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Policy Center Lecture

Collaboration Instead of Rivalry:
Thoughts on a Digital Financial Centre of Europe

Joachim Wuermeling
Member of the Executive Board, Deutsche Bundesbank

Moderator: Jan Pieter Krahnen
SAFE and Goethe University

12.30 pm to 2 pm, February 15, 2018
Room E.20, House of Finance
Campus Westend, Goethe University Frankfurt

Brexit is coming closer: On 29 March 2019, the UK will be leaving the European Union. An important part of the partnership will be redefined following the negotiations: the role of London as the main financial centre in Europe. This marks a major turning point with regard to the importance of the financial centres in the European Union. The question arises as to where key finance-related decisions for countries, enterprises and households in the European Union will be made. The assumption that market activity will simply shift towards the European Union is by no means a foregone conclusion. In his speech, Joachim Wuermeling will be elaborating on the question how development potential, which is geographically dispersed over an entire continent, could be tapped more efficiently by establishing a „digital financial centre of Europe“.

Joachim Wuermeling is a Member of the Executive Board of the Deutsche Bundesbank, responsible for the Directorates General Information Technology and Markets. From 1999 to 2005, he was a Member of the European Parliament in Brussels and Strasbourg. In 2002/2003, he was also a Deputy Member of the European Constitutional Convention. Following the 2005 parliamentary election in Germany, Joachim Wuermeling was appointed State secretary at the Federal Ministry for Economics and Technology in Berlin, an office he held until 2008. After three years as a Member of the Executive Board of the German Insurance Association (GDV), he worked on the Board of Directors of the Association of Sparda-Banken in Frankfurt between 2011 and 2016. Since November 2016, he has been a Member of the Executive Board of the Deutsche Bundesbank. Joachim Wuermeling is also an honorary professor at the University of Potsdam. After studying law at the Universities of Bayreuth, Erlangen and Dijon, he earned a PhD in European Law from the University of Bayreuth and subsequently a Master of Laws (LL.M.) in Comparative, European and International Laws at the European University Institute, Florence. Following his academic training, he held positions at the Bavarian representative office in Bonn, at the European Commission in Brussels and at the Bavarian State Chancellery in Munich.

The SAFE Policy Center Lecture series aims at fostering debates on topical issues. We would be pleased to welcome you to this lecture.

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CFS-Diskussionsabend zur Entwicklung des deutschen Kapitalmarkts

Das Center for Financial Studies (CFS) feiert den 80. Geburtstag von Dr. Rolf-E. Breuer mit einem Diskussionsabend zu den Zukunftsperspektiven des Kapitalmarkts in Deutschland. Am Donnerstag, dem 30.November, würdigte das Institut den Geburtstag seines Vorstandsvorsitzenden und ehemaligen Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzendem der Deutschen Bank nicht in der üblichen Form mit einer ausführlichen Laudatio, sondern auf Wunsch Breuers mit einem Diskussionsabend. Die Professoren Jan Pieter Krahnen, Direktor des CFS, Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, und Otmar Issing, Präsident des CFS, dankten in ihren Eröffnungsworten für Breuers langjährige und tatkräftige Unterstützung des Instituts, die maßgeblich zu der erfolgreichen Entwicklung des CFS und der Goethe-Universität Frankfurt beigetragen habe.

Im Mittelpunkt der Feier stand aber die Entwicklung des Kapitalmarktes in Deutschland und Frankfurt. Prof. Bernd Rudolph, ehemaliger CFS-Direktor, beleuchtete in einem Themenvortrag die Entwicklung der deutschen Börsenlandschlaft aus wissenschaftlicher Perspektive.

Ein anschließendes Podiumsgespräch mit dem Titel „Reflektion zur Kapitalmarktentwicklung in Deutschland“ schlug die Brücke von der Wissenschaft zur Praxis. Unter der Moderation von Claus Döring, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, diskutierten Dr. Lutz Raettig, Aufsichtsratsvorsitzender der Morgan Stanley Bank, Jürgen Fitschen, ehemaliger Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, Roland Koch, Aufsichtsratsvorsitzender der UBS Deutschland, und Friedrich von Metzler vom Bankhaus Metzler, die Entwicklung des Kapitalmarktes aus der Sicht der Praxis und der Politik.

Im Fokus der Diskussion, die sich Breuer anstelle vieler Gratulations- und Dankesworte gewünscht hatte, stand unter anderem die deutsche Aktienkultur. Mit Blick auf die Zukunft des Kapitalmarkts in Deutschland stellte die Gesprächsrunde fest, dass bestehende Hindernisse für Bürgerinnen und Bürger am Kapitalmarkt einzusteigen, weiter abgebaut werden müssten.

In seiner anschließenden Ansprache dankte Rolf-E. Breuer den Teilnehmern des Podiumsgesprächs. Das Gespräch sei genau so lebhaft verlaufen und von bleibendem Wert gewesen, wie er es sich gewünscht habe.

Im Namen des CFS überreichte der Otmar Issing dem Jubilar eine Urkunde für dessen besondere Verdienste am CFS.

Seinen Geburtstag, der bereits am 3.November war, hatte Breuer im privaten Rahmen gefeiert.

Breuers Karriere begann mit einer Lehre bei der Deutschen Bank, der ein Studium der Rechtswissenschaften folgte. 1966 arbeitete er für die Deutsche Bank in Karlsruhe; später in der Börsenabteilung in Frankfurt am Main, dessen Leitung er 1974 übernahm. Knapp 10 Jahre später wurde Breuer in den Vorstand gewählt und übernahm von 1997 bis 2002 das Amt des Vorstandssprechers. Von 2002 bis 2006 war Rolf Breuer Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Das Center for Financial Studies ist ein an die Goethe-Universität Frankfurt angegliedertes Forschungsinstitut, das von der Gesellschaft für Kapitalmarktforschung e.V. getragen wird.

CFS-Umfrage: Finanzbranche hält Blasenbildung auf den europäischen Finanzmärkten für wahrscheinlich

Finanzbranche hält Blasenbildung auf den europäischen Finanzmärkten durch QE-Maßnahmen und Nullzinspolitik der EZB für wahrscheinlich. Rascher Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik wird befürwortet, jedoch nicht erwartet. Das ist ein Alarmsignal!

Nach einer aktuellen Umfrage des Center for Financial Studies besteht in der deutschen Finanzbranche geschlossen Einigkeit darüber (92%), dass sich Blasen auf den europäischen Finanzmärkten durch die expansive Geldpolitik der EZB (z.B. Aktienmärkte, Immobilienmärkte) gebildet haben bzw. sich bilden werden, wenn diese Politik fortgesetzt wird.

Seit 2015 verfolgt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Politik des Quantitative Easing (QE). Zudem wird der Leitzins der Eurozone – also der Hauptrefinanzierungssatz, den die Banken zahlen, wenn sie von der EZB Geld leihen – seit März 2016 bei null Prozent belassen. Ob mit diesen Maßnahmen, abgesehen von den befürchteten negativen Auswirkungen, die gesetzten Ziele mit Blick auf die Erhöhung der Inflationsrate und die Förderung des Wirtschaftswachstums erreicht worden sind, wird von der Finanzindustrie differenziert betrachtet. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer (49%) halten die expansive Geldpolitik der EZB zum Teil für wirksam. 38% hingegen sind der Meinung, dass die Ziele nicht erreicht wurden. Lediglich 12% der Befragten halten die expansive Geldpolitik klar für wirksam.

