„Tod im Bankenviertel“ – Finanzredakteur schreibt Finanzplatz-Krimi

Kriminalromane mit regionalem Bezug stehen bei den Lesern derzeit hoch im Kurs. Die Identifikation mit bekannten Orten und manchmal auch die Nähe zu real existierenden Personen üben einen besonderen Reiz aus.  „Tod im Bankenviertel“ zeigt die zwei Gesichter Frankfurts zwischen Eintracht und Zwietracht, zwischen Apfelweinlokal und International, zwischen Konstabler Markt und Finanzmarkt – so beschreibt der Societäts-Verlags den neuen Roman des stellvertretenden Chefredakteurs der Börsen-Zeitung, Dr. Detlef Fechtner. Frankfurt Main Finance wollte von ihm wissen, was einen sonst sehr faktenorientierten Autor zu einem fiktionalen Kriminalroman über den Finanzplatz motiviert.

„Ich schreibe seit mehr als 25 Jahren Finanznachrichten. Und ich bin immer wieder erstaunt darüber, zu sehen, wie einzelne Nachrichten Kurse und Notierungen heftig in Bewegung bringen können. Oft habe ich mir in Gesprächen mit Bankern und Börsianern – und natürlich auch mit meinen Journalistenkollegen – ausgemalt, was eigentlich passieren würde, wenn es eine Handvoll Kriminelle darauf anlegen würde, falsche Nachrichten in den Markt zu schicken. Und zwar nicht nur eine oder zwei, sondern in systematischer Art und Weise. So bin ich darauf gekommen, einen Krimi zu schreiben. Und ich war, ehrlich gesagt, beim Schreiben überrascht, wie nah manchmal die Fiktion der Wirklichkeit kommen kann. Denn an einigen Stellen des Buches musste ich eigentlich nur aufschreiben, was ich selbst schon einmal so oder so ähnlich erlebt hatte. Na klar: Vieles ist auch reine Fantasie. Und ich müsste lügen, wenn ich nicht zugebe, dass es einen Riesenspaß macht, Geschichten so zusammenzuschreiben, wie es einem gerade in den Sinn kommt – und eben nicht, wie es gewesen ist.“