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FinTechGermany Award

CFS-Umfrage: Cybersecurity muss in der Finanzbranche auf jeder Agenda stehen

Das Thema Cybersecurity ist von zentraler Bedeutung. Darin ist sich die deutsche Finanzindustrie geschlossen einig und misst dem Thema einen entsprechend hohen (20%) bis sehr hohen (75%) Stellenwert bei. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen am Finanzplatz Deutschland. Einigkeit besteht in der Branche jedoch auch weitgehend (78%) darüber, dass das Thema noch nicht ausreichend adressiert wird.

Von den FinTechs verspricht sich die Finanzindustrie nur teilweise eine Unterstützung

Von den FinTechs erwarten nur 8% der Befragten eine maßgebliche Unterstützung beim Thema Cybersecurity. Die Hälfte (51%) verspricht sich zumindest teilweise eine Stärkung für das eigene Unternehmen. Hingegen rechnen 29% mit weniger und 7% mit keinerlei Unterstützung durch Fintechs.

„Das Thema Cybersecurity ist ein Zukunftsthema und eigentlich für junge Technologieunternehmen maßgeschneidert. Daher gehe ich davon aus, dass wir bald mehr Startups in diesem Bereich sehen werden“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Cybersecurity kann zukünftig einen Wettbewerbsfaktor darstellen – die Einrichtung europäischer Datenzentren ist wichtig und entscheidend

Die Finanzinstitute sind sich größtenteils darüber einig (86%), dass das Thema Datensicherheit zu einem Wettbewerbsfaktor für Finanzdienstleister werden kann. Lediglich 12% halten diesen Punkt nicht für relevant.

Da viele Daten europäischer Nutzer von sozialen Netzwerken in den USA gespeichert werden, wird die Notwendigkeit eigener Datenzentren für kritische Daten in Europa diskutiert. Die Finanzbranche hält die Einrichtung solcher Datenzentren mehrheitlich für wichtig (59%) und für entscheidend (26%). Hingegen ist es für 12% weniger relevant, wo Datenzentren angesiedelt sind.

„Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine leistungsfähige Daten-Infrastruktur heute für die Finanzbranche ist. Der Finanzstandort Frankfurt biete hier z.B. mit dem Deutschen Internet Exchange DE-CIX exzellente Voraussetzungen. Über die Hälfte aller deutschen Rechenzentren stehen im Großraum Frankfurt. Unser Status als Daten-Hauptstadt Deutschlands macht uns auch für FinTech-Unternehmen besonders attraktiv“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Umfrageergebnisse.

Bitcoins als Zahlungsmittel werden unter dem Aspekt der Datensicherheit nicht an Bedeutung gewinnen

Bitcoins sollen angeblich besonders geeignet sein, um Hacker-Attacken im Zahlungsverkehr abzuwehren. Vor diesem Hintergrund erwartet die Finanzbranche mehrheitlich (73%) jedoch nicht, dass Bitcoins als Zahlungsmittel in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.

CFS Index

CFS-Index beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt sehr positiv

CFS-Index zeigt starke Stellenkürzungen bei den Finanzinstituten – starker Stellenaufbau bei den Dienstleistern

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima in der deutschen Finanzindustrie abbildet, steigt im dritten Quartal 2016 um 0,3 Punkte auf 110,6 Punkte. Der im Ergebnis zwar nahezu unveränderte Wert beruht auf einer stark gegensätzlichen Entwicklung der Mitarbeiterzahlen der Finanzinstitute und der Dienstleister. Während die Finanzinstitute aktuell einen – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historischen Tiefstand zu verzeichnen haben, stellen die Dienstleister verstärkt Personal ein. Darüber hinaus meldet die gesamte Finanzbranche wachsende Umsätze und Erträge. Besonders die Finanzinstitute verzeichnen nach erheblichen Ertragsrückgängen im ersten Halbjahr nun wieder einen deutlichen Anstieg, der noch höher ausfällt als zuvor erwartet wurde. Das Wachstum des Investitionsvolumens ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem Niveau.

