kauf nimmt, um endlich Klarheit über die künftigen Rahmenbedingungen zu haben“, erläutert Brühl weiter.

Bei den Befragten besteht auch geschlossen Einigkeit (88%) darin, dass es im Falle eines ungeordneten EU-Austritts der Briten zu vermehrten Verlagerungen von Geschäftsaktivitäten und Beschäftigten nach Kontinentaleuropa kommen wird.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Sollte es tatsächlich zu einem harten Brexit kommen, und die Mehrheit der Befragten geht offensichtlich davon aus, wird es darauf ankommen, dass die Finanzplätze in Kontinentaleuropa ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Gelänge es dann noch länderübergreifend zu kooperieren, könnte Europa gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.“

Die Ergebnisse basieren auf einer vierteljährlich vom Center for Financial Studies durchgeführten Managementbefragung unter Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland.

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten und Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

Hessen bündelt Brexit-Wissen im Internet

In Kürze wird Großbritannien aus der EU ausscheiden. Um Menschen über den Brexit zu informieren, stellt Europaministerin Lucia Puttrich das Informationsangebot des Landes in einer Pressemeldung vor: „Wir informieren Bürger, Unternehmen und Institutionen, was auf sie zukommen kann“

Die Hessische Landesregierung fasst Informationen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen rund um das Thema Brexit im Internet zusammen. Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat am Mittwoch ein umfangreiches Angebot auf der Webseite des Landes (www.hessen.de) vorgestellt. „Wer sucht, findet im Internet ganz viele Informationen an ganz vielen Stellen. Für uns ist aber wichtig, dass die Menschen in Hessen sich möglichst schnell und einfach informieren können. Dafür haben wir jetzt ein umfangreiches Paket geschnürt“, sagt Ministerin Puttrich. Die Hinweise sind insbesondere bei einem harten Brexit wichtig. In diesem Fall scheidet das Vereinigte Königreich ohne Übergangsregelung aus der Europäischen Union aus.

Das Angebot enthält zahlreiche Verweise auf Informationen des Europäischen Union, der Bundesregierung und weiterer Einrichtungen sowie Rechtsvorschriften. „Alle Ressorts der Landesregierung haben sich in den vergangenen Monaten immer wieder eng darüber abgestimmt, welche Lebensbereiche vom Brexit besonders betroffen sein werden“, sagt Lucia Puttrich weiter. Das Informationsangebot im Internet ist ein Ergebnis dieser Abstimmungsgespräche und wird zeitnah noch erweitert.

„Wir wissen, dass viele Unternehmen seit langem mit dem harten Brexit planen und so gut wie möglich vorbereitet sind“, sagt die Ministerin weiter. Neben Unternehmen und Universitäten seien aber zum Beispiel auch Schulen und Vereine, die Austausche oder sportliche Begegnungen planten, vom Brexit betroffen. Der einzelne Bürger müsse zum Beispiel wissen, dass sich die Bestimmungen für die Einreise von Haustieren oder die Grenzen der Freimengen ändern, wenn Großbritannien die EU verlässt. Auch der Onlinehandel ist ein Thema: Wenn Kunden bei einem Anbieter in Großbritannien shoppen, wird ab einem gewissen Warenwert künftig Einfuhrumsatzsteuer fällig.

„Wir können die gesetzlichen Regeln nicht ändern, wenn der Brexit kommt“, fasst Europaministerin Lucia Puttrich zusammen. „Wir können die Menschen aber darüber aufklären, was er für sie bedeuten kann.“

Brexit Folgen für Frankfurt. Bild: Union Jack flag and EU flag combined over iconic London landmarks - UK leavs the EU

Business in London nach dem Brexit – Was lässt sich absehen

Der Brexit kommt näher. Bislang herrscht aber weiter Unklarheit, was der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) genau bedeutet und wie die künftigen Beziehungen zwischen der EU27 und Großbritannien ausgestaltet werden. Verfolgt man die deutschen Medien so liegt der Fokus der Berichterstattung, insbesonder zur Finanzindustrie, nicht selten darauf, wie sich die Geschäftsbeziehungen für britische Unternehmen in der EU ändern. Die internationale Rechtsanwaltskanzlei Norton Rose Fulbright hat die Perspektive einmal umgekehrt und untersucht, unter welchen Bedingungen deutsche bzw. EU-Unternehmen in Zukunft Geschäfte auf der Insel machen können. „Doing business in the UK after Brexit: Impact on the German financial services industry“, war der Titel einer Veranstaltung des Frankfurt Main Finance-Mitglieds Norton Rose Fulbright in der Niederlassung am Finanzplatz.

Nach einer kurzen Darstellung des Status Quo, der sich in erster Linie daran orientierte, wie bereits seit vielen Jahren Unternehmen aus Drittländern, wie etwa die USA oder Australien, ihren Geschäften in Großbritannien nachgehen, widmeten sich die folgenden Vorträge den jüngsten Entwicklungen der Austrittsverhandlungen und ihren möglichen Auswirkungen auf das künftige Verhältnis von EU und UK. Bei aller Offenheit des Ausgangs der Verhandlungen lassen sich doch einige Grundprinzipien herausarbeiten, auf deren Basis nach dem 29. März 2019 oder gegebenenfalls nach einer Übergangsperiode gearbeitet werden könnte. Für Unternehmen aus der Finanzindustrie, die an der Fortführung ihrer Aktivitäten in Großbritannien interessiert sind, sollten sich rechtzeitig mit diesen Leitlinien oder Grundprinzipien, aber auch mit Meldefristen und Terminen auseinandersetzen, die gerade im Falle eines harten Brexit die britische Politik bestimmen dürften. Es gilt, sich vorzubereiten und Entscheidungen zu treffen, auch wenn die Entscheidungsgrundlage noch viele offene Fragen beinhaltet. Es gilt der Grundsatz prepare for the worst, hope for the best.

Nach einer zusammenfassenden Betrachtung der Auswirkungen speziell auf die deutsche Finanz-Branche verwies Norton Rose Fulbright noch auf ihr Internet-Service-Angebot, den Brexit Pathfinder, der Orientierung bei Fragen zu den regulatorischen Anforderungen und Auswirkungen bieten wird.