WIR SIND JETZT – Neueröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt

Nach fünfjähriger Umbauzeit präsentiert sich das Jüdische Museum der Stadt Frankfurt am Main mit dem spektakulären „Lichtbau“ und einer neuen Dauerausstellung über die jüdische Geschichte Frankfurts seit 1800.


Dauerausstellung: Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart

WIR SIND JETZT – das ist nicht nur der Titel der neuen Dauerausstellung, sondern auch der Slogan der Eröffnungskampagne des neuen Jüdischen Museums. Jüdinnen und Juden prägten die kulturelle, wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Frankfurts auch nach dem Holocaust. Mit ihrem mäzenatischem Engagement, ihren Gründungen von Forschungsinstituten, Industriezweigen, Privatbanken, Bildungs-, Kranken- und Pflegeeinrichtungen, ihrer Beteiligung an den sozialen Bewegungen und den Innovationen im Bereich von Kunst und Städtebau verliehen sie der Stadt des Verlagswesens, der Wissenschaft, des Handels und der Finanzen eine europaweite Bedeutung.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Frankfurt ist sicherlich die jüdischste Stadt Deutschlands – und bekommt mit der Neueröffnung des Jüdisches Museums nicht bloß neue und größere Ausstellungsräume, die der jahrhundertelangen jüdischen Vergangenheit unserer Heimatstadt einen angemessenen Rahmen geben. Das Jüdische Museum widmet sich vor allem gegenwärtigem jüdischen Leben in Frankfurt und das ist bundesweit einmalig.“

Sieben Botschafter*innen, historische wie zeitgenössische, geben der Kampagne ein Gesicht.

  • Caroline von Rothschild: Tochter der berühmten Bankiersdynastie
  • Mirna Funk: Schriftstellerin und Journalistin aus Berlin
  • James und David Ardinast: Frankfurter Szenegastronomen
  • Joy Denalane: Soul und R&B-Sängerin, Künstlerin, Geschäftsfrau und Mutter aus Berlin
  • Moses: Aus der Feder von Moritz Daniel Oppenheim
  • Wolfram Koch: Schauspieler aus Frankfurt am Main
  • Leni und Jean-Michel Frank: Familienmitglieder von Anne Frank aus Frankfurt

Ariel Schlesingers Skultpur „Untitled“ (2019) auf dem Vorplatz des neuen Jüdischen Museums Frankfurt. Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt.

Mehr als ein Ausstellungsort

In den öffentlich und kostenfrei zugänglichen Bereichen des Museums erwartet Sie:

  • Eine öffentliche Bibliothek mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendliteratur
  • Koschere Küche im neuen FLOWDELI
  • Ein Museumsshop der jüdischen Literaturhandlung
  • Freies WLAN

Der einzigartige neue Museumskomplex besteht aus dem sorgfältig restaurierten Rothschild-Palais und einem hellen Neubau des renommierten Berliner Büros Staab Architekten. Das neoklassizistische Palais beherbergt die neue Dauerausstellung Wir sind Jetzt: Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart über jüdisches Leben in der Moderne und knüpft damit an die Ausstellungserzählung im preisgekrönten Museum Judengasse an, die seit 2016 viele Besucher angezogen hat. Das neue Gebäude, Lichtbau genannt, bietet Raum für Wechselausstellungen und Veranstaltungen, eine öffentliche Bibliothek, das erste milchig-koschere Café in einem Jüdischen Museum in Deutschland, FLOWDELI, sowie einen Museumsshop, der von der Literaturhandlung betrieben wird. Der Lichthof zwischen den beiden Gebäuden bildet die Adresse des neuen Museums, Bertha-Pappenheim-Platz 1, und präsentiert die eindrucksvolle Skulptur „Untitled“ von Ariel Schlesinger.

 

Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt.