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Deutsche Bank Research: Globaler Gegenwind macht kontinentale Wertschöpfungsketten attraktiver

Die deutsche Exportindustrie kämpfte die letzten Jahre mit vielen Herausforderungen. Sowohl der Automobilsektor und die Neuausrichtung der US-Handelspolitik als auch die immer stärker in den Vordergrund rückende Klimakrise implizierten massive Veränderungen. Entsprechend war die langfristige Ausrichtung vieler Sektoren des Verarbeitenden Gewerbes mit etlichen Fragezeichen versehen. Die Corona-Krise erhöht die Unsicherheit nun um ein Vielfaches. Eine Reihe von Entwicklungen stützen jedoch die These von Deutsche Bank Research, dass kontinentale Wertschöpfungsketten an Bedeutung gewinnen.

ESG-Debatte hinterfragt globale Wertschöpfungsketten.

Humanitäre, soziale und ökologische Fragen stehen immer mehr im Fokus und es herrscht ein großer gesellschaftlicher Konsens über den hohen Stellenwert des Klimaschutzes in den aktuellen Konjunkturpaketen. Trotz des tiefsten Wirtschaftseinbruchs seit dem 2. Weltkrieg hinterfragen Verbraucher zunehmend ihre Konsummuster und das aktuell von der Regierung beratene Lieferkettengesetz unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz.

Geopolitische Spannungen verringern die Attraktivität globaler Wertschöpfungsketten.

Diese geopolitischen Tendenzen und die zunehmende Bedeutung von ESG-Themen deuteten zumindest langfristig schon vor der Corona-Krise eine massive Veränderung der Lieferketten an. Die durch die Corona-Krise ausgelösten Lieferengpässe steigern nun das Sicherheitsbedürfnis erheblich. Es gibt folglich große Anreize, die auf Effizienz getrimmten globalen Lieferketten zurückzubauen und in Zukunft stärker regional auszurichten.

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