„Die Umfrage verdeutlicht die Skepsis der Marktteilnehmer gegenüber der Wirksamkeit der geldpolitischen Strategie der EZB. Insbesondere die Befürchtung einer Blasenbildung in bestimmten Assetklassen sollte die EZB sehr ernst nehmen“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse. „Alarmierend ist auch die überwiegende Einschätzung der Marktteilnehmer, dass zwar ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik geboten ist, aber nicht erwartet wird. Denn dies kann bedeuten, dass die Märkte auf dem falschen Fuß erwischt werden, wenn die EZB entgegen den Markterwartungen doch eine Kehrtwende einleitet. Hier ist eine klare, rechtzeitige Kommunikation seitens der EZB wesentlich,“ so Brühl weiter.

Am 26. Oktober 2017 wird Mario Draghi die nächste Leitzinsentscheidung bekanntgeben, mit der die zukünftige Richtung in der Geldpolitik für 2018 festgelegt wird. Die Finanzbranche befürwortet dabei mehrheitlich (78%) einen Beschluss zu einem raschen Ausstieg (spätestens Q1 2018) aus der expansiven Geldpolitik. Jedoch rechnet kaum jemand damit (2%), dass es dazu kommen wird.

„Die Differenz zwischen dem Wunsch nach einem Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik und der niedrigen Erwartung, dass dieser Wunsch erfüllt werden wird, ist für sich genommen ein deutliches Warnsignal. Seit geraumer Zeit fehlen echte Marktpreise“, kommentiert Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., die Umfrageergebnisse.

CFS-Index legt deutlich zu

Umsätze und Erträge der Dienstleister steigen kräftig an und Investitionen der Finanzinstitute erreichen einen – seit Beginn der CFS-Index Befragungen im Jahr 2007 – historischen Höchststand

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, legt im letzten Quartal 2016 deutlich zu. Er steigt um 3,7 Punkte auf 114,3 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit knapp 2 Jahren. Der Anstieg ist vor allem auf eine sehr positive Entwicklung von Umsätzen und Erträgen der Dienstleister am Finanzplatz Deutschland zurückzuführen. Nur zu Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 wurde dieses Niveau noch übertroffen. Aber auch die Finanzinstitute haben einen soliden Anstieg ihrer Umsätze bei konstanten Erträgen zu verzeichnen. Die Investitionen der Finanzbranche erhöhen sich ebenfalls merklich und erreichen erstmalig wieder Höchststände wie selten zuvor. Trotz dieser positiven Entwicklung halten die Finanzinstitute an ihrem Stellenabbau, wenn auch etwas abgeschwächt, weiter fest, wohin gegen die Dienstleister, auch leicht abgeschwächt, weiterhin Personal aufbauen.

„Zahlreiche Banken befinden sich derzeit in einer Transformationsphase, die einen erheblichen Investitionsbedarf vor allem im IT Bereich zur Folge hat. Davon profitieren insbesondere die Dienstleister”, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland enorm positiv

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreichte im Zuge des Brexit-Votums im letzten Jahr den Höchststand von 136,8 Punkten, hatte sich dann im dritten Quartal etwas abgeschwächt und steigt jetzt wieder um 2,7 Punkte auf 131,0 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Bemühungen um den Finanzplatz Frankfurt tragen Früchte. Gerade die positiven Ergebnisse im Hinblick auf die internationale Bedeutung des Finanzplatzes zeigen, dass Frankfurt gut aufgestellt ist und alle Chancen hat, auch in diesem Feld weiter an Bedeutung zu gewinnen.”

Umsätze, Erträge und Investitionen der Finanzbranche steigen

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen im letzten Quartal 2016 stark ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 3,4 Punkte auf 113,0 Punkte. Den größten Anstieg haben jedoch Dienstleister mit 11,3 Punkten auf 130,6 Punkte zu verzeichnen. Nur zu Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 wurde dieses Niveau noch übertroffen. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind bei beiden Gruppen positiv, jedoch etwas verhaltener als die aktuellen Werte.