„Die Zahlen reflektieren Strukturveränderungen in der Produktionsweise der Bankindustrie, insbesondere steigende Kapitalintensität und sinkende Mitarbeiterzahlen. Spiegelbildlich hierzu erhöhen sich die Mitarbeiterzahlen bei den externen Dienstleister, auch wegen des Trends zur Digitalisierung“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse des CFS-Index.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland sehr positiv

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland hatte im Zuge des Brexit-Votums im zweiten Quartal einen historischen Höchststand von 136,8 Punkten erreicht gehabt. Auch im dritten Quartal bleibt der entsprechende Wert mit 128,3 Punkten auf überdurchschnittlich hohem Niveau, wenn auch abgeschwächt um – 8,5 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Finanzplatzes Frankfurt weiterhin groß ist. Unsere Funktion als Brücke zwischen London und der EU und das partnerschaftliche, konstruktive Vorgehen in der Diskussion der Brexit-Themen werden die internationale Bedeutung Frankfurts als wichtigstes Finanzzentrum im Euroraum weiter stärken.“

Stellenkürzungen treffen Finanzinstitute noch stärker als erwartet, und es wird mit weiteren Einsparungen im Personalbereich gerechnet

Der Stellenabbau fällt bei den befragten Finanzinstituten noch deutlicher aus als letztes Quartal bereits erwartet wurde. Zuvor wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf neutralem Niveau stabil gehalten. Jetzt fällt der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute im dritten Quartal um 13,7 Punkte auf ein – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historisches Tief von 86,0 Punkten, und die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass sich die Situation weiter verschärft. Hingegen entwickelt sich der Mitarbeiterstab bei den Dienstleistern noch positiver als erwartet. Der entsprechende Sub-Index erhöht sich gegenüber dem Vorquartal deutlich um 11,8 Punkte auf 116,9 Punkte. Für das vierte Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

Umsatzwachstum bei den Finanzinstituten

Das Wachstum der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens der befragten Finanzinstitute fällt im dritten Quartal 2016 etwas höher aus als im Vorquartal erwartet wurde. Der entsprechende Sub-Index steigt um 2,5 Punkte auf 109,6 Punkte. Auch die Dienstleister halten ihre Umsätze erwartungsgemäß mit -1,0 Punkten auf hohem Niveau bei 119,7 Punkten stabil und rechnen für das laufende Quartal mit einem erhöhten Umsatzwachstum.

Finanzinstitute beenden Ertragsrückgang – Die Finanzbranche blickt positiv auf das laufende Quartal

Bei den Erträgen melden beide Gruppen im dritten Quartal einen Zuwachs. Besonders die Finanzinstitute verzeichnen nach erheblichen Ertragsrückgängen im ersten Halbjahr nun wieder einen deutlichen Anstieg, der noch höher ausfällt als zuvor erwartet wurde. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 7,0 Punkte auf 103,9 Punkte, bei den Dienstleistern um 2,2 Punkte auf 115,3 Punkte. Bei beiden Gruppen ist der Ausblick auf das laufende Quartal positiv.

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen ist leicht rückläufig, befindet sich aber auf solidem Niveau. Bei den Finanzinstituten sinkt der Sub-Index, entgegen den Erwartungen, um 2,2 Punkte auf 110,1 Punkte, bei den Dienstleistern bleibt der Sub-Index mit -0,4 Punkten bei 112,2 Punkten stabil. Beide Gruppen befinden sich somit nach wie vor auf nahezu gleichem Stand und erwarten keine wesentlichen Änderungen für das laufende Quartal.

Thema Brexit: Frankfurt Main Finance in den Medien

Er wird heiß diskutiert in allen Medien und über alle Kanäle: Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit), über den die Briten am 23. Juni per Volksentscheid abstimmen. Welche Konsequenzen ein Brexit für den Finanzplatz Frankfurt und Hessen hätte, zu dieser Frage ist der Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V., Hubertus Väth, ein begehrter und kompetenter Gesprächspartner. Weiterlesen

Britisches EU-Referendum: „Wichtigste Weichenstellung seit Jahrzehnten“

Die Briten stehen beim EU-Referendum aus Sicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor der wichtigsten Weichenstellung seit Jahrzehnten. Dies betonte der Politiker während seiner Rede beim Frankfurt Finance Summit. Er plädiere für einen Verbleib der Briten in der EU, weitere Zugeständnisse würde es aber nicht geben. Sollte sich die britische Bevölkerung für den Austritt entscheiden, beginne unmittelbar die Exit-Phase. Darüber hinaus stellte er klar, dass sich die Bundespolitik im Falle eines Zusammenschlusses der Deutschen Börse mit der London Stock Exchance (LSE) nicht für einen Sitz der fusionierten Gesellschaft in Deutschland einsetzen werde. Dies gelte auch für den Fall eines Austritts Großbritanniens aus der EU.

Den gesamten Beitrag von Wolfgang Schäuble sehen Sie im Video.

Die digitale Zukunft der Finanzbranche: Livestream zum Frankfurt Finance Summit 2016

Beim heutigen Frankfurt Finance Summit stehen Fragen zur Digitalisierung, der  Finanzmarktregulierung sowie deren Auswirkungen im Fokus. Die Digitalisierung bietet große Chancen für die Finanzwirtschaft – gleichzeitig ist sie eine große Herausforderung, die auch Fragen aufwirft: Wie wird die Zukunft der Finanzbranche aussehen? Wie wird sich die Zusammenarbeit zwischen etablierten Finanzinstituten und FinTech-Unternehmen gestalten? Dies sind nur einige der Fragen, die im Rahmen des Frankfurt Finance Summit 2016 diskutiert werden.

Die Veranstaltung wird von 10 Uhr bis etwa 17 Uhr live im Internet übertragen unter
www.frankfurt-main-finance.com/stream

Bereits seit 2011 kommen in Frankfurt hochkarätige Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Finanzwelt zusammen und haben den Frankfurt Finance Summit als eine der führenden Veranstaltungen der Branche in Europa etabliert. Unter dem Motto „On the Move – The Future of Finance“ treffen sich in diesem Jahr Notenbankgouverneure, Regulierer, Vertreter der Aufsichtsbehörden, Finanzpolitiker, Wissenschaftler und Praktiker bereits zum sechsten Mal am Finanzplatz Frankfurt.

 

Frankfurt Finance Summit: Hochkarätig besetztes Panel

Am 12. Mai 2016 findet der sechste Frankfurt Finance Summit statt. Nach einer spannenden Conversation befasst sich das erste Panel mit folgenden Themen: Weiterlesen

FinTechGermany Award

Jahrbuch 2016: Hessen fördert FinTechs

Welchen Beitrag leistet das Land Hessen, ein lebendiges FinTech-Ökosystem in der Region zu schaffen? Dazu äußert sich Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im neuen Jahrbuch von Frankfurt Main Finance.

Die Digitalisierung erfasst zunehmend auch den Finanzsektor und stellt insbesondere Banken, Börsen und Versicherungen in immer kürzer werdenden Zeiträumen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig verändern sich durch die neuen technologischen Möglichkeiten auch die Bedürfnisse und das Verhalten von Kunden grundlegend. Damit muss die Finanzbranche Schritt halten und in neue Produkte, Prozesse, Technologien sowie Sicherheit investieren. Eine große Anzahl junger Finanztechnologie-Unternehmen, FinTechs, hat sich gebildet. Sie können in der nächsten Dekade bis zu 60 Prozent des Gewinns traditioneller Banken im Privatkundengeschäft sowie 40 Prozent ihres Umsatzes übernehmen.

Diesen Veränderungen stellen sich sowohl der Finanzplatz Frankfurt als auch die Hessische Landesregierung. Sie wollen dazu beitragen, dass sich der Finanzplatz zu einem international führenden FinTech-Hub weiterentwickelt.

Dazu bietet die Metropolregion Frankfurt ideale Voraussetzungen. Keine andere Region Deutschlands oder Europas bietet eine ähnliche geografische Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit Finanzdienstleistungen. So gibt es renommierte und international anerkannte wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten wie die Goethe-Universität und die Frankfurt School of Finance & Management sowie herausragende Adressen für IT.

Dabei ist der Finanzplatz weit mehr als ein potenzieller Geldgeber und Wachstumsförderer der FinTechs. Vielmehr trifft deren Innovationskraft auf die Finanzkraft und das Know-how des wichtigsten Finanzplatzes der Eurozone und Kontinentaleuropas.

Alle Standortvorteile bieten gerade für neue Finanztechnologien enorme Chancen, die bereits heute umfassend genutzt werden. Denn im Unterschied zu den typischen Gründerstädten waren es in Frankfurt bisher weniger Start-up-Unternehmen, sondern vielfach etablierte Finanz- oder IT-Dienstleister, die innovative Finanztechnologien entwickelt haben.

Im Interesse der Fortentwicklung des Finanzplatzes Frankfurt muss und will die Hessische Landesregierung noch stärker dazu beitragen, den Start-up-Bereich und die Gründerszene zu fördern, um auch die Talente aus Hochschulen sowie die hochkompetenten Mitarbeiter der Finanzindustrie mit eigener Geschäftsidee zu halten. Dank der Vielzahl hochengagierter Akteure hat sich das Ökosystem in den letzten Jahren erheblich entwickelt.

Das Land Hessen kann wesentlich dazu beitragen, die Vielzahl bestehender Aktivitäten zu koordinieren und zu bündeln, um das sich dynamisch entwickelnde FinTech-Ökosystem weiter voranzubringen. In den bisherigen Gesprächen hat sich ein Punkt besonders herauskristallisiert: Die Einrichtung und Etablierung eines zentralen Ortes, der FinTechs unter anderem günstigen und attraktiven Büroraum, Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch sowie Zugang zu Beratung und Investoren bietet. Darüber hinaus fördert das Land durch zinsvergünstigte Darlehen, Gründerfonds, Beteiligungen und Bürgschaften. Auch der Aufbau und Betrieb eines FinTech-Clusters werden unterstützt.

Insgesamt soll ein lebendiges Ökosystem entstehen, das verschiedene von Finanzplatzakteuren betriebene Start-up-Zentren beinhaltet, die unterschiedliche Ausrichtungen und Profile vorweisen und sich gegenseitig Anregung geben können. Zudem wird das Land seinen Anteil dazu leisten, die vorhandenen Stärken und Vorteile, die die Region bereits schon heute bietet, auf nationaler und internationaler Ebene besser zu vermarkten.

FinTech Meetup setzt Fokus auf InsurTech

Die Dynamik rund um das Thema FinTech hat die gesamte Region Rhein-Main-Neckar erfasst. Dies wird nicht nur an der Vielzahl neu entstehender Unternehmen deutlich, sondern auch in den Veranstaltungen, welche die Thematik aufgreifen. Gerade in Frankfurt sind die Palette und die Auswahl der Veranstaltungen enorm vielfältig. Einen ganz besonders spannenden Abend organsierte Meetup am 9. März: In den Räumen der Goethe Universität. Hier dreht sich alles um das spezielle Thema InsurTech. Bei kleinen Leckereien, die von Frankfurt Main Finance gesponsert wurden, konnten drei großartige Redner in die Materie einführen und auf die spezielle Thematik eingehen.

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International: In Frankfurt am Main leben und arbeiten Menschen aus 180 Nationen

Frankfurt am Main ist Deutschlands führender Finanzplatz und ist der wichtigste Finanzstandort der Eurozone. Der Grund dafür: Die Lage im Herzen Europas. Seit Jahrhunderten ist Frankfurt der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Europas und eine er weltweit bedeutendsten Handels- und Messestädte. Die Stadt nimmt seit jeher eine europäische Spitzenposition bei Produktivität, Forschungsintensität und Qualität der Lehre ein. All das macht FrankfurtRheinMain zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsräume Europas.  Weiterlesen

Peking

Hessen und Peking – eine besondere Verbindung

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankfurt und China reichen in die achtziger Jahre zurück. Die Partnerschaft mit der Hauptstadt der Provinz Guangdong wurde bereits im Jahr 1988 ins Leben gerufen.

Um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten Frankfurt und Peking zu verstärken, unterzeichnete die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und das Beijing Investment Promotion Bureau im August 2007 ein Memorandum über freundschaftliche Zusammenarbeit.

Seitdem hat sich die wirtschaftliche Dynamik im Reich der Mitte und insbesondere Peking als Zentrum der Finanzwirtschaft rasant entwickelt. Im dritten Quartal 2012 hatten in der Beijing Financial Street über 1.000 Finanzinstitute sowie über 400 Aufsichts- und Regulierungsorgane ihren Sitz. Rund 174.000 Angestellte arbeiten dort für Finanzdienstleister und somit 70 Prozent aller Angestellten des Finanzsektors von ganz Peking. Das Volumen der Vermögenswerte belief sich auf 62,1 Billionen Yuan RMB, fast 50 Prozent der landesweiten Vermögenswerte.

Dementsprechend war es für die Finanzmetropole Frankfurt folgerichtig, im Jahr 2012 mit Peking eine Vereinbarung zur langfristigen Zusammenarbeit der beiden Finanzplätze zu unterzeichnen. Im Zentrum der Ausgestaltung stehen Fragen der Finanzmarktregulierung und des Risikomanagements sowie der Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal. Der Finanzplatz Frankfurt baut so seine exzellenten Kapazitäten und Kontakte in diesen Bereichen aus.

Peking gehört mit seinem Distrikt Xicheng zu den dynamischsten Finanzzentren der Welt. Die Zusammenarbeit stellt eine wertvolle Bereicherung für das globale Netzwerk des Finanzplatzes Frankfurt dar. Xicheng bietet große Geschäftspotentiale, die durch die gemeinsamen Initiativen der hessischen Landesregierung, den Vertretern der hessischen Wirtschaft und des Finanzplatzes Frankfurt für die hessische Finanzindustrie erschlossen werden sollen.

Abgerundet wird das getroffene Finanzplatzabkommen durch die Vereinbarung, einen hessisch-chinesischen Wirtschafts- und Handelstag in Frankfurt durchzuführen. Sondiert wird, ob ein chinesisch-hessischer Wirtschaftsbeirat eingerichtet werden kann.