Rechtshandbuch Cyber Security

Was sind die rechtlichen Aspekte von Cyber-Security?

„Es gibt nur zwei Arten von Unternehmen: Solche, die gehackt wurden, und solche, die noch gehackt werden.“ Mit diesem Zitat des ehemaligen FBI-Chefs Robert Müller aus dem Jahr 2012 beginnt das neu erschienene Rechtshandbuch Cyber-Security. Es wurde maßgeblich von den Anwälten der Sozietät White & Case – Frankfurt Main Finance-Mitglied – verfasst.

Das Rechtshandbuch gibt für das deutsche Recht einen alle relevanten Rechtsbereiche übergreifenden Überblick über die Fragestellungen im Bereich Cyber-Security.  Diese reichen von der Verantwortlichkeit der Geschäftsleitung für Organisationen und Fortbestand des Unternehmens über ‚klassische‘ Compliance-Materien wie Datenschutz und IT-Sicherheit bis hin zu Fragen der Transaktions- und Aufsichtspraxis. Es ist damit gerade für Manager an internationalen Finanzplätzen wie Frankfurt am Main interessant, da diese oft im täglichen Umgang mit Compliance und Cyber-Security-Themen sind.

Ransomware, Malware, DDoS-Attacken, APT-Angriffe oder der CEO-Fraud – alle diese Begriffe sind gängige Formen von Cyber-Attacken. Doch wie sollen Unternehmen dagegen vorgehen bzw., einen Schritt voraus gedacht, wie können sich Unternehmen effektiv dagegen schützen? Mit welchen Kosten sind diese Maßnahmen verbunden und in welchem rechtlichen Rahmen bewegen sich die Unternehmen? Das Rechtshandbuch Cyber-Security beantwortet diese Fragen systematisch, zeigt Fallbeispiele auf, führt Länderberichte an und stellt Unternehmen praxisorientierte Cyber-Security-Checklisten zur Verfügung.

Das sind die Themen des Cyber-Security Ratgebers

Insgesamt gliedert sich das Buch in 16 Kapitel und umfasst die Themenbereiche Gesellschaftsrecht, Merger and Acquisitions, Datenschutz, IT-Sicherheit, Arbeitsrecht, Aufsichtsrecht, Kartellrecht, Vergaberecht, Prozessführung und Haftung, Strafrecht und Versicherungsrecht. Ergänzt werden diese Themenfelder durch drei Länderberichte über die USA, Großbritannien und China sowie Checklisten für Unternehmen zum Thema Cyber-Security.

Cyber-Security-Checklisten bieten praxisorientierte Hilfestellungen

Die Herausgeber des Buches zitieren eine Statistik des Digitalverbandes Bitkom (2018), die davon ausgeht, dass durch digitale Wirtschaftsspionage, Sabotage und Datendiebstahl in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland rund 43,3 Milliarden Euro Gesamtschaden entstanden ist. Dieser setze sich aus Imageschäden, Patenrechtsverletzungen, Prozess- und Systemverlusten, Recherchen, Umsatzeinbußen, Rechtsstreitigkeiten, datenschutzrechtlichen Maßnahmen, Erpressungen und sonstigen Schäden zusammen. Zeitgleich seien 2018 rund 800 Millionen Schadprogramme in Deutschland im Umlauf gewesen (Lagebericht 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik). Zudem verweisen die Autoren auf eine McKinsey-Studie, die zeigt, dass nur 16 Prozent der Manager ihre Unternehmen auf Cyber-Risiken gut vorbereitet sehen. An dieser Stelle soll das Buch Managern eine ganz konkrete Hilfestellung bieten und beantwortet Fragen wie: Was sind Anforderungen an das Risikomanagement von Banken, Zahlungsinstituten und Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen? Oder: Wie sieht ein Cyber Incident Response Plan aus?

Das Rechtshandbuch Cyber-Security ist im Deutschen Fachverlag, Fachmedien für Recht und Wirtschaft, in Frankfurt am Main erschienen und ist online erhältlich.

Weitere Informationen zum Buch

Rechtshandbuch Cyber-Security

Hrsg.: D. Gabel, T.A. Heinrich, A. Kiefner

Deutscher Fachverlag GmbH, Fachmedien Recht und Wirtschaft, Frankfurt am Main

ISBN: 978-3-8005-0012-3

Jahr: 2019