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Green Finance Cluster Frankfurt nimmt Arbeit auf

Der Übergang zu einer klimaschonenden und nachhaltigen Ökonomie findet auch in der Finanzbranche statt. Um Initiativen zu bündeln und Grundlagenarbeit zu leisten, hat in Frankfurt das Green Finance Cluster seine Arbeit aufgenommen, wie das Hessische Witschaftsministerium im November mitteilte. „Eine nachhaltige Ausrichtung des Finanzsystems ist unverzichtbar; gleichzeitig bedürfen die Energiewende und der Transformationsprozess unserer Wirtschaft passender Unterstützung durch die Finanzindustrie“, sagte der Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf dem Green Finance Forum vergangenen Monat in Frankfurt. „Es ist wichtig, dass Frankfurt dabei eine international wahrnehmbare Stimme artikuliert, denn derzeit dominieren Städte wie Paris und London die Diskussion.“

Gründungsmitglieder und Förderer
Das auf Initiative des Wirtschaftsministeriums entstandene Cluster ist ein Projekt des Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025. Gründungsmitglieder sind das Wirtschaftsministerium, die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank), die KfW Bankengruppe, das Center for Financial Studies mit Sitz an der Frankfurter Goethe-Universität, die Frankfurt School of Finance and Management, der Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) und das Gründerzentrum TechQuartier. Im Rahmen eines Sponsorings werden die Deutsche Bank AG, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen Girozentral, die Deutsche Börse AG, die KfW Bankengruppe, die Commerzbank AG, die Dekabank Deutsche Girozentrale, die DZ BANK AG sowie die Metzler Asset Management GmbH finanzielle Unterstützer sein. Sitz des Clusters ist die Frankfurt School of Finance and Management.

Erste Projekte des Clusters
Angesichts vieler internationaler Absichtserklärungen und Empfehlungen sei nun konkretes Handeln zur Umsetzung erforderlich, sagte Al-Wazir: „Dafür brauchen wir Strukturen, die ein echtes Zusammenwirken der Finanzwirtschaft untereinander, aber auch mit Politik und Wissenschaft ermöglichen.“

Erste Projekte gelten unter anderem der Suche nach Methoden, um den Zusammenhang von Finanzierungen und Klimazielen und die damit verbundenen Risiken besser zu verstehen. „Mir scheint es besonders wichtig, dass das Green Finance Cluster Frankfurt den Auftrag angenommen hat, substanzielle Arbeit zu leisten, und dabei Methoden und Instrumente für die praktische Anwendung entwickeln wird“, sagte der Minister.

 

 

Hessen fördert aktiv den Ausbau eines FinTech-Zentrums in Frankfurt

Bereits im September 2016 soll das Frankfurter Fintech-Zentrum eröffnet werden, das kündigte Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Rahmen des Frankfurt Finance Summit an. Den Anstoß für dieses Zentrum hatte die hessische Landesregierung im vergangenen Dezember mit einer Ausschreibung gegeben. Ziel sei es, modernen Finanztechnologien in Frankfurt ein attraktives Umfeld zu bieten. FinTech-Neugründungen sollen begünstigt und etablierte FinTechs langfristig am Standort gehalten werden.

Den gesamten Beitrag von Tarek Al-Wazir sehen Sie im Video.

FinTechGermany Award

Jahrbuch 2016: Hessen fördert FinTechs

Welchen Beitrag leistet das Land Hessen, ein lebendiges FinTech-Ökosystem in der Region zu schaffen? Dazu äußert sich Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im neuen Jahrbuch von Frankfurt Main Finance.

Die Digitalisierung erfasst zunehmend auch den Finanzsektor und stellt insbesondere Banken, Börsen und Versicherungen in immer kürzer werdenden Zeiträumen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig verändern sich durch die neuen technologischen Möglichkeiten auch die Bedürfnisse und das Verhalten von Kunden grundlegend. Damit muss die Finanzbranche Schritt halten und in neue Produkte, Prozesse, Technologien sowie Sicherheit investieren. Eine große Anzahl junger Finanztechnologie-Unternehmen, FinTechs, hat sich gebildet. Sie können in der nächsten Dekade bis zu 60 Prozent des Gewinns traditioneller Banken im Privatkundengeschäft sowie 40 Prozent ihres Umsatzes übernehmen.

Diesen Veränderungen stellen sich sowohl der Finanzplatz Frankfurt als auch die Hessische Landesregierung. Sie wollen dazu beitragen, dass sich der Finanzplatz zu einem international führenden FinTech-Hub weiterentwickelt.

Dazu bietet die Metropolregion Frankfurt ideale Voraussetzungen. Keine andere Region Deutschlands oder Europas bietet eine ähnliche geografische Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit Finanzdienstleistungen. So gibt es renommierte und international anerkannte wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten wie die Goethe-Universität und die Frankfurt School of Finance & Management sowie herausragende Adressen für IT.

Dabei ist der Finanzplatz weit mehr als ein potenzieller Geldgeber und Wachstumsförderer der FinTechs. Vielmehr trifft deren Innovationskraft auf die Finanzkraft und das Know-how des wichtigsten Finanzplatzes der Eurozone und Kontinentaleuropas.

Alle Standortvorteile bieten gerade für neue Finanztechnologien enorme Chancen, die bereits heute umfassend genutzt werden. Denn im Unterschied zu den typischen Gründerstädten waren es in Frankfurt bisher weniger Start-up-Unternehmen, sondern vielfach etablierte Finanz- oder IT-Dienstleister, die innovative Finanztechnologien entwickelt haben.

Im Interesse der Fortentwicklung des Finanzplatzes Frankfurt muss und will die Hessische Landesregierung noch stärker dazu beitragen, den Start-up-Bereich und die Gründerszene zu fördern, um auch die Talente aus Hochschulen sowie die hochkompetenten Mitarbeiter der Finanzindustrie mit eigener Geschäftsidee zu halten. Dank der Vielzahl hochengagierter Akteure hat sich das Ökosystem in den letzten Jahren erheblich entwickelt.

Das Land Hessen kann wesentlich dazu beitragen, die Vielzahl bestehender Aktivitäten zu koordinieren und zu bündeln, um das sich dynamisch entwickelnde FinTech-Ökosystem weiter voranzubringen. In den bisherigen Gesprächen hat sich ein Punkt besonders herauskristallisiert: Die Einrichtung und Etablierung eines zentralen Ortes, der FinTechs unter anderem günstigen und attraktiven Büroraum, Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch sowie Zugang zu Beratung und Investoren bietet. Darüber hinaus fördert das Land durch zinsvergünstigte Darlehen, Gründerfonds, Beteiligungen und Bürgschaften. Auch der Aufbau und Betrieb eines FinTech-Clusters werden unterstützt.

Insgesamt soll ein lebendiges Ökosystem entstehen, das verschiedene von Finanzplatzakteuren betriebene Start-up-Zentren beinhaltet, die unterschiedliche Ausrichtungen und Profile vorweisen und sich gegenseitig Anregung geben können. Zudem wird das Land seinen Anteil dazu leisten, die vorhandenen Stärken und Vorteile, die die Region bereits schon heute bietet, auf nationaler und internationaler Ebene besser zu vermarkten.

Frankfurt bei Arbeitnehmern besonders beliebt

Immer mehr Menschen pendeln zum Arbeiten nach Hessen und insbesondere nach Frankfurt. Die Zahl der Berufs-Pendler stieg im Vorjahresvergleich um mehr als 9000 auf 344 667 Menschen (Stichtag: 30.6.2015), wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) bekanntgab. Demnach kommen 14,3 Prozent der in Hessen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus einem anderen Bundesland oder aus dem Ausland. Viele zieht es nach Frankfurt: 350 400 Menschen kommen täglich zur Arbeit in die Mainmetropole, davon 256 204 aus anderen hessischen Regionen.

Vor allem für die Bewohner der umliegenden Städte und Gemeinden spielt Frankfurt als Arbeitsort eine wichtige Rolle. So arbeiten in den Kommunen Bad Vilbel, Kelsterbach, Offenbach, Mörfelden-Walldorf, Maintal, Eschborn und Neu-Isenburg mehr als die Hälfte aller Auspendler im direkt angrenzenden Frankfurt; in vielen Kommunen – etwa aus dem Vordertaunus – beträgt der Anteil der „Frankfurt-Pendler“ immer noch vierzig Prozent und mehr.

FMF zeigt Präsenz beim Finanzplatztag 2016

Am 03. März 2016 fand erneut der Finanzplatztag in Frankfurt statt. In diesem Jahr waren mit den Themen Investoren, Standort und Emittenten/Services/IT drei ganz besonders spannende Schwerpunkte gesetzt, welche die Debatte auf dem 9. Finanzplatztag prägten. In diesem Jahr knüpfte der Finanzplatztag inhaltlich an die ausgesprochen positive Resonanz zur Themenauswahl der Vorgängerveranstaltungen an und bot damit erneut ein zentrales Kommunikationsforum mit einem Alleinstellungsmerkmal für die deutsche Finanzbranche am Finanzplatz Frankfurt.  Weiterlesen

Europäische Kapitalmarktunion verspricht Zukunftsfähigkeit

Die geplante Kapitalmarktunion soll kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) neue Finanzierungswege bieten. Für mittelständische Unternehmen in Europa wird das Thema der Kapitalbeschaffung immer wichtiger. Auch hessische Unternehmen sollen in Zukunft von dem europäischen Projekt profitieren. Zu diesem Thema konnten sich heute im Haus des Handwerks in Frankfurt hessische Unternehmen informieren. Der EU-Kommissar für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion, Lord Jonathan Hill, und der Hessische Minister der Finanzen, Dr. Thomas Schäfer, sprachen mit rund 30 Vertretern von hessischen KMU und Vertretern der Banken- und Finanzbranche über die Vorteile der geplanten Kapitalmarktunion. Die Unternehmen konnten darüber hinaus ihre Wünsche zur weiteren Ausgestaltung der Kapitalmarktunion zur Sprache bringen. Weiterlesen

Freundschaftliche Besuche zwischen guten Partnern

Die Reisen des hessischen Wirtschaftsministeriums in den Jahren 2012, 2013 und 2014 nach China zielten darauf ab, die gegenseitigen Beziehungen weiter zu intensivieren. Sie dienten darüber hinaus dazu, Frankfurt als Drehscheibe für Geschäfte in Renminbi zu etablieren.  Weiterlesen