Die Erträge der Dienstleister entwickeln sich im vierten Quartal 2016 besonders positiv und übertreffen die Erwartungen aus dem Vorquartal deutlich. Der entsprechende Sub-Index erreicht bei den Dienstleistern nach einem Anstieg um 8,1 Punkte einen Wert von 123,4 Punkten. Im Gegensatz dazu verweilen die Finanzinstitute unverändert mit einem geringen Anstieg um 0,5 Punkte auf dem niedrigen Niveau von 104,5 Punkten, und es werden keine Änderungen für das laufende Quartal erwartet. Die Dienstleister gehen davon aus, dass sich ihre enorm positive Ertragsdynamik vom Jahresende 2016 für das laufende Quartal etwas abschwächen wird.

Der Sub-Index Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen erhöht sich bei beiden Gruppen entgegen den Erwartungen aus dem Vorquartal recht ordentlich. Bei den Finanzinstituten steigt der Sub-Index um 6,0 Punkte auf 116,1 Punkte und erreicht damit einen – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historischen Höchststand. Bei den Dienstleistern steigt der Wert um 5,8 Punkte auf 117,9 Punkte. Auch hier wurde dieses Niveau nur in den Jahren 2007 und 2014 noch übertroffen. Für das laufende Quartal erwarten beide Gruppen nur eine leichte Absenkung in der Wachstumsrate.

Weniger Stellenkürzungen bei Finanzinstituten – Leicht abgeschwächter Stellenaufbau bei den Dienstleistern

Der enorme Stellenabbau, den die Finanzinstitute im dritten Quartal zu verzeichnen hatten, hat sich abgeschwächt, hält jedoch im vierten Quartal weiter an. Der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute steigt um 4,4 Punkte auf 90,4 Punkte. Die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass es weiterhin einen Stellenabbau geben wird. Hingegen bleibt die Lage bei den Dienstleistern positiv, wenn auch mit leicht abgeschwächter Wachstumsrate. Der entsprechende Sub-Index verweilt mit 3,3 Punkten auf dem Stand von 113,6 Punkten. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

CFS Index

CFS-Index beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt sehr positiv

CFS-Index zeigt starke Stellenkürzungen bei den Finanzinstituten – starker Stellenaufbau bei den Dienstleistern

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima in der deutschen Finanzindustrie abbildet, steigt im dritten Quartal 2016 um 0,3 Punkte auf 110,6 Punkte. Der im Ergebnis zwar nahezu unveränderte Wert beruht auf einer stark gegensätzlichen Entwicklung der Mitarbeiterzahlen der Finanzinstitute und der Dienstleister. Während die Finanzinstitute aktuell einen – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historischen Tiefstand zu verzeichnen haben, stellen die Dienstleister verstärkt Personal ein. Darüber hinaus meldet die gesamte Finanzbranche wachsende Umsätze und Erträge. Besonders die Finanzinstitute verzeichnen nach erheblichen Ertragsrückgängen im ersten Halbjahr nun wieder einen deutlichen Anstieg, der noch höher ausfällt als zuvor erwartet wurde. Das Wachstum des Investitionsvolumens ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem Niveau.

„Die Zahlen reflektieren Strukturveränderungen in der Produktionsweise der Bankindustrie, insbesondere steigende Kapitalintensität und sinkende Mitarbeiterzahlen. Spiegelbildlich hierzu erhöhen sich die Mitarbeiterzahlen bei den externen Dienstleister, auch wegen des Trends zur Digitalisierung“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse des CFS-Index.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland sehr positiv

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland hatte im Zuge des Brexit-Votums im zweiten Quartal einen historischen Höchststand von 136,8 Punkten erreicht gehabt. Auch im dritten Quartal bleibt der entsprechende Wert mit 128,3 Punkten auf überdurchschnittlich hohem Niveau, wenn auch abgeschwächt um – 8,5 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Finanzplatzes Frankfurt weiterhin groß ist. Unsere Funktion als Brücke zwischen London und der EU und das partnerschaftliche, konstruktive Vorgehen in der Diskussion der Brexit-Themen werden die internationale Bedeutung Frankfurts als wichtigstes Finanzzentrum im Euroraum weiter stärken.“

Stellenkürzungen treffen Finanzinstitute noch stärker als erwartet, und es wird mit weiteren Einsparungen im Personalbereich gerechnet

Der Stellenabbau fällt bei den befragten Finanzinstituten noch deutlicher aus als letztes Quartal bereits erwartet wurde. Zuvor wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf neutralem Niveau stabil gehalten. Jetzt fällt der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute im dritten Quartal um 13,7 Punkte auf ein – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historisches Tief von 86,0 Punkten, und die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass sich die Situation weiter verschärft. Hingegen entwickelt sich der Mitarbeiterstab bei den Dienstleistern noch positiver als erwartet. Der entsprechende Sub-Index erhöht sich gegenüber dem Vorquartal deutlich um 11,8 Punkte auf 116,9 Punkte. Für das vierte Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

Umsatzwachstum bei den Finanzinstituten

Das Wachstum der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens der befragten Finanzinstitute fällt im dritten Quartal 2016 etwas höher aus als im Vorquartal erwartet wurde. Der entsprechende Sub-Index steigt um 2,5 Punkte auf 109,6 Punkte. Auch die Dienstleister halten ihre Umsätze erwartungsgemäß mit -1,0 Punkten auf hohem Niveau bei 119,7 Punkten stabil und rechnen für das laufende Quartal mit einem erhöhten Umsatzwachstum.

Finanzinstitute beenden Ertragsrückgang – Die Finanzbranche blickt positiv auf das laufende Quartal

Bei den Erträgen melden beide Gruppen im dritten Quartal einen Zuwachs. Besonders die Finanzinstitute verzeichnen nach erheblichen Ertragsrückgängen im ersten Halbjahr nun wieder einen deutlichen Anstieg, der noch höher ausfällt als zuvor erwartet wurde. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 7,0 Punkte auf 103,9 Punkte, bei den Dienstleistern um 2,2 Punkte auf 115,3 Punkte. Bei beiden Gruppen ist der Ausblick auf das laufende Quartal positiv.

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem Niveau. Bei den Finanzinstituten sinkt der Sub-Index, entgegen den Erwartungen, um 2,2 Punkte auf 110,1 Punkte, bei den Dienstleistern bleibt der Sub-Index mit -0,4 Punkten bei 112,2 Punkten stabil. Beide Gruppen befinden sich somit nach wie vor auf nahezu gleichem Stand und erwarten keine wesentlichen Änderungen für das laufende Quartal.

finance industry

CFS-Index wieder im Plus – Umsätze der Finanzbranche entwickeln sich positiv

Der CFS-Index, der dreimonatlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, steigt im zweiten Quartal 2016 um 1,6 Punkte auf 110,3 Punkte. Der Zuwachs beruht auf einer starken Entwicklung der Umsätze der Finanzbranche. Hingegen ist die Ertragslage der Finanzinstitute, anders als erwartet, weiterhin rückläufig, während die Dienstleister ihre konstante positive Lage beibehalten. Das Investitionsvolumen der Finanzbranche bleibt nahezu unverändert stabil. Für das laufende Quartal rechnen die Finanzinstitute mit einem Stellenabbau, bisher wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf neutralem Niveau stabil gehalten.

„Die Umfrageergebnisse belegen, dass sich etliche Finanzdienstleister in einer Umbauphase befinden, denn der Ertragsdruck in der Branche nimmt weiter zu“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland mit historischem Höchststand

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreicht einen historischen Höchststand von 136,8 Punkten. Unter dem Einfluss des möglichen Ausstiegs Großbritanniens aus der EU steigt der entsprechende Wert um 20,7 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Wir alle bedauern die Entscheidung des Referendums zutiefst, respektieren diese aber natürlich. Eine Konsequenz dieser Situation ist, dass sich Finanzplätze innerhalb der EU dafür bewerben werden, einzelne Produktbereiche und Aktivitäten von London aufzunehmen. Auch Frankfurt Rhein-Main wird sich hier melden, dies aber konstruktiv und partnerschaftlich.“

Geschäftsvolumen der Finanzbranche entwickelt sich positiv – gegensätzliche Ertragsentwicklung bei Finanzinstituten und Dienstleistern

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen nach der schwachen Entwicklung des ersten Quartals wieder deutlich ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt im zweiten Quartal bei den Finanzinstituten um 2,7 Punkte auf 107,2 Punkte. Die Dienstleister steigern ihre Umsätze um 3,8 Punkte auf 120,3 Punkte und liegen damit nur knapp unter dem Vorjahresstand. Für das laufende Quartal erwartet die Finanzbranche das Niveau halten zu können.

Bei den Erträgen verzeichnen die Finanzinstitute, entgegen ihrer Erwartungen im vorangegangenen Quartal, einen weiteren Rückgang. Der entsprechende Sub-Index fällt um einen Punkt auf 96,9 Punkte. Hingegen melden die Dienstleister, trotz zuvor negativer Erwartungen, konstante Ertragszuwächse. Der Sub-Index Erträge steigt für diese Gruppe um 0,3 Punkte auf 113,1 Punkte. Die Finanzinstitute erwarten, dass das niedrige Niveau weiter anhält, die Dienstleister sind für das laufende Quartal optimistischer.

Das Investitionsvolumen in Produkt- und Prozessinnovationen beider Gruppen befindet sich unverändert auf solidem Niveau. Der Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 0,2 Punkte auf 112,3 Punkte. Der Sub-Index der Dienstleister sinkt um 0,1 Punkte auf 112,6 Punkte. Beide Gruppen befinden sich somit auf dem gleichen Stand und erwarten keine Änderungen für das laufende Quartal.

Finanzinstitute rechnen mit Stellenabbau im dritten Quartal

Für den Mitarbeiterstab, den die Finanzinstitute bisher auf nahezu neutralem Niveau mit 99,7 Punkten stabil halten (+0,7 Punkte), wird für das laufende Quartal mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Die befragten Dienstleister bewegen sich mit einem Wert von 105,1 Punkten zwar auf einem höheren Niveau, haben jedoch die Anzahl der Neueinstellungen gegenüber dem Vorquartal deutlich reduziert. Der entsprechende Sub-Index sinkt um 5,9 Punkte. Für das dritte Quartal sind die Dienstleister wieder optimistischer.

Finanzplatz Frankfurt ist großer Profiteur eines Brexits

Die deutsche Finanzbranche ist sich geschlossen darüber einig, dass der Finanzplatz Frankfurt vom Ausstieg Großbritanniens aus der EU profitieren wird, auch wenn die Entscheidung der Briten die Branche größtenteils überrascht hat. Ebenso werden eher neutrale bis positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft erwartet. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen am Finanzplatz Deutschland. Speziell der Bereich Wertpapierhandel und Abwicklung wird am Finanzplatz Frankfurt dazugewinnen laut 78% der Befragten. Mit einem Umzug der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) von London nach Frankfurt rechnet gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer. Dabei stellt primär der knappe Wohnraum in Frankfurt bei der Verlagerung von Geschäftsaktivitäten für die befragten Finanzunternehmen (72%) einen Engpass dar.

„Die Umfrageergebnisse bestätigen, dass viele Finanzmarktteilnehmer mit einem Brexit überhaupt nicht gerechnet haben. Dieser Überraschungseffekt spiegelt sich auch in der hohen Volatilität der Aktienmärkte wieder, die uns in den kommenden Monaten begleiten dürfte“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrage.

Für nahezu alle befragten Unternehmen (95%) ist der Finanzplatz Frankfurt der große Gewinner. Daneben sehen gut zwei Drittel Paris als weiteren Profiteur eines Brexits. 15% erwarten, dass Amsterdam dazugewinnen wird. Lediglich 6% gehen davon aus, dass auch London profitieren wird. Für Mailand und Madrid werden kaum Vorteile erwartet. Ein Drittel der Befragten erwartet, dass auch andere Finanzplätze profitieren werden.

„Frankfurt ist auf einen Brexit sehr gut vorbereitet gewesen. Wir werden alles daran setzen, diese Jahrhundertchance für Frankfurt zu nutzen, für uns ist klar, dass London der zentrale Finanzplatz bleibt. Daher wollen wir, dass Frankfurt zu der Brücke für London in die Eurozone wird“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Umfrageergebnisse.

Auf die Frage, in welchen Geschäftsbereichen der Finanzplatz Frankfurt besonders profitieren kann, wird der Bereich Wertpapierhandel und Abwicklung von 78% der Befragten genannt. Die Hälfte sieht weitere Chancen für das Asset Management / Vermögensverwaltung und für den Bereich Corporate Banking, knapp gefolgt vom Bereich Professional Services (43%). Retail Banking hingegen wird nur von 7% der Umfrageteilnehmer genannt.

„Die Ergebnisse zeugen von hohen Erwartungen der Marktteilnehmer an die künftige Rolle des Finanzplatzes Frankfurt. Dies erhoffen sich aber auch andere Finanzplätze. Ich rechne daher mit einem intensiven Standortwettbewerb, in dem es darauf ankommen wird, die Stärken Frankfurts gezielt bei Top-Entscheidern hervorzuheben“, führt Professor Brühl weiter aus.

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) wird voraussichtlich ihren Sitz nicht mehr in einem Land haben können, das außerhalb der EU liegt. Wohin die EBA jedoch verlagert wird, ist offen. Die deutsche Finanzbranche rechnet mehrheitlich damit (57%), dass die EBA nach Frankfurt umzieht. Hingegen erwarten 33% der Befragten, dass sich die europäische Bankenbehörde an einem anderen Standort ansiedelt.

Die deutsche Finanzbranche stellt sich auch auf gewisse Engpässe ein, wenn es zu einer Verlagerung von Geschäftsaktivitäten von London nach Frankfurt kommt. Knapp drei Viertel der Befragten (72%) nennt hier den knappen Wohnraum, die Hälfte (53%) sorgt sich um ausreichend qualifiziertes Personal, 27% beurteilen die Verkehrsinfrastruktur kritisch und 22% das Angebot an Büroflächen. Hingegen sehen nur 11% die IT-Infrastruktur in Frankfurt als Engpass an.

Finanzbranche befürwortet mehrheitlich eine Beschränkung der Briten zum EU-Binnenmarkt und erwartet eher neutrale bis positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft

Nach Meinung der Mehrheit der befragten Finanzinstitute und Dienstleistungsunternehmen (68%) sollte die EU Großbritannien zukünftig keinen uneingeschränkten Zugang zum Europäischen Binnenmarkt mehr gewähren. Hingegen sprechen sich 22% dafür aus, trotz eines Brexits keine Beschränkungen einzuführen. Die möglichen Auswirkungen eines Brexits auf die deutsche Wirtschaft werden von der Hälfte der Befragten (48%) neutral und von 35% positiv beurteilt. Lediglich 15% erwarten negative Auswirkungen.

CFS Index

CFS-Index gibt leicht nach

Finanzinstitute erwarten Umsatz- und Ertragsrückgang trotz positivem Quartalsergebnis

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, sinkt leicht um 0,9 Punkte auf 112,9 Punkte. Dabei weichen die Erwartungen stark von der aktuellen, positiven Lage der befragten Finanzinstitute und Dienstleister ab. Die Unternehmen können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen deutlich ausbauen. Andererseits erwarten besonders die Finanzinstitute einen starken Rückgang für das laufende Quartal. Das Investitionsvolumen bleibt hingegen nahezu unverändert. Auch der Stellenabbau fällt bei den Finanzinstituten niedriger aus als erwartet und signalisiert nach erheblichen personellen Einschnitten in 2015 mit 100 Punkten nun eine neutrale Stimmungslage. Weiterlesen

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