Frankfurt Finance Summit 2014 Michel Barnier

„The state of the Union“: Michel Barnier und Danièle Nouy auf dem Frankfurt Finance Summit

Auf dem Frankfurt Finance Summit hat Michel Barnier, EU-Kommissar für den Binnenmarkt und den Finanzsektor, in seiner Eröffnungsrede einen wesentlichern Nutzen der Bankenunion hervorgehoben: „Die Bankenunion bedeutet, dass der Steuerzahler nicht mehr in der ersten Reihe steht, wenn Banken gerettet werden müssen.“ Danièle Nouy, Leiterin der Europäischen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank, verwies auf noch bestehende Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Finanzstabilität: „Zu den kurzfristigen Herausforderungen gehört, das Vertrauen in die Bankbilanzen zu stärken.“

Unter dem Motto „State of the Union“ kommen Notenbankgouverneure, Regulierer, Vertreter der Aufsichtsbehörden, Finanzpolitiker, Wissenschaftler und Praktiker bereits zum vierten Mal am Finanzplatz Frankfurt zusammen, um Fragen der Finanzmarktstabilität zu diskutieren.

Ausgerichtet wird der Summit von der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance sowie vom Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM). Die Konferenz hat sich in kurzer Zeit als fester Termin zum Thema Bankenregulierung und Finanzmarktstabilität etabliert und ist heute als Dialogplattform für die Regulierungsdiskussion nicht mehr wegzudenken.

Am heutigen Dienstag diskutieren internationale Experten den Status der Bankenunion, darunter EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sowie Danièle Nouy, Leiterin der Europäischen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank. Dazu gehören unter anderem auch die Fragen, ob die Eurozone einen Abwicklungsmechanismus für zahlungsunfähige Staaten braucht, wie Bankenaufsicht in Zukunft aussehen muss und welche Rolle Deutschland in der Bankenunion spielt und spielen sollte.

Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance, sagt: „Der Weg zu mehr Finanzmarktstabilität, der in den vergangenen Jahren eingeschlagen worden ist, muss sich nun bewähren und wenn nötig angepasst oder korrigiert werden – und diese Entwicklung wird weitergehen, wir werden diese Aufgabe im wahrsten Sinne des Wortes nie vollendet haben.“

Wolfgang Hartmann, Vorstandsvorsitzender bei FIRM, sagt: „Seit 2009 hat sich der Frankfurt Finance Summit als Treffpunkt internationaler Experten für Risikomanagement und Regulierung etabliert. Dieser Austausch gehört zu den zentralen Aufgaben von FIRM. Unser gemeinsames Anliegen ist es, effektive und intelligente Wege zu finden, Risiken zu managen und die Finanzmärkte zu regulieren.“

Frankfurt unterstreicht mit dem vierten Frankfurt Finance Summit seine Bedeutung als Zentrum für Finanzmarktstabilität und Bankenregulierung in der Eurozone.

Der fünfte Frankfurt Finance Summit findet am 17. März 2015 statt.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Brexit: Finanzzentren steht eine neue Realität bev... Nur sechs Wochen vor dem Brexit Referendum beschrieb Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, diese politische Entscheidung auf dem Frankfu...
Digitalisierung stellt den Finanzsektor vor neue H... Die Wirtschaft ist begeistert von der Idee der Digitalisierung: technische Geräte gehören zu unserem privaten und beruflichen Alltag. Cybersicherheit ...
On The Move – die Digitalisierung der Finanz... Top Master Studenten von umliegenden Business Schools waren eingeladen den Frankfurt Finance Summit zu besuchen. Mariam Abdelhady, Master of Finance S...
Britisches EU-Referendum: „Wichtigste Weiche... Die Briten stehen beim EU-Referendum aus Sicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor der wichtigsten Weichenstellung seit Jahrzehnten. Dies